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"Wir können nichts mehr für Sie tun".

Tputto_frNuttxo


Danke Powerpuffi für deine Mühe! Allerdings wie soll ich denn dann anfangen, da hast du gesagt ich soll das komplett streichen, aber ich muss doch ansprechen, wie ich auf den Betrieb gekommen bin? ":/

Außerdem hab ich das Gefühl, dass dieses sehr Selbstsichere auch total arrogant rüberkommen kann? Zumal ich dann beim Vorstellungsgespräch das komplette Gegenteil ausstrahlen würde (jaja, die blöden Phobien). Aber ich denke daran kann man auch irgendwie arbeiten.

Aber mal ganz ehrlich, ich habe meine Berufsberaterin zu den Bewerbungen gefragt und sie meinte, dass das okay so ist. Kann man denen, die eigentlich täglich damit zu tun haben nicht vertrauen? Das regt mich gerade tierisch auf. Von dem einen hört man das, von dem anderen wieder was anderes, was ist nun richtig? Auch Betriebe haben komplett unterschiedliche Ansichten, wie es sein sollte....

E0lafR^emich0x815


Ehrlich?

Wenn ich so eine nichtssagende 0815 Bewerbung der schlechten Art bekomme interessiert mich der Bewerber genau 0,0. Da wird dann ohne weiter nachzudenken oder auf weitere Teile der Bewerbung einzugehen gleich eine freundliche aber bestimmte Absage geschrieben.

Warum? Weil ich keine ernsthafte Motivation erkennen kann. Klingt für mich nach Alibi-Bewerbung damit der faule Hartzer, der zu Bewerbungen verdonnert wurde, weiter Gammeln darf und trotzdem seine Kohle bekommt. So nach dem Motto: Melde dich blos nicht bei mir.

Du musst nicht das Rad neu erfinden aber du solltest dich weit interessanter und individueller bewerben. Die Bewerbung muss auffallen, nicht weil sie besonders gut oder schlecht ist, sondern weil sie besonders originell oder individuell ist. Standard-Satzbausteine kennt jeder Personaler auswendig und kann und will das nicht mehr lesen!

Du musst dich so interessant präsentieren das du Neugier weckst den Menschen zumindest mal live zu sehen.

Warum sollen die Leute ausgerechnet dich einstellen? Warum bist du besser/anders/usw. als die zahllosen anderen Bewerber. Was hast du mehr zu bieten?

durch die Bundesagentur für Arbeit habe ich erfahren, dass sie freie Ausbildungsstellen als Kauffrau im Gesundheitswesen vergeben. Daraufhin habe ich mich entschieden mich bei Ihnen zu bewerben.

Durch die Bundesagentur für Arbeit? Hast du das nicht besser selber herausgefunden?

Das du dich entschieden hast dich zu bewerben sehe ich auch, schließlich liegt deine Bewerbungsmappe gerade vor mir.

Durch meine bisherigen Praktikumserfahrungen bin ich mir sicher, dass der medizinische Bereich genau das Richtige für mich ist.

Bist du dir sicher das du dir sicher bist? Oder vielleicht doch nicht so sicher? Vielleicht willst du dich doch lieber als Bäcker bewerben? Und falls doch sicher, warum bist du dir so sicher?

Allerdings habe ich festgestellt, dass mir die pflegerischen Tätigkeiten eher weniger zu sagen

Du bewirbst dich auf einen Ausbildungsplatz in dem du mir sagst, was du NICHT machen willst? Ernsthaft? Was willst du sonst noch alles nicht machen? Scheust du Herausforderungen? Bist du nicht belastbar? Nicht überall einsatzbar? Nicht flexibel?

Dabei liegt mir am meisten der Kontakt zu Kunden und die Organisation von Abläufen und Statistiken.

Warum? Wie kommst du darauf?

Außerdem bin ich stets zuverlässig und interessiert daran mir neues Wissen anzueignen.

