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Wieso benutzt fast niemand die Brötchenzange?

C9anbxril


Ich hab euch alle wegen unhygienischen Verhaltens im Supermarkt der Forenadministration gemeldet *:)

Ich mach mir immer einen Spaß daraus, lecke meine ganzen Finger ab bevor ich die Zange anfasse ;-D ]:D

dVesakparSec.ida


Ich benutz die Zange nicht, weil ich gesehen hab, dass die Supermarktangestellte die Brötchen mit ihren Händen und nicht mit der Zange in die Fächer legt und auch immer mal wieder im Vorbeigehen die hinteren Brötchen (mit den Händen und ohne Zange) nach vorne holt. Wieso soll ich dann die Zange benutzen? ":/

Ich glaube darüber hinaus auch nicht, dass der Bäcker die Brötchen alle mit der Zange aus dem Ofen holt und mit der Zange in die Kisten legt und verpackt etc.pp. Ich glaube, wenn ich die Zange benutzen würde, wäre ich die einzige im gesamten Brötchenkreislauf, der dieses Brötchen mit der Zange anfasst, und das obwohl ich der einzige bin, der tatsächlich vorhat, das Brötchen zu essen. 8-)

M~urkpas


Ich glaube darüber hinaus auch nicht, dass der Bäcker die Brötchen alle mit der Zange aus dem Ofen holt und mit der Zange in die Kisten legt und verpackt etc.pp

Nein, dass tut er nicht, soweit ich weiß, nimmt er das große Blech, worauf die Brötchen liegen heraus und schüttet diese dann in große Plastikwannen/Kästen.

Ich selber, kaufe selten Brötchen /Semmeln im Supermarkt. Und wenn, dann tu ich mich schon immer schwer damit, da ich einerseits nicht als sturrer und unhygienischer Typ gelten möchte, aber andererseits es so sehe, wie viele andere hier auch.

Am liebsten ist es mir tatsächlich, einfach diese mit der Hand vorsichtig herauszunehmen, obwohl ich es dann doch nicht mache und die Zange nehme.

Und dort, wo es diese Schieber gibt, da mag es auf den ersten Blick hygienischer sein, ist es aber kaum, da ja dann auch jeder seine Brötchen mit der Hand heraus nehmen muss, wo ja dann auch wieder sämtliche Bakterien von JederMann/ Frau hinterlassen werden.

Da ist dann die Gefahr von verkeimten Produkten noch größer, als mit der Hand.

Aber ich bin einer, der sich zwar häufig die Hände wäscht, ich mir aber auch keine wirklichen Gedanken darum mache. Wenn es danach ginge, dann dürfte ich meine Wohnung nicht mehr verlassen und nichts berühren.

Früher hieß es immer ,Dreck reinigt den Magen ;-D

H"o&ffnungsolosigskeit


Mal ehrlich wird sich hier nicht zu viele Gedanken gemacht? Die meisten Keime finden sich doch am Schiebegriff vom Einkaufswagen.

vLilmla>no)va


Ich benutze sie nicht, weil diese Zange nicht von Menschen zum Gebrauch FÜR Menschen entwickelt wurde.

So ist es.

Es klappt einfach nicht, wenn man mutterseelenalleine bei ALDI ein paar Brötchen kaufen möchte. Dazu braucht es schon mal 2 Personen und 4 Hände.

Eine Person hält die Brötchentüte auseinander, mit beiden Händen, weil nach jedem Brötcheneinwurf, ob mit ob ohne Zange, diese Tüte zusammenfällt.

Die zweite Person bedient mit einer Hand die Zange, mit der anderen Hand hält sie die Klappe vom Brötchenfach hoch, weil diese Klappe nicht eingehackt werden kann und immer runter saust.

Deshalb grapsche ich auch mit der bloßen Hand in das Brötchenfach.

Die linke Hand hält die Tüte, die rechte öffnet die Klappe, holt das Brötchen, nach dem Einwurf in die Tüte klappt die Tütenöffnung auseinander, macht dann die Klappe hoch, holt das nächste Brötchen und so weiter.

In einem ALDI Süd, in Hessen, kann man gar nicht in die Brötchen langen. Die haben dort Gebäckautomaten, da drückt man die gewünschten Tasten und unten kommt das gebäck, wie im Zigarettenautomaten.

Find ich ganz gut.

EAinehGu0teFraxge


Ganz ehrlich? Ich kauf diese Ekelbrötchen nicht. Das harmloseste ist ja noch, wenn die nicht per Zange rausgeholt werden. Schlimmer finde ich, dass es genug Asis gibt (selbst schon beobachtet), denen ein Brötchen runterfällt und sie stecken es wieder rein. Ich traue diversen Leuten auch zu, dass sie in Brötchenklappen spucken oder sowas. Hab mal gesehen bei so einer offenen Salattheke, da hat einer sich ne Olive (glaube es war ne Olive) geholt und das mit den Händen, die Hände saubergeleckt und dann in ne andere Box gegriffen. BAH ne. Selbst wenn ich nicht krank werde, ekel ich mich vor den meisten Menschen, jedenfalls körperlich und möchte auch nix essen was die berührt haben.

Finde es aber scheiße, dass die Zangen nicht benutzt werden, gerade auch wegen solcher Fälle wie Peddi sie geschildert hat. So ein Mädel kann sehr schnell krank werden wenn sie Immunsupressiva nimmt, da schafft die Abwehr die ganzen Keime eben nicht. Klar hält sich jeder Mensch selbst für "sauber" und denkt sich "ach, ich grabbel ja keine Brötchen an".

Aber nun stellen wir uns mal vor: "Oma Elisabeth geht einkaufen, hatte zu Hause riesigen Dünnschiss und ist aufgrund ihres Alters, den schlechten Augen und mangelnder geistiger Fitness nicht so fähig ihre Hände richtig zu waschen. Es hängen Fäkalkeime an den Pfoten. Sie grabbelt den Einkaufswagen an, schiebt ihn nach Benutzung zurück in die Station. Nun kommt die hübsche Tina einkaufen, eine saubere, hygienische Frau, die nie auf die Idee käme, dass sie Keime an den Händen hat. Hatte sie auch nicht, bis sie den Einkaufswagen von Oma Elisabeth benutzt hat und dadurch Ommas Fäkalkeime an den Händen hat. Sie greift ins Brötchenfach, streift ein Brötchen was sie nicht nimmt und schwupps.... Einmal Keimschleuder für den nächsten".

Ne ne, also Supermarktbrötchen sind für mich ein Ekelfaktor, das Zeug pack ich nicht an und wenn mir das zu teuer ist Brötchen beim Bäcker zu kaufen, dann ess ich lieber gar keine.

EPlladPropexlla


WalkingGhost

20.03.17 13:22

@ EllaPropella

Ich benutze diese Zange nie

Kannst du eigentlich noch in den Spiegel schauen? :-o

Ja, und das ganz ohne schlechtes Gewissen ;-D

Efli\txh


Ich habe mal in einem Geschäft gearbeitet, da konnte man sich auch bestimmte Esswaren offen rausnehmen. Die Sachen liegen da seeehr viel länger in den Boxen als nur einen Tag, waren auch keine Brötchen. Da gabs auch so kleine Zangen, die aber immer in den Esswaren liegen gelassen wurden. Das fand ich immer viel unhygienischer, weil jeder die Zange angrabscht und die dann doch komplett in den Esswaren liegt. Die Zangen mussten wir jeweils abends spülen für den nächsten Tag. Trotzdem hat die Lebensmittelkontrolle nie was beanstandet, wenn sie Proben fürs Labor mitgenommen haben.

SFtalfyOr


Ich denke, die Diskussion ist auch bei vielen nicht wirklich eine Hygienefrage, sondern mehr so ein Prinzip-Ding. Frei nach dem Motto "Da gibt es 'ne Regel und mich regt es auf, wenn Menschen Regeln nicht einhalten". Nach dem selben Muster verfahren Leute, die notorisch Falschparker melden o.ä.. Ob es einen real greifbaren Schaden durch die Regelverletzung gibt, wird da gar nicht hinterfragt. Es geht rein um das Prinzip.

Bei der Gelegenheit stellte ich gerade fest, dass der Begriff "Blockwart" dem NS entstammt. Wusste ich gar nicht. :-X

-8vie_tn`aPmesixn-


Ich benutze die Handschuhe die es immer dabei gibt. Ist doch eine Prima Lösung.

-Sviet8namesinx-


Was ich ekliger finde, was aber nicht in allen Märkten so ist: Die Fächer an sich, sie sind teilweise schon von aussen ziemlich schmutzig, mit tausend Fingerabdrücken drauf und drinnen sieht man nicht nur frische Krümel, sondern eben auch älteren Schmutz. Gerade wenn der Tag noch jung ist, kann sich da gar nicht sovil Krümeldreck etc. sammeln. In manchen Märkten ist das ganz schlimm, denn diese Fächer müssen schliesslich auch gereinigt werden und wer garantiert mir das..das nächsten Tag nicht gleich wieder die Brötchen und der Kuchen in die Schmuddel Auslage gepackt werden.

EFlaf*RemichJ0815


Der ungelernte Aufbacklehrling,

der gerade noch herzhaft in seiner Nase nach Öl bohrte,

kippt die verzehrfertigen Weichweizenwaren,

die vor 9 Monaten in einer polnischen Hinterhofbäckerei

unter fragwürdigen Hygiene-Bedingungen auf DDR-Treuhand-Industrieanlagen

von Mitarbeitern, die in der Ukraine mal Metzger gelernt haben,

zubereitet und auf Ostblock LKWs mit teildefekter Kühlung 1.500 Kilometer zu uns geschaukelt wurden

und gerade aus dem völlig verkrusteten Innenleben des Backofens Modell "Buchenwald" kamen,

auf Rosten liegend, bei denen der Name Programm ist,

mit nackten Händen in die Auslagen, die das letzte mal vor drei Wochen oberflächlich gereinigt wurden;

nur um anschließend mit Zangen, Schiebern oder anderen Folterwerkzeugen,

die für Keime einen idealen Nährboden darstellen und nur optisch wenn Kontrollen angekündigt sind gereinigt werden

in die dafür vorgesehen Behältnisse (Spucktüten), die völlig offen und von jedermann erreichbar ausliegen

befördert zu werden.

