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Betrogen - er kann mir nicht verzeihen

Bdigz B,ossxman


Ich kann nicht hier vor meinem Compi sitzen und tippen, dass ich NIE, NIE einen Seitensprung verzeihen würde, wenn ich denn gar nie betrogen worden bin.

Ich wurde aber schon mehrfach betrogen und kann das deshalb sehr wohl sagen.

Natürlich sage ich auch, dass ich in genau jenem Moment wahrscheinlich nicht von Verstand und Räson geleitet war.

Genau DAS hatte ich hier in den Raum gestellt, wurde aber vehement bestritten.

Aber dass ich im Allgemeinen keinen gesunden Menschenverstand habe, verneine ich.

Das wurde auch nie behauptet. Hier wurde eine Stimmung aufgebaut, dass nur Intellektuelle oder Leute, die dutzende von Büchern zu diesem Thema gelesen haben, ihre Meinung kundtun dürfen. Und genau das bestreite ich. Es gibt Dinge, die kann man mit gesundem Menschenverstand beurteilen, da brauche ich nicht studiert zu haben.

trotzdem gibt es eben Momente, wo man vielleicht eher trieb- als verstandsgesteuert ist.

Das ist wohl definitiv so, nicht nur vielleicht.

ich will auch nicht betrogen werden

Was soll man dazu sagen?

M:one-WMixni


@Banana

Ehrlich ??? Also wenn dein Mann dir verzeiht hast du wirklich einen sehr toleranten Partner.

Man muß nicht erst einmal betrogen werden um zu wissen, das man nicht verzeihen würde. Es ist einfach eine grundlegende innere Einstellung.

Ich denke immer - wenn mein Partner es einmal getan hat, ist die Hemmschwelle beim zweiten Mal noch geringer. Ich könnte nicht mehr vertrauen und wenn ich das nicht mehr kann habe ich keine sichere Basis für eine Beziehung.

An deinem allgem. Menschenverstand zweifelt hier niemand. Es wurde nur von einer Dame hier anders ausgelegt.

MloniXka6x5


wenn er nämlich alles auf eine Waage legt, hat die Seite mit unserer Liebe, den schönen Erlebnissen und all dem Guten immer noch mehr gewicht, als diese paar Minuten Sex mit einem anderen Mann.

Wenn man es so sieht, kann das doch auch die Liebe vertiefen, eine Liebe, die durch eine Krise gegangen ist. Wenn man auf dem Standpunkt steht, so etwas würde ich nie verzeihen, kann man diese Erfahrung gar nicht machen.

E^l-6Locco


Also i bin dafür das jede Frau etwa einmal im halben Jahr mit jemand anderem vögeln sollte (neben ihrer Beziehung), damit man mal den Blick über den Tellerrand nicht verliert.

Damit man mal andere Art und Weisen kennenlernt.

Ist spannend , ist prickelnd , ist interessant.

Den eigenen Partner sieht man noch oft genug.

Dazu sollte sie nicht beichten um das ganze nicht unnötig zu verkomplizieren.

Schlage desweitern vor das wieauchimmer und Mone-Mini anfangen um so ein tolerantes Wesen zu entwickeln.

;-D

B2ig Bios'sman


Also i bin dafür das jede Frau etwa einmal im halben Jahr mit jemand anderem vögeln sollte (neben ihrer Beziehung), damit man mal den Blick über den Tellerrand nicht verliert.

Dir geht es nur ums vögeln, unfähig Gefühle zu entwickeln.

Schlage desweitern vor das wieauchimmer und Mone-Mini anfangen um so ein tolerantes Wesen zu entwickeln.

So wie du es bist, was? DAS ist anmaßend.

MKone^-Minxi


@El-Locco

Warum sollte ich in dieser Hinsicht tolerant werden? Das ist nicht die Vorstellung die ich von einer Beziehung habe.

Aber wir zwei hatten schon einmal das Thema. Du fändet es okay wenn deine Frau fremdgeht, aber Sie soll es um Gottes Willen nicht dir erzählen. Wie tolerant bist DU dann bitte schön? Wenn du tolerant bist, kann deine Frau es dir doch sagen, in allen Einzelheiten...oder? DU zuckst - hey WO IST DEINE TOLERANZGRENZE.... ???

Du brachtest letztens das Beispiel mit einem Swingerclub - wieauchimmer gab das Beispiel einer offenen Beziehung. Ist ja auch in Ordung wenn man sich einig darüber ist. So etwas setzt voraus das keiner der Partner ein Problem damit hat. Es passiert beidseitig - im Gegensatz dazu wenn EINER fremdgeht.

B]ig OBosbsmLan


El-Locco: Textvergleich

Ich bin in einer langjährigen Beziehung und noch nie fremdgegangen.

Gab keine Veranlassung dazu.

Wenn SIE jedoch jemals fremdgevögelt hat, dann will ich das lieber nicht wissen; dann macht es mich auch nicht verrückt.

Also i bin dafür das jede Frau etwa einmal im halben Jahr mit jemand anderem vögeln sollte (neben ihrer Beziehung), damit man mal den Blick über den Tellerrand nicht verliert.

No comment!

wtieaHuchimmxer


Mone-Mini

Mir ging es hier um Folgendes. So wie Big Bossman es darstellt sind wir triebgesteuerte Tiere und nur unsere Verstand führt dazu, dass wir uns beherrschen können, sonst würden die Menschen ständig übereinander herfallen. Selbst bei sog. Triebtätern hat man aber längst festgestellt, dass sie ihre Taten sehr rational planen und nicht deshalb über eine Frau herfallen, weil sie sich nicht heherrschen konnten und das Tier in ihnen durchkam, weil der "gesunde Menschenverstand" aussetzte. Sexual-Serienmörder führen ja sogar geradezu kulturelle rituelle Handlungen aus und nicht die Spur von fehlender Selbstbeherrschung, sonderen akriebische Planung.

Es ist auch wohl selten so beim Fremdgehen, dass man sich sieht, der Verstand plötzlich aussetzt und man auf der Stelle übereinander herfällt. Nein, man flirtet erst, unterhält sich ganz verstandesmäßig und läßt zu oder forciert es sogar, dass die Situation immer brisanter wird. Man will also ganz klar, dass es dazu kommt und es setzt nicht der Verstand aus. Vielleicht, weil man es genießt, begehrt zu werden, weil man dieses Abenteuer, mit dem Feuer zu spielen, erleben will oder welche Gründe auch immer.

Wenn ich auf einen Baum zufahre und 30 Sekunden Zeit habe, auf die Bremse zu treten, dann tu ich das. Wenn ich allerdings vorhabe, Selbstmord zu begehen, dann trete ich nicht auf die Bremse, weil ich nicht bremsen will. Auch im Vorfeld des Fremdgehens beim gegenseitigem "anbaggern" gibt es viele Gelegenheiten, auf die Bremse zu treten. Man will es aber nicht und das hat wohl nichts mit dem Aussetzen von Verstand zutun, sondern damit, dass man diese Situation genießt und nicht bremsen will.

Wäre es einfach eine Frage des Triebes und der fehlenden Selbstbeherrschung, dann gäbe es auch keinen Grund, dem anderen das nicht zu verzeihen, denn dann ist es ja einfach ganz unwillendlich "passiert". Das ist aber genau der Punkt, wieso der Mann von Banana eine Erklärung von ihr haben will, weil sowas eben nicht einfach so passiert, sondern man hat es ganz bewusst passieren lassen, weil man es so wollte und alle Gelegenheiten, die es sicher eine Menge gab, auf die Bremse zu treten und sich aus der immer brisanter werdenenden Situation rauszuziehen, hat man verstreichen lassen, weil man es genossen hat, mit dem Feuer zu spielen, weil man es so wollte.

E^l-LCoccxo


He Big Bossman,

was schnippelst du hier irgendwelche Aussagen zusammen. Suchst dir hier alte Aussagen raus um, ja um was auszusagen ?

[Herabsetzender Angriff durch die Moderation gelöscht]

BANANA ist halt fremdgegangen und hat mit einem anderen gevögelt; na und? die Welt geht davon nicht unter; oder soll sie sich jetzt von ihrem Mann trennen oder was ?

Ob ich persönlich das tu oder nicht ist hier absolut unrelevant.

Das du schon mehrfach betrogen worden bist; da kann man sich fragen woran mags gelegen haben (ohne zu sagen das du in jedem Fall Schuld bist)

[...]

w"ieaudchimmxer


El-Locco

He Big Bossman,

was schnippelst du hier irgendwelche Aussagen zusammen. Suchst dir hier alte Aussagen raus um, ja um was auszusagen ?

In diesem Fall stimme ich Big Bossmann zu. Ich kann jederzeit fremdgehen und mit einer gewissen Anstrengung es auch gegenüber meinem Freund verheimlichen. Aber will ich das? Wenn ich ein aufregendes Abenteuer hatte, dann möchte ich vielleicht sofort meine beste Freundin anrufen und es ihr mit aller Euphorie mitteilen. Da mein Partner aber der Mensch ist bei dem ich auch so sein möchte wie ich bin und wenn ich etwas Aufregendes erlebt habe, mich ihm gegenüber auch nicht verstellen will, wäre für mich eine wirklich offene Beziehung eine, wo man sich die Abenteuer gegenseitig ganz offen erzählt, wie der besten Freundin, wo man auch seine Gefühle, die einen gerade bewegen nicht vertuschen muss und sich beherrschen muss, um sich nichts anmerken zu lassen.

Was soll das denn für eine Beziehung sein, wo man sich gegenseitig etwas vorheucheln muss, um den anderen nicht zu verletzen? Das ist eine Beziehung, die nach außen hin vielleicht offen ist, aber je mehr sie das ist, um so verschlossener muss man seinem Partner gegenüber sein, um ihn nicht zu verletzen, um so weniger kann man ihm offen zeigen, wie man sich gerade fühlt. Dafür brauche ich keine Beziehung, denn in dieser möchte ich mich so verhalten können, wie ich mich gerade fühle und mich eben nicht verstellen müssen und ich möchte auch nicht, dass mein Freund sich mir gegenüber verstellt und ich gar nicht weiß, mit wem ich da eigentlich zusammen bin, weil er ein geheimes Doppelleben führt.

Bkig yBossmxan


So wie Big Bossman es darstellt sind wir triebgesteuerte Tiere und nur unser Verstand führt dazu, dass wir uns beherrschen können, sonst würden die Menschen ständig übereinander herfallen.

So ähnlich ist es. ;-D

Selbst bei sog. Triebtätern hat man aber längst festgestellt, dass sie ihre Taten sehr rational planen und nicht deshalb über eine Frau herfallen, weil sie sich nicht heherrschen konnten und das Tier in ihnen durchkam, weil der "gesunde Menschenverstand" aussetzte.

Die planen das, weil sie sich den Konsequenzen (u .a. Gefängnis) nicht stellen wollen und sich an der Vorbereitung zusätzlich aufgeilen. Trotzdem sind sie triebgesteuert, das sagt ja schon das Wort.

El-Locco:

He Big Bossman,

was schnippelst du hier irgendwelche Aussagen zusammen. Suchst dir hier alte Aussagen raus um, ja um was auszusagen ?

Was ich hier zusammensuche, [Beleidigung durch die Moderation gelöscht]

Alte Aussagen? *LOL* Das hast du [...] am 10.11.2004 um 14:06 geschrieben. Hier nachzulesen: [[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/114568/3/]]

MIonae-Mxini


@El-Locco

also wenn du meinst ich müßte erst fremdvögeln um tolerant zu werden solltest du dich bei solchen Gemeinheiten nicht direkt über andere so aufregen. Er gibt nur deine Aussagen weiter.

@wieauchimmer

Ihr Mann hat ein gutes Recht dazu es zu erfahren. Die Worte mit denen du Fremdgehen beschreibst sind sehr eindeutig. MAN WILL ES. Aber warum? Man will es erst dann, wenn man in einer Beziehung nicht mehr glücklich ist. Was sollte mir sonst ein anderer geben können?

wtiea1uchqimmer


Big Bossman

Die planen das, weil sie sich den Konsequenzen (u .a. Gefängnis) nicht stellen wollen und sich an der Vorbereitung zusätzlich aufgeilen. Trotzdem sind sie triebgesteuert, das sagt ja schon das Wort

Da bist du eben einfach völlig falsch informiert. Ich kann dir gerne einen aufschlußreichen Link dazu geben. Der Begriff "Triebtäter" ist irreführend.

Serienmordtaten enthalten in fast allen bekannten Fällen extreme sadistisch sexuelle Komponenten. Die lange gültige Theorie von übersteigerten Sexualtrieb ist heute kaum noch haltbar (vgl. bsplw. BURGESS et al., 1986; FBI, 1985; FÜLLGRABE, 1983, 1992; GÖBEL, 1993), statt dessen wird eine extrem aggressive Motivation angenommen. Es gibt also, wie SCHMIDT (1983) aufzeigt, nichtsexuelle Motive im Sexualverhalten. Er schreibt: "Sexualität erhält über den autochtonen Charakter hinaus Qualitäten von Intensität und Dynamik aus anderen als sexuellen Quellen, sie erlangt ihre Intensität und die Indienstnahme nichtsexueller Motive und Affekte". Insbesondere in der Perversion, speziell im Sadismus, kommt dies zum Tragen: MARQUIS DE SADE beschrieb bereits sehr ausführlich, wie das perfekt geplante, ungeheuerliche, sich über alle Grenzen hinwegsetzende, Verbrechen Grundlage größtmöglichen Genusses werden kann. Die Überwindung von Tabus und Normen machen für ihn sexuellen Genuß aus. "Die Bedeutung solcher Erlebnisinhalte für sexuelles Verlangen und Lust ist am einfachsten bei den Perversionen zuerkennen." (SCHMIDT, 1983). Beispielsweise charakterisiert STOLLER (1976,1979) Perversionen als erotische Form des Hasses. Der Orgasmus ist nicht nur Ejakulation, sondern ein "megalomaner Ausbruch von Freiheit." Die sexuelle Befriedigung resultiert aus dem Erlebnis der Konfliktlösung, der Angstüberwindung, des lustvollen Triumphes über die Demütiger (STOLLER, 1975). Für MORGENTHALER (1974) ist die Triebbefriedigung im perversen Akt sekundär, oft merkwürdig bedeutungslos.

Es gibt keine sexuell motivierte Gewalt, sondern nur gewaltmotivierten Sex. Du bist mit deiner Triebthese einfach auf dem Holzweg und verbreitest einen Mythos, der nach wissenschaftlicher Erkenntnis längst nicht mehr haltbar ist. Aber anstatt dir vielleicht mal etwas davon anzunehmen, reagierst du wie ein trotziges Kind und kommst dann noch mit deinem "gesundem Menschenverstand", der scheinbar über jegliche wissenschaftlichen Studien erhaben ist. Wenn du meinst, DU hast die Weisheit mit Löffeln gefressen, dann kann ich dir mal aufzeigen, wo dein "gesunder Menschenverstand" herrührt:

Im Alltag gilt es uns heute als geradezu selbstverständlich, daß Sexualität von einem Trieb beherrscht wird, den wir uns meist - so hieß es in den sechziger Jahren - als "Dunklen Drang aus dem Leibe" (1964) vorstellen. Bei wissenssoziologischer Betrachtung handelt es sich hier jedoch weniger um eine Naturtatsache, als um ein ursprünglich religiöses, später eher wissenschaftliches Konzept, dessen Entstehung und Verbreitung sehr genau rekonstruiert werden kann.

[9] Getan hat dies z.B. Thomas Laqueur in seinem Buch "Auf den Leib geschrieben". Er kann berichten, daß - ebenso wie die ausschließende Gegenüberstellung der Geschlechtskörper - auch die dranghaft-gefährliche Sexualität des Mannes eine Erfindung der Moderne ist. Bis Ende des 18. Jahrhunderts galt der Mann als freundschaftsbezogen, die Frau als sinnlich und gefährlich. Danach wird die Frau empfindungsarm, der Mann triebhaft. Nach heutiger Alltagspsychologie wollen die Männer Sex, Frauen aber Beziehungen - "die exakte Umkehrung der voraufklärerischen Vorstellungen" wie Laqueur (1992: 16) feststellt... Von zentraler Bedeutung für die Entwicklung des Denkens über. Sexualität erweist sich dabei das Konzept eines biologisch fundierten Sexualtriebes, der die sexuellen Wünsche und Verhaltensweisen des Individuums motiviert. Wir finden dieses Konzept gegen Ende des 19. Jahrhunderts bei allen namhaften Sexualwissenschaftlern.

Die Triebthese ist eine Theorie, die aus dem 19 JH. stammt, aber mittlerweile durch neuere Erkenntnisse überholt ist. Du kannst ja gerne mit deinem Denken in veralterten Mythen stecken bleiben, aber dann behaupte nicht, das habe irgendwas mit "gesundem Menschenverstand" zutun.

BJig B9ossmxan


wieauchimmer

Ja, sende mir mal bitte den Link.

wTieauch immer


Mone-Mini

MAN WILL ES. Aber warum? Man will es erst dann, wenn man in einer Beziehung nicht mehr glücklich ist. Was sollte mir sonst ein anderer geben können?

Es gibt verschiedene Gründe.

Notorische Fremdgänger: Es geht oft um Selbstbestätigung. Sie müssen ständig von neuem bestätigt haben, dass sie sexuell begehrt sind und es reicht nicht, dass es der Partner bestätigt. Es stecken Minderwertigkeitskomplexe dahinter, die so kompensiert werden.

Freiheit: Manche müssen sich, um sich frei zu fühlen, sozusagen ihre Freiheit selber beweisen, indem sie sich nie ganz binden, sondern immer wieder ausbrechen. Da steckt eine gewisse Bindungsangst dahinter, Angst vor emotionaler Abhängigkeit.

Es kann auch sein, dass ich in meinem Lebensaltag einfach das Bedürfnis habe, etwas "Verbotenes", etwas "Verrücktes" zu erleben, gerade dann, wenn ich im Grunde nicht wirklich des Leben lebe, wie es mir entspricht. Den ganzen Tag muss ich mich heberrschen und ein vernünftiges, geordnetes, geregeltes Leben leben. Da kann einfach das Bedürnis entstehen, mal etwas Spontanes zu erleben, um sich einfach mal wieder lebendig zu fühlen.

Es kann auch sein, dass die Beziehung zwar noch gut ist, aber einfach die sexuelle Begierde zueinander nachgelassen hat, was man vermisst, eben das "Pickeln". Sex ist in der Beziehung vielleicht zu einer alltäglichen Gewohnheit geworden und ohne Leidenschaft und Aufregung.

Es kann aber auch natürlich ein Zeichen dafür sein, dass man den anderen nicht mehr liebt.

Es kann auch sein, dass man das Gefühl hat, man hat im Leben etwas verpasst und hat das Bedürfnis, Erfahrungen zu sammeln.

Es gibt viele Gründe, aber ob sie verzeihlich sind, ist eben eine andere Frage. Könnte ich mir 100% sicher sein, dass es nur ein einmaliger Ausbruch war und daher nichts mit mir zutun hat, könnte ich es eher verzeihen, als wenn ich den Verdacht hätte, er begehrt oder liebt mich nicht mehr. Ich könnte es auch eher akzeptieren, wenn ich weiß, es geht nicht um mich, sondern nur um die Kompensation von Minderwertigkeitskomplexen.

Da aber viele nicht ehrlich zu sich selbst sind, kann es leicht sein, dass man selber glaubt, es sei nur ein Ausbruch gewesen, aber in Wahrheit liebt man den anderen nicht mehr richtig, sondern es ist nur noch die Gewohnheit. Manchmal kann man Liebe und Gewohnheit schwer voneinander unterscheiden und weil das so schwer ist, ist der anderer, der betrogen wurde, natürlich verunsichert, solange er nicht sicher weiß, dass es keine Bedeutung hatte.

Im Grunde ist es nun Aufgabe desjenigen, der fremd ging, sich über seine eigenen Motive klar zu werden und wenn er sich sicher ist, dass es mit der Liebe zum Partner nichts zutun hat, dem Partner Sicherheit geben, indem er ihm beweist, dass er ihn liebt. Normalerweise sollte man nicht seine Liebe beweisen müssen, aber in so einem Fall ist es wichtig, damit der andere wieder in meine Liebe vertrauen kann. Ich würde mich deshalb auch nicht mit "Ich weiß nicht, wieso ich es getan habe" zufrieden geben.

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