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Jobwechsel - gleicher Beruf, anderer Arbeitsplatz

S=unbako hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

kurz zu meiner Situation: ich arbeite in der Medienbranche und habe dort auch recht viel Verantwortung in Projekten, obwohl ich erst vor 2 Jahren angefangen habe zu arbeiten.

Die Firma wo ich momentan arbeite ist sehr locker, es herrscht ein (manchmal zu) familiäres Klima. Die Kunden sind nicht gerade leicht, die Arbeit (ich habe einen speziellen Bereich inne) macht mir nicht wirklich Spaß und letzten Winter hatte ich soviel Stress, dass es mir irgendwann so schlecht ging, dass ich mich eine Woche habe krank schreiben lassen, ich kam einfach nicht mehr aus dem Bett.. Außerdem verbringe ich täglich 2 Stunden im Bus. Es gab im letzten halben Jahr auch immer mal wieder Situationen, in denen ich mit Kollegen aneinander geraten bin. Nicht, weil ich etwas falsch gemacht hatte, es ging eher auf die persönliche Ebene, was ich überhaupt nicht ausstehen kann. Dementsprechend schlecht ging es mir danach auch meist, mein Vorgesetzter hat dafür kein offenes Ohr.

Dann gibt es aber auch Tage, wo alles entspannt ist und ich es zu schätzen weiß, wie toll das Team zusammen hält und was für eine bescheuerte Truppe das ist.

Jetzt habe ich ein Jobangebot für den "gleichen" Job in einer anderen Firma, die direkt um die Ecke liegt. Insgesamt spricht mich das Angebot sehr an (auch die Themenbereiche und Projekte), allerdings merkt man schon im Vertrag, dass die Firma wesentlich "strenger" zu sein scheint, als meine momentane. In meiner alten Firma wurden bspw. Überstunden durchs Gehalt abgegolten (was normal in der Branche ist) und man durfte dafür auch mal früher gehen. In der neuen Firma steht da sogar etwas von "Sonntags- und Nachtarbeit". Beim Gespräch wirkte es eigentlich garnicht so, als würde man sich dort totarbeiten, aber manche Firmen geben sich ja auch so unglaublich fair und dann kommt das böse erwachen. Insgesamt sehne ich mich aber auf jeden Fall aber nach einem Arbeitsplatz wo Respekt vor den Kollegen normal ist und ein gewisser Grad an Ordnung vorherrscht.

Ich weiß gerade nicht was ich tun soll :-( Ich gehe momentan echt kaputt an der schnöden, nervigen Arbeit, aber ich habe Angst, dass es in der neuen Firma schlimmer wird oder ich einen großen Fehler mache.

Standet ihr schonmal vor so einer Entscheidung? Sollte man es wagen, wenn man eben aktuell nicht glücklich ist? ":/

Danke!

Antworten
g#aul1oise


Kannst du eventuell mit jemandem reden, der bereits in dieser neuen Firma arbeitet? In Verträgen und Gesprächen wird ja nun immer viel versprochen und angesagt, was in der Realität dann doch nicht ganz so umgesetzt wird.

Bestechend allerdings finde ich diesen Punkt:

in einer anderen Firma, die direkt um die Ecke liegt

Wenn ich das richtig verstehe, könntest du fast zwei Stunden pro Tag gewinnen? Das wäre für mich ein ganz, ganz wichtiger Pluspunkt.

S,unaxko


Ja, das Busfahren stört auch wirklich extrem! Meist sind es sogar mehr als zwei Stunden, weil ja allgemeinhin alles Verspätung hat ;-)

Ich habe mit einem Bekannten gesprochen der dort arbeite, er meinte er arbeitet sehr gerne dort. Leider ist er von Facebook runter und ich kann ihn nicht explizit nach der "Sonntagsklausel" fragen.

Ich fürchte auch, dass es in 90% der Medienagenturen so läuft (die aktuelle ist da wie gesagt noch recht human, wobei der Stresspegel auch extrem hoch sein kann). Dann ist die Frage, ob ich jetzt wechsel (und mir die Fahrt spare, mehr Geld bekomme etc.), riskiere, dass es dort andere Dinge gibt die mich stören und mich vielleicht komplett neu orientiere... ohje, das ist irgendwie ein Luxusproblem.

gwato


Du schreibst, dass dein Arbeitsbereich dir keinen Spass macht. Warum willst du dann trotzdem diese Arbeit in der neuen Firma weitermachen? Nur weil du 2 Stunden Fahrzeit sparst? Oder gibt es noch andere Gründe?

gTautloi^sxe


;-D - ich glaube, das ist es wirklich. Und gerade in den Medienagenturen ist zusätzliche Arbeit doch eher normal? Und dass der Stresslevel mal höher, mal niedriger ist, auch?

Ehrlich: ich selbst habe keine Ahnung davon, wie das sich anfühlt, habe allerdings ein paar Freunde, die in diesem Bereich tätig sind. Und ich weiß von zumindest einem, der umgehend alles in seiner hippen Agentur hinschmeißen würde, wenn er dadurch die Chance hätte, zwei Stunden pro Tag einzusparen. Darum sprang mich dein Beitrag so an.

SNunakxo


Nein, in der neuen Firma hätte ich andere Projekte. Generell macht mir Projektleitung Spaß, ich plane gerne, übernehme auch gerne Verantwortung. In der alten Firma hatte ich wie gesagt einen speziellen Bereich inne (Promotions), der mich leider so garnicht interessiert - was mein Vorgesetzter eigentlich auch weiß, trotzdem werden mir diese Projekte immer wieder zugeschoben.

Ich habe schon letztes Jahr gedacht, dass ich den Job gerne nochmal in einer anderen Agentur "austesten" möchte, um zu sehen ob es wirklich am Job liegt (der mir eigentlich zusagt), oder an den Kunden und Projekten, die ich momentan betreue.

gXaKtxo


Nein, in der neuen Firma hätte ich andere Projekte.

Dann ist das also ein Pro für den Jobwechsel.

Nur weil du 2 Stunden Fahrzeit sparst?

Das hat sich vielleicht falsch gelesen. ;-D Ich finde es super, wenn man viel Fahrtzeit einspart. Kann das aus eigener Erfahrung sagen.

Gibt es denn nochmal ein Gespräch? Ich würde da auf jeden Fall direkt bei der Firma nachfragen. Hast du schon mal nach der Firma gesucht? Es gibt Portale, wo AG bewertet werden. Da steht zwar oft auch viel kritisches, aber vielleicht hilft es dennoch bei deiner Entscheidung.

wMint=ersognne >01


Schau mal, wenn du bisschen unglücklich in dem Job bist, der Weg lang... dann wirfst du dir ewig vor, dass neue nicht probiert zu haben. Es kann doch besser werden...mit halbgut und so würde ich mich nicht ein Leben lang abfinden wollen.

Kannst du zur Sonntagsklausel nicht in der Fimra fragen was damit gemeint ist, ob zum Bsp. regelmäßig du an Sonntagen eingesetzt wirst. Fände ich legitim sich das vorher erklären zu lassen. Man muss doch wissen , was man unterschreibt.

SFunakxo


Ich habe tatsächlich mal im Internet gesucht, steht sowohl positives, wie auch negatives, die Bewertung ist insgesamt recht gut!

Mir macht tatsächlich diese Sonntagsarbeit-Klausel Angst, weil mir mein Wochenende heilig ist und wer weiß, vielleicht muss man einmal im Monat sonntags ran, ist ja nichts im Vertrag geregelt :/ ist das überhaupt rechtlich so zulässig, alles mit dem Gehalt abzugelten?

Ich glaube ich frage mal konkret nach dieser Passage, von wieviel Sonntags- und Nachtarbeit man ausgehen kann und ob es dafür Freizeitausgleich gibt.

Aber ja, Stress ist in Agenturen leider normal, dafür gibt es ein paar andere Vorteile :)

SKunwazkxo


@ wintersonne_01

Du hast Recht, heutzutage muss man nicht mehr zwingend um seine Existenz bangen und kann es sich herausnehmen, auch ein, zwei Jobs auszuprobieren, bis man glücklich ist. Gerade in der Agenturbranche ist das fast schon Gang und Gebe.

Danke euch schonmal allen für die Antworten. Ich schicke morgen eine Mail raus zur Sonntagsarbeit ;-)

Nfordix84


Ich glaube ich frage mal konkret nach dieser Passage, von wieviel Sonntags- und Nachtarbeit man ausgehen kann und ob es dafür Freizeitausgleich gibt.

In meinen Augen die einzige Lösung. Kann sein das es ein Standardvertrag ist und die sich damit nur vor irgendwas absichern wollen (das du z.B. auch mal nen Wochenende oder spät abends ran musst wenn ein Projekt am nächsten Tag fertig werden muss) und das sowas in der Praxis einmal im Jahr vorkommt.

Und da mal zu fragen ist nix verbotenes und macht auch keinen schlechten Eindruck immerhin wollen die dich genau so sehr werben wie du von denen geworben werden willst. Mit der Einstellung sollte man jedenfalls an die Sache rangehen auch wenns nicht immer ganz der Wahrheit entspricht. ;-)

S2unaxko


Hallo :-)

Ich hab mich für den neuen Job entschieden. Konnte alle wagen Punkte klären.

Das Gespräch mit meinem Vorgesetzten auf meiner jetztigen Arbeit war der Horror.. wir sind dort sehr familiär und es kam für ihn ziemlich überraschend und natürlich wollte er mich nicht einfach gehen lassen. Aber gut, da muss ich jetzt eben durch, bzw. sie müssen da auch durch.

Vielen Dank für eure Beiträge! *:)

wvintkejrso;nne 0!1


:)^ @:)

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