» »

Wie Geld anlegen für's Kind?

kVatCharhina-diGe-grxoße


Es ist halt für die meisten schon leichter, jeden Monat ein paar Euro wegzupacken, als mal eben so den Führerschein springen zu lassen. Von daher finde ich es völlig in Ordnung, Geld anzulegen, machen wir ja auch so. Und ich gehe davon aus, dass man seinem Kind dennoch vermitteln kann, dass Geld nicht auf Bäumen wächst und man für seine wünsche was tun muss.

Meine Eltern hatten für mich ein bisschen was angelegt, da habe ich mich sehr drüber gefreut und mit mitte 20 meine erste richtig eigene Wohnungseinrichtung von gekauft, als ich mich als frisch getrennte, arme Studentin plötzlich alleine durchschlagen musste... so bezahlen hätten mir meine Eltern das nicht können und mein Geld hat trotz Arbeit gerade so für das nötigste gereicht.

S"pring"child


Da werde ich jetzt gerade echt stinksauer.

ICH hatte keinen "goldenen Löffel", für mich wurde NICHTS zurückgelegt. Meine erste Wohnung war eine Bruchbude, wo Kabel aus der Wand hingen und ich die Gasheizung noch mit dem Feuerzeug anstecken musste (nicht, dass es gegen die Kälte was genützt hätte, weil das Wohnzimmerfenster ein Riesenloch in der Scheibe hatte). Die spärlichen Möbel waren vom Vormieter (schön gammlig) oder der Sperrmüll von Verwandten. Ich hatte manchmal nichts zu essen, meine Schwester hat mir dann ab und zu mal eine Tüte mit Lebensmitteln vorbeigebracht. Führerschein gemacht hab ich mit 30 Jahren.

Wenn sie vor'm Studium oder vor der Ausbildung noch ein halbes Jahr ins Ausland will, dann soll ihr das verdammt nochmal auch möglich sein. Ein Auto wenigstens zum Einkaufen haben, was ich manchmal durch die Gegend geschleppt habe. Auf Konzerte gehen können, ins Schwimmbad, mal feiern wenn ihr danach ist. Stunden für ein Musikinstrument nehmen. Sich auf's Studium konzentrieren können, anstatt Existenzängste zu haben und nur zu arbeiten, worunter die Leistungen dann auch leiden. Ich bin teilweise in den Vorlesungen eingepennt, es ging einfach gar nichts mehr. Und musste schließlich aufgeben.

So ist das, wenn man arm ist. Hartz4? Das ist Luxus. Ich hab mir ein freiwilliges ökologisches Jahr gegönnt, da bekommt man 200 € "Taschengeld" im Monat, dazu die 150 € Kindergeld von meiner Mutter. Kommt mal mit 350 € im Monat zurecht. Wünsche euch viel Spaß.

Ich will verdammt sein, wenn mein Kind jemals so leben muss. "Den Wert des Geldes wertschätzen lernen" - sorry, aber so ein Gerede kommt nur von Leuten, die NICHT arm sind. Alle anderen sind sich des "Wertes des Geldes" mit Sicherheit deutlich bis schmerzhaft bewusst. Das muss man nicht erlebt haben.

Und ein Konto auf ihren Namen soll es sein, damit sich niemand dran vergreifen kann wie damals meine Mutter am Geld meines Großonkels, das er für mich angespart hatte.

Das bedeutet nicht, dass sie an ihrem 18. Geburtstag das Geld in die Hand bekommt. Aber wir werden ihr ermöglichen, was sie machen will. "Sorry, dafür haben wir kein Geld" wird sie NIEMALS zu hören bekommen.

SUpri!ngOchixld


Ein Auto wenigstens zum Einkaufen haben, was ich manchmal durch die Gegend geschleppt habe.

Also nicht das Auto, sondern die Einkäufe. ;-D

LMianS-Jixll


Da werde ich jetzt gerade echt stinksauer.

ICH hatte keinen "goldenen Löffel", für mich wurde NICHTS zurückgelegt

Ich musste mir auch alles selbst erarbeiten und wusste von Anfang an, dass das so sein wird. Das ist aber für mich kein Grund, sauer zu sein, meine Eltern hatten halt einfach nicht die Möglichkeiten bei fünf Kindern und einem Haufen Schulden auf der Landwirtschaft.

Bei meinem Mann war das anders, da wurden alle drei Kinder großzügig finanziell unterstützt, bis sie auf eigenen Beinen stehen konnten.

Diesem Beispiel folgen wir bei unseren Kindern, und ich bin froh, dass uns das möglich ist.

S@chomiLdti740


Ich glaube, Springchild ist eher sauer, weil ihr hier gesagt wird, warum Sparen fürs Kind Quatsch ist...

