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Verzweifelt mit Berufswahl - Hilfe bitte

BKerufs3waxhlx hat die Diskussion gestartet


Hallo an alle

Wie oben geschrieben suche ich schon gefühlte Ewigkeiten nach dem richtigen Beruf für mich und komme einfach nicht weiter. {:(

Bin deswegen auch schon in heftige schlechte-Laune-Phasen und Depressionen verfallen und habe meine Familie damit total genervt, weil ich einfach nicht vorankomme, nicht den passenden Beruf für mich finde.

Zu meinen "Vorkenntnissen":

Habe Abi und einen Bachelor in BWL.

Praktika und Nebentätigkeiten in der Wirtschaft gemacht (leider erst kurz vor Ende des Bachelors). Dadurch gemerkt,dass es sowohl physisch als auch psychisch nicht das richtige für mich ist.

Ein Praktikum beim Menschenhändler aka Unternehmensberatung hat mich extrem traumatisiert. Bin jeden Tag mit heftigen Magenschmerzen und Brechreiz hingegangen. Warum? Nur Stress, Hektik, "Multitasking" d.h. mindestens 3-4 Projekte parallel bearbeiten, dazu noch die Tätigkeit als "Laufbursche" für alle anderen.

Umgang der Leute miteinander und mit den Kunden war unerträglich, da unehrlich, unehrenhaft, hinterfotzig/intrigant und verlogen. Totale Ellenbogenmentalität. Wegwerfgesellschaft. Kann der andere mir nützen? Wenn nein, dann weg mit ihm, er ist grundsätzlich ein Loser. So die Einstellung der Leute dort.

Zugegeben, was die Gemeinheiten dort angeht, kann ich den Leuten nicht das Wasser reichen, so verschroben denken, wie ich andere linken und benutzen kann, krieg ich nicht hin.

Warum wollte ich in die Unternehmensberatung?

Ich berate sehr gern Leute in allen Lebenslagen, kann mich in die Situation der anderen hineinversetzen (laut den Beratenen kann ich das auch gut und helfe ihnen oft weiter mit meinen Ideen).

Mein Ziel?

Habe mir immer gewünscht ein Experte/Spezialist auf irgendeinem Gebiet zu werden.

Leider geht es in der Unternehmensberatung am allerwenigsten um kompetente Beratung. Ist mir aber erst im Praktikum klargeworden.

Was habe ich im Praktikum über mich gelernt?

Ich vertrage Stress grundsätzlich schlecht. Erst kommen körperliche Symptome wie Magenschmerzen, Brechreiz, Durchfall, dann (leichte) psychische (schon als Kind war ich so). Weiter ist es zum Glück nicht gekommen, da ich das Praktikum dann abgebrochen habe. Ich habe es leider auch zu ernst genommen, wollte mein bestes zum Nulltarif geben, das war den Herrschaften aber nicht genug. Was, 4 Projekte parallel und die ganzen Laufereien für alle anderen Teammitglieder schaffst du nicht? Loser. Leider mache ich mein Selbstwertgefühl auch an einem (angesehenen) Beruf fest und fühle mich momentan ziemlich "klein". Wegen der ungelösten Berufsfrage fühle ich mich wie ein Versager. Einen Beruf zu haben ist mir wichtig.

Deswegen: sowenig wie möglich Stress. Ausserdem komme ich mit feindseligen Umgebungen nicht so zurecht obwohl ich über eine enorme Leidensfähigkeit verfüge. Negativer Druck von aussen, Feindlichkeit kann ich sehr lange aushalten ohne dadurch zu zerbrechen. Möchte ich aber nicht mehr.

Wenn mir klar wird, dass ich den anderen im Ausdenken von Gemeinheiten/Hinterlist unterlegen bin und nie weiss was ich als nächstes zu befürchten habe, belastet mich das.

Teamarbeit mag ich u.a. aus den obigen Gründen nicht besonders, ich arbeite lieber allein.

Desweiteren:

Ich arbeite vielleicht langsam, dafür aber gewissenhaft und gründlich. In der Schule war ich immer "die Streberin". Wenn ich etwas nicht kann, widme ich mich dem solange bis es läuft. Das dauert natürlich, vielleicht etwas länger als bei anderen. Bin gut in dem was ich tue, bin perfektionistisch veranlagt. Keine guten Eigenschaften für die freie Wirtschaft.

