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Berechtigter Wunsch oder komplett dreist und daneben?

TQerLraAl0eOxandVra


@ Antigone

Danke für deinen Tip mit den Überstunden, aber hier wäre ich vorsichtig. Es sll ja auch nicht so aussehen, als hätte ich die bewusst angesammelt unabhängig vom Arbeitsaufwand. Dann würde ich doch lieber unbezahlten Urlaub nehmen.

@ Canon

Zu jedem Thema gibt es doch eine Meinung, die die Mehrheit hat und dann noch welche, die nach rechts und links ausschlagen. Da ich über dieses Thema mit keinem gesprochen haben außer mit meinem Freund, kann ich die Situation und wie sie von außen aufgenommen werden könnte, nicht einschätzen. Mich interessieren deshalb eure Meinungen.

Momentan kann ich mir absolut nicht vorstellen, das Vorhaben in irgendeiner Weise anzukurbeln.

Xsiraxin


Ich würde wenn dann auf jedem Fall dem Chef langfristig die Möglichkeit geben zu planen.

Also jetzt planen und nächstes Jahr machen.

Dann kann er sich nämlich darum kümmern, dass jemand deine Arbeit übernimmt (zumindest zum Teil) oder einen Praktikanten (Aushilfe) einstellen.

Denk aber dran, das schlägt sich alles nieder.

Wenn du im Jahr drauf schon Mutterzeit nimmst, ist dein Elterngeld deutlich geringer wegen 3 Monate kein Gehalt etc.

Man sollte sich das genau überlegen.

Und die Frage ist ja, müssen es wirklich 3 Monate sein? Finde das schon extrem viel ^^

T%er~raAlcexandxra


@ Xirain

Ich würde wenn dann auf jedem Fall dem Chef langfristig die Möglichkeit geben zu planen.

Also jetzt planen und nächstes Jahr machen.

So hätte ich es auch gemacht. Wenn nicht sogar im übernächsten Jahr!

Und das mit der Knderplanung ist eben auch nur eine Planung. Sollte es soweit sein, hat mein Freund zu dem Zeitpunkt seinen Job. Ich versuche es nicht vom Finanziellen abhängig zu machen.

C[omNran


Man kann ihr doch nicht unterstellen, sie würde sich von einer Auszeit in die nächste hangeln? Man setzt doch nicht ein Kind in die Welt wegen ein paar Auszeiten!

Nein, aber ein Kinderwunsch wiegt ja auch schwerer als "Ich will gerne mal Hausfrau sein, Backen, Kochen und Reisen können". Aber du darfst dir gewiss sein, dass die Führungskräfte hinter vorgehaltener Hand auch über Elternzeiten stöhnen, wenn mal wieder jemand lange ausfällt. Natürlich darf man das nicht sagen, es gibt ein juristisches Anrecht auf die Elternzeit und man sollte sich freuen, wenn jemand Kinder bekommt. Ist ja auch so. Für die im Betrieb Verantwortlichen gibt es aber eine Kehrseite der Medaille.

Was die Stimmung innerhalb der Belegschaft angeht, sind das ja keine rationalen. Man sieht nur, was man sehen will. Da hängt es eben davon ab, wie gut man als Team zusammenhält.

Überleg mal, was du ganz am Anfang geschrieben hast:

Würde ich sie leiden können, würde ich diesen Gedanken garnicht haben!

Dabei hat sie dir nichts getan, du kannst sie einfach nur nicht leiden. Rechne daher damit, dass dir gegenüber genauso irrationale Stimmungen entgegengebracht werden können. Die Frage nach dem Warum ist manchmal nicht wichtig. Wenn es so ist, ist es so.

Warum wird der Auszeit-Phase Aufmerksamkeit geschenkt, aber nicht der Einsatzzeit?

Weil die Einsatzzeit als selbstverständlich erachtet wird. Die Auszeit ist die Ausnahme. Und Ausnahmen werden anders betrachtet. Bestell mal in der Mittagspause eine Pizza mit Nutella. Darüber wird man noch Monate reden. Ein Sandwich oder eine Currywurst ist nach 30 Minuten vergessen. Der Vergleich hinkt zwar, aber ich wollte nur ausdrücken, dass man als Ausnahme die Aufmerksamkeit auf sich zieht - und damit auch automatisch mehr Kritik.

A^ntigbonxe


@ TerraAlexandra

Das mit den angesammelten Überstunden (Arbeitszeitkonto) natürlich lange vorher mit dem Chef besprechen.

Guck mal hier: [[http://www.ratgeber-aussteigen.de/sabbatical.htm]]

L/ians-Jilxl


Bei uns gibt es die Möglichkeit, über drei Jahre lang jeweils die Hälfte des Urlaubs anzusparen.

3 mal 15 Tage ergibt 45 Tage, und noch den aktuellen Jahresurlaub dran gehängt ergibt 75 Arbeitstage. Damit kann man sich schon mal eine gewisse Auszeit gönnen.

Das hat den Vorteil, dass man nicht unbezahlt frei nehmen muss und auch das Thema Krankenversicherung außen vor bleibt. Bei uns wird das auch rege genutzt, aber natürlich muss man das mit den Kollegen abstimmen und es dürfen keine dienstlichen Gründe entgegenstehen.

D<ieKrxuemi


Warum wird der Auszeit-Phase Aufmerksamkeit geschenkt, aber nicht der Einsatzzeit?

Vermutlich, weil es die normalste Sache der Welt ist, im Rahmen eines Arbeitsvertrages regelmäßig zur Arbeit zu gehen und dafür Ged zu bekommen? Das ist keine besondere Leistung, sondern normal.

1+00 qswa#tcxh


Berechtigter Wunsch oder komplett dreist und daneben?

Letzteres. Es sieht sehr nach Kindergarten-Niveau aus nach dem Motto "ich will das auch haben".

Kommt es beim Chef schlecht an, wenn ich nun auch nach so einer Chance frage?

Mit Sicherheit kommt das sehr negativ an. Nicht nur rücksichtslos in Bezug auf die aktuelle Personal-Situation sondern auch naiv, dreist und unprofessionell (siehe oben).

K#rabvb@elkä#ferlxe


Es sieht sehr nach Kindergarten-Niveau aus nach dem Motto "ich will das auch haben".

Finde ich auch. Du hattest vorher offensichtlich kein großes Bedürfniss danach, sonst hättest du die Sache selbst schon früher in Angriff genommen.

In dem Fall bin ich wohl deine Kollegin. Denn ich habe das vor einigen Jahren auch gemacht, für eine längere Auslandreise. Ich würde aber nie im Leben auf die Idee kommen das zu fragen, weil ich "auch mal mehr Freizeit haben will".

Das war für einen bestimmten Zweck und mir käme se sinnlos vor einfach die Zeit daheim zu vertrödeln.

Bei uns in der Firma war das auch das erste mal, dass jemand sowas gemacht hat. Ich habs über ein Jahr vorher erfragt, es war in Ordnung für den Chef, aber bisher hat niemand mehr danach gefragt.

Und bei Personalmangel ist das sowieso unangebracht. ":/

Tlaps


Und momentan habe ich (mit Ausbildung) 7 Jahre ohne Auszeit...Zählt das denn garnicht?

Doch doch. Du hast 3 Jahre Ausbildung hinter dich gebracht und schon 4 Jahre gearbeitet. Diese herausragende Leistung muss belohnt werden.

m1arip#osa


Warum wird der Auszeit-Phase Aufmerksamkeit geschenkt, aber nicht der Einsatzzeit?

Weil der Arbeitgeber Dich eingestellt hat, um Deinen Einsatz zu haben, nicht aber die Auszeit.

Ich habe den Eindruck, dass in Deinen Beiträgen das Gefühl mitschwingt, dass Du Dich als zu kurz gekommen betrachtest, wie auch hier:

Ich hatte leider kein klassisches Studium mit endlosen Semesterferien. In meiner Ausbildung habe ich in der Woche Vollzeit gearbeitet und am Wochendene Seminare gehabt und die Schulbank gedrückt.

Semesterferien sind nicht endlos, und im Gegensatz zu etlichen Berufstätigen habe ich im Studium Nächte, Wochenende und Ferien am Schreibtisch und über den Büchern verbracht - und man war nie richtig fertig, es gab immer noch Luft nach oben.

S3hetilagxh


Liebe TerraAlexandra,

ich möchte Dir gerne dazu raten, auf jeden Fall Deine Auszeit anzufragen - falls Du diese Zeit für Dein Leben, deine Seele und Deine Psychohygiene gerne möchtest.

Du musst das, wie ich finde, hier für diesen Wunsch auch nicht rechtfertigen ("Kein Studium mit langen Semesterferien gehabt" o.ä.)

Ich lese hier viele in Richtung "Faulheit" oder "mangelnde Arbeitsmoral" gehende offene oder versteckte Vorwürfe.

Das ist sehr "deutsch" ;-) , und in meinen Augen überhaupt nicht mehr zeitgemäß.

In vielen anderen Ländern ist ein sogenanntes "Sabatical" mittlerweile gesellschaftlich völlig akzeptiert.

Einfach z.B. mal über den großen Teich schielen.

Mein Partner und ich (Lehrer/Dozentin) haben beide schon ein Sabbatjahr gemacht, und mein Partner arbeitet derzeit für ein weiteres bereits "vor". (Weniger Gehalt bei vollem Deputat, um dann im Sabbatjahr auch ein Einkommen zu haben, von dem man leben/reisen kann).

Da könnte sich die freie Wirschaft wahrlich eine Scheibe von abschneiden!

Wir sind Menschen mit Wünschen, Träumen und Bedürfnissen, die nicht unbedingt alle in ein Arbeitsleben von 20 bis 65, 9 to 5 sechs Tage die Woche, und 6 Wochen Jahresurlaub passen! :)z

Und drei Monate sind auch sicher nicht zu lang, eher zu kurz!

Aus Erfahrung weiß ich, dass man gerade erst nach dieser Zeit im Kopf vollkommen frei wird. x:)

Du kannst natürlich nicht erwarten dass deinem Antrag oder deinen Wunsch direkt und umgehend entsprochen werden kann.

Ich halte es für am Geschicktesten, das offene Gespräch mit dem Arbeitgeber zu suchen, und gar nicht auf die drei Monate der Kollegen einzugehen, sondern ihm z.B. einen Vorschlag zu machen bzgl.Staffelung Zahlung des Gehaltes, und zu fragen wann sich der zeitliche Rahmen einrichten ließe.

Sollte es nur ohne da halt gehen, kannst du ja immer noch rechtzeitig privat vor sparen.

Falls dein Arbeitgeber dort völlig taube Ohren zeigt, dann würde ich mir ernsthaft überlegen, ob ich in so einem Betrieb mit so einem negativen und veralteten Menschenbild, wirklich meine Arbeitskraft und Lebenszeit bis zur Rente zur Verfügung stellen wollen würde.

Nur Mut, TerraAlexandra! Es ist Dein Leben!

@:)

SMhei|lagxh


Sollte es nur ohne Gehalt gehen, kannst du ja immer noch rechtzeitig privat vor sparen.

1-00 swJatch


Einfach z.B. mal über den großen Teich schielen.

Dann sollte man aber auch dorthin schielen, wenn es um das gesamte Sozialsystem/Gesundheitssystem geht. Und schon merkt man, dass der Vergleich so nicht funktioniert.

1\00 s{waxtch


Falls dein Arbeitgeber dort völlig taube Ohren zeigt, dann würde ich mir ernsthaft überlegen, ob ich in so einem Betrieb mit so einem negativen und veralteten Menschenbild, wirklich meine Arbeitskraft und Lebenszeit bis zur Rente zur Verfügung stellen wollen würde.

Der Betrieb sollte ob der Dreistigkeit der TE das Ansinnen zu stellen während eines Personal-Engpasses eine Auszeit nehmen zu wollen nur weil eine Kollegin dies tut, ernsthaft überlegen ob die Mitarbeiterin TerraAlexandra nicht durch jemanden der mehr Loyalität zeigt ersetzt werden sollte.

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