Uns geht es finanziell auch gut und wir lassen unsere Tochter da als Familienmitglied großzügig dran teilhaben. Das heisst nicht, dass wir ihr immer alles kaufen, aber sie bekommt schon recht großzügiges Taschengeld, auch mal den einen oder anderen Fummel extra und wir bauen ihr ein Startkapital auf.

Trotzdem ziehen wir hier kein verwöhntes egoistisches Monster groß, sie ist ein tolles sozial eingestelltes Mädchen, wenig zickig-pubertär, recht fleißig und zielstrebig in der Schule und hat auch schon Zukunftspläne.

Das kann nicht Jeder, keine Frage, aber ich glaube nicht daran, dass man zum besseren Menschen wird, wenn man diese Unterstützung nicht bekommt.

LfolaXx5


Da werde ich jetzt gerade echt stinksauer.

Du wirst stinksauer, nur weil irgendwer im Internet etwas anders sieht und auf Nachfrage (!) die Gründe nennt?! ":/ Das empfinde ich ehrlich gesagt als deutliche Überreaktion. ":/

Mir ist schon klar, dass Geld für viele ein hochemotionales Thema ist. Aber deswegen wird eine andere Sichtweise nicht gleich zum Skandal. ;-)

Zumal ich ja durchaus auch sehr dafür bin, den Kindern vieles zu ermöglichen! Ich weiß nur aus eigener Erfahrung, dass es dafür nicht unbedingt ein Konto auf den Namen des Kindes braucht.

Und ich finde eben, dass man auch aufpassen sollte, dass das Verwöhnen nicht zu weit geht und unerwünschte Konsequenzen zeitigt.

"Sorry, dafür haben wir kein Geld" wird sie NIEMALS zu hören bekommen.

Hmm, anscheinend hast du unter dem Satz gelitten und willst, dass dein Kind es besser hat. Das finde ich verständlich und gut. Aber den zitierten Satz finde ich übertrieben. Was wenn das einfach die Wahrheit ist? Ich finde, dass es einem Kind durchaus vermittelbar ist, dass man sich nunmal nicht ALLES leisten kann.

Szunf{lowe8r_7x3


Ich weiß nur aus eigener Erfahrung, dass es dafür nicht unbedingt ein Konto auf den Namen des Kindes braucht.

Tja, und Springchild hat die Erfahrung gemacht, dass Geld weg sein kann, wenn es nicht auf den Namen des Kindes läuft. Daher ihr Anliegen und ihr Gefühle.

Ich finde, dass es einem Kind durchaus vermittelbar ist, dass man sich nunmal nicht ALLES leisten kann.

Das sehe ich allerdings auch so. Meine Eltern haben mir einiges ermöglicht und dafür sicherlich auch verzichtet, denn Geld bzw. dessen Knappheit war immer mal wieder Thema. Mal heftig, mal eher als "Jammern auf eher höherem Niveau". Aber ALLES wird NIE gehen. Und es ist auch wichtig, einen gewissen Verzicht zu lernen. Die Tochter meines Partners ist Friseurin, das Gehalt lächerlich - und obendrein arbeitet sie nur Teilzeit, da Vollzeit "zu anstrengend". Tja, das passt dann schlecht mit dem Wunsch nach Mini Cabrio, iPhone 7 und MacBook Air. Sie stresst und drängelt momentan ohne Ende, aber Fakt ist: Jeder hat irgendwo seine Grenzen. Und selbst, wenn man sich abrackert ohne Ende, sind nicht immer alle WÜnsche erfüllbar. Wichtige Lernerfahrung.

L<oOlacX5


Tja, und Springchild hat die Erfahrung gemacht, dass Geld weg sein kann, wenn es nicht auf den Namen des Kindes läuft. Daher ihr Anliegen und ihr Gefühle.

Der eigentliche Schutz vor Wiederholung dieses Szenarios ist aber m.E. die Einstellung der Eltern, nicht das seperate Konto. Und die entsprechende Einstellung hat Springchild ja offensichtlich ohnehin schon.

Wenn sie darüber hinaus ein Konto einrichten will, kann sie's ja machen.

Nur frage ich mich, was mit so einem zweckgewidmeten Geld ist, wenn die Familie mal in ernste finanzielle Schwierigkeiten kommen sollte? Beide dann möglichen Entscheidungen sind irgendwie blöd. Auch daher wäre es mir lieber so eine Konstrunktion von vornherein zu vermeiden.

zauzxa


Hi,

das Geld gehört natürlich dem Kind - dieses Geld ist mündelsicher anzulegen; kann natürlich im Rahmen einer Anlagestrategie auch teilweise in Aktien etc angelegt werden. Das Geld des Kindes darf natürlich nicht zweckenfremdet werden, z.B. für Mietschulden, Familien-Tv etc.

