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Praktikum oder Bachelorarbeit - was ist "wichtiger"?

Liucky( Blxue hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich studiere eine Ingenieurswissenschaft (Bachelor, ähnlich Maschinenbau) und erhoffe mir von euch ein bisschen Input.

Was wird denn von potentiellen Arbeitgebern nach dem Studium als "wichtiger" angesehen, bzw. worauf wird mehr Wert gelegt? Das Pflichtpraktikum (min. 3 Monate, üblich eher 6) oder die Bachelorarbeit? Interessant wäre vor allem zu wissen, welche Rolle die Firma, in der man war, dabei spielt (Ruf, Bekanntheitsgrad) oder ob nur das "Ergebnis" (Bescheinigung, Thesis etc.) wirklich relevant ist.

Im Voraus vielen Dank für eure Hilfe! :-)

Antworten
Tbe|chnikBerixn89


Hallo Lucky,

ich habe auch MB studiert (Uni), deswegen hoffe ich dir helfen zu können.

Praktikum oder Bachelorarbeit? Musst du nicht eh beides machen?

Mann kann nicht sagen, was für den späteren Arbeitgeber wichtiger ist. Das kommt ganz darauf an, was du machen willst. Mit welchen Themen du dich in beiden Abschnitten beschäftigt hast usw.

Auch bei der Firma kommt es darauf an. Gut ist es immer möglichst nah an das ran zu gehen, was du später mal willst. Willst du später bei einem großen, bekannten Unternehmen arbeiten, solltest du auch dein Praktikum in einem solchen suchen. Ansonsten ist das nicht so wichtig. Wichtiger ist auch hier, was du gemacht hast. Wobei ein großer Name sicherlich nie schadet.

Es bringt dir auch nix ein wahnsinnig lehrreiches und super Praktikum bei Siemens gemacht zu haben und dich später nicht verkaufen zu können.

Falls dir das nicht hilft, versuche doch bitte noch einmal konkreter zu fragen ;-)

Und noch was: Willst du den Master machen? Dann ist die Masterarbeit nämlich definitiv wichtiger als das Zeug aus dem Bachelor.

LGucky1 Blxue


Hallo Technikerin,

vielen Dank für deine schnelle Antwort!

Ja, ich muss beides machen. Vielleicht sollte ich doch etwas weiter ausholen. Da ich sehr erfolgsorientiert bin und meine Traum-Praktikumsstelle im Ausland ärgerlicherweise (schlechter Zeitpunkt & zu jung) kurz vor dem Ziel geplatzt ist, bin ich momentan am abwägen, ob ich mich nicht, zumindest für das "unwichtigere" der beiden Dinge, doch lieber im Inland umschauen soll. Das wären schon bekannte Namen, mir persönlich aber zu gewöhnlich (diverse dt. Autobauer etc.). Die Frage ist eben, ob das wirklich so "schlimm" wäre, wenn z.B. das Praktikum (oder eben die Bachelorarbeit) hinterher sowieso nicht allzu wichtig ist. Ich hoffe, es wird einigermaßen klar, was ich meine. ;-D

Ja, den Master habe ich vor zu machen, dann aber höchstwahrscheinlich im Ausland.

w.hatatxrawge+dxy


Wichtig ist einzig und allein ein "roter Faden" in deinem Werdegang.

Dein späterer Arbeitgeber will sehen, dass du bereits im Studium (ungefähr) wusstest, wo du hin willst und worin du besonders gut bist.

Auslandsaufenthalte werden übrigens von Studenten idR sehr überschätzt. Sie sind nicht ungerne gesehen, seit das aber ohnehin 75% der Bewerber bieten, ist es kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Und mal aus akademischer Sicht: Abschlussarbeiten im Ausland sind meistens blödsinnig.

T$eVcXhnkikerinx89


Ich kann Whatatragedy nur zustimmen. Zusätzlich wollte ich noch anmerken. Ist es denn bei euch möglich, die Arbeit außerhalb zu schreiben? Viele Universitäten legen da Steine in den Weg, weil sie die "Arbeitskraft" bei sich behalten wollen.

Nochmal: Wichtig ist das Thema und was du daraus machst.

W/al6kimngGOhosxt


@ Lucky Blue

Das Praktikum ist nun wirklich der Durchwinker unter den Studienleistungen. Man kann das nutzen, um erste Kontakte für die Praxisbetreuung der Bachelorarbeit oder den späteren Berufseinstieg zu knüpfen, aber mehr auch nicht.

T&ecThnik&er}in89


@ WalkingGhost

Dem kann ich nicht zustimmen. Klar gibt es auf das Praktikum keine Note, man muss es halt machen. Aber gerade die Kontakte sind doch wichtig. Werden doch immer mehr Stellen durch Kontakte vergeben. Auch Namen von Firmen können da viel ausmachen.

E.voluz_zxer


Ich halte ein Praktikum für gewichtiger.

Für spätere Vorstellungsgespräche würde ich es an deiner Stelle tunlichst vermeiden, deine hier dargebrachten Überlegungen durchscheinen zu lassen.

Das klingt sehr viel nach Karriereplanung und etwas wenig nach Interesse an fundiertem Wissen und Fähigkeiten.

Damit wärst du für mich als Arbeitgeber uninteressant. Wahrscheinlich hast du dann auch schon konkrete Gehaltsvorstellungen, nur noch keine Ahnung, was man dafür alles leisten muss. Ist nur meine Erfahrung aus diversen Bewerbergesprächen. :=o

WUalkingG;hosxt


@ Technikerin89

Dem kann ich nicht zustimmen. Klar gibt es auf das Praktikum keine Note, man muss es halt machen. Aber gerade die Kontakte sind doch wichtig. Werden doch immer mehr Stellen durch Kontakte vergeben. Auch Namen von Firmen können da viel ausmachen.

Ja, das sagte ich aber auch. Zum Knüpfen von Kontakten ist das Praktikum definitiv wichtig, nur genau davon lese ich nichts vom TE. Ihm geht es ja mehr um den Namen des Praktikumsbetriebs als Statussymbol bzw. Prestigeobjekt, das man bei späteren Bewerbungen ganz woanders vorhalten kann.

Das, was Evoluzzer sagt, geht ziemlich genau in Richtung der Vorbehalte, die ich bei so einem Bewerber auch hätte.

d'u}mmsMch(marrerx74


Das klingt sehr viel nach Karriereplanung und etwas wenig nach Interesse an fundiertem Wissen und Fähigkeiten.

gut, dass du es schreibst. ich hatte es mir gestern verkniffen.

Auslandsaufenthalte werden übrigens von Studenten idR sehr überschätzt. Sie sind nicht ungerne gesehen, seit das aber ohnehin 75% der Bewerber bieten, ist es kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Und mal aus akademischer Sicht: Abschlussarbeiten im Ausland sind meistens blödsinnig.

alles richtig, aber: zumindest hier ist die Personalabteilung auf Effizienz getrimmt und die personaler haben z.t. andere Vorstellungen vom idealkandidaten als die fachabteilungen. es kann also sein, dass ein Auslandsaufenthalt nicht als usp, sondern als sine qua non angesehen wird.

i/stdo5chMistsowa<s


alles richtig, aber: zumindest hier ist die Personalabteilung auf Effizienz getrimmt und die personaler haben z.t. andere Vorstellungen vom idealkandidaten als die fachabteilungen. es kann also sein, dass ein Auslandsaufenthalt nicht als usp, sondern als sine qua non angesehen wird.

Wenn ich jemanden brauche schreibe ich einfach der Personalabteilung meine Anforderungen und die korrigieren dann meine Rechtschreibfehler und stellen das so ein. Dann wird nur noch vorselektiert gemäß meinen Kriterien und ich kann dann sagen, laden wir ein oder nicht. Die Personalabteilung kann technische Kompetenzen sowieso nicht einschätzen.

ijsqtdochCMistsoxwas


Mir persönlich wäre die Bachelor-Note wichtiger als ein Praktikum. Auf so Praktikumsbescheinigungen wird oft viel geschrieben wenn der Tag lang ist. Und ja, wenn man gut ist sind Praktika durchaus ein Türöffner, wenn nicht kann es dem AG auch mitteilen, dass er das lieber lässt mit der Festeinstellung.

B5lackT Gpun


praktikum ist nicht gleich praktikum und abschlussarbeit ist nicht gleich abschlussarbeit.

eine bachelorarbeit bei einer bekannten firma und/oder über ein interessantes projekt, sind für den lebenslauf sicher sehr wertvoll. umgekehrt: stand man für die BA nur im unilabor, um irgendeine abstruse, akademische idee des betreuenden profs auszuprobieren, hilft einem das inhaltlich für die bewerbungen kaum weiter und es zählt nur noch die note.

bei praktika kommt es sehr darauf an, in welchem stadium des studiums man es absolviert. bei einem praktikum kurz vor beginn der abschlussphase hat man schon den großteil des wissens drauf und kann daher an interessanteren projekten mitwirken, die zudem schon ähnlichkeiten mit der späteren berufspraxis haben können. macht man hingegen im dritten semester oder so ein pflichtpraktikum, ist man in der regel nur für hilfstätigkeiten zu gebrauchen - auch da ist es sicher nicht verkehrt, wenn im praktikumszeugnis von engagement, teamfähigkeit und kompetenz die rede ist, aber die aussagekraft so eines frühen praktikums ist imho dennoch begrenzt. auch für den berufseinstieg sind kontakte, die man erst 6 oder 12 monate zuvor geknüpft hat, eher tragfähig als wenn man bei einer firma anfragt: "hey, ich hab vor zweieinhalb jahren mal ein praktikum bei euch gemacht - habt ihr nen job für mich?" ;-)

von all dem mal abgesehen weiss ich aber ohnehin nicht, ob es in einem ingenieursstudium sinnvoll ist, nach dem bachelor aufzuhören und keinen master mehr ranzuhängen. im endeffekt wird man dann die ganze karriere hindurch weniger qualifiziert sein als ein "diplom-ingenieur".

L%ucky7 Bluxe


Hallo zusammen,

erstmal vielen lieben Dank für die vielen Antworten und Denkanstöße!

@ Technikerin89

Die Arbeit außerhalb zu schreiben wird durch die Uni zwar ein bisschen erschwert, ist aber grundsätzlich möglich.

@ Evoluzzer, WalkingGhost, dummschmarrer74

Dass solche Überlegungen in einem Vorstellungsgespräch völlig unangebracht sind ist klar, deshalb sind es ja nur Überlegungen. ;-D

Für mich ist das Interesse an fundiertem Wissen und Fähigkeiten eigentlich eine Grundvoraussetzung für ein ernsthaftes Studium, hab ich einfach mal als selbstverständlich angesehen. Dass ein solches Praktikum vorwiegend dazu da ist Kontakte zur Industrie zu knüpfen ist mir bewusst, hielt ich für bekannt und deshalb nicht weiter erwähnenswert. Tut mir leid falls das falsch rüberkam, war definitiv nicht so beabsichtigt!

@ Black Gun

Genau aus dem von dir genannten Grund habe ich auch vor den Master danach zu machen. :)^

B<lac|k xGun


wenn man direkt nach dem bachelor den master machen will, spielt die bachelorarbeit naturgemäß später keine so große rolle mehr. wobei dann aber auch pflichtpraktika während des bachelorstudiums nicht so bedeutsam sind.

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