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Kindergeschrei und laute Gespräche Erwachsene

O&rang>eCaanyon


Ich hatte vorhin ein sehr schönes Ereignis. Meine Töchter waren total albern und überdreht und haben sich kreischend durch das gesamte Haus gejagt. Trotz geschlossener Fenster konnte das sicher auch der Nachbar noch hören.

Und ich war richtig glücklich, so viel Leben im Haus, so viel Übermut und Lebensfreude. Ich finde das herrlich. Okay, wenn ich mal Kopfweh habe, dann nicht so sehr.

Aber generell fände ich es sehr traurig, müsste ich meine Kinder bremsen, zum leise sein ermutigen.

Es gibt natürlich Situationen, wo Rücksichtnahme geboten ist, dort lernen sie dann auch das sozialverträgliche Verhalten. Aber das Zuhause, das ist zum ausleben da!!!

Du bist das beste Beispiel, wie gegenseitige Rücksichtnahme nicht aussieht.

h&atsc|hipu


In der Straße meiner Oma hatten damals alle 5-10 Kinder, ich will gar nicht wissen was da los war. ;-D

Meine Kinder sind im Garten beim Baden auch ziemlich laut muss ich zugeben. Ich weiß nicht ob sie zu viel Wasser im Ohr haben, aber irgendwann schreien sie sich an. Allerdings sag ich dann auch was. Meistens merken sie es nämlich nicht von selbst.

S1hojxo


Aber das Zuhause, das ist zum ausleben da!!!

Mit Verlaub, aber das ist bekloppt. Das kannst Du so sehen, wenn ihr mit viel Abstand zu den nächsten Nachbarn wohnt. Tut ihr das nicht, gilt eben auch: "Das Zuhause ist zum Erholen da", und es ist eben NICHT nur euer Zuhause. Wenn Deine Kinder sich austoben wollen, sollen sie das unbedingt tun - draußen. Oder mal zu Hause, mit grundlegender Rücksicht auf die Nachbarn. Wie fändest Du es, wenn die Nachbarn direkt über euch fänden, sie wollten sich ganz spontan mit einer Party ausleben, zur Schlafenszeit Deiner Kinder und die ganze Nacht durch, und schließlich sei das Zuhause ja zum Ausleben da?

Ich finde es überhaupt nicht schlimm, wenn mal einer lauter ist. Aber bitte immer im Bewusstsein, dass man zusammenlebt und ein bisschen Rücksicht aufeinander nimmt. Unsere direkten Nachbarn sind saumäßig laut, die Tochter rumpelt und rattert wie verrückt durch die Welt, die Eltern sind auch nicht immer ganz ohne. Wenn es uns gerade mal doll auf den Wecker geht, sagen wir Bescheid (zum Beispiel, wenn sie mit den Füßen gegen die Wand trampelt, an der bei uns das Sofa steht, während wir gerade einen Film sehen wollen ... macht sie nämlich manchmal zu Zeiten, wenn unser gleichaltriges Kind schon schläft). Wir sagen nicht prinzipiell etwas dagegen, meistens nehmen wir es halt so hin und rollen ab und an mal mit den Augen, ist aber kein Drama. Nur: Wenn es echt vermeidbar ist und gerade stört, sagen wir was. Und dann sind sie drüben auch ganz locker und sagen, alles klar, und kümmern sich drum. Ebenso, wie ich oft tagsüber laut Musik höre beim Arbeiten, und wenn die Nachbarin nebenan dann schlafen will, weil sie ihren freien Tag hat, dann sagt sie kurz Bescheid, und ich mache leiser oder aus.
Wenn einer von uns dem anderen entgegenen würde: "Aber das Zuhause ist zum Ausleben da, und ich finde es traurig, das jetzt auszubremsen!", oder wenn einer ständig meckern würde über jeden Kleinscheiß: Dann hätten wir sicher ein äußerst angespanntes Verhältnis. So haben wir ein sehr vergnügt-entspanntes Verhältnis, weil wir wissen, dass fröhlicher Trubel für alle okay ist, aber auch alle aufeinander Rücksicht nehmen, wenn es eben mal stört. Ich denke, dass der grundsätzliche und gegenseitige Wunsch, es möge allen miteinander gut gehen, unabdingbare Voraussetzung für eine gute Nachbarschaft ist, und in Deiner oben zitierten Aussage lese ich nur ein "Ich und meine Familie" und keinen Funken des Bewusstseins, dass die anderen ebenso ihr Leben in diesem Haus führen wie ihr und dass das von allen Beteiligten selbstverständlich gewisse Kompromisse erfordert. Ich hoffe, das ist überinterpretiert und tut Dir unrecht?

S>h5o{jxo


Wobei:

Ich hatte vorhin ein sehr schönes Ereignis. Meine Töchter waren total albern und überdreht und haben sich kreischend durch das gesamte Haus gejagt. Trotz geschlossener Fenster konnte das sicher auch der Nachbar noch hören.

Klingt nach Haus, nicht nach Mietwohnung. Dann ist es meistens auch von der Lautstärke her noch eine ganz andere Sache.

M@onimkax65


Gegenseitige Rücksichtnahme ist die Grundlage jeden Zusammenlebens. Ich habe mal in einer sehr hellhörigen Wohnung gewohnt, gabs immer mal Probleme, was aber wirklich nervig war, war die ständige laute Beschallung der Jugendlichen über mir. Ihre Mutter war grundsätzlich auf meiner Seite, konnte sich aber nicht durchsetzen. Schließlich bin ich rauf und habe mich mit ihr geeinigt, dass sie bis zu 2 Stunden am Tag die Musik richtig laut aufdrehen "darf" und die restliche Zeit Kopfhörer. Das hat super geklappt, denn richtig aufdrehen war lauter als bisher und sie wusste dann, dass keiner meckert und ich hatte die Garantie, dass das alles zeitlich begrenzt war (man muss sich auch vor Augen halten, dass sie immer das Gleiche hörte und absolut nicht mein Musikgeschmack... 8-) ).

mKuPstepluxme


Ja, shojo, du hast recht, wäre unser Wohnumfeld nicht ein relativ freiliegendes Haus, könnte ich mir diesen Lärmegoismus nicht erlauben und würde das sicher auch nicht wollen, da ich ja keinen Krieg mit den Nachbarn führen möchte.

So würde ich aber auch nicht wohnen wollen, ich habe aber auch das Glück, dass wir ein genau passendes Haus gefunden haben und ich habe noch nie als Kind oder mi Kindern in eiem Mehrfamilienhaus gewohnt, wahrscheinlich fehlen mir da auch die Erfahrungen...

E*hemalig"er Nut;zer \(#52<8611x)


Der Katzenfisch Juli wurde zeitweilig gesperrt.

Hatte mich schon gefragt, warum sie mich nicht weiter provozieren wollte.

@ Shojo:

stimme dir zu bzgl Lärmegoismus in Mietwohnungen.

Ich versuch mich ja immer so leise zu benehmen, dass meine Nachbarn denken ich wäre garnicht zu Hause. Funktioniert sogar manchmal.

Naja jedenfalls frag ich mich immer warum das fehlende Bewusstsein für Andere bei Lärmern nicht irgendwann ersetzt wird durch einen gewissen Lerneffekt. ":/

T\apxs


Man kann Kindern (auch schon Kindergartenkindern) sehr wohl gewisse Regeln beibringen. Dazu gehört auch, Rücksicht auf seine Mitmenschen zu nehmen – sprich wenn es erforderlich ist, die Klappe zu halten. Die Eltern müssen es nur wollen.

Jedenfalls haben meine gelernt, dass sie nicht allein auf der Welt sind und das ganz ohne sich in ihren Persönlichkeitsrechten eingeschränkt zu fühlten.

Das ist doch eine verkehrte Welt, in der die Ruhigen/Leisen auf die Belange der Lauten Rücksicht zu nehmen haben.

MBo|nik?a65


Genau das, beibringen, dass sie nicht allein auf der Welt und nicht der Nabel der Welt sind, sollte doch auch ein Erziehungsziel sein. Mir ist es auch beigebracht worden und oder gerade weil wir frei draußen spielen konnten, hatten wir uns an Regeln zu halten (Sonntagsruhe, Mittagsruhe). Genauso Rücksichtnahme in der Wohnung, Klavier üben nur zu bestimmten Zeiten, Sonntag früh nicht herumschreiben.. das war einfach selbstverständlich.

hEatsLchxipu


Oh warum darf man denn Sonntag früh nicht schreiben? ]:D

Genau das versuche ich hier auch zu vermitteln. Außer 7m Pool wird sich daran gehalten. Allerdings Baden sie auch nicht in Ruhe Zeiten.

ERhema[liger YNutze{r (#5X28611)


@ Monika65 & Taps:

Genau so sehe ich das auch:

Genau das, beibringen, dass sie nicht allein auf der Welt und nicht der Nabel der Welt sind, sollte doch auch ein Erziehungsziel sein.

Ich hab leider diesbezüglich den Eindruck, dass dieses Erziehungsziel bei vielen bis zur Pubertät mal go garkein Thema ist.

bhel1lag,ixa


Wir haben an unserem zweiten Wohnsitz (Mietwohnung) eine Nachbarin.

Eine ältere Dame.

Mein Sohn ist es nicht gewöhnt auf Geräusche im Haus zu achten, weil wir im eigenen Haus wohnen, wo er niemanden stört.

In dieser Wohnung hielt ich mich dann ständig mit Ermahnungen dran, als wie neu waren.

Sei leise, trample nicht so fest auf, nicht hämmern.....

Bis die nette Dame dann ankam und mir erklärte, dass sie sich freut, wenn sie wieder mal ein Kind im Haus hört.

Und ich solle mir bloß keinen Kopf machen und ihn nicht ständig ermahnen (offensichtlich ist das Haus sehr hellhörig)

Es gibt nichts schöneres als fröhliches Kinderleben im Haus.

Sie hat damit sein Herz im Sturm erobert und meines obendrein. :)^

Grundsätzlich stimme ich Shojo zu. Rücksicht, da wo sie gefragt oder von Nöten ist. Das sollte jedes Kind lernen.

S<hojxo


Sie hat damit sein Herz im Sturm erobert und meines obendrein. :)^

Meins ganz unbekannterweise auch! :-D

efmilyl morixn


Heute rief ich hinunter: "Bitte ein bißchen leiser, der Hof ist für alle da, nicht nur für die Lauten!" Der Mann rief zurück (die Eltern sitzen nämlich die ganze Zeit mittendrin): "Das ist Kindereinschränkung!"

Ich darauf: "Nein, das nennt sich Erziehung!"

Dann wurde es etwas leiser...

(Geschrei und Gekreische zuvor bei geschlossenen Fenstern.)

Die Nachbarn nebenan benehmen sich wirklich so, als wären sie in einem Einfamilienhaus auf der grünen Wiese.

Danke an alle Mütter, die hier diesen Standpunkt vertreten: dass nämlich sehr wohl zur Rücksicht erzogen werden soll und dies auch möglich ist.

Ja, und morgen wenn ich dazu komme, rede ich mit der Hausverwaltung.

m<ari_pxosa


Heute rief ich hinunter: "Bitte ein bißchen leiser, der Hof ist für alle da, nicht nur für die Lauten!"

Wie peinlich.

Das finde ich schlimmer als (zu) laute Kinder, denn Erwachsene haben doch hoffentlich im Rahmen der Erziehung andere Wege der Kommunikation kennengelernt als aus dem Fenster oder vom Balkon zu brüllen.

Ja, und morgen wenn ich dazu komme, rede ich mit der Hausverwaltung.

Zum Beispiel.

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