Ehrlich gesagt bin ich nicht gewillt, meine gesamte Persönlichkeit (denn bereits als kleines Kind war ich so) für die freie Wirtschaft "umzumodeln" oder eben Burnout, Depressionen etc. für einen Job in Kauf zu nehmen.

Bin der Meinung wenn man den Job findet, der zu einem passt, ist das auch gar nicht nötig, oder?

Meine Interessen:

Brennend interessiere ich mich für Rechtswissenschaften, verschiedene Literatur (schreibe auch selbst) und auch psychologische, biologische, medizinische Themen.

Warum ich Jura nicht wähle?

Ich will mich eigentlich dem Druck und Stress in der freien Wirtschaft nicht mehr aussetzen. Auch als selbständiger Rechtsanwalt täglich um Klienten kämpfen möchte ich nicht. Ausserdem will ich auch etwas machen wovon ich vernünftig! leben kann, Kinder möchte ich gerne haben.

Karriere, Führungsposition, Luxus sind mir nicht wichtig, sehe mich eher in einer Spezialisten/Expertenfunktion.

Was kommt nicht in Frage?

Technisch-mathematische Studiengänge schliesse ich mangels Talent aus, BWL-Mathe ist ok, aber höheres Niveau schaffe ich nicht. Naturwissenschaftlich bin ich auch nicht sooo begabt, trotz Interesse an Biologie und Chemie. Laborarbeit oder sehr feinmotorische Sachen kommen aber nicht in Frage.

Vielleicht kann mir einer einen Rat geben welcher Beruf oder zumindest welche Richtung zu mir passen würde?

Auch ein neues Studium/neue Ausbildung wäre ok.

Vielen Dank fürs Lesen @:)

Antworten
DEie Sehgerxin


bevor man an konkrete überlegungen geht:

verträgst du allgemein keinen "stress", oder nur, wenn du hinter einer aufgabe nicht auch idealistisch stehst?

hattest du bisher immer nur negative erfahrungen mit "teams", oder gab es doch mal gruppen, mit denen arbeit, sport, hobby spaß gemacht haben?

ist für dich der weg schon das ziel, oder muss es gleich ein fertiger beruf sein?

wie alt bist du?

BLerEufs"wKa_hlxx


Hallo Seherin, danke für deinen Beitrag.

Allgemein habe ich schon Probleme mit Stress, kann ihn aber verkraften.

Nur wenn ich Aufgaben bekomme, die mich überfordern wie in der Unternehmensberatung, entweder weil es zuviele sind oder ich ihnen eben als Student ohne Praxiserfahrung intellektuell/erfahrungsmäss

ig nicht gerecht werden kann, verschlimmert er sich enorm. Bei Aufgaben, bei denen ich mir sicher bin sie bewältigen zu können geht es. Auch wenn es Aufgaben sind, hinter denen ich nicht wirklich stehe geht es.

Nur wenn ich ihnen eben aus welchen Gründen auch immer nicht gewachsen bin bzw. es glaube nicht gewachsen zu sein, zeigen sich starke körperliche und psychische Symptome. Fühle mich dann am Ende des Tages auch immer sehr ausgelaugt und meiner kompletten Energie beraubt.

Aber ich hätte grundsätzlich doch gern einen Beruf mit eher weniger Stress.

Da ich in Vereinen aktiv bin und war, kenne ich verschiedene Teamarbeiten. Auch im Studium gab es solche und solche Teams. Bin auch mehrmals von Teammitgliedern hängen gelassen worden. Mit manchen hat es aber gut geklappt.

Glückssache, finde ich.

Aber ganz grundsätzlich arbeite ich lieber allein nach der Devise "willst du etwas richtig gemacht haben, mach es selbst". Bin sehr sicherheitsliebend und risikoscheu. Mag es nicht, mich auf das "Glück" zu verlassen, kompetente und umgängliche Teamkameraden zu haben.

Im Verein finde ich es herausfordernd und nicht so schlimm mit unterschiedlichen Persönlichkeiten zusammen zu arbeiten und immer wieder neue Wege zu finden mit schwierigen Charakteren auszukommen. Beruflich möchte ich aber mit denselben Leuten nicht zusammenarbeiten "müssen".

Mit "der Weg ist das Ziel" habe ich bereits schlechte Erfahrungen gemacht, im Studium.

Rein inhaltlich haben mich BWL- und rechtliche Themen interessiert, ich habe gern studiert. Dann kam der Praxisschock, wo ich festgestellt habe, dass ich für eine Arbeit als BWLerin im Unternehmen mit den oben angesprochenen Problemen nicht geeignet bin.

Schon im Studium habe ich bemerkt, dass mir diese Ellebogen-Mentalität fehlt und ich nicht das typische BWL-Klischee erfülle.

Genau aus dem Grunde studiere ich auch kein Jura. Es interessiert mich inhaltlich leidenschaftlich, ich würde es gerne machen, aber die späteren Arbeitsbedingungen schrecken mich ab.

Daher packe ich es jetzt von der anderen Seite an: nicht schauen ob das Studium mich interessiert und Spass macht sondern erst schauen welcher Beruf mir Spass machen würde und danach die Ausbildung auswählen.

Als junger Mensch denkt man aber leider nicht unbedingt so weit. Naja, hinterher ist man immer schlauer. Nochmal BWL würde ich nicht machen.

Bin 26 und bereit eine komplett neue Ausbildung zu machen, wo das Alter keine Rolle spielt.

PFamus'chkxa


@ Berufswahlx

Bist du sicher, dass das nicht nur eine Art Sinnkrise ist? Vielleicht hilft ein weiteres Praktikum? Denn generell muss ich dir sagen, dass in der Arbeitswelt überall – branchenunabhängig – so aussieht bzw. aussehen kann. Der Umgang der Kollegen untereinander, der Stress, die eigenverantwortliche Arbeit, Multitasking...: all das kann dir auch als Tischlerin, Krankenschwester, Lehrerin oder oder oder so begegnen.

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass das erste Jahr im 1. richtigen Job oder ein Praktikum in einem richtig großen Unternehmen tatsächlich eine Art Schock sein kann.

Zu deiner Sinn- bzw. Berufssuche ein paar Fragen:

1. Willst du in irgendeiner Form Karriere machen, einen bestimmten Titel oder Posten haben, Verantwortung tragen? Oder reicht es dir angestellt zu sein bzw. auch "nur" eine Ausbildung zu machen und dann u.U. jeden Tag den gleichen Handschlag zu machen? (Work-Life-Balance?)

2. Wenn Stress das Grundproblem ist, hast du über eine Art "Therapie" nachgedacht bzw. bist du bereit an deiner Resilienz zu arbeiten? Denn andernfalls wirst du dich - gefühlt - immer wieder mit dem Rücken an der Wand wiederfinden?

3. Du sagst, du seist kein Teamplayer und machst Dinge lieber selbst, aber arbeitest du gern mit Menschen?

4. Bringst du bestimmte Kompetenzen (auch soft skills) mit, hast ein besonderes Talent o.ä., dass für bestimmte Branchen interessant sind?

5. Wie kam es dazu, dass du dich überhaupt für BWL entschieden hast?

6. Gab es andere bzw. schulische Praktika oder Nebenjobs in anderen Branchen, wie war das?

Generell zu BWL: Eigentlich sollte man dir gratulieren, denn viele meiner Freunde aus verschiedenen Branchen und mit unterschiedlichsten vorangegangenen Ausbildungen könnten jetzt immer wieder BWL-Wissen brauchen und bereuen es z.B. keinen Master darin gemacht zu haben. Also böte es sich z.B. auch an, einen Master in einem anderen Fach dranzuhängen (Kultur, Soziales...). Aber wie gesagt, dazu fehlt mir noch ein bisschen Hintergrundwissen um dir richtige Tipps geben zu können.

h8eute_hyier


Ich will mich eigentlich dem Druck und Stress in der freien Wirtschaft nicht mehr aussetzen. Auch als selbständiger Rechtsanwalt täglich um Klienten kämpfen möchte ich nicht. Ausserdem will ich auch etwas machen wovon ich vernünftig! leben kann, Kinder möchte ich gerne haben.

Ohne Leistungsdruck geht es in keinem Beruf ab.

Mir ist spontan eingefallen, dass vielleicht eine Beamtenlaufbahn (ja, ja ein Klischee, aber leider zu oft bestätigt) für dich in Frage käme.

Stress wirst du dort auch haben - wird ja viel am Personal gespart.

Auf jeden Fall wärest du damit der freien Wirtschaft aus dem Weg gegangen.

Generell fällt mir bei deinem Text auf, dass du viel über die Negativauswahl funktionerst. Du weisst eigentlich nur, was du nicht willst. Zielführend ist das nicht.

Jenseits von BWL und Jura gibt es ein sehr breites Spektrum an Berufen.

Stressfrei wirst du haben, wenn sich mal Berufsroutine entwickelt hat.

Die gibt es nicht geschenkt.

Alles Gute bei der Ideensammlung zum Beruf @:)

M_or?ityz2x71


Du hast ein Praktikum bei einer Unternehmensberatung gemacht. Das muss schlimm gewesen sein.

Aber machst du nicht den Fehler, zu sehr zu verallgemeinern?

Menschenhändler aka Unternehmensberatung

Umgang der Leute miteinander und mit den Kunden war unerträglich, da unehrlich, unehrenhaft, hinterfotzig/intrigant und verlogen. Totale Ellenbogenmentalität. Wegwerfgesellschaft. Kann der andere mir nützen? Wenn nein, dann weg mit ihm, er ist grundsätzlich ein Loser. So die Einstellung der Leute dort.

Leider geht es in der Unternehmensberatung am allerwenigsten um kompetente Beratung.

usw.!

Mein Sohn hat ein Praktikum bei McKinsey gemacht, er hat nichts derart erzählt. Er mußte, glaube ich, irgend eine Software entwickeln für Immobiliengeschäfte. Und ihm wurde extrem geholfen. da war nix mit "unehrlich, unehrenhaft, hinterfotzig/intrigant und verlogen"

Hast du eventuell ein faules Ei erwischt?

Weshalb es einer guten Unternehmensberatung am allerwenigsten um gute Beratung geht, verstehe ich überhaupt nicht. Das ist doch das Pfund, mit dem sie wuchern können.

Abgesehen davon: mit Bwl gibt es doch sehr viele andere Sparten, in denen man arbeiten kann, z.B. Verwaltung usw.

Das was dich stört, Stichwort Ellenbogenmentalität, gibt es, so man will, nach jedem Studiengang. oder, wenn man sucht, auch nicht.

B]erufCswah>lx


Hallo Pamuschka,

ich weiss nicht,ob es "nur" eine Sinnkrise ist, bin im Moment einfach nur verwirrt und verzweifelt weil die Berufssuche sich so schleppend gestaltet.

Aber die Praktika und auch die Bewerbungsgespräche in der freien Wirtschaft haben mich nachhaltig verunsichert.

1.Karriere im klassischen BWL-Sinne interessiert mich nicht. Mir ist Freizeit und Gesundheit wichtiger als Führungsverantwortung und viel Geld.

Für mein Selbstwertgefühl ist mir aber ein angesehener Beruf wichtig. Wäre gern Spezialist/Experte/Berater.

Ich überlege, (als eine Idee unter vielen) z.B. Lehrer zu werden, da kann ich allein arbeiten, bin nicht so auf Kollegen angewiesen und auch in der Zeiteinteilung relativ frei.

Glaub auch nicht, dass man da so einen Druck zu spüren bekommt wie in einem Unternehmen. Ausserdem möchte ich schon gern Kinder haben und mich auch um diese kümmern können. Work-Life-Balance ist mir definitiv wichtig.

Aber das Gehalt sollte auch vernünftig sein, möchte im Notfall meine Kinder auch allein ernähren können. Natürlich wäre auch ein gewisser intelektueller Anspruch wichtig, muss aber auch keine Raketenwissenschaft sein. Ich will niemanden beleidigen, habe früher oft als Kinderbetreuerin gejobbt und muss sagen da fehlt mir persönlich komplett der geistige Anspruch. Dauerhaft wäre eine solche Tätigkeit keine Option. In gewissem Masse fordernd sollte die Arbeit schon sein.

2. Als Therapie habe ich Autogenes Training und Yoga gemacht. Das klappt aber nur z.B. nach dem stressigen Arbeitstag. In der akuten Situation bin ich dem Stress völlig hilflos ausgesetzt und kann nichts dagegen tun.

Bin aber inzwischen auch der Meinung, warum muss ich gegen meine Natur, so wie ich geschaffen wurde, kämpfen? Das macht doch nur auf Dauer krank. Ich bin eben so.

Ohne bzw. bei wenig Stress und ohne grossen Zeitdruck kann ich aber gute Arbeit leisten.

3. Ich berate gern Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen, versuche mich in sie hineinzuversetzen und Lösungen für ihr Problem zu finden.

Einen zu engen Kontakt zu Menschen mag ich allerdings nicht, z.B. in der Pflege, Physiotherapie oder wie eine Freundin in einem Behinderten- oder Altenheim könnte ich nie arbeiten. Ich benötige eine gewisse Distanz zu anderen, ertrage es nicht wenn mir jemand zu nah kommt z.B. kamen einige Kollegen in meinen Praktika ständig mit umarmen und küsschen obwohl ich sie gar nicht wirklich kannte. Das finde ich unerträglich. Wenn ich mit Leuten rede, halte ich immer eine gewisse, für mich normale Distanz zu ihnen ein, wenn sie näher kommen, fühle ich mich nicht gut und gehe reflexartig einen Schritt zurück.

In meinem künftigen Beruf muss also immer eine gewisse Distanz gewahrt bleiben damit ich mich nicht bedrängt fühle, die z.B. in der Beratung wenn der eine an der einen Seite des Tisches und der andere auf der gegenüberliegenden sitzt, gewahrt bleibt.

4. Bestimmte Talente, hmm...ich spreche mehrere Fremdsprachen, lerne gern weitere Sprachen hinzu, habe meine Recht- und Laberfach-Klausuren im BWL Studium mit 2 Tagen Bulimielernen im 1er Bereich geschafft, kann viel in kurzer Zeit lesen, gute Ausdrucks- und Argumentationsfähigkeit, kann gut Erklären (auch kindgerecht) und reden (am liebsten mit Fach-/Expertenwissen), kann ohne Schwierigkeiten unter Lärm wie z.B. Kindergeschrei lernen/arbeiten, bin körperlich schon robust und belastbar, nur unter extern vorgegebenen Zeitdruck kann ich nicht gut arbeiten.

Aber ob das jetzt beruflich alles verwertbar ist...weiss nicht.

Beeruf\swahalx


5. BWL habe ich aus Ahnungslosigkeit gewählt. Wusste nix über die Realität, mir haben einfach die Studieninhalte gut gefallen, über den späteren Beruf/was damit machen hab ich nicht viel nachgedacht. Ehrlicher Hauptgrund: da meine Eltern extrem gutgläubige und betriebswirtschaftlich ahnungslose Menschen sind, ich gemerkt hab wie sie immer wieder von gewissen Leuten "verarscht" wurden und da auch viel Geld verloren haben, wollte ich mich aus Selbstschutz in dieses Gebiet einarbeiten um ein besseres Leben als sie zu haben. Klingt komisch, ist aber so, wie gesagt, als Abiturient hat man vom Leben keine Ahnung.

BHeru~fswahxlx


6. Andere Praktika: Personalabteilung: war so ok.

Journalismus: Schreiben ok, Nach draussen gehen und Leute interviewen: furchtbar. Stressig.

Nachhilfe: mehr oder weniger ok.

Unternehmensberatung: nie wieder.

Ich sehe BWL übrigens als eine nette Zusatzqualifikation, aber nicht als hauptsächliches Erst-Studium. Viele eignen sich heutzutage ja BWL-Wissen nebenberuflich, per Fern oder Zweitstudium an. Wie gesagt, als Zusatzquali hätt ichs auch gemacht. Aber nicht als Haupt-Broterwerb.

