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Mein Kollege kommt und geht wann er will- wie Verhalten?

P(ap;a.)And_i.x82 hat die Diskussion gestartet


Ich arbeite neben meinem Job als Selbstständiger auch im Büro.

Mein Kollege sitzt einen Raum weiter und hat einen 40 Stunden Job. Eigentlich.

Ich bin in einer anderen Sparte. Er bearbeitet Anträge. Ich kümmere mich um die Buchhaltung.

Vor 8 Wochen gab mir der Chef (der in einer anderen Zweigstelle sitzt) den Auftrag etwas beim Kollegen genehmigen zu lassen.

Da der Kollege den Gang herunter in einem Raum sitzt, bekommen wir normalerweise kaum etwas voneinander mit.

Vor ca. 8 Wochen fiel mir dann erstmals richtig bewusst auf, dass der Kollege trotz eingeplanter 40 Stunden Woche kommt und geht wann er will.

Ich weiß, dass der Kollege erst noch sein Kind in die Kita bringt und dann meist um halb 9 anfängt.

Rein rechnerisch dürfte er dann vor halb 5 nicht das Büro verlassen.

Da ich selbst meist in der Arbeit stecke, komme ich vor halb 2, halb 3 nicht dazu, das Büro zu verlassen.

So auch vor 4 Wochen. Ich ging dann um kurz nach 2 in das Büro des Kollegen, zwecks Unterschrift, fand aber niemanden vor. Dort war abgeschlossen! Anfangs dachte ich noch: Ja, hat der vielleicht einen Termin oder ist eher gegangen. Ich probierte es an 3 aufeinanderfolgenden Tagen. Um halb 3, um halb 4, um halb 5. Nichts!

Irgendwann in einer ruhigen Minute sprach ich ihn dann darauf an. Er behauptete, er wäre in der Außenstelle gewesen.

Damit gab ich mich anfangs zufrieden, bis es mir reichte und ich einen guten Bekannten fragte, der mich verwundert ansah und dann feststellte, dass der Kollege nie zu angegebenen Zeiten in der Außenstelle gewesen sei.

Mittlerweile habe ich etwas genauer nachgeforscht und festgestellt, dass er kommt und geht wie er lustig ist.

Nach halb 2 war er nie im Büro anzutreffen.

Sein Vertrag enthält auch keine Gleitzeit, sondern fest geschriebene Stunden. Bei der letzten Weiterbildung gab es eine Situation von der ich eindeutig weiß, wie viel er arbeiten muss.

Unser Chef weiß nichts davon, da er in einer anderen Außenstelle sitzt.

Mir ist schleierhaft, wie der Mensch auf eine 40 Stundenwoche im Büro kommen soll.

An sich ist der Kollege ja alt genug. Nur merke ich, dass unser Azubi seit einigen Tagen auch so zu schludern anfängt.

Da der Azubi teils bei mir und teils bei ihm sitzt, sehe ich das auch nicht mehr so läppisch an, wie ich es normalerweise sehen würde.

Was würdet ihr tun? Den Chef ums Gespräch bitten?

Antworten
Xhirxain


Ich würde zuallererst mit der betreffenden PERSON reden.

"Mir ist aufgefallen, dass ... Inzwischen färbt das Verhalten auf den Azubi ab. BlaBla"

Ich hasse es aber auch wenn man den Mund gegebüber dem Chef aufreißen kann, aber die betreffende Person nicht EINMAL selbst um ein klärendes Gespräch bittet.

ich würde der Person dann knallhart sagen "In der Außenstelle weiß niemand davon, dass du da bist. Irgendwas kommt mir nicht koscher vor."

Vielleicht ist er auch einfach FERTIG mit der Arbeit und da ihr kein Stechsystem habt, denkt er sich "So fertig ich kann heim, hab ja nen Kind..." Was ich schon verständlich finde, aber dann würde ich bei ihm anregen, dass er mit dem Chef mal über die Aufgabenverteilung redet. Niemand sitzt gern unnötig und gelangweilt im Büro.

