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Kollektives Blaumachen bei Tuifly

haag-tTysj+a


ich bin gespannt, ob das modell schule macht und streikkassen künftig auch in anderen bereichen auf diese weise geschont werden.

prüfen, inwiefern die einzelnen mitarbeiter wirklich arbeitsunfähig waren oder ob es sich um gefälligkeiten handelt, das wird das unternehmen wohl nicht tun.

wie ich dazu stehe, weiß ich nicht so recht, menschlich irgendwie verständlich, dass man mit widerstand reagiert. andererseits heiligt der zweck einfach nicht immer die mittel.

EGvolu>zzexr


ich bin gespannt, ob das modell schule macht und streikkassen künftig auch in anderen bereichen auf diese weise geschont werden.

Sollte das Beispiel Schule machen, dann ist es mit dem Arbeitsfrieden bald vorbei. Wilde Streiks durch die Hintertür sind so etwas. Für meine Begriffe sind hier gesellschafts- und arbeitspolitische Brandstifter am Werk.

Da sollte dann auch noch einmal genau hingesehen werden, wie es dazu kommt, dass Beschäftigte plötzlich zeitgleich "massenhaft" erkranken. An den Arbeitsbedingungen allein kann das wohl ja nicht liegen. Da gehört für mich schon eine gewisse Form der "Organisation" dazu, um nicht zu sagen Anstiftung.

LXiUlaLxina


Da gehört für mich schon eine gewisse Form der "Organisation" dazu, um nicht zu sagen Anstiftung.

Yep - bin sehr neugierig, wie da die Absprachen stattgefunden haben. Ohne Absprachen würde es nicht mit so einer großen Anzahl Angestellter funktionieren. Aber Absprachen können einem hinterher auch das Genick brechen, daher würde mich die Art und Weise doch sehr interessieren.

DQieKhruexmi


Wo steht bitte geschrieben, dass Otto-Normalverbraucher fliegen MUSS? Soll jetzt ALLES so billig werden, damit es sich JEDER leisten kann? Privatwirtschaftliche Geschäftsmodelle, die sich nicht rechnen, ohne die dafür notwendigen Beschäftigten ordentlich zu entlohnen, haben keine Existenzberechtigung.

Dann gibt es eben schlicht und ergreifend Dinge, die sich nicht jeder Otto-Normalverbraucher leisten kann, damit habe ich überhaupt kein Problem.

genau so sehe ich das auch! Das sieht man ja in allen Lebensbereichen: Da wird -scheiß auf die Tierhaltung- billig Eier und Fleisch gekauft, anstatt mal zu hinterfragen, ob man soviel / so oft Eier / Fleisch braucht.....

h7avg-txysja


Ohne Absprachen würde es nicht mit so einer großen Anzahl Angestellter funktionieren. Aber Absprachen können einem hinterher auch das Genick brechen, daher würde mich die Art und Weise doch sehr interessieren.

sollte nicht jemand plaudern, der aus prinzip nicht mitgemacht hat, fürchte ich, wird sich das wohl nicht ausklären lassen.

leuten nachweisen, dass sie - grad bei kürzeren krankenzeiten - nicht krank waren, ist kein leichtes unterfangen, gleich noch viel weniger, wenn es eine vom arzt ausgestellte au gibt.

Sollte das Beispiel Schule machen, dann ist es mit dem Arbeitsfrieden bald vorbei. Wilde Streiks durch die Hintertür sind so etwas.

das ist auch meine befürchtung, das zieht die schrauben auf beiden seiten enger und stärkt das misstrauen gegeneinander.

Tiaps


Bei unfairer Personalpolitik ist ein unfaires Verhalten der Mitarbeiter nur menschlich.

Das Phänomen, dass bei größeren Entlassungswellen der Krankenstand steigt, ist nicht neu. In den meisten Branchen fällt es nur nicht so medienwirksam auf, wie hier.

Ganz ehrlich, wenn man eh meint, auf die Mitarbeiter verzichten zu wollen, würde ich mir auch kein Bein mehr ausreißen.

EOhemal@iger NutEzer T(#58f8574)


Find die Arbeitsmoral einiger Leute hier sehr befremdlich. Es ist nicht die feine Englische Art was abgelaufen ist, dennoch bekommt das Personal bis zum Tag ihres Ausscheidens in der Firma ihren Lohn.

Und da kann man als Firmenbetreiber auch erwarten dass der Arbeitnehmer seine Pflichten nachkommt.

Ich kann nicht einfach den Lohn einsacken, "unschuldige" Passagiere in die Sache reinziehen und die Füße hochlegen, das ist unprofessionell.

Vorallem vergessen die Leute viel zu häufig dass der Arbeitgeber zuvor all die Jahre auch ein zuverlässlicher Arbeitgeber war. Da werden Arbeitnehmer allzu oft einfach Egoistisch.

Will nicht die Umstrukturierungspläne gutreden ..

T%aps


Find die Arbeitsmoral einiger Leute hier sehr befremdlich.

Naja Blaumachen würde ich sicher nicht, aber eben auch kein Engagement mehr zeigen, sondern bestenfalls Dienst nach Vorschrift machen. Und bei kleineren Krankheiten doch schon mal den Weg zum Arzt einschlagen, statt mich zur Arbeit zu quälen. Vielleicht ist das hier auch so gelaufen?

dass der Arbeitgeber zuvor all die Jahre auch ein zuverlässlicher Arbeitgeber war

War er das wirklich? Zum konkreten Fall kann ich das nicht sagen, aber ein Arbeitgeber der z.B. die Mitarbeiter schikaniert und kein gutes Haar an deren Leistung lässt, ist für mich kein zuverlässiger Arbeitgeber, auch wenn er pünktlich den Lohn auszahlt.

L?ilaLvina


Und bei kleineren Krankheiten doch schon mal den Weg zum Arzt einschlagen, statt mich zur Arbeit zu quälen. Vielleicht ist das hier auch so gelaufen?

Alle hatten rein zufällig gerade "kleinere Krankheiten"? Glaub' ich persönlich nicht.

Bei unfairer Personalpolitik ist ein unfaires Verhalten der Mitarbeiter nur menschlich.

Das Phänomen, dass bei größeren Entlassungswellen der Krankenstand steigt, ist nicht neu.

Soweit ich weiß, ist noch nicht eine einzige Kündigung erfolgt bzw. wurden neue Verträge geschickt.

Der richtige Weg um gegen die Entscheidungen zu protestieren wären schlichtweg Streiks gewesen.

Aber da gibt es nun mal keine Lohnfortzahlung.

D`iewKrutemi


Der richtige Weg um gegen die Entscheidungen zu protestieren wären schlichtweg Streiks gewesen.

Und genau das konnten die TUI Fly-Mitarbeiter eben nicht. Da die aktuellen Traifverträge noch laufen, besteht eine Friedenspflicht. Die Gewerkschaften können derzeit keinen Streik beschließen oder organisieren. Und das Management hat diese Friedenspflicht-Phase ausgenutzt, um weitreichende Unstrukturierungsmaßnahmen zu beschließen.

Rzaf+ax88


Ich sehe die Sache etwas zwiegespalten.

Auf der einen Seite schüttel ich den Kopf, weil die Mitarbeiter damit "ihr" Unternehmen in große Probleme stürzen und damit auch ihre eigenen Arbeitsplätze gefährden. Außerdem ist doch bekannt das es den Piloten und dem Boardpersonal nicht so schlecht geht und jeder Beruf birgt nun einmal seine Schattenseiten.

Dennoch beneide ich das Personal sowas durch zuziehen und würde mir wünschen das wir bei uns im Unternehmen so ein Mitarbeiterzusammenhalt hätten - wir haben keine Gewerkschaft und auch keinen Tarifvertrag im Rücken aber keine Einigkeit gemeinsam was daran zu ändern ....

Zur Ausgangsfrage. Es dürfte bekannt sein das eine Krankmeldung nicht immer automatisch mit einer Krankheit verbunden ist. Ein vertrauter Hausarzt wirft einem in der Regel keine Steine in den Weg, wenn man sich mal eine Auszeit gönnen will.

EnvoHlVuzz>er


@ Rafa88

Es gibt ein Betriebsverfassungsgesetz, vielleicht mal reinlesen...

Dass eine Krankmeldung nicht immer automatisch mit einer Krankheit verbunden ist, ist mir neu.

Ein Hausarzt ist nicht fürs Betriebsklima zuständig, eine Krankenkasse auch nicht.

Es liegt in der Eigenverantwortung eines jeden einzelnen, dafür zu sorgen, dass es ihm bei seiner Existenzsicherung bzw. Erwerbstätigkeit nicht schlechter geht als anderen. Ist man als Einzelner dazu nicht in der Lage, organisiert man sich.

Ist man als Einzelner nicht in der Lage, sich zu organisieren wendet man sich in solchen Angelegenheiten an die zuständige Gewerkschaft.

Wenn man sich eine Auszeit gönnen will, kann man dies auf eigene Kosten machen. You know what I mean.

R{afax88


@ Evoluzzer

Das ist die Theorie, doch die Praxis sieht anders aus :) !

E)vol\uzzxer


@ Raffa

Das ist die Theorie, doch die Praxis sieht anders aus :) !

Ich weiß. ;-D

k.einsTtexin


Also eine Krankmeldung hat man schnell...

Durchfall, Unwohlsein, Schlafmangel, Überarbeitung/psychische Probleme...

Nix davon kann der Arzt nachtesten, aber er wird trotzdem erstmal eine Auszeit verschreiben. Kann er auch nichts für, finde ich. Dass das gnadenlos massenhaft ausgenutzt werden kann, hat man ja gesehen.

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