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Mein Vater ist jetzt obdachlos

d4anxae87


Es gibt ANlaufstellen für Angehörige. Melde dich, da kommt man alleine ganz schlecht wieder raus.

dsie_n'a{seweisxe


Du hast keinen Respekt vor ihm, du hast Angst.

Kann es sein, dass dein Vater immer schon sich einen Scheißdreck um die Gefühle und Bedürfnisse anderer geschert hat? Und dass deine Geschwister gute Gründe haben, sich nicht um ihn zu kümmern?

Es gibt Selbsthilfe gruppen für Angsbörige, z.B. AlAnon. Suchtberatungsstellen bieten auch Angshörigensprechstunden an.

Es wird dir allerdings niemand das Problem abnehmen, solange du dich nicht abgrenzt, was darauf hinauslaufen wird, ihn rauszuwerfen.

P,ythoxnist


Pflegefall ist er nicht. Er ist so schon fit. Kann sich aber zu nichts motivieren. Er pennt nur, schaut Filme und isst was... ah und raucht mir nachts die Bude voll.

Deine Bude, deine Regeln, deine Konsequenzen.

Und das fängt doch einfach an: wenn er bei dir die Tage wohnen will, muss er auch was dafür tun. Halt Haustätigkeiten: kochen, putzen, saubermachen, mit dem Hund gehen, Garten, Wäsche waschen, Staubsaugen, sein Bett machen, beim Einkauf helfen, was halt so anfällt. Deine Bude ist doch kein Hotel.

Betreuer wäre trotzdem eine gute Idee, einfach weil er selber nichts auf die Reihe bekommt.

Da hängen paar mehr Sachen dran. Aber dann ist das ein denkbarer Weg.

Reden haben wir gestern versucht. Wenn er nicht weiter weiss geht er einfach. Aufteilen mit einer Woche bei meinem Bruder oder seiner Schwester haben wir auch überlegt. Aber gerade diese beiden sagen sie wollen ihn nicht. Mehr Familie habe ich nicht mehr . Ich bin selber sehr enttäuscht von meiner "Familie".

Auf mich machst du den Eindruck, dass du zu "lieb" und nicht konsequent genug in deinem Handeln bist.

Wenn du ihm deren Adressen auf einen Zettel schreibst, hat er damit zwei weitere Anlaufstellen. Selbst wenn sie ihn nicht wollen, und nur widerwillig aufnehmen, hat er dort Möglichkeiten eine Weile unterzukommen. Wollen zählt nicht immer im Leben. Und dann ist eine Variante zu sagen: ich habe mich jetzt 1 Woche um ihn gekümmert und schaffe es nicht mehr. Bruder/Schwester, hier ist euer Vater, nun kümmert euch eine Woche, damit wir die derzeitige Last gleich verteilen. Da ist keine Frage und kein "bitte" mehr drin, sondern es ist eine klare Ansage.

Er leiht sich mittlerweile Geld von Bekannten. Natürlich verheimlicht er wofür er es ausgeben möchte ( Zigaretten und Alkohol) Ich habe ein klares Alkohol und Rauchverbot ausgesprochen. Halten tut er sich nicht dran.

Was spricht dagegen, deinem Verbot eine Konsequenz hinzuzufügen und diese auch einzuhalten? Es wird unrealistisch sein, dass er sofort vom Rauchen und Trinken wegkommt, aber es lässt sich durchsetzen, dass er z.B. zum Rauchen auf dem Haus rausgehen muss.

Übrigens wegen Anwalt, den der Vater bemühen will: "Prozesskostenhilfe" heißt das Stichwort, mit dem Mittellose anwaltlichen Beistand bekommen können.

Meine Meinung: rauswerfen ist keine Lösung. Sondern die drei Kinder sollen sich die derzeitige Last teilen und zusammen einen Plan machen, wie sie den Vater unterstützen können, dass er ordentlich in das Gesundheitssystem und soziale Netz des Staates kommt. Und dem Vater in sinnvoller Weise unterstützen, ohne ihm aber die Eigenverantwortung abzunehmen.

Z.B. die ersten 2-3 Termine zu den Ämtern begleiten, ihm zuhause Aufgaben geben (Rasen mähen, Saubermachen, Garten). Und eine menschenwürdige Behausung ermöglichen. Varianten hatte ich ja genannt, das kann nahe der eigenen Wohnung sein in einem Gartenhäuschen oder Wohnwagen. In den Wohnungen der Kinder gilt es deren Regeln einzuhalten.

Ich glaube an einen gangbaren Kompromiss aus Abgrenzung der Kinder (von Fehlverhalten des Vaters) und Unterstützung, aber als Hilfe zur Selbsthilfe.

Der Vater hat noch eine Freundin (auch alkoholabhängig?) und er hat noch Pläne - und sei das das Leben in Spanien. Wenn er darin einen Antrieb sähe, naja, dann soll das sein Weg sein, den er initiativ verfolgt. Es ist alles EU, die Renten kann man auch dahin überweisen, und es ist zumindest ein Ziel. Ein Strohhalm, der mal nicht nur depressiv und antriebslos klingt.

dwanaex87


Meine Meinung: rauswerfen ist keine Lösung.

Was für Konsequenzen schweben dir denn vor wenn er sich weder an das Rauchverbot im Haus hält noch sich am Haushalt beteiligt?

A4gatha8 GCri2stie


In den Wohnungen der Kinder gilt es deren Regeln einzuhalten.

Und was, wenn er eben das nicht tut? Was bleibt dann, außer ihm die Möglichkeit, sich um die gesetzen Regeln nicht zu kümmern, zu entziehen? TV- und Spieleverbot kommt ja wohl nicht infrage ... Sorry, aber es geht hier um einen Erwachsenen, der auf dem Rücken seiner Familie seine Sucht auslebt! Das ist kein Kavaliersdelikt, es geht nicht nur um die Nerven der Tochter, die schon bis zum Zerreißen angespannt sind, sondern auch um ein Kind, das das Fehlverhalten seines Opas tagtäglich miterleben muss.

Theoretisch klingt es gut, dass "rauswerfen keine Lösung ist", aber das sucht sich ja niemand aus; es wäre die letzte Konsequenz, wenn nichts anderes greift. Es geht gar nicht um einen Rauswurf, sondern um die letztmögliche Änderung einer vertrackten Lage.

Mhochi~txo


Er will ja zu keinen der Ämter gehen, und wenn ich mich auf den Kopf stellen würde. Habe ihm heute einen Wohnungsantrag besorgt. Ebenso habe ich mich an den sozialpychologischen Dienst bei uns gewendet. Wirklich weiterhelfen konnten die mir aber auch nicht. Haben mir die Nummer vom Krisendienst für den Notfall gegeben, und eine Adresse eines Männerwohnheims für Alkoholabhängige... diese dürfen aber dort trinken ":/ bringt jetzt auch nix.

Ohne das er will geht nichts. Er war heute einkaufen, bier war natürlich dabei. Er meinte er hats versteckt...gesehen habe ich es trotzdem. Mein Mann läuft nur noch stink sauer durch die Gegend und ist gereizt.

Ja ich bin definitiv zu nett. Schon immer gewesen. Habe einfach extreme Hemmungen ihn rauszuwerfen, da ich ihn nicht als Penner unter irgend einer Brücke sehen möchte. Aber annihm perlt einfach alles ab.

Seine Freundin ist nicht Alkoholabhängig. Aber der Plan mit Spanien ist für die Tonne. Rente wird er nicht bekommen ( nicht mal dazu war er bisher in der Lage wenigstens mal nachzufragen am Amt) und mit H4 darf er gar nicht auswandern. Wieso sollte er in Spanien arbeiten wenn er es hier schon jahrelang nicht auf die Reihe bekommen hat. Pleite, arbeitslos und wohnungslos in Spanien. Ein wunderbarer Traum....

X!iraixn


Doch das Wohnheim bringt was.

Es spart euch eure nerven. Und er sieht die konsequenz seines handelns...dort miss er sich nämlich einfügen sonst fliegt er.

Keine zu nette tochter die ihm die sachen trotz eigener belastung durchgehen lässt.

C.hancre'007


Andererseits ist er mein Vater...

Und Du bist seine Tochter. Und nun? Leitet er daraus irgendeine Rücksicht ab? Wenn nein, warum ist es Deine Aufgabe als sein Kind, das im umgekehrten Fall zu leisten? Das ist verdrehte Welt. Mach Dir das bitte klar.

Ich denke auch, Du steckst leider extrem drin in der Coabhängigkeit. Die Anlaufstellen wie z.B. Caritas beraten nicht nur Suchtkranke bzw. Hilfebedürftige. Sie beraten auch Angehörige, weil diese oft genau so große Probleme haben - da sie in emotionaler Abhängigkeit stecken.

Du solltest in erster Linie nicht für Deinen Vater laufen, sondern für Dich selbst.

Und wenn Du Dir selbst auch nicht wichtig genug bist, dann lauf bitte für Dein Kind. Was glaubst Du macht es mit diesem, wenn dieser Zustand ewig anhält? Und nein, das kann man sicher nicht vor einem Kind verstecken. Sie sieht und lernt. Ich bin doch recht sicher, dass DAS nicht die Vorbilder sind, die Dir/euch für sie vorschweben. Weder ihr als hilflose Eltern, noch Dein Vater als suchtkranker depressiver Opa. :|N

DFer *kl6einie xPrinz


Mochito, nur als Ultima Ratio, für den Fall der Fälle: wenn Du gar nicht mehr weiter weißt, und die restliche Familie völlig unkooperativ ist, gibt es immer noch einen sicheren Weg, der Deinen Vater schnell aus der Wohnung entfernt. Rufe bei der Polizei an und sage, sie sollen den Mann aus Deiner Wohnung entfernen, dann machen die das so.

Ob Du kannst, und ob das wirklich okay ist, ist natürlich die Frage, aber auf jeden Fall, wenn sonst gar nix mehr geht, dann gibt es vielleicht keinen anderen Weg mehr.

qnuacks.albexrei


Ebenso habe ich mich an den sozialpychologischen Dienst bei uns gewendet. Wirklich weiterhelfen konnten die mir aber auch nicht. Haben mir die Nummer vom Krisendienst für den Notfall gegeben, und eine Adresse eines Männerwohnheims für Alkoholabhängige...

Mochito, hast Du die Leute vom sozialpsychiatrischen Dienst gefragt, ob sie sich an Deinen Vater wenden könnten? Ich weiß, manche Dienste machen das nicht, sondern geben dann Hilfestellung, wenn ein Betroffener zu ihnen kommt. Aber fragen kann man dennoch mal.
Ich hatte mal eine sehr ähnliche Situation in der Familie, ich habe mich damals auch an den sozialpsychiatrischen Dienst gewandt, der daraufhin an die betroffene Person einen Brief schickte, in dem sinngemäß stand, dass sich Frau Quacks große Sorgen mache und sich deshalb an sie gewandt habe, und sie haben ihre Hilfe angeboten und einen festen Termin vorgeschlagen, zu dem sie zu der betroffenen Person kommen würden.
Könnte natürlich sein, dass Dein Vater auch dieses Angebot ausschlagen würde, wäre aber vielleicht einen Versuch wert.

Meochivtxo


Chance

Doch er leitet daraus Rücksicht ab. Zu seiner Schwester sagte er wortwörtlich: sicher macht siebsas sie ist schließlich meine Tochter....

Und ich bin mir etwas wert, meine Tochter noch viel mehr. Für mich ist Familie immer alles gewesen.

