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Todesangst – Letzte Gedanken

W1a2terVlDi2


Ich hatte auch schon vielleicht 2mal so eine Situation und würde was ich gedacht hab am ehesten als ein total ekliges Gefühl beschreiben, so eine Art Übelkeit. Denken ist völlig Fehlanzeige, hab ich gar nicht groß gemacht. Eher so eine Art Schock und Übelkeit.

M,aj?a27


Eine Sanitäterin hat mir mal erzählt, dass nicht wenige Leute über sowas nachdenken und sich sogar manchmal aus Scham nicht oder erst zeitverzögert behandeln lassen

Das beruhigt mich irgendwie sehr. Ich fand es immer peinlich, dass ich in Todesangst scheinbar immer noch so viel Wert auf die Meinung anderer lege.

Das ist doch total absurd...Ich denke, ich muss sterben und meine letzten Gedanken gelten meinen unrasierten Beinen und meiner nicht so schönen Unterwäsche und der Frage, wie viele Leute mich als Leiche nackt sehen werden.

Dnanie*lCrZaig


Ich hatte einmal so eine Situation. Ich war 12, habe mit meiner Mutter eine Straße überquert, als von rechts ein Auto angerast kam. Dieser Moment war für mich so surreal, dass ich das Auto anstarrte und dachte: im Fernsehen stoppen die auch immer kurz vorher. Wieso soll das heute anders sein?

Dann spürte ich meine Hände auf der Motorhaube, mein Kopf schleuderte gegen die Windschutzscheibe (alles in Zeitlupe) und dann war es dunkel. Als ich wieder wach wurde lag ich 30 meter weiter weg auf der Straße, mir fehlte ein Schuh und der Krankenwagen war schon da.

Meine Mutter wurde ebenfalls erfasst. Ihr "letzter" Gedanke galt mir, so hat sie es mir jedenfalls erzählt.

Das andere Mal war dieses Jahr. Ich befand mich in Brüssel im Europaviertel. Als die Anschläge auf den Flughafen azsgeübt wurden dachte ich, dass das alles noch weit weg ist. Als dann aber neben unserem Hotel in einer U Bahn Station die nächste Bombe hochging, dachte ich nur: ich will noch nicht sterben, ich bin noch nicht so weit. Und: ich will nach Hause, jetzt!

N3ailoxuga


Ebenfalls beim Autofahren, in der Fahrschule auf einer Landstraße, kurz vor einer Kurve wurde ich von einem Auto überholt, eins kam entgegen, auf meiner Seite Bäume am Straßenrand. Ungefähr "nghngh :-o shhhh" oder so. Ging dank beherztem Eingreifen der Fahrlehrerin alles gut, aber falls nicht, wären die Gedanken wahrscheinlich nicht wesentlich ausführlicher geworden.

S)chokol0adeDnsü/cxhtige


Ich hatte selbst noch keine Todesangst, wäre aber beinahe in einen Unfall verwickelt worden, wo der andere sehr wahrscheinlich gestorben wäre. Zählt das auch?

Ich fuhr über eine Landstraße, hatte meinen Bruder und meine Oma im Auto, mir entgegen kam eine Kolonne Autos, die hinter einem Trabbi herschleichen mußten. Kurz vor mir schert ein Motorradfahrer aus und kommt mir auf meiner Spur entgegen.

Das Ganze dauert nur einen Augenblick und in dem Moment überschlugen sich meine Gedanken von "Was machst Du jetzt" zu "Wenn Du in den Graben fährst ist der weg und Du bist die Dumme" bis zu "Du fährst gerade aus weiter und bremst ab".

Der Typ fuhr dann quasi auf dem Mittelstreifen zwischen mir und dem entgegenkommenden Trabbi durch.

Ich habe ihn schon mit seinem Motorrad fliegen sehen, und dieser kurze Moment hat sich bei mir eingeprägt. Mir wäre wahrscheinlich nicht viel passiert, trotzdem hat mich das lange verfolgt und noch heute habe ich bei solchen Kolonnen ein ungutes Gefühl.

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Auch ich kann leider was beitragen. Bin mit einem (leider angetrunkenen) Kollegen von einer Faschingsfeier heimgefahren. Viel zu schnell, auf einer Bundessraße. Mit einem Rad auf das Bankett gekommen und verrissen. Ergebnis: mehrfacher Überschlag in ein Feld über eine Geländekante. Mit jedem Aufschlag ist das Dach nähergekommen. Da habe ich an nichts gedacht mich nur festgehalten. Als der Wagen dann stehengeblieben ist-dann sind mir die Hollywoodfilme durch den Kopf geschoßen. Denn was machen Autos in solchen Filmen? Richtig-Explodieren! Das hat unserer doch nicht gemacht-nur nach Benzin hat es gestunken und ich bin durch die Windschutzscheibe raus...

