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Kein Anspruch auf Alg I - Fragen

MUariVe2x7 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin gerade total deprimiert. Zum Ende des Jahres 2014 habe ich eine Aufhebung im Rahmen eines Freiwilligenprogrammes unterschrieben und eine Abfindungssumme erhalten. Beim Arbeitsamt hatte ich mich damals rechtzeitig zum 1.1.15 arbeitssuchend gemeldet und auch im Januar 2015 einen Termin bekommen. Dort wurde dann aber nur besprochen, was ich künftig gerne machen würde und ab wann mein Jobprofil live geschalten werden soll.

Hatte mich dann aber entschieden, eine Weiterbildung zu machen und ins Ausland zu gehen. Bereits im Ausland habe ich eine Anfrage bzgl. dem weiteren Vorgehen zur Meldung der Arbeitslosigkeit gestellt und im Juni nochmal. Nun habe ich gerade mit dem Service telefoneirt, der mir mitteilte, dass ich keinen Anspruch auf ALG 1 habe, da ich innerhalb der letzten 2 Jahre nicht mindestens 12 Monate beschäftigt war, sondern eben nur ein halbes Jahr. Ich wollte nicht auf Staatskosten leben sonderrn erst meine Abfindung verbrauchen.

Ich bin gerade total fertig und fühle mich hintergangen. Der Vorort-Termin vom Januar 2015 zählt nicht, da nur meine berufliche Zukunft durchgesprochen wurde. Ganz ehrlich, das wusste ich nicht! Und jetzt muss ich einen Antrag auf ALG 2 stellen... ich finde das so furchtbar und hadere gerade ganz arg mit meinem Schicksal.

Habe mich mal in diese Berechnung versucht einzulesen und erreiche im Job Center gerade niemanden. Muss ich irgendwas beachten? Ich möchte nicht, dass ich in irgendein Fettnäpfchen tappe...

Antworten
M(ariex27


Meine Güte, da wird einem ja Angst und Bange, wenn man sich da so rein liest 😔

RSightcNxow


ALG 2 ist nicht das Ende der Welt auch wenn einem die ganze Welt das einredet.

Es gibt da definitiv komische und voreingenommene Sachbearbeiter, das will ich gar nicht schön reden, aber es ist immer eine Sache der eigenen Kooperation. Wenn man mitarbeitet, sich aktiv bemüht und zeigt das man arbeiten will, dann ist man da ganz schnell raus.

Ich würde dir empfehlen eine Beratungsstelle zu suchen, die dir deine Möglichkeiten aufzeigt. AWO, Diakonie und Co. bieten sowas an.

MYari,e27


Danke, RightNow.

Die Zeit hab ich grad leider nicht mehr es ich um 13:30 dort antanzen werde bzw muss.

Mache mich später daheim trotzdem mal schlau. Alles Neuland für mich und ich will keinen reinziehen..

cchxi


Die Termine sind nicht dir Ursache, sondern das:

Nun habe ich gerade mit dem Service telefoneirt, der mir mitteilte, dass ich keinen Anspruch auf ALG 1 habe, da ich innerhalb der letzten 2 Jahre nicht mindestens 12 Monate beschäftigt war, sondern eben nur ein halbes Jahr

und das ist doch ganz normal? Wusstest du nicht, dass du 12 Monate am Stück gearbeitet haben musst, um Anspruch auf ALG1 zu haben? Abfindung hin oder her, wegen dem Aufhebungsvertrag hättest du höchstens ne Sperre von ca 3 Monaten bekommen. Aber wenn du eh nur 6 Monate gearbeitet hast, hast du eben keinen Anspruch aufs 1er und musst 2er beantragen. Die Dramatik dahinter kann ich jetzt nicht wirklich verstehen.

P<lüsc(hbixest


Du hast nichts falsch gemacht, es ist genau so, wie chi es gesagt hat.

Niemand hat versucht dich um ALG 1 zu bringen.

M+airiex27


Ich hab 13 Jahte am Stück gearbeitet, micH im September 14 ab Januar 15 arbeitslos gemeldet und war dort dann vor Ort. Hab dann aber gedacht, ich Verbrauch meine Abfindung und meld nich erst jetzt wieder. Und das war 1,5 Jahre zu spät.

Ich hab das nicht gewusst, nein, und eigentlich gedacht dass einem das gesagt wird, bin ja nach der Meldung auch eingeladen worden. Doof gelaufen.

W5alking"Ghost


@ Marie27

Bereits im Ausland habe ich eine Anfrage bzgl. dem weiteren Vorgehen zur Meldung der Arbeitslosigkeit gestellt und im Juni nochmal.

Wann war das uns welcher Juni ist gemeint? Es gab zwischenzeitlich 2 Junis!

W&alk=ingG;host


*und

S&unfl<ower_7x3


Es zählen halt nur die letzten zwei Jahre. Das steht selbst auf der Webseite der Arbeitsagentur. Und wenn ich arbeitslos bin und mich selber entscheide, eine Abfindung zu verbrauchen: Dann informiere ich mich dennoch. Tut mir leid, dass ich das so hart formuliere, aber es ist leider Deine eigene Schuld. Und wenn man nicht ganz blind durch das Leben geht, sollte man mitbekommen haben, dass Arbeitsagentur und Jobcenter es einem tendenziell eher schwer machen und einem Geld nicht hinterherwerfen.

W9alklingGNhGost


@ Sunflower_73

Es zählen halt nur die letzten zwei Jahre. Das steht selbst auf der Webseite der Arbeitsagentur. Und wenn ich arbeitslos bin und mich selber entscheide, eine Abfindung zu verbrauchen: Dann informiere ich mich dennoch. Tut mir leid, dass ich das so hart formuliere, aber es ist leider Deine eigene Schuld. Und wenn man nicht ganz blind durch das Leben geht, sollte man mitbekommen haben, dass Arbeitsagentur und Jobcenter es einem tendenziell eher schwer machen und einem Geld nicht hinterherwerfen.

Nicht ganz. Es kann durchaus darauf ankommen, wann sie ihre Frage bei der Bundesagentur für Arbeit gestellt hat und darauf keine Antwort erhalten hat.

Das Sozialrecht ist nicht mit dem Steuerrecht usw. vergleichbar. Da gibt es nämlich eine gesetzlich normierte umfassende Beratungspflicht und so was hier:

[[https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialrechtlicher_Herstellungsanspruch]]

MOarDie2<7


Guten Morgen,

erstmal: entschuldigt bitte die Tippfehler in meinem letzten Beitrag. Hab ich mit meinem Handy geschrieben, und das macht, was es will ;-D

Ihr habt schon recht, ich bin da ein wenig blauäugig reingelaufen und hatte mich davor nie damit beschäftigt und mich auch nicht so dolle darum gekümmert. Als ich mich damals im Herbst 2014 zum Januar 2015 gemeldet hatte, war ich der Meinung, das würde so schon passen, vA da ich ja einbestellt wurde.

Gestern hatte ich nun erstmal einen langen Termin bei der AfA wo mir geraten wurde, doch noch einen Antrag auf ALG1 zu stellen da meine Situation ein Sonderfall wäre, bei dem offenbar ein Beratungsfehler vorliegt. Zum Januar 2015 war ich nur arbeitssuchend und nicht arbeitslos gemeldet. Über den Unterschied hatte ich mir vorher keine großen Gedanken gemacht, hatte ich doch der Dame im Amt 2015 gesagt, dass ich jetzt keinen Job habe. Laut der Kollegin gestern, hätte ich auf die Unterschiede hingewiesen werden und - bei Bedarf - eben auch gleich die Meldung vor Ort gemeldet werden müssen. Das ist aber nicht passiert, ich wusste es nicht besser (mein Fehler). Nach einer nochmaligen telefonischen Rücksprache mit dem Service Center hieß es plötzlich, dass mir zum Januar 15 eine Vollzeit-Weiterbildung ins System gestellt wurde und ich dacurch sowieso keinen Anspruch auf ALG1 mehr hätte ??? Hintergrund ist, dass ich bei dem Vorort-Termin im Januar sagte, dass ich in der Zeit, in der ich jetzt keine Arbeit habe und suchend bin, eben erstmal meine Weiterbildung mache bevor ich blöd daheim rumsitze. Ja - ohne mich darauf hinzuweisen, dass es unter 15 Stunden etc. sein muss, hat sie das ins System eingegeben. Wusste ich auch nicht.

Also in meinen Augen bin ich nicht alleine an dieser Misere Schuld, ich finde, da gibt es definitiv Beratungsdefizite und es kann nicht sein, dass ich mich vorher dermaßen in die Materie einlesen muss, um das Wissen der Beraterin zu haben. Wozu dann das Gespräch...

Also doch ALG2 - das war gestern dann die nächste Anlaufstelle und ich habe noch am selben Abend nach einem Gespräch mit meinen Eltern den Antrag zurückziehen können. Hätte sowieso nichts bekommen, da erstmal mein Freund für mich hätte aufkommen müssen und dann meine spärlichen Rücklagen.

Im Übrigen emfpand ich den Umgang der Mitarbeiter mit den "Kunden" und auch mir gegenüber menschenverachtend.

@ WalkingGhost

Meine Meldungen erfolgten im Herbst 2014, dann Vorort Termin im Januar 2015. Weitere Meldungen im Mai 2016 und Juni 2016 - Letzterer ging dann durch und wurde ja abgelehnt.

MQa4rie2"7


Von emotionaler Seite fühle ich mich so: ich dachte, ich habe alles richtig gemacht, Fristen eingehalten, mich gemeldet und versucht, mich so lange wie möglich selbst zu finanzieren mit Abfindung, eigener KV, Riester, etc. und wollte nur jetzt ein bisschen Hilfe während der Arbeitssuche, die hoffentlich nicht lange dauert.

Und so fühl ich mich jetzt eben abgewatscht.

W;aljki"ngGvhosxt


@ Marie27

Kennst du das Sprichwort "Wer telefoniert, verliert"? Hör bloß auf damit und mach in Zukunft alles schriftlich. Und ich meine das speziell in Bezug auf das Callcenter. Wer nicht selbst in der Sachbearbeitung tätig ist, hat auch nur begrenzten Einblick in das Fachliche, geschweige denn in den konkreten Fall.

Von Bedeutung ist einfach nur: Hast du im Januar 2015 Fragen zur Arbeitslosmeldung bzw. zur Erhaltung deines Anspruchs auf Arbeitslosengeld gestellt und wurdest du in dem Zuge falsch oder unvollständig beraten? Hättest du die Weiterbildung überhaupt in der Form angetreten, wenn du richtig beraten worden wärest?

Stell den Antrag auf Arbeitslosengeld und schildere den kompletten Sachverhalt in einem gesonderten Schreiben. Im Falle einer Ablehnung legst du Widerspruch ein und berufst dich auf den sozialrechtlichen Herstellungsanspruch.

M/ak<kabxi


Wie ich sehe, hast Du dich am 1.1.2015 nicht arbeitslos gemeldet? Dann ist alles korrekt: Es zählen die letzten 12/24 Monate.

Du hättest ruhig ALG1 beantragen können, hättest Du wegen der Abfindung vermutlich eh nicht bekommen.

Versuch alles, dass deine Meldung als solche angesehen wird. Gab es anschließend eine Meldung an das AA, dass Du kein ALG beantragst, weil Du ins Ausland gehst?

Ehm, und ja: Wer schreibt, der bleibt - Alles was am Telefon gesagt wurde, kann niemand beweisen.

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