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Beziehungsunerfahren (25J) -Ein Makel?

d+isappgoinqtekd by xlife


@Kleio: Besser spät als nie....

tut mir wirklich leid, daß die Antwort so lange auf sich warten liess, aber ich musste über vieles erst nachdenken, was ich bei anderen Posting nicht brauchte, zumindest nicht so intensiv. Ich hoffe du siehst es mir nach.

Wenn es das eigene Bedürfnis ist, eine Beziehung zu führen und man diese Beziehung auch definieren kann, weil man seine eigenen Bedürfnisse bezüglich einer Beziehung kennt, ist es wenig tröstlich, auch wenn man zur Erkenntnis kommt, dass es nicht an einem selbst liegt, weil es an den Umständen nichts ändert.

Das empfinde ich nicht so, denn dann weicht ein gewisser Druck, denn keiner WILL Schuld sein......auch wenn Schuld auf emotionaler Ebene vielleicht das falsche Wort ist. Die Umstände ändert es definitiv nicht, aber seine eigene subjektiv Ansicht der Situation, der Blickwinkel auf seine eigene Realität (siehe --> Konstruktivismus)

Viele Menschen gehen aber auch da irgendwelchen Normen nach, als sich mit der Realität zu konfrontieren. Nicht selten kommt es ja vor, dass Menschen einfach versuchen ihre Partner zu "formen", weil sie versuchen, diese in ihre "Erwartungsschachtel" hineinzuzwängen. Auch das ist nicht sehr befriedigend, denn die wenigsten Menschen lassen sich bevormunden.

Da hast du recht. Erwachsene Menschen kann man nicht mehr "formen". man kann sie nur noch beeinflussen und die Richtung geringfügig ändern, der Rest liegt an Ihnen selbst ob Sie tatsächlich in die "Erwartungsschachtel" passen WOLLEN. Wenn sich das nicht wollen ist die Auseinandersetzung und der Konflikt vorprogrammiert.

Erwarten kann ich von einem Menschen erst dann etwas, wenn ich weiß wie er ist oder er mir etwas zusagt. Vorher sind es falsche Erwartungen, die unweigerlich zum Konflikt führen müssen. Ich finde, dass einfach zu wenig Auseinandersetzung erfolgt. Eine der schönsten Definitionen von Liebe ist: "Liebe ist die höchste Form von Aufmerksamkeit." Die meisten Menschen widmen aber die höchste Aufmerksamkeit sich selber und das, was andere machen.

Erwartungen basieren auf Erfahrungen.....nur wenn man diese hat, egal woher kann man etwas erwarten. Das mit der Aufmerksamkeit ist wirklich sehr wichtig und ich bin gerade daran es ansatzweise zu verstehen und umzusetzen......auch im Zusammenhang mit anderen (zwischenmenschlichen) Beziehungen. Wenn man davon dann die höchste Form einem Menschen entgegenbringt, kann es durchaus als Liebe definiert werden.

Aber auch da entscheiden die Bedürfnisse. Sehnt man sich nach Nähe – egal mit wem, oder sehnt man sich nach einer ganz bestimmten Art von Nähe.

DAS ist der Unterschied......ob man Sehnsucht hat oder nicht. Diese Art der Nähe die man zu einer bestimmten zeit nur von einer Person bekommt, oder besser ausgedrückt nur von dieser einen Person möchte und darauf reagiert.

Ich weiß nicht, wodurch sich Deine Sehnsucht bemerkbar macht, denn für mich ist Sehnsucht auch ein Gedanke und kein Gefühl, wenn ich niemanden zum "Anfassen" habe.

Jetzt wird es wirklich philosophisch: Sehnsuch definieren.....nur für mich. ??? Es ist der Gedanke, das Gefühl, die Situation, der Moment, in die ich all das projeziere was ich über alle Maßen gern hätte und nicht bekomme. Ob es wirklich ein Gefühl oder ein Gedanke allein ist vermag ich nicht zu sagen. Dafür muss ich wohl erst noch sensibler werden und besser in mich hineinhören.

Wenn ich jemanden sehe und ich ihn attraktiv finde, seine Ansichten kenne, mich in ihn verliebe, dann ist ein konkreter Mensch da – also ein Objekt der Begierde. Das ganze ist dann "lebendig". Er reagiert auf mich oder eben nicht und dann hängt es davon ab, wie.

Ja, genau das meine ich. Bei mir ist es momentan EINE Person. Ob und wenn dann, wann es eine andere sein wird kann ich jetzt nicht sagen. Vielleicht löst nie wieder ein Mensch in mir diese Sehnsucht aus, vielleicht schon morgen. Wenn man aber erstmal weiß wie es ist, wie es mit dieser bestimmten Person sein könnte, dann entwickelt sich dieses Gefühl weil man etwas vermisst , was man evtl für eine kurze Zeit hatte.

Liebe ist ja auch ein Begriff für viele Einzelheiten, die zusammenkommen und das jeder anders definiert und nicht nur die Zuneigung zu einem Menschen beschreibt. Viele Menschen lieben z. B. einen anderen nur dann, wenn dieser ihre Liebe auch erwidert. Beziehung ist ja ebenfalls ein Wort, das eine Menge binhaltet. Auch da gibt es sogar gesellschaftlich mehrere Definitionen von Beziehung und real noch mehr.

Das Leben und sie Ansichten aller Menschen die sich mit diesem Aspekt befassen sind individuell. Darüber kann man ja eigendlich nur froh sein. Aber ich weiß nicht ob ich nur lieben könnte wenn ich auch geliebt werde. Ich denke die Person auf die sich diese Sehnsucht bezieht, liebt mich auch......aber leider nicht so sehr daß sie sich aus ihrer langjährigen Partnerschaft trennen würde. Ich denke das Lieben weil man geliebt wird, ein Schlüsselreiz, ein Auslöser ist, den Anreiz sich auf einen Menschen voll und ganz einzulassen massiv verstärkt. Wenn ich aber einmal liebe, so denke ich zumindest, tut es meiner Liebe keinen Abbruch wenn die Liebe nicht erwidert wird. Ich wäre betrübt und traurig, aber lieben würde ich immer noch. Mir geht es momentan so nur in ganzen feinen Abstufungen. Ich werde ein wenig "zurückgeliebt" aber das ist mir nicht genug. Wenn ich es ändern könnte würde ich es....auch auf die Gefahr hin zu bemerken daß diese Person nicht meine "Erwartungsschachtel" passen WILL. Diesen Punkt müsste man in dem Moment dann abstrahieren und meine Entscheidungen und Gefühle neu ordnen. Die Liebe wird vom emotionalen Schmerz des "nicht-genug-zurück-geliebtwerdens" überschattet. Dabei fällt es auf Dauer schwer ausgeglichen zu bleiben, weil man zwar liebt aber weiß daß es man nie "die höchste Form der Aufmerksamkeit" geschenkt bekommt. Trotzdem liebe ich.

drisappozinted by4 lixfe


Fortsetzung

Ich finde, dass gerade auf emotionaler Ebene viel projiziert wird. Durch die Bedürfnisse ergeben sich automatisch Kriterien für eine Beziehung. Gefühle und Beziehung funktionieren oft nicht, obwohl ich der Meinung bin, dass Liebe nichts anders heißt, als den anderen so anzunehmen, wie er ist. Wenn das der Fall ist, dann finden sich auch Lösungen für die Beziehung, aber oft arten Beziehungen in Konkurrenzkämpfe aus und trotzdem nennen es die Beteiligten Liebe, darum finde ich die Definition schon wichtig. Heutzutage wollen viele Menschen einen Partner, der hauptsächlich ihre eigene Weltanschauung hat, ihre Hobbys teilt, etc. etc. Eigentlich suchen sie sich selber. Ist für mich auch widersinnig - da reicht doch ein Spiegel.

Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen......Lieben heisst annehmen und akzeptieren.

Auch da finde ich, dass die Formulierung, wie Du sie geschrieben hast, schon viel aussagt, findest Du nicht? Der Zustand, dass man verliebt ist – der ergibt sich in dem Augenblick, indem man jemandem begegnet, der einem gefällt, der einem sympathisch ist, an dem man Dinge entdeckt, die man an ihn liebenswert findet, und sich dieses Gefühl der Verliebtheit immer und immer wiederholt.

Genau da liegt ja "mein Problem". Es kommt eben nicht einfach zu diesem "Zustand". Es ergibt sich nichts. Bisher war das nur einmal so in 26 Jahren und dieser Umstand hält mich jetzt gefangen. Schlimm ist die Angst nicht zu wissen, ob man sich daraus nicht mehr lösen kann bzw. weitere 10-12 jahre zu warten daß so etwas passiert. Da hängt schliesslich jede Menge emotionales dran. Und ich habe keine Lust 10 Jahre lang in einem Zustand zu verharren, von dem ich mir nichts mehr versprechen kann. Wenn sich verlieben mal 10 Jahre hinzieht wie lange braucht man üm sich davon wieder zu befreien ? Was bringt mir "hinterherlieben" für mich selbst ? Weil ich sie eben liebe, sie akzeptieren möchte was und wie sie ist, wie sie fühlt, versuche ich nicht mich in sie hineinzuprojezieren und lasse Ihr irhe Entscheidungen. ICh kann nur sagen, es fällt mir extrem schwer.

Damit wäre ja der Zustand, dass man liebt erreicht. Das reicht aber nicht, weil man auch spüren will, dass man widergeliebt wird. Damit wird es aber ein Zustand von zwei Menschen und sicher kann man sich das wünschen, aber man hat keinen Einfluss auf die Gefühle eines anderen.

Man hat sehr wohl Einfluss. man kann sich interessant, nett , höflich oder auch arrogant und zickig verhalten. So beinflusst man die Gefühle und Rektion des anderen. Das ist aber alles indirekt. Direkt kann man es nicht und solte man nicht können sonst wär das Zwischenmenschliche nur noch reine Technik-Sache wie C# Programmieren oder Mischpult bedienen. Auch schauderhaft.

Vor allem wird in dieser Gesellschaft von Liebe dann gesprochen, wenn ein Mensch gemeint ist. Viele Menschen sagen, dass sie das Gefühl von Liebe und Leidenschaft nur einem Partner entgegenbringen. Die Liebe zu Freunde, Eltern, Interessen, Tiere, Natur, etc. etc. wird schon abgestuft und auch abgewertet. Auch da findet eine Typisierung statt und eine abstrakte Bewertung, dass nur die Liebe zu einem Partner das "höchste" ist. Das wäre aber dann wieder ein Vergleichen. Makel heißt ja nichts anderes als Fehler und das wiederum setzt voraus, dass man eine Vorgabe hat. Es ist einfach paradox (nicht wertend) einem Menschen sein Wesen in einer abstrakten Wertung als Fehlerhaft anzukreiden. Aber das wird gemacht und viele Menschen leiden dann darunter. Wie denkst Du darüber?

Ich finde "abgewertet" sollte man relativieren. Ich kann ein Tier genauso lieben wie einen Menschen und das kommt in der Gesellschaft öfter vor als es zugegeben wird. Aber die Gesellschaft setzt nun mal Vorgabenund misst daran.........auch auf emotionaler Basis, so irrational (schon irrational das wort irrational bei emotionalen Themen zu benutzen) es auch ist. Aber wie sollte man es sonst beschreiben ?

Wenn es keine Wertung, kein Vergleich für für emotionale Gebiete der menschlichen Psyche geben sollte, wär das Forum zu 2/3 kleiner. Wie stark sich jeder davon abhängig macht, ist jedem selbst überlassen. Wer sich vergleichen lässt und daher leidet, lässt sich zu sehr von der Gesellschaft konditionieren. Ich zähle mich auch dazu obwohl ich es eigendlich nicht möchte. Also stellen wir die Frage anders:

"Was denkt ihr über eine Person die mit 25 Jahren beziehungsunerfahren ist?"

Völlig wertfrei,da schwingt keine "Bewertung der Wertung" mit, obwohl die Antworten auf diese Frage, vom Fragesteller dann wiederum bewertet werden um sich selbst einzustufen. Es wird gewertet, alles andere hieße sich nicht ber das Thema austauschen zu können.

*:)

liebe Grüße

D5a BrPezxl


@disappointed by life:

Mal ne andere Frage: Wieso hast du dich hier so genannt? Wegen dem hier besprochenen Thema? In diesem Forum mag das ja egal sein, aber allgemein macht dieser Name nicht gerade einen selbstbewussten Eindruck. Ich bin fast 23 und hatte auch noch keine Beziehung, aber eins hab' ich früh gemerkt: Mit Selbstmitleid wirds erst recht nix.

Allerdings kenn ich dich ja nicht persönlich, vielleicht bist du ja sonst ganz anders, aber bei deinem Forumsnamen ist mir eben zuerst obiges eingefallen. Trotzdem viel Glück weiterhin (ein Bisschen Glück gehört nämlich überall dazu),

-Brezl

ucnbreDakabxle


richtig! Mann kann eigentlich nicht vom Leben selbst enttauscht sein, sondern von den eigenen Erwartungen die man an sich und die Mitmenschen stellt.

Das Leben kann nichts dafuer, dass man enttauscht ist.

Meine Meinung

d\is(appowintedX by lifxe


@DaBrezl

Mal ne andere Frage: Wieso hast du dich hier so genannt? Wegen dem hier besprochenen Thema? In diesem Forum mag das ja egal sein, aber allgemein macht dieser Name nicht gerade einen selbstbewussten Eindruck. Ich bin fast 23 und hatte auch noch keine Beziehung, aber eins hab' ich früh gemerkt: Mit Selbstmitleid wirds erst recht nix.

Jeder braucht in seinem Leben mal eine Zeit in der er, nicht nach aussen hundert Prozent zeigt. Ich hasse es mitlerweile so dermassen , wenn sich Leute sich scheisse fühlen, aber nach aussen hin immer den spontanen, unbeschwerten und fröhlichen machen. Das ist selbstverleugnung und bringt noch weniger. Ich bin selbstbewusst.....mit Sicherheit, aber da seteckt eben das Wort "bewusst" drin. Und momentan weiß ich über mich selbst, daß ich mich nicht so wohl fühle wie ich es gern hätte. Wenn nur dieses eine Thema mich zu diesem Nickname bewogen hätte, würde mit mir selbst schon eine Menge im argen liegen. Es läuft irgendwie manchmal verdammt anders als man es sich wünscht. Vor allem, wenn du deinmal die Scheisse am Fuß hast tritts du direkt in die nächste.

Allerdings kenn ich dich ja nicht persönlich, vielleicht bist du ja sonst ganz anders, aber bei deinem Forumsnamen ist mir eben zuerst obiges eingefallen. Trotzdem viel Glück weiterhin (ein Bisschen Glück gehört nämlich überall dazu),

Ich war anders glaub mir..........ziehmlich anders sogar, eben weil ich anders dachte und andere Vortsellungen von meinem Leben hatte. Sehr lange Zeit, war ich wohl einer der positiv denkensten Menschen auf dieser Welt, aber es ändern sich halt ein Paar Dinge im Laufe der Zeit. Man entwicklet sich. Positiv oder negativ für sich selbst, muss jeder für sich entscheiden. Dir wünsch ich daß du IMMER an dein Motto glaubst.....sonst kommst du auch irgendwann an einen Punkt wo der Optimismus schwindet.

Ich schick dir noch ne PN

@unbreakable

richtig! Mann kann eigentlich nicht vom Leben selbst enttauscht sein, sondern von den eigenen Erwartungen die man an sich und die Mitmenschen stellt.

Das Leben kann nichts dafuer, dass man enttauscht ist.

Meine Meinung

du hast vollkommen recht. Erwartungen hat man aufgrund von vorrangegangenen Erfahrungen. Ich muss sagen ich hatte bisher vielleicht einfach zviel Glück im Leben, habe zuviel positive Erlebnisse gehabt, oder normale Dinge zu positiv bewertet oder das Glück in schlechten Situation zu stark betrachtet, aber so war ich halt. Wenn man 3-4 mal dem Tod von der Schippe gesprungen ist, seine Lehre sagen wir mal sehr vernünftig hinbekommen hat, nie wirkliche Familienproblem hatte und einen vernünftigen Freundeskreis hat(te) dann hat man vielleicht wirklich zu hohe Erwartungen an die Zukunft und vielleicht ein verzerrtes Bild seiner eingenen Realität. Ich werde meinen Nickname ändern überdenken, aber ganz verkehrt ist er sicher nicht.

Ich wünsch euch angemessene Erwartungen an euch und eure Umwelt/Umfeld *:) Machts besser

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