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Schufa-Auskunft für den Arbeitgeber?

JMenpni2x58 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

Ich würde gerne mal von ein paar anderen die Meinung zu der Sachlage hören...

Kurz zu den Rahmenbedingungen: Ich arbeite in einem Sicherheitsunternehmen, der Bereich ist hauptsächlich das Messegeschäft, bei Vertragsabschluss wurde ein polizeiliches Führungszeugniss verlangt was mir auch vollkommen einleuchtet...

So, nun flatterte bei mir und meinen Kollegen Post vom Arbeitgeber ins Haus. Wir sollen schnellstmöglich auch unsere Schufa Auskunft einreichen. "Angeblich" zwecks Vertrauenswürdigkeit wenn wir beispielsweise kassieren.

Die ein oder anderen Kollegen haben schon Angst um ihren Job weil sie wissen, dass sie drinstehen, trotzdem gute Arbeit machen und Angst haben, dass es ihnen das Genick bricht.

Ich widerrum habe mich durch eine berufliche Weiterbildung letztes Jahr sehr mit dem Thema Datenschutzgesetz befasst. Stehen da nicht relativ viele sensible personenbezogene Daten drin, die den Arbeitgeber gar nicht zu interessieren haben? Und wenn schon gar nicht einen Kreis aus 4 Leuten im Büro?

Ich stehe mit einigen anderen dem Thema eher skeptisch gegenüber und wir überlegen, dass zu verweigern, da es auch für unseren Beruf nicht wirklich relevant erscheint.

Ich freue mich auf eure Meinungen! @:)

Antworten
J0ennni2x58


Edit: im Titel meine ich natürlich "Schufa-Auskunft für den Arbeitgeber" |-o %-|

(Anm. der Moderation: Titel wurde korrigiert)

TZur!bulxentia


Pffft, keinesfalls. Das würde kein Arbeitgeber von mir bekommen!

T9urbuleIntxia


Ich glaube auch nicht, dass jemand Angst um seinen Job haben muss, der Auskunft verweigert. Oder jemand, der die (negative) Schufa vorlegt und aufgrund derer gekündigt wird. Das wird kein Arbeitsgericht anerkennen (behaupte ich zumindest ziemlich sicher)

CBhoupe7ttFe_FinniEan


Das empfinde ich schon bei Mietverhältnissen als Frechheit, aber ein Arbeitgeber würde sowas von mir ganz sicher nicht bekommen!

JWenJni25x8


Der Arbeitgeber rechtfertigt das damit, dass wir halt ab und an mit relativ hohen Summen an Geld arbeiten...

Allerdings kommt er damit erst jetzt. Egal ob die Mitarbeiter schon 15, 7 oder 2 Jahre dort arbeiten.

Ich persönlich finde aber nicht, dass mein Arbeitgeber wissen sollte, wo ich welche Ratenzahlung leiste usw.

Irgendwo müssen doch mal Grenzen sein.

EShemaliger8 NutzerH (#502l71x1)


Hmm...ich weiß dass der Arbeitgeber nachfragen darf in Vorstellungsgesprächen, wenn denn die Position das "erfordert", wobei man da ja immer noch lügen kann. Ich glaube aber nicht, dass man so einfach damit durch kommt, ohne Grund und vor allem bei langjährigen Mitarbeitern eine Schufa-Auskunft zu verlangen. Ich würde mich weigern und es darauf ankommen lassen.

Habt ihr einen Betriebsrat? Bist du durch eine Rechtschutzversicherung abgesichert? Oder Mitglied einer Gewerkschaft? Schau Mal dass du dir irgendwo einen rechtlichen Rat einholst. Dann bist du auf der sicheren Seite.

JDenniq258


Betriebsrat haben wir. Ds sitzen zwar hauptsächlich nur unsere Führungskräfte drin aber einer ist dabei der sich in der Materie ganz gut auskennen sollte...

Rechtsschutz und Gewerkschaft leider nicht...

Z&ach2arNias M


Hatten wir nicht vor ein paar Wochen exakt die gleiche Frage hier im Forum?

Kommt mir gerade so vor...der Faden wurde dann angeblich gelöscht auf Wunsch des/der TE.

Zur Frage:

Schufa-Auskunft geht den Arbeitgeber nichts an. Eigentlich. Jetzt kommt es aber darauf an, ob du z.B. mit (viel) Geld umgehen musst, es verwaltest oder bei Kunden damit arbeitest. Dann könnte man sich durchaus vorstellen, dass eine solche Anfrage gerechtfertigt ist.

Wer privat nämlich Schulden hat, kann ganz gewiss nicht mit Geld von Firmen / Kunden gewissenhaft umgehen.

Da du eh für eine Sicherheitsfirma arbeitest, sollte es kein Ding sein da Offenheit zu zeigen.

Ich habe damals in der IT für eine Firma gearbeitet, die viel mit Sicherheitsorganen des Bundes und dem Militär zusammengearbeitet hat. Wir sollten das auch alles abgeben, war allerdings reine Formalie für den "Fall der Fälle".

