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Soziale Phobie/ Asperger welche Ausbildung für Tochter möglich?

JDanuar~bluamBe hat die Diskussion gestartet


Meine Tochter leidet unter depressiven Episoden, hat kaum soziale Kontakte. Sie ist 18 Jahre alt, und sucht nach einer Ausbildung. Eigentlich wollte sie in die Heilerziehungspflege. Sie hat ihr Fachabi gemacht, und ein Praktikum in einer Schule für geistig behinderte Kinder gemacht. Die Arbeit machte ihr Spaß, aber da sie unter sozialer Phobie leidet, war kaum Interaktion mit den Bediensteten. Die behinderten Kinder mochten sie, nahmen sie bedingungslos an.

Dann hat sie sich überlegt, das auch beruflich zu machen. Beim Arbeitsamt wurde ein Test auf Belastbarkeit physisch und psychisch gemacht, bei dem heraus kam, dass sie nicht belastungsfähig ist.

Die Angst vor Menschen, die Schwierigkeiten einen Smalltalk zu führen, fallen sehr ins Gewicht.

Nun die Frage, welcher Beruf überhaupt in Frage kommt? Sie hat einen GdB vcon 40. Dagegen habe ich Widerspruch eingelegt. Durch den Asperger Autismus ist sie oft orientierungslos, manchmal kindlich naiv. ich mache mir Sorgen, wie es weiter gehen soll. Habt ihr eine Idee?

Sie wird ab nächsten Monat eine Therapie im Autistenzentrum beginnen. Leider ist Asperger erst in diesem Jahr diagnostiziert worden. Deshalb konnten noch keine adequaten Therapien stattfinden.

Welcher Beruf/Ausbildung kommt hier noch in Frage? Sie kann ganz schlecht auf Menschen zugehen, und ist sehr ängstlich

Was können wir tun?

Antworten
W6eissSkeinxen1


ich selbst hab eine sozial Phobie und momentan auch auf der Suche nach einem passenden Beruf. Was interessiert sie denn sonst so? ich muss zum Beispiel beim Arbeitsamt einen Test machen ob ein technischer Beruf was für mich wäre.... ich habe dort auch gesagt das ich nicht mit Leuten reden kann. Und ich für mich selbst kann sagen das ein Bürojob zum Beispiel für mich etwas wäre. nur nichts wo ich Leute beraten muss oder als Beispiel in der Krankenpflege, da ich einfach nicht auf Leute zugehen kann.

w2inteUrsonne 0x1


Interessiert sie sich für Pflanzen , Natur..... Gärtner wäre da eine Möglichkeit. Ich weiß, dass es da Ausbilungszentren für Benachteiligte gibt, die diese zum Berufsabschluss führen..... Bei uns sind auch manchmal Autisten in der Ausbildung...mehr gerne PM, falls der Beruf sie interessieren würde.

Ob sie mit Fachabi nach einer Lehre eventuell noch eine Technikerausbildung dran hängen kann, muss man schauen...möglich ist alles.

In großen Gärtnereien hat sie keinen Kundenkontakt und kümmert sich um Pflanzenanzucht und Pflege. Auch ist dieser Beruf heute nicht mehr körperlich schwer, da es viel moderne Technik gibt.

m.s92


Meine Tochter ist 16 und es klingt ähnlich wie bei euch und wir überlegen auch schon viel. Sie interessiert sich für medizinische Fallberichte und wir haben hier einen Nischenberuf gefunden, der mal in Frage käme.

[[http://www.med-akademie.de/schulen/medizinischer-dokumentar-rostock/startseite.html]]

Da ist wohl ein Wohnheim dabei.

Für sie käme zb nur etwas Verschultes in Frage, weil sie wenig Eigeninititiative zeigt.

Ist das bei euch auch so?

JzanuaYrbElu^mxe


Wir kommen aus NRW, und sie hat ihr Faachabi im Sozialen bzw. Gesundheitswesen gemacht. Sie würde natürlich auch was ganz anderes machen. Rostock ist zu weit.

Im Moment sind wir sehr traurig, weil wir nicht wissen, wie es weiter gehen soll. Sie stellt sich morgen für ein FSJ bei der Diakonie vor. So haben wir ein Jahr Zeit, für Therapien und um uns weiter umzuschauen.

Mit Pflanzen hat sie so gar keine Beziehung. Der medizinische Dienst vom Arbeitsamt hat sie in Wort und Schrift als überdurchschnittlich gut eingestuft. hab auch schon über ein Praktikum bei der Zeitung nachgedacht. Schreiben kann sie wirklich super.Sie liest auch sehr viel.

Suchen auch noch einen guten Thgerapeuten, der sich mit sozialer Phobie, Depressionen und Asperger auskennt. Bisher sind wir nur an Therapeuten geraten, die das nicht richtig erkannt haben. Auch ein stationärer Aufenthalt hat uns nicht weiter gebracht. Leider waren sie in der Klinik unterbesetzt, aber wir haben wenigstens die Diagnosen, und können ambulant weiter machen.

Danke für eure Tipps

K3leinxeHcexex21


Wäre eine Arbeit in einem Verlag denkbar?

BNadexbär


Ich glaube es ist ratsam, sich erst einmal ganz genau anzusehen, was da los ist. Eine Klinik kann nach einem stationären Aufenthalt zwar Diagnosen ausspucken, das würde ich aber alles nicht als in Stein gemeißelt betrachten. Vor allem nicht von wegen "Sie hat halt Asperger - und die soziale Phobie ist Teil der Symptomatik..".

Jetzt schon ihre Lebensplanung danach auszurichten, wie sie eine Nische mit ihren Problemen findet, käme mir ziemlich verfrüht vor. Die soziale Phobie, die Depression, all das kann ja auch ganz ganz andere Gründe haben & im Rahmen eines Klinikaufenthalts gibt es überhaupt nicht die Möglichkeit dahinter zu steigen. Ein guter Therapeut in einer längeren Therapie kann das. Dort würde ich ansetzen und erstmal schauen. Das FSJ bietet ja eine gute Möglichkeit diese Zeit zu überbrücken. Ich würde sagen: Deiner Tochter geht es schlecht und es gilt jetzt erst einmal herauszufinden weshalb und entsprechend eine Therapie zu machen. Karrierepläne sollte man nicht aus dem Auge verlieren, klar, die sind aber doch erstmal total egal.

mosx92


Ich denke, dass euch das Autismuszentrum sehr viel weiter hilft bei der Suche.

Depressionen und soziale Phobie sind häufige Begleiter von Asperger. Es ist auch einfach traurig, wenn man gerne möchte aber nicht kann. Ein Stück weit wird es immer so bleiben. Gute Therapie hilft aber sehr.

Meine Tochter ist jetzt zum Glück auch im Autismuszentrum in Therapie. 2 niedergelassene Therapeuten bezeichneten sich zwar als Aspergererfahren, aber meine Tochter hat abgebrochen, weil sie sich nicht verstanden fühlte. Nun ist es ganz anders. Mädchen verhalten sich auch ganz anders als Jungs. Das ist bei vielen Therapeuten noch nicht angekommen. Deshalb wird Asperger seltener bei ihnen diagnostiziert (4:1) obwohl es vermutlich gleich viele sind.

Ich denke die Berufsberatung im Autismuszentrum wird viel bringen, wenn sie sie erst mal kennen. Deshalb ist ein FSJ eine sehr gute Idee, um soziale Kompetenzen zu einzuüben und zur Überbrückung!

Eghemaldiger 9Nutzer (0#52861a1)


Nun die Frage, welcher Beruf überhaupt in Frage kommt? Sie hat einen GdB vcon 40. Dagegen habe ich Widerspruch eingelegt. Durch den Asperger Autismus ist sie oft orientierungslos, manchmal kindlich naiv. ich mache mir Sorgen, wie es weiter gehen soll. Habt ihr eine Idee?

Warum? Asperger IST eine Behinderung. Zumindest für den Umgang von NT mit ihnen. :=o ;-)

J+anuatrbZluxme


Klar, ist Asperger eine Behinderung. Nur, leider hat man es viel zu spät festgestellt. Ich bin gegen so viele Mühlen angerannt. Keiner hat mich als Mutter ernst genommen. Meine Tochter hat kaum Selbstbewußtsein. Das Autismuszentrum scheint wirklich die beste Alternative im Moment zu sein. Dort wird an ihrer Sozialkompetenz gearbeitet. Übrigens hat die Klinik überhaupt kein Asperger gesehn. Das hatte ein Spezialist aus Bochum kurz vorher festgestellt. In der Klinik wurde die Diagnose die ganze Zeit in Frage gestellt.

Dabei hat der Spezialist sich ein Jahr für die Diagnose Zeit gelassen. Es war alles so unsicher, denn meine Tochter hat sich immer durchs Leben gekämpft. Immer wurde sie gemobbt, dachte, alle hassen sie. In der Schule hat sie keine Freunde gefunden, denn sie war anders. Ist alles sehr traurig.

An meinen Nerven zerrt es auch, denn ich bin nicht gesund. Habe jede Menge Baustellen. Aber, ich versuche zu helfen.

Ich denke immer, was ist, wenn sie gar nicht arbeitsfähig ist? Was wird dann aus ihr? Sie ist intelligent, kann das aber nicht anwenden, abrufen wegen ihrer Angst.

Die Rehaabteilung des Arbeitsamtes wird bald für uns zuständig sein. ich hoffe, dass der Grad der Behinderung noch steigt, obwohl ich das Gefühl habe, dass sich meine Tochter als "Schwerbehinderte", so gar nicht wohl fühlt. Sie nimmt das alles persönlich. Ist ja auch kein schöner Gedanke in dem Alter.

Elhematlige=r N=utzer# (#52Y8611x)


Naja. Ich habe seit 8 Jahren Hartz 4. DAS wird aus einem, wenn man nicht arbeitsfähig ist.

Ohne Hobbies ist man da ganz schnell am Arsch.

EhhemaTligeYr Nutzoerx |(#]52861x1)


Zumal die Behinderung ja eigentlich darin besteht, nicht verstanden zu werden weil man anders denkt, fühlt, verkaufen ppft und lernt.

Und wer einen Aspie kennt, kennt genau einen. Denn keiner ist wie der andere.

ich hab einen IQ von 146 und ein eidetisches Gedächtnis. Nützt nur nix zum Geld verdienen, wenn man nicht mot Leuten kann. Ich würde zB auch den ganzen Tag Regale einräumen. Hat ja auch was. Ordnung, System. Ich könnte nicjt nur glänzen, sondern Strahlen mot meinen Fähigkeiten. Aber REDE mal beim Vorstellungsgespräch. Mir ist dadurch das komplette Leben verbaut worden

EfhemaWl`iger LNutzer J(#`528611)


verkaufen ppft?

verknüpft

J=anua|rbluxme


Ja, aber Asperger haben eine Inselbegabung. Jeder kann etwas besonders gut. ich denke, genau dort sollte man ansetzen. Da kommt mir persönlich die Idee, dass meine Tochter ein Praktikum bei einer Zeitung machen könnte

Elhermaligerk Nutwzer =(#5x28611)


Nicht jeder hat eine Inselbegabung.

Außer man rechnet wirklich alles da rein, was bei uns übersteigert ist zb bei einigen die Ordnung, die Sauberkeit usw.

Ich hab mal was gesehen von einem Ami, der hat eine Autoreinigung. Der beschäftigt AUSSCHLIEßLICH Aspies, da die ihre Arbeit sehr genau nehmen und äußerst gründlich vorgehen. Und sie brauchen keinen Kundenkontakt haben.

Sue haben natürlich mehr als 2 Minuten Zeit ein Auto zb auszusaugen oder die Scheiben zu putzen, aber das soll sich alles bezahlt machen.

Hat sie perfektionistische Tendenzen? Dann wäre vielleicht Reinigung etwas für sie.

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