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Kann mir ein Moslem hier mal erklären, was auf einen zukommt?

t>ouxch7


dawud

ich sehe du hast Ahnung!

im balkan treffe jetzt noch 3 kulturen/soziokulturelle räume aufeinander. christlich-abendländische (röm-kath/evang.) christlich-orthodoxe (russisch-,sebisch-,griechich-ortodox) und mulimsche kultur.

Stimmt! Nur sind die ersten beiden urban bzw alteingesessen, ein muslimisches Bosnien, gab es nicht mal unter dem osmanischen Reich. Das ist auch kein Wunder, da der Islam erst mit den Türcken in dieses Gebiet vordrang! Der Krieg in Ex-Jugoslawien,hat aber im Grunde nix mit den Religionen zu tun, sondern wurde durch den Zerfall ausgelöst und hat sich dahin entwickelt, das man nur über Religionen unterscheiden konnte wer wer war!

Das es ein Krieg gegen den Islam war, wird besonders gerne von den Islamisten verwendet und leider Gottes findet diese Theorie Abnehmer! Ich weiss nicht ob dir klar ist, das in Südwest-Bosnien diese Gotteskrieger selbst von Moslems weggeschickt wurden, mangels Identifikation. Kennst du überhaupt die Fronten bzw wer wo gegen wen (nicht überall war es Christ gegen Moslem)?

abgehackt?? von abhacken? oder abgehakt von abhaken?

sowohl als auch, den Bosnien bzw der Kosovo sind definitiv die falschen Beispiele ;-). Zur Info die besonders diesen Thread betrifft, in Bosnien werden wieder vermehrt gemischte Ehen geschlossen |-o, tja das müsste jemand mal den wahabitern (oder wie sie heissen) erzählen, vielleicht lohnt es sich eher Schulen zu bauen als Moscheen ???

Es geht nicht immer nur um "handfeste Ziele", wie "Holz, Schafe oder Ziegen". Den militärischen Einflussbereich, den die USA zu erweitern versucht, sollte man nicht ausser Acht lassen. Hier geht es um MACHTSPIELE !!

Du willst nicht verstehen oder? Diese Machtspiele, haben deine Brüdern den Arsch gerettet!!! Desweiteren,waren beim Angriff auf die Christlichen Serben ich wiederhole nochmal Christlichen Serben, nicht nur die Amis beteiligt, sondern auch Deutschland, Italien,Türckei usw... Auch hier hör ich auf zu erklären, da sinnlos!!!

Die Nato als Weltpolizist à la Amerika!

Das ist auch gut so!!! Deinen Nachtrag ignoriere ich einfach, den wenn einem die Argumente ausgehen und die Opferrolle nicht mehr zieht, ist es logisch beleidigend zu werden!

F?ideflio


Da-Gangsta

mache nicht den Fehler hinter dem vielleicht etwas rüden Stil von touch7 seine Argumente nicht mehr zu sehen! Gilt auch für Theseus.

Ansonsten kann ich die Amis schon verstehen, welche Bedeutung sie der UNO beimessen, der überwiegende Teil der Mitgliedsstaaten sind nämlich Diktaturen und dazu zähle ich auch z.B. die Saudis. Das Problem ist, dass Diktaturen gerne Diktaturen bleiben wollen und für sie unattraktive Beschlüsse nicht so mögen, es könnte eines Tages sie selber betreffen.

C]asan]ova1


Wo wir gerade

dabei sind:

[[http://www.jochen-hippler.de/Aufsatze/Islam_und_Terror/islam_und_terror.html]]

Ein Auszug:

Jochen Hippler

Terrorismus und Islam -

Einordnung eines komplizierten Verhältnisses

Als Folge der Terroranschläge in New York und Washington vom 11. September 2001 haben sich wieder zahlreiche Stimmen erhoben, die "dem Islam" oder dem "Islamismus" ein ungeklärtes, ja positives Verhältnis zur politischen Gewalt nachsagen. Mit besonderer Deutlichkeit drückte dies ein französischer Islamwissenschaftler aus:

