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Kann mir ein Moslem hier mal erklären, was auf einen zukommt?

T,odxay


@AndreaH1 & abu dawud

@AndreaH1

Ich bin weder zynisch gewesen noch habe ich Vorurteile gezeigt -

mir aber "Fallen" stellen zu wollen, ist nicht korrekt gewesen.

@abu dawud

Ich habe mich bereits '87 in einer Arbeit mit dem Problem der

"späten" Spätaussiedler beschäftigt, u.a. bekamen diese beim

BAFöG diverse Vergünstigungen. Ich bin damlas einer der wenigen

gewesen, die sich gegen die Politik von Herrn Waffenschmidt offen

gewandt haben - ich galt in meinen damaligen Kreisen als unsozial.

Du rennst bei mir offene Türen ein ... und die mir, von Dir gestellte

"Falle" schnappt ins Leere, sorry.

Was die "Russlanddeutschen", wie Du die Spätaussiedler aus dem

gesamten Osten pauschalierend(!!!) nennst als solche anbelangt,

so teile diese mit mir zumindestens gewisse kulturelle "Basics", die

andere "Einwanderergruppen" völlig missen lassen. Ich bin selbst

mit einer Aussiedlerin aus Litauen zusammen gewesen und konnte

genug Einblicke gewinnen - sie hätte Dich, wegen der Bezeichnung

"Russlanddeutsche", ... na, lassen wir das.

Ich habe aber auch erlebt, wie sie sich, gemeinsam mit ihren Freunden,

als litauisch definierte und das "Deutsche" ablehnte - den Pass und

die Vorzüge aber wohl genießend. Immerhin hatte sie Bildung und

war um die Sprache sowie kulturelle Fortbildung bemüht gewesen.

Ein Einzelfall eben, ... wie der von Dir genannte.

Auch und gerade hier in Mannheim kann ich das Problem beider

Gruppen alltäglich erleben - Du erzählst mir also nichts neues.

Aber es gibt zwischen den beiden Gruppen einige Unterschiede,

welche ich hier im Faden nicht diskutieren werde -

... Thema waren und sind Muslime!

Und, eine persönliche Bitte:

Bitte keine Spiele u./o. Fallen mehr - dieses Thema ist, wie von

AndreaH1 erwähnt, sehr ernst.

Im umgekehrten Fall, s. mein Ansatz mit dem Schleiertanz, wird

einem als Nicht-Träger eines Vorurteiles sofort ein Strick gedreht.

Also, ... Fair-Play!

aZbu^ dawxud


today

es war keine falle. wenn du dass so siehst , dann entschuldige bitte. es sind auch muslime unter ihnen. die bezeichung R..deutsche stammt von ihnen selbst. da du deinen standpunkt dazu erklärt, werde ich dieses auch nicht weiter vertiefen.

ich habe auch expliziete einblicke nehmen könne da meine ex aus kasachtan kommt.

mfg

und ein nettes diskutieren weiterhin

Tiodraxy


@abu dawud

Alles okay *:)

AsndrejaHx1


Re.: abu dawud

Wenn wir uns an den negativen Beispielen orientieren, kommen wir niemals weiter!

Das bestmögliche Ergebnis für das Zusammenleben vieler Kulturkreise kann - aus meiner Sicht - nur dann erzielt werden, wenn wir uns darauf konzentrieren, die Menschen einander näher zu bringen und dadurch Vorurteile abzubauen. Was Du ja bereits machst.

Du bist ein sehr offener Mensch!

Leider sind das aber nicht alle Moslems.

Manchmal spielt auch das Heimweh eine große Rolle und der Mensch sucht in der Fremde nach Menschen seinesgleichen mit denen er nicht nur die Sprache sondern auch Erinnerungen an das ferne Heimatland teilt.

Dies ist auch ein Problem von Deutschen die sich im Ausland niederlassen!

Aber so kann niemals eine erfolgreiche Integration durchgeführt werden!

Es ist aber möglich, dass sich Menschen vieler Nationen in Freundschaft näherkommen und voneinander annehmen. Was etwas wunderbares ist. Ich habe das immer sehr genossen!

Die Grundvoraussetzung ist allerdings das wir uns gegenseitig öffnen können!

Ich weiß Du kannst es, aber viele können dies eben nicht!

Unser natürlicher Instinkt warnt uns vor dem Unbekannten.

Ist aber das Unbekannte plötzlich vertraut, können wir in dem anderen Menschen nicht einen Moslem/Deutschen sehen, sondern Herrn oder Frau Sowieso mit denen man sich gut unterhalten kann.

Ich persönlich mag das Multikulti, aber ich weiß eben von vielen Deutschen die erst einmal unterbewusst Abstand halten.

Dies geht bestimmt den Moslems genauso!

Was mir aber sehr zu schaffen macht ist jede Art von Fanatismus.

Wer fanatisch an etwas festhält ist blind!

Und wer blind ist wird sich niemals integrieren!

Nur vertraute Menschen aus dem engeren Kulturkreis können überhaupt noch Zugang zu diesen Menschen finden.

Also können diese Probleme - aus meiner Sicht - nicht von den Fremden bzw. Ungläubigen gelöst werden, sondern nur von den Menschen des Heimatlandes.

Ich wünsche Dir und Deiner Familie ein schönes Wochenende!

AwndrQeaH1


Re.: Today

Danke das Du mir nicht böse bist!

Ich mag übrigens den Schleiertanz auch sehr gerne! ;-D

A5ndr>eaHx1


Re.: Today

Auch Dir und Deiner Familie wünsche ich ein schönes Wochenende!

T-od"ay


@AndreaH1

Ja, das werden wir beide haben, Danke!

Unsere Kleinen dürfen am Sonntag ihr

Schoggoladde-Osterhasi suchen ;-)

Auch Dir und Deiner Familie schöne Feiertage.

a0bu daEw|ud


andeasH

auch ich bin gegen fanatismus.

das habe ich schon in einigen statements geäussert. aber was ist mit den "deutschen" muslimen?

nun ich bin im beobachterstatus.

mfg

Azndre<aHx1


Re.: abu dawud

Auf unsere Gefühle haben nur Menschen einen Einfluß, gegenüber denen wir offen sind und auf die wir hören wollen!

Das gilt auch für deutsche Muslime!

Also müssen wir mit den richtigen Leuten einen engen Kontakt pflegen.

Ich gebe zu, dass ich überhaupt keine Ahnung habe, ob und wenn ja, wie die deutschen Muslime organisiert sind.

Sorry, ich bin nur eine einfache deutsch katholische Bundesbürgerin.

Aber was mich immer wieder fasziniert ist der positive Einfluß des Glaubens auf die Muslime.

Beispiele:

Durch die Hitze verdirbt das Schweinefleisch schnell und kann beim Verzehr zum Tode führen. Bei den Muslims ist das Schweinefleisch vom Glauben her verboten. Das ist doch sehr sinnvoll!

Alkohol kann zum Alkoholismus führen. Der Glaube verbietet den Muslims das Trinken von Alkohol. Das ist auch sehr sinnvoll!

Und viele Muslime halten sich daran!

Respekt!

Denn wenn wir diese Gebote in unserem christlichen Glauben hätten, würde sich heute kaum noch einer darum scheren.

Also hat der Glaube und die Leute die diesen Glauben predigen, einen großen Einfluß auf das Tun der Moslems.

Ich weiß das Du gegen jede Art von Fanatismus bist!

Sonst könnten wir mit Dir nicht so wunderbar diskutieren und das empfinde ich als sehr wertvoll!

Ich schätze solche Menschen wie Dich sehr!!!!

cxla


Offenheit und echte Toleranz

Ich habe nicht den gesamten Faden gelesen, nur Ausschnitte, weiß also nicht, ob eine ähnliche Erfahrung hier schon präsentiert worden ist.

Mein Geradenochehemann hat innige Kontakte nach Marokko, wird dieses Jahr dorthin auswandern und die Muslima wieder heiraten, von der er sich vor 30 Jahren scheiden ließ. (Wir scheiden nicht im Streit.)

Unsere 22jährige Ehe mit 3 Kids war sozusagen ein langes Intermezzo in seiner Biografie.

All die Jahre haben wir als Familie die Marokkokontakte gepflegt, auch ich sehr gern. Ich bin sehr offen und interessiert an anderen Kulturen und habe immer auf Französisch Briefkontakt zur Schwester der ehemaligen Ehefrau gehalten. Es war mir eine große Bereicherung. Bis zu dem Tag, als diese Schwester uns für 3 Monate besuchen kam.

Diese Zeit hat mir die Augen geöffnet für das Ausländerproblem, das wir hier haben. Zuvor dachte ich, das Problem gäbe es bei offenem Umgang nicht. Aber selbst ich, die ich mich für tolerant und wirklich interessiert halte, habe dazugelernt und begriffen, warum die Menschen aus anderen Kulturen hier eben nicht so leicht einen Freifahrtschein bekommen dürfen. Denn ich kann ja frei nach Marokko reisen, die Marokkaner dagegen nur mit einer Einladung Deutscher hierher kommen.

Nun ist diese Schwester sogar noch recht europäisch orientiert, ist aber ganz klar Muslima mit Gebetszeiten. Ohne Kopftuch. Sie ist Schriftstellerin.

