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Betrogen - er kann mir nicht verzeihen

w}ieau+chMimmexr


Iris55

warum muss man das so betrachten?

ist der oder die jeweils eine des anderen

eigentum?

ich meine, man spielt doch auch nicht immer

mit dem gleichen partner tennis, man tanzt nicht

immer nur mit dem gleichen

Man MUSS nicht. Aber: Wenn ich mit einem anderen Tennis spiele und Spaß daran hatte, dann kann ich das meinem Partner ohne weiteres erzählen, ich kann ihm auch zeigen, welch gute Laune ich jetzt habe. Ich kann ihm aber nur schwer erzählen, wie toll der Sex mit einem anderen war und ich fünf Wahnsinns-Orgasmen hintereinnander hatte, während ich mit ihm immer nur einen habe, weil das die meisten Menschen nunmal verletzt und das hat nichts mit Besitzanspruch zutun, sondern Eifersucht ist ein ganz altes evolutionäres Rivalitätsgefühl. Das gibts sogar schon unter Tieren.

Wenn ich aber nicht einmal mehr zu meinem geliebten Partner offen und ehrlich sein kann, sondern ihm etwas vorspielen muss, um ihn nicht zu verletzen, zu wem dann? Wenn ich ihm etwas vorspiele, dann hat er auch nicht die Möglichkeit, mich so zu lieben, wie ich bin, denn ich zeige ihm ja nicht all meine Gefühle ehrlich.

und wir führen eine super und total harmonische

beziehung.

Und zeigst du ihm auch und erzählst ihm mit deiner ganzen Euphorie, wie geil es mit dem anderen war? Erträgt dein Mann diese Wahrheit, oder verbirgst du ihm gegenüber deine Gefühle? Seid ihr ganz offen und ehrlich zueinander, oder habt ihr euch auf ein bestimmtes Maß an Heuchelei geeinigt?

k?orrelxation


hölle auch, ...

wieauchimmer schrieb:

Wenn ich aber nicht einmal mehr zu meinem geliebten Partner offen und ehrlich sein kann, sondern ihm etwas vorspielen muss, um ihn nicht zu verletzen, zu wem dann?

... und wenn ich nicht "ihn" verletze, wen verletze ich denn dann? Vielleicht mich, weil für mich Ehrlichkeit wichtig ist und es mich "verletzt", dass ich diese Offenheit nicht mit meinem Partner teilen kann?

B]ig Bo\ssmaxn


wart ihr schon mal in so einer SItuation? wie ist es augegangen?

ich will ihn nicht verlieren!

Jetzt kannst du jammern. Wenn ER einigermaßen bei Verstand ist schickt er dich in die Wüste.

JLardxon


@korrelation

Ja ja, sich selbst nicht zu den Moralisten zählen *:) , aber den Zeigefinger heben, weil Bananas Mann (nach einer Woche wohlgemerkt) auf diese Weise reagiert, so wie er (im Moment) mit der Situation eben klarkommt (oder nicht). Nicht jeder ist so aufgeklärt und "modern" wie Du oder Iris55. Bananas Mann ist eben kein Vertreter der freien Liebe, deswegen sollte man ihn noch lange nicht als altmodisch verurteilen oder ihn mit der Suche-Frau-für-Haushalt-und-Bett-Fraktion in einen Topf schmeissen. Daß ein Fünftel aller Kinder unehelich sind, beweist lediglich, daß unsere Gesellschaft es mit ihren eigenen Moralvorstellungen nicht allzu genau nimmt, das war aber schon immer so. Moral ist halt immer nur für die Anderen, egal ob es sich um Seitensprünge, Ausbeutung, Steuerhinterziehung oder Waffengeschäfte handelt. Und so ist am Ende jeder ein Moralist, der dem anderen weismachen will, seine Denk- oder Lebensweise ist die bessere oder gesündere. Es gibt eben keinen gemeinsamen Nenner in unserer Gesellschaft, was die moralischen Vorstellungen angeht. Für mich gilt daher wenigstens immer noch die einfache Regel: Behandle den Anderen, wie Du selbst von ihm behandelt werden willst. Und was Du nicht willst, das man Dir tue - das füg auch keinen Andern zu.

Der Vorzug der Ehe gegenüber einer Partnerschaft ist, dass man m. E. sich dazu entschieden hat zusammen zu bleiben, ...

Hm..., also haben nicht verheiratete Partnerschaften, sich nicht genauso entschlossen und den Wunsch, zusammen zu bleiben? Braucht es einen lächerlichen Eintrag beim Standesamt, damit daraus ein "echter" Entschluß wird? Der ist ja dann auch gleich viel wirksamer, wie die hohen Scheidungsraten und die ganzen Ehen, die halb so kurz wie manche bloße Partnerschaft dauern, uns beweisen ;-) Aber das ist off-topic.

BOig EBosBsmxan


Ich kann ihm aber nur schwer erzählen, wie toll der Sex mit einem anderen war und ich fünf Wahnsinns-Orgasmen hintereinnander hatte, während ich mit ihm immer nur einen habe, weil das die meisten Menschen nunmal verletzt und das hat nichts mit Besitzanspruch zutun, sondern Eifersucht ist ein ganz altes evolutionäres Rivalitätsgefühl.

Von dir kann die Benutzerin Grainne noch was lernen.

Nicht jeder ist so aufgeklärt und "modern" wie Du oder Iris55. Bananas Mann ist eben kein Vertreter der freien Liebe, deswegen sollte man ihn noch lange nicht als altmodisch verurteilen oder ihn mit der Suche-Frau-für-Haushalt-und-Bett-Fraktion in einen Topf schmeissen.

Was hat das mit "modern" zu tun? Vergengenwärtige dir mal die Situation bei diesen Fremdgängern. Da ist immer eine zweite Person, Partnerin oder Partner mit beteiligt, die NICHTS ahnt, sich denkt, der andere macht einen Kurs oder ist mit Freunden unterwegs. AHNUNGSLOS und DAS macht es so verwerflich. Das ist, wie wenn man einen Schlafenden erwürgt.

w*ieaucwhimmxer


korrelation

Vielleicht mich, weil für mich Ehrlichkeit wichtig ist und es mich "verletzt", dass ich diese Offenheit nicht mit meinem Partner teilen kann?

Richtig. Entweder ich muss auf den Sex mit anderen verzichten, oder auf die Offenheit, was mir wichtiger ist. Wenn es mir so furchtbar wichtig ist, sexuell frei zu sein und ich mich außerdem bei meinem Partner fallen lassen können will, indem ich ganz offen und ehrlich zu ihm sein kann, ich also beides gleich wichtig finde, dann ist es der falsche Partner, wenn er mit meiner offenen Sexualität nicht leben kann.

(Mir ist es nicht wichtig, denn ein belangloses Sexbenteuer kann man an jeder Straßenecke haben. Daher reizt es mich nicht sonderlich).

Man kann im Leben nie alles haben, muss also Prioritäten setzen. Wer nichts dagegen hat, nicht offen und ehrlich mit seinem Partner zu leben, für den kann das ja auch in Ordnung sein, wenn jeder seine kleinen Geheimnisse hat und dem anderen im Zweifel etwas vorspielt.

Ich möchte allerdings so geliebt werden wie ich bin, was heißt, dass ich auch ganz offen und ehrlich sein muss und ich möchte auch meinen Partner so lieben, wie er ist. Wenn er mir aber nicht einmal klar sagen kann, was ihm an Sex mit anderen so wichtig ist, dann ist das eben ein Problem. Wenn er mir sagt, es sei für ihn nur Spielerei, ich aber merke, dass dies nicht der Fall ist, dann ist es auch ein Problem.

(Mein Ex wollte auch eine offene Beziehung, aber erst nach drei Jahren Beziehung, hat mir immer gesagt, es sei nur ein harmloses Rollenspiel, aber je mehr er sich für andere Frauen interessierte, um so weniger beachtete er mich und als wir dann Schluss hatten, war seine angeblich so "harmlose" Freundin, mit der er nur mal belangslos Sex haben wollte, sofort seine neue Traumfrau. Er hatte also gelogen. Da ich das die ganze Zeit schon spürte, konnte ich es auch nicht akzeptieren.)

w4ieauchximmer


Big Bossman

AHNUNGSLOS und DAS macht es so verwerflich.

