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Auf der Suche nach neuen Zielen im Leben

Wrode-houxse


Du erinnerst mich an jemanden, den ich einst kennengelernt habe. Hat jahrelang ein Musikinstrument erlernt, wirklich gut gespielt, und, als er ein beachtliches Niveau erreicht hatte, aufgehört. Begründung: Hab ich jetzt gelernt, kann ich jetzt, fertig.

Mir scheint, Dich würde immer mehr der Weg hin zu einer Sache interessieren als die Sache selbst. Richtige Begeisterung, Leidenschaft, dass Du für etwas richtig brennst, lese ich aus Deinem Beitrag weniger heraus als vielmehr ein beinahe schon rationales Abarbeiten. Hinter eine wahre Leidenschaft wirst Du niemals, wie Du schreibst, "einen Haken setzen" können.

gvato


Ich brauche auch Ziele im Leben und bald kann ich auch endlich etwas von meiner Liste "abhaken". Da freue ich mich schon sehr darauf. Von daher kann ich dich schon verstehen.

Deine Begeisterung für deine Ziele kann ich dagegen nur bedingt nachvollziehen. Für mich klingt das nach einer To-Do-Liste und weniger nach Lebensträumen. Abitur, studieren, Buch veröffentlichen? Jeder der das will, kann das in weniger Zeit mit wenig Anstrengung erreichen. Auch die chinesische Mauer könnte ich noch dieses Jahr besichtigen, wenn ich mir das als Ziel setze. Ich vermute, dass dir deswegen vielleicht etwas fehlt. Jedes weitere Ziel wäre nur ein beliebiger Punkt einer Liste, den du nach spätestens 1-2 Jahren abhaken kannst. Begeisterung und Leidenschaft lese ich da auch nicht heraus. Aber vielleicht missverstehe ich dich auch. Denn Kinder sind für mich schon ein Ziel. Auch wenn es noch dauert bis dahin. Aber ein Kind ist doch ein Abenteuer, für das man im besten Fall bereit sein sollte und das man nicht einfach so in die Welt setzt, nur um es abhaken zu können. Alles andere wäre doch nur Zeitvertreib.

Lebensziele sind für mich Dinge, wo man erst hinwachsen muss, man muss bereit sein für den nächsten Schritt und erst mit genügend Erfahrungen kann man diese Ziele erreichen. Jede einzelne dieser Erfahrungen sind wichtig und bringen einen dem Ziel näher.

CWomraxn


Wenn ich etwas Großes geschafft habe, macht sich für kurze Zeit eine gewisse Erschöpfung und Leere breit. Z.B. habe ich mal 1 Jahr mit einer CD-Produktion verbracht. Diese war dann fertig und ich saß dann da und dachte: wow, es wird mir fehlen.

Aber dieses Gefühl bleibt nie besonders lang.

Ich appelliere daher besonders an die kreative Ader, die für ein erfülltes Leben eigentlich ein Segen ist.

Und sei nicht so bescheiden. Ein Haken bedeutet nicht, dass etwas nicht noch besser ginge.

kLirscXhsaxft1987


@ Badebär

Ich mache meinen Job schon gerne. Früher war es mein Traumberuf. Nun ist es zumindest so, dass ich die meiste Zeit gerne auf der Arbeit bin und mich morgens nicht hinquäle.

Ganz ohne Ziele kann ich eine gewisse Zeit schon sein. Aber irgendwann habe ich das Gefühl, dass ich wieder etwas "sinnvolles" machen sollte.

@ _Parvati_

Ja, wie gesagt, eine Zeitlang kann ich das. Das Leben einfach genießen und froh sein, da zu sein. Aber irgendwann habe ich die Nase voll und das Gefühl wieder etwas erschaffen zu müssen. Meistens halt ohne wirklichen Erfolg... Aber ich habe keinen Tunnelblick. Ich mache oft genug einfach Dinge, auf die ich gerade Lust hab.

@ Ackq

Danke für die konstruktiven Vorschläge. Über Ehrenamt habe ich nachgedacht. Ein Instrument wäre mir nicht zielgerichtet genug. Weil ich wüsste, dass das in meinem Alter eh nichts "ordentliches" mehr wird.. ;-) Und zu China und der chinesischen Mauer haben wir halt einen persönlichen Bezug.

@ david321

Ich bin mir ziemlich sicher, dass du dein Privatleben vor einem spitzzüngigem Fremden aus dem Internet auch nicht von oben bis unten kritisieren lassen würdest, ohne für dich selbst Stellung zu beziehen.

Und Informatik ist das Nonplusultra, während andere Studienberufe von dir abgewertet werden? Berufe, bei denen man es mit knapp 30 schon in eine Führungsposition schaffen kann? Ok..

Ich kenne jemanden, der hat in seinem Dreißigern auch eine IT-Firma gegründet und damit ordentlich Geld gescheffelt, tut es immer noch. So what.

Und ja, ich habe mich sogar sehr viel mit Chinesen unterhalten, einer Mini-Demo beigewohnt und auch -soweit es ging- eine ethische Grundsatzdiskussion geführt. Genau das waren aber die Berührungspunkte zu den "Menschen". Außerdem haben wir 3 Nächte bei Freunde von Freunden übernachtet.

Inwiefern vergleichst du Windows (was dümmstenfalls deine Daten betrifft) mit Monsanto (was dümmestenfalls deine Gesundheit tangiert)?!

Desweiteren kenne ich unsere Möglichkeiten und unsere sozialen Ressourcen in Bezug auf Kinder sehr genau. Ich will jetzt einfach nicht. So ist das.

nuunua2x46


Ich weiß jetzt nicht ob ihr ein Haus habt oder irgendwas in der Richtung. Ansonsten könntet ihr euch überlegen eines zu kaufen und umzubauen oder gar selbst zu bauen. Da bist du dann erst mal eine Weile beschäftigt. Wenn das fertig ist, hast du ja vielleicht doch Lust auf Kinder. Wer weiß wie sich das entwickelt. Und ansonsten kannst du dir auch noch andere Hobbys suchen. Manche finden ein Vereinsleben sehr erfüllend...

B}adebxär


Eine Liste möglicher neuer Dinge die man abhaken könnte, ist doch nicht sonderlich zielführend ???

Ein Job der anscheinend gefällt, eine Partnerschaft und ein Grundlevel an Interessen sollten per se ausreichend sein, um sich glücklich zu fühlen. Aus diesem Gefühl heraus entwickeln sich dann neue Dinge -- genau dieses Gefühl scheint aber nicht vorhanden zu sein. Und das liegt mit Sicherheit nicht an einer zu kurzen Liste möglicher Tätigkeiten.

kNirschQsaft19x87


@ Namja

Doch, mache ich auch, tut ja aber nichts wirklich zur Sache. Ich engagiere mich für den Tierschutz (in einem örtlichen Verein), bin vegan, spende etc., helfe bei Notlagen (z.B. Hochwasser jetzt) bei der Vogelhilfe aus. Seit ich in China war, bin ich in meinem Umwelt- und Tierschutzgedanken allerdings auch etwas erschüttert worden. Wieso genau, das muss ich wohl nicht erläutern.

Menschen interessieren mich nicht genug, als dass ich humanitäre Hilfe leisten wollen würde. Natürlich können einzelne bedürftige Personengruppen wohl nichts für meine Einstellung, aber die misanthropischen Züge verhindern, dass ich zu viel Energie in Hilfe für Menschen stecke.

@ Comran

Nachdem wir uns mehrere große Wunschreisen erfüllt haben, stellte sich mir die Frage: Will ich überhaupt noch was sehen? USA, China, Japan (Tokyo), Indien. Jedes Mal kam man mit einem Koffer voll Eindrücken und Erinnerungen zurück. Und jedes Mal stellte sich die Frage: War das nun das Geld wirklich wert? Vielleicht sollten wir da etwas anders machen, kann schon sein. Wir sind beide sehr naturverbunden, vielleicht sollten wir anfangen gezielt Länder zu suchen, die durch ihre Naturschönheiten bestechen. (Kanada?)

Ein Buch würde ich schon veröffentlich, aber .. (Standardsatz! ;-) )

Einfacher gesagt, als getan. Bzw. für den Privatzweck natürlich geschrieben. Aber was bringt es mir, wenn ich ein Buch schreibe, das ich nur selbst lese, vielleicht mein Mann oder Freunde/ Familie noch? Da gebe ich zu werfe ich die Flinte zu schnell in Korn. Die Auswahl an willigen Autoren ist überproportional zu den angenommenen Manuskripten.

@ Wodehouse

So ging es mir mit 2 Dingen. Der Hochzeit und der Chinareise. Ich habe so viel Zeit und Liebe investiert, so viel Energie. Der Weg war nicht alleine das Ziel, denn die beiden Aktionen waren wirklich mein Herzblut. (Sonst hätte ich nicht 4 Jahre lang diese Sprache gelernt) Und dann war ich dort. Und nun? Ich fühle mich nun als wären die 4 Jahre verloren gewesen, weil ich nun das erreicht habe, wofür ich es erlernt hatte. Um das Land zu sehen, mit den Leuten zu sprechen und mit der Kultur und Gesellschaft "hautnah in Berührung" zu kommen. Es hat mich letztlich nicht so sehr berührt, dass ich nochmal hin möchte. Nicht so schnell. Die Hochzeit hingegen... das ist etwas, da weiß ich: Die Mühe und das Geld war es einfach wert, es war ein toller, wunderschöner Tag. Auch wenn es nur einen Tag angehalten hatte. ;-) Andere Dinge begleiten mich mit mehr oder weniger viel Herzblut ja schon mein halbes Leben. (z.B. Malerei)

@ gato

Was wäre denn ein Beispiel für dein Lebensziel?

Von Kindern nun mal abgesehen. Diese Aufgabe kommt... in Zukunft erst irgendwann.

@ nunu246

Im Moment haben wir eine Traumwohnung im Eigentum. Ein Haus wollen wir noch nicht bauen. Das hat auch Gründe. Wir haben lange an der Wohnung gefeilt, bis sie für uns "perfekt" war. Auch wenn wir irgendwann 1 oder 2 Kinder haben, reicht sie erst mal aus, wir haben 100qm. Wenn man ein Haus kauft, zahlt man auch daran ab, investiert Zeit, Geld und irgendwann, spätestens in der nächsten Generation, wird es wohl verkauft. Also reicht(e) uns erst mal unsere ETW.

C%odmaran


Aber was bringt es mir, wenn ich ein Buch schreibe, das ich nur selbst lese, vielleicht mein Mann oder Freunde/ Familie noch? Da gebe ich zu werfe ich die Flinte zu schnell in Korn.

Das ist eine Einstellung, die du mit 28 auf jeden Fall schnell ablegen solltest ;-) . Wenn du das tust, eröffnen sich auch wieder Möglichkeiten.

Mit dem Job genauso. Man ist nicht am Ende der Karriereleiter, solange man noch Chefs über sich hat. Wie weit man kommen will, ist eine andere Frage.

LIoutisixana


Deine Begeisterung für deine Ziele kann ich dagegen nur bedingt nachvollziehen. Für mich klingt das nach einer To-Do-Liste und weniger nach Lebensträumen. Abitur, studieren, Buch veröffentlichen? Jeder der das will, kann das in weniger Zeit mit wenig Anstrengung erreichen. Auch die chinesische Mauer könnte ich noch dieses Jahr besichtigen, wenn ich mir das als Ziel setze. Ich vermute, dass dir deswegen vielleicht etwas fehlt. Jedes weitere Ziel wäre nur ein beliebiger Punkt einer Liste, den du nach spätestens 1-2 Jahren abhaken kannst. Begeisterung und Leidenschaft lese ich da auch nicht heraus. Aber vielleicht missverstehe ich dich auch. Denn Kinder sind für mich schon ein Ziel. Auch wenn es noch dauert bis dahin. Aber ein Kind ist doch ein Abenteuer, für das man im besten Fall bereit sein sollte und das man nicht einfach so in die Welt setzt, nur um es abhaken zu können. Alles andere wäre doch nur Zeitvertreib.

Lebensziele sind für mich Dinge, wo man erst hinwachsen muss, man muss bereit sein für den nächsten Schritt und erst mit genügend Erfahrungen kann man diese Ziele erreichen. Jede einzelne dieser Erfahrungen sind wichtig und bringen einen dem Ziel näher.

Das sehe ich ähnlich. Es liest sich wie eine To-Do-Liste. Ich erinnere mich, im letzten Frankreichurlaub, wir waren an zwei aufeinanderfolgenden Tagen in der Nähe vom Pont-du-Gard. Wir haben ihn nicht nur angeschaut, wir sind auch, wie viele andere Franzosen, ins Wasser gegangen, haben es in vollen Zügen genossen, vor dieser traumhaften Kulisse zu schwimmen und uns zu erholen. Dann plötzlich stürmte eine Horde Asiaten, bewaffnet mit modernster Fototechnik, auf das Terrain. Sie blieben oben auf dem asphaltierten Weg stehen, und dann ging ein Geknippse los.... sie posierten vor Aquädukt und nach zwei Minuten waren sie wieder verschwunden, Besuch des Pont-du-Gard abgehakt.

Wenn man, wie Du, eine große Reise macht, dann sollte diese Reise auch Spuren hinterlassen, die möglichst eine Auswirkung auf das zukünftige Leben hat. Etwas in einem bewegt, einen weiterbringt. Bei Dir aber liest sich Dein bisheriger Werdegang (anders kann man es nicht nennen) tatsächlich wie eine To-Do-Liste. Und dass dies eben nicht erfüllend ist, merkst Du selbst. Du bist 28 und hast ein Problem, das ich einerseits als Luxusproblem bezeichnen würde, andererseits aber ist es auch ein Stück bedauernswert, dass Du so viel erreicht hast, aber so wenig daraus machst.

d^avid!321


Und Informatik ist das Nonplusultra, während andere Studienberufe von dir abgewertet werden? Berufe, bei denen man es mit knapp 30 schon in eine Führungsposition schaffen kann? Ok..

Wenn ein Chefkellner mir sagen würde, er sei am Ende der Karriereleiter angelangt, ja, dann müsste ich schon ziemlich schmunzeln. Deswegen die Anmerkung mit den Ansprüchen.

Ich kenne jemanden, der hat in seinem Dreißigern auch eine IT-Firma gegründet und damit ordentlich Geld gescheffelt, tut es immer noch. So what.

Du hast Dich doch hingestellt, als ob du alles erreicht hättest. So liest sich dein erster Beitrag zumindest.

Und ja, ich habe mich sogar sehr viel mit Chinesen unterhalten, einer Mini-Demo beigewohnt und auch -soweit es ging- eine ethische Grundsatzdiskussion geführt. Genau das waren aber die Berührungspunkte zu den "Menschen". Außerdem haben wir 3 Nächte bei Freunde von Freunden übernachtet.

Das ist doch etwas. Hast du aber nicht erwähnt. Meine Frau hat übrigens heute noch Kontakte nach Russland. Wir wollen demnächst sogar mal dahin zu Besuch. Bei uns wird es aber garantiert keine Grundsatzdiskussionen geben. Ok, vielleicht über den besten Vodka... ]:D Urlaub bedeutet für uns Spass.

Inwiefern vergleichst du Windows (was dümmstenfalls deine Daten betrifft) mit Monsanto (was dümmestenfalls deine Gesundheit tangiert)?!

Hast du [[http://www.sueddeutsche.de/geld/neues-krankenversicherungsmodell-generali-erfindet-den-elektronischen-patienten-1.2229667 das]] schon mitbekommen? Daten und Gesundheit sind gerade am verschmelzen. Durch den Trend der Fitness-Tracker wird das noch verstärkt. Im Worst-Case bekommst du irgendwann mal keine Krankeversicherung mehr, weil dein persönliches Krebsrisiko zu hoch ist, da du dich vor zwanzig Jahren eine Zeit lang im Internet intensiv mit Zigarren beschäftigst und dich im selben Zeitraum wenig bewegt hast.

Ob genmanipulierte Pflanzen, wenn sie denn überhaupt zugelassen werden, bei diesen negativen Auswirkungen mithalten können? ":/ Ich mache mir da lieber Gedanken über meine Daten.

Desweiteren kenne ich unsere Möglichkeiten und unsere sozialen Ressourcen in Bezug auf Kinder sehr genau. Ich will jetzt einfach nicht. So ist das.

Eben du willst nicht! Das ist auch in Ordnung. Andere Gründe gegen Kindern sind aber immer vorgeschoben (außer Krankheit natürlich).

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