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Vereinbarkeit? Welche Vereinbarkeit...?

Cxh5iqYuitixna hat die Diskussion gestartet


Liebe Forengemeinschaft,

Ich möchte mir etwas von der Seele schreiben, das mich in letzter Zeit - im wahrsten Sinne des Wortes - sehr beschäftigt.

Ich habe eine bezaubernde kleine Tochter, einen Job, für den ich mich begeistern kann, und einen Mann, den ich liebe. Alles prima, sollte man meinen. Aber: Ich kriege es einfach nicht hin!

Meiner Meinung nach gibt es da eine ganz grundsätzliche Problematik: Vereinbarkeit suggeriert, dass man diese diametral entgegengesetzten Lebensbereiche miteinander vermengen und etwas Schönes daraus kneten kann. Dabei addieren sich die Aufgaben lediglich, und da ein Tag nun einmal eine begrenzte Anzahl von Stunden hat und man auch irgendwann essen, schlafen und das Auto in die Werkstatt bringen muss, kommt zwangsläufig irgendetwas zu kurz. Mag ja sein, dass es Superfrauen gibt, die sich mit fünf Stunden Schlaf zufrieden geben, nachmittags Geburtstagskuchen backen, am Wochenende eine Gartenparty schmeißen und am Montag trotzdem top gestylt ins Meeting kommen. Ich für meinen Teil finde mich abends oft vor dem Badezimmerspiegel wieder, schielend vor Anstrengung, sehe meine Augenringe, die planlos zusammengebundenen Haare und den leichten Hüftspeck und denke: Du sahst auch schon mal gesünder aus, irgendjemand müsste jetzt schnell die Wäsche aufhängen, Sport wäre nicht schlecht, habe ich für das Meeting morgen auch nichts vergessen? Dann schlafe ich schlecht ein, schrecke nachts hoch und denke: Mist, Ladekabel für den Laptop vergessen!

Dabei teilen mein Mann und ich uns die Aufgaben, so gut es geht. (An alle Alleinerziehenden: Ich bewundere euch! Ihr macht das toll!) Dennoch habe ich das Gefühl, mich abzurackern und am Ende trotzdem nichts und niemandem gerecht zu werden. Und obwohl ich mir den Kopf zerbreche, wie man es besser machen könnte: Kinder lassen sich nun einmal nicht optimieren. Die Existenz dieser immer frisch aussehenden Powerfrauen finde ich übrigens nicht hilfreich, sondern frustrierend, wenn ich sehe, wie ich an meinen selbst gestellten Anforderungen scheitere.

Bin ich es, oder läuft da ganz grundlegend etwas schief?

Ich freue mich auf einen Gedankenaustausch.

Herzlichst,

Chiquitina

Antworten
sZe!nsib+elNmhann9x9


nachmittags Geburtstagskuchen backen, am Wochenende eine Gartenparty

Einfach sich selbst weniger Aufgaben aufbürden. Kuchen kaufen oder ganz weglassen (z.B. durch Kekse ersetzen), Party weniger aufwendig gestalten.

Oft hängt das Angenehme nicht vom betriebenen Aufwand ab.

Mir ist bei Partys z.B. viel wichtiger, mit den Leuten quatschen zu können anstatt z.B. die Gastgeber ständig beschäftigt zu sehen. Schöne Musik nebenbei ... Da reichen Getränkekisten und Knabberkisten von denen sich die Leute selbstbedienen können.

Dennoch habe ich das Gefühl, mich abzurackern und am Ende trotzdem nichts und niemandem gerecht zu werden

Versuche einfach auf Perfektionismus zu verzichten. Konzentriere dich auf das Wichtige und das Wesentliche und schiebe das Unwichtige und Unwesentliche in die "Egal"-Schublade.

Nimm dir fest vor, wenn du das Schlafzimmer betrittst, nur noch an schöne Dinge zu denken und dränge alle Probleme aus deinem Denken- Probleme haben morgen Zeit, um gelöst zu werden- zum Schlafen sind sie nicht dran. Schlaf ist wichtiger, als Probleme zu wälzen und zu lösen.

CCho%msky


Ich gebe sensibelman recht, es klingt in deinen Zeilen so, als würdest du dir selbst viel zu viel aufbürden und hättest dabei noch recht hohe Ansprüche an dich selbst.

Kann das sein oder ist es nur dein humorvoll geschriebener Text, der dem Leser dieses Bild vor Augen führt?

