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Soziale Phobie/ Asperger welche Ausbildung für Tochter möglich?

_eParvaUtix_


Sie hat eine ambulanzte Verhaltenstherapie gemacht, die nichts gebracht hat. Das war immer mehr wie ein Kaffeekränzchen, dann war sie zweimal stationär. Auich die Aufenthalte haben nichts gebracht.

Was hast du dir und deine Tochter denn von den Therapien erhofft?

Sie ist erst vorgstern aus der Klinik raus, die keine Asperger Problematik sah. In den Kliniken ist es leider so, dass es zu wenig Therapeuten gibt. In unserem Fall war Urlaubszeit und einige Therapeuten waren krank. Und, ein Wochengespräch mit der Ärztin, bzw. Psychologin war einfach zu wenig.

Ein Wochengespräch ist in einer Klinik normal. Die Gespräche sind in einer Klinik auch nur ein Bestandteil. Wichtiger sind meist die anderen Therapieangebote.

Außerdem hat man nicht außerhalb der Klinik was geemacht. Das heißt, geübt auf Menschen zuzugehen.

Wozu muss man bitte außerhalb der Klinik lernen auf Menschen zuzugehen? In der Klinik selbst sind auch viele Menschen auf die man zugehen kann ;-) Man kann mit Mitpatienten Smalltalk üben; man kann Mipatienten fragen, wie man selbst auf andere wirkt und was man eventuell besser machen kann usw. Die Mitpatienten sind nämlich oft die besseren "Therapeuten", daher ist es auch so wichtig, sich mit anderen auszutauschen, wenn man in einer Klinik ist. Da nimmt man oft mehr mit als bei den Einzelgesprächen. Man muss es nur nutzen. Es ist aber eben auch Eigeninitiative und Mitarbeit gefragt.

mYozusepo.tatio


Wäre Übersetzerin ein Beruf für sie?

Ansonsten vielleicht ein Beruf in der Qualitätskontrolle.

E?hemaligeDr Nutze;r (R#52861X1)


Und nein, ich bin nicht generell intolerant gegenüber andern Betroffenden, ich erlaube mir aber eine dezidierte Meinung zu betroffenen Individueen bzw. zu dem, was sie in Foren öffentlich machen

Deine "Meinung" ist doch: "Alle die es nicht geschafft haben stellen sich nur doof an.

Guck wie schön ich bin!"

Das ist keine Meinung. Das ist Arroganz.

Jyanuvarb2lume


Sie war in einer Kinderklinik. Die Jugendlichen hatten keine Angst und Zwanggruppe, keine Depressionsgruppe. Quasi wurden ihr die Kontakte auf dem Silbertablett serviert. Das heißt, z.B bei Tisch oder auf dem Zimmer. Da war es nicht so schwer jemanden zu finden.

Sie hat bei Behördengängen solche Ängste vor ihrem Gegenüber. Sie vergißt, wie sie sich vorzustellen hat. Sie sieht z.B keine Notwendigkeit, wenn sie in ein Büro geht, sich namentlich vorzustellen. Sie msagt, ihr Gegenüber muß doch wissen, wer sie ist. Man ätte z.B Telefonate üben können. Auch da, meldet sie sich nur mit einem "Hallo". Das heißt, wenn bei uns zuhause das Telefon klingelt, sagt sie oft auch gar nichts. Der Anrufende soll sprechen und nicht umgekehrt.

In der Ergotherapie in der Klinik wurde an einem Speckstein gearbeitet. Was hat sie davon, außer, dass der Therapeut sich dabei mit den Kindern unterhält. Es war ein maues Therapieangebot. Die meisten Saxchen fielen aus. Sie war nun 8 Wochen stationär, und hat kaum was mitgenommen.

Auf der Station waren schwierigere Fälle. Kinder mit Magersucht, ritzen u.s.w. Mit der Unterbestzung vom Personal konnte nicht viel laufen.

Ich bin sehr unzufrieden. Man hätte mehr auf ihre Bedürfnisse eingehen müssen. Die behandelnde Ärztin hatte in den Ferien auch ihren Jahresurlaub, so dass eine andere Ärztin übernahm.