Das überhaupt zu betonen ... (?) ... Kinder-Konten sind nicht dazu da, die eigene Steuersituation zu optimieren.

Gruß, Zuza

Jaanu*aRrbluxme


Wir haben immer Sparbriefe angelegt. Das ist praktisch, wenn du jetzt eine größere Summe hast, und die anlegen kannst. Dann haben wir mehrere Bausparverträge. Da gibt es zur Zeit 1,5% Zinsen. Sparen ist im Moment mau, trotzdem sollte man an Vorsorge denken. Dann haben wir noch den Biene Maja Sparplan, und eine Ausbildungsversicherung über die Ergo. Sowas bieten viele Versicherungen an. Ich dachte mir immer, die Sachen, die direkt vom Konto abgehen, sind am einfachsten. da geht man nicht dran, und in ein paar Jahren kann man sich so ein kleines Vermögen ansparen.

Byer"beritzxe1


Es geht nicht darum, die Steuersituation der Eltern zu optimieren (kann man natürlich auch), sondern oftmals darum, die spärlichen Erträge des für das Kind angelegten Geldes nicht auch noch mit 25% versteuern zu müssen.

Ansonsten sehe ich das auch so, dass das Geld allein fürs Kind da ist, auch im Trennungs- oder Armutsfall. Leider funktioniert das aber nur bedingt, weil dazu beide Eltern auch nach erfolgter Trennung an einem Strang ziehen müssen und im Hartz IV-Fall sich der Staat das Geld auch auf den Namen des Kindes holt, wenn es einen bestimmten Betrag übersteigt.

Gruß, die Berberitze

Ahlinxa1#23x4


Ich finde die Idee vom Sparen fürs Kind sehr gut. Ein paar Euro pro Monat sind wesentlich einfacher zu entbehren, als dann später eine beträchtliche Summe für eine Anschaffung auf einmal ausgeben zu müssen. Daher finde ich das System sehr gut. Letztendlich wünscht sich jeder so eine "Vorbereitung".

1=to]3


Letztendlich wünscht sich jeder so eine "Vorbereitung"

Ich nicht. Meine Eltern hatten für mich auch sowas abgeschlossen. Ich habe ihnen dann mit 16 vorgerechnet, dass eine Kündigung mit Verlust die sinnvollste Option sei. Meine Lehre aus dieser Geschichte war, dass ich mein Leben lang Banken und Versicherungen gemieden habe.

Fast alle hier genannten Vorschläge sind in Niedrigzinsphasen einfach keine rentable und somit sinnvolle Anlage. Dazu kommt das Problem, dass diejenigen, die sich bei ihrer Sparkasse etc. sowas aufschwatzen lassen oft nicht gerade in Geld schwimmen. Jede Sparanlage zugunsten der Kinder ist aber unsinnig, solange man noch Schulden für Haus, Auto, Dispo etc. hat.

100€ in einem ETF Sparplan bringen nach 18 Jahren doppelt soviel wie bei den heute üblichen 1% Anlagen. Und danach kann das Kind zb sechs Jahre lang während des Studiums 750€ pro Monat abheben. Viel wahrscheinlicher aber ist, dass das Kind auf die Art gelernt hat, wie man finanziell sorgenfrei leben kann. Und das ist definitiv die sinnvollste Lektion.

B8raim


Ich lese es immer wieder in verschiedensten Magazinen die sich mit Geldanlage beschäftigen bin aber trotzdem erstaunt darüber, wie sehr die Deutschen tatsächlich Fonds und Aktienanlagen misstrauen...

Das kann man ganz bequem selbst machen und verwalten ohne auf die Hilfe von Banken und ähnlichen Zwischenhändlern angewiesen zu sein und die Rendite ist deutlich höher als (vor allem aktuell) auf einem Sparkonto.

Und bei Auswahl der richtigen Modelle auch so sicher das man sich keine Sorgen machen muss.

LziaXn-Jilxl


Ich habe noch eine uralte Lebensversicherung (aus 1980!) laufen, bei der ich 3,5 % Verzinsung bekomme. In vier Jahren ist die Laufzeit rum und die Versicherung fragt mich regelmäßig, ob ich das Geld nicht jetzt schon gebrauchen kann (damit sie sich diese Verzinsung sparen) ;-D . Eigentlich schade, dass ich sie bereits vor 25 Jahren beitragsfrei stellen ließ, aber ein niedriger fünfstelliger Betrag wird es trotzdem.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beruf, Alltag und Umwelt oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Allergien · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH