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Hauptsache bestanden!? - Ausbildung

S-carxo


evtl. ist genau das "hartnäckige versuchen, sich zu integrieren" etwas, was ernst und verbissen auf andere wirkt. das klingt so, als müsstest du dich ständig drauf konzentrieren, dich irgendwie anzupassen.

Na ja, ich finde es besser, sich einzubringen, als sich abzugrenzen und nur den nötigsten Kontakt zu den Kollegen zu haben. Und so sähe es leider ohne meine Bemühungen aus.

lVonaxlao


ja, "sich einbringen" klingt auch ganz anders, als "hartnäckig versuchen, sich zu integrieren". ersteres kann auch natürlich rüberkommen, zweiteres klingt eher angestrengt und bemüht.

was für eine tätigkeit strebst du denn an?

SOcaMrxo


Fürs Erste wäre ich froh, nicht arbeitslos zu werden. Momentan bin ich noch bis Ende August in meinem ehemaligen Ausbildungsunternehmen.

Allerdings möchte ich versuchen, eine Stelle in der Nähe zu finden und hier oben gibt es gerade sehr wenige Stellen, für die ich geeignet bin und die nicht "ausbeuterisch" klingen. Ich werde mich jetzt mit Erhalt des Prüfungszeugnisses aber natürlich auf alles bewerben, was irgendwie passt.

Und dann belese ich mich über das Weiterbildungsstipendium. Ich muss mich bis Ende Dezember bewerben. Werde mal schauen, welche Weiterbildungen mir in dem Rahmen zur Verfügung stehen und dann entscheiden, was ich machen möchte. Wichtig ist mir auch, dass ich diese Weiterbildung nebenbei machen kann, also dass ich arbeiten kann (meinetwegen auch Teilzeit). Ich denke aber, versuchen werde ich es auf jeden Fall mit dem Stipendium, da ich so eine Menge Geld sparen kann und das Angebot nur bis zu meinem 25. Lebensjahr steht (ich werde schon nächstes Jahr 25). Und dann beiße ich zur Not auch in den sauren Apfel.

Und falls ich nicht für das Stipendium genommen werde, arbeite ich halt erstmal, spare ordentlich was zusammen und nach 2 - 3 Jahren mache ich dann selbstständig irgendwas. Genaueres hab ich noch nicht im Kopf, war jetzt aber nach den Prüfungen froh, keinen "Lerndruck" mehr im Hinterkopf zu haben und deshalb mache ich mir da noch nicht so Gedanken. Ich denke, es kann auch seine Nachteile haben, sich schon festzulegen. Dann bin ich vielleicht gedanklich nicht mehr so flexibel und weiche nicht von meinen Ideen ab, wenn es soweit ist und ich mich entscheiden muss. Ich möchte offen für alles bleiben, bis ich die Möglichkeit bekomme. Natürlich muss ich mir trotzdem schon was "aussuchen", wenn ich das Weiterbildungsstipendium beantrage. Aber das regel ich dann zu gegebener Zeit.

Ich weiß bislang, dass es Weiterbildungen zur geprüften IHK-Betriebswirtin gibt, aber auch zur Bilanzbuchhalterin oder Controllerin. Habe mich aber mit den einzelnen Inhalten noch nicht tiefgehender beschäftigt, da ich zunächst die Ausbildung schaffen wollte. Was in Richtung Personal gibt es sicher auch noch. Ich habe ehrlich gesagt noch keine Ahnung, aber ich werde schon was finden, mich viel belesen, mich beraten lassen und dann weitersehen. :=o

W~ayterlxi2


Ich verstehe nicht, wieso man sich, wenn man gut ist, darüber überhaupt so den Kopf zerbricht. Ich werde meine Ausbildung vermutlich nicht so gut bestehen und wirklich "hauptsache bestanden" sagen, aber mir ist schon klar, dass das scheiße ist, wenn die anderen fast alle besser sind als ich. Und es kommt sicherlich auf die Note an, wenn ich mich bewerbe, weils dann bei den Bewerbungen auch ne Art NC gibt oder auch wenns das nicht gibt, ist es doch klar, dass die lieber jemandem mit 1,0 einladen als mit 3,0, wonach sollen sie denn auch sonst Leute auswählen, die sie kaum bis gar nicht kennen?

Andererseits: ich mache mich permanent ziemlich fertig wegen der schlechten Noten aber denke mir mittlerweile auch eher "hauptsache bestanden". Alles andere wird man danach sehen, aber ich kann nicht mit diesen Gedanken dass ich total mies bin auch noch in die Abschlussprüfung gehen, da ist das schlechtestmögliche Ergebnis ja schon vorprogrammiert. :-/ Nö, ich denk mir mittlerweile auch, ich werd einfach bestehen und mich dann darüber freuen und gut ist. Und auf den Job muss ich dann halt ne Weile länger warten oder mich dann irgendwie aktiv bemühen, von den Noten abzulenken und mit was anderem für mich zu werben, aber das ist dann eben so.

S8cxaro


Ich verstehe nicht, wieso man sich, wenn man gut ist, darüber überhaupt so den Kopf zerbricht.

Ich empfinde mich selbst häufig nicht als "gut genug", weil ich halt immer versuche, perfekt zu sein und Defizite in anderen Bereichen damit auszugleichen. %-| Ich weiß, ist nicht die beste Einstellung.

Waterli2, du scheinst ja wenigstens noch ein Empfinden dafür zu haben, was du für Erwartungen an dich selbst stellt, wenn du schreibt, dass du dich wegen der schlechten Noten "fertig machst". In meiner Klasse erlebe ich es eher, dass man da mit nem fetten Grinsen ran geht und es den Mitschülern ziemlich egal ist...

Aber wenn man sich den A**** aufreißt und es eben nicht besser hinkriegt, dann kann ich verstehen, dass man positiv denkt mit dem "Hauptsache bestanden".

_wParvnati_


In meiner Klasse erlebe ich es eher, dass man da mit nem fetten Grinsen ran geht und es den Mitschülern ziemlich egal ist...

Aber weißt du denn, ob es deinen Mitschülern tatsächlich egal ist? Man kann den Leuten nur vor dem Kopf schauen. Am Ende ist es denen gar nicht so egal, wie sie immer tun.

mknef


Natürlich sind dem Arbeitgeber - neben weitere Kriterien - auch die Noten wichtig. Wer überall mit 4- durchrutscht steht in dem Punkt deutlich schlechter da. Allerdings wirds im Laufe der ersten Jahre deutlich unwichtiger, als beim ersten Job. In 5 Jahren jucken die 1er kaum noch jemanden.

Eine "Kunst" würden ich gute Noten in der Ausbildung jetzt allerdings auch nicht nennen. Vielleicht bist du in deiner Whatsapp-Gruppe ein wenig eingebildet rübergekommen und deshalb auf Ablehnung gestoßen. Vor allem, wenn alle 'gegen' dich waren, würde ich neben der Sachebene vielleicht auch mal dein Auftreten hinterfragen.

Wenn jemand argumentiert à la "Ich will ja niemanden Abwerten, aaaber..." ist eben oft doch ne Abwertung enthalten. Vesetz dich doch einfach mal in die anderen hinein. Wie würdest du es denn finden, wenn du schlechte Noten hattest, evtl. schon die ersten Jobabsagen, und dann poltert jemand rein, schwärmt von seinen Einsen und wie viel schlechtere Chancen man mit schlechteren Noten doch hat. Ich würde da nicht mit dir diskutieren, aber die fühlen sic evtl. angepisst und wollen sich so rechtfertigen und Selbstschutz betreiben.

Und zu den Hardfacts: Die bringen einem als Arbeitgeber auch nix, wenn am Ende ein 'Überflieger' im Unternehmen ständig mit allem Kollegen aneckt. Da hatte dann jemand ne 1 aufm Zeugnis, trotzdem hat man nur Stress mir demjenigen an der Backe. Denn:

Wie zeigt sich das? Zu sozial ist auch nicht gut, da wird viel gequatscht und wenig gearbeitet.

Zu wenig auch nicht, denn da wird dann ebenso wenig gearbeitet, aber umso mehr diskutiert und persönliche Fehden ausgetragen.

m>nexf


ist es doch klar, dass die lieber jemandem mit 1,0 einladen als mit 3,0, wonach sollen sie denn auch sonst Leute auswählen, die sie kaum bis gar nicht kennen?

Bei einigen ist bis heute nicht angekommen, wie eine ordentliche Bewerbung auszusehen hat. Traurig aber wahr. Da kann man schonmal was reißen und das ist nur ein Faktor von mehreren.

C^omrxan


Ich war schon immer äußerst ehrgeizig

Ergebnisse waren in Prozent bzw. Punkten 88/87/90/79

Das ist zusammen mit der sehr guten mündlichen Note ein ordentliches Ergebnis, aber bei "äußerst ehrgeizig" wäre da doch sicher noch Luft nach oben gewesen. Ich bekomme immer die Listen der IHK (durch mein angemeldetes Nebengewerbe) und da werden allein in unserer Region immer paar Dutzend Azubis geehrt, die richtig exzellente Prüfungen abgelegt haben.

musste mir von allen Seiten anhören, dass es meinem zukünftigen Arbeitgeber doch total egal sei, WIE ich bestanden habe, es ginge viel mehr darum, DASS man bestanden hat.

Mit steigenden Berufsjahren stimmt das sogar. Da spielen die Prüfungszeugnisse keine Rolle, sondern die persönliche Erfahrung und Qualifikation. Man hört ja nicht auf zu lernen und darf nicht glauben, dass man nach so einer IHK-Prüfung "fertig" ist. Dazu kommen noch ganz viele Soft Skills, die den Wert auf dem Arbeitsmarkt später ausmachen. Das IHK-Prüfungszeugnis ist spätestens nach 10 Jahren eigentlich irrelevant. Da schaut man wirklich nur noch formell drauf, welchen Beruf man eigentlich gelernt hat.

Bei jungen Berufseinsteigern ist es aber noch interessant, da das Zeugnis ja auch darüber Auskunft gibt, wie lernwillig und -fähig man ist. Sonst hat man ja nichts. Mein Arbeitgeber z.B. differenziert bei frisch ausgelernten Azubis das Einstiegsgehalt über die IHK-Note. Insofern gilt bei uns "Hauptsache bestanden" nicht wirklich.

A.noBnymuas


Du hast deine Ausbildung erfolgreich beendet und hast nun einen erlernten Beruf. Die Noten ist ein Punkt von vielen, und im späteren Berufsleben interessiert sich meiner Ansicht nach keiner mehr dafür.

Wichtiger ist das du in deinem Beruf überzeugst und weist was du tust. Dies ist nämlich bei vielen auch nicht immer der Fall...

Mit steigenden Berufsjahren stimmt das sogar. Da spielen die Prüfungszeugnisse keine Rolle, sondern die persönliche Erfahrung und Qualifikation. Man hört ja nicht auf zu lernen und darf nicht glauben, dass man nach so einer IHK-Prüfung "fertig" ist. Dazu kommen noch ganz viele Soft Skills, die den Wert auf dem Arbeitsmarkt später ausmachen. Das IHK-Prüfungszeugnis ist spätestens nach 10 Jahren eigentlich irrelevant. Da schaut man wirklich nur noch formell drauf, welchen Beruf man eigentlich gelernt hat.

Dem schließe ich mich an.

_PSurfBerin


Natürlich sind die Noten wichtig. Es ist ein Unterschied ob man mit superguten Noten besteht oder gerade eben so nicht durchgerasselt ist. Ich meine: sonst gäbe es ja keine Noten, wenn die eh egal wären.

Dann gäbe es nur ein Abschlußdokument, auf dem bestanden oder nicht bestanden stehen würde.

ATnna/lena13


Ich hab die Erfahrung gemacht, dass Noten nach der Ausbildung wirklich egal sind. Und oft bekommen die, die ein gutes oder befriedigendes Abschlussergebnis haben, eher einen Job und einen besseren Job, als 1er-Kandidaten.

Ich war jahrelang in einer Personalabteilung und 1er-Kandidaten wollten wir gar nicht haben.

N{umbeMr Ojf Tche B8eaxst


Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es bei meinem erlenten Beruf (ReNo-Fachangestellte) sehr wohl auf die Note ankommt. Diejenigen aus meiner ehemaligen Berufsschulklasse, die mit 4 bestanden hatten, haben bis heute (4 Jahre nach der Prüfung) keinen Job in einer Kanzlei bekommen und arbeiten jetzt im Casino oder an der Kasse. Bei Stellenausschreibungen ist mir auch sehr oft aufgefallen, dass mittlerweile nur noch Bewerber berücksichtigt werden, die mindestens eine 3, wenn nicht sogar eine 2 als Abschlussnote haben.

Ganz ehrlich? Ich kann es, jedenfalls in diesem Beruf, gut verstehen.

Lpiv ermpool


Ist wahrscheinlich ein sehr branchenabhängiges Ding.

Ich habe meinen Job nach der Ausbildung bereits sicher gehabt bevor ich überhaupt Prüfung gemacht hatte. Meine Abschlussnoten hat die Personalabteilung niemals erfahren, mein Prüfungszeugnis hat sich nur mein direkter Chef der keine Personalentscheidungen trifft kopiert und irgendwo abgeheftet. Ohne die Noten darauf die tatsächlich nicht unbedingt ein Highlight waren in irgendeiner Form zu kommentieren. Hier zählt tatsächlich "Hauptsache bestanden" und selbst wenn man durchfällt geht die Welt nicht unter. Ich arbeite seit 6 Jahren dort und in dieser Zeit wurden absolut alle Azubis nach der Ausbildung übernommen, egal wie gut die Noten waren und selbst die, die in der Prüfungs im ersten Versuch durchgefallen sind.

Würde ich mich heute nochmal woanders bewerben, würde ich gar keine benoteten Zeugnisse (weder von der Prüfung noch aus der Berufsschule) mehr mitschicken sondern nur den Wisch, auf dem steht, dass ich zum führen der Berufsbezeichnung xy berechtigt bin. Würde mich auch tatsächlich wundern wenn da plötzlich einer nach Noten fragt.

SVcxaro


Eine "Kunst" würden ich gute Noten in der Ausbildung jetzt allerdings auch nicht nennen. Vielleicht bist du in deiner Whatsapp-Gruppe ein wenig eingebildet rübergekommen und deshalb auf Ablehnung gestoßen.

Die "fiesen" Kommentare bekam ich, nachdem ich geschrieben hatte, dass ich mich schon freue, nach Hause zu kommen, weil mein Freund kürzlich mein Zeugnis aus dem Briefkasten geholt hat. Und dass ich aufgeregt bin. Ich habe nicht geprahlt oder Bezug auf die Leistungen meiner Mitschüler genommen. Demnach fand ich dieses Verhalten ziemlich... unangemessen.

Zu wenig auch nicht, denn da wird dann ebenso wenig gearbeitet, aber umso mehr diskutiert und persönliche Fehden ausgetragen.

Das "asozial" sein äußert sich bei mir nicht dadurch, dass ich Streit suche oder viel rumdiskutiere, sondern viel mehr darin, dass ich weniger überhaupt den Kontakt zu Menschen suche. Viel arbeiten tu ich trotzdem. Schreibtisch ist so gut wie immer leer, wenn ich gehe.

Das ist zusammen mit der sehr guten mündlichen Note ein ordentliches Ergebnis, aber bei "äußerst ehrgeizig" wäre da doch sicher noch Luft nach oben gewesen

Nur, weil man ehrgeizig ist, heißt das nicht, dass man seine Vorstellungen immer komplett umsetzen kann oder vor sich selbst "gut genug" ist. Vielleicht hätte ich ne 1 geschafft, aber nun ist es so wie es ist.

Ich hab die Erfahrung gemacht, dass Noten nach der Ausbildung wirklich egal sind. Und oft bekommen die, die ein gutes oder befriedigendes Abschlussergebnis haben, eher einen Job und einen besseren Job, als 1er-Kandidaten.

Ich war jahrelang in einer Personalabteilung und 1er-Kandidaten wollten wir gar nicht haben.

Na ein Glück hab ich keine 1, sondern bin knapp dran vorbei. Oh mein Gott, diese doofen Azubis, die sich anstrengen, weil sie aus ihrem Leben was machen wollen. Die sollen lieber mit Absicht schlechter abschneiden und nicht so viel lernen, damit sie Jobs kriegen. Irgendwie finde ich diese Ansicht blöd... Es ist ja nicht jeder ein Praxis-Depp, nur weil er ne 1 auf dem Zeugnis hat.

Würde ich mich heute nochmal woanders bewerben, würde ich gar keine benoteten Zeugnisse (weder von der Prüfung noch aus der Berufsschule) mehr mitschicken sondern nur den Wisch, auf dem steht, dass ich zum führen der Berufsbezeichnung xy berechtigt bin.

Auf meinem "Berechtigungswisch" stehen "leider" Noten mit drauf. Und überhaupt, wenns gut ist, warum sollte ich es verstecken?

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