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Soziale Phobie/ Asperger welche Ausbildung für Tochter möglich?

wCinte)rson{ne 0x1


Ich kenne das von Therapien so, dass Ängste (ich habe selbst welche) hauptsächlich mittels Konfrontation abgebaut werden. Das heißt, man stellt sich den angstauslösenden Situationen. Man übt dies immer wieder, bis sich die Ängste langsam abbauen. Du schreibst, du hast mit deiner Tochter solche Situationen geübt und anscheinend hat es wenig gebracht. Andererseits verlangst du, dass Therapeuten mit deiner Tochter solche Situationen üben, aber was soll das dann bringen, wenn du schon mit deiner Tochter kein Erfolg hattest?

naja , das ist aber nun wirklich zu kurz gedacht. Bei Kindern, auch nicht Benachteiligten ist es doch so, dass die eigene Mutter/Vater oft weniger erreichen als Fremde..... bei der Mutter sagt man schnell, nein das kann ich nicht, ein Fremder hat andere Worte, andere Herangehensweisen...

Und nicht um sonst muss man Therapeut sein ja nun auch lernen. Sicher gibt es da, wie in jedem Beruf unterschiediche Begabung und Fähigkeiten. Deshalb würde ich der TE dringend empfehlen weitersuchen. Nicht aufgeben ;-)

Ich habe es selbst beobachten können. Ein Bekannter der eine massive Angststörung hatte (konnte zum Schluß gar nichts mehr machen, dachte immer er stirbt, wenn er sich irgendwie nur belastet), war wochenlang in einer super teuren Kliik, hat überhaupt nichts gebracht, die Ansätze dort waren auch komisch. Auch viel im Bett gelegen und Therapeuten immer nur gesagt: er muss selber wollen... Ein Mitpatient (super sportlich), der ihn überreden wollte; komm doch mit, ich bin dabei , wurde davon sogar abgehalten.. na wie auch immer

Der hatte dann in einer neuen Stadt eine neue Therapeutin ambulant gefunden, mit der klappte es auf einmal super. Klar gab es Rückschläge, wenn diese ihn zum Beispiel nach einer Straßenbahnfahrt in ein anderes Statdvirtel, plötzlich erkläret: du ich muss weg, du schaffst das schon allein nach Hause kommen schon (steige einfach in die und die Linie etc..)... ( da rief er zu Hause an, jammerte ...aber die die Eltern in einer anderen Stadt waren, musste er es alleine bewältigen und hat es auch gechafft; heute steht er total toll im Leben .

Und Parvati, was glaubst du , was die Eltern da alles versucht haben.... reden , tun, überzeugen , üben, unterstützen, nicht unterstützen ....alles hat nicht funktioniert, nur eine fremde Person, zu der er eben Vertauen hatte und die was weiß ich dann alles anders gemacht hat, hat ihm letztendlich helfen können.

Liebe TE: ich würde glaube nicht lange bei einem Therapeuten bleiben, wo ich das Gefühl hätte bringt nichts...aber klar gute Therapeuthen zu finden, ists chwer, lange Wartezeiten.... aber gebt nicht auf und vielleciht in einem Zentren , da gibt es auch welche die Berufsvorbereitung machen, die haben oft Erfahrung..vielleicht wäre das ein besserer Weg, als wieder ein jahr FsJ, in dem sicher auch nicht viel bei deiner Tochter passiert. Die Gefahr, dass einafch Zeit vergeht ohne dass sie gefördert wird ist groß.

J.anua.r"bluxme


@ Wintersonne 01,

danke für deine lieben Worte. Du sprichst mir aus der Seele. Man hat ja auch festgestellt, dass meine Tochter sich noch nicht richtig von mir gelöst hat. Eben, weil ich so viel mit ihr gemacht habe. Wegen ihrer Unsicherheit war ich überall dabei.

Die Dame in der Berufsberatung im Arbeitsamt, hat meiner Tochter letztens gesagt, dass ich lieber draußen warten solle, und dass sie es auch ohne mich schaffen könnte.

Meine Tochter fährt seit einem Jahr Auto. Ihr fehlt der Orientierungssinn, was typisch für Asperger ist. Das räumliche Denken auch komplett. Einparken schafft sie gar nicht. Das heißt, sie bleibt überall stehen, und sagt mir, dass ich das für sie machen soll. Ich sage dann, dass ich sie lotsen kann, sie es aber alleine probieren soll. Das läuft dann ungefähr so, dass sie 25 Mal hin und her fährt. Ich habe keine Nerven dafür. Stopschilder werden übersehn. Zuhause üben wir Schilder, machen Fallbeispiele mit Fahrbögen im Netz. Aber nichts, aber auch nichts bleibt hängen.

Entweder will sie nicht, oder sie kann es wirklich nicht. ich habe Angst um andere Verkehrsteilnehmer. Die Fahrprüfung hat sie ja nun geschafft, eigentlich müßte sie fahren können.

Aber, ein Asperger funktioniert nicht so, wie man es möchte. Man braucht lange Zeit für kleine Dinge des Alltages. Wenigtens wissen wir jetzt, woran es liegt. Hätte das ein Therapeut oder Arzt mal früher rausgefunden, hätte man schon lange daran arbeiten können.

Und, wenn meine Tochter Vorstellungsgespräche hat, üben wir die auch. Sie hat nur gar keine Lust irgendwo drauf. Es ist ihr schon zuwider, irgendwo ihren Namen nennen zu müssen. Durch das fehlende Empathieverhalten, schaut sie den Leuten nicht in die Augen, sondern auf den Boden. Daran muzß auch noch gearbeitet werden.

Ich werde die Augen nach einem geeignetem Therapeuten aufhalten und gebe nicht auf

Jkanu0aPrblaume


@ die Torte,

uns ist es doch auch egal, was das Arbeitsamt sagt. Sie hat aber im Bereich des Fachabis bereits ein Jahr mit behinderten Kindern gearbeitet. Von dort gab es Rückmeldungen, dass sie mit den Erziehern nicht kommuniziert. Mit den behinderten Kindern kommt sie gut klar. Aber, das ist doch nicht alles. Sie muß mit den Lehrern, Therapeuten u.s.w sprechen. Sonst macht es doch alles keinen Sinn.

Die behinderten Kinder haben ihr viel Anerkennung geschenkt. Genau, aus dem Grund wollte sie den Beruf auch ausüben. Nun war aber Tag der offenen Tür in der Heilerzieherpflegeschule. Der Klassenverband wurde zusammen gestellt. Das gefiel ihr gar nicht. Sie hatte Angst vor den Mitschülern, das Konzept sagte ihr nicht zu. Das erzählte sie auf dem Arbeitsamt. Daher dann, es ist vielleicht besser, diesen Beruf nicht auszuüben.

Sie betreut nach der Schule noch zwei behinderte Kinder. Die Arbeit macht ihr sehr viel Spaß. Deshalb dachten wir auch immer, es wäre ihr Traumberuf. Doch machte sie sich keine Gedanken darüber, was dann alles noch dazu gehört.

Verwaltungsarbeit, Gespräche mit den Eltern, Organisation von Fahrten u.s.w.

spijxd42


@ Januarblume,

Abseits von allen Diagnosen sehe ich hier vor allem eine junge Frau, die sich im Leben erst noch zurecht finden muss. Deine Tochter scheint sich erst jetzt wirklich von euch zu lösen und eigene Interessen durchzusetzen, sie jetzt schon in einen 'sicheren' Beruf zu vermitteln halte ich deshalb für etwas verfrüht. Nicht nur weil ihr damit eine wichtige Entscheidung abgenommen würde, sondern vor allem auch weil der Druck wegfiele an ihren sozialen Ängsten zu arbeiten, sie könnte sich statt dessen in ihrer Komfortzone ausruhen

Wenn sie gerne mit behinderten Kindern arbeitet, und dafür eine Begabung hat, sollte man das nicht vorschnell ausschließen, vielleicht hätte sie gerade dadurch einen Grund über ihren Schatten zu springen und mehr an sich zu arbeiten. Auch die Idee eines sozialen Jahres finde ich prinzipiell nicht schlecht, sie hätte dort die Möglichkeit neue Erfahrungen zu sammeln und zu sehen, was eigentlich zu ihr passt, vielleicht würde es ihr auch helfen etwas selbstständiger zu werden

Auch sonst, denke ich, wäre es wichtig mehr in die Welt hinaus, und vor allem unter Gleichaltrige, zu kommen. Ich weiß nicht wie es bei ihr mit Freunden, Ausgehen, Beziehung steht, das alles wäre wichtig um den eigenen Weg zu finden, mit oder ohne Asperger und sozialen Ängsten

Durch das fehlende Empathieverhalten, schaut sie den Leuten nicht in die Augen, sondern auf den Boden. Daran muzß auch noch gearbeitet werden

Nur bei Fremden, oder sieht sie dir auch nicht ihn die Augen ?

Stopschilder werden übersehn. Zuhause üben wir Schilder, machen Fallbeispiele mit Fahrbögen im Netz. Aber nichts, aber auch nichts bleibt hängen

Wird sie noch für ADHS behandelt ? Helfen Ihr Medikamente ?

wvinytegrsionneM 01


Aber nichts, aber auch nichts bleibt hängen

auch, wenn ich dich verstehen kann , dass man manchmal fast verzweifelt. Aber wenn sie ihr Fachabi geschafft hat, ist sie ja intelligent.

Sie hat ja Glück, wenn sie die Fahrprüfung bestanden hat. Da musste sie abeer sicher auch einparken. Wenn sie jetzt 20 mal sinnlos versucht, sei streng...dann gibt sie sich einfach keine Mühe.

Du sagst ihr ja sicher, dass sie so nie alleine fahren darf (Stoppschilder übersehen geht natürlich gar nicht).

Wenn sie dann pupertär reagiert und sagt: ich habe den Führersschein und darf. Sag ihr, aber nicht mit meinem Auto. Selbst wenn sie mal ein eigenes hat, kann es sich keiner leisten, das Auto ständig in Klump zu fahren ;-)

Biete ihr doch an , auf einem Parkplatz am WE einparken nochmal zu üben, bevor das nicht klappt, darf sie eben nicht mehr fahren. Sie muss es unbedingt wollen und wenn du konequent bleibst, dann wird sie es auch lernen...denn wie gesagt, sie ist ja nicht dumm.

Und auch die sozialen Dinge kann man lernen, wenn man begreift, warum dies notwendig ist. :)*

_4PaLrvaxti_


@ Januarblume

Meine Tochter fährt seit einem Jahr Auto. Ihr fehlt der Orientierungssinn, was typisch für Asperger ist. Das räumliche Denken auch komplett. Einparken schafft sie gar nicht. Das heißt, sie bleibt überall stehen, und sagt mir, dass ich das für sie machen soll. Ich sage dann, dass ich sie lotsen kann, sie es aber alleine probieren soll. Das läuft dann ungefähr so, dass sie 25 Mal hin und her fährt. Ich habe keine Nerven dafür. Stopschilder werden übersehn. Zuhause üben wir Schilder, machen Fallbeispiele mit Fahrbögen im Netz. Aber nichts, aber auch nichts bleibt hängen.

Wie hat sie dann die theoretische und praktische Führerscheinprüfung bestanden, wenn angeblich nichts hängen bleibt?

Entweder will sie nicht, oder sie kann es wirklich nicht

Würde sie es nicht können, hätte der Fahrlehrer sie nicht zur Fahrprüfung zugelassen und bestanden hätte sie die Prüfung auch nicht. Sie wird es schon können, will aber nicht. Man sollte ihr auch mal klar machen, was z.B. das Überfahren von Stopschildern für Konsequenzen haben kann. Vielleicht versucht sie dann vernünftiger zu fahren.

Durch das fehlende Empathieverhalten, schaut sie den Leuten nicht in die Augen, sondern auf den Boden. Daran muzß auch noch gearbeitet werden

Das muss nicht zwingend was mit mangelder Empathie zu tun haben, das kann auch mit ihrer sozialen Angst zusammenhängen. Vielleicht würde es ihr schon helfen nicht in die Augen ihres Gegenübers zu schauen sondern eher zwischen die Augen.

Pcamexrla


Ich kann dir nur sagen, dass ich als Asperger-Autistin Mathematik studiert habe, weil ich wie viele Aspis natürlich Zahlen liebe. Mittlerweile bin ich selbstständig und arbeite von zuhause ohne Menschenkontakt. Im Studium gab es auch einen anderen Aspi der Mathematik auf Lehramt studiert hat und wohl heute auch erfolgreich als Lehrer arbeitet.

J5anuSarbWlumxe


@ sijd42,

mir und meinem Mann, und einem kleinen Kreis anderer Menschen schaut sie in die Augen. Auf ADHS wird sie nicht mehr behandelt. ich meine manchmal, dass sie sich schizophren verhält. Zuhause, laut und die ganze Zeit rumschnatternd, draußen unter fremden Menschen genau das Gegenteil. Sehr ängstlich und scheu.