S?eele1nglxas


Ich hatte im Flugzeug mal so ein großes Luftloch mit elektronischem Ausfall. Das Flugzeug "stürzte" also ca. 3 Sekunden (gefühlt Totalabsturz) ab. Ich hab mich einfach nur festgeklammert, SCHEIßE gedacht und gehofft, dass ich nicht einnässe... |-o

Dann wars vorbei. Einige haben aber schon geweint....

SNeaele?ngxlas


Was mir gerade einfällt ist eine traurige Erzählung aus dem Radio.

Eine Frau war mit ihrem Mann auf Radtour unterwegs. Der Mann war weiter entfernt von der Frau (keine Ahnung mehr wieso... ob nun einer den anderen abgehängt hat) ... auf jeden Fall wurde die Frau überfallen und mit dem Messer niedergestochen. Ihrem Ersthelfer sagte sie mit letzter Kraft: sagen sie meinem Mann, dass ich ihn liebe. :�_

Das stimmt mich immer voll traurig....

C2enCt4ifolxia


Interessanter Faden. Ich hatte bisher zwei Autounfälle, die sehr glimpflich abliefen, aber auch anders, sprich tödlich hätten ausgehen können:

Beim ersten war ich mit einem Kombi auf schneeglatter Autobahn unterwegs, bin, weiß nicht mehr warum, ins Schleudern geraten, das Auto hat sich um 180° gedreht und ist gegen die Leitplanke geknallt. Gottseidank war ich zu diesem Zeitpunkt nicht so schnell unterwegs, und außer einer leicht eingedellten Seite ist nichts passiert, und da die Autobahn zu der Zeit völlig leer war, ist mir auch keiner reingefahren oder so was. Ich war auf dem Weg zu meiner älteren Schwester, wo auch meine Mutter zu Besuch war, und meine letzten Gedanken waren "Scheiße scheiße, das wars dann wohl" und ich sah vor meinem inneren Auge meine Mutter bei meiner Schwester sitzen und sich Sorgen machen. Nachher, als das Auto stand, und ich merkte, dass nix passiert war, dachte ich mir, ich kann nicht mal in Ruhe sterben, weil sich meine Mutter dauernd um mich Sorgen macht! %:|

Das zweite Mal war ich mit einem sehr vollbeladenen Kleinbus (ohne Trennwand zwischen Fahrer und Ladung) voller Keramik und Marktstand etc auf nasser Autobahn unterwegs, als zwei Autos vor mir einer aus einem Parkplatz ohne Beschleunigungsstreifen rausfuhr. Mein Vordermann bremste stark ab, ich auch, geriet ins Schleudern, erst ein wenig, dann schaukelte sich das auf (es war ein recht schmaler Kleinbus, der durch die volle Beladung einen zu hohen Schwerpunkt hatte), und schließlich drehte und überschlug sich das Auto, hinter mir schepperte es ohne Ende, und ich dachte nur "Meine Keramik, meine schöne Keramik!" und gleichzeitig registrierte ich mit fast wissenschaftlichem Interesse, wie mich der Sicherheitsgurt im Sitz festhielt, während das Auto flog. Das Auto blieb schließlich auf der Beifahrerseite liegen, so dass ich sogar selber aussteigen konnte; bis auf ein leichtes Schleudertrauma war mir nichts passiert, während das Auto Totalschaden hatte und die Keramik zu 80% kaputt war.

Interessant fand ich im Nachhinein bei beiden Unfällen, dass ich keine Angst oder Panik hatte, sondern den möglicherweise tödlichen Ausgang eher mit einer gewissen Sachlichkeit betrachtete - und sogar mit einer leichten Neugier...

LGoreFley290x1


Ich hatte einmal diese Situation und bin auch fast gestorben. Mir gingen ebenfalls solche Gedanken wie "Kacke gleich bist Du tot" durch den Kopf. Auch kein innerlicher Film oder irgendwas. Naja und irgendwie ganz instinktiv die Gedanken wie ich noch rauskomme aus dieser Situation und das hat glücklicherweise (wie auch immer) funktioniert.

Nochmal möchte ich das nicht erleben und Situationen die mich in diese Situationen nochmal bringen könnten meide ich seither. Der Unfall ist über zwei Jahre her, aber ich bekomme noch Herzrasen, wenn ich daran denke.

C onanDerZeerstärxer


Einmal hab ich gedacht ich muss ertrinken, da war ich nur voller Entsetzen und Kampf, und hab mich zusammengenommen und mich korrekt verhalten. Da hab ich gar nichts philosophisches gedacht.

Einmal hatte ich einen Unfall, da hab ich einen Schlag gekriegt und bin bewusstlos georden. Wenn ich da gestorben wäre hätte ich überhaupt nichts gedacht und meinen Tod gar nicht mitbekommen.

Ein anderes Mal habe ich mitgekriegt wie sich etwas über mir löst und in meine Richtung fällt, das hätte mich töten können. Ich war nur voller Erstaunen, Überraschung, fast ungläubig. Und hab sofort versucht wegzulaufen.

Also wenn der Tod schnell im Anmarsch ist, dann hat man gar keine Zeit mehr für philosophische Überlegungen, Rückblicke oder Bewertungen.

Ein Kumpel ist in der Jugendzeit gestorben, seine letztes Wort war "Scheiße". Also auch mehr Überraschung und Erstaunen als irgendwelche abschließenden Betrachtungen.

C5onanDferZerFstärxer


Angst passt für mich da auch nicht. Es ist mehr ein Erstaunen in dem Sinne "Ach was, so passiert es jetzt tatsächlich einfach?"

cariecYharlie


Vor ein paar Monaten ist ein Auto über die Leitplanken gesprungen und von oben auf mein Auto drauf, ich war gerade auf der Abfahrtspur. Wir wurden in die Leitplanke katapultiert (Kind und Hund an Bord) und das letzte, was ich gedacht habe, bevor ich in die Leitplanken bin und ohnmächtig wurde:

- "halt Dich fest" (zum Kind hinter mir gesagt) - er "ja, mache ich"

- nach der Leitplanke ist nichts mehr wie vorher, das ist nun eine Zäsur, danach verletzt, Auto Schrott oder ähnliches. An's Sterben hatte ich nicht gedacht.

- ich fliege über die Leitplanke auf die Autobahn und das wird übel

DBieFüchNsinx80


Eine Situation bei der ich mir sicher war das ich sterbe hatte ich im Teenageralter.

Ich bekam keine Luft mehr, also nicht das Gefühl, sondern ich bekam einfach keine mehr (aufgrund einer krankheit von der ich bis dato nicht wußte sie zu haben).

Der erste Gedanke war einfach "Oh mein Gott, was geht jetzt ab...., wenn ich jetzt sterbe überlebt das meine Mutter nicht.

Luftröhrenschnitt...ihh..scheiße...".

Eigentlich hatte ich verdammt viele Gedanken, in verdammt kurzer Zeit, vielleicht liegt das daran das ich generell schnell und viel rede ":/ .

Und dieser schmerz, der hat eigentlich noch um einiges überwogen.

Als ich mir dann ziemlich sicher war das es das jetzt war, dachte ich mir "okay, kann ich nichts daran ändern, ist halt so...".

Ich ließ mich irgendwie treiben, der schmerz hörte auf und ich nahm an aufgrund sauerstoffmangel nun zu sterben.

Alles ohne Panik und rein rational, bis ich plötzlich, kurz vor schwarz, wieder Luft bekam und ich zwei nette Sanitäter vor mir wahrnahm.

Erst da nahm ich auch wahr was ich alles vor mir, in Panik, weggetreten hatte und die anderen Personen im Raum.

Ich kann nur sagen das in mir, als ich mir sicher war abzudanken, es irgendwie egal war, egal vielleicht nicht, aber unausweichlich und damit irgendwie annehmbar und schmerzlos, also gefühlt habe ich gar nichts mehr.

P9feff\erXminwzbToLnboxn


Ich hatte mal einen Unfall, bei dem ich echt Glück gehabt habe; als ich das Unglück kommen sah bzw erfasst habe, das jetzt was passiert, dachte ich auch nur "SCHEIßE"

ist Euch mal was aufgefallen? Der Gedanke "SCHEIßE" zieht sich durch alle plötzlichen Situationen. Und dass man nur mit sich selbst beschäftigt ist. Natürlich weiß man nicht wie das ist, sollte man "langsam" sterben. Aber eine plötzliche Situation von der man weiß, das jetzt was schlimmes passieren wird, ruft nur den einen Gedanken hervor: Kacke.

Aber mal was anderes. Ich war mal beim Blutspenden, danach wurde mir schwnidlig, ich sag noch zu der Angestellten, mir ist schwindlig. Und schon bin ich umgefallen wie ein Baum. Und ich muss richtig weg gewesen sein (so weg, dass mir der herbeigeeilte Arzt wohl dreimal richtig feste ins Gesicht geschlagen hat und man das bis vorne gehört hat). Und meine Gedanken während ich weg war, waren: Schwarz und rot wallend und wabernd, Menschen die ich kenne, wir quatschen entspannt, angenehme Situation, alles weich, alles easy, alles fluffig. Aber ich muss jetzt los.

(Augen auf, ich liege auf dem Boden, ein freundliches Gesícht mit Brille mit Goldrand lächelt mich an. Und ich sage "Hi" und er "Hallo, sie sind umgekippt" und ich "Ja, ach so. Ja gut, dann steh ich jetzt mal auf" (nix da, natürlich nicht, hiergeblieben ;-) ) )

Also... wenn das so kommt, wenn die Lichter aus gehen. Dann hab ich keine angst davor.

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