BJerufPswahlxx


@ heute_hier:

ja Beamten-Verwaltungslaufbahn find ich auch gut, aber ohne Vitamin B oder bei den Aufnahmeprüfungen gegen eine enorme Konkurrenz anzukommen nicht machbar. Oder?

NBulXlachtfsuenf8zexhn


Fremdsprachenkorrespondentin oder so vielleicht? Ich habe meine erste Ausbildung als Kaufm. Assistentin für Fremsprachen und Korrespondenz gemacht, das war eine schulische Ausbildung, in der auch einiges an BWL drankam. Vielleicht solltest du einfach auch noch mal in andere Unternehmen reinschnuppern, bevor du sagst, BWL-Unternehmen wären alles Ausbeuter ;-)

B9eru>fsWwahltx


@ Moritz:

ok, ich habe jetzt nicht so viele Erfahrungen mit verschiedenen Unternehmensberatungen gesammelt, aber schon im Bewerbungsgespräch bei anderen grösseren Unternehmensberatungen kam genau das auch schon mehr oder weniger deutlich zum Ausdruck. Auch andere BWL-Kommilitonen haben ähnliche Eindrücke bei Praktika in den Big4 gemacht.

In der Informatik ist es tatsächlich anders. Das deckt sich da auch mit meinen Erfahrungen. Aber bei den BWLern "Power-Point-Helden" z.B. in den Big4 - Katastrophe.

Schon im Studium hatte ich Kontakte hauptsächlich zu Ingenieuren, Informatikern, Wirtschaftsinfos, Mathematikern. Die sind schon in der Uni ganz anders drauf. Das wird im Job auch nicht anders sein, denke ich.

g0atwo


Du berätst gerne Leute und wolltest deswegen in die Unternehmensberatung? ;-D Wie bist du an das Praktikum gekommen? Normalerweise sind die Anforderungen selbst für ein Praktikum recht hoch. Irgendwelche Qualitäten scheinst du also zu haben.

Äähm, hast du dich jetzt mal damit befasst was man mit bWl machen kann? Mir scheint nicht so. Das Feld ist so breit, damit kann man theoretisch auch einen langweiligen, wenig stressigen Job finden.

M?a n,n3042


****@ Berufswahlx,

Wenn dich Bio und Medizin interessieren, dann schau' dich doch mal um. Oder schau mal nach Amerika/USA. Was fällt dir auf?

Da laufen unzählige übergewichtige Leute rum. Woher kommt das, fällt das einfach so vom Himmel, ist dieser Zustand Gott gegeben? Nein, er hat Ursachen. Finde die Ursache und helfe den Leuten gesund in die Kiste zu springen.

Rein statistisch machen wir alles richtig. Die statistische Lebenserwartung steigt von Jahr zu Jahr. Allerdings für die meisten Menschen nur um 10 Jahre länger im Pflege- oder/und Altenheim dahin zu vegetieren. Zu klingeln um auf's Klo gebracht zu werden usw. usw.. Wenn du den Leuten glaubwürdig einen Weg aufzeigen kannst wie sie das vermeiden können, dann hast du einen riesigen Markt.

Das ist jetzt nur mal eine Idee, es gibt noch viele andere Möglichkeiten. Du mußt nur die Augen aufmachen und schauen was dir nicht gefällt, bzw. was du mit deinem Engagement ändern willst. Wo dein "Herzblut" dran hängt. Dabei hast du alle Freiheiten.

B8erufsvwaxhlx


@ Moritz:

ich hab gesehen wie Unternehmensberater in der Unternehmensberatung Recherche für Ihre Kunden betreiben und dann ihre Kundenpräsentationen mit fetten Lügereien und Uebertreibungen "ausschmücken". Mir ist als Anwesende regelmässig extrem übel dabei geworden. Das Geld, was die Kunden dafür zahlten war solch ein in Windeseile zusammengeschustertes Geschreibsel überhaupt nicht wert. Das ist nicht mein Verständnis von guter Beratung. Aber gut, ich kenne nicht die Arbeitsweise von allen Unternehmensberatungen.Das ist nur meine Erfahrung und auch Kommilitonen in Unternehmensberatungen ganz anderer Richtungen haben mir ähnlichem Vorgehen berichtet.

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