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Mein Vater ist jetzt obdachlos

MZoch(ito hat die Diskussion gestartet


Liebe Gemeinde,

Ich brauchen ein paar Tipps, Anregungen ect. da ich momentan sehr verzweifelt bin.

Mein Vater ist nun seit ein paar Tagen obdachlos, da er aufgrund einer Zwangsräumung seine Wohnung verloren hat. Dazu kommt dass er seit dem Tod meiner Mutter vor 5 Jahren depressiv ist und zuviel trinkt.

Er ist 58, arbeitsunfähig (wegen diverser Erkrankungen) Er schläft momentan bei und auf der Couch. Was keine Lösung ist da ich eine kleine Tochter habe, und keinen Platz....

Er hat bisher keinen Antrag am Amt zwecks einer neuen Wohnung gestellt, obwohl schon seit Wochen klar war wann er auszuziehen hat. Er kann sich einfach zu nichts motivieren und verschläft beinahe den ganzen Tag.

Ich weiss momentan echt nicht weiter. Es belastet mich so sehr :�(

Die Wohnungssuche ist hier bei uns in der Grossstadt extremst schwierig. Alles viel zu teuer und leere Wohnunge gibts es so gut wie gar nicht...

Den Rest meiner Familie interessiert sich nicht dafür, ich stehe quasi alleine da.

Hat jemand von euch hier Erfahrungen, oder kann mir einen Tipp geben wie ich jetzt vorgehen kann? Er kann nicht ewig hierbleiben. Seine depressive Art zieht mich mit runter.

Danke fürs lesen !!

Antworten
C[a<ram8ala x2


Schwierig, wenn jemand persönlich nicht will. Ich verstehe es, wenn jemand psychisch nicht der Lage ist sich selbst zu motivieren. Der Mensch lebt nach dem Belohnungssystem und wenn einem nichts mehr lohnend erscheint, dann ist das keine gute Ausgangslage. Aber man kann andere nicht auf Dauer an das eigene Leben binden.

Ich würde an deiner Stelle bei der Caritas anrufen und mich hier beraten lassen. Zudem würde ich mit dem Vater sprechen. Anstatt den Tag zu verschlafen, könnte er sich einmal sein eigenes Leben ansehen und schauen, wie er zumindest mit Hilfe wieder für sich selbst wohnen kann.

Dqer /kleine| Prinxz


Das tut mir sehr leid, dass Du so alleine mit dem Problem dastehst. Eine Anregung habe ich leider auch nicht. Ich finde diese Auffassung von "Familie", wie Du sie gerade erlebst, zutiefst verabscheuungswürdig. Aber naja, ist gar nicht so selten bei uns, leider!

d/an{ae87


Der psychosoziale Dienst könnte eine Anlaufstelle für dich sein. Allerdings, wenn er partou nicht will, dann können die ihn auch nicht zwingen. Einem Menschen gegen seinen Willen zu helfen ist kaum möglich und das musst auch du dir ganz dringend klar machen. Ich finde es toll das du hilfst, aber pass auch auf dich dabei auf. @:)

M)ochixto


Danke für eure Antworten. Ich versuche andauernd mit ihm zu sprechen. Das einzige was er immer sagt: Mach dir keine Sorgen das wird schon. Weiteren Diskussionen geht er aus dem Weg. Aber der Tipp mit der Caritas isr gut danke dafür. Ich kann einfach nicht verstehen wie man sich so hängen lassen kann....

dRanae 8x7


Na ja, in einer Depression ist einem halt einfach alles ganz egal und dein Vater scheint bis zum Hals drinne zu stecken. Dazu der Alkohol der sowieso alles nebensächlich macht...

XDiraixn


Ich würde mal Tacheles reden mit ihm.

Dich nicht abwimmeln lassen von "Das wird schon".

"Wie stellst du dir deine nähere Zukunft vor, wo willst du leben..."

Vielleicht...so leid es mir tut, ist er noch nicht genug auf die "Schnauze" gefallen um zu realisieren, dass er sich mit seiner Alkoholkrankheit UND seinen Depressionen Hilfe suchen muss.

Eine Klinik wäre wohl der beste Aufenthaltsort.

Aber man kann nunmal niemanden zwingen. Ihr könnt ihm aber ein Ultimatum machen, dass er nur weiter bei euch auf der Couch leben kann, wenn er zBsp eine Therapie macht, zum Amt geht um Hilfe zu beantragen und Wohnraum UND aktiv in der Zeitung nach Wohnungen sucht.

Sagt ihm, dass ihr ihm auch soweit es euch möglich ist, helfen werdet dabei, aber dass es langfristig keine Lösung ist, bei euch auf der Couch.