Man zwingt den anderen, in einer Lüge zu leben, ohne dass er es selbst entschieden hat (denn man kann ja auch durchaus einig darüber sein, in einer Lüge leben zu wollen)

J0ardoxn


Bin ja auch ganz Deiner Meinung Big Bossmann ;-) Alles was gemacht wird, obwohl man sehr wohl weiß, daß es den eigenen Partner verletzt oder daß er damit nicht klarkommt, ist nicht okay. Genau darum geht es: um den Vertrauensbruch. Was anderes ist allerdings, wenn man weiß, er hat nichts dagegen, oder beide von vorneherein auf dem gleichen Standpunkt stehen, wie bei Iris55. Wenn man allerdings findet, der Partner sollte sich jetzt mal nicht so anstellen, dann zeigt man eigentlich wie wenig man dessen ganz individuelle Persönlichkeit respektiert und achtet. Dann ist es doch besser, sich gleich jemand zu suchen, der genauso denkt, wie man selbst. Wenn ich mich aber unbedingt mit einem Menschen zusammentun will, dessen Innenleben anders funktioniert als meines, dann muß ich auch reif genug dazu sein, mich darauf einstellen zu können und Abstriche zu machen.

J ardxon


@wieauchimmer

Man zwingt den anderen, in einer Lüge zu leben, ohne dass er es selbst entschieden hat.

Besser kann man es gar nicht mehr ausdrücken, genau das ist es.

B6ig Bo#ssmaxn


wieauchimmer

Man zwingt den anderen, in einer Lüge zu leben, ohne dass er es selbst entschieden hat

Richtig. Mehr noch: Man nimmt dem anderen ein Stück seiner Entscheidungsfreiheit.

denn man kann ja auch durchaus einig darüber sein, in einer Lüge leben zu wollen

Das wird nur selten der Fall sein. Es erfordert eine völlig unkonventionelle Vorstellung von Liebe und Partnerschaft. Da müssen sich schon zwei finden. ;-)

Jordon:

Wenn man allerdings findet, der Partner sollte sich jetzt mal nicht so anstellen, dann zeigt man eigentlich wie wenig man dessen ganz individuelle Persönlichkeit respektiert und achtet.

Genau so ist es. Sehr gut zum Ausdruck gebracht!

Bvig 4Bossmaxn


wieauchimmer

Man zwingt den anderen, in einer Lüge zu leben, ohne dass er es selbst entschieden hat

Richtig. Mehr noch: Man nimmt dem anderen ein Stück seiner Entscheidungsfreiheit.

denn man kann ja auch durchaus einig darüber sein, in einer Lüge leben zu wollen

Das wird nur selten der Fall sein. Es erfordert eine völlig unkonventionelle Vorstellung von Liebe und Partnerschaft. Da müssen sich schon zwei finden. ;-)

Jardon:

Wenn man allerdings findet, der Partner sollte sich jetzt mal nicht so anstellen, dann zeigt man eigentlich wie wenig man dessen ganz individuelle Persönlichkeit respektiert und achtet.

Genau so ist es. Sehr gut zum Ausdruck gebracht!

k0orre)lat3ion


@ jardon

jordan schrieb:

Und was Du nicht willst, das man Dir tue - das füg auch keinen Andern zu

heyhey, ... wir teilen den gleichen Leitspruch. Danach zu handeln, hat mein Leben wirklich einfacher gemacht.

jordan schrieb:

Ja ja, sich selbst nicht zu den Moralisten zählen , aber den Zeigefinger heben, weil Bananas Mann (nach einer Woche wohlgemerkt) auf diese Weise reagiert ...

´tschuldige, vielleicht habe ich auch überreagiert. Ich kenne allerdings aus einem anderen Hintergrund den von mir verstandenen "Psychoterrorismus" (wie konntest Du mich so hintergehen .... die Grundlagen unserer Beziehung zerstören ... meine Gefühle mit Füßen treten). Ich bin mir sehr sicher, dass nichts von diesen möglichen Vorwürfen in der Situation des Seitensprunges zutrifft.

Haben wir in einer Beziehung nicht ein Recht auf ein "ich". Ist Liebe nicht ein, " ich liebe Dich, weil Du so bist wie Du bist".

banana schrieb:

..., wenn er alles über mich wüsste.

Sollte das nicht ganz normal sein.

jordan schrieb:

Es gibt eben keinen gemeinsamen Nenner in unserer Gesellschaft, was die moralischen Vorstellungen angeht.

Doch es gibt einen, aber wie Du schon geschrieben hast, ist es ein verlogener.

jordan schrieb:

Nicht jeder ist so aufgeklärt und "modern" wie Du oder Iris55.

Stimmt und wir sind für den Stand unserer Gesellschaft sehr progressiv. Ob es "modern" ist wird die Zukunft zeigen.

jordan schrieb:

Hm..., also haben nicht verheiratete Partnerschaften, sich nicht genauso entschlossen und den Wunsch, zusammen zu bleiben? Braucht es einen lächerlichen Eintrag beim Standesamt, damit daraus ein "echter" Entschluß wird?

Ich denke tatsächlich, dass es so ist. Ich habe bis vor einem Jahr auch geglaubt, der Trauschein hätte keine Bedeutsamkeit. Ich glaube jetzt es liegt am "Ritual". M. E. hat es einen psychologischen Hintergrund. Das Ereignis wird emotional besetzt und gewinnt dadurch an Bedeutsamkeit.

Auch dieses wurde mir durch meine letzte Beziehung vor Augen geführt. Sie wollte NICHT aus Verständnis geheiratet werden.

jordan schrieb:

die hohen Scheidungsraten und die ganzen Ehen, die halb so kurz wie manche bloße Partnerschaft dauern, uns beweisen

Ich glaube, es liegt am fehlenden Bewusstsein, .... aber ist off-topic

k*orrelBation


@ big bossmaN

grunz

Vergengenwärtige dir mal die Situation bei diesen Fremdgängern.

Sollten wir uns jetzt nicht angegriffen fühlen @Iris55?

Ich denke, dass Handeln von Iris hat nichts mit Fremdgehen zu tun, da Sie es offen mit Ihrem Partner abgesprochen hat.

Wie bist Du denn auf deinen alias gekommen?

wKieau`chimmeRr


Jardon

Was anderes ist allerdings, wenn man weiß, er hat nichts dagegen, oder beide von vorneherein auf dem gleichen Standpunkt stehen, wie bei Iris55.

Erstens: Da Eifersucht ein ganz normales menschliches Gefühl ist, auch wenn es ein schlechtes, oder meinetwegen "niederes" Gefühl ist, kann wohl niemand leugnen, dass die meisten davon betroffen sind. Die Toleranzgrenze ist vielleicht verschieden. Mein Ex meinte auch, er sei nicht eifersüchtig, als ich mit seinem Wissen fremdging und ihm danach in allen Details und mit allen Emotionen offen und ehrlich anfing zu erzählen, wie es war (und dabei wußte er genau, denn da war ich auch ehrlich, dass dieser andere man für mich keinesfalls ein Mann zum Verlieben gewesen wäre, sagte er irgendwann "Hör auf!". Da war also seine Grenze erreicht und ich konnte nicht weiter ehrlich sein, sondern musste schweigen.

Damit will ich sagen: Man muss sich für das Gefühl von Eifersucht auch nicht schämen und ich möchte auch von niemandem für dieses normale Gefühl vorgeworfen bekommen, ich sei besitzergreifend. Das heißt nämlich, dass er MEINE Gefühle nicht akzeptiert, während ich seine Gefühle, die Lust auf Sex mit anderen Frauen, aber akzeptieren soll. Wie du auch schreibst:

Wenn man allerdings findet, der Partner sollte sich jetzt mal nicht so anstellen, dann zeigt man eigentlich wie wenig man dessen ganz individuelle Persönlichkeit respektiert und achtet. Dann ist es doch besser, sich gleich jemand zu suchen, der genauso denkt, wie man selbst.

Zweitens: Wie sieht es mit Iris Mann aus? Hat er auch Sex mit anderen Frauen und ihr macht es nichts aus, oder muss nur er es ertragen?

wei|eaucohixmmer


Big Bossman

Mehr noch: Man nimmt dem anderen ein Stück seiner Entscheidungsfreiheit

Mehr noch: Man entmündigt ihn und nimmt ihm die Selbstbestimmung, denn er hat nicht selbst bestimmt, in so einer Beziehung zu leben, wo man sich etwas vorspielt.

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