Mit dem ADHS läßt es wohl so langsam nach. Damals ab dem sechsten Lebensjahr, bekam sie etappenweise das Ritalin. Ich sage etappenweise, weil sie es nicht immer nehmen wollte. Die Tabletten wurden überall versteckt ihrerseits. Hab sogar welche in der Blumenerde unserer Zimmerpflanze entdeckt. Hab es dann irgendwann aufgegeben.

Ja, sie möchte sehr gern mit behinderten Menschen arbeiten. Das kann sie auch prima. Leider braucht man ja für diesen Beruf die Heilerzieherpflegeschule, weil die Ausbildung rein schulisch ist. Die Menschen dort, bereiten ihr Angst. Sie hat für den 24 August eine feste Stelle dort. Die möchte sie nun eine Woche vorher absagen. Es war alles in festen Tüchern, und jetzt das.

Es liegt ihr sehr, mit behinderten Menschen zu arbeiten. Ihr macht es nichts aus, sie zu waschen, mit ihnen zum Klo zu gehen. Das kann ja auch nicht jeder. Da bin ich auch sehr stolz auf sie. Man müßte das fördern, nur wie?

J0anuarb}lume


Mathe kann sie leider gar nicht. Da mußte sie sich mit Nachhilfe immer so durchwurschteln. Mit der Fahrprüfung hat sie wirklich Glück gehabt. Sie mußte nicht auf die Autobahn, und vor der Fahrschule in eine große Parklücke vorwärts reinrollen.

Die Bögen hat sie kaum bis gar nicht gelernt. Wie sie es dann doch geschafft hat, begreife ich bis heute nicht.

Mein Mann und ich, haben schon x-Mal mit ihr parken, verschiedene Schilder gelernt. ich hab immer das Gefühl, dass sie sich gar nicht dafür interessiert. Denn sobald man ins Auto einsteigt, fährt sie los, und genau die Sachen, die kurz vorher besprochen wurden, macht sie wieder falsch.

Ich bin oft so wütend. Sie hat unser Auto, was wir bezahlt haben. Ich finde, das sollte man, wenn man es geliehen bekommt auch pfleglich behandeln. Sie macht sich um nichts Gedanken.

Heute hat sie genau eine Bewerbung geschrieben. Für eine Hausarztpraxis. Ich finde, sie könnte viel mehr tun. Sie ist einfach faul. mich macht das traurig. So verschwendet sie nicht einen Gedanken an ihre Zukunft

PSamexrla


Und was hat die Faulheit jetzt mit einer Sozialphobie und Asperger zu tun?

E@hemalige@r Nutzer x(#528611)


Ich will ja nichts sagen, aber so waren wir alle irgendwie. Das nennt sich Pubertät. Die geht. Der Rest bleibt.

Und Prokrastination ist auch nicht ohne.

JManuarEbluxme


@ Parmela,

was ist das denn für eine Frage?

w3intSersonxne 01


Sie hat für den 24 August eine feste Stelle dort. Die möchte sie nun eine Woche vorher absagen.

na als Mutter würde ich ihr das nicht erlauben, wenn sie den Beuf eigentlich will und "nur" wegen ihrer Angst :|N

Hört sie auf euch ? Dann sage ihr, sie muss anfangen, darf aber gerne nach einem virtel bis halben Jahr gerne abbrechen, wenn es doch gar nichts passt....so würde ich es jedenfalls mit meinen Kindern machen.

Habe immer gesagt: bitte unbedingt ausprobieren, es ist aber keine Schande, wenn man mal auf einem Weg wieder umkehrt oder abbiegt und ich sage dann nie: siehst du , habe ich dir doch vorher gesagt.

J1anuaqrbluxme


@ Wintersonne 01,

wir haben heute nochmal in Ruhe alles durchgesprochen. Sie wird als Heilerzieherin die Stelle annehmen. FSJ wird nicht gemacht. Hatte ihr gut zugeredet. Da hat sie auf uns gehört. Jetzt nimmt alles seinen Lauf

P>lüs2chbiexst


Gut zugeredet hört sich nicht gut an.

Hoffe deine Tochter hat nicht dir zu Liebe ja gesagt. :-/

Gibt leider genug Eltern die vor lauter Angst, dass das Kind nichts macht, ihr Kind zu etwas drängen

was es eigentlich gar nicht möchte.

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