Es ist eine verdammt schwere Situation, aber ich hab es auf Arbeit erlebt, wie hinter meinem Rücken etwas an meinen Chef heran getragen wurde (Kein Arbeitszeitbetrug, sondern was persönliches.) und ich das dann im Mitarbeitergespräch aufs Brot geschmiert bekam.

War echt keine schöne Sache und ich hab mir echt gewünscht, dass die Person den A**** in der Hose gehabt hätte, es mir persönlich zu sagen, damit ich etwas konkret ändern kann.

SCheila]gh


Äh...geht Dich das wirklich etwas an, frage ich mich?

Es ist doch die Aufgabe der Vorgesetzten, die Stundenzahl/Arbeitshaltung etc. seiner Mitarbeiter im Auge zu haben, und nicht Deine als Kollege? ":/

Oder hast Du einen persönlichen Nachteil dadurch?

Musst Du seine (evtl.) liegen gebliebene Arbeit kompensieren?

Finde es sehr befremdlich, dass Du da so hinter her bist, und sogar so weit gehst, dass Du dem Kollegen regelrecht hinterher schnüffelst....

???

P<apa.&Andi.x82


Was ich schon verständlich finde, aber dann würde ich bei ihm anregen, dass er mit dem Chef mal über die Aufgabenverteilung redet.

Entschuldige mal, aber ich habe 3 Kinder und kann nicht einfach so nach Hause gehen, wann es mir passt.

:|N

Wäre ja noch schöner, wann jeder kommen und gehen würde, wie er lustig ist.

Wenn die Bäckersfrau seit einer Stunde keine Kundschaft hat, kann sie auch nach Hause gehen oder wie? ":/

Ich verstehe das, wenn man mal was anderes vor hat oder einen Notfall oder mal eine Woche durchhängt. Aber über 8 Wochen und wer weiß wie lange das schon so geht?

PLapa.A)ndi.x82


Es ist doch die Aufgabe der Vorgesetzten, die Stundenzahl/Arbeitshaltung etc. seiner Mitarbeiter im Auge zu haben, und nicht Deine als Kollege? ":/

Oder hast Du einen persönlichen Nachteil dadurch?

Ja, habe ich. Der Azubi, der bei uns einsteigen soll, geht durch das Verhalten vor die Hunde.

Ich merke deutlich, dass seine Arbeitseinstellung zu wünschen übrig lässt und das geht gar nicht.

Der soll bei uns nach der Ausbildung einsteigen und fängt bei mir ebenfalls an zu trödeln.

SEheila[gh


Nochmal:

Hast Du persönliche Nachteile durch das Verhalten Deines Kollegen?

Oder geht es nur um Dinge wie: "Wo kämen wir denn dahin, wenn das jeder machen würde??!!" ]:D

Kümmer Dich doch einfach um Deinen Job, und zerbrich Dir nicht den Kopf anderer.

Zum Chef würde ich übrigens auf keinen Fall gehen!

Du könntest Dich damit sehr unbeliebt machen, und/oder Dich bis auf die Knochen blamieren...

Oder weißt Du etwa, welche genauen Vereinbarungen Dein Kollege mit dem Chef hat?

S<heiloagxh


merke deutlich, dass seine Arbeitseinstellung zu wünschen übrig lässt und das geht gar nicht.

Der soll bei uns nach der Ausbildung einsteigen und fängt bei mir ebenfalls an zu trödeln.

DAS alles liegt nicht in Deiner Verantwortung und Zuständigkeit, sondern in der Deiner Vorgesetzten.

X/ira|ixn


Ja aber du hast ihn ja auch nie nach Gründen gefragt...

Und ich finde es halt mies sofort zum Chef zu rennen anstatt erstmal mit dem Kollegen tacheles zu reden.

(Bei mir ging es um Ordnung am Arbeitsplatz. Statt das mir jemand sagte "Mach mal Ordnung, hier siehts aus wie Sau" ging es zum Chef. Zumal mein Arbeitsplatz bei weitem noch schöner ist als manche andre. Aber der Chef musste es dann ansprechen im Halbjahresgespräch. Ich bin aus ALLEN Wolken gefallen und fand es arschig, denn wenn man es mir konkret zu einem Zeitpunkt sagt "Hey...hier siehts ja aus..." dann kann ich konkret in dem einen Moment etwas tun.)

Ich sehe das ganze einfach aus der Sicht des Betroffenen.

Ansprechen, Nachfragen, wenn sich nichts ändert, kann man immernoch beim Chef petzen.

Das ist meine meinung.

Wir sind doch alle soziale Wesen...

D\ig|italwYecSkxer


jeden morgen um 6:00 Uhr steht ein Deutscher auf um einen anderen Deutschen zu kontrollieren.............

Warum ist das in England wohl ein geflügeltes Wort?

P)apar.ATndix.82


Und ich finde es halt mies sofort zum Chef zu rennen anstatt erstmal mit dem Kollegen tacheles zu reden.

Wo habe ich hier geschrieben, dass ich das vorhabe zu tun?

Deshalb habe ich ja hier nachgefragt.

Okay ist es dennoch nicht und das hat auch nichts mit Kontrolle zu tun.

Wenn ich in Kürze seine Arbeit mitmachen darf, dann schönen Dank.

Xtirvain


Du hast gefragt ob du den chef um ein gespräch bitten sollst...

Das ist für mich zum chef rennen (absicht) statt mit dem kollegen zu reden...

Und ich hab dir geraten mit dem kollegen zu reden statt mit dem chef.

Verstehe deine aussage dementsprechend gerade nicht.

WMatRerlxi2


Ich finde, wenn der Chef nichtmal vor Ort ist und das nicht kontrolliert und es ihn auch nicht interessiert, gibt es keinen Grund, wieso der Kollege die Stunden ableisten sollte. Seine Arbeit schafft er anscheinend trotzdem, sonst gäbs ja längst Beschwerden von Kunden. Oder auch das ist dem Chef egal. Ok, dann hättest du schon nen Grund, dich aufzuregen, weil so geht der Laden und dein Job auch sicherlich bald vor die Hunde, ist klar. Aber dafür ist nicht der Kollege verantwortlich, sondern der Chef. Eine Führungsperson im Unternehmen muss führen, sonst gibt eben kei gut laufendes Unternehmen, ganz einfach.

Manche Jobs sind tatsächlich so, dass man dort Zeit sinnlos absitzt weil viel zu wenig zu tun ist, als dass man 8 Stunden pro Tag da sein müsste.

P|apab.Anmdi.x82


Du hast gefragt ob du den chef um ein gespräch bitten sollst...

Ja, genau das ist der Punkt. Ich habe gefragt, nicht gesagt, es steht bereits fest, dass ich zum Chef gehe.

Ich sehe einfach den Azubi in Gefahr und vertrete entgegen einiger nicht die Meinung, dass der Kollege kommen und gehen kann wie er will, denn es gab bereits Probleme, die auf ihn zurück zu führen sind.

Das bekommt die Chefetage aber nicht mit.

Konsequenz dessen: Soll ich mich jetzt auch um halb 2 nach Hause verdrücken? Ist das besser? (ironische Frage)

Ich habe 3 Kinder, die mich auch brauchen und es sicher auch gerne sehen würden, wenn sie dauerhaft eher aus der Kita gehen oder von mir von der Schule abgeholt werden.

A+licheHargxreaves


Ist das Pillepalle ;-D Schreib dem Kollegen eine Mail, in der du ihm mitteilst was du von ihm möchtest. Wenn man bei uns jemand nicht erreinar ist klappt es mit der Mail zu 100%. Bei uns haben auch immer mehr Mitarbeiter ein Firmen Smartphone genau für solche Fälle. Wenn ich sowas lese bin echt froh, dass wir keine Zeiterfassung mehr haben sondern Vertrauensarbeitszeit.

Über VPN können auch die ins Firmennetzwerk die eigentlich kein Home Office machen.

TAhis qTwil!ight sGardexn


Irgendwie liest sich das trotzig und auch neidisch von dir. Der einzige Nachteil der dir bisher enstanden ist, ist deine persönliche Sorge um den Azubi. Und auch das ist nicht dein Bier...

Wenn du was vom Kollegen brauchst, schreib ihm ne Mail da du ihn ja anders nicht erreichen kannst.

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