Da ich keine Schulden habe und auch sonst alles in ORdnung ist, war es für mich kein Thema.

ps: in einer Schufa-Auskunft steht nix sensibles. Dein Name, dein Geburtsdatum und Anschrift. Dann die eine Aussage, die in 90% der Fälle lauten wird: "Zu Frau/Herr XY, geboren am XX.XX.XXXX liegen uns ausschliesslich positive Vertragsinformationen vor."

Dann gibt es noch einen Verifizierungscode, mit dem der Arbeitgeber (oder Vermieter) online prüfen kann, dass das Dokument echt ist und nicht manipuliert/gefälscht wurde.

Mehr nicht. *:)

DuasWarWboLhlNxix


Das empfinde ich schon bei Mietverhältnissen als Frechheit, aber ein Arbeitgeber würde sowas von mir ganz sicher nicht bekommen!

Aus Vermietersicht: ich finde es eine frechheit was sich mieter teilweise rausnehmen und man fast machtlos ist. Ich habe einmal an einen vermietet, der nicht gezahlt hat. Es stehen immernoch 6 Mieten raus (ja, ein halbes jahr hat es gedauert bis ich den kerl wieder raushatte!) und der Parkett ist im Arsch. Der Kerl ist zahlungsunfähig und ich bin der Depp. Lieber hole ich mir mittlerweile die Schufa auskunft und minimiere damit das risiko ein wenig statt nochmal so verarscht zu werden!

J^ennix258


Nunja, es gibt gewiss Kollegen, die etwas in ihrer Schufa stehen haben und nun halt Angst haben. Einige mit befristeten Arbeitsverträgen...

Wir wurden alle ohne diese Auskunft oder eine Frage darüber eingestellt.

Wir arbeiten mit Geld, ja, nicht wirklich viel, aber wir tun es. Parkgebühren auf den Parkplätzen kassieren zum Beispiel.

Keiner weiß momentan so Recht was er tun soll. Auskunft abgeben und sich Fragen gefallen lassen oder verweigern und Stress hinnehmen...

Ich muss sagen, ich bin da auch nicht wirklich begeistert von. Vor allem, dass das nun auf einmal kommt, macht uns etwas stutzig...

D%erBolnner


Zacharias M

Ihre pauschale Unterstellung einer der Privat ein Paar € Schulden hat ist nicht in der Lage mit femden Geld zu Arbeiten ist ja schonmal eine böswillige Unterstellung.

Ich würde es drauf ankommen lassen und jede Auskunft verweigern.

Zur Not mit Anwalt.

Und eine Firma wo im Betriebsrat NUR Führungskräfte sitzen?

Ziemlich fragwürdig.

Ich würde einen Eigenen gründen nur mit Mitarbeitern. :(v

SIunflNobwer_x73


Wer privat nämlich Schulden hat, kann ganz gewiss nicht mit Geld von Firmen / Kunden gewissenhaft umgehen.

:(v

Es gibt so viele Gründe für Schufa-Einträge... berechtigte und Blödfug. Selbst Schulden und Privatsinsolvenzen können unendlich viele Gründe haben, die man z.T. nicht mal durch gezieltes Fehlverhalten verschuldet hat. Insofern sagen Schufa-Einträge NICHTS aus über die Fähigkeit, seinem Job nachzugehen (und darum geht es!).

Bei Vermietern kann ich es durchaus verstehen; beim Job daher weniger.

Interessant ist aber, dass (zumindest habe ich die Erfahrung gemacht) in einer offiziellen Version der Schufa viel weniger drinsteht als in den Daten, die man online selber einsehen kann. Ich habe keine Schulden, die dort auftauchen (aber dennoch habe ich zwei Kredite in nicht unerheblichem Ausmaß. Für mein Empfinden.). Dafür tauchen dort Anfragen auf wg. einem Netflix-Probeabo (ich musste nie zahlen, aber allein durch 4 Wochen gratis kam eine Anfrage zustande, die aktenkundig ist. Dasselbe wg. Bestellung auf Rechnung bei einem Online-Händler. Ich habe 4 Handy-/Telefonverträge laufen und mit jedem neuen Vertrag sank wundersamerweise mein Schufa-Score. Minimalst, aber es war faszinierend zu beobachten).

Was ich sagen will: Die Notwendigkeit sehe ich nicht; die Informationen gehen niemanden etwas an - aber in den offiziellen Versionen, die man anfordern kann, steht auch nicht alles drin.

Ich würde daher den Betriebsrat mal freundlich befragen und mich selber auch anwaltlich beraten lassen. Unabhängig davon, was in der eigenen Schufa-Auskunft steht.

K a;nte~nmechkan+iker


Merkwürdig, dass auch verschuldete Unternehmer in der Lage sind, einen Betrieb zu führen.

tYhPe reVal nokxi


Vielleicht kriegen ja die verschuldeten Kollegen eine Gehaltserhöhung. 8-)

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