Die Existenz dieser immer frisch aussehenden Powerfrauen finde ich übrigens nicht hilfreich

Nun ja. Weißt du denn, wie der Alltag der immer frisch aussehenden Powerfrauen aussieht? In welchem Ausmaß und in welcher Form sie Hilfe und Unterstützung haben? Welche Aufgaben sie an andere abgeben? Wie ihr Leben hinter verschlossenen Türen verläuft und wie zufrieden sie damit sind?

Der Eindruck, den man auf Fremde macht, deckt sich selten mit dem eigenen Selbstbild und nur, wenn jemand augenscheinlich ausgeschlafen und blendend aussehend im Büro aufkreuzt, heißt das nicht, dass man ein stressfreies Leben hat und schon gar nicht, dass man das alleine und aus eigener Kraft so hinbekommt.

Wer weiß schon, wie viele Babysitter, Haushaltshilfen, engagierte Großeltern im Hintergrund mitwirken und wer kennt schon die Ansprüche anderer Familien? Nur weil jemand im perfekten Outfit und in Highheels pastellfarbene Cupcakes mit Glitzer zum Kindergarten-Fest mitbringt und dabei entspannt wirkt, heißt das nicht, dass in deren Leben wirklich immer alles perfekt und entspannt läuft. Vielleicht werden die Kinder zu Hause schon mal nachmittagelang mit Tiefkühlpizza vor dem Fernseher geparkt, während Wäscheberge der letzten Wochen und Monate endlich mal abgearbeitet werden, damit das Kind nicht schon wieder im schmutzigen Pulli in die Schule muss.

sondern frustrierend, wenn ich sehe, wie ich an meinen selbst gestellten Anforderungen scheitere.

Hier sagst du es selbst und vielleicht ist das für dich ein guter Ansatzpunkt: bist du perfektionistisch veranlagt und hast häufig sehr hohe oder gar überzogene Ansprüche an dich selbst? Willst du es immer allen recht machen und hast das Gefühl, dass es am Ende doch nicht geklappt hat? Lohnt sich der Aufwand, den du betreibst, und bist du am Ende des Tages glücklich über deine Leistung?

Unterziehe das mal einem Realitätscheck und gleiche, vielleicht sogar zusammen mit deinem Mann, ab was wirklich an Aufgaben und Ansprüchen sein muss, euch wichtig ist und zu eurer Zufriedenheit beiträgt und was eigentlich bloß (zu) großem Perfektionismus geschuldet ist und gut und gerne verzichtbar wäre.

Haushaltsführung und -planung kann viel Spielraum für Veränderung geben, genauso Freizeitgestaltung während der Woche und am Wochenende.

Habt ihr eigentlich auch ausreichend Phasen oder gar Tage (auf den Monat hochgerechnet), an denen nichts auf dem Plan steht, es keine Erledigungen, Pflichten und Termine gibt?

Was habt ihr bisher in euren Alltag integriert, das euch Energie und gute Stimmung gibt und anstatt sie lediglich zu fressen?

meond+sftexrne


Bin ich es, oder läuft da ganz grundlegend etwas schief?

In den 70ern gab es noch viele Hausfrauen, die sich gelangweilt haben, anstatt arbeiten zu gehen. Wenn man sie fragt, warum sie nicht arbeiten gegangen sind: "Ja, das war damals so üblich".

Ich sage, in 40 Jahren wird man viele Frauen wie Dich fragen, warum sie unbedingt Beruf und Familie vereinbaren wollten, und sie werden die selbe Antwort geben.

Warum kann eigentlich nicht jede Frau für sich entscheiden, was gut für sie ist?

J`ulwiaxT


Was genau überfordert Dich denn? Warum bist Du abends kaputt? War der Jobtag zu lang?

sEensib#elma~nn99


Die Existenz dieser immer frisch aussehenden Powerfrauen

Wenn meine Frau mal nicht frisch aussehen sollte oder übermüdet, ist immer mein wichtigster Satz: "Komm', lass den Scheiß einfach liegen". Irgendwann in Kürze finden wir dann die Zeit, Wichtiges nachträglich zu erledigen. Unwichtiges erledigen wir eher sehr schleppend.

d~anaqe8x7


Was kommt denn konkret zu kurz? Also Kinder oder Haushalt oder Firma? Und was nimmt welchen Anteil ein? Wie sauber muss es sein, wieviel Betreuung hast du, wie alt ist das Kind und und und?

Und dann gibt es da ein schönes Buch von zwei so top gestylten Powerfrauen: [[https://www.amazon.de/Die-Alles-ist-m%C3%B6glich-L%C3%BCge-vereinbaren/dp/3570552527/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1510420792&sr=8-1&keywords=die+vereinbarkeitsl%C3%BCge Die alles ist möglich Lüge]]

Lesen und entspannen. ;-)

BVenit?axB.


Mit der aufgeführten Liste s. o. hätte ich mich auch total überfordert...

Kind braucht geregte Zeit, es braucht auch keine Anfragen von Mama, was es nun essen will. Das wird zugeteilt, alle essen dasselbe, zur gleichen Zeit.

Wieviel Torte muß man wirklich backen, warum ist das so wichtig? Und warum der Neid auf andere Frauen, die vielleicht alles nur einfach anders stemmen. Nach Plan. Jetzt 15 Minuten für die Wäsche. 1 Stunde fürs Einkaufen.

Während ich mich schminke, beschäftige ich Kind mit Legosteinen.

Mann darf nachher 35 Minuten Staubsaugen. Fürs Essenkochen 2 Stunden einplanen.

Frau arbeitet? Muß um 8 Uhr da sein?

Zeitmanagement: wieviel Zeit man gestrafft fürs Kind, wann muß man los, wie lange dauert es, Frühstück zu machen, alles in den Kühlschrank und den Geschirrspüler zurückzustellen.

Nach dieser Zeitliste handeln, noch 15 Minuten drauflegen, dann wird es auch bei kleinen Pannen nicht gleich eng.

Entsprechend dieser Zeit auch aufstehen.

Und dann ein auch mal eine Pause bewußt einplanen. Und Kind liegt spätestens um 19:45 im Bett. Natürlich mit Geschichte, Gebet und Gesang, wie auch immer. Und dann ist Feierabend. Beine hoch, Gemütlichkeit.

Man muß das nur konsequent durchziehen.

In Kitas oder in Krankenhäusern versorgt eine Person auch mehrere Kinder, das geht nach Schema, nach Muster und Kinder mögen das sogar, wenn alles wie ein Ritual verläuft.

Ich sehe immer so gestreßte Mütter, die alles erst mal diskutieren, was möchtest du essen, Schatz, als ob ein kleines Kind sich da auskennen würde. Da führt die Mutter keine Regie sondern das Kind. Und Mutter wird immer gestresster, weil Kind auch immer mehr absurde Dinge machen will. Immer wieder nachgibt.

Man muß kein Kind bei gemachten Plänen drangsalieren, das meine ich nicht, sondern man selbst bestimmt, wo es lang geht.

Dieses Zeitmangement muß ausgearbeitet werden, mit Luft auch für Sachen dazwischen, aber da kann man sich damit schon mal eher zurücklehnen.

B(enitAaBx.


Ich war überhaupt alleinerziehend, mußte arbeiten gehen, das Kind mußte ab dem 4. Lebensjahr lernen, wie man 3 Kreuzungen überquert, noch 2 Zebrastreifen, um zur Schule zu gelangen. 2 Jahre Übung mit mir zusammen, weil ich Kind und Arbeitsbeginn sich nicht vertrugen. Und das mußte mit 6 eben sitzen wie im Schlaf.

Einschließlich dem Lernen, dass Autos bei Schnee nicht gut bremsen können, dass es auch Menschen gibt, die an Zebrastreifen nicht halten.

Das ist das Leben, real. Das Kind hatte seine Zeit, ich aber auch.

Abendgeschichte im Bett fiel bei Trödeln eben aus, ich habe es auch angekündigt, mein Feierabend ist um 20 Uhr.

Das kam dann eben so gut wie gar nicht vor, weil das Kuschelritual so schön war. Kind wollte darauf nicht verzichten.

GLra;ó?gramxán


Arbeitet ihr beide denn Voll- oder Teilzeit?

Chhirquixtina


So viele Antworten, sehr schön!

Konzentriere dich auf das Wichtige und das Wesentliche und schiebe das Unwichtige und Unwesentliche in die "Egal"-Schublade.

Ähm, ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich die letzte Party veranstaltet habe. Das muss vor der Geburt gewesen sein. Falls es so klingt, als würde ich diesem konkreten Beispiel der Kuchen-High Heels-Gartenparty-Frau nacheifern wollen: Ich staple deutlich tiefer. Ich habe bereits das Gefühl, nur das Wichtigste zu erledigen, und selbst das bringt mich manchmal an meine Grenzen.

Versuche einfach auf Perfektionismus zu verzichten.

a hast du einen wunden Punkt getroffen! Ich glaube, dass das einer der Gründe ist, aus denen mein Mann besser mit der Situation zurechtkommt als ich. Meine Arbeit erfordert ein gewisses Maß an Perfektionismus, aber ich bin mir schon bewusst, dass er die Dinge oft unnötig verkompliziert. In Sachen Haushalt ist es mir allerdings schon gelungen ihn weitestgehend abzulegen...

Nun ja. Weißt du denn, wie der Alltag der immer frisch aussehenden Powerfrauen aussieht? In welchem Ausmaß und in welcher Form sie Hilfe und Unterstützung haben? Welche Aufgaben sie an andere abgeben? Wie ihr Leben hinter verschlossenen Türen verläuft und wie zufrieden sie damit sind?

Jein, ich kenne natürlich keine repräsentative Anzahl solcher Frauen, aber bei einer Kollegin ist mir aufgefallen, dass sie 1. weniger Schlaf braucht (oder mit weniger klarkommt) als ich, und 2. weniger "unproduktiven Leerlauf" benötigt. Wenn ich ihren Terminkalender sehe wird mir schwindlig. Sie hat übrigens zwar Kinderbetreuung und Putzhilfe, aber ihr Mann ist unter der Woche oft auf Montage und sie hat keine Familie in der Nähe.

Lohnt sich der Aufwand, den du betreibst, und bist du am Ende des Tages glücklich über deine Leistung?

Er lohnt sich definitiv bei meiner Tochter, und im Job ist es so, dass ich nunmal nicht Teilzeit arbeite(n kann), und dass der Aufwand an sich mich auch nicht stört, weil ich ihn gern mache.

Haushaltsführung und -planung kann viel Spielraum für Veränderung geben, genauso Freizeitgestaltung während der Woche und am Wochenende.

Habt ihr eigentlich auch ausreichend Phasen oder gar Tage (auf den Monat hochgerechnet), an denen nichts auf dem Plan steht, es keine Erledigungen, Pflichten und Termine gibt?

Was habt ihr bisher in euren Alltag integriert, das euch Energie und gute Stimmung gibt und anstatt sie lediglich zu fressen?

Wie gesagt brauche ich unproduktiven Leerlauf (am Abend), zusätzliche Termine durch Sportverein oder ähnliches fände ich nicht sonderlich entspannend. Vor zwei Wochen haben wir uns einen Tag frei genommen, während unsere Tochter in der Kita war. Mein Mann würde gerne einen Babysitter engagieren, ich finde allerdings, dass die Kleine schon genug Zeit in der Betreuung verbringt.

In den 70ern gab es noch viele Hausfrauen, die sich gelangweilt haben, anstatt arbeiten zu gehen. Wenn man sie fragt, warum sie nicht arbeiten gegangen sind: "Ja, das war damals so üblich".

Ich sage, in 40 Jahren wird man viele Frauen wie Dich fragen, warum sie unbedingt Beruf und Familie vereinbaren wollten, und sie werden die selbe Antwort geben.

Warum kann eigentlich nicht jede Frau für sich entscheiden, was gut für sie ist?

Da gebe ich dir Recht, das ist mir auch schon aufgefallen! Nun ist es bei mir so, dass ich das Hausfrauendasein eine Zeit lang ausprobiert und festgestellt habe, dass mir der Schuh nicht passt. Dabei hätte mein Mann nichts dagegen, er hat mir die Entscheidung überlassen.

Was kommt denn konkret zu kurz? Also Kinder oder Haushalt oder Firma? Und was nimmt welchen Anteil ein? Wie sauber muss es sein, wieviel Betreuung hast du, wie alt ist das Kind und und und?

