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Nachbarin liegt ständig nackt im Hausflur, will keine Hilfe.

d@anaEe87


Ne, Alkohol stinkt, egal wie lange man trinkt.

D#é.l^iée


Nameerlaubt

Von Alkohol verreckt man nicht so schnell und wenn doch dann ist man in meinen Augen selbst Schuld.

Du bist ja lustig. Erstens kann man an Alkohol ziemlich schnell verrecken (stell Dir mal vor, sie erbricht sich während sie hilflos da liegt. ZackbumausdieMaus oder trinkt zu viel oderoderoder) und zweitens: Ist dann auch jemand selbst schuld, wenn er von der Leiter fällt und sich ein Bein bricht? %-|

Hinter Sucht- bzw. überhaupt psychischen Erkrankungen steckt ja viel mehr. Da ist es nicht mit "Hör halt auf" getan und mir scheint, dass du mal so gar keine Ahnung davon hast.

DYé.lixée


Selbst wenn man den Alkohol nicht wirklich riecht, man kann das einfach sehen, wenn jemand langjährig (und so klingt es ja) ein Alkoholproblem hat. Und ich spreche da aus Erfahrung.

Aber ich würde mich da auch gar nicht so auf Alkohol versteifen. Gibt schließlich genug andere Möglichkeiten, aber egal, welche zutreffen würde, Hilfe braucht die Frau so oder so, weil letztendlich so viel passieren kann.

Ich würde meinen Mitbewohnern auch was husten, wenn die einen Krankenwagen rufen würden, wenn ich mal wieder austicke, aber so what. Dass ich nämlich in dem Moment zurechnungsfähig bin, will ich gleich mal dementieren.

In dem Panikmoment würde ich wohl weglaufen wollen und mich wehren, aber jetzt, so außerhalb einer solchen Situation, würde ich doch darum bitten, dass man nicht auf mich hört, weil in solchen Momenten die Angst und die Krankheit aus mir spricht.

Cshou=petmt<e_F"innian


Da ist es nicht mit "Hör halt auf" getan und mir scheint, dass du mal so gar keine Ahnung davon hast.

Ich glaube, hier möchte nur jemand mit solchen Aussagen provozieren.

-

(...) würde ich doch darum bitten, dass man nicht auf mich hört, weil in solchen Momenten die Angst und die Krankheit aus mir spricht.

Meine Oma wollte, als sie schwerkrank und gar nicht mehr zurechnungsfähig war, auch keinen Arzt weil sie Angst hatte ins Krankenhaus zu müssen und mein Opa vergnügt sich derweil mit anderen 80-jährigen schnecken... %-| Da darf man in dem Moment einfach nicht drauf hören...

Azdams$fraxu


Hallo

Ich habe den Faden eine Weile verfolgt und äussere jetzt meine Gedanken einer Lösung dazu.

Wenn die Nachbarin wieder einmal in nicht oder nur schlecht ansprechbarem Zustand vor meiner Wohnung liegt, dann rufe ich die Polizei und den Rettungsdienst, warte bis diese Hilfe eintrifft und lasse diese Fachleute dann entscheiden was zu tun ist.

Es ist für einen Laien nicht möglich diese Situation korrekt zu lösen und falls es für die Gesundheit des betroffenen Menschen gravierende Folgen hätte, weil ich NICHTS getan habe, dann kann ich diese Verantwortung NICHT übernehmen.

Ob der Mensch danach positiv oder negativ auf meinen Entscheid antwortet, ist mir egal, ich kann und will die Verantwortung an dafür zuständige Fachleute übergeben.

Liebe Grüsse

N}ameerRlauKbxt


Wenn ich mal so überlege: Vielleicht steckt ja doch was anderes als Alkohol dahinter und die Verwandten sagen lieber "sie trinkt gerne mal zu viel" als dass sie mir erzählen "Die Frau hat einen Dachschaden/ist drogenabhängig/schizophren/etc."

Würde ja Sinn machen, denn mich geht es ja nichts an was sie hat und ist sicher auch ihre Privatsphäre. Solche Dinge erzählt man ja auch nicht gerne weiter.

@ De.liee:

Wenn jemand grundlos ohne Sicherung regelmäßig auf eine wackelige Leiter 20m in die Höhe steigt obwohl ihm jeder sagt, dass das zu gefährlich ist würde ich auch sagen, selbst schuld, wenn man runter fällt.

L]aRuBcola


Ob sie deswegen trinkt weil sie so eine unangenehme Nachbarschaft hat?

2h7F6 worxks


Ne, Alkohol stinkt, egal wie lange man trinkt.

danae87

Eben.

Und wenn diese Frau aus alkoholischen Gründen nackt im Flur liegt, muß sie ja ordentlich gebechert haben. Da KANN es nicht sein, dass man das nicht riecht. Man merkt doch wohl noch, wenn jemand sternhagelvoll ist. Das kann man nicht übersehen/ -riechen.

Und wenn man nichts riecht, ist es eine andere Ursache. Das ist die Frau nicht mehr bei Verstand.

LxaRucoola


@ Nameerlaubt

Denk mal über das Folgende nach:

Meistens geschieht ein selbstschädigendes Verhalten nicht aus Spaß, sondern es liegt eine seelische Problematik zugrunde. Drogen stellen in der Regel eine Art Behandlungsversuch aus purer Verzweiflung da und keinen Spaßkonsum, usw.

Von daher ist die Aussage "selber schuld" doch sehr fraglich bei sowas.

