» »

Kann mir ein Moslem hier mal erklären, was auf einen zukommt?

Tohse#seus


...ohne (und das las ich zwischen den Zeilen) dass eine Gegenleistung oder entsprechende Bemühung um Integration erbracht wird.

Darum ging/geht es auch gar nicht. Wir sprachen davon was beide Seiten für die Integration tun. Ich habe dann einige Dinge genannt. Ob sie nun berechtigt sind, wer sie in Anspruch nimmt oder ob sie angenommen werden, geht völlig am Thema vorbei.

Wenn Du/Ihr darüber diskutieren wollt, dann macht das doch einfach und versucht nicht dauernd was bei mir hineinzuinterpretieren.

cMlCa


Theseus

"Die Welt ist noch zu retten...", das Motto von Ismael = Dr.Schüller = Admin fand ich in diesem Zusammenhang gerade passend

Gäb´s denn realistische Möglichkeiten Einheimischer, diesen nur zaghaft bis gar nicht vorhandenen Integrationwillen mancher Zuwanderer positiv zu beeinflussen?

T`odaxy


@Admin & Mitglieder

Da das ursprüngliche Thema längst nicht mehr diskutiert wird, möchte ich eine "Ausgliederung" sowie "Umverlegung" des sich inzwischen entwickelten Fadens anregen. Wir haben inzwischen aber auch zwei Zweige dieses neuen Fadens:

1. Was könnten wir für die Integration von Einwanderern tun?

2. Was sollten Einwanderer für ihre Inegration tun?

Persönlich habe ich die leise Befürchtung, daß wohl die erste Frage im Falle eines neuen Threads "gewählt" werden dürfte - denn "das" ist/wäre politisch korrekt sowie, bezüglich der Unterdrückung eines möglichen "rassistischen Untertones" unverfänglich gegenüber den Einwanderern. Meiner Meinung nach ist aber gerade solch eine Position rassistisch, impliziert sie doch eine Grundhaltung der helfenden Überlegenheit.

Wenn ich letzteres, die versteckte rassistische Haltung, aber auschließen möchte, so kann ich dies nur tun, wenn ich die scheinbar Bedürftigen ernst nehme und von diesen auch etwas einfordere: auch solches ist Signal, daß man/frau das fremde akzeptiert. In diesem Sinne wurde viel zu lange die Frage: "Was sollten Einwanderer für ihre Integration tun?" versteckt, weshalb ich mir diese Frage als neuen Thread wünschen würde.

Ach, ich wurde gefragt, was ich denn für die Integration tue - nun, nachdem ich ungefragt mit Einwanderern konfrontiert worden, durch meine Steuern zu materiellen Leistungen verpflichtet und der alltäglichen Veränderung meiner gewohnten kulturellen Umwelt bin, habe ich damit begonnen, diese Menschen ernst zu nehmen, sie als nichts besonderes zu sehen, von ihnen zu fordern und auch Witze über sie zu machen - dies alles geht nur, wenn man/frau sich wirklich mit dem fremden auseinandersetzt und sich nicht gediegen und gutmenschlerisch am Kamin darüber unterhält.

ldittUle rxhyme


Ach, ich wurde gefragt, was ich denn für die Integration tue - nun, nachdem ich ungefragt mit Einwanderern konfrontiert worden, durch meine Steuern zu materiellen Leistungen verpflichtet und der alltäglichen Veränderung meiner gewohnten kulturellen Umwelt bin, habe ich damit begonnen, diese Menschen ernst zu nehmen, sie als nichts besonderes zu sehen, von ihnen zu fordern und auch Witze über sie zu machen - dies alles geht nur, wenn man/frau sich wirklich mit dem fremden auseinandersetzt und sich nicht gediegen und gutmenschlerisch am Kamin darüber unterhält.

Als die ersten Einwanderer nach Deutschland kamen, konnte man dich auch kaum nach deiner Meinung dazu fragen.

Was das Fordern angeht:

die ersten Einwanderer hatten anscheinend sehr viel Mut und Vertrauen in die junge Demokratie in Deutschland gehabt- angesichts des historischen Zusammenhangs keine Selbstverständlichkeit die Einwanderer arbeiten auch und zahlen auch Steuer und finanzieren damit evtl die Ausbildung deiner Kinder oder deine Eigenheimzulage oder was auch immer du vom Staat kriegst, unter anderem auch die Sozialhilfe für ihre deutsche Mitbürger. Was willst du noch fordern ??? Wenn du dich tatsächlich mit Einwanderern auseinander gesetzt hättest, würdest du wahrscheinlich auch keine Witze über sie machen, weil ihre Schicksale meistens sehr traurig sind. Man geht ja nicht vor lauter Glück nach Deutschland, wo man für immer fremd sein wird.

T|odOay


@little rhyme

Als ich 1963 auf die Welt kam, konnte man mich nicht fragen - aber dieses Datum mich auch mit der Gnade der späten Geburt segnet und von speziellen Verpflichtungen für das Gestern und Heute frei macht.

Schade,

... Du hast Dich mit meinem Anliegen leider nicht auseinandergesetzt.

... Du gehörst scheinbar zu jenen, die Einwanderer, wohl aus einer romantischen Verklärung heraus, als schrecklich hilfsbedürftig halten.

Von meinen Lebensumständen kannst Du nichts wissen. Da Du nicht auf meine konkrete Fragestellung eingehst, sehe ich mich auch nicht weiter veranlasst, in die bisherige, von mir kritisierte Richtung mit Dir zu diskutieren.

lWittl8e "rhyxme


@ Today

Schade,

... Du hast Dich mit meinem Anliegen leider nicht auseinandergesetzt.

Ich setze mich mit deinem und ähnlichen Anliegen zwangsläufig mehr auseinander, als mir lieb ist.

... Du gehörst scheinbar zu jenen, die Einwanderer, wohl aus einer romantischen Verklärung heraus, als schrecklich hilfsbedürftig halten.

Hilfsbedürftigkeit ist äusserst unromantisch. Abgesehen davon sind Einwanderer nicht immer hilfsbedürftig. Danke trotzdem, dass du auf den Begriff "Gutmenschlichkeit" verzichtet hast.

Von meinen Lebensumständen kannst Du nichts wissen.

Das war auch nicht mein Ziel. Ich nehme aber an, dass jemand, der in der BRD seit 42 Jahren lebt, vom Staat nicht nur einmal etwas bekommen hat.

Da Du nicht auf meine konkrete Fragestellung eingehst, sehe ich mich auch nicht weiter veranlasst, in die bisherige, von mir kritisierte Richtung mit Dir zu diskutieren.

Fein, dann hat sich das ja erledigt ;-)

F@abeZlwesxen


Wieder da *:) *:) *:)

Hallo ihr Schreiberlinge, will mich nun auch mal wieder hier melden, war einige Zeit unterwegs und kaum online, nun aber wieder hier. :-D

Was ist denn mit dem Faden passiert? Islam scheint ja nicht mehr Thema zu sein... Nun ja, Integration interessiert mich auch. :-)

@ Today und little rhyme:

habe ich damit begonnen, diese Menschen ernst zu nehmen, sie als nichts besonderes zu sehen, von ihnen zu fordern und auch Witze über sie zu machen - dies alles geht nur, wenn man/frau sich wirklich mit dem fremden auseinandersetzt und sich nicht gediegen und gutmenschlerisch am Kamin darüber unterhält.

Nun, Witze über bestimmte Menschengruppen zu machen ist ein schwieriges Thema. Und zwar weil es meist mit Pauschalisierung einhergeht.

Andererseits kann ich das, was Today andeutet und hier:

Du gehörst scheinbar zu jenen, die Einwanderer, wohl aus einer romantischen Verklärung heraus, als schrecklich hilfsbedürftig halten.

Nochmals etwas expliziert, schon nachvollziehen. Nicht unbedingt auf little rhyme bezogen, das kann ich nicht beurteilen. Aber diese Tendenz kann man bei vielen (deutschen) Leuten beobachten. Sie bedauern "Ausländer" immer irgendwie. Doch was steckt da hinter? Ich bedaure jemanden, weil ich den Eindruck habe, dass er schlechter dran ist, als ich. Mir geht es also besser. Möglicherweise bin ich also auch mehr wert ??? Ich habe das Recht, eine ganze Menschengruppe zu bedauern, nur weil sie aus einem anderen Land kommt ??? Da steckt doch auch eine unterschwellige Arroganz hinter, oder?

Manchmal wird dieses Verhalten auch "positive" Diskriminierung genannt. Gerade in Deutschland ist dieses Verhalten häufig zu beobachten: Im Supermarkt fällt einem Schwarzen eine Tasche runter. Lieschen Müller denkt sich, oh, ein Schwarzer, dem sollte ich ganz schnell seine Tasche aufheben, sonst denken die Leute noch, ich sei ein Rassist...

Der Schwarze wird also nicht GLEICH behandelt, nicht als Mensch, sondern als "armer Ausländer"...

Wie auch immer, wohin soll denn der Faden nun weiterlaufen?

Gute Nacht allerseits. *:)

TRodaxy


Fein, dann hat sich das ja erledigt

... die von mir gestellte Frage hat sich nicht erledigt hat.

FdaMbelwexsen


little rhyme also nicht

Hilfsbedürftigkeit ist äusserst unromantisch. Abgesehen davon sind Einwanderer nicht immer hilfsbedürftig.

Da sie dies geäußert hat, gehört sie also wohl nicht zu den "Mitleidenden". Dennoch gibt es viele von denen...

F3aSbeMl)wexsen


Today

die von mir gestellte Frage sich nicht erledigt hat.

Meinst du diese:

"Was sollten Einwanderer für ihre Integration tun?"

Was nun? Neuer Faden?

Ich finde übrigens, dass man das nicht so pauschal beantworten kann. Das liegt doch an jedem selbst, in wie weit er oder sie sich integrieren WILL. Man kann niemanden zwingen, z.B. deutsche Freunde zu haben.

Ein Türke oder Türkischstämmiger, der sich privat nur mit Leuten mit ebenfalls türkischem Hintergrund umgibt, verstößt damit nicht gegen das Grundgesetz, oder? Und wenn er angenommen in nem Imbiss in der Küche arbeitet und bei seinem Bruder wohnt und beim Türken nebenan einkauft, dann braucht er auch kein Deutsch. Wenn er so zufrieden ist, warum sollte das jemanden stören ???

lWittlze rhymxe


@ Fabelwesen

Sie bedauern "Ausländer" immer irgendwie. Doch was steckt da hinter? Ich bedaure jemanden, weil ich den Eindruck habe, dass er schlechter dran ist, als ich. Mir geht es also besser. Möglicherweise bin ich also auch mehr wert Ich habe das Recht, eine ganze Menschengruppe zu bedauern, nur weil sie aus einem anderen Land kommt Da steckt doch auch eine unterschwellige Arroganz hinter, oder?

Ja, da hast du auch wieder recht. Ich bin als Kind mit meinen Eltern nach Deutschland gekommen und meine Lehrer in der Schule haben oft ihr Mitleid zur Schau getragen - und das war mir wirklich sehr oft vor Mitschülern peinlich und ich hätte sehr gern darauf verzichtet. Eine alte Kunstlehrerin wollte mir einen gebrauchten Ordner von ihr schenken - das war wirklich demütigend.

Aber ich meinte das eher anders. Es ging mir nicht um das Bedauern, sondern um das Nachvollziehen.

Und wenn er angenommen in nem Imbiss in der Küche arbeitet und bei seinem Bruder wohnt und beim Türken nebenan einkauft, dann braucht er auch kein Deutsch. Wenn er so zufrieden ist, warum sollte das jemanden stören

Naja, er muss auch am öffentlichen Leben teilnehmen können. Man sollte für ihn keinen Dolmetscher bei einem Gericht oder Kreisverwaltungsreferat oder in einem Krankhaus brauchen. Ich finde das könnte man erwarten.

Ein Türke oder Türkischstämmiger, der sich privat nur mit Leuten mit ebenfalls türkischem Hintergrund umgibt, verstößt damit nicht gegen das Grundgesetz, oder?

Das stimmt. Das geht nur ihn selbst etwas an

f>amiolIyportraixt


Man hier geht's ja wieder heiß her

*:)

Da ist mal die ferien nicht da und schon passiert hier wieder soviel.

Hallo fabelwesen *:)

schön das du wieder da bist! Ich melde mich morgen mal zu Wort, habe zwar alles nachgelesen, bin aber zu müde um eine noch halbwegs menschliche Antwort zu geben. Wünsche noch eine angenehme nachruhe

Liebe Grüße

T hes9exus


Ein Türke oder Türkischstämmiger, der sich privat nur mit Leuten mit ebenfalls türkischem Hintergrund umgibt, verstößt damit nicht gegen das Grundgesetz, oder? Und wenn er angenommen in nem Imbiss in der Küche arbeitet und bei seinem Bruder wohnt und beim Türken nebenan einkauft, dann braucht er auch kein Deutsch. Wenn er so zufrieden ist, warum sollte das jemanden stören

Wenn man nur unter Gleichgesinnten bleiben möchte, sich der Sprache verweigert und nur seine eigene Religion/Tradition auslebt, warum wandert man dann in ein anderes Land aus?

F/abel(wesexn


Theseus

Wenn man nur unter Gleichgesinnten bleiben möchte, sich der Sprache verweigert und nur seine eigene Religion/Tradition auslebt, warum wandert man dann in ein anderes Land aus?

Gute Frage. Das Thema hatten wir imo aber schon. Nochmal: ICH habe im Ausland bisher immer den Kontakt zu den Einheimischen gesucht und deren Sprache gelernt, was ich auch weiterhin so handhaben werde. Allerdings ist das bei sehr vielen Menschen nicht der Fall. Und zwar nicht nur bei Ein- oder Zuwanderern nach Deutschland, sondern auch bei - ich wage zu behaupten - den meisten Deutschen, die in anderen Ländern leben und arbeiten. Ich habe das schon vom Sudan beschrieben, vor vielen Seiten in diesem Faden.

Auch in den USA, wo ich selbst Ausländerin war, bin ich oft von Asian Americans oder Hispanics nach englischen Wörtern gefragt worden (z.B. in der U-Bahn) oder habe keine Antwort bekommen, als ich nach dem Weg fragte, weil diejenigen einfach kein Englisch konnten. In den USA scherrt sich nun mal keiner drum, ob die Leute Englisch sprechen oder nicht. Wenn sie sich entwickeln wollen, dann müssen sie es lernen, wenn nicht, dann lassen sie es eben. Jeder ist seines Glückes Schmied.

Ich muss sagen, dass ich das noch immer besser finde, als den deutschen Zwang zur "Integration", mit der leider meistens Assimilation gemeint ist. Aber wie gesagt, das Thema haben wir weiter oben schon besprochen.

Schöne Grüße,

Fabelwesen

Familiy: *:)

T[heseuxs


Es ist kein Argument zu sagen: "Andere machen das auch bzw. hab ich das woanders auch schonmal gesehen".

Ich, für mich selbst, würde niemals irgendwohin auswandern, wenn ich selbst kein Interesse an dem Land und den dortigen Menschen hätte. Was sollte ich dann da?

Also stelle ich mir die Frage, warum soviele Menschen nach Deutschland kommen aber sich gar nicht wirklich mit dem Land, der Sprache etc. identifizieren können bzw. Interesse dafür aufweisen.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beziehungen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Psychologie · Erziehung · Sexualität · Homo, Hetero, Bi


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH