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Kann mir ein Moslem hier mal erklären, was auf einen zukommt?

F#ab^elwFeLsexn


Ich muss mich korrigieren...

in Bezug auf Folgendes. Ich schrieb: (an Hase)

Du sprichst von Modernität! Das zeigt doch deinen Eurozentrismus, oder? Nur das Moderne, Europäische ist gut, nicht wahr?

Es ist sogar noch schlimmer! Für Hase ist "modern" offensichtlich = "europäisch"!!! DAS IST EUROZENTRISMUS! Und ich kann mich selbst nicht einmal völlig davon frei sprechen, denn sonst wäre mir das nicht erst beim zweiten Lesen aufgefallen. Euro- bzw. Ethnozentrismus steckt leider in JEDEM von uns, denn wir alle sind irgendwo nun mal auf unsere eigene kleine Welt (= unseren Körper und die unmittelbare Umgebung) beschränkt. Traditionell. Die Globalisierung bietet die Chance, da raus zu kommen! Wenn man will, natürlich - und ich hoffe zumindest, dass das viele wollen...

Bin gespannt, was ihr dazu meint... :)D

@ Kleio:

*:) :-D

FfabPelwesDen


Kleio

Irgendwie gehört das auch hierhin, wenn familyportraits Kinder sowohl Türkisch als auch Deutsch sprechen sollten.

Du hast recht. :-D Allerdings wären diese Kinder dann schon in der dritten Generation, zudem mit einer deutschen Mutter. Aber trotzdem kann es Family durchaus interessieren. Mich übrigens auch, denn ich werde wohl in der Zukunft in einer ähnlichen Situation sein, sofern ich von meinem Mann Kinder bekomme.

Der Korrektheit halber sei noch hinzugefügt: Family's Kinder würden, wenn, dann Deutsch und Arabisch sprechen, da der Freund Araber ist... *:)

F9abeAlwe:sen


Noch eine Korrektur...

Kleio schrieb:

Ja, das ist ein großes psychisches Problem für Einwandererkinder oder Kindern mit zwei Muttersprachen.

Schon, klar! Ich finde auch, dass in diesem Bereich mehr getan werden muss - von LehrerInnen, Eltern, den Kiddies selbst und vor allem der Gesellschaft. Man sollte das "Problem" (Identitätskrisen etc.) jedoch auch nicht überbewerten und totreden, denn das wiederum kann schnell in eine "positive Diskriminierung" übergehen, nach dem Motto "die armen Kinder". Das wird dann schnell zu "die armen Ausländer(kinder)", wird zu "warum sind die denn hier hergekommen - wo es die Kinder so schwer haben?" Das heißt dann, die Deutschen bedauern sie, tun aber nichts, um ihnen zu "helfen", d.h. v.a. sie erst einmal zu akzeptieren! Sie sehen nicht, dass sie selbst es sind, die es "den armen Kindern" schwer machen.

Schon Günther Wallraff hat mit seinem Buch/ Film "Ganz unten" die "Ausländer" positiv diskriminiert. Will heißen, er hat ihr elendiges Leben von außen dokumentiert, hat sie portraitiert, ohne sie selbst zu Wort kommen zu lassen. Damit wird "der Ausländer" zu einem armen Opfer, das aber sprachlos ist und damit auch keine Persönlichkeit hat...

Verstehst du, was ich meine? Das ist umgekehrter Rassismus, den es häufig in Deutschland gibt. Z.B. man begegnet einem Schwarzen und bemüht sich zu ihm besonders freundlich zu sein, damit man nur nicht als ausländerfeindlich gilt. Die Folge: Er ist immer noch nicht als gleichwertig akzeptiert und wird es so auch nie werden...

FXabe@lwesexn


nochmal Kleio

Danke für den Link. Werd ich mir mal anschauen, später. Jetzt erst noch ein bisschen lernen. Schon witzig, wie sich das hier so verbinden lässt... *:)

Kmleixo


Fabelwesen

Du hast recht. Allerdings wären diese Kinder dann schon in der dritten Generation, zudem mit einer deutschen Mutter. Aber trotzdem kann es Family durchaus interessieren. Mich übrigens auch, denn ich werde wohl in der Zukunft in einer ähnlichen Situation sein, sofern ich von meinem Mann Kinder bekomme.

Der Korrektheit halber sei noch hinzugefügt: Family's Kinder würden, wenn, dann Deutsch und Arabisch sprechen, da der Freund Araber ist.

Tja, da muss ich sagen "Njein". Es funktioniert ja nicht wirklich. Es gibt Kinder in der 5. Generation, die immer noch nur eine Sprache sprechen, manchmal keine der Sprachen wirklich sprechen, etc. etc. Also Kombinationen und Variationen aller Art. Es hängt davon ab, ob man dem Kind nun wirklich beide Sprachen beibringt und dazu ist Konsequnez und die entsprechende Umgebung nötig. Wenn die Mutter konsequent in der einen Sprache mit den Kinder spricht und der Vater konsequent in der anderen Sprache, dann erlernen sie zwei Sprachen und jetzt kommt das große ABER. Automatisch liegt das Gewicht auf der Sprache, in der das Kind hauptsächlich kommuniziert. Gehen wir also davon aus - Mutter spricht Deutsch mit dem Kind, Vater türkisch, es sind sowohl türkische als auch deutschsprechende Verwandte da. Das ist dann solange ausgewogen, bis das Kind nicht in die Schule kommt. Ab da fällt das Gewicht auf den deutschsprachigen Unterricht. Es müsste sich also der Vater, Großvater oder Großmutter oder Tante - na wer auch immer - Zeit nehmen, um mit dem Kind genauso den türkischen Wortschatz zu erweitern, lesen und schreiben lernen, etc. etc. - das ist oft nicht der Fall und dadurch "verkümmert" in meinem Fallbeispiel der türkische Teil des Kindes, das aber schon einen Teil seiner Persönlichkeit ausmacht. Man denkt nicht nur in einer Sprache - man fühlt auch in ihr und das rächts sich irgendwann psychisch in einem schrecklichen Zwiespalt, wenn nicht darauf aufgepasst wird, denn das Kind fühlt etwas und es kann sich nicht ausdrücken, weil ihm die "Worte" fehlen. Es spielt überhaupt keine Rolle, welche Sprache vernachlässigt wird oder eben, wie Du schreibst, ob eine der Sprachen nach ein paar Jahren dazu kommt. Jede Sprache, die unter 10 Jahren gelernt wird, kann ein Kind völlig problemlos (es sei denn, es hat nun gar kein Sprachtalent - kommt vor) erlernen, auch wenn es sie eine zeitlang dann vermischt. Im Prinzip kann bei einem zweisprachigen Kind dasselbe passieren, wie bei einem Kind, das die Zweitsprache später gelernt hat (2. Generation), die aber dafür nur noch fast ausschließlich spricht, bis auf mit den Eltern und Verwandten. Dieser Teil seiner Seele leidet dann unter einem Manko, weil es nicht "gefüttert" wird. Insofern kann es genauso aggressiv werden, was eher hauptsächlich bei männlichen Jugendlichen der Fall ist, oder in Zurückgezogenheit enden, was oft bei weiblichen Jugendlichen vorkommt.

F abelwSesexn


Ja sicher...

... da hast du schon recht, Kleio. (Hast du das Buch, über dem ich gerade sitze, zitiert? ;-) )

Klar gibt es immer noch Probleme. Es sollte meiner Meinung nach für alle Migrantenkinder Unterricht in ihrer Muttersprache angeboten werden. Für zweisprachige Erziehung gibt es auch viele Ratgeber. Da könnten Lehrer die Eltern mehr aufklären. Was dann letztendlich jede Familie draus macht, wird man wohl nur bedingt beeinflussen können. Ganz wichtig wäre dabei aber die Akzeptanz der Gesellschaft, das also Sprachen wie Türkisch oder Arabisch oder... akzeptiert werden, als gleichwertig akzeptiert werden so wie Französisch oder Englisch auch. Damit sollte auch das, was man im Alltag immer "Kultur" nennt, akzeptiert werden, so dass das Kind eine Identität entwickeln kann, die "deutsche" sowie "türkische Anteile" hat - vor allem aber aus einer PERSÖNLICHKEIT besteht, so dass es irgendwann nicht mehr heißt "der Türke", sondern z.B. "der Elektriker Herr Soundso" oder "der Arzt xy" oder "die Frau z, die so schön Klavier spielt", etc.

Nun, ich denke, wir verstehen uns schon, oder Kleio? Mal schauen, was die "Eurofundis" hier dazu sagen...

Übrigens sollte man Bildung (obwohl ich in dem Bereich arbeite) dennoch nur ANBIETEN. Auch sprachliche. Man kann sie niemandem aufzwingen. Wer möchte und weiterkommen will, wird hier Deutsch lernen so wie in den USA Englisch. Das dort aber viele Chinesen, Mexikaner, etc. sich halt nur in einem chinesischen oder spanischen etc. Umfeld bewegen und eben KEIN ENGLISCH können, muss man auch akzeptieren. Sie kommen irgendwie zurecht. Genauso wie einige Türken der ersten Generation hier, die noch immer kein Deutsch können. Die Migranten sollten die MÖGLICHKEIT haben, die Landessprache zu lernen, das auf JEDEN Fall. Doch erzwingen sollte man "Integration" nicht, auch keine sprachliche. Meiner Meinung nach könnte es durchaus auch türkische, arabische, etc. Schulen hier geben, ich hätte kein Problem damit! Dann wären Sprachen endlich mal gleichwertig. Schließlich haben "wir" ja auch deutsche Schulen überall in der Welt.

So, ich nehme an, ich bekomme gleich einige Gegenstimmen, ducke mich schon mal vor den Steinen...

FQabelwezsen


Noch etwas

Gehen wir also davon aus - Mutter spricht Deutsch mit dem Kind, Vater türkisch, es sind sowohl türkische als auch deutschsprechende Verwandte da.

Dieses Beispiel ist zwar für Family interessant, aber dennoch muss man ja sagen, dass Kinder aus "Mischehen" ja viel seltener sind, als "echte" Migrantenkinder, d.h. wo beide Eltern Türkisch oder was auch immer zur Muttersprache haben. Diese Kinder werden sicher zu Hause Türkisch sprechen und in der Schule Deutsch, aber trotzdem sollte imo, wie ich schon sagte, auch die Familiensprache gefördert UND vor allem ANERKANNT werden.

Was die "Mischlinge" betrifft, so kenne ich viele. Auch viele, die vielleicht einen arabischen/ türkischen Vater haben, aber eben hier aufgewachsen sind. Die können häufig die Sprache des Vaters nicht, da dieser es eben nicht durchhält konsequent in seiner Sprache zu sprechen. Das Kind weiß ja auch, dass der Papa eben auch Deutsch kann, und warum sollte es sich daher bemühen? An den Nutzen der Zweisprachigkeit denkt ein Kind daher meist noch nicht. Und das Problem mit der Identität sollte man nicht überbewerten - ich kenne keines solcher "Kinder", dass damit Probleme hat. Sie haben von beiden Eltern Werte vermittelt bekommen, so wie andere Kinder auch. Das ganze Gerede um Identitätskrisen kommt durch die eurozentristischen Medien, die alles integrieren und somit gleichmachen wollen...

BMillapbonxg


Nun, ich denke, wir verstehen uns schon, oder Kleio? Mal schauen, was die "Eurofundis" hier dazu sagen...

Das nenne ich niveauvolle Auseinandersetzung mit anderen Meinungen.

Aber hauptsache ihr klatscht euch gegenseitig Beifall.

Mein Freund ist übrigens auch zweisprachig aufgewachsen. Da seine Eltern sich integriert haben, ist aus ihm ein erfolgreicher Geschäftsmann geworden. Ansonsten wäre er wohl auf dem Stempelberg. Denn Deutsch sollte man schon sprechen um in Deutschland zu arbeiten.

K=leixo


Fabelwesen

... da hast du schon recht, Kleio. (Hast du das Buch, über dem ich gerade sitze, zitiert? )

Ich bin doch keine Hellseherin! Was ist es denn für ein Buch?

Klar gibt es immer noch Probleme. Es sollte meiner Meinung nach für alle Migrantenkinder Unterricht in ihrer Muttersprache angeboten werden.

Da bist Du nicht die einzige – wissenschaftliche Erkenntnisse gibt es da schon zur Genüge. Die Problematik ist ja weder neu, noch unbekannt, obwohl sie erst jetzt so große Wellen schlägt, dass auch die Politiker darauf werden reagieren müssen, denn sonst wird sich weiterhin eine Parallelgesellschaft aufbauen. Noch eine Problematik ist aber sowohl das finanzielle als auch die Organisation. Dazu wäre einfach auch mehr Aufklärung der Eltern nötig und das ist keineswegs der Fall.

Für zweisprachige Erziehung gibt es auch viele Ratgeber. Da könnten Lehrer die Eltern mehr aufklären. Was dann letztendlich jede Familie draus macht, wird man wohl nur bedingt beeinflussen können. Ganz wichtig wäre dabei aber die Akzeptanz der Gesellschaft, das also Sprachen wie Türkisch oder Arabisch oder... akzeptiert werden, als gleichwertig akzeptiert werden so wie Französisch oder Englisch auch. Damit sollte auch das, was man im Alltag immer "Kultur" nennt, akzeptiert werden, so dass das Kind eine Identität entwickeln kann, die "deutsche" sowie "türkische Anteile" hat - vor allem aber aus einer PERSÖNLICHKEIT besteht, so dass es irgendwann nicht mehr heißt "der Türke", sondern z.B. "der Elektriker Herr Soundso" oder "der Arzt xy" oder "die Frau z, die so schön Klavier spielt", etc.

Nun, ich denke, wir verstehen uns schon, oder Kleio? Mal schauen, was die "Eurofundis" hier dazu sagen...

Ja, ich denke auch, dass wir uns da verstehen. Auch das sehe ich so. Pauschalisierungen und Vorurteile tragen zu einer größeren Distanz bei und keinesfalls zu besserem Verständnis und zwar auf beiden Seiten.

Übrigens sollte man Bildung (obwohl ich in dem Bereich arbeite) dennoch nur ANBIETEN. Auch sprachliche. Man kann sie niemandem aufzwingen.

Ach ich weiß nicht. Wenn einmal überhaupt das Angebot von Kursen da wäre, könnte man schon feststellen, ob die von den Emigranten wirklich verweigert werden würden. Bei den Emigrantenkindern müssen andere Konsequenzen gezogen werden, denn egal, ob die Eltern nun Deutsch sprechen oder nicht – sie können es selten so gut, dass sie es den Kindern beibringen können. Da müsste im Kindergarten schon ein Angebot da sein. Ein gemischtsprachiger Unterricht wäre da sicher förderlich, aber da würden dann wahrscheinlich die meisten einheimischen Eltern aufschreien, anstatt sich zu freuen, dass ihrem Kind eine zusätzliche Sprache beigebracht wird.

Wer möchte und weiterkommen will, wird hier Deutsch lernen so wie in den USA Englisch. Das dort aber viele Chinesen, Mexikaner, etc. sich halt nur in einem chinesischen oder spanischen etc. Umfeld bewegen und eben KEIN ENGLISCH können, muss man auch akzeptieren. Sie kommen irgendwie zurecht. Genauso wie einige Türken der ersten Generation hier, die noch immer kein Deutsch können. Die Migranten sollten die MÖGLICHKEIT haben, die Landessprache zu lernen, das auf JEDEN Fall. Doch erzwingen sollte man "Integration" nicht, auch keine sprachliche.

Gegen diese Idee hätte ich an sich nichts, aber es besteht nun einmal eine Schulpflicht und ich bezweifle, dass sich finanziell fremdsprachige Schulen machen lassen, so dass die Notwendigkeit gar nicht besteht, die Amtssprache sprechen zu können. Außerdem sehe ich darin auch für Emigranten keinen Nachteil, wenn sie eine zusätzliche Sprache beherrschen. Dass es Emigranten gibt, die 30 Jahre da sind und noch kein Deutsch können, kann mehrere Gründe haben und es ist nur eines der Gründe, dass sie nicht dürfen oder wollen. Wenn sie keine Gelegenheit bekommen und eben auch in ihrer Pflicht als Staatsbürger genommen werden, die Landessprache soweit zu beherrschen, dass sie keine Übersetzer brauchen (oft die Kinder), dann spricht die menschliche Bequemlichkeit dafür, dass sie es nicht tun und darum finde ich die Pflicht gar nicht so schlecht, aber es muss auch die Möglichkeit geboten werden, sonst nützt das Ganze nichts.

Meiner Meinung nach könnte es durchaus auch türkische, arabische, etc. Schulen hier geben, ich hätte kein Problem damit! Dann wären Sprachen endlich mal gleichwertig. Schließlich haben "wir" ja auch deutsche Schulen überall in der Welt.

So, ich nehme an, ich bekomme gleich einige Gegenstimmen, ducke mich schon mal vor den Steinen...

Wie schon oben erwähnt, abgesehen, dass sich das einfach finanziell nicht machen wird lassen (wenn ja, bin ich sofort dafür), wird sich an Fremdenfeindlichkeit nichts ändern, solange das Schulsystem nicht grundlegend einer Veränderung unterzogen wird und nicht nur die Intelligenz gebildet wird, sondern auch der Charakter. Traditionen und Vorurteile werden in allen Nationen weitergegeben und solange nationalistisches und faschistisches Gedankengut minimalisiert wird, wird sich die Hierarchisierung der Emigranten nicht eliminieren lassen und solange wird ein reicher Emigrant mehr wert sein, als ein armer und ein Engländer, Amerikaner, Franzose mehr wert, als ein Araber, Chinese oder Pole. Diese Pauschalisierungen wird man so schnell nicht aus den Köpfen der Menschen bekommen, dass ganz einfach von Menschen die Rede ist.

Bvil\labovn/g


Lach... süss, wie ihr euch gegenseitig Honig ums Maul schmiert. Wenigstens seid ihr beiden jetzt unter euch. Gutes Nächtle *g*

Kgleixo


Fabelwesen

Dieses Beispiel ist zwar für Family interessant, aber dennoch muss man ja sagen, dass Kinder aus "Mischehen" ja viel seltener sind, als "echte" Migrantenkinder, d.h. wo beide Eltern Türkisch oder was auch immer zur Muttersprache haben. Diese Kinder werden sicher zu Hause Türkisch sprechen und in der Schule Deutsch, aber trotzdem sollte imo, wie ich schon sagte, auch die Familiensprache gefördert UND vor allem ANERKANNT werden.

Gefördert – daran kann man etwas machen, an der Anerkennung nicht so schnell.

Was die "Mischlinge" betrifft, so kenne ich viele. Auch viele, die vielleicht einen arabischen/ türkischen Vater haben, aber eben hier aufgewachsen sind. Die können häufig die Sprache des Vaters nicht, da dieser es eben nicht durchhält konsequent in seiner Sprache zu sprechen. Das Kind weiß ja auch, dass der Papa eben auch Deutsch kann, und warum sollte es sich daher bemühen?

Ja, da setzt schon die Bequemlichkeit ein und die ist bekanntlich ein Schwein. Der Spruch kommt ja nicht von ungefähr. Außerdem sind das gewisse pädagogische Anforderungen, die nuneinmal nicht jedem in die Wiege gelegt sind und vielen Eltern auch nicht - vielleicht doch ein Elternführerschein. ;-), wenn nicht, dann muss das in der Schule unterrichtet werden. Es ist schwer, wenn es nur am Vater liegt, seine Muttersprache dem Kind weiterzugeben. Leichter ist es, wenn noch Verwandschaft – Großeltern da sind, die da mithelfen können - Konsequenz ist trotzdem nötig. Heutzutage ist es auch einfacher, wenn man DVDs oder Videos beschaffen kann – es gibt ja auch Dokumentationen oder Ferienkurse, die es ja zur Genüge gibt, aber die wenigsten Kinder werden in "Bildungsurlaub" geschickt, abgesehen davon, dass das auch eine Kostenfrage ist.

An den Nutzen der Zweisprachigkeit denkt ein Kind daher meist noch nicht. Und das Problem mit der Identität sollte man nicht überbewerten - ich kenne keines solcher "Kinder", dass damit Probleme hat. Sie haben von beiden Eltern Werte vermittelt bekommen, so wie andere Kinder auch. Das ganze Gerede um Identitätskrisen kommt durch die eurozentristischen Medien, die alles integrieren und somit gleichmachen wollen...

Da habe ich eine ganz andere Erfahrung – die meisten, die ich kenne, hatten psychische Probleme, die sie dann auf ihre ganz eigene Weise verarbeitet haben und letztlich alle zu keiner "eigenen Kultur" gelangt sind, sondern sich für eine der beiden Kulturen entschieden haben. Sie "scheinen" integriert zu sein, fühlen sich aber als "dritte Kultur", aber alle offen und multikulturell. Was ich feststellen konnte, wurden sie weder in beiden Sprachen gefördert, noch waren die Eltern aufgeklärt und der Rest ihrer Umgebung schon gar nicht. Genauso hatten einige diese Identitätsprobleme als Jugendliche, aber die meisten im Alter zwischen 20 und 30. Der einzige, der kein Problem damit hatte, war männlich und hatte eine mathematische Veranlagung, sprich, ein Mensch, der nur in geringem Maße sensibel ist – könnte aber auch sein, dass dieser Einschnitt schon damals passiert ist, als er entwurzelt wurde und er das für immer verdrängt. Es hängt halt auch davon ab, mit welcher Gehirnhälfte jemand denkt. Zweisprachige kenne ich dafür zu wenig, aber auch da habe ich beobachtet, dass sie zwar selber gut zurecht kommen, aber von ihrer Umgebung natürlich oft ausgegrenzt werden, da sie ja schon etwas können, was sie von ihnen abhebt. Trotzdem ist aber auch da Vorsicht geboten, denn obwohl die meisten Kinder in der Lage sind zwei-, drei oder vier Sprachen aufzusaugen, so kann es doch passieren, dass ein Kind damit überfordert ist.

Ich habe aber einen sehr interessanten Bericht einer Psychologin, die sich mit diesem Thema beschäftigt, gefunden, die meinte, dass sich Menschen, die leiden, sich in der Sprache ausdrücken, die ihnen am wenigsten am Herzen liegt, also in der, in der sie nicht fühlen. Ich finde es plausibel.

Ja, darum finde ich, dass auch die Eltern aufgeklärt werden müssen. Ich kenne auch viele

Dito. :-D

Fmabe`lwePsen


Billabong

Nun, ich denke, wir verstehen uns schon, oder Kleio? Mal schauen, was die "Eurofundis" hier dazu sagen...

Das nenne ich niveauvolle Auseinandersetzung mit anderen Meinungen.

Aber hauptsache ihr klatscht euch gegenseitig Beifall.

Was ich da geschrieben habe, sollte nicht beleidigen, sondern zu weiteren Meinungsäußerungen - jawohl! - provozieren. Viel hast du leider nicht beitragen können.

Lach... süss, wie ihr euch gegenseitig Honig ums Maul schmiert. Wenigstens seid ihr beiden jetzt unter euch. Gutes Nächtle *g*

Nun, dann geh ich mal davon aus, du gibst "uns" recht. Denn Gegenteiliges scheinst du ja nicht zu sagen zu haben. Inhaltlich ist es ein wenig dünn geworden bei "euch"...

Nix für ungut... Trotzdem :-D

FAabeKlwes1exn


Kleio

... da hast du schon recht, Kleio. (Hast du das Buch, über dem ich gerade sitze, zitiert?)

Ich bin doch keine Hellseherin! Was ist es denn für ein Buch?

Das sollte nur ein Scherz sein. Ich sagte doch, dass ich mich gerade auf eine Prüfung zu dem Thema vorbereite.

LG

K^leixo


Fabelwesen *:)

Das sollte nur ein Scherz sein. Ich sagte doch, dass ich mich gerade auf eine Prüfung zu dem Thema vorbereite.

LG

Huch! jetzt hatte ich doch die Smilys vergessen! War natürlich auch scherzhaft gemeint! ;-D ;-D ;-D :-D Viel Spaß noch beim Lernen! :)^

K`leixo


Billabong

Lach... süss, wie ihr euch gegenseitig Honig ums Maul schmiert. Wenigstens seid ihr beiden jetzt unter euch. Gutes Nächtle *g*

Ich nenne das Gedankenaustausch und Konversation. Wir sind keineswegs der gleichen Meinung, wie Du bemerkt hast. Trotzdem greift die eine die andere nicht an und wertet sie auch nicht auf oder ab, da es nicht darum geht, sondern um die Beleuchtung eines Themas mit so vielen Fakten wie möglich, die für sich sprechen. :-D

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