Deshalb, hätte ich gern gehabt, dass man z.B Behördengänge, kleine Aufgaben außerhalb des Klinikgeländes mit ihr übt. Von mir läßt sie sich natürlich nicht mehr viel sagen. Die Pubertät ist ganz schön stark. Es werden Augen verdreht u.s.w. da möchte ich mich auch nicht beschweren. Der Ablösungsprozess muß stattfinden.

Aber, wenn mehrere Therapeuten in der Klinik krank oder im Urlaub sind, warum wird dann nicht für Ersatz gesorgt? Warum bleiben die Kinder einfach oft im Bett? Das kann man zuhause genauso haben. Wichtig war mir, dass sie eine Tagesstruktur erlernt. Sie ist zuhause oft überfordert. Hat sie zwei Termine an einem Tag, ist der Tag schon gelaufen. Sie kommt schlecht aus dem Bett. Als sie das letzte Schuljahr hatte, ist ihr der Bus x-Mal vor der Nase weggefahren. Ich hab mich immer aufgeregt, in der Schule wurde nie was gesagt. ich hätte mich früher gar nicht getraut zu spät zu kommen. So verändern sich auch die Zeiten.

Auf der Station gab es oft keinen Smalltalk, weil viele Kinder unter Ängsten leiden. Meine Tochter wurde mal angegriffen, und das Mädchen mußte die Klinik verlassen. Da hatte meine Tochter noch mehr Angst. Sie hat eben nicht dieses Ellenbogenverhalten. Auch wenn sie uns Eltern gegenüber meine einen frechen Mund hat, so kann sie dies bei anderen Personen nicht anwenden.

Die Fahrten in Einkaufszentren oder zum schwimmen liefen so ab, dass zwei Erzieher dabei waren, aber meine Tochter alleine losgezogen ist. Für mich hatte das dann auch nichts mehr mit Therapie zu tun.

@ mousepotato,

deine Ideen sind super. Übersetzen klappt perfekt. Und Qualitätskontrolle hört sich auch gut an. Nur, muß man sich da nicht wieder durchsetzen können? Ich werde das später mal mit ihr durchsprechen. Das Arbeitsamt will ihr eine Stelle im Rehabereich vermitteln, und sie muß am 23 August noch einmal Probearbeiten bei der Diakonie ein Hospitationstag. FSJ. Allerdings ist das FSJ ja auch nur ein aufschieben von Dingen, damit sie nicht nur zuhause rumhängt

RzaciLsa


Ich bin mir gerade nicht sicher, ob das für alle Bundesländer gilt, aber soweit ich weiß können Jugendliche mit einem GdB zwischen 30 und 50 auf einen GdB von 50 gleichgestellt werden. Dann werden sie gesetzlich wie ein GdB 50 behandelt (ohne das der eigentliche GdB verändert wird) und haben so die Chance auf Schwerbehindertenstellen. Manche Ausbildungsstellen bieten diese konkret an oder nehmen gerne Menschen mit GdB 50+, da sich das positiv auf die Behindertenquote auswirkt und sie somit weniger "Strafe" zahlen müssen. Außerdem gibt es Ausbildungsplätze, die extra für Behinderte eingerichtet oder freigehalten werden.

Habt ihr euch darüber schon mal informiert? Vielleicht tut sich dadurch ja etwas Passendes auf.

_LParva?ti_


Sie war in einer Kinderklinik. Die Jugendlichen hatten keine Angst und Zwanggruppe, keine Depressionsgruppe. Quasi wurden ihr die Kontakte auf dem Silbertablett serviert. Das heißt, z.B bei Tisch oder auf dem Zimmer. Da war es nicht so schwer jemanden zu finden.

Auf der Station gab es oft keinen Smalltalk, weil viele Kinder unter Ängsten leiden

Dass einem die Personen vor die Nase gesetzt werden ist die eine Sache, aber sich dann auch mit ihnen zu unterhalten die andere. Wenn man es als Angstpatient noch nicht einmal schafft, im Laufe des Therapieaufenthaltes sich mit Mitpatienten zu unterhalten, dann macht es auch (noch) keinen Sinn mit diesem Angstpatient z.B. Behördengänge zu üben.

Deshalb, hätte ich gern gehabt, dass man z.B Behördengänge, kleine Aufgaben außerhalb des Klinikgeländes mit ihr übt.

Davon abgesehen, dass man das in Kliniken nicht machen wird - aus Zeitmangel und wahrscheinlich auch aus versicherungstechnischen Gründen.

Von mir läßt sie sich natürlich nicht mehr viel sagen. Die Pubertät ist ganz schön stark. Es werden Augen verdreht u.s.w. da möchte ich mich auch nicht beschweren. Der Ablösungsprozess muß stattfinden.

Von anderen lässt sie sich aber etwas sagen?

Sieht sie selbst überhaupt eine Notwendigkeit etwas an ihrem Verhalten zu ändern? Es bringt ja auch nichts, sie von einer Therapie in die nächste zu schieben, wenn sie nicht den nötigen Willen aufbringt etwas an sich zu ändern. Dann bringt auch die beste Therapie nix.

Aber, wenn mehrere Therapeuten in der Klinik krank oder im Urlaub sind, warum wird dann nicht für Ersatz gesorgt?

Das ist nicht so einfach, wie du dir das vorstellst. Kliniken bräuchten grundsätzlich mehr Personal, aber das muss auch irgendwie bezahlt werden.

Ich würde mal sagen, es ist schlicht dumm gelaufen. Im Sommer, während der Ferien und Urlaubszeit in der Klinik zu landen, ist eh schon blöd. Ich habs selbst durch. Da muss man leider damit rechnen, dass das ein oder andere ausfällt. Wenn dann noch Krankheitsausfälle dazu kommen, ist das Chaos perfekt.

Wieso habt ihr die Therapie dann nicht einfach abgebrochen?

Warum bleiben die Kinder einfach oft im Bett?

Was verstehst du unter oft? Es ist ja nicht so, dass man von früh bis spät irgendwelche Therapien hat, man hat auch Ruhephasen und die braucht man auch. Therapie ist anstrengend.

Wenn man jetzt aber nur 1-2 Therapien am Tag hat, ist das natürlich auch zu wenig.

Da du ja nicht genau schreibst, wie so der Tagesablauf deiner Tochter in der Klinik war, kann man hier auch nur schwer etwas dazu sagen. Warum die Therapie nicht erfolgreich war, kann viele Gründe haben. Dass es auch mit am Personalmangel lag, mag durchaus sein. Aber ich glaube auch, dass du auch falsche oder gar zu hohe Erwartungen an einen Klinkaufenthalt hast. Möglich ist auch, dass eine Klinik auch nicht das Richtige für deine Tochter ist. Wenn du dir z.B. mehr individuelle Betreuung wünscht, dann wäre eine ambulante Therapie besser. Da ihr diese aber auch schon hinter euch habt, wäre auch da mal gut zu wissen, was dort schief gelaufen ist. Du schriebst was von Kaffeekränzchen. Wie muss man sich das vorstellen?

Ich weiß nicht, entweder hattet ihr totales Pech mit euren zwei Klinikaufenthalten und dem einen ambulanten Therapeuten oder es liegt an was anderem. Das wäre schon mal wichtig zu klären, bevor man wieder eine neue Therapie beginnt.

Aber um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen:

Welcher Beruf/Ausbildung kommt hier noch in Frage? Sie kann ganz schlecht auf Menschen zugehen, und ist sehr ängstlich

Ich sags mal so: Wenn sie in die Heilerziehungspflege will, soll sie darin die Ausbildung machen. Was die Tests und das Arbeitsamt dazu sagen, würde ich ehrlich gesagt ignorieren.

Allerdings ist das FSJ ja auch nur ein aufschieben von Dingen, damit sie nicht nur zuhause rumhängt

Sehe ich anders. Wenn deine Tochter gern in die Heilerziehungspflege möchte, wäre ein FSJ sogar sinnvoll. Damit könnte sie gut testen, ob ihr ein sozialer Beruf tatsächlich liegt und ob sie auch entsprechend belastbar wäre.

JJanuar$blxume


@ _Parvati_,

mit Kaffeekränzchen bei der ambulanten Therapie meine ich, dass es häufig Familiengespräche gab, wo nichts bei rum kam. Die Psychologin hatte keine Ideen, kam mir oft überfordert vor. Meine Tochter erzählte fast nur immer darüber, in wen sie denn verliebt war. Ich muß dazu sagen, dass sie sehr offen uns gegenüber ist. Ein Vorteil für uns. Deshalb hat sie uns ja auch immer erzählt, was die Psychologen in der Einzeltherapie mit ihr gemacht hat. Als ich dann mal vorschlug, vielleicht mal eine Doppelstunde zu machen, und mit einer Tochter in die Innenstadt zj fahren, und zu schauen, wie sie sich da anderen Menschen gegenüber verhält, tat sie das.

Es kam aber von mir. So stelle ich mir das einfach nicht vor, denn sie war doch die Studierte.

Der Klinikaufenthalt wurde am Dienstag abgebrochen. Wir wollten nicht zum Elterngespräch, was in deren Konzept gehört, und man bat uns durch die Blume, dass meine Tochter die Klinik verlassen sollte. Ansonsten wären wir auch freiwillig gegangen. Das Essen war so schlecht, dass meine Tochter 8 Wochen nur von Süßigkeiten gelebt hat. Sie hat zugenommen.Keinen hat es interessiert, was die Kinder essen

Ja, wir waren vielleicht zur falschen Zeit dort. Allerdings habe ich mir die Bewertungen der Klinik im Netz angeschaut, und da haben 90 % die gleiche Meinung. So viele Menschen können sich nicht irren.

Meine Tochter braucht unbedingt Sozialkompetenz. Auf andere , neutrale Menschen hört sie einfach mehr. Allerdings hast du recht, dass sie wahrscheinlich schon austherapiert ist, und sich selbst im Weg steht. Das heißt, sie nimmt nichts auf, und setzt nichts um. Ich denke nicht, dass sie das extra macht.

Aber, wir kommen nicht weiter. Ich glaube, das Autistenzentrum wird ihr gut tun. Die Psychologin dort, ist gleich beim ersten Treffen mit ihr zur Stadt, hat ihr Geld in die Hand gegeben, und gesagt, meine Tochter soll zwei Eis in der Eisdiele holen. Auch solche banalen Dinge fallen ihr schwer. Ich war direkt begeistert. :)=

_PParDvatxi_


Es kam aber von mir. So stelle ich mir das einfach nicht vor, denn sie war doch die Studierte.

War das eine Verhaltenstherapie? Wenn ja, dann müsste sowas tatsächlich von der Therapeutin ausgehen. Zu einer Verhaltenstherapie gehört es unter Umständen auch dazu, dass ein Therapeut den Patienten begleitet. Bei tiefenpsychologischer Therapie ist das aber wiederum nicht üblich.

Ja, wir waren vielleicht zur falschen Zeit dort. Allerdings habe ich mir die Bewertungen der Klinik im Netz angeschaut, und da haben 90 % die gleiche Meinung. So viele Menschen können sich nicht irren.

Nimms mir nicht übel, aber man informiert sich doch über die Klinik bevor man in diese geht ":/ Wenn die Bewertungen dann so schlecht sind, würde ich dann gar nicht erst hingehen.

Aber, wir kommen nicht weiter. Ich glaube, das Autistenzentrum wird ihr gut tun. Die Psychologin dort, ist gleich beim ersten Treffen mit ihr zur Stadt, hat ihr Geld in die Hand gegeben, und gesagt, meine Tochter soll zwei Eis in der Eisdiele holen. Auch solche banalen Dinge fallen ihr schwer. Ich war direkt begeistert. :)=

Ja, so sollte es sein. Aber solche banalen Dinge hättest du auch mit ihr üben können, u.a. auch das Telefonieren. Da braucht es eigentlich kein Therapeuten.

Jnanu<arbluxme


@ _Parvati_,

meinst du wirklich, ich habe nichts mit meiner Tochter trainiert? Das mache ich seit Jahren.Dazu kam Ergotherapie u.s.w.

Und, es gibt keine andere Klinik in unserer Nähe. In eine Erwachsenenklinik wollten wir sie nicht geben, da sie noch kindlich naiv.

Außerdem gebe ich nichts auf Bewertungen, da ich mir gern selbst mein Urteil fälle. Hier in diesem Fall, hatten die Bewertungen leider recht.

Was denkst du, warum ich diesen Thread hier eröffnet habe? Ich wollte nicht über Therapien diskutieren, sondern gern Hilfe bei der Berufswahl haben

_jPasrvanti_


meinst du wirklich, ich habe nichts mit meiner Tochter trainiert? Das mache ich seit Jahren

Aber wenn du letztendlich das gemacht hast, was man auch in einer Therapie machen würde, dann frage ich mich, welchen Sinn dann eine Therapie haben soll bzw. was du dir von dieser erhoffst ":/

Und, es gibt keine andere Klinik in unserer Nähe.

Die guten Kliniken sind auch selten ums Eck ;-)

Was denkst du, warum ich diesen Thread hier eröffnet habe? Ich wollte nicht über Therapien diskutieren, sondern gern Hilfe bei der Berufswahl haben

Das ist mir schon klar, aber deine Tochter soll doch, wenn möglich, im Berufsleben zurechtkommen. Sozialkompetenz ist nun mal in vielen Berufen wichtig und wenn man noch nicht mal weiß, wie man sich in bestimmten Situationen richtig zu verhalten hat und zudem noch soziale Ängste hinzu kommen, dann könnte es schon am Vorstellungsgespräch zu einer Ausbildung scheitern.

Man könnte jetzt natürlich nach einem Beruf suchen, wo soziale Kompetenz nicht so wichtig ist. Aber da würden mir jetzt nicht sehr viele Berufe einfallen (außer Bäcker, Konditor, Gärtner, Reinigungskraft, Lagerarbeiter, Postbote, Buchhalter, Archivar, Restaurator, Müllmann). Man hat immer irgendwo mit Menschen Kontakt - sei es zu Kunden oder Kollegen oder wem auch immer. Daher wäre es schon ratsam, die Ängste in den Griff zu bekommen und vor allem zu klären, wie das am besten zu erreichen ist.

J+an{uarxblume


Ich erhoffe mir von einer guten Therapie, dass sie Sozialkompetanenz aufbaut und ihre Ängste abbaut. Wenn die Therapeuten aber selbst keinen Plan haben, und dazu auch noch Diagnosen, die schon feststehen, anzweifeln, kann ich nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

Im fernsehn, in Reportagen wird immer gezeigt, wie man sich bei Ängsten und Zwängen z.B mit denen auseinander setzt. Das gibt es in der Realität nicht. Entweder zahlen es die Kassen nicht, die Zeit reicht nicht aus, oder die Therapeuten haben einfach keinen Bock oder keine Ahnung davon.

Ich muß mich schon genau mit meinen Defiziten auseinander setzen. Dies kann nur geschehn, wenn der Therapeut Ahnung hat, und auch Lust auf Therapien. Er sollte eigene Ideen einbringen, und nicht alles nach Schema F therapieren. Man sieht ja, dass es bisher nichts gebracht hat. Der Ansatz liegt sicherlich woanders.

_AParvCatix_


Ich erhoffe mir von einer guten Therapie, dass sie Sozialkompetanenz aufbaut und ihre Ängste abbaut.

Ich kenne das von Therapien so, dass Ängste (ich habe selbst welche) hauptsächlich mittels Konfrontation abgebaut werden. Das heißt, man stellt sich den angstauslösenden Situationen. Man übt dies immer wieder, bis sich die Ängste langsam abbauen. Du schreibst, du hast mit deiner Tochter solche Situationen geübt und anscheinend hat es wenig gebracht. Andererseits verlangst du, dass Therapeuten mit deiner Tochter solche Situationen üben, aber was soll das dann bringen, wenn du schon mit deiner Tochter kein Erfolg hattest? Und zu guter letzt hat die Therapeutin aus dem Autistenzentrum auch nur Konfrontationsthetapie gemacht, welche ja eigentlich bisher bei deiner Tochter nicht viel gebracht hatte. Entweder braucht es einen ganz anderen Therapieansatz oder deine Tochter ist Therapieresistent.

Wenn die Therapeuten aber selbst keinen Plan haben, und dazu auch noch Diagnosen, die schon feststehen, anzweifeln, kann ich nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

Dass Dignosen angezweifelt werden, finde ich jetzt nicht so dramatisch. Denn es kann durchaus sein, dass sich herausstellt, dass eine Diagnose eine Falschdiagnose ist.

Im fernsehn, in Reportagen wird immer gezeigt, wie man sich bei Ängsten und Zwängen z.B mit denen auseinander setzt. Das gibt es in der Realität nicht. Entweder zahlen es die Kassen nicht, die Zeit reicht nicht aus, oder die Therapeuten haben einfach keinen Bock oder keine Ahnung davon.

Therapeuten behandeln nur nach Methoden die sie erlernt haben und die auch wissenschaftlich anerkannt sind und zudem von der Kasse gezahlt werden. Wenn du natürlich Therapiemethoden bevorzugst, die weder wissenschaftlich anerkannt sind, noch von der Kasse bezahl werden, dann musst du dir eben einen Therapeuten suchen, der deine gewünschte Therapiemethode anbietet und du musst dann diese eben aus eigener Tasche zahlen.

Meiner Erfahrung nach hilft eine stinknormale Verhaltenstherapie ganz gut. Natürlich gibt es auch hier gute und weniger gute Therapeuten. Da muss man halt ein paar austesten. Nicht umsonst gibt es die sogenannten Probesitzungen.

J.an}uaIrblxume


Ich glaube, wenn es alles so einfach wäre, wie du es hier beschreibst, hätten wir keine Probleme. Fiktion und Realität sind leider zwei verschiedene paar Schuhe.

Außerdem hatte ich ja geschrieben, dass Asperger erst in diesem Jahr diagnostiziert wurde. Auch ganz schlimm, weil sehr viel Zeit verloren gegangen ist. Es haben zu viele Therapeuten einfach Mist gebaut. Und, ich war bei den Probesitzungen nicht dabei, und meine Tochter wußte doch mit 15 gar nicht, worauf es ankommt. Ich selbst, habe erfolgreich eine Verhaltenstherapie gemacht. Allerdings behandelt die Therapeutin meine Tochter nicht, da sie zur Familie gehört. Da wäre sie voreingenommen. Also, ich weiß worüber ich schreibe

_SPaxrvaYti_


Außerdem hatte ich ja geschrieben, dass Asperger erst in diesem Jahr diagnostiziert wurde

Aber was ändert die Diagnose großartig? Heilen kann man Asperger nicht. Man kann hier nur Symptombehandlung betreiben - also Ängste reduzieren und Sozialkompetenz erlernen. Mangelnde Sozialkompetenz und soziale Ängste haben auch manche Patienten ohne Asperger Diagnose. Die Behandlung ist aber bei allen nahezu identisch.

Und, ich war bei den Probesitzungen nicht dabei, und meine Tochter wußte doch mit 15 gar nicht, worauf es ankommt.

Ich mache dir und deiner Tochter auch keinen Vorwurf. JETZT wisst ihr aber, worauf es ankommt und könnt es beim nächsten Mal besser machen. Ich erwähnte das mit den Probesitzungen nur, weil das viele nicht wissen, dass es diese Möglichkeit gibt.

duie$ Tor"te


ich habe mir jetzt nicht alles durchgelesen. zuviel.

was ich nicht verstehe: das arbeitsamt sagt ...

ist doch scheiss egal was die sagen. für eine erstausbildung bewirbt man sich bei ner firma oder so, nicht beim arbeitsamt. wenn sie meint sie kommt mit behinderten kindern klar kann sie das doch machen? nur weil das aa ne "prognose" gestellt hat muss das noch lange nix heissen ..

anders ist es natürlich bei ner rein schulischen ausbildung die das amt finanziert.

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