Daher habe ich ja diesem verdammte Zwiespalt in mir...Rauswerfen und ihn vielleicht unter gehen lassen, oder durch durch diese Situation irgendwie durch.

Der kleine Prinz

Das würde wahrscheinlich nie übers Herz bringen.

Danke euch allen für die Ratschläge und die Hilfe.

Ihr habt mir schon einige gute Ansätze geliefert

MVochixto


Quacksalberei

Ja habe ich. Sie meinten er müsse schon vorbeikommen. Oder ich solle die Caritas miteinbeziehen. Die würden dann einen Termin mit ihm machen.

Und ich habe jetzt heraus gefunden das die Diakonie in unsererr Stadt ihm auch schon helfen wollte.

Aber wie bei allem...ER wollte nicht >:(

A6gatVha (Cristie


Mein Mann läuft nur noch stink sauer durch die Gegend und ist gereizt.

Kein Wunder.

Ohne das er will geht nichts. Er war heute einkaufen, bier war natürlich dabei. Er meinte er hats versteckt...gesehen habe ich es trotzdem.

Das bedeutet, du siehst die Fakten, aber dir sind die Hände gebunden.

Deine Alternative?

miinimixa


Eine Freundin von mir hatte mal einen alkoholkranken Freund. Sie ging zu den AA's, um zu erfragen, was sie denn tun könne. Der gute Mann, selber trockener Alkoholiker, sagte zu ihr: "Sie können nichts machen. Absolut nichts. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man erst mit der Nase im Rinnstein liegen muss, also, Wohnung weg, Arbeitsstelle weg, Partner weg, Familie und Freunde weg, um zu erkennen, was die Uhr geschlagen hat. So lange Ihr Partner nicht selber will, haben Sie keine Chance." Und das gilt nicht nur für Alkoholismus.

Ich glaube dir, dass für dich der Familienzusammenhalt einen großen Stellenwert hat, nur ist es wie in allen Beziehungen: Es darf nicht zur Einbahnstraße verkommen. Du hast leider nur die Wahl zwischen Pest oder Cholera, und ich denke, es ist besser, "lieber" deinem Vater gegenüber irrationale Schuldgefühle zu haben (bei einem etwaigen Rausschmiss), als deiner Tochter wegen handfeste, und vor allem berechtigte, Schuldgefühle zu haben, weil du sie dem gesundheitsschädlichem Qualmen ausgesetzt hast.

Du hast deinen Vater in der Not aufgenommen, was alles andere als selbstverständlich ist. Nun dankt er es dir mit Respektlosigkeit. Es ist eine Sache, sich wegen der Depressionen antriebslos etc. zu fühlen, aber eine ganz andere, sich rücksichtslos über deine Bedürfnisse und die deiner kleinen Familie hinweg zu setzen.

Ich drücke dir die Daumen, dass du ganz schnell aus dieser Abwärtsspirale heraus findest. :)*

CBhapn3ce007


Doch er leitet daraus Rücksicht ab. Zu seiner Schwester sagte er wortwörtlich: sicher macht siebsas sie ist schließlich meine Tochter....

Du hast mich falsch verstanden. Es ging mir nicht darum, dass er Rücksicht verlangt, sondern dass er aus der Tatsache heraus, dass Du ja seine Tochter bist, Rücksicht nimmt.

Und das tut er in keinster Weise. Daher ist das Argument "Er ist doch mein Vater" keines. Denn "Du bist seine Tochter" interessiert ihn ja auch nicht.

Macht Dich das nicht eher wütend als verzweifelt? Mich würde es (heute!) wütend machen, wenn jemand so rücksichtslos und vollkommen egoman über meine Gefühle hinweg trampelt und nicht nur sein eigenes Leben zerstört, sondern meines gleich mit. Und ich würde es nicht zulassen. :|N

Wenn jemand Hilfe braucht und möchte und das deutlich zeigt - jederzeit. Wer sich auf meine Kosten ausruhen möchte, um es bei der Selbstzerstörung bequemer zu haben - Nein Danke!

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