» »

Kann mir ein Moslem hier mal erklären, was auf einen zukommt?

IVsmaeQl


@ little rhyme

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es der Mehrheit der Deutschen egal ist, ob die Feiertage islamisch oder christlich sind.

Das habe ich auch nicht geschrieben, aber wenn man eine Abstimmung vornähme, würde wahrscheinlich eine Mehrheit der Deutschen Fronleichnam gegen zwei nicht-kirchliche Feiertage eintauschen wollen. Das meinte ich damit, dass die Zahl der Feiertage vielen wichtiger wäre als der Anlass.

Was den muslimischen Feiertag angeht, so sähe ich kein Problem darin, einen solchen denjenigen, die das wollen, zuzugestehen im Tausch z.B. gegen einen Urlaubstag. Sie würden damit nicht weniger arbeiten, jedoch ein Anrecht auf bezahlten Urlaub an diesem bestimmten Tag erhalten.

l3itt2le rh%ykmxe


Das habe ich auch nicht geschrieben, aber wenn man ein Abstimmung vornähme, würde wahrscheinlich eine Mehrheit der Deutschen Fronleichnam gegen zwei nicht-kirchliche Feiertage eintauschen wollen.

Achso. Ja, solange sie nur nicht- kirchlich und nicht islaisch sind, wäre es den meisten wahrscheinlich tatsächlich egal. Obwohl ich glaube für viele ist es auch wichtig, dass sie gerade an religiösen Feiertagen Zeit haben, zum Friedhof zu fahren. Keine Ahnung wie es der Mehrheit geht, aber ich würde eher auf den 1. Mai als auf den Fronleichnam verzichten wollen.

Was den muslimischen Feiertag angeht, so sähe ich kein Problem darin, einen solchen denjenigen, die das wollen, zuzugestehen im Tausch z.B. gegen einen Urlaubstag.

Achso, es geht gar nicht um einen allgemeinen Feiertag. Tut mir leid, ich habe es wohl falsch verstanden.

llittleG rhyyme


@ Ismael

Und wenn ich mir es so recht überlege: diese Regelung mit dem Feiertag würde der Wirtschaft nicht so gefallen. Was ist, wenn man einen dringenden Auftrag hat und unter den Angestellten viele Moslems sind? Sie müssen dann praktisch ihren Urlaubstag nicht abstimmen, bzw. man muss sie dann eben feiern gehen lassen. Das bedeutet dann noch weniger Flexibilität für den Arbeitgeber und noch ein Grund mehr, wo anders hinzuziehen.

TTheskeus


Feiertag:

Warum redet man eigentlich nur über einen islamischen Feiertag? Es gibt auch noch genügend andere Religionen in diesem Land. Was ist wenn die dann auch einen eigenen Feiertag fordern würden?

Juden, Zeugen Jehovas, Yeziden und andere haben doch eigentlich dann genauso einen Anspruch, oder nicht?

INsmaxel


@ Theseus

So selbstverständlich ist das nicht. Hier in Deutschland, aber nicht in anderen Ländern. Von daher ist es schon ein Anreiz sich für Deutschland zu entscheiden.

Meine Wertungen, was Recht ist und was nicht, lasse ich mir nicht durch andere Länder diktieren. Oder wollen Sie sich davon abhängig machen?

Nicht nur. Sie werden auch mit staatlichen Mitteln gefördert. Welches islamische Land finanziert christliche Kirchen und läßt es zu das sie gebaut werden?

Dito. Ich vergleiche die Förderung des Moscheenbaus mit dem Bau von Kirchen, und zwar beides in Deutschland, denn hier bin ich geboren und lebe ich. Womit wollen Sie rechtfertigen, dass der Bau von Moscheen weniger gefördert wird als der von Kirchen? Ich bin übrigens gegen beiderlei Förderung.

Den Vorschlag das Deutschkurse zur Pflicht werden sollten hatte ich weiter vorne mit "Today" auch schon gemacht. Daran "herumgekrittelt" hat niemand. Ich habe es als Integrationsbemühung erwähnt.

Nein, Sie haben es subsummiert unter dem, was wir alles so selbstlos für Zuwanderer tun. Und da Sie ja so gerne über die Grenzen blicken: Die Norweger bezahlen deutschen Ärzten einen 6-monatigen Sprachkurs bei vollem Arztgehalt, wenn sie bereit sind, in Norwegen zu arbeiten. Das sind natürlich auch nur selbstlose Integrationsbemühungen.

Die Tatsache, daß es aber genug Zuwanderer gibt die schon zwanzig Jahre oder länger hier wohnen und trotzdem noch kein Deutsch sprechen, zeigt das dieses Angebot wohl noch nicht wirklich angenommen wird.

Es zeigt vor allem, dass wir Deutschen mit unserer Integrationspolitik gescheitert sind. Den Schuh sollten wir uns schon aus rein praktischen Gründen selbst anziehen.

Finde ich schon. In welchem Land bekommen anderen Religionen einen gesetzlichen Feiertag? Das kommt wohl nicht so oft vor.

Was sind denn für Sie bitte andere Religionen? Ich wüsste nicht, dass das Christentum in Deutschland Staatsreligion wäre. Das Christentum ist bei uns genauso eine andere Religion wie der jüdische Glauben, der Islam, der Hinduismus oder der Buddhismus. Und wie gesagt, wie die Dinge in anderen Ländern gehandhabt werden, finde ich reichlich irrelevant.

Wenn ich mich als Christ in einem Land schikaniert fühle, dann verlasse ich dieses Land. Das ist aber kein Grund, bestimmte Religionen in Deutschland ebenfalls Schikanen auszusetzen.

Die restliche Polemik spricht für sich. Darauf braucht es keine Antwort.

Sie meinen, Sie haben keine Antwort. Wenn etwas in meinem Beitrag polemisch gewesen wäre, ich bin mir sicher, Sie hätten es genüsslich aufgegriffen.

IXsmaxel


@ little rhyme

Achso, es geht gar nicht um einen allgemeinen Feiertag. Tut mir leid, ich habe es wohl falsch verstanden.

Es geht, soweit ich das bisher mitbekommen habe, sowieso nur um einen einzigen Politiker, der laut (und auf breiter Front dafür kritisiert) in diese Richtung gedacht hat. Eine breite politische Diskussion hat lediglich Theseus suggeriert.

Und wenn ich mir es so recht überlege: diese Regelung mit dem Feiertag würde der Wirtschaft nicht so gefallen. Was ist, wenn man einen dringenden Auftrag hat und unter den Angestellten viele Moslems sind? Sie müssen dann praktisch ihren Urlaubstag nicht abstimmen, bzw. man muss sie dann eben feiern gehen lassen. Das bedeutet dann noch weniger Flexibilität für den Arbeitgeber und noch ein Grund mehr, wo anders hinzuziehen.

Wir haben in Deutschland 52 Sonntage im Jahr, dazu die bestehenden gesetzlichen Feiertage und in vielen Branchen auch noch die Samstage. Ein muslimischer Feiertag, der ja auch nur von einem Teil der Belegschaft beansprucht würde, fällt da sicher weniger ins Gewicht. Der Wirtschaft wäre mit einer generell flexibleren Arbeitszeit weitaus mehr gedient.

@ Theseus

Juden, Zeugen Jehovas, Yeziden und andere haben doch eigentlich dann genauso einen Anspruch, oder nicht?

Von mir aus, das stellt sicher kein Problem dar, da es hier ja sicherlich nur wenige in einem jeden Betrieb betrifft. Wie ich schon sagte, der Wirtschaft geht es vor allem um die Gesamtarbeitszeit sowie um eine generelle Flexibilität.

l\ittVle4 rh8yxme


@ Ismael

Ich glaube es geht um die Konkurrenz. Samstage und Sonntage haben auch Arbeiter in Polen. Andererseits glaube ich, wenn es wirklich darauf ankommen sollte, würden sie auch an dem Feiertag arbeiten, um den Job zu behalten.

Aber egal, ich bin ja kein Arbeitgeber und habe keine Ahnung von BWL.

Gute Nacht

T1hese~us


Womit wollen Sie rechtfertigen, dass der Bau von Moscheen weniger gefördert wird als der von Kirchen? Ich bin übrigens gegen beiderlei Förderung.

Den Unterschied macht die Kirchensteuer. Mit der zahlen die Christen auch für den Bau ihrer eigenen Kirchen ein. Im Islam gibt es so eine Steuer nicht. Ergo brauchen sie mehr bzw. höhere Förderungen. Entweder vom Staat oder von fragwürdigen islamischen Vereinen die oftmals schon unter Beobachtung des Staates stehen.

Vielleicht sollte man eine Kirchensteuer auch für Moslems einführen. Dann könnte man den Bau von Moscheen besser kontrollieren bzw. besser die Finanzierungsgelder überwachen woher das Geld kommt.

Es zeigt vor allem, dass wir Deutschen mit unserer Integrationspolitik gescheitert sind. Den Schuh sollten wir uns schon aus rein praktischen Gründen selbst anziehen.

Warum sollen sich die Einheimischen immer nur um Integration bemühen? Wenn jemand bereits zwanzig Jahre oder länger hier lebt und kein Deutsch spricht, dann ist er selbst genauso dafür verantwortlich und nicht nur der Staat.

Oder soll man ihn von der Polizei zum Deutschunterricht abholen lassen? Dann würde es nicht lange dauern und der Erste würde vor Gericht wegen Diskriminierung klagen.

Wenn etwas in meinem Beitrag polemisch gewesen wäre, ich bin mir sicher, Sie hätten es genüsslich aufgegriffen.

Um mich damit auf ihr Niveau zu begeben?

I'sm)aCexl


@ little rhyme

Ich glaube es geht um die Konkurrenz. Samstage und Sonntage haben auch Arbeiter in Polen.

Es gäbe natürlich auch noch die Option, diesen Feiertag auf einen Sonntag zu legen, dann bräuchte sich in der Wirtschaft niemand darüber aufregen.

@ Theseus

Den Unterschied macht die Kirchensteuer.

Die Kirchensteuer ist doch keine staatliche Förderung, was hat die denn hier verloren?

Im Islam gibt es so eine Steuer nicht. Ergo brauchen sie mehr bzw. höhere Förderungen.

Muss ich diese Logik jetzt verstehen? Im Übrigen besteht meinerseits weiterhin ein Bedarf an Belegen für die von Ihnen postulierte einseitige Förderung.

Warum sollen sich die Einheimischen immer nur um Integration bemühen?

Nicht nur, aber aus ganz und gar nicht selbstlosen Motiven.

Um mich damit auf ihr Niveau zu begeben?

Auch mein Optimismus hat Grenzen.

Tfh`eseugs


Die Kirchensteuer ist doch keine staatliche Förderung, was hat die denn hier verloren?

Habe ich auch nicht behauptet (Erklärung siehe weiter unten).

Muss ich diese Logik jetzt verstehen? Im Übrigen besteht meinerseits weiterhin ein Bedarf an Belegen für die von Ihnen postulierte einseitige Förderung.

Mit der Kirchensteuer werden zu einem großen Teil auch die Kirchen der eigenen Religion finanziert. Durch das Einzahlen. Also zahlen die Gläubigen selbst einen großen Teil für ihre Kirchen ein und brauchen dann weniger Förderung vom Staat.

Im Islam gibt es diese Steuer nicht, also kommt auch kein Geld für Moscheen etc. rein. Woher auch? Also ist man auf mehr Förderungen vom Staat oder auf mehr Geld von anderen "Sponsoren" angewiesen.

Die Sponsoren sind dann oftmals aber leider Vereine die bereits unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stehen. Also wäre eine Art Kirchensteuer für die anderen Religionen doch nicht verkehrt. Das Geld würde dann in eigene Projekte wie Moscheen fließen, man wüßte woher es kommt und man hätte mehr Kontrolle was dort später passiert.

I~smxael


@ Theseus

Also zahlen die Gläubigen selbst einen großen Teil für ihre Kirchen ein und brauchen dann weniger Förderung vom Staat.

Im Islam gibt es diese Steuer nicht, also kommt auch kein Geld für Moscheen etc. rein. Woher auch? Also ist man auf mehr Förderungen vom Staat oder auf mehr Geld von anderen "Sponsoren" angewiesen.

Ich merke schon, Belege für diese vermeintlich stärkere Förderung haben Sie also nicht. Sie postulieren diesen Zusammenhang, weil Sie sich schwer vorstellen können, wie sonst Moscheen finanziert werden sollten. Hier hilft ein kleiner Blick über den Tellerrand: Deutschland ist m.E. das einzige Land weltweit, in dem die Kirchen staatliche Eintreiber ihrer Finanzen benötigen. Christliche Kirchen finanzieren sich weltweit wie die muslimischen Gemeinden und andere Religionsgemeinschaften weitestgehend über Spenden.

Die Sponsoren sind dann oftmals aber leider Vereine die bereits unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stehen. Also wäre eine Art Kirchensteuer für die anderen Religionen doch nicht verkehrt. Das Geld würde dann in eigene Projekte wie Moscheen fließen, man wüßte woher es kommt und man hätte mehr Kontrolle was dort später passiert.

Der Staat kontrolliert doch nicht, was mit der Kirchensteuer geschieht. Er ist lediglich Eintreiber dieser Gelder und gibt sie an die Kirchen weiter. Natürlich könnte man dieses Prinzip auch auf andere Religionsgemeinschaften ausdehnen, ich bezweifle aber, dass sich auf Seiten der Gläubigen hierfür eine besondere Begeisterung entwickeln dürfte. Ich hielte es vielmehr für sinnvoller, den entgegengesetzten Weg zu gehen und auch bei den christlichen Kirchen die Gläubigen ihre Abgaben nach eigenem Ermessen entrichten zu lassen.

Das alles ändert aber nichts daran, dass es sich bei der Kirchensteuer um keine staatliche Förderung handelt, eine solche wäre nämlich von allen Steuerzahlern zu erbringen und nicht nur von den betreffenden Konfessionsangehörigen. Letztlich ist auch die Kirchensteuer im Kern eine freiwillige Leistung, da ein jeder aus seiner Kirche austreten kann.

TBheseu$s


Deutschland ist m.E. das einzige Land weltweit, in dem die Kirchen staatliche Eintreiber ihrer Finanzen benötigen. Christliche Kirchen finanzieren sich weltweit wie die muslimischen Gemeinden und andere Religionsgemeinschaften weitestgehend über Spenden.

Ich hielte es vielmehr für sinnvoller, den entgegengesetzten Weg zu gehen und auch bei den christlichen Kirchen die Gläubigen ihre Abgaben nach eigenem Ermessen entrichten zu lassen.

Man darf dabei aber nicht vergessen, daß hier in Deutschland von der Kirchensteuer auch Kindergärten, die Tafeln und diverse soziale- & humanitäre Einrichtungen finanziert werden. Davon profitieren alle Menschen die hier Leben, egal ob sie eingezahlt haben oder nicht.

Ob das lediglich durch Spenden finanzierbar wäre, wage ich zu bezweifeln. Und moralisch finde ich es auch nicht ganz in Ordnung wenn man nicht einzahlt, aber dann die "Dienste" in Anspruch nimmt (unabhängig davon welcher Religion man angehört).

Da könnte man sich schon über ein gerechteres System Gedanken machen.

c)lxa


Theseus

Ich denke, ganz grundsätzlich stört hier in Deiner Argumentation, daß Du Behauptungen aufstellst, die zunächst vielleicht sogar möglich erscheinen und plausibel klingen, Du sie bei gezielter Nachfrage aber überhaupt nicht belegen kannst, sondern damit kommst, jeder solle das für sich selbst im Sozialgesetzbuch nachlesen, Dich dabei windest wie ein Fisch, mal hiermit mal damit kommst, aber definitiv KEINE Antwort gibst.

Mir gefällt es, wenn Du klare Ansage machst, Deine Ansicht klar vertrittst, aber bitte nur mit uns allen erklärbaren, beweisbaren Fakten.

Froh bin ich, daß hier nun noch andere auf dem Plan sind, die ebenfalls die Unhaltbarkeit Deiner Behauptungen sehen und im Gegensatz zu mir auch noch mehr Einblick in die Sachlage besitzen, also mit Tatsachen aufwarten können.

Im übrigen HATTE ich Deinen Text, den "Stein des Anstoßes" sehr wohl gelesen.

aDbu )daxwud


theseus

1. es besteht auch im islam eine steuer die auf vermögen abzugeben ist. nach vermögensbereinigung sind 2.5% auf alles über einem bestimmten wert steuerpflichtig.und es werden spenden favorisiert.

2. da der islam in deutschland keine <körperschaft des öffendlichen rechtes> ist, können die muslime keine "kirchensteuer" erheben und kann der staat auch keine steuern einziehen.

mfg

albu GdaHwud


theseus

es gibt in jedem betrieb, in dem ich bisher gearbeitet habe eine urlaubsplanung, die im dezember des vorjahren eingereicht werden muß. so weiß mein arbeitgeber schon dass ich zu den muslimischen feiertagen, wie jedes jahr, 4 urlaubstage nehmen werde. anders herum "darf" ich dann an allen christlichen feiertagen arbeiten, da dies mich ja nicht betreffen.

mal eine blick über den tellerrand: auch wenn es nicht das beste beispiel ist. in israel haben alle religonen ihre feiertage die sie für sich in anspruch nehmen.und zwar nur innerhalb der religionen, dh wenn ein christl feiertag ist haben die christen frei wenn ein jüd oder muslim feiertag ist dann entsprechend die anderen. wenn die feiertage auf alle ausgeweitet würden wäre ca 7 monate im jahr feiertag!

mfg

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beziehungen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Psychologie · Erziehung · Sexualität · Homo, Hetero, Bi


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH