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Ab wann ist es in Ordnung sich krank schreiben zu lassen?

SQunf3low;er_x73


Ich hatte im Winter (passend zur Aufnahme meiner 2. halben Stelle) so eine Phase. Traf irgendwie die ganze Abteilung und eigentlich gibt es bei uns eh keine Woche, wo nicht mind. eine Krankmeldung über den Mailverteiler geht. Es ist einfach blöd, keine Frage.

Aber... Krank ist krank. Ich überlege sicherlich schon, ob es nicht doch irgendwie geht. Das mache ich aus der Kombi von Situation und Anforderungen abhängig. In meiner Stelle A haben wir sogar die Order, auch bei stärkeren Erkältungen zu Hause zu bleiben Arbeit mit Patienten.. In meiner Stelle B (die mit den vielen Krankmeldungen) gibt es keine Order und jeder entscheidet für sich nach Erkrankung und Tagesanforderungen.

Wie ist das bei euch auf der Arbeit geregelt, wann bleibt ihr krank zuhause?

Stelle A: Es gibt keine Vertretung und meine Abwesenheit ist ein 1:1-Verdienstausfall für meinen Arbeitgeber. PLus der Druck, wenn man Patienten absagt.

Stelle B: Es gibt für die relevanten Termine immer ein Backup. Meine ganz eigene Tätigkeit, über die ich freier bestimmer (Projektmanagement), bleibt liegen. Entweder es erschlägt einen hinterher oder man arbeitet trotz Krankmeldung zu Hause. Oder ist einfach "nur" krank und macht nichts. Je nach Verfassung und Druck im Job.

Als Beispiel die Gesamtsituation:

Job B ist eine halbe Stelle. Ich arbeite seit 4 Wochen VOR ORT um die 40 Stunden (also 100% Überstunden) plus ca. 15-20 zu Hause. Jedes Wochenende zu Hause durchgearbeitet. Ich ahbe ab heute einige Tage frei, sitze aber seit 5 Stunden zu Hause am Schreibtisch und... ARBEITE. Weil eine Kollegin etwas verspätet erledigt hat, was weg muss, wirkt es sich auf mich aus. Dass ich stinksauer bin, muss ich nicht sagen. Urlaubspläne für heute: Geplatzt. Ob der Tag ersetzt wird: Fraglich. Denn HomeOffice ist offiziell nicht erlaubt. Ich hatte aber auch keine Lust, noch 30 Min. eine Strecke zur Arbeit zu fahren am Urlaubstag.

Ganz ehrlich? In der Konstellation bleibe ich auch ohne Schuldgefühle bei Krankheit zu Hause. Es wird sogar gemunkelt, dass Kollegen sich bei zu viel Stress und Termindruck mittels Krankmeldung nach Hause "zurückziehen", um Deadlines halten zu können...

LjouiUs:iaxna


Krankschreiben lassen, sobald man nicht mehr "einsatzfähig" ist und/oder noch andere Kollegen ansteckt, so dass die auch ausfallen.

Slilbe2rmonPdaugre


mir tut alles weh und ich fühl mich besch*ssen. {:(

Ist imho ein ziemlich eindeutiges Indiz für "krankschreiben lassen"

Wenn man nämlich kommt und Fehler macht oder ganz zusammenbricht dankt es einem nämlich niemand. Der Chef auch nicht (vielleicht gibt es ein paar wenige Ausnahmen)

C[houpe-tte_Fixnnian


Ich lasse mich inzwischen nur noch krankschreiben, wenn ich richtig fertig mit der Welt bin, also bei Fieber usw. Ich habe keine Vertretung und keine Kollegen, auf mich wartet also auch die Arbeit wenn ich wiederkomme. Das auf sich zu nehmen lohnt sich wirklich nur bei einer sehr schlimmen Erkältung. Da ich niemanden großartig anstecken kann, gehe ich also mit Schnupfen zur Arbeit. Bei meiner alten Arbeit bin ich auch ohne Fieber zu Hause geblieben, wenn ich mich mies (im Sinne von krank) gefühlt habe. Das war in den letzten zwei Jahren vor dem Jobwechsel aber auch ein bescheidenes Arbeiten und ich war dankbar um jede Stunde, die nicht nicht dort war.

S[ilmberqmondxauge


OT: Und wie lange nimmst du dann Urlaub am Stück ? Immer nur tageweise ?

CChopupe7tte_`FinEnia`n


Meistens ja. Ich kann aufgrund teilweiser enger Bearbeitungsfristen maximal 5 Tage am Stück nehmen. Habe in diesem Jahr auch erst 5 Tage Urlaub gehabt, einmal 3 Tage und den Rest aufgeteilt auf freie Nachmittage. Wir hatten mal eine Notkraft, die im Krankheitsfall einspringen könnte, aber die hat ein Baby bekommen und der Chef will sie leider nicht weiter beschäftigen... Habe gestern erst gesagt bekommen, dass ich keinen zweiwöchigen Sommerurlaub nehmen kann, ich will die Tage mal um eineinhab Wochen kämpfen. ;-D (Ja, ich weiß, der steht mir gesetzlich zu, aber der Job hier ist eigentlich sehr angenehm, sodass das für mich im Prinzip okay ist.)

Ltol+aX5


Aber wann lasst ihr euch wirklich krank schreiben?

Ich gehe nicht zur Arbeit, wenn ich so erkältet bin, dass ich mich richtig krank fühle. Ein bisschen Schnupfen, Halsweh oder Husten, schränkt mich normalerweise noch nicht soo ein, dass ich nicht arbeiten könnte.

Ich habe auch das Glück, dass ich nicht allzu anfällig bin. Bis jetzt komme ich so auf ca. 0 bis 2 Tage pro Jahr, wo ich krank bin und zuhause bleibe. Bei meinen unmittelbaren Arbeitskollegen ist das ähnlich, insofern muss man auch keine Angst haben, dass man mit ein bisschen Schnupfen gleich wen ansteckt.

Wobei ich keine Lust habe, für einen Tag eine Krankschreibung vom Arzt zu holen. (Wenn ich erkältet bin, will ich im Bett bleiben und nicht aus Bürokratiegründen einen Wisch vom Arzt holen.) Im Zweifelsfall würde ich da sogar lieber einen Urlaubstag verbrauchen.

Länger krank war ich zum Glück noch nicht. Grundsätzlich bin ich aber auch für "Rechtzeitig auskurieren". Krankheiten verschleppen bis man eine Lungenentzündung oder ähnliches bekommt, ist sicher nicht sinnvoll. :|N

Shunfl~owerx_73


Wobei ich keine Lust habe, für einen Tag eine Krankschreibung vom Arzt zu holen. [...] Im Zweifelsfall würde ich da sogar lieber einen Urlaubstag verbrauchen.

Ich brauche erst ab dem 3. Tag eine AU-Bescheinigung vom Arzt. Und spontan Urlaub verbrauchen geht bei uns nicht, da wir Anfang Dezember den Urlaubsplan stehen haben müssen, keine Resttage übrig lassen dürfen. Änderungen nur via Änderungsantrag - und der braucht 1-2 Wochen in der Bearbeitung durch alle Instanzen.

M`rssHid*e


MrsHide,wieso hast Du ein schlechtes Gewissen?

So genau weiß ich das auch nicht. Weil ich eben - auch wenn Leute da sind - weiß, dass es doof ist extra zu kommen.

Und dann kommts auch immer darauf an, wie krank man nun ist. Demletzt hatte ich Magen-Darm und war nur am Kotzen, da war für mich auch klar, dass arbeiten so einfach nicht funktioniert.

Jetzt gerade geht es zwischendurch ja auch. Gestern hab ich auch überstanden. Schön wars aber nicht.

Ich habe keine Vertretung und keine Kollegen, auf mich wartet also auch die Arbeit wenn ich wiederkomme.

Das hab ich so ja nicht.

Allerdings muss ein Termin für eine Klientin abgesagt werden, wenn ich nun krank geschrieben werde. Und der wäre ihr wichtig gewesen und kann so frühestens in zwei Wochen nachgeholt werden. Das ist auch blöd..

Im Zweifelsfall würde ich da sogar lieber einen Urlaubstag verbrauchen.

Das kann ich auch nicht einfach so, Urlaub gibt es nicht spontan. Aber ja, ich find das auch in manchen Situationen bescheuert zum Arzt zu fahren um sich krank schreiben zu lassen, wenn der einem auch nur sagt "ruhen sie sich aus, trinken sie viel, etc." Und dafür ist man dann mit Wartezeit ewig unterwegs.

Ich werd heute nun doch zum Arzt gehen. Fragt ihr da eigentlich direkt nach einer Krankschreibung? Wartet ihr, ob der Arzt das anspricht?

Ich will nicht, dass er denkt ich gehe nur hin, um mich unbedingt krank schreiben zu lassen. Das Gefühl hatte ich bei der Magen-Darm-Sache schon, da hat er mich total abgefertigt %-| Zu einem anderen Arzt kann ich heute leider nicht.

CChoupvetteR_F:inniaxn


Naja, bei einer Erkältung kann der Arzt eh nicht viel machen. Die meisten Medikamente bekommst du in der Apotheke ohne Arztbesuch. Wenn jemand also mit ner Grippe zum Arzt geht, dass weiß der auch, dass es in 95 Prozent der Fälle um eine AU geht. Mein Arzt fragt auch immer direkt nach der kurzen Untersuchung/Symptombeschreibung nach und fragt auch wie lang ich krankgeschrieben werden will. Ich Find das praktisch, man muss nicht unnütz Zeit vertrödeln und um den heißen Brei rumreden, man möchte als Patient ja auch gern wieder ins Bett/auf die Couch und der Arzt hat auch meist einen vollen Terminplan. Und wir sind ja nun nicht mehr in der Schule wo die böse Lehrerin überzeugt werden muss, dass man wirklich krank ist und vor dem Matheunterricht nach Hause muss.

jKust_lpookixng?