Je nach dem, zumindest eines von beidem. Der Haushalt sowieso, wir suchen gerade eine Putzhilfe, aber das ist eigentlich nicht das Problem, wir sind nicht übermäßig anspruchsvoll. Unsere Tochter ist ein Jahr alt und geht für 8 bis 8,5 Stunden in die Kita. Wir arbeiten beide Vollzeit. Ich stehe früh auf, lese Emails etc. auf dem Weg zur Arbeit, bin dort meist die Erste und gehe in der Regel gegen vier, spätestens halb fünf. Dann verbringe ich Zeit mit meiner Tochter, wenn sie im Bett ist, arbeite ich noch etwa eine Stunde und habe dann noch etwas Zeit, bevor ich selbst ins Bett gehe.

Das läuft alles irgendwie, solange nichts dazwischen kommt. Ich sage auch nicht, dass es nicht möglich ist, nur läuft bei uns außer dem Basisprogramm eben nichts, und ich frage mich, ob wir (als Familie und Gesellschaft) dauerhaft so leben wollen. Wenn es realistisch wäre, würde ich für ein paar Jahre reduziert arbeiten, um den Alltag zu entzerren. Meinen Job möchte ich nicht aufgeben. Vereinbarkeit kann doch nicht nur heißen, dass die Kita das Kind bei Bedarf bis zu 10 Stunden am Tag aufnimmt und man netterweise Emails unterwegs vom Smartphone versenden darf. Ich würde mich da für einen gesellschaftlichen Wandel einsetzen, wenn sich dafür bloß die Zeit in meinem Terminkalender finden würde.

C&hiquuitixna


Ich war überhaupt alleinerziehend, mußte arbeiten gehen

Meinen Respekt. Wenn mein Mann einmal für ein paar Tage auf Dienstreise ist, kann ich erahnen, wie sich das anfühlen muss.

C2hqiquit)ina


Dieses Zeitmangement muß ausgearbeitet werden, mit Luft auch für Sachen dazwischen, aber da kann man sich damit schon mal eher zurücklehnen.

Wir haben kein schlechtes Zeitmanagement, würde ich sagen.

axn@narertto


@ Chiquitina

Du bist sehr sympathisch ;-D - mit Kindern ist das Leben nun mal chaotisch, es passieren ständig unvorherbare Sachen und eine "normale" Mutter ist natürlich abends fertig und darf auch so aussehen. Übermütter sind mir irgendwie unheimlich. Mir fällt auf, dass in Frauenzeitschriften sogar Werbung für "Anti-Stress-Mittelchen" für die ach so perfekte Frau gemacht wird. Das schockt mich doch etwas.

Ich selbst bin seit der ersten Stunde alleinerziehend - Tochter ist nun schon gross. Das war nicht einfach, ich habe mein Bestes gegeben - perfekt war ich schon mal gar nicht, aber das ist ok.

Ich habe viele Familien/Mütter kennengelernt und es geht vielen so wie Dir. Manchen sieht man es nur nicht an. Und einige haben eben die helfende Oma drei Häuser weiter, die Nanny parat oder parken das Kind gerne vor der Glotze.

:)* :)* :)* Gönne Dir mal was - Zeit nur für Dich :)* :)* :)*

dcanFae8h7


Und wofür konkret hättest du gerne mehr Zeit?

Also ich meine: wenn der Job soviel Zeit braucht und du findest deine Tochter sollte so und soviel Zeit mit ihren Eltern haben, dann ist da halt irgendwo Grenze, weil so ein Tag nur 24 Stunden hat. Da musst du schlicht entscheiden was dir wichtiger ist, so hart das klingt. Undzwar mit deinem Mann zusammen, denn der könnte ja auch kürzer treten und mehr Zeit ins Kind investieren oder zwei Tage länger machen, die du dann kürzer machst während du zwei andere Tage länger machst um an anderen Tagen früher gehen zu können oder so.

So ein Tag hat nur 24 Stunden. Man kann nicht jeden Job mit Kind machen, will man dieses auch sehen. Das ist einfach so und gilt für Männer wie Frauen. Wenn dein Job da null beweglich ist oder der deines Mannes, dann musst man irgendwann einfach eine Entscheidung treffen was genau man wichtiger findet. Eine Entscheidung für den Moment, versteht sich, irgendwann mag sich das wieder ändern und man disponiert um, aber entweder man lebt mit dem GEfühl der Unzulänglichkeit oder setzt Prioritäten.

Denn im Ernst, was soll dein Arbeitgeber denn machen? Also ich meine, was würdest du dir konkret auf Arbeit wünschen? Die Betreuung für eure Tochter sind die ja schon genug, also bleibt ja nur die Arbeit um anzusetzen.

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