Ihr gesamtes Auftreten hier war, was sie selbst bestimmt nicht wahrnahm, vollständig vereinnahmend. Sie wertete eigentlich alles ab, was ihr hier angeboten wurde. Angefangen beim Essen, Wohnen, beim sozialen Umgang miteinander, Haustierhaltung, Kindererziehung, religiösen Leben, Haushaltsführung und und und. Mohammed ist Gottes letztes Wort und Punkt. Ihre enorme physische Energie, die gesamte "Aura" einer in einem Sonnenland großgewordenen Frau, machte, besonders mich, absolut "platt".

Sie nahm, was sie kriegen konnte, dominierte alle und alles, obwohl ich ja nun dachte, sie sei hier Gast und wolle sich an den Gepflogenheiten einer anderen Kultur (für diesen Urlaub) orientieren. Wie ich das bei ihr zuhause täte. Wir hatten den Flug bezahlt, ihr hier versucht, eine abwechslungsreiche Zeit in unserer Familie zu bereiten und hatten immer den Eindruck, sie könne den Hals einfach nicht voll genug kriegen. Es war natürlich nicht nur unangenehm, wir haben viel miteinander gesprochen und gelacht, aber sie ließ es einfach an Achtung und Toleranz uns gegenüber vermissen. Ich war heilfroh, daß ihr Visum ablief und sie einfach zurück mußte, in ein karges Land, wo sie z.B. gar nicht die Möglichkeit hat, sich derart mit materiellen Gütern zu befassen. Wo es nichts zu raffen gibt. Der Koran ist ja sehr eindeutig und streng. Ich hab völlig verstanden, daß diese Frau durch Strenge "in Schach gehalten" werden muß. Durch Religion oder Kultur oder ihren Ehemann. Daß sie nicht in unserer Überfülle leben sollte. Sondern in der Wüste.

Gut, es ist die Erfahrung mit einer einzigen Person. Wobei ich inzwischen ihre Schwester kenne, die Zukünftige meines Mannes. Sie ist auch so. Eine ungeheure Energie haben diese Frauen, aber sie muß von außen kanalisiert werden. Ich konnte das nicht, möchte ja jedem seine Freiheit lassen, bin partnerschaftlich orientiert. In unserer offenen Gesellschaft hier, wo jeder viele Freiheiten besitzt, sind jedenfalls diese beiden Frauen vollkommen fehl am Platze.

Ich sah also, daß meine Toleranz sich so nicht mehr halten läßt, wenn ich wirklich ganz nah mit dieser Andersartigkeit zu tun bekomme. Multikulti sieht so bunt und schön aus, im Detail kann´s zur Hölle werden.

A*ndrZeaxH1


Re.: cla

Es sind - gottseidank - nicht alle Menschen gleich!

Bei manchen Verwandten - egal ob Christ oder Moslem - ist man froh, wenn sie wieder weg sind!

A[ndr%eaH1


Re.: abu dawud

Es selam maleikum!

c=la


Andrea

Natürlich sind nicht alle gleich. Nirgendwo.

Bloß die allseits beklagte Nehmermentalität ohne Anpassunswille war für mich plötzlich zur persönlichen Erfahrung geworden. Zuvor hielt ich das Problem für ein grundsätzliches Vorurteil.

AondrpexaH1


Re.: cla

Leider sind auch viele Deutsche im Ausland so!

Nehmen, nehmen und nicht geben wollen und wehe es wird etwas anderes zum Essen angeboten als das vertraute Wiener Schnitzel und Bier!

Und dann muß Mann/Frau auch noch zeigen, das man etwas besseres ist und es müssen sich alle anderen einem unterordnen.

Das kennst Du doch sicher auch.

Dieses Verhalten kann zu keiner Integration führen!

Aber wir dürfen nicht deshalb davon ausgehen das alle anderen Moslems so sind.

Ich habe das Glück viele nette und sensible Moslems zu kennen, die einem anderen Menschen - egal aus welchem Kulturkreis - viel geben.

Und dafür bedanke ich mich!

cxla


Andrea

Ja, Du hast Recht. Es gibt hüben wie drüben angenehme Menschen.

Ich habe einfach zur Kenntnis nehmen müssen, daß die offene Haltung meinerseits, in diesem Falle gar nicht das Rechte war.

Ich hätte meinen Besuch wohl viel mehr in seine Schranken weisen müssen, was mir bei Besuchern so gar nicht liegt.

Da habe ich, als "grünwählende Weltenbürgerin", erstmalig verstanden, daß auch in der Politik darüber nachgedacht werden muß, wie denn solchen Menschen zu begegnen sei.

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