Das ist bei jedem so und ist ja wohl eine Grundvoraussetzung die selbstverständlich vorausgesetzt wird.

Da ich glaube Ihren Anforderungen zu entsprechen, würde ich mich über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch sehr freuen.

Hätte hätte Fahrradkette. Vielleicht, eventuell, wenn sie gerade nichts wichtigeres zu tun haben, könnten sie ja mal darüber nachdenken ob sie Zeit finden mich doch mal einzuladen? Ähhh... Puhhh...

Ach ja, die PowerPuffi hat das bereits alles ganz richtig angemerkt! Ich wollte ihren Eindruck nur bestätigen.

Das ist halt einmal gar nichts.

E&lafCRem/ich08x15


Wie du auf den Betrieb gekommen bist?

In dem du dich selbstständig informiert hast welche Betriebe in Frage kommen? Wie diese aufgestellt sind und in dem du anhand mehrerer Kriterien abgewogen hast welcher Betrieb wohl am besten zu dir und deinen Wünschen/Zielen/Vorstellungen passt und wo du als zukünftiger Mitarbeiter wohl am besten hinein passt. In dem man sich über Unternehmen individuell informiert? Was diese machen. Was für eine Art Unternehmen das ist. Uvm.

Und dieses Wissen lässt du natürlich in deine Bewerbung einfließen und machst so deutlich das du dich mit dem Unternehmen beschäftigst hast und nicht einfach eine Bewerbung an 20 Konkurrenzunternehmen geschickt hast und man das Gefühl bekommt das es dir letztlich egal ist wer dich nimmt.

Das du das ernsthaft nachfragen musst lässt mich ebenfalls die Worte "weltfremd" sowie "nativ" in den Mund nehmen.

(PS: Ja, es ist dir egal wer dich nimmt, solange du nur einen Ausbildungsplatz bekommst! Aber man muss das den Leuten ja nicht ins Gesicht sagen.)

T3ut>tofru*ttxo


Ach, und noch was, nennt mich jetzt wieder unselbstständig und weltfremd...

zu den Sätzen und Fragen "Warum bist du der perfekte Bewerber?", "Warum braucht die Firma genau DICH", "SEI KREATIV UND INDIVIDUELL". Wisst ihr was? Ich bins nicht. Ich wäre wahrscheinlich sogar eine Last für die ganzen Betriebe. Ich habe keine tollen Eigenschaften, ich bin wie meine Bewerbung, ein 08/15 Mensch. Unkreativ wie Scheiße. Entweder ich machs komplett beschissen und falle damit auf oder langweilig und falle null auf. Das war schon immer so. Vermutlich habt ihr Recht, ich bin unselbstständig und scheine auch irgendwie nichts zu wissen, wie ein Kleinkind. Ich kann es nicht alleine, denn mir fällt NICHTS ein, was ich zu mir tolles als Person schreiben soll. Weil ich eben nicht gut bin, tausend andere Personen sind besser als ich.

Ich will bloß nicht vom Staat abhängig sein und Geld verdienen, das ist alles. Wenn man davor ein Autoren-Kreativitäts-Selbstbewusstseinstriefendes Meisterwerk als Bewerbung braucht, sehe ich komplett schwarz.

E7larfRe\michx0815


Wenn du für dich selber keine Antwort findest warum du eine bestimmte Ausbildung in einem bestimmten Unternehmen machen willst, ist es vielleicht doch nicht so das richtige Tätigkeitsfeld.

Vielleicht wäre der erste Schritt an deinem völlig mangelhaften Selbstwertgefühl zu arbeiten! Nur wer von sich selber überzeugt ist kann auch andere von sich überzeugen.

Jeder Mensch ist anders. Jeder hast Stärken und Schwächen. Und auch du hast Stärken! Weißt du, "gewöhnlich" zu sein hat den Vorteil nicht ins allzu Negative abzugleiten. Die meisten Personaler wollen "normale" Leute, keine komplizierten Exoten.

Besinne dich auf deine Stärken und arbeite an deinen Schwächen. Stelle deine Stärken besonders herausu und gestehe dir Schwächen zu.

Sei authentisch und ehrlich und komm auf den Punkt. so schwer ist das gar nicht. Perfekt musst du nicht sein, nur gut genug.

P9owerTPuffi


Allerdings wie soll ich denn dann anfangen, da hast du gesagt ich soll das komplett streichen, aber ich muss doch ansprechen, wie ich auf den Betrieb gekommen bin?

Wofür ist das notwendig? Wieso "musst" du es ansprechen?

Außerdem hab ich das Gefühl, dass dieses sehr Selbstsichere auch total arrogant rüberkommen kann? Zumal ich dann beim Vorstellungsgespräch das komplette Gegenteil ausstrahlen würde (jaja, die blöden Phobien). Aber ich denke daran kann man auch irgendwie arbeiten.

Aber wieso sollte ein Betrieb einen unselbstsicheren Menschen einstellen? In dem Wort "Bewerbung" steckt nicht umsonst "Werbung". Nichts anderes ist sie für dich. Sie ist dein Aushängeschild. Natürlich laden Unternehmen die Menschen ein, die selbstsicher und kreativ sind. Alles andere wäre ja kontraproduktiv. Dein Ziel ist erstmal, eingeladen zu werden. Wenn das funktioniert, ist das schon die halbe Miete.

Arroganz und Selbstsicherheit sind nicht synonym. Zumal man im VG ja erkennen würde, ob du ein Großkotz bist oder nicht. Ich finde es toll, dass du erkennst, dass man daran arbeiten kann. Ich wurde auch nicht so geboren. Ich musste das lernen - und das kannst du auch. Davon bin ich fest überzeugt.

Aber mal ganz ehrlich, ich habe meine Berufsberaterin zu den Bewerbungen gefragt und sie meinte, dass das okay so ist

Wie kann es okay sein, wenn du nur Absagen bekommst? Ich habe keine Erfahrung mit den Mitarbeitern bei der Arge, aber wie in jedem Betrieb wird es auch dort unengagierte, mittelmäßige und desinteressierte Menschen geben. Deine Bewerbung entspricht nicht dem aktuellen Stand. Dies erkennst du an deinen Absagen. An dieser Diskrepanz kannst du die Sinnhaftigkeit ihrer Aussage messen - sie stimmt ja eindeutig nicht.

Von dem einen hört man das, von dem anderen wieder was anderes, was ist nun richtig? Auch Betriebe haben komplett unterschiedliche Ansichten, wie es sein sollte....

Ich kann dir nur wiederholt dazu raten, dir Fachliteratur zu besorgen. Da steht dann drin, wie es die Betriebe haben wollen.

Du merkst, ob deine Bewerbung gut ist, wenn sie sich nicht von Betrieb A auf Betrieb B übertragen lässt. Sobald du bei deinem Anschreiben copy&paste machen kannst, geht es nicht ausreichend auf die Stellenbeschreibung ein. Damit ist die Qualität des Inhalts nicht ausreichend. Das merken auch die Unternehmen und deshalb wirst du nicht eingeladen.

Ich kann verstehen, dass du nicht vorgeben möchtest, jemand zu sein, der du nicht bist. Das musst du auch gar nicht. Nur verläuft die Jobsuche mit einem Code, den man benutzen muss, um eingestellt zu werden. Diesen eignet man sich entweder an oder man bleibt außen vor.

So wie ich das verstanden habe, möchtest du Arbeit. So wie es gerade läuft, funktioniert es nicht. Was spricht dagegen, etwas Neues auszuprobieren?

Du kannst auch wesentlich dezenter vorgehen, wenn dies mehr deinem Wesen entspricht. Alles, was deine Bewerbung individueller und kreativer macht, wird dich deinem Ziel näher bringen. Der erste Schritt ist deshalb, sich von den Vorlagen zu entfernen.