D]é.rliéxe


Wenn jemand grundlos ohne Sicherung regelmäßig auf eine wackelige Leiter 20m in die Höhe steigt obwohl ihm jeder sagt, dass das zu gefährlich ist würde ich auch sagen, selbst schuld, wenn man runter fällt.

Man trinkt aber nicht grundlos oder schmeißt sich ohne Grund Drogen ein oder was auch immer.

Meistens geschieht ein selbstschädigendes Verhalten nicht aus Spaß, sondern es liegt eine seelische Problematik zugrunde.

:)z

Von daher ist die Aussage "selber schuld" doch sehr fraglich bei sowas.

Die ist nicht nur fraglich, sondern schlichtweg nicht angebracht. Genau SOLCHE Aussagen verunsichern nämlich Menschen, sich Hilfe zu holen, wenn sie z.B. ein Suchtproblem oder ein anderes psychisches Leiden haben. Man ist ja selbst schuld. Man hat es nicht verdient, weil es ja psychisch ist und man sich nur zusammenreißen muss.

Solche Aussagen sorgen dafür, dass Menschen immer noch zwischen psychischen und physischen Erkrankungen und dem Inanspruchnehmen von Hilfe unterscheiden. Weil irgendein Trottel einem an den Kopf knallen könnte, dass man selbst schuld ist und das doch selbst ändern kann.

Wie hilflos man in solch einer Situation sein kann, das kannst du anscheinend nicht nachvollziehen.

Das ist toll für Dich, aber versuche vielleicht einfach mal, offen dafür zu sein, dass es nicht jedem so geht.

Außerdem kann man das ganze Spielchen weiterspielen:

Sollte man jedem Menschen Hilfe verweigern, nur, weil sein Verhalten zu irgendetwas geführt hat?

(Was glaubst du, wie oft du dann keine Hilfe "verdient" hättest, denk da mal drüber nach)

Mensch, sowas macht man einfach nicht aus Spaß, das kann mal sowas von ein Hilfeschrei sein, den man einfach nicht mit Worten ausdrücken kann.

E4hema>li%gerl Nut5zer ,(#42x1703)


Der Faden wird zur Überprüfung geschlossen.


Die FS wurde wegen Accountmissbrauch gesperrt. Wir öffnen den Faden wieder, da in der Diskussion einige wichtige Überlegungen bzgl. sozialer Verantwortung u. Ä. angesprochen worden sind und würden uns freuen, wenn ihr euch im weiteren Verlauf auf diese konzentriert.

B6untiOstxdoof


Meine Erfahrung zeigt, dass immer erst was schlimmes passieren muss, damit hinterher gejammert wird und ggfs. gehandelt wird.

Die Frau scheint nicht mehr zurechnungsfähig zu sein, wer sagt euch, dass sie nicht mal die Bude anzündet?

Ob versehentlich oder gewollt.

Ich würde da doch mal aktiv werden.

S,unf&lomwejr_'73


Ich habe im Bereich Psychiatrie/Alkoholentzug gearbeitet und kann nur raten: In dem Moment einfach verantwortungsbewusst HANDELN. Soll heißen: Rettungsdienst rufen. Da muss gar nicht mal die Polizei mit angerufen werden; die kann der Rettungsdienst ggf. informieren und dann reagieren die auch anders.

Egal was die Nachbarin SAGT: Ihr Verhalten zeugt nicht davon, dass sie sich und ihr Leben im Griff hat. Es geht hier auch nicht um Verhalten eines Nachbarn, welches einem schlichtweg nicht passt, sondern es geht darüber hinaus. Also bitte Fachpersonal involvieren. Immer und immer wieder. Da passiert anfangs vielleicht nicht viel außer medizinischem Check und Transport ins Bett. Oder aber doch. Aber dann ist fachliche Hilfe da und Du bist aus der Verantwortung raus.

Und auch wenn es nicht so eindeutig ist: Ich würde mal beim Sozialpsychiatrischen Dienst anrufe, die Situation schildern - und einfach fragen, was man machen kann. Ob die ggf. mal vorbeikommen könnten. Zumindest die Lage dort mal aktenkundig machen. Dafür mag man mich jetzt angreifen bzgl. "Verpetzen" etc., aber auf Dauer ist das so kein Zustand.

Mein Freund hatte jetzt wg. Weiterbildung eine Zweitwohnung in einer anderen Stadt. Nicht die beste Wohngegend, was man halt billig und kurzfristig für einige Monate bekommt. Ein Nachbar hat ständig randaliert; als Fazit kam die Räumungsklage und vorher war ständig die Security der Vermietungsgesellschaft da, um ihn quasi rauszuekeln. An sich schon keine feine Art. Das Problem: Der Nachbar war hochgradig schizophren und fühlte sich durch die Security noch mehr bedrängt. Ich habe es mehrfach bei Besuchen erlebt und einige Nachbarn haben sich auch engagiert weil klar war, dass er krank ist und nicht bösartig. Es wurde beim Vermieter angerufen und auch beim sozialpsychiatrischen Dienst der Stadt. Der natürlich von ihm auch nicht reingelassen wurde. Letztlich kam er aber in die Klinik (leider mit Zwangseinweisung). Ist jetzt gut mit Medikamenten eingestellt, hat eine Betreuung - und ist wieder ein kauziger, aber harmloser Nachbar. Und die Räumungsklage ist vom Tisch. Obdachlosigkeit abgewendet (und nichts ist schlimmer als die Kombi Obdachlosigkeit & Schizophrenie!). Manchmal muss man einfach handeln, statt Menschen sich selbst zu überlassen. Bzw. es zumindest versuchen.

A7dam@sfrau


@ Sunflower_73

:)= @:) :)^

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