"Der Islam rechtfertigt Gewalt und kennt Meinungs- und Religionsfreiheit nicht. Würde er seine kriegerische, antiwestliche und reformfeindliche Seite offen enthüllen, die ihm seit dem 11. Jahrhundert eigen ist, dürften die europäischen Staaten, den Menschenrechten und dem Gleichheitsprinzip treu, ihn auf ihrem Boden nicht dulden. ... Wohin man im Orient und in Afrika schaut, die Religion Mohammeds setzt sich heute mit Gewalt durch. Das gilt für Sudan und Bangladesh, für Mindanao und Kaschmir, für Aserbaidschan, Tschetschenien, Afghanistan, Tadschikistan, Iran, Ägypten, Libanon, Palästina, Algerien und Nigeria. So lehren die arabischen Gebote ‚Die Religion Mohammeds durch das Schwert’. ... Da eine Reform am Anfang des 20. Jahrhunderts scheiterte, ist der Islam bis heute eine eroberungslustige, kriegerische und theokratische Religion."

Es geht natürlich dort noch weiter

dia}wuxd


theokratie

ist der Islam bis heute eine eroberungslustige, kriegerische und theokratische Religion."

Die Theokratie (griechisch theós - Gott und, kratein - herrschen) ist eine Herrschaftsform, bei der die Staatsgewalt allein religiös legitimiert und von einer göttlich erwählten Person, einer Priesterschaft oder sakralen Institution auf der Grundlage religiöser Prinzipien ausgeübt wird.

Ein besonderer Fall ist die Anglikanische Kirche, die in Großbritannien und im Commonwealth verbreitet ist und ein eigenes Kirchenoberhaupt (den König/die Königin von England) hat

Staatskirche Englands ist die Anglikanische Kirche.

dann stelle ich fest, dass großbritannien ja eigentlich auch ein gottesstaat sein müßte.

mfg

D;a-GMangsxta


Terrorismus und Islam??

Ein Gespräch mit dem amerikanischen Islamwissenschaftler Bernard Lewis über die religiöse Verwirrung in der arabischen Kultur:

die zeit: Herr Professor Lewis, Selbstmordattentate, religiöser Fanatismus, Aufruf zum Dschihad – vielen im Westen erscheint der Islam seit dem 11.September 2001 als eine aggressive Religion, einigen sogar als ein Synonym für Terrorismus…

Bernard Lewis: Das ist eine völlig falsche Vorstellung. Ganz im Gegenteil, wenn wir uns die Hauptströmungen des Islams ansehen, ist der Terror sogar ausdrücklich verboten – und das gilt auch für den Selbstmord. Natürlich gibt es eine Doktrin vom Heiligen Krieg. Aber weil der Heilige Krieg gesetzlich verpflichtenden Charakter für alle Muslime hat, ist er auch nach dem islamischen Recht genau geregelt. Wie man Feindseligkeiten eröffnet, wie man sie durchführt und beendet, wie man Gefangene macht und wie man mit ihnen umgeht – all das ist genau festgelegt. Auch dass Kinder und alte Menschen in jedem Fall verschont werden müssen, ebenso Zivilisten. Sogar der mögliche Einsatz von chemischen Waffen (wie vergifteten Pfeilen) und ballistischen Geschossen (Katapulten) ist geregelt – fast so wie in einer vorweggenommenen Genfer Konvention. Und Selbstmordattentate sind für den Islam völlig unvorstellbar. Selbstmord ist die schlimmste Todsünde. Wer sich umbringt, wird dadurch bestraft, dass er bis in alle Ewigkeit den Moment seines Selbstmordes immer wieder erleben muss. Wenn die Attentäter wüssten, was sie erwartet, würden sie es nicht tun. ...

..zeit: Sie behaupten, im Islam gebe es keine Tradition brutaler Diktaturen…

Lewis: Der Islam hat eine reiche politische Tradition. Der Prophet Mohammed war selbst Staatsmann. Jesus endete am Kreuz, Mohammed als Herrscher eines Staates. Anders als Moses hat Mohammed sein Gelobtes Land gesehen, es erobert, beherrscht und alles getan, was Herrscher tun: Krieg führen, Frieden schließen, Gesetze erlassen, Steuern eintreiben. Von Anfang an gab es im Islam eine völlige Übereinstimmung von Staat und Religion. Deshalb wird im Islam schon lange über das Problem des Regierens nachgedacht. Der Koran und andere islamische Schriften äußern tiefe Abneigung gegen Gewaltherrschaft und Diktatur. Die Herrschaft muss zwar respektiert werden, sie wird aber auch eingeschränkt: Die Regierung beruht auf Konsultation und Beteiligung der Untergebenen. Beide Seiten haben Verpflichtungen. ....

Sehr lesenswert; schaut euch mal die Seite an, wenn ihr Zeit habt! ;-)

[[http://www.muslime-gegen-terror.de/erklaerungen_orgatext.php?text=1101467935]]

t~ouchx7


Anders als Moses hat Mohammed sein Gelobtes Land gesehen, es erobert, beherrscht und alles getan, was Herrscher tun: Krieg führen, Frieden schließen, Gesetze erlassen, Steuern eintreiben. Von Anfang an gab es im Islam eine völlige Übereinstimmung von Staat und Religion.

Ach wie toll doch der mohammed ist was für ein Mann, wow!

Jesus endete am Kreuz, Mohammed als Herrscher eines Staates.

Tja der eine hat sich geopfert, der andere lies opfern ;-)

Ich sag nur google und die weiten des Internets!

d5aw}uxd


touch7

tja das müsste jemand mal den wahabitern

korrekt:

wahabiten oder salafiten

mfg

t~ouchr7


dawud

danke fürs verbessern,aber der Sinn bleibt ja der gleiche und den hast du ja verstanden :)^

dtawu.d


touch7

Der Balkan (türkisch für Gebirge, Synonym mit Südosteuropa) ist eine Halbinsel zwischen der Adria und dem Schwarzen Meer. Er umfasst die Länder Kroatien, Serbien und Montenegro, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Rumänien, Albanien, Mazedonien, Griechenland und den europäischen Teil der Türkei. In einigen Definitionen werden auch Moldawien, Slowenien, Ungarn und Zypern dazugerechnet. In der Vergangenheit war der Balkan immer wieder Schauplatz von Konflikten, Bürgerkriegen (Balkankriege) und ethnischen Unruhen

Dem Balkan ist zumindest gemein:

· ehemaliger Teil des Osmanischen Reiches

· späte Bildung von Nationalstaaten

· Große ethnische Vermischung birgt einige Konflikte

· seit Jahrhunderten die Reibfläche der katholischen Kirche und der orthodoxen Kirche, zugleich die Grenze zwischen Islam und Christentum. Durch die Heere der Kreuzritter und der Osmanen immer wieder in Mitleidenschaft gezogen, teilt der Balkan bis heute das Schicksal mit dem Nahen Osten.

· strategisch wichtige Lage: für Russland und die ehemalige Sowjetunion einer von den wenigen eisfreien Zugängen zu den Weltmeeren, für Westeuropa der Weg nach Asien und umgekehrt, Nadelöhr der Seidenstraße

Landschaften: Banat, Batschka, Bessarabien, Bosnien, Chalkidiki, Dalmatien, Dibra, Dobrudscha, Epirus, Herzegowina, Istrien, Kosovo, Krajina, Lika, Makedonien (historisches Gebiet), Mesaoria-Ebene, Peloponnes, Sandžak, Siebenbürgen, Slawonien, Syrmien, Thrakien, Vojvodina, Walachei

Religion: Islam, Orthodoxe Kirchen, Römisch-Katholische Kirche, Berg Athos, Bektaschi, Sava von Serbien, Serbisch-Orthodoxe Kirche, Studenica, Naum (Heiliger) Mazedonische autokephale Kirche, Bogomilen, Autokephale orthodoxe Kirche von Albanien, Apostolisches Exarchat von Mazedonien, Apostolische Administratur für Südalbanien, Katholische Kirche in Griechenland, Katholische Kirche in Albanien, Katholische Kirche in Bosnien, Katholische Kirche in Bulgarien

touch7.:

Kennst du überhaupt die Fronten bzw wer wo gegen wen (nicht überall war es christ gegen moslem)?

ich hoffe dass dir das genug sagt, über wer gegen wen und frontverläufe.

mfg

K<le4io


Wenn sich jemand beleidigt fühlt, dann ist es eine Beleidigung. Bitte dies zu beherzigen und sachlich und themenbezogen zu diskutieren.

Dga-GanOgsta


@ touch

Ich sag nur google und die weiten des Internets!

Die Artikeln von Casanova, Theseus, Fidelio etc. waren nicht aus dem Internet?

Kann auch von dir als "Laie" nicht verlangen, Bernard Lewis zu kennen. Soweit ich weiss, ist er einer der besten Islamwissenschaftler der Welt, dessen Werke an zahlreichen Unis gelehrt werden. Da kann ich auch aus eigener Erfahrung sprechen. Studiere nämlich selber auch Islamwissenschaft.

Damit du's vielleicht etwas besser verstehst: Er ist der "G*dfather of Islamwissenschaft" (Haascha!!)

Ach wie toll doch der mohammed ist was für ein Mann, wow!...

Wenn du mit dem Inhalt nichts anfangen kannst, dann ist es dein "Bier". Habe den leider nicht verfasst (hätte aber auch von mir kommen können!!! :-p) Vielleicht gefällt mir das Gedankengut von einigen Leuten hier auch nicht. Das gibt mir aber immer noch nicht das Recht, sie zu beleidigen oder mich über sie witzig zu machen (s. oben: "... was für ein toller Mann... ")

Und noch was: [unbegründete Spekulationen und beleidigende Nickeligkeiten durch die Moderation gelöscht]

tjoucxh7


dawud

ich hoffe dass dir das genug sagt, über wer gegen wen und frontverläufe.

wen ich ehrlich bin, dann nein! Denn in der Region um Bihac bis Prijedor "Bosanska Krajina" haben Moslems gegen Moslems gekämpft (die einen mit Serben die einen mit Kroaten). Es gab natürlich Stellen wo es einen Dreifrontenkrieg gab, aber auch Stellen wo es eben nur zwei waren! Deine Aufzählung in Ehren, ich gebe aber nicht viel auf "westliche Sichtweisen", so Sätze wie:

Dem Balkan ist zumindest gemein:

· ehemaliger Teil des Osmanischen Reiches

· späte Bildung von Nationalstaaten

· Große ethnische Vermischung birgt einige Konflikte

Trifft nicht auf alles zu, frag mal einen Türcken wie Kroatien auf türckisch heisst (die Grösse von zb Deutschland hat sich ja auch ständig geändert), wenn ich in die Geschichtsbücher kucke, ist dies hier der erste Krieg (in EX-YU), wo man sagen "könnte" das es um sowas wie Religionen ging!

Sei mir nicht böse, aber wenn du grade mal in den Regionen unten warst, dann könntest du meine Ausführungen bestätigen so hat es keinen Sinn!

PS: Split eine Stadt in Kroatien, feierte 1700 Jahre bestehen! Den Nationalstaat bzw die Republik nannte man damals "Dalmatien", Grenzen verscheiben sich nunmal!

Foidelxio


Wahre Ziele des Islam?

Die islamistischen Zivilisationskritiker nutzen diese zum gedankenlosen Ritual geronnene westliche Lust an der kulturpessimistischen Selbstbezichtigung, um den Islam als einziges noch intaktes weltanschauliches Heilmittel anzupreisen. "Für Europa", schreibt Mikail Alman, ist es lebenswichtig, dass sich die haltlose, auseinander fallende Gesellschaft dem Islam öffnet und sich ihm so weit wie möglich annähert, nicht umgekehrt. Insofern ist es ein Glück, dass mit dem Islam ein großartiges Gesamtsystem vorliegt, bei dem Glaubensgewissheit sowie gesellschaftliches Handeln und Gestalten eine Einheit bilden."

Diese Botschaft kommt bei jungen westlichen Muslimen, aber zunehmend auch in Teilen der abgestammten deutschen Bevölkerung gut an. Schon vor einigen Jahren formulierte der deutsche Neubekehrte Ahmad von Denffer in dem der "Muslimbruderschaft'' nahe stehendes Blatt Al Islam ein Integrationskonzept der ganz besonderen Art: "Es geht darum, was wir wirklich wollen: Etablierung oder Islamisierung. Solange wir uns damit begnügen, unseren Platz in der hiesigen Gesellschaft finden zu wollen, statt die hiesige Gesellschaft in unserem Sinne verändern zu wollen, werden wir diesen prinzipiellen Konflikt nicht lösen können."

Die islamistische politische Kulturkritik prangert die angebliche Entleerung des Seins durch einen bindungslosen Individualismus an. Die vermeintliche Abtötung des Geistes durch die Fixierung auf Materialismus und hemmungslosen Konsum, den behaupteten Zerfall der Gesellschaft durch die Auflösung "natürlicher" und traditionell gewachsener Gemeinschaftsstrukturen. Damit drängt sie den Westen argumentativ in die Defensive, scheint dieser sich doch der Werte, die er seiner säkularen Ordnung zu verdanken hat, selbst alles andere als sicher zu sein.

Die Errungenschaften des Säkularismus sind inzwischen wohl so selbstverständlich geworden, dass die Notwendigkeit, ihre Voraussetzungen immer von Neuem zu sichern und sie aktiv zu verteidigen, immer weniger erkannt wird. So ist das Bewusstsein darüber verblasst, dass das Prinzip der individuellen Autonomie nicht nur für das vielfach beklagte Gefühl von Vereinzelung und Ungewissheil verantwortlich ist, sondern die Ansprüche der Bürger auf Unversehrtheit, Rechtssicherheit und soziale Absicherung überhaupt erst begründet hat. Nicht zuletzt auch die Religionsfreiheit und -toleranz ist eine Errungenschaft der säkularistischen Idee, die öffentliche Moral der Verfügungsgewalt von Staat oder Klerus zu entziehen und sie weitgehend der selbstverantwortlichen Ausgestaltung durch die freie Bürgergesellschaft zu übergeben.

'Die Behauptung aber, in streng muslimisch bestimmten Gesellschaften sei, wenn es schon um Wohlstand und persönliche Freiheit nicht so gut bestellt sei: zumindest die Moral besser, ist eine pure Legende, wenn nicht eine systematisch gestreute Propagandalüge. Die iranische Gesellschaft zum Beispiel, die seit Jahrzehnten von einem theokratischen Regime gepeinigt wird, sieht sich heute wie kaum ein andere in der Welt von grassierender Drogensucht und wilder Prostitution heimgesucht. Generell gehört die Vorstellung, die gesellschaftliche Moral steige in dem Maße, wie ein verordneter Gottesglaube das gesellschaftliche Leben bestimme, zu den verhängnisvollsten Mythen der Gegenwart, Das Gegenteil ist der Fall: Nicht nur was Wirtschaftskraft, soziale Absicherung und persönliche Freiheit, sondern auch was die Festigkeit ihres ethischen Fundaments angeht, sind die pluralistischen Demokratien des Westens allen anderen existierenden Gesellschaftssystemen weit überlegen.

Doch statt diese Tatsachen den islamistischen Anklagen gegen die "westliche Dekadenz* offensiv entgegenzuhalten, verfallt die Diskussion über den Wertebestand der freien Gesellschaften hierzulande häufig in ein melancholisches Nachsinnen über vermeintlich verlorene Sicherheiten, die man an den verschütteten "Wurzeln" des sagenumwobenen christlichen Abendlandes" wieder zu finden hofft.

Wer jedoch auf den Anspruch fundamentalistischer Ideologen, höhere Werte als die des "egozentrischen" Westens zu vertreten, mit der Suche nach einem gleichwertigen kollektiven "Eigenen" antwortet - und daraus womöglich noch, wie im Streit um den EU-Beitritt der Türkei, kulturelle Ausschlusskriterien ableitet - ist den Herausforderern bereits in die Falle gegangen.

Beruht die Überlegenheit der offenen Gesellschaften doch gerade nicht darin, dass sie eine tiefere spirituelle Wahrheit zu bieten hätte als andere Kulturkreise. Ihr Vorsprung gegenüber dem Rest der Welt resultiert vielmehr aus ihrer Fähigkeil, auf eine ein für allemal festgelegte kollektive "Identität" verzichten und aus der daraus entstehenden Vielfalt Produktivität gewinnen zu können.

(Von Richard Herzinger)

wAusnchig


Dawuud

... Von Dawuud möchte ich einen verständlichen Beleg über die aufklärerischen Aktionen der Islami untereinander, bevor es an eine verherrlichende Darstellung nach außen => gegenüber Nicht-Muslimen wird...

Damit meine ich, daß solche Tagungen für die jeweiligen Teilnehmer sicher interessant sind; aber nach außenhin sogut wie keine Wirkung haben.

Aktionen werden keine wahrgenommen.

Sie werden in der örtlichen Presse entweder nur mit einem Hinweis abgehakt oder mit einem einspaltigen, viertelseitigen Artikel respektiert, dem journalistischen Auflistungsdrang Genüge getan. Mein Wunsch wäre eine spektakuläre Aktion, die öffentlich zeigt, daß sich die islamischen Gemeinden gegen die islamistischen Terroristen auch wirklich auflehnen. Sie sollte ein öffentliches Bekenntnis sein!

Das, was ich hinter Deiner aktiven "Arbeit" vermute, ist ein hohes persönliches Engagement, um für die allgemeine Akzeptanz der islamischen Forderungen in einem neuen religiösen Umfeld zu werben; jedoch ohne öffentliche Wirkung.

Tagungen sind sehr schön und machen Spaß, können auch anstrengend sein; aber sie hinterlassen außer Spesen meist nicht viel Bewegendes.

So, wie die Terroristen "im Namen des Islam" öffentliches Entsetzen hervorrufen, müsste es ernstmeinenden Vertretern der islamischen Gemeinden daran gelegen sein, der Öffentlichkeit genauso spektakulär zu beweisen, daß diese Terroristen eben nicht im Namen Allah's und / oder Mohamed's handeln.

Ich muss mich auch nicht vor Dir rechtfertigen über meine Untätigkeit in dieser Richtung. Ich kenne meinen Kultur- und Glaubens-Kreis in meiner europäischen Lebensumgebung und drücke sehr vehement und auch öffentlich mein Unbehagen aus, wenn sich jemand im Namen des Christentums in die Kriminalität stürzt. In der Umgebung, in der ich zur Zeit 'lebe' kann ich aber dieses Lebens nicht sicher sein, wenn ich auch nur andeutungsweise die terroristischen Taten als verabscheuungswürdig bezeichne.

Warum sollte sich überhaupt jemand dafür rechtfertigen müssen, der in seiner angestammten Tradition lebt und dabei nicht versucht, andere religiös aufklärerisch zu beeinflussen?

Ich halte das Verhalten verschiedener Threadteilnehmer für unangemessen, den Kommentaren einen sachlichen Hintergrund abzusprechen, nur weil sie die Geschichte des Islam nicht studiert und den Koran nicht gelernt haben.

In diesem Thread ging es nicht um Für & Wieder den Glauben! Es sollte Antworten auf eine ernst gemeinte Frage bringen! Und die Frage war nunmal, was auf "familyportrait" zukommen kann.

Ihr habt Eurer Mission keinen Vorschub geleistet, eher das Gegenteil ist der Fall.

dBawuxd


touch7

wen ich ehrlich bin, dann nein!

Denn in der Region um Bihac bis Prijedor "Bosanska Krajina" haben Moslems gegen Moslems gekämpft (die einen mit Serben die einen mit Kroaten).

ich habe gedacht dir mit dem beispiel klar wird, dass ich viel über die gegend weiß, auch dass muslime gegen muslime gekämpft haben, entsprechend ihrer bündnisse und auch entsprechend der bezahlung als söldner.

Sei mir nicht böse, aber wenn du grade mal in den Regionen unten warst, dann könntest du meine Ausführungen bestätigen so hat es keinen Sinn!

ich war im frühjahr des letzten jahres in BiH und habe mich mit der geschichte dort beschäftigt.

mfg

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