Wenn nun Max Mustermann mit durchfallgetränkten Händen in selbige Auslage greift,

um sich seine teiggewordene Frühstücksbrötchenoffenbarung zu angeln,

führt das lediglich die geschlossene Keimkette fort.

Außerdem reichert es in Folge die übrig gebliebenen Knusterkrustenteiglinge,

die ansonsten nur nach Feuerzeugwatte schmecken,

zusätzlich additiv mit Aroma- und Geschmacksstoffen kaufanreizend an.

Also alles in allem eine Win-Win-Situation.

Gaalax-ina


Stalfyr: Ich denke, die Diskussion ist auch bei vielen nicht wirklich eine Hygienefrage, sondern mehr so ein Prinzip-Ding. Frei nach dem Motto "Da gibt es 'ne Regel und mich regt es auf, wenn Menschen Regeln nicht einhalten". Nach dem selben Muster verfahren Leute, die notorisch Falschparker melden o.ä.. Ob es einen real greifbaren Schaden durch die Regelverletzung gibt, wird da gar nicht hinterfragt. Es geht rein um das Prinzip.

Es geht tatsächlich um etwas Prinzipielles, nämlich inwiefern der Einzelne Verantwortung für die Gruppe übernimmt. Ich finde das generell ein gesellschaftliches Problem. Man sieht das z.B. auch bei Impfgegnern sehr ausgeprägt, die ihre eigenen (vermeintlichen) Interessen über die der Gruppe stellen. Dadurch, dass Einzelne der Meinung sind, dass Impfungen völlig sinnlos und gefährlich sind, gefährden sie damit die ganze Gruppe und verursachen Impflücken.

Im Grunde ist das bei der Brötchenzange genauso. Es geht gar nicht mal so sehr darum, ob das tatsächlich was bringt - das Prinzip ist doch aber für alle logisch nachvollziehbar. Trotzdem sind viele der Auffassung, dass sie das jetzt besser wissen oder schlichtweg aus Bequemlichkeit das Ding nicht nutzen. Wenn alle konsequent die Hygiene einhalten würden - auch das Personal - wäre das doch etwas schönes. Es macht aber keiner, eben weil jeder irgendwie keinen Bock drauf hat. Wenn man erstmal mit einem MSRA-Kein im Krankenhaus liegt, ist man immer schlauer ... hinterher.

Prävention ist immer ein Stiefkind und wird es immer bleiben. Ernäherung, Umweltschutz, Sport ... alles so Dinge, die wir gern verdrängen oder doch sehr kreative Ausreden haben, wieso man daran nicht "teilnimmt". Ob es Autofasten, Klimawandel oder Fleischkonsum ist. Wir wissen alle, dass es für die Gesellschaft notwendig wäre, aber jeder Einzelne ist nicht bereit dafür etwas zu tun ... und eben auch keine Brötchenzange zu benutzen.

rEr$2s017


Naja, damit stellst Du aber die These "der Einzelne möge Verantwortung für die Gruppe übernehmen" auf und erwartest, dass diese als allgemeingültig akzeptiert und befolgt wird. Du hast Deine Sichtweise und gehst wie selbstverständlich davon aus, das sie richtig ist.

Möglicherweise sehen das andere Leute einfach anders.

Ergo, etwas, wo die Hygiene vom verantwortungsbewussten Verhalten des Einzelnen abhängt, ist kein praktikables Prinzip. Im Grunde dürfte es diese selbstbedienungs-Brötchenfächer gar nicht geben. Verkäufer, die sie einem einpacken, oder eingeschweißte Brötchen sind die einzige Lösung.

GIalax`iznxa


Ja, die Annahme, dass jeder eine gewissen Verantwortung übernehmen sollte, erachte ich als Selbstverständnis. Vor allem auch in gesundheitlichen oder sozialen Fragen. Ich weiß aber auch, dass diese Epathie für andere heute nicht mehr Mode ist und jeder gern um sich selbst kreist. "Was kümmert mich das Leid anderer." Jeder entscheidet in erster Linie zum eigenen Vorteil.

Stell dich mal an die Kasse und beobachte wieviele Menschen jene vorlassen, die nur ein oder zwei Artikel haben. Da fängt es an und zieht sich wie ein roter Faden bis hoch in die Manager-Etagen, wo man im großen Stil "an sich denkt". Jeder halt so, wie er kann.

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