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Gesundheitsrisiken als Flugbegleiterin

S#tellax95 hat die Diskussion gestartet


Da Flugbegleiter einer erhöhten Strahlung ausgesetzt ist, möchte ich mich gerne erkundigen wie dass mit den gesundheitlichen Risiken aussieht. Kann man dadurch Unfruchtbar werden bzw. hat man ein erhöhtes Krebsrisiko? ":/ ???

Bitte um Rat..

Lg Stella95

Antworten
C"omrxan


Ich bin nicht sicher, ob Flugbegleiter auch einer erhöhten Strahlung ausgesetzt sind, oder nur Piloten (aufgrund der transparenten Kanzel). Bestimmte Strahlung (wie z.B. Satellitenempfang) geht tatsächlich durch transparente Materialien, aber nicht einmal durch Holz. Kann aber auch je nach Strahlungsband unterschiedlich sein und wirklich dick ist die Hülle eines Fliegers ja nicht.

Du müsstest mal nach Statistiken googeln, inwieweit Flugbegleiterinnen eine höhere Krebsrate aufweisen als andere Berufsgruppen. Es gibt diesen Job ja schon seit Dekaden, da dürften Ergebnisse kein Problem sein.

Worin ich noch andere Risiken sehe sind die unregelmäßigen Schlaf/Wachzeiten (zumindest bei Interkontinentalflügen) und auch der permanente Stress (durch beratungsresistente Passagiere und einen viel zu engen Zeitplan, wie ich gerade bei Fernflügen immer wieder feststelle - das ist ein harter Job). Dieses Risiko hast du aber auch in vielen anderen Berufen, gerade auch in der Schichtarbeit.

Und die Sache mit der immer wieder mal kontaminierten Kabinenluft, wenn die Turbinen versehentlich Schmierstoffe in die Zuluft leiten, die dann in die Atemwege gelangen. Das ist in meinen Augen noch das unklarste Risiko, welches noch nicht abschließend erforscht ist.

W3aGterLli2


Die Strahlung dort oben kommt schob durch alles durch deshalb ist jeder ihr ausgesetzt. Für Personal im Flugzeug gilt einfach ein besonderer Strahlenschutz , d.h. da wird genau überwacht wie oft man von wo nach wo fliegt (die Belastung hängt auch von der Flugroute ab) man auch keinen Grenzwert überschreitet und sollte man diesen überschreiten darf man in diesem Jahr nicht mehr fliegen und muss Pause machen. Dass du durch die Arbeit unfruchtbar wirst brauchst du nicht befürchten das muss schon entsprechend überwacht werden. Aber wie überall im Kapitalismus ist es dennoch gut sich da auch selbst mal zu informieren was für Rechte man hat und ob die auch beachtet werden...

ZBiem


Als Flugpersonal ist man eine beruflich strahlenexponierte Person und sollte per Dosimeter überwacht und regelmäßig ärztlich untersucht werden, genauso wie das Personal in Kernkraftwerken, beim Röntgen oder in Laboratorien, wo mit radioaktivem Material oder ionisierender Strahlung gearbeitet wird.

Die Strahlung in Flugzeugen ist vor allem die Höhenstrahlung und wird kaum durch die Flugzeughülle abgeschwächt, zusätzliche Belastungen treten vor allem auf der Polroute auf und bei hochfliegenden Flugzeugen, wie die Concorde eines war.

B`eni2taxB.


Ich würde einfach mal den gesunden Menschenverstand einsetzen und mich fragen, wieviel Strahlenerkrankte Piloten und Flugbegleiter in den Medien lang und breit über ihr schreckliches Schicksal klagen.

Nämlich gar nicht.

Ich hätte mehr Angst vor Billigbrötchen mit Enzymen, die kein Mensch braucht aus den Discountern. Reizdarmerkrankungen sind viel eher in aller Munde....

L1ord: HoPnxg


Zur Strahlung, das ist kosmische Strahlung, also Strahlung von der Sonne und aus dem All, gibt es [[http://www.helmholtz-muenchen.de/fileadmin/EPCARD-Portal/PDF/FLUGS_EPCARD.pdf hier]] eine gute Zusammenfassung.

Je höher man fliegt, desto mehr Strahlung bekommt man ab und Flugpersonal ist daher einer erhöhten Strahlendosis ausgesetzt. Allerdings ist auch die nicht wesentlich höher als die Strahlendosis die man aus natürlicher (eigentlich ist kosmische Strahlung auch natürlich) Strahlung aufnimmt.

Die obige Quell kommt da zufolgendem Ergebnis

"Zwar gibt es einzelne Hinweise darauf, dass fliegendes Personal ein leicht erhöhtes Gesundheitsrisiko

haben könnte. Nach den Ergebnissen der weltweit größten Studie, bei der Daten von mehr als 6000 Piloten und Flugingenieuren sowie von mehr als 20 000 Flugbegleitern aus Deutschland ausgewertet wurden, fand man jedoch keine Hinweise auf eine erhöhte Mortalitätsrate durch die kosmische Strahlung. Von einem gesicherten Zusammenhang zwischen der Höhenstrahlung und der Häufigkeit von Krebs bei fliegendem Personal kann man beim gegenwärtigen Kenntnisstand daher nicht sprechen."

Ich würde das so bewerten dass es ein gewissen gesundheitliches Risiko durch kosmische Strahlung beim Fliegen gibt, dies aber recht klein und nicht dramatisch ist.

Und es ist ja auch so, dass viele den Job als Flugbegleiterin auch nicht Jahrzehntelang ausüben.

Und wenn man mal darüber nachdenkt, Astronauten kriegen ja noch um ein vielfaches mehr Strahlung ab und da ist auch nicht bekannt dass diese vermehrt an Krebs erkranken.

C+omrxan


Astronauten kriegen ja noch um ein vielfaches mehr Strahlung ab und da ist auch nicht bekannt dass diese vermehrt an Krebs erkranken.

Nein, sondern an Herzinfarkten.

T-aps


Astronauten kriegen ja noch um ein vielfaches mehr Strahlung ab und da ist auch nicht bekannt dass diese vermehrt an Krebs erkranken.

Ha, wenn auch nur ein einziger (aus welchen Gründen auch immer) erkrankt, wie viel Prozent der Astronauten sind das wohl?

Die Einzeldosen sind zwar sehr hoch, aber ich wäre mir da gar nicht so sicher ob sie (Langzeitbewohner der ISS und so mal ausgenommen) in der Summe wirklich so viel abbekommen. Bei denen fällt noch was ganz anderes als Strahlung unter Berufsrisiko.

Und welcher seriöse Mensch will für diesen riesigen Personenkreis schon eine verlässliche Statistik erstellen?

o>nodisxep


Hallo! Sieh doch bitte mal in Deinem Kollegenkreis, wieviele da gesund und munter irgendwann in Rente gehen oder gegangen sind - nämlich alle.

Der Jetlag mit seinen verschobenen Schlafzeiten macht da schon mehr Kollegen zu schaffen. Manche gewöhnen sich da besser dran, andere weniger. Manchmal hilft die sogenannte Stewardessenuhr, die 2 Uhrzeiten anzeigt -immer die konstante Heimzeit und die wechselnde Ortszeit.

Die Kabinenluft ist wegen ihrer extremen Trockenheit nicht gut. Benutze bitte dafür eine gute Hautcreme.

LgordD GHonxg


@ Taps

Ha, wenn auch nur ein einziger (aus welchen Gründen auch immer) erkrankt, wie viel Prozent der Astronauten sind das wohl?

Eine [[http://www.nature.com/articles/srep29901/tables/2 Studie]] nennt eine Krebsrate von 31% ermittelt bei 42 amerikanischen Astronauten. Der Durchschnitt der USA liegt bei 34%.

Die Einzeldosen sind zwar sehr hoch, aber ich wäre mir da gar nicht so sicher ob sie (Langzeitbewohner der ISS und so mal ausgenommen) in der Summe wirklich so viel abbekommen. Bei denen fällt noch was ganz anderes als Strahlung unter Berufsrisiko.

Die kumulierte Dosis bei Astronauten und Luftfahrtpersonal ist höher als die von Menschen die am Erdboden bleiben. Das heißt, ja in der Summe bekommen diese Berufsgruppen mehr ab.

Und welcher seriöse Mensch will für diesen riesigen Personenkreis schon eine verlässliche Statistik erstellen?

Meiner Kenntnis nach gab es 563 Raumfahrer von denen aber 12 nicht im All waren.

Auf Basis einer Grundgesamtheit von 551 lassen sich schon für diese Menge statistische relevante Aussagen machen.

Und seriöse Menschen bei der NASA haben das auch gemacht (wenn auch nur bei Astronauten der NASA) und kommen zu folgendem Schluss:

"There were no differences in the proportional mortality rates due to cancer between flight (both LEO and lunar) and non-flight astronauts "

Dies kann nachgelesen werden in der gleichen [[http://www.nature.com/articles/srep29901 Studie]] wie die Zahlen oben welche sich mit Herzerkrankungen bei Astronauten beschäftigt.

Für die TE ist das allerdings alles Hupe, denn sie will ja gar nicht Astronautin werden. Mir ging es auch nur darum einen Vergleich zu zeihen zu einer Berufsgruppe die eine noch höhere Strahlenexposition hat als Luftfahrtpersonal.

o^nodisxep


Hallo! Um zu Deiner Ausgangsfrage zurück zu kommen: Überleg doch bitte einmal, wieviele Kolleginnen gerade in Mutterschaftsurlaub sind. Vermutlich gleich viele wie im Durchschnitt der Bevölkerung.

FJraKuX


Eine Freundin war im letzten Jahr bei einer Beerdigung: Die Tote war Flugbegleiterin, Nichtraucherin, knapp 40. Und es hieß, dass man ein deutlich höheres Krebsrisiko habe und man im Kollegium recht viele Fälle kennen würde. Zahlen/Statistiken habe ich nicht gegoogelt.

S/telsla95


Nachdem ich wie bei Google nur grundverschiedene Antworten erhalte, hilft mir das leider nicht weiter. Trotzdem Danke für die Antworten und Zeit die Ihr hierfür investiert habt. :)^ :)=

Lg Stella

F|ep.


Was willst du denn noch wissen?

Klar ist das Krebsrisiko erhöht, aber nicht so, dass man deswegen in Panik verfallen müsste.

Die Strahlung ist da, sie erhöht wie jede ionisierende Strahlung das Krebsrisiko, aber nach den doch recht umfassenden Antworten hier ist die Erhöhung des Risikos wohl so gering, dass man sie statistisch kaum nachweisen kann. Statistisch geht das wohl im eh vorhandenen allgemeinen Krebsrisiko komplett unter.

Was ist dir daran noch unklar?

otnodi/sexp


Ohne dafür eine Fundstelle zu wissen, schätze ich die messbare Strahlung etwa so stark wie Dein Smartphone ein. Und darum macht sich auch keiner Gedanken. Ein Flugzeug wird nie die Auszeichnung eines heilklimatischen Kurortes gewinnen, aber in der normalen Lebenszeit macht dies nichts aus. Nach meinem besten Wissen und Gewissen! :)^

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