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Zusammenziehen

SyMxB hat die Diskussion gestartet


Hi,

ich kenne meinen Freund seit 4 Jahren, seit 8 Monaten sind wir fest zusammen. Er ist ein sehr ehrlicher Mensch, der sagt was er denkt und seine Worte auch nicht weichspült, um evtl. negative Konsequenzen zu vermeiden (eine Eigenschaft, die ich gut finde, da ich immer weiss woran ich bin). Er gehört auch zu den Männern, die eher Schwierigkeiten haben, Gefühle auszudrücken und ihre Liebe mehr durch Taten beweisen.

Wir wohnen ca. 10 Minuten Fussweg auseinander, sind aber so gut wie immer bei ihm. Ich komme jeden Tag nach der Arbeit zu ihm, wir kochen zusammen, kaufen ein, putzen die Wohnung etc, alles was man halt macht wenn man zusammen wohnt.

Langsam werden wir immer öfter in der Familie und Bekanntenkreis darauf angesprochen, wann wir zusammenziehen - hier kommt das Problem: ich hätte nichts dagegen, hab mich aber immer gehütet, das Thema anzusprechen, da ich aus verschiedenen Äusserungen und Verhaltensweisen von ihm merke, dass er strikt dagegen ist. Ich weiss, dass er mit seinen Exfreundinnen immer irgendwann zusammenwohnte und dass dies nicht so harmonisch ablief, aber er kann sie doch nicht mit mir vergleichen (er sagt immer wie gut es ihm bei mir geht). Er ist auch ein sehr freiheitsliebender Mensch, vielleicht hat er Angst, eingeschränkt zu werden.

Wir haben aber die Vereinbarung, einmal die Woche einen freien Tag zu machen, wo er seine Kumpels trifft; ich hab auch noch nie was gesagt, wenn er mal für ein paar Stunden im Keller bastelt, Freunde besucht, einen mit den Jungs draufmacht etc., soviel Freiheit muss man sich lassen (gleiches Recht gilt natürlich auch für mich und wird ebenso ausgenutzt). Es geht letztendlich von uns beiden aus, wie oft wir uns sehen und ich glaub nicht, dass wir uns gegenseitig einschränken.

Freunde von mir meinten jetzt, er kann es nicht ernst meinen mit mir, in einer festen Beziehung zieht man auch zusammen, besonders wenn man sich eh schon so harmonisch arrangiert hat wie wir beide, wir wohnen ja fast schon zusammen. Andererseits ist eine eigene Wohnung doch wieder ein Hintertürchen...

Ich glaub jetzt nicht dass er es nicht ernst meint, letzte Woche hat er sogar seine Küche total umgebaut und renoviert und einen neuen Ceranherd eingebaut - für mich wie er sagte. Es ist zwar seine Küche, aber da er absolut nicht kochen kann und ihm seine alte total gereicht hätte kann man schon sagen, irgendwie für mich. Ausserdem hat er mir im Wohnzimmer eine Büroecke eingerichtet und wir wollen uns zusammen einen Internetanschluss teilen.

Also einerseits voll das Zusammenleben, andererseits aber von seiner Seite aus Angst vor dem endgültigen Schritt. Wie seht ihr das, gehört zusammenziehen zu ner festen Beziehung, die mit getrennten Wohnungen nicht auf Dauer halten kann? Und wie kann ich ihm die Angst nehmen, würde schon gerne irgendwann mal richtig bei ihm wohnen.

Dankeschön schon mal...

Antworten
D}ark\Angxel25


Also, ich bin der Meinung, das getrennte Wohnungen nichts mit der Qualität der Liebe zu tun hat. Mein Freund und ich haben auch sehr lange in getrennten Heimen verbracht und unsere Beziehung lief bestens. Freundinnen, die schnell Heim und Herd mit ihren Partner teilten, trennten sich häufig sehr schnell. Das muss nicht so sein, ist mir klar. Aber wenn jeden seinen Freiraum hat und liebt, warum Zwanghaft ein "abolutes Miteinander" herbei führen ???

