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Kaliumpermanganat giftig?

equm%ana hat die Diskussion gestartet


Hallo, hab gerade ein Riesenproblem. Ich trage das Kaliumpermanganat mit Wasser verdünnt auf Pickel auf die gar nicht rauskommen, das hilft. Jetzt fragt sich jeder bestimmt wie kommt sie auf sowas, das ist ein altes Rezept meiner Eltern.

Jetzt hab ich so eine Lösung auf einen Abszess an der Stirn aufgetragen, in der Hoffnung dass der dann auch aufgeht. Ca. 10 Minuten nach dem Experiment bekam ich heftige Kopf- und Nackenschmerzen. Die Gesichtsmuskeln waren teilweise schwer zu bewegen. Das war gestern abend, heute kribbelt es in der Schläfen-, Hinterkopf- und Nackengegend immer noch, außerdem brennt es und manchmal kommt ein brennender Schmerz. Ich habe bei der Vergiftungshotline angerufen dort sagte man mir das K.p. zersetzt sich auf der Haut, kann deshalb nicht aufgenommen weden. Ich frage mich trotzdem es hat ja auf die Pickel eingewirkt, dann hat es doch auf den Abszess auch eingewirkt bzw. auf die Bakterien dort (Streptokokken o. Stapphyllokokken)nur wie. Das ist ein ungewöhnliches Problem aber ich hoffe trotzdem jemand kennt sich vielleicht aus, danke.

Antworten
b;ekxa


Kaliumpermanganat ist ein starkes Oxidationsmittel,

das als Desinfektionsmittel, Desodorans und Algizid eingesetzt wird. Nur bei äusserlicher Anwendung ist es weniger giftig. Auf jeden Fall sollte man das Einatmen der Dämpfe vermeiden. Und genau das scheint in Deinem Fall schiefgelaufen zu sein.

LG

bvekJa


Nachtrag

beim Zusammenkommen vom Kaliumpermanganat und Salzsäure (Magen) entsteht Chlor. In einer sauren Umgebung wirkt Kaliumpermanganat sehr giftig. Dies kann auch bei Kontakt mit Schleimhäuten eintreten. Deshalb die Dämpfe nie einatmen.

LG

G#raGmjmy


Kaliumpermanganat

ist ein starkes Oxidationsmittel, jedoch gemäß der ehemaligen Gefahrstoff-Verordnung und heute geltenden EG-Richtlinien nicht als giftig, sondern lediglich als gesundheitsschädlich eingestuft. Trinken würde ich selbst eine stark verdünnte Lösung nicht unbedingt, obwohl es früher wg. seiner stark oxidierenden Wirkung auch zum Desinfizieren von Trinkwasser zweifelhafter Herkunft eingesetzt wurde (gehörte sozusagen ins survival-pack... ;-) ).

Konzentriertere Lösungen können allerdings zu Magenschmerzen und Erbrechen führen, in größeren Mengen auch zu schweren Verätzungen - aber eben nur beim Einnehmen.

Von daher ist die antibakterielle Wirksamkeit des "alten Rezepts" deiner Eltern durchaus denkbar. Gibt halt unschöne dunkelbraune Flecken auf der Haut (sog. Braunstein - Mangandioxid).

Während meines Studiums hatte ich öfter diese Verfärbungen, aber ohne sonstige Nebenwirkungen. Wenns nicht besser wird, würde ich mal einen kompetenten Hautarzt oder Toxikologen aufsuchen - und erstmal die Finger weg lassen von dem "Hausmittelchen"... :-

GJrammxy


Ups,

merkwürdig.

Eben (also vor 5 min.) war hier nur ein Beitrag... ???

beka, einatembare Kaliumpermanganat-Dämpfe aus einigen Tropfen einer stark verdünnten wässrigen Lösung, die auf die Stirn aufgetupft wird, in einem Umfang, der zu solcher Wirkung führt - das mußt du mir näher erklären...

b-e8kxa


Grammy - Täst

;-D

byeka


@Grammy

ich kenne eine solche Wirkung von Duftölen in Spül- und Reinigungsmitteln, Zigarettenrauch, Bier(-hefe) u.v.m. Die Wirkung tritt unter einer Sekunde ein und ist für andere, die dieses Problem nicht haben, auch nicht nachvollziehbar. Kannst Du in etwa mit der Wirkung von Zyankali vergleichen: der Kontakt mit der Mundschleimheit reicht aus um eine Atemlähmung auszulösen (Blockade der Cytochromoxidase der Atmungskette). Aus einem ähnlichen Grund versehen viele Nahrungsmittelhersteller Verpackungen mit dem Warnhinweis "kann Spuren von Nüssen enthalten", da diese "Spuren" bei einigen Menschen einen anaphylaktischen Schock mit anschliessendem Herzstillstand auslösen können.

Zum Einatmen von Kaliumpermanganat nur ein Link [2] als Info: 4.2 Körperkontakt und 11.2 Primäre Reizwirkung.

LG

[1] [[http://www.g-o.de/index.php?cmd=focus_detail2&f_id=47&rang=21]]

[2] [[http://www.omikron-online.de/cyberchem/cheminfo/betran/si_daten/0310-sic.html]]

Gxramxmy


@ beka

Was ein "Täst" alles bewirken kann... ;-)

Also, das Sicherheitsdatenblatt in deinem 2. Link bezieht sich auf den reinen Feststoff, die Hinweise zum Einatmen demnach auf entstehende Stäube (z.B. beim Umfüllen größerer Mengen). Daß man nennenswerte Mengen an Kaliumpermanganat einatmet, wenn eine stark verdünnte wässrige Lösung auf die Stirn aufgetupft wird, wage ich nachwievor zu bezweifeln.

Vielleicht wurde ja auch nur eine geringe Menge über die Haut (Wunde, offene Stelle) oder den Mund (herunterlaufende Tropfen) aufgenommen. Und daß eine Unverträglichkeit bei eumana vorliegen kann, will ich natürlich nicht infrage stellen - sie möge unseren kleinen theoretischen Exkurs verzeihen (bin halt "nur" Chemiker und kein Mediziner)...

Gute Besserung, eumana!

ekumDana


danke für die Infos

Ich konnte mich leider nicht in die Diskussion einklinken, konnte die letzten Tage nicht online sein. Vgl. meinen anderen Beitrag dazu in diesem Forum, habe ich vergessen dazuzuschreiben dass ich noch Antibiotika eingenommen habe, entweder hat sich die Wirkung von Antibiotika durch Kaliumpärmanganat potenziert, oder umgekehrt, oder es waren nur Antibiotika. Feststeht dass ich sehr überempfindlich auf Medikamente, Chemikalien usw. bin (MCS), diese Reaktionen sind also keine Standartsituation.

Mich würde noch interessieren, falls ihr noch da seid, heißt das diese Reaktion wäre wie eine Quecksilbervergiftung zu handhaben? Die neurologischen Probleme bestehen nämlich bis heute (v.a. nach dem Aufstehen und im Laufe des Tages drückender Schläfen-/Hinterkopfschmerz, Übelkeit, veränderter Blutdruck) und ich habe Angst dass ich Spätschäden davontrage. Habe rumtelefoniert (Giftzentralen), Neurologen gefragt, keine Chance - niemand weiß was.

GKramnmxy


Behandlung wie bei einer Quecksilbervergiftung?

Kann ich mir kaum vorstellen. Quecksilber, ein bei Zimmertemperatur flüssiges Schwermetall, hat ganz andere chemische und physiologische Eigenschaften als Kaliumpermanganat.

"Vergiftungserscheinungen:

akut: vermehrter Speichelfluss, Metallgeschmack, Magenschmerzen, Geschwüre in der Mundhöhle, blutige Durchfälle, Nierenschädigungen.

chronisch: dunkler Zahnfleischsaum, Schädigung von Leber, Niere und zentralem Nervensystem, Haarausfall, zittrige Handschrift."

(sinngemäß zitiert aus einer Krankenkassen-Quelle)

Im Zusammenhang mit der vermuteten Quecksilber-Anreicherung im Körper aus Amalgam-Zahnfüllungen wird versucht, mittels Selen das Quecksilber aus dem Körper "auszuleiten" - das wird bei der von dir gestellten Selbst-Diagnose kaum helfen.

Ich kann dir nur empfehlen, weiter zu suchen, z.B. einen Toxikologen der nächsten Uni-Klinik...

dTunkelUfal(ke


frueher wurde das zeug auch verwendet

um jemandem zum erbrechen zu bringen, nach einer lebensmittelvergiftung zum beispiel

im warmen wasser loesen und literweise trinken, kotzen, mehr davon trinken, kotzen... schmeckt widerlich :-(

Cjh'aoswteib


mal so ne frage.

ist kmno4 nicht eingentlich lila?? also das sieht doch bestimmt dämlich aus, wenn man sich das auf die stirn packt;)

d#unBkhelf.alkxe


ja, ist lila

und es gibt schlimmeres. zum beispiel dieses beliebte sowjetische desinfizierungsmittel. leuchtend gruen.

w usjchxig


@ Chaosweib

"" ...mal so ne frage.

ist kmno4 nicht eigentlich lila?? also das sieht doch bestimmt dämlich aus, wenn man sich das auf die stirn packt... ""

Natürlich sieht es auf der Stirn braun aus, nachdemes dort etwas eingewirkt hat.

Aber, was sieht eigentlich dämlicher aus:

- ein Pickel, der unbehandelt ist und sich zum Geschwulst entwickelt, oder

- ein Tupfer dunkelbrauner Substanz, die zeigt, daß dem angehenden Geschwulst entgegengetreten wird?

Aus esthetischen wie auch aus medizinischen Gründen wird sich der Thread-Eröffner wohl die Frage nie stellen.

Es mag aber sicher auch andere Methoden geben, den wachsenden Pickeln zu Leibe zu rücken.

Ein (guter) Hautarzt sollte sich dabei auskennen und wertvolle Tips geben.

S3pi(elweso/nne


Kaliumpermanganat

hi, also meine Tochter badet von Zeit zu Zeit in diesem Lila Wasser was dann braun wird (wegen offene Neurodermitisstellen).

Hats dir mal gedanken gemacht ob das nicht von was anderem kommen kann als von einem Tupfer auf der Stirn ???

Kann mir das echt nicht vorstellen. Es könnte ja echt sein, dass du zeitgleich eine komische Bewegung gemacht hast und das die Kopf und nackenschmerzen usw ausgelöst hat. Wenn du schreibst das hilft, dann hast das ja sicher shcon öfters mal wo aufgetragen und da war sicher nichts passiert ??? ?

Auf jedenfall, mal gute Besserung

Gruß spielesonne

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