Magst du mir mal eine Stellenbeschreibung raussuchen, auf die du dich bewerben magst? Dann könnte ich dir vllt Punkt für Punkt zeigen, was ich meine @:)

P ower;Pufxfi


Ich kann es nicht alleine, denn mir fällt NICHTS ein, was ich zu mir tolles als Person schreiben soll. Weil ich eben nicht gut bin, tausend andere Personen sind besser als ich.

Das dachte ich während der Uni übrigens auch. Ich bin Germanistik 11. Fachsemester. Also quasi Taxifahrer laut Expertise anderer! Weißt du, was mein Fehler war? Ich hab das geglaubt. Alle anderen sahen in mir einen Loser, also tat ich das auch.

Die Mutter einer Freundin war eine wundervolle Frau. Sie nahm sich mir zu Brust und impfte mir ein bisschen Selbstvertrauen ein. Sie meinte, ich könnte selbst mit Germanistik alles sein, was ich wollte.

Ich hab es probiert - und sie hatte recht. Ich war jetzt als Germanistik 11. Fachsemester, Oberloser aller Loser, quasi arbeitslos, bereits in diversen wundervollen Betrieben. Vom Frankfurter Flughafen bis zum Senckenberg Museum, der Arbeiterwohlfahrt und zurück. Ich habe unmittelbar einen coolen und gut bezahlen Job im Ausland bekommen, habe mich auf einem mehrtätigen Auswahlseminar gegen 10 andere durchgesetzt - dieser ist zwar befristet, aber was solls. Obwohl ich mit hängen und würgen in jeder Prüfung eine 3 geschafft habe, wollen Unternehmen mich und schätzen meine fachliche Kompetenz.

Während die Menschen, die ich früher um ihre Einser beneidet habe, gerade arbeitslos sind oder sich bei einem unbezahlen Praktikum dumm und dämlich schufften. Du siehst, selbst mit schlechten Noten und schlechten Vorraussetzungen kann man - wenn man will :)*

Ich bin nicht das Popular Girl, ich hab auch an meiner Sozialphobie zu knabbern gehabt. Ich kann dir darüber hinaus auch eine Psychotherapie empfehlen. Das hat mein Leben um 180° gedreht.

O$rangdeCanZyon


Ach, und noch was, nennt mich jetzt wieder unselbstständig und weltfremd...

zu den Sätzen und Fragen "Warum bist du der perfekte Bewerber?", "Warum braucht die Firma genau DICH", "SEI KREATIV UND INDIVIDUELL". Wisst ihr was? Ich bins nicht. Ich wäre wahrscheinlich sogar eine Last für die ganzen Betriebe. Ich habe keine tollen Eigenschaften, ich bin wie meine Bewerbung, ein 08/15 Mensch. Unkreativ wie Scheiße. Entweder ich machs komplett beschissen und falle damit auf oder langweilig und falle null auf. Das war schon immer so. Vermutlich habt ihr Recht, ich bin unselbstständig und scheine auch irgendwie nichts zu wissen, wie ein Kleinkind. Ich kann es nicht alleine, denn mir fällt NICHTS ein, was ich zu mir tolles als Person schreiben soll. Weil ich eben nicht gut bin, tausend andere Personen sind besser als ich.

Ich bin mir ehrlich gerade nicht sicher, wie ernst ich diesen Beitrag nehmen soll?

Ist das die trotzige Reaktion auf "unselbstständig" und "weltfremd".....dann ist dem nichts mehr hinzuzufügen.

Oder ist das deine ehrliche Selbsteinschätzung? Willst du wirklich nur Geld verdienen? Du verbringst einen großen Teil deiner Zeit dann mit einem Job, mit dem du dich nicht identifizieren kannst. Ich kann nicht glauben, dass man das für sonderlich erstrebenswert hält in deinem Alter. Vielleicht ist es einfach mal Zeit an dir zu arbeiten....an dir, deinen Zielen und auch deiner Bewerbung. PowerPuffi hat eigentlich sehr schön zusammengefasst, wie eine gute Bewerbung aussehen sollte.

Auf das Bewerbertraining der Arbeitsagentur kannst du getrost pfeifen....frag deine Bewerbungsberaterin mal, wie oft und wann sie sich das letzte mal in der freien Wirtschaft beworben hat.....

NDordiu84


frag deine Bewerbungsberaterin mal, wie oft und wann sie sich das letzte mal in der freien Wirtschaft beworben hat.....

Daran muss ich auch immer wieder denken und grinsen. Die beim Arbeitsamt haben absolut garkeine Ahnung wie es in der freien Wirtschaft aussieht, die hocken seit Jahren (oder teilweise Jahrzehnten) in ihrem Ämtchen, machen Dienst nach Vorschrift und wissen nicht was in der Welt vor sich geht. Wie sollen solche Vögel wissen wie eine Bewerbung auszusehen hat ? Eben, wissen sie nicht.

Das blöde ist halt das man dem Unsinn trotzdem so machen muss wie da in den "Trainings" und Maßnahmen vorgegeben, sonst zieht das wieder tausend Diskussionen nach sich. Danach, in der Realität, kann man die Bewerbungen aber besser machen, man muss halt bloß schauen wie das geht.

Willst du wirklich nur Geld verdienen? Du verbringst einen großen Teil deiner Zeit dann mit einem Job, mit dem du dich nicht identifizieren kannst. Ich kann nicht glauben, dass man das für sonderlich erstrebenswert hält in deinem Alter.

Grundsätzlich geht sowas schon, meiner Meinung nach reicht es auch völlig wenn man nen Job hat der einen nicht ankotzt oder wo man mit Bauchschmerzen in die Firma geht, nicht jeder muss im Beruf die völlige Erfüllung finden. Mir persönlich ist "abends nicht totmüde Heim kommen, noch Energie für Freizeit und Hobbies haben und daraus Erfüllung ziehen" lieber aber das ist eben ne ganz individuelle Sache.

Gut, in dem konkreten Fall da tippe ich auch eher auf Trotz, macht aber nix.

am.fixsh


Außerdem hab ich das Gefühl, dass dieses sehr Selbstsichere auch total arrogant rüberkommen kann? Zumal ich dann beim Vorstellungsgespräch das komplette Gegenteil ausstrahlen würde (jaja, die blöden Phobien).

"Warum bist du der perfekte Bewerber?", "Warum braucht die Firma genau DICH", "SEI KREATIV UND INDIVIDUELL". Wisst ihr was? Ich bins nicht.

Das war beim Bewerben auch immer mein Problem. Warum sollte ich die perfekte Bewerberin für diesen Job sein? An mir ist nix besonderes und es gibt bestimmt x Leute, die dafür genauso gut oder besser geeignet sind. Aber weißt Du, was mir irgendwann klar geworden ist? Das ist immer so, bei jeder Stelle, bei jedem. Niemand ist der eine perfekte Bewerber, es gibt immer Dutzend andere, die's genauso drauf haben. Die Leute, die sich gut verkaufen können, können die Gedanken nur irgendwie beiseite schieben und sich interessant machen. Und wenn ich es genauso gut kann wie jemand anderes, dann lüge ich ja nicht, wenn ich mich auf die Stelle bewerbe und aufzeige, warum ich denke, dass ich es kann.

Direkt nach dem Studium war es mir auch realtiv wurscht, wo ich arbeite (innerhalb des Bereichs, für den ich studiert hatte) und ich fand es echt schwierig, das in den Bewerbungen irgendwie zu verpacken. "BITTE GEBT MIR DOCH EINEN JOB, ICH KOMME AUCH JEDEN TAG PÜNKTLICH UND MACHE KEINEN ÄRGER!" wird trotz schlagender Ehrlichkeit irgendwie nicht als Bewerbungstext empfohlen.

Mir hat es geholfen, wirklich sehr ehrlich in mich zu gehen und mich zu fragen, was ich überhaupt kann. Die offensichtliche Antwort "Nichts" muss man da erstmal beiseite schieben und durch alle Selbstzweifel und vorauseilenden Gedanken und Befürchtungen ("Kann ich das halten? Kann ich das überhaupt beweisen?") hindurch wirklich möglichst ehrlich mit sich sein. Ich habe mir tatsächlich eine Liste gemacht, ganz unabhängig von irgendwelchen Stellenanzeigen. Das war eine mir sehr unangenehme Arbeit und noch viel unangenehmer war's dann, die mit meinem Partner und anderen mit bekannten Personen abzugleichen, ob die das genauso sehen. Aber am Ende hatte ich einige Punkte, die ich mir immer wieder ins Gedächtnis rufen und mir dazu sagen konnte: Hey, das ist zumindest mehr als Nichts UND das kann ich schreiben, ohne "Enttarnung" befürchten zu müssen, weil es nämlich wahr ist.

Meine ersten Bewerbungen habe ich dann erst so geschreiben, wie ich sie eben geschrieben hätte, dann meinem Bruder gegeben, der praktischerweise mit Personalangelegenheiten in einem großen Unternehmen zu tun hat, der hat sie umgeschrieben, ich habe sie zurückbekommen, fast einen Herzinfarkt bekommen, ob der Großtaten, zu denen ich offenbar fähig sein sollte, und habe ca. 70% wieder abgezogen, aber am Ende hatte ich ein Anschreiben, das deutlich selbstbewusster klang als was ich mich getraut hätte, aber trotzdem nicht viel mehr versprochen hat als ich auch das Gefühl hatte halten zu können. ("Nicht viel mehr" = ich hatte sowieso das Gefühl, überhaupt nichts halten zu können, aber da muss man sich auch der eigenen Fehlwahrnehmung bewusst sein - ich hatte kein realistisches Selbstbild und ich glaube, Du schätzt Dich selbst auch viel zu gering, das entspricht sicher so auch nicht der Realität).

Nun hast Du vermutlich nicht zufällig einen Bruder, der Personaler ist, aber vielleicht kannst Du Dir von jemandem - hier oder aus Deinem Umfeld - eine Deiner Bewerbungen mal unschreiben lassen. PowerPuffi hatte es Dir ja schon angeboten, das ist echt eine gute Gelegenheit, denke ich. Damit Du dann daraus ziehen kannst, was sich für Dich stimmig genug (100%ig stimmig wird es sich vllt nicht anfühlen, das ist dieser Teil Unsicherheit, den man aushalten muss) anfühlt. Das fand ich leichter als das freihändige Selberschreiben, wo man so da Gefühl hat, völlig ins Blaue zu schießen.

So eine Liste kann ich Dir auch empfehlen. Man tappt dann manchmal in die Falle, stattdessen darüber nachzudenken, was man alles nicht kann, aber da muss man sich dann durcharbeiten, bis zu dem Punkt, an dem man sich auf den Gedanken wirklich einlassen kann, dann fällt einem auch etwas ein.

Und am Ende ist es meiner Erfahrung nach so, dass man Bewerbungen durchaus mit ein bisschen Magengrummeln abschicken muss, auch wenn man das Gefühl hat, man hätte ein bisschen zu viel versprochen. Erst kommt nämlich ja sowieso noch das Bewerbungsgespräch und da kann man nochmal einen direkteren Eindruck machen (bzw macht man gezwungenermaßen), das fand ich dann vergleichsweise einfacher, weil man auch selber ein konkretes Gegenüber hat und direkt miteinander sprechen kann.

Pbow=er#Puffxi


("Nicht viel mehr" = ich hatte sowieso das Gefühl, überhaupt nichts halten zu können, aber da muss man sich auch der eigenen Fehlwahrnehmung bewusst sein - ich hatte kein realistisches Selbstbild und ich glaube, Du schätzt Dich selbst auch viel zu gering, das entspricht sicher so auch nicht der Realität).

Das ist unglaublich wichtig. Man verhält sich nämlich konform mit seinem Selbstbild.

Erwähnt man vor einem naturwissenschaftichem Test die Tatsache, dass Jungen und Mädchen anwesend sind, erreichen die Mädchen schlechtere Ergebnisse. Sie werden an gänige Stereotype erinnert und verhalten sich unterbewusst dementsprechend.

Das heißt, den Selsbtbild und der Glaube an die eigenen Fähigkietn beeinflussen maßgeblich deinen Erfolg. Wenn du also denkst, dass du unterdurchschnittlich bis mittelmäßig bist, wirst du dich genauso verhalten und diese Assoziation auch bei anderen auslösen.

Ich hatte mittelmäßige Noten, weil ich dachte, mittelmäßig zu sein und ohnehin keine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu haben. Seitdem ich aber gemerkt habe, dass ich erfolgreich bin, haben sich auch meine Note schlagartig verbessert. Ich habe zum erstem Mal in Hausarbeiten eine Eins geschrieben. Ich dachte früher nicht mal, dass ich dazu in der Lage bin. Dabei bin ich nicht schlauer geworden und die Uni auch nicht einfacher, ich habe nur an Selbstvertrauen gewonnen.

TWaps


Ich habe dies hier:

Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen schicken Sie bitte ausschließlich in schriftlicher Form (keine E-Mail) unter Angabe der Kenn.-Nr. an...

gerade in einer Stellenausschreibung im IT-Bereich gefunden.

Soviel zum Thema Online-Bewerbung.

Das blöde ist halt das man dem Unsinn trotzdem so machen muss wie da in den "Trainings" und Maßnahmen vorgegeben, sonst zieht das wieder tausend Diskussionen nach sich.

Ja leider. Da wird dann viel Arbeit in Mist reingesteckt, um das Amt zu befriedigen, statt sich auf die wirklich wichtigen Dinge zu konzentrieren.

Orrang%eCanyHon


@ Taps

Die Unternehmen, die Bewerbungen in Papierform wollen, schreiben das auch ins Stelleninserat (siehe dein eigenes Beispiel). Wenn jedoch nichts dabei steht, dann schickt man seine Bewerbung per Mail oder bewirbt sich online.

Weiss also gerade nicht, worauf du mit

Soviel zum Thema Online-Bewerbung.

hinaus willst.

TKar%axnis


Ich will bloß nicht vom Staat abhängig sein und Geld verdienen, das ist alles. Wenn man davor ein Autoren-Kreativitäts-Selbstbewusstseinstriefendes Meisterwerk als Bewerbung braucht, sehe ich komplett schwarz.

Das kann ich 100% nachvollziehen. Ich hasse diese ganze Anschreiben-Geschichte wie die Pest. Wieso muss man sich für jeden 0815-Job so prostituieren und sich irgendwelche geschwollene Klugscheißer-Formulierungen ausdenken? (Wobei Prostitiuierte für ihre Tätigkeit bezahlt werden :=o) In den angelsächsischen Ländern wie den USA gibt es sowas wie ein Anschreiben gar nicht, dort wird soviel ich weiss nur der Lebenslauf verschickt. Dort werden Leute auch eher eingestellt und einfach mal geguckt wie es läuft. Wieso können wir uns diese Sache nicht mal von den USA abschauen?

O-rangeIC|anyon


Dort werden Leute auch eher eingestellt und einfach mal geguckt wie es läuft. Wieso können wir uns diese Sache nicht mal von den USA abschauen?

Dort sind die Leute auch jederzeit ohne Begründung kündbar. Macht die Wahl etwas einfacher.

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