Das mag jetzt hart klingen, weil das der Mann ist, der dich großgezogen hat, aber momentan bist du der Erwachsene und er ein Kind. Er kann nicht für sich selbst sorgen anscheinend.

Vielleicht kann man auch mal sanft einen klinikaufenthalt ansprechen...

Äußerst schwere Situation.

ich wünsche dir viel Glück und Erfolg

M?ochxito


Danae + Xirain

Danke für eure Antworten. Ja ich versuche tacheless mit ihm zu sprechen aber irgendwie kommt nix an. Er meint wirklich es fliegt ihm alles zu und er kann ewig hier bleiben. Bin selbst gesundheitlich angeschlagen (MS Schub aktuell) und mir fehlt da momentan auch der Durchblick mit den Ämtern. Ein Klinik Aufenthalt habe ich vorgeschlagen, braucht er aber seiner Aussage zufolge nicht. Es ist einfach alles total blöd....

Das er Depressionen hat sieht er ein ändert aber selbst nichts daran....

XEiraxin


Vielleicht wäre ja auch eine ambulante Therapie ein Weg?

Eine Tagesklinik oder beim niedergelassenen Therapeuten.

M:ochi}to


Ja da werde ich mich mal informieren. Hoffentlich will er das und nimmt den Vorschlag an..

XCiraixn


Sagen wir mal so, aufgrund seines Alkoholproblems würde ich eher zum klinischen Aufenthalt oder Tagesklinik neigen.

Aber wenn er wenigstens Ja zum Therapeuten einmal die Woche sagen würde, wäre es wenigstens ein Anfang.

Aber dieser wird sich nicht darum kümmern ihn von eurer Couch zu holen.

Da müsst ihr aktiv einen Weg finden... Vielleicht eine kleine 1-Zimmer Wohnung erstmal? Und halt die Behördengänge organisieren

D8er hkleifne ePrin=z


Das er Depressionen hat sieht er ein ändert aber selbst nichts daran.... Mochito

Kann er auch nicht, Du siehst und sagst ja selbst, dass er eine Depression hat. Wenn er Antrieb hätte, was ändern könnte, wäre es keine Depression. Und dann noch der Alk.

A<gGathWa Crhistixe


Dein Vater ist krank. Dabei spielt es keine Rolle, ob er alkoholkrank oder "nur" depressiv ist. Du hast nicht nur ihn, sondern eine Tochter und trägst Verantwortung für sie und für dich. Du musst diese nicht auch noch komplett für Deinen Vater übernehmen.

Bitte versteh mich recht: Ich sage nicht, dass du dich nicht um ihn kümmern solltest - doch, das schon, aber in dem Rahmen, der für dich, ohne dass du daran mental und finanziell in die Knie gehst, zu leisten ist.

Wende dich um Hilfe an seinen Arzt, den sozialpsychiatrischen Dienst und was dir in dieser Lage vielleicht noch empfohlen wird. Hol dir alle Hilfe, die du bekommen kannst, denn diese Situation ist echt kräftezehrend. Mach das dir und deiner Tochter zuliebe. Ihm ist auch besser geholfen, wenn sich weniger emotional verstrickte Seiten einschalten und um seine gute Unterbringung und Versorgung kümmern.

Mhoc]hitxo


Vielen vielen dank euch allen für die Hilfe. Ich werde mich morgen mal mit dem sozialpychologischen Dienst und der Caritas in Verbindung setzten. Ich hoffe die können mir dort ein paar Tipps geben.

Ich möchte meinem Vater nicht das Gefühl geben unerwünscht zu sein. Aber die Wohnsituation ist so lange nicht auszuhalten. Finanziell hab ich ihn unterstützt, im Rahmen meiner Möglichkeiten... die sind aber auch mehr als erschöpft...und ich kann ihn einfach nicht Wochen oder monatelang mitziehen...

Nochdazu wo er vormittags alleine hier ist, während ich arbeiten und meine Tochter im Kiga ist. Da bekomm ich nicht mal mit ob er trinkt. Verboten habe ich es ihm bei mir zu Hause Alkohol zu konsumieren.

Wartezeiten hier für eine Sozialwohnung sind 1 Jahr und mehr :°(

X iraxin


Vielleicht brauch er auch Aufgaben? Nichts großes, aber mach es zum bestandteil seines Bleiberechts.

zBsp, dass er dein Kind auch mal für 2 Stunden abends betreut, damit ihr ausgehen könnt.

Dass er morgens einkaufen geht, einmal durch die Wohnung staubsaugt oder das Bad putzt.

Jeden Tag nur eine dieser Aufgaben, um ihn nicht zu überfordern.

ABER auch Kinder müssen ja solche Haushaltstätigkeiten einbringen (also ich musste das...) und deswegen finde ich, er sollte durchaus wenigstens einen gewissen Teil leisten.

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