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Kollektives Blaumachen bei Tuifly

K0lotzamxBein hat die Diskussion gestartet


Hi,

ihr habt ja sicher mitbekommen, dass momentan sehr viele Mitarbeiter bei Tuifly "krank" sind.

Wie kann das sein, dass man massenhaft blau macht? Geht man da zum Arzt und sagt "Mir geht's gut, schreiben Sie mich trotzdem krank? Ach und im Wartezimmer sitzen noch 10 Kollegen von mir, die haben das Gleiche wie ich."

Oder werden da massenhaft Ärzte dreist angelogen und man denkt sich Krankheiten aus?

Das muss doch auffallen bei der Masse?

MfG

Antworten
H3oney9[1_mit_Minkix13


1. woher soll der Arzt wissen wo du arbeitest?

2. gehen du und deine Kollegen alle zum selben Arzt?

Xdiraixn


Wenn man zum Arzt geht und sagt "Ich hab Dünnpfiff und hab die halbe Nacht erbrochen" wird er wohl erstmal eine 3 Tage Krankmeldung machen anstatt ein Fahnungsfoto nach dem Erreger raus bringen.

Bei Magen Darm hilft zBsp einfach Wärmflasche und raus was keine Miete zahlt am besten uind das wissen die Ärzte. Aber Ansteckungsgefahr ist da...oder wer will alle halbe Stunde auf Arbeit zum Klo rennen um dann eventuell vorher zu explodieren...in die Hose.

Klar man kann natürlich eine Kotprobe nehmen und es untersuchen lassen. Aber die Kosten übersteigen in 99% der Fälle den Nutzen, da ehe die Ergebnisse da sind, der Dünnpfiff auch weg ist.

L\ila`Linxa


Jeder von denen wird eine Krankschreibung haben - ich denke, wie man so etwas bekommt, auch wenn man nicht sterbenskrank ist, weiß jeder von uns. Wenn man wegen akueter Übelkeit, Kreislaufproblemen oder Rückenschmerzen meint nicht arbeiten zu könenn und der Arzt dies bestätigt, dann erfolgt eben die Krankschreibung.

Sicherlich ist es nicht ein Arzt, der eine Massen-AU ausgibt.

Was man von diesem versteckten Streik halten mag, steht auf einer anderen Karte.

L~ila"Lxina


1. woher soll der Arzt wissen wo du arbeitest?

Das haben mich tatsächlich bisher alle Ärzte gefragt, als es um Krankschreibungen ging.

N/ailo~uga


Handelt es sich bei den Krankmeldungen nicht eher um diese "unfit to fly" Geschichte (ua bekannt vom Germanwings Absturz 2015), in deren Rahmen sich Piloten unbürokratisch "krank" melden können, wenn sie sich aus persönlichen Gründen nicht in der Lage fühlen, ein Flugzeug sicher bewegen zu können? Diffuse Zukunftsängste könnten da ja eine Rolle spielen, mal überlegen, obs da einen Grund beim Unternehmen geben könnte....

H#oneyv91_mitK_CMini13


Lilalina

Mich noch nie.

Der einzige Arzt der mich je nach meinem Job gefragt hatte war der Gyn als es um ein BV ging.

P@fiBffersling


Und es gibt ja immer noch die Diagnose F43.0/Akute Belastungsreaktion. Wenn man glaubhaft darstellt, dass das zutrifft, muss man gar keine andere Krankheit erfinden.

w`eihjnach~tsstWernczhexn3


Darüber hinaus gibts auch durchaus Ärzte, die mit Krankschreibungen recht spendabel umgehen...

E'votlzuzzexr


Mich würde interessieren, wie viele denn wirklich krank geschrieben sind. Konkrete Zahlen habe ich noch nirgends gelesen. Irgendwie habe ich nämlich den Verdacht, dass diese "massenhaften Krankschreibungen" nur eine Ausrede für etwas ganz anderes sind, was man aber wohlwissend verschweigt.

Darüber hinaus stelle ich die Billig- und Vielfliegerei prinzipiell in Frage. Möglicherweise erledigt sich hier ein fragwürdiges "Geschäftsmodell" gerade selbst.

K#lotAzam|Beixn


@ Honey:

Ich werde beim Arzt immer gefragt wo ich arbeite.

Und ja von meinen Kollegen geht auch der ein oder andere zum selben Arzt wie ich.

@ Xirain:

Gut, aber ein Arzt wird ja sicher Fragen stellen: Konsistenz, Farbe, Geruch, Häufigkeit, etc. Da müssen doch Widersprüche auffallen.

@ Nailouga:

Es sind ja nicht die Piloten die blaumachen.

B1a(mbi.ene


Irgendwie habe ich nämlich den Verdacht, dass diese "massenhaften Krankschreibungen" nur eine Ausrede für etwas ganz anderes sind, was man aber wohlwissend verschweigt.

Mal ganz davon ab, dass man NICHT krank sein braucht, um arbeitsunfähig zu sein.

Gerade wenn der Arbeitsplatz ein Flugzeug ist. :)z

SBunflFower_7x3


In denMedien war zu hören: "PSychische Belastung, Flugtauglichkeit gefährdet". Kann man vonhalten, was man will. Aber zumindest als Pilot ist sehr viel Fitness und Konzentration gefordert; das ist kein Bürojob, wo man ggf. mal einen miesen Tag hat und sich durchhangelt.

Ich find's auch nicht die feine Art, aber es ist halt so.

L0ilabL$inxa


Irgendwie habe ich nämlich den Verdacht, dass diese "massenhaften Krankschreibungen" nur eine Ausrede für etwas ganz anderes sind, was man aber wohlwissend verschweigt.

Der Verdacht ist ja naheliegend und wurde auch öffentlich schon geäußert.

Und ich denke das ist es, was vielen sauer aufstößt.

Wenn man mit Entscheidungen des Arbeitgebers, mit Arbeitsbedingungen etc. nicht einverstanden ist, gibt es die Möglichkeit, zu streiken - U.U. natürlich ohne Gehalt, immerhin streikt man ja.

Bei der Masse an Krankmeldungen liegt ja der Verdacht nahe, dass es verdeckt ein Streik ist, der zu den Herbstferien mehrerer Bundesländer die Fluggesellschaft ordentlich unter Druck setzen und schaden soll.

Eine Krankmeldung mit Lohnfortzahlung ist da in meinen Augen der falsche und verdammt unverschämte Weg.

Vor einigen Jahrzehnten haben Arbeitnehmer und Gewerkschaften für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gekämpft und ich sehe sie als eine große Stütze im Sozialstaat.

Sollte dies hier als Alternative für "bezahlten Streik" genutzt finde ich persönlich unverschämt und frech. Hoffe, dass dies nicht Beispiel für andere Arbeitskämpfe wird - letztendlich leiden dadrunter die wirklich Arbeitsunfähigen, die pauschal mit den "Blaumachern" in eine Schublade gesteckt werden.

ohgvus


nur ein Hinweis am Freitag mittag gab es schon eine Lösung in dem Konflikt und seit heute fliegen die Flugzeuge wieder, Arbeitgeber Landesregierung Niedersachsen und die Arbeitnehmervertretung haben es am runden Tisch gelöst.

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