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Für Beruf weit weg ziehen -> Anschluss finden?

aBp'feslgrünx_ hat die Diskussion gestartet


Hi!

Mein Mann hat letzte Woche die Zusage für einen sehr lukrativen Job bekommen! :)z Seine Arbeitsstelle liegt 280 km ganz woanders in einer Gegend, die ich gar nicht kenne. Wir werden wohl ländlich wohnen, weil die Immobilienpreise dort ebenfalls attraktiv sind.

Das heißt allerdings auch, dass wir alles hier zurücklassen. Ich habe etwas Bedenken, weil ich wie gesagt dort niemanden kenne. Bin auch fürs erste noch in Elternzeit, dh ich werde nicht so schnell viele neue Leute kennen lernen. Ich mache mir etwas Gedanken darum, wie ich dort Freunde finden soll. Ich meine wirklich gute Freunde, auf die man sich verlassen kann. :-/ Das wird sicher nicht leicht und muss wohl mit viel Einsatz meinerseits passieren.

Ich habe aber Angst, dass es nicht klappt und meine Kids und ich allein bleiben.

Ist jemand von euch schon mal in eine ganz fremde Gegend gezogen und hat dort schnell Anschluss gefunden? Oder ging es bei euch eher schief?

Jemand Tipps, was ich tun kann?

Antworten
sichCumseytier25


*:) Mein Freund und ich haben es gemacht, aus der Stadt raus aufs Land! Er wollte gerne raus aus der Stadt, mehr Ruhe.Es waren zwar nur 25 km aus der Stadt raus, so dass alle Bekannten und Freunde noch auf dem Radar waren. Aber bei uns war es eine Fehlentscheidung :-/ Nix los, lauter Schild- und Spießbürger, keine Mutter-Kind-Kurse, nur Schützenverein für Alteingesessene. Außerdem tobt ein Krieg zwischen denen, die seit 5 Generationen hier wohnen und denen, die nur 1-2 Generationen hier sind.

Die Supermärkte machen um 17 Uhr zu, sonntags schon um 13 Uhr, die Ärzte auch täglich um 13 Uhr, mittwochs Ruhetag. Montags hat keine Gaststätte, kein Café offen.

Totaler Kontrast zu vorher.

Ich finde hier keinen Anschluss und unter den genannten Gegebenheiten auch sehr schwer, Freundschaften zu machen. Ich bin immer noch in meinem alten Freundeskreis, den ich hauptsächlich übeR Facebook erhalte.

Würde es nicht wieder machen. War aber auch nicht zu 100% innerlich überzeugt.

ProwerOPuffxi


Ich glaube, das kommt auf den Typ Mensch an. Andere ziehen 25 Kilometer weiter und kriegen die totale Krise und andere ziehen nach Afrika und finden unter jedem Stein einen neuen Freund.

Wer offen und sympathisch ist, findet auch Anschluss. Ich bin auch ein ziemlicher Einsiedlerkrebs gewesen und bin für mein Studium in eine Großstadt gezogen. Ich kannte hier niemanden. Trotz Uni hab ich auch nie jemanden kennengelernt, weil ich unter einer massiven Sozialphobie gelitten habe. Mit einer Therapie habe ich selbst nachdem die Uni schon vorbei war, massig neue Freunde zum Sport oder sogar im Fahrstuhl kennengelernt. Das hat nichts mit dem Ort zu tun, sondern mit der Art, wie man auf Menschen zugeht.

Es gibt nichts zu verlieren, nur neue Erkenntnisse zu gewinnen. Zurückgehen kann man immer. Was spricht also dagegen? :)_

Ich gehe zum Beispiel in einem Monat für ein Jahr ins russischsprachige Ausland, weil ich dort einen befristeten Vertrag bekommen habe. Mein Partner, meine Familie und meine Freunde bleiben hier in Deutschland. Das könnte sehr einsam werden, aber auch sehr cool - und genau deshalb muss ich es machen! :)z

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