Und acht Monate Beziehung ist ja auch keine Ewigkeit. Wer weiß, ob ein Zusammenziehen nicht "zuviel Alltag ohne Rückzugsmöglichkeit wäre".

Alles in allem bin ich der Meinung, dass Zusammenziehen oder nicht, nicht in Verbindung zur der Qualität der Liebe steht.

Ich hoffe, ich konnte Dir etwas helfen!

S-ydnMexy


@SMB

Wie seht ihr das, gehört zusammenziehen zu ner festen Beziehung?

Meiner Meinung nach nicht, dh. ich würde die "Glaubhaftigkeit" der Liebe meines Partners nicht davon abhängig machen, ob er nun mit mir zusammen ziehen will oder nicht. Aber es gibt sicher viele, die das ganz anders sehen ... ;-)

LGautsoprechxer


Wie seht ihr das, gehört zusammenziehen zu ner festen Beziehung?

Eindeutig JA!

M>o?nikax65


Wenn er dieses HIntertürchen braucht, warum nicht, vermutlich kann er sich so einfach leichter richtig einlassen. Es hat einzig und allein finanzielle Nachteile, ansonsten würde ich ohnehin dafür plädieren, nicht ganz zusammen zu ziehen.

Nwickxi12


meiner Meinung nach gehört es nicht zwangsläufig dazu, schon gar nicht nach erst 8 Monaten Beziehung. Das ist wirklich noch nicht sehr lange. Ich würde mich da nicht von anderen unter Druck setzen lassen, das ist allein Eure Sache. Und Dein Freund gibt Dir auch - soweit ich das sehe - keinen Grund, an seiner Zuneigung zu zweifeln. Ihr könnt ja mal in einer ruhigen Minute über Eure Vorstellungen sprechen. Dann weißt Du auch, woran Du bist. Sollte er sich wirklich negativ zu dem Thema äußern, brauchst Du es aber keinesfalls auf Dich zu beziehen.

S*abexl


@ SMB

Ich würde die Liebe deines Partners nicht in Frage stellen, nur weil er noch nicht zusammen ziehen will. Ihr geniesst doch die Zeit, die ihr zusammen verbringt, oder? Zur Zeit ist es doch so, das ihr zusammen seit weil ihr das wollt und nicht weil ihr müsst.

K;leixo


SMB

Also einerseits voll das Zusammenleben, andererseits aber von seiner Seite aus Angst vor dem endgültigen Schritt. Wie seht ihr das, gehört zusammenziehen zu ner festen Beziehung, die mit getrennten Wohnungen nicht auf Dauer halten kann?

Für mich gehört das Zusammenziehen nicht unbedingt zu einer festen Beziehung - kann sein, muss aber nicht sein. Es hängt davon ab, ob ähnliche Bedürfnisse bezüglich des Alltags vorhanden sind und ob sich die Bedürfnisse vereinen lassen - wenn nicht, dann ziehe ich nicht mit jemandem zusammen. Das besagt nichts, wie tief meine Zuneigung zu jemandem ist. Ihr wohnt aber eigentlich schon zusammen und verbringt auch bis auf einen Abend alle Abende miteinander. Das ist etwas, was ich mir nicht vorstellen könnte. Ihr fühlt Euch aber gut so. Die zweite Wohnung wird eigentlich nicht wirklich genutzt, es sei denn, Du hast es nicht erwähnt. Ich habe keine Ahnung, wie ihr es mit den Kosten arrangiert habt, aber es hört sich so an, als würdet ihr schon zusammen wohnen.

Und wie kann ich ihm die Angst nehmen, würde schon gerne irgendwann mal richtig bei ihm wohnen.

Ich würde ihn einmal fragen, was es für ihn bedeutet zusammenzuwohnen. Du schreibst, Du glaubst, dass es für ihn ein "endgültiger" Schritt wäre. Das wäre doch interessant herauszufinden, ob es so ist. Endgültig ist er nämlich nicht wirklich, denn wenn es nicht klappt, dann sucht man sich eine Wohnung und zieht aus. Du wiederum willst aber gerne irgendwann mit ihm zusammenwohnen. Warum? Was hieße es für Dich, wenn ihr eine gemeinsame Wohnung hättet? Welche Bedenken er hat, kannst Du nur von ihm erfahren.

SkMxB


Hallo,

ihr habt recht, 8 Monate ist noch nicht lange. Generell ist eine gemeinsame Wohnung ein Schritt den man sich gut überlegen muss, schliesslich prallen immer irgendwo "zwei Welten" aufeinander. Da wir uns aber so oft sehen kann ich eigentlich schon sagen, dass es funktionieren würde, wir haben in vielen Dingen die gleiche Einstellung und den gleichen Tagesrythmus.

@ Kleio

Ich les mir deine Beiträge immer gerne durch, du hast eine Lebenseinstellung mit der ich mehr oft identifizieren kann. Meine Wohnung ist fast ungenutzt (bis auf meine Mädels, die gerne mal nach dem Ausgehen dort übernachten um nicht mehr fahren zu müssen, wohne zentral). Generell sind finanzielle Aspekte ein schlechter Grund, um zusammenzuziehen, aber ich zahl halt Miete ohne sie noch gross zu nutzen. Einkaufen gehe ich, die Rechnung wird geteilt und wenn wir essen gehen raufen wirs freundschaftlich aus wer zahlt. Seine Wohnung zahlt er allein. Wir wollen beide nicht auf Heller und Pfennig abrechnen, ist uns zu blöd.

Hm, wenn ich ganz ehrlich bin ist ein grosser "Beweggrund" für mich, dass ich mich "seiner sicherer" fühlen würde, wenn wir zusammenwohnen. Das begründet sich wohl aus unserer Vergangenheit: Ich lernte ihn vor vier Jahren kennen und verliebte mich so, dass ich trotzdem er eine Freundin damals hatte eine Affaire mit ihm anfing. Er machte mir nichts vor, sagte von Anfang an Affaire ja, Beziehung nein. Ich spielte mit, tat mir nichts gutes damit und beendete nach einem halben Jahr das Ganze mit Tränen.

Tja, und letztes Jahr trafen wir uns zufällig wieder, freundeten uns an uns sahen uns ab und zu. Er hat sich verändert, ich auch sehr und nach und nach ergab es sich. Aber die Vergangenheit kann ich doch nicht vergessen. Er sagt er liebt mich und ist so froh dass er mich hat - ich glaub es ihm aber irgendwie kann man doch nicht aus seiner Haut raus.

Wenn er betrunken ist, spricht er von Liebe, heiraten und Häuschen im Grünen - ich weiss nicht was ich davon halten soll, eigentlich heisst es ja in vino veritas aber im Normalzustand macht er eben eine 180 Grad Wende.

Na ja, aber was ist schon sicher, man kann 20 Jahre verheiratet sein und es ist Knall auf Fall vorbei. Ich fühl mich halt wohl bei ihm und hoffe, dass unsere Beziehung längerfristig so harmonisch bleibt.

-0di]amondx21-


Ich kann dich verstehen, für mich gehört Zusammen wohnen schon irgendwann in eine Beziehung dazu....

Da ihr aber erst 8 Monate zusammen seid und trotz der "kurzen" Zeit eh schon so gut wie zusammen wohnt, würd ich mir noch nicht so viele Gedanken machen. Wenn ihr das, sagen wir mal, noch ein Jahr so weitermacht und euch dann immer noch so gut versteht, vielleicht wird dann seine Angst vor einem "entgültigen" Schritt kleiner?

Ich bin mit meinem Freund 1,5 Jahre zusammen, allerdings wohnen wir beide noch bei den Eltern, aber nur ca. 300m entfernt. Doch er ist jemand, der seinen Freiraum braucht (ok, ich auch, aber nicht so stark) und wir hatten es letztens auch mal davon. Auf der einen Seite redet er auch als von "Zusammen alt werden", auf der anderen Seite meinte er, er hätte Angst vor dem Zusammenziehen. Bei vielen würde es doch nicht funktionieren etc., man streitet sich, die Beziehung wird zu "alltäglich", er hätte Angst, zu viel von seinem Freiraum zu verlieren etc. etc. Naja, wir hatten ein langes Gespräch darüber, wo sich auch herauskristallisierte, dass er vor diesen Dingen einfach Angst hat. Naja, aber bei uns geht das momentan eh nicht (ich Studentin, er nach Ausbildung bald Student), und wer weiß, wie seine Meinung in 4-5 Jahren aussieht (noch soooo lange :-/) Vielleicht geht es deinem Freund trotz allem ähnlich.

Wie gesagt, ich würde jetzt einfach mal abwarten, wie sich eure Beziehung weiter entwickelt....

Liebe Grüße,

diamond

-|diamonhd2?1x-


Ach ja, und zu "Wie kan ich ihm die Angst nehmen"....

Also ich habe meinem Freund erklärt, dass es doch aber auch total schön sein kann, richtig zusammen zu wohnen, zusammen ins Bett zu gehen, zusammen aufzuwachen...fand er auch.

Ich meinte dann, wenn man doch schon vorher eine harmonische Beziehung hatte, warum soll sich das alles sooo derart verschlechtern, wenn man Zusammen wohnt? Wenn jeder seinen Rückzugsraum hat und gewisse Dinge festgelegt sind (das es z.B. kein Problem ist, das man auch, wenn man zusammen wohnt, mal getrennt weggeht etc. - das macht ihr ja aber schon!), dass das doch alles zu regeln ist...Er hat zumindest verstanden, was ich meinte ;-)

Aber wie gesagt...ich denk, ihr macht das schon richtig, wart einfach noch ein wenig und genieß die Zeit mit ihm :-)

