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Honorar und Steuererklärung?

teimba-|sterxn hat die Diskussion gestartet


Mein kleiner Neffe ist jetzt im 2. Semester seines Studienganges und gibt über eine Volkshochschule Gitarrenstunden.

Er hat einen Honorarvertrag, bekommt das Geld aber nur alle 4 Monate ausgezahlt.

(500 Euro).

Heute hat er erfahren, dass er eine Steuererklärung machen muss. Sein Einkommen pro Jahr wird laut meiner Schwester ca. 1500 Euro betragen.

Er bekommt das Geld ja nur 3 Mal im Jahr. Ist das wirklich so?

Dass jemand, der so ein geringes Einkommen hat noch eine Steuererklärung machen muss (für ca. 150 Euro?)

%:|

Und muss sie Angst haben, dass er aus der gesetzlichen Krankenversicherung fliegt? Er fällt ja pro Monat unter die 450 Euro. Nur bekommt er es nur alle 4 Monate ausgezahlt und dann ist der Betrag eben höher.

Antworten
afug=233


Der "kleine Neffe" ist als Studierender kein Baby mehr! Also lass ihn mal selbst klären, was Sache ist. Mit PC kann er wohl umgehen, oder etwa nicht? Für kleines Geld gibt es gute Programme zur Steuererklärung und damit kann er seinen Verdienst durchspielen. Die Sache mit der Krankenkasse kann seine Mutter mit einer Anfrage dort klären.

Alles andere wäre hier Steuer- oder Rechtsberatung, nicht erlaubt. Es sei denn, jemand hat genau den gleichen Fall und kann sagen, wie es bei ihm gelaufen ist.

mcusic us)_65


Nach dem, was [[https://www.lohnsteuer-kompakt.de/steuerwissen/steuererklaerung-fuer-studenten HIER]] steht, ist er bei diesem niedrigen Einkommen keineswegs zu einer Steuererklärung verpflichtet.

Finanzämter interessieren sich übrigens hauptsächlich für das gesamte Einkommen (bzw. den finanziellen Gewinn) im Kalenderjahr. Ob nun jeden Monat ein konstanter Betrag fließt oder aber sich das Ganze ziemlich ungleichmäßig verteilt, ist in vielen Fällen egal.

dIummscohma&rrerx74


Finanzämter interessieren sich übrigens hauptsächlich für das gesamte Einkommen (bzw. den finanziellen Gewinn) im Kalenderjahr. Ob nun jeden Monat ein konstanter Betrag fließt oder aber sich das Ganze ziemlich ungleichmäßig verteilt, ist in vielen Fällen egal.

ja. aber gerade deswegen lohnt sich eine lohnsteuer-erklärung bei unregelmäßigen bezügen (job in semesterferien z.b.): das gesamteinkommen ist gering, aber in manchen monaten können steuergrenzen überschritten sein.

wenn sich die tätigkeit ausweitet: das ist freiberuflich (künstl. Lehrtätigkeit) und es können daher in größerem umfang werbungskosten/betriebsausgaben angesetzt werden, auch pauschaliert (25% afaik).

C)omrxan


Es würde mich sehr wundern, wenn er nur wegen dieser 1500 Euro eine Steuererklärung abgeben müsste.

Von wem hat er das denn "erfahren"?

Meines Wissens nach ist eine Steuererklärung erst ab ca. 8000 Euro im Jahr verpflichtend.

Auch für die GKV gibt es kompetente Ansprechpartner.

Wenn er mit der Schwester redet und die mit seiner Tante redet und diese dann in Med1 nach Rat fragt kommt nach dem Stille-Post-Prinzip bestimmt weniger Sinnvolles zurück, als wenn er solche Dinge direkt mit Krankenkasse und Finanzamt klärt. :)z

A{liceimlWoxnderland


Die Volkshochschulen die ich kenne, sind eingetragene Vereine. So viel ich weiß, fällt das Einkommen dann bis zu 2.400 Euro im Jahr unter den Übungsleiterfreibetrag und muss zwar angegeben, aber nicht versteuert werden! Die Krankenkasse berüht das meiner Meinung nach nicht... :-D

[[http://www.finanztip.de/uebungsleiterpauschale/]]

Das Finanzamt hilft vielleicht in diesem Fall weiter beim Ausfüllen der Formulare. @:) Er soll zuerst bei der Volkhochschule nachfragen, ob der Übungsleiterfreibetrag in Ansatz kommt und danach mit dem Finanzamt telefonieren. Ich denke, dass die ihm sagen werden, was er ausfüllen muss, sodass er das zukünftig alleine abgeben kann... @:)

g axto


Es gibt bestimmte Kriterien, die zur Abgabe verpflichten. Das hat nichts mit der Höhe des Einkommens zu tun. Dass dein Neffe so wenig verdient, weiß das Finanzamt doch gar nicht, solange er keine Steuererklärung macht. Wenn er also unter die Pflicht fällt, muss er auch eine machen. Wenn sein Einkommen gering ist, muss er keine Nachzahlung befürchten und die Erklärung ist mit Elster schnell gemacht.

Wegen der Krankenversicherung, direkt bei der KK nachfragen.

dGummIschmYarrer7x4


So viel ich weiß, fällt das Einkommen dann bis zu 2.400 Euro im Jahr unter den Übungsleiterfreibetrag

ja, richtig, den ÜL-Freibetrag gibt es auch noch. bei 1500Eur jahresverdienst braucht der vermutlich gar nicht zum tragen kommen, aber bei weiteren Verdiensten kriegt man so diese Einkünfte steuerfrei. bei Geltendmachung im bezügeverfahren werden auch gleich gar keine abzüge vorgenommen durch den AG.

gHmxak


so klein wird dein Neffe im 2. Semester bestimmt nicht sein, dass er es nicht auf die Reihe bekommt eine einfache Steuererklärung mit handelsüblicher Software zu machen. Das ist nur ein formeller Akt, zahlen muss er bei seinem Einkommen nix. Er brauch ja nicht mal irgendwelche Ausgaben einzutippen...

mmnef


Finanzämter interessieren sich übrigens hauptsächlich für das gesamte Einkommen (bzw. den finanziellen Gewinn) im Kalenderjahr. Ob nun jeden Monat ein konstanter Betrag fließt oder aber sich das Ganze ziemlich ungleichmäßig verteilt, ist in vielen Fällen egal.

Aber die Krankenkasse interessiert hinsichtlich der Familienversicherung unter Umständen, wie sich das über das Jahr verteilt zusammensetzt. Das ist aber leichte Googlearbeit - sowohl für timba-stern als auch für Mutti und ihren Spross.

So viel ich weiß, fällt das Einkommen dann bis zu 2.400 Euro im Jahr unter den Übungsleiterfreibetrag und muss zwar angegeben, aber nicht versteuert werden! Die Krankenkasse berüht das meiner Meinung nach nicht... :-D

Dieser Übungsleiterfreibetrag ist für die relevant, die neben ihrem eigentlichen Job mit 'normalem' Haupteinkommen etwas hinzuverdienen und dadurch bedingt schon über dem Grundfreibetrag liegen. Der Junge hier verdient aber sonst nichts. Er liegt mit seinen Gitarrenstunden so oder so unter dem Grundfreibetrag und zahlt daher keine Steuern, selbst wenn er das 3-fache verdienen würde und selbst wenn er nicht unter die besagte Personengruppe, wie die Übungsleiterpauschale gilt, fallen würde....

Über die Krankenkasse sagt das nichts aus.


In diesem Fall ist eine Steuererklärung binnen 5 Minuten gemacht.

Die Aussage, dass man als Selbständiger generell nur eine Steuererklärung anfertigen muss, wenn man (nach eigener Voraussicht ...) über dem Grundfreibetrag liegt, ist jedenfalls falsch.

m]n+ef


Es würde mich sehr wundern, wenn er nur wegen dieser 1500 Euro eine Steuererklärung abgeben müsste.

Von wem hat er das denn "erfahren"?

Meines Wissens nach ist eine Steuererklärung erst ab ca. 8000 Euro im Jahr verpflichtend.

Meinst du die Finanzämter sagen Selbständigen "Jo Leute, müsst ihr selbst wissen, wieviel ihr verdient. Nur ab 8000 Euro wollen wir was von euch wissen. Sonst nicht. Wir vertrauen euch da." - ich verspreche dir, kein Selbständiger würde jemals wieder eine Steuererklärung machen, könnte er anhand seiner reinen Zuflüsse selbst entscheiden, ob er dazu verpflichtet ist oder nicht ;-D

AzliceiymWRondemrlanxd


Der Junge hier verdient aber sonst nichts. Er liegt mit seinen Gitarrenstunden so oder so unter dem Grundfreibetrag und zahlt daher keine Steuern, selbst wenn er das 3-fache verdienen würde

Das stimmt auch wieder! :)^ Aber er muss (Gesetz den Fall, dass das Honorar der Volkshochschule unter den ÜL-Betrag fällt, den Betrag beim Finanzamt angeben, oder nicht?

mSnexf


Gesetz den Fall, dass das Honorar der Volkshochschule unter den ÜL-Betrag fällt

Versteh ich nicht ? Auch wenn das Honorar nicht unter den ÜL-Betrag fällt, wollen Finanzämter wissen, wer selbständig arbeitet und was er dabei verdient.

Dann entscheiden sie, ob Steuern anfallen. Auch wenn man das (gerade in so simplen Fällen) vorher ausrechnen kann, heißt das nicht, dass man eigenmächtig alles am Finanzamt vorbeimauscheln kann nach dem Motto "Muss eh keine Steuern zahlen, dann melde ich mich da auch nicht".

Aolice=imWon8derlxand


Sorry, hier hats gestern plötzlich heftig geblitzt, sodass ich meinen Computer schnell runtergefahren habe. %-|

Wollte sagen: Auch wenn das einzige Einkommen, dass er hat, ein Honarar ist, das unter den ohnehin steuerfreien ÜL-Freibetrag (2.400 Euro) fällt, muss er dieses steuerfreie Einkommen dem Finanzamt doch angeben, oder? Müsste von der Logik her doch so sein.

m:nef


Ich meine ja.

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