Lol, bei dem letzten Beitrag muss ich grad lachen. Ich bin die liebe Englischlehrerin und froh, wenn einer weniger in der Klasse sitzt ]:D

Aber ja, je nach Anforderung wenn ich es nicht mehr schaffe normal zu arbeiten. Das ist eben je nach Job anders. Wenn ich viel laufen muss, dann ist eine geringere Verletzung am Fuß schneller ein Grund daheim zu bleiben als wenn ich einen dauersitzenden Bürojob hab.

Als ich eine Stimmbandentzündung hatte war ich wohl länger krank geschrieben als manche andere, die eben nicht berufsmäßig dauernd reden müssen. Und genau so sehe ich es eben auch bei Erkältung. Wenn ich viel schleppen muss, dann ist ein Schnupfen und schnelles aus-der-Puste-sein schneller ein Grund daheim zu bleiben als bei mir.

Aber wenn ich mich schlecht fühle, die Kollegen Sicherheitsabstand halten würden,... dann finde ich krank melden voll ok.

Fme.


Wenn ich nicht zur Arbeit komme, verursacht das nur noch mehr Stress hinterher. Solang ich also noch halbwegs grade auf zwei Beinen laufen kann, komme ich.

Davon abgewichen bin ich in letzter Zeit einmal, als bei der Arbeit nicht viel los war, so dass ich mir das Fehlen erlauben konnte, und ich gleichzeitig auch noch nach kurzer Zeit erneut krank geworden bin und deshalb beschlossen habe, das erstmal auszukurieren. Einmal hab ich mich auch aus dem Verkehr gezogen, weil eine mögliche Infektion mit etwas im Raum stand, was man echt besser nicht weiter verbreitet

Aber sonst: Nach einer Wurzelspitzenresektion wie nach einer Backenzahnextraktion bin ich direkt von der Praxis zur Arbeit, eine extrem schmerzhafte Gehörgangsentzündung hat mich auch nicht davon abgehalten. Wenn ich nicht reden kann, schreib und gestikulier ich halt.

RkafNa88


Das Thema hatten wir hier ja schon oft.

Ich finde auch wie bereits geschrieben, man sollte sich dann Krank schreiben lassen wenn man seine geforderter Arbeitsleistung nicht erbringen kann. Egal ob körperliche Probleme oder wegen psychischen Schwächen sollte man sich nicht immer auf Arbeit schleppen, es wird einem wirklich nicht gedankt.

N<amjxa


Ich war dieses Jahr bisher 4 Tage krankgeschrieben. Einmal zwei wegen Blasenentzündung (mit Antibiotika und Dauer-Klo), und zweimal einen wegen Erkältung. Da war mein Kopf aber auch wirklich so zu, dass ich eigentlich nur an schlafen und viel Tee denken konnte, abgesehen davon, dass ich keine Kollegen anstecken wollte. Ah, und einmal bin ich ein paar Stunden später gekommen, weil ich wohl was falsches gegessen hatte. Da gings mir dann aber mittags schon so deutlich besser, dass ich um 12 bei der Arbeit war und effektiv an dem Tag nur 2 Stunden verloren habe.

Generell bin ich der Ansicht, dass man dann zuhause bleiben sollte, wenn man entweder Kollegen anstecken würde (dann ist nämlich keinem geholfen), oder man eh nicht produktiv arbeiten würde, oder sich das ganze krank sein dadurch noch viel länger hinziehen würde.

A%nka2%014


Ich kann deinen Gewissenskonflikt absolut verstehen. Dennoch solltest du lernen, Selbstfürsorge zu betreiben. Das ist nicht mit Egoismus zu verwechseln! Du solltest dir selbst wert genug sein, Verantwortung für deine Gesundheit zu übernehmen. Früher, ahebn das die Eltern gemacht und nun musst du das selber tun. Denn deine Gesundheit ist so wichtig und keiner wird dir dafür danken, dass du sie aufs Spiel setzt.

Vielleicht ärgert sich der eine oder andere Kollege, solche gibt es immer. Aber die tollen Kollegen werden sich vielleicht über den Umstand ärgern, dass sie ihre Pläne ändern müssen oder mal einen Tag mehr arbeiten müssen, aber nicht über dich. Jeder sollte für sich und seine Arbeit Verantwortung übernehmen und nach den eigenen Maßstäben handeln, so wie er es für richtig hält und mit seinem Gewissen vereinbaren kann.

Wenn du bei einer leichten Erkältung dich trotzdem kräftig genug fühlst, arbeiten zu gehen, dann geh. Wobei ich es auch wichtig finde, dass du in dem Fall auch Verantwortung für deine Kollegen übernimmst, die du der Gefahr aussetzt, sich anzustecken. Wenn du aber schon paar mal krank warst und immer zur Arbeit gegangen bist, dann solltest du dir überlegen, ob es nicht mal an der Zeit wäre, deine nächste Erkältung auszukurrieren. Höre auf dich, nimm deinen eigenen Maßstab und betreibe Selbstfürsorge.

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