KWlexio


SMB

Du meinst ja nun Sicherheit, was die Beziehung betrifft. Selbstverständlich kann auch der finanzielle Aspekt mit ein Grund sein, warum man zusammenzieht. Auf der anderen Seite hast Du immer den "Besucherstatus", auch wenn die Küche für Dich hergerichtet wurde und Du eine Arbeitsecke hast. Der Rest der Wohnung "gehört" ihm, auch wenn Du alles andere mitbenutzt. Es hängt auch davon ab, wie er damit umgeht, denn ich weiß von mir, dass ich auch kein Problem mit dem Teilen habe, aber letztlich gehört es mir und das letzte Wort habe auch ich, egal welche Veränderungen es betrifft. Es ist einfach kein gleichwertiger Umgang, wenn die Wohnung einem allein gehört – das ist ja bei mir der Grund, warum ich mit meinem letzten Freund keine gemeinsame Wohnung wollte – er hätte alles umgestalten wollen und ich hätte gerade einige meiner Ideen verwirklichen können. Alles andere wäre nicht mein Geschmack gewesen und ich möchte mich in einer Wohnung wohl fühlen. Mit meinem Mann war das absolut kein Problem, weil er auf diese Dinge nicht wert gelegt hat und ich schalten und walten konnte, wie ich wollte. Den hat es nicht gestört, wenn er nach Hause kam und das ganze Wohnzimmer umgestellt war. ;-D ;-D Das sind allerdings überhaupt keine Dinge, die nun etwas über die Zuneigung aussagen. Dein Freund und Du, Ihr wohnt ja eigentlich zusammen. Was das Finanzielle anbelangt, würde sich noch die Frage stellen, wie viel die Wohnung kostet und ob Du – falls die Beziehung doch enden sollte – Dir jederzeit eine solche finden würdest. Wenn es eine günstige Wohnung ist, so würde ich sie nicht aufgeben. Wenn Du sie aber aufgeben würdest, dann denke ich, dass Du doch einige von Deinen Sachen in Eurer Wohnung aufstellen würdest, damit Du nicht "bei" ihm wohnst, sondern eben mit ihm. Das ist natürlich Deine Entscheidung. Ich bin noch nie zu einem Freund gezogen. Entweder haben wir uns gemeinsam eine Wohnung gesucht oder er ist zu mir gezogen und dann ausgezogen – ganz besonders praktisch bei Trennung. Da schlägt bei mir einfach auch die Vernunft durch. Wenn Du zu ihm ziehst, bist auch Du diejenige, die ausziehen muss. Das sind für mich praktische Dinge, die im Falle, dass das Thema "Zusammenziehen" auf den Tisch ist, ich auch da keinen Nachteil haben wollen würde. Mein Bedürfnis nach Umzug ist nicht groß, darum würde ich meine Wohnung nicht aufgeben, denn genau die ist meine Sicherheit. Wenn man kein Problem mit Umzügen hat, dann wird man sicher anders denken. Ich weiß nicht, wie es bei Dir aussieht. Dir scheint es an Deiner Wohnung nicht viel zu liegen, denn Du bist jetzt schon kaum in ihr. Sicherheit ist mir auch wichtig, allerdings geht mir die Sicherheit meiner Existenz vor. Sie umfasst weitaus mehr, als die beziehungsmäßige Sicherheit und allein die Tatsache, dass man unter einem Dach wohnt, kann zu mehr Sicherheit führen, aber auch zu zu viel Sicherheit und damit Selbstverständlichkeit. Da die Mitte zu finden, ist oft schwer. :-D Hast Du denn auch Dinge in seiner Wohnung umgestellt oder verändert?

KFleixo


-diamond21-

Ich meinte dann, wenn man doch schon vorher eine harmonische Beziehung hatte, warum soll sich das alles sooo derart verschlechtern, wenn man Zusammen wohnt? Wenn jeder seinen Rückzugsraum hat und gewisse Dinge festgelegt sind (das es z.B. kein Problem ist, das man auch, wenn man zusammen wohnt, mal getrennt weggeht etc. - das macht ihr ja aber schon!), dass das doch alles zu regeln ist... Er hat zumindest verstanden, was ich meinte

Das Problem bei vielen Beziehungen ist, dass die Intimsphäre des Partners mit der Zeit nicht mehr berücksichtigt wird und alles vermischt wird. Es wird nicht mehr gefragt, ob der andere Zeit hat, Lust hat zuzuhören. Im Alltag gehen oft Rücksicht, Höflichkeit und Respekt verloren. Natürlich ist Privatsphäre auch wenn man zusammen wohnt möglich, aber viele Menschen verlieren einfach jede Grenze, wenn sie unter einem Dach wohnen, weil alles zu einem "wir" verschmelzt und der einzelne keine Intimsphäre mehr hat. Das halten die wenigsten Menschen aus. Wenn man unter dem gemeinsamen Dach genauso seine Ruhe haben kann, genauso Zeit für sich hat, genauso auch noch seine eigenen Freunde hat und dann noch zusätzlich die Zweisamkeit intensiv lebt, dann funktioniert es auch. Man muss auch eine Wohnung nicht unbedingt in Wir-Räume einteilen. Zu regeln ist alles, je nach Bedürnis - ob sich die Betreffenden dann auch an die Regeln halten, steht auf einem anderen Blatt. Wenn ich kein Buch mehr lesen kann, ohne dass ich alle 20 Minuten unterbrochen werde, dann habe ich keine Intimsphäre mehr und dann funktioniert das Zusammenleben nicht. Sicher könnte ich dann noch das Zimmer zusperren, aber das ist auch nicht wirklich Sinn und Zweck einer Beziehung - dieses Bedürfnis sollte der Partner schon erkennen und respektieren, oder wenn ich Besuch habe, sollte der Partner auch nicht alle 10 Minuten antanzen und umgekehrt.

SsM"B


Erst mal für eure Antworten.

@ Diamond

Du hast recht, alles hat seine zwei Seiten: es ist schön, den Alltag miteinander zu teilen, bloss kann das ganze auch in Gewohnheit und Einschränkung seiner persönlichen Freiheit umschlagen. Ich hab halt irgendwie Angst, das Thema zu besprechen, weil ich schon einige Mal mitbekommen hab das er sagte er wolle nie wieder mit einer Frau zusammenziehen. Andererseits, als wir uns wieder trafen sagte er auch am Anfang, er wolle so schnell keine feste Freundin mehr (siehe Thema absolute Ehrlichkeit, hätte daraufhin auch Schluss machen können) und jetzt bin ich doch da (und er wird mich so schnell nicht mehr los werden) ;-)

@ Kleio

Stimmt, egal wie oft ich bei ihm bin, irgendwie bin ich doch kein "vollwertiger" Mitbewohner. Er sagt aber auch, ich kann ändern was ich will, jederzeit meine Mädels einladen etc.

Ich denke, ich muss ihm einfach die Zeit lassen, mich Schritt für Schritt immer mehr zu akzeptieren.

Meine Wohnung ist - ok war - mir wichtig, ich hab sie mir hart erkämpft (Eltern waren gegen Auszug, null Ausstattung und Möbel, Job gekündigt 2 Wochen nach Anmietung). Sie ist von der Lage her auch genial (3 Minuten zum Stadtplatz) aber ich fühl mich sehr wohl in seiner Wohnung (und jeden Abend in seinen Armen) dass ich sie doch aufgeben würde. Klar kann es schnell mal zur Trennung kommen, aber dann könnte ich im schlimmsten Fall erst mal zu meinen Eltern zurück, und eine Bude ist immer schnell mal gefunden...

Er hat wahrscheinlich Angst, dass es wie mit seinen Exen wird, aber ich kenn sie zum Teil und bin echt ein ganz anderer Typ. Er möchte sich ein Hintertürchen freihalten, deshalb werd ich einfach abwarten müssen. Wenn dann muss die Idee des Zusammenziehens von ihm ausgehen und ich kann ja abwarten. Wir sind noch nicht soo lange zusammen, ich kann mir meine Wohnung leisten und irgendwann - hoff ich - ist er soweit dass er sieht, dass ich ihn auch mit gemeinsamer Adresse nicht einengen werde (möchte ich ja selber auch nicht werden).

Was mich halt wundert, sind seine Aussagen im betrunkenen Zustand - könnte da ein unterschwelliger Wunsch mitspielen, den er sich im Normalzustand nicht eingestehen will?

K#leixo


SMB

Stimmt, egal wie oft ich bei ihm bin, irgendwie bin ich doch kein "vollwertiger" Mitbewohner. Er sagt aber auch, ich kann ändern was ich will, jederzeit meine Mädels einladen etc.

Ich denke, ich muss ihm einfach die Zeit lassen, mich Schritt für Schritt immer mehr zu akzeptieren.

Das klingt gut. Genauso würde ich das einfach mal tun und schauen, wie er darauf reagiert, wenn Du ihm sagst, dass Du für den und den Tag Deine Mädels eingeladen hast. Du kannst ihn ja auch nachher fragen, ob es ihm nicht zu viel war und Du es vielleicht doch unterlassen solltest und er wird Dir dann schon sagen, was Sache ist. ;-)

Er hat wahrscheinlich Angst, dass es wie mit seinen Exen wird, aber ich kenn sie zum Teil und bin echt ein ganz anderer Typ. Er möchte sich ein Hintertürchen freihalten, deshalb werd ich einfach abwarten müssen. