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Nachbarin liegt ständig nackt im Hausflur, will keine Hilfe.

CihoupKette_XFinxnian


Gut, Ralph, dann hast du ja geschrieben, was "man" nicht machen sollte. Also ist dein Vorschlag liegenlassen oder was genau? Das kam jetzt irgendwie nicht aus deinem Beitrag raus...

PdlüsEchbiesxt


Hätte die Frau ein Alkoholproblem hättest du Alkoholika oder leere Flaschen in ihrer Bude gesehen.

Ich würde vermuten die Frau hat ein psychisches Problem und weiß genau sie würde wieder in der Psychiatrie landen, wenn der Nachbar den Krankenwagen ruft.

Hat eventuell schlimme Erfahrungen gemacht.

Wer würde der Frau helfen, wenn du mal durch Urlaub, Krankenhausaufenthalt etc. verhindert bist?

Dass sie keine Küche hat liegt wohl am fehlenden Geld.

B0eUn?itaxB.


Ich würde genau das tun: Krankenwagen anrufen, es läge eine hilflose Person im Flur.

Nach dem 10. Mal eines solchen Anrufes in 10 Wochen wird sich schon war tun.... Pflegeheim oder so....

PHytkhonisxt


Was würdet ihr denn tun?

Ich würde im konkreten Fall den Ärztlichen Bereitschaftsdienst anrufen.

[[https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84rztlicher_Notdienst]]

Bundesweit unter Rufnummer 116117.

Und denen auch ein Protokoll geben mit den Sachen, die du halt erlebt hast. Mit jeweils Datum, Vorfall, Zustand der Frau.

Indirektes Ziel: Fremdeinweisung in die psychiatrische Klinik. Begründung: Eigengefährdung. Und dass sie eine Weile dabehalten wird, auch eine Weile gegen ihren Willen, da sie in dem Zustand nicht zurechnungsfähig ist, dann dann dort die Ursachen diagnostiziert werden, behandelt wird, die Frau zu Sinnen kommt, ihre Lage erkennt, und dass die Klinik eine Chance für sie ist. Dann im Verlauf dem Klinik-Aufenthalt zustimmt, und wieder nachhaltig auf die Beine kommt. Oder eben von medizinischer Seite Maßnahmen gefunden werden, dass es ihr besser geht.

Für die Wohnung würde ich der Frau/Nachbarin Hilfe anbieten beim Ausrümpeln. Und bei Belästigung der Mitmieter (Gestank aus der Wohnung, Ungeziefer) erst nochmal ganz deutlich der Frau klarmachen, dass das nicht akzeptabel ist und sie was machen muss, und wenn da nix passiert, den/die VermieterIn/Hausverwaltung informieren.

Ich kann mir vorstellen, die "richtige" Adresse, wo sie gut aufgehoben wäre, wäre ein Pflegeheim, wenn die anderen Sachen nicht fruchten.

Vermieter? Der ist interessiert daran, dass er die Miete aufs Konto bekommt, mehr nicht. Warum sollte der sich für den Gesundheitszustand fremder Menschen interessieren? Oder bekommt man als Vermieter eine Ausbildung als Hobby Psychologe, Seelsorger etc.? Eine Fürsorgepflicht hat er nicht.

Schon klar. Aber er hat ein Interesse, dass die Wohnung vertragsgemäß genutzt wird, und die Nutzung als "Messie-Höhle" ist nicht direkt "vertragsgemäß". Und dass die Mitmieter bleiben und ihrerseits die Miete in voller Höhe zahlen.

Bei nachhaltiger Belästigung durch die Nachbarin (z.B. Gestank, Ungeziefer) würde ich die eigene Miete kürzen, bis da was passiert ist. Dann muss der Vermieter sehen, wie er die Belästigung abstellt.

Meine Vermutung wäre übrigens nicht Alkohol (sonst hätte sie das in der Atemluft gerochen), sondern Missbrauch von Medikamenten oder anderen Drogen.

NQameearlaubt


Im Grunde denke ich mir auch, dass es irgendwie auch nicht sein kann, dass die Allgemeinheit einen unnötigen Krankenhausaufenthalt für jemanden bezahlen soll, der selbst Schuld ist an seiner Situation.

Die Vermieter sind übrigens verwand mit der Dame, sie wohnen nur nicht hier in der Nähe und kommen nur bei Notfällen vorbei. Das von mir geschilderte fällt für die aber nicht unter Notfall, sondern eher unter Normalzustand.

Sie hat aus meiner Sicht durchaus klare/normale Momente. Jedenfalls wirkt sie abgesehen von diesen gelegentlichen "Aussetzern" weitestgehend normal. Ich denke also, wenn sie wollte dann könnte sie sich Hilfe suchen. So kaputt wirkt sie jetzt nicht. Sie ist ja auch ständig weg. Also wird sie ja irgendwo Sozialkontakte haben.

Wer würde der Frau helfen, wenn du mal durch Urlaub, Krankenhausaufenthalt etc. verhindert bist?

Derjenige der ihr auch geholfen hat bevor ich hier eingezogen bin, wer auch immer das war.

Dass sie keine Küche hat liegt wohl am fehlenden Geld.

Denke ich nicht. Sie hat einen riesen Flachbildfernseher und ich nehme ständig Pakete für sie an. Und da sie den ganzen Tag weg ist würde ich schon vermuten, dass sie irgendeiner Form von Arbeit nach geht.

@ BenitaB:

So oft kommt das ja gar nicht vor. In der Regel "nur" alle 1-2 Monate mal.

P"lüscBhbiesxt


Vielleicht ist sie schizophren oder ähnliches und vergisst hin und wieder ihre Medikamente zu nehmen?

Wertsachen in der Wohnung bedeuten doch nur, dass mal Geld für die Anschaffung vorhanden war.

Ist der Frau das im nach hinein nicht peinlich halbnackt bei dir aufgetaucht zu sein,

oder völlig weggetreten im Flur gelegen zu haben? ":/

d*anae'87


Im Grunde denke ich mir auch, dass es irgendwie auch nicht sein kann, dass die Allgemeinheit einen unnötigen Krankenhausaufenthalt für jemanden bezahlen soll, der selbst Schuld ist an seiner Situation.

Wieso unnötig? Mir scheint der Krankenhausaufenthalt dringend angeraten bei ihrem Verhalten und wenn nicht, dann werden sie die Dame da auch nicht wochenlang behalten sondern wieder auf die Straße setzen. Die Allgemeinheit zahlt nebenbei ja auch bei Sportunfällen und anderen selbstverschuldeten Dingen, wirklich schräges Argument. Und eventuell erinnert sie sich eben nicht mehr, wenn sie wieder aufwacht. Das wäre durchaus im Rahmen des Möglichen. In wiefern bricht dir ein Zacken aus der Krone wenn du mal den Krankenwagen rufst?

L\aRucoxla


Im Grunde denke ich mir auch, dass es irgendwie auch nicht sein kann, dass die Allgemeinheit einen unnötigen Krankenhausaufenthalt für jemanden bezahlen soll, der selbst Schuld ist an seiner Situation.

Dann kann man Dir nur wünschen, dass Du nie in entsprechende Notsituationen kommst.. was für ein Zynismus.

Ich denke schon, dass die Polizei zuständig ist. Man trägt allerdings keine Verantwortung. Man sollte nur den Fall melden an Stellen, die dann die Verantwortung übernehmen. Dass die Person nicht mehr selber handlungsfähig ist, ist doch offensichtlich.

Abgesehen davon würds mich auch aus Eigeninteresse nerven, mit so jemanden unter solchen Bedingungen unter einem Dach zu wohnen, und alleine deswegen würde ich was tun.

L5aRu#co&lxa


nochmal..

Im Grunde denke ich mir auch, dass es irgendwie auch nicht sein kann, dass die Allgemeinheit einen unnötigen Krankenhausaufenthalt für jemanden bezahlen soll, der selbst Schuld ist an seiner Situation.

Ok. Selbstmordversuch, Pulsadern aufgeschnitten? Verbluten lassen!

Oder wie?

Maaaaaaaaaann.. kopfschüttel.

PFythoWn_isxt


Sie hat aus meiner Sicht durchaus klare/normale Momente. Jedenfalls wirkt sie abgesehen von diesen gelegentlichen "Aussetzern" weitestgehend normal. Ich denke also, wenn sie wollte dann könnte sie sich Hilfe suchen. So kaputt wirkt sie jetzt nicht. Sie ist ja auch ständig weg. Also wird sie ja irgendwo Sozialkontakte haben.

Was sagt sie denn nach ihren Eskapaden zu ihrem eigenen Verhalten?

Nur mal angenommen, du würdest ein paar Fotos/kurze Videos machen, in ihren schwachen Momenten und die ihr danach geben/zeigen (und selbst das Zeug alles löschen, also ganz sicher nichts behalten). Dann hätte die den Anreiz, dass sie in ihren klaren Momenten mal sieht und mitbekommt, wie sie selbst in ihren - nennen wir es - verwirrten Momenten aussieht. So hätte sie mal Feedback.

Das könnte heilsam sein ("Oh Gott, das bin ich? So sehe ich aus, wenn ich xyz getrunken/genommen/Medis vergessen habe? Da muss ich wirklich was tun!"), es könnte sie aber auch in Depressionen stürzen ("Ich bin nichts wert."), oder es könnte Ängste schüren, wo sie dann mit Angriff ("Die spinnt wohl, die macht Fotos/Videos von mir!") oder Flucht ("Hier kann ich nicht länger bleiben, hier muss ich weg!") reagieren würden.

Trotzdem frage ich mich manchmal: wie macht man Menschen mit so großen Verhaltensauffälligkeiten ihre Sachen bewusst, wenn sie in der Situation selbst eben nicht bei Verstand sind? Aber in einer Art, dass es hilfreich für sie ist?

NZamveer&lauxbt


@ danae87:

Naja wieso sollte jemand auf Kosten der Allgemeinheit im Krankenhaus seinen Rausch ausschlafen?

Mir bricht kein Zacken aus der Krone, wenn ich einen Krankenwagen rufe, aber sie will es eben nicht.

@ Pythonist:

Sie sagt generell nichts außer mal einem "Hallo". Ich sehe sie ja auch eh nur alle paar Wochen.

LkaRu3cxola


Willst Du also Leute, die sich selbst verschuldet, aber ohne die Absicht dazu (also sozusagen aus Dummheit) in Lebensgefahr bringen, verrecken lassen, anstatt sie auf Kosten der Solidargemeinschaft im Krankenhaus behandeln zu lassen?

gjatxo


Ich sehe sie ja auch eh nur alle paar Wochen.

Was machst du denn mit ihren Paketen, die sie ständig bestellt? Stellst du sie ihr vor die Tür?

EShpemalsiger Nut0zer (#588<574)


@ danae87

Wieso unnötig? Mir scheint der Krankenhausaufenthalt dringend angeraten bei ihrem Verhalten und wenn nicht, dann werden sie die Dame da auch nicht wochenlang behalten sondern wieder auf die Straße setzen

Absolut, vorallem da es ja nurnoch Fallpauschalen gibt und keine tägliche Zahlungen sodass man eh immer darauf bedacht ist so schnell wie der Zustand es erlaubt zu entlassen.

Ppyth^onixst


Mir bricht kein Zacken aus der Krone, wenn ich einen Krankenwagen rufe, aber sie will es eben nicht.

Daher finde ich 116117 so wertvoll. Damit ruft man keinen Krankenwagen, sondern einen lokalen Arzt/Ärztin. Der/die deine Nachbarin dann z.B. auch auffordern kann, zu ihr/ihm in die Praxis zu kommen. Notfalls mit einem Zettel, der hinterlassen wird, wenn sie nicht aufnahmefähig ist in der Situation.

Und zu "sie will es eben nicht": ich weiß nicht, an welchem Punkt ist ein Mensch wirklich für sich selbst verantwortlich? Und wann beginnt an dich der Selbstvorwurf der unterlassenen Hilfeleistung? Wenn sie sich dann z.B. verletzt?

Ich finde emotionale Distanz ja wichtig und richtig. Aber wenn sowas immer wieder vorkommt, auch schwierig in der Umsetzung, da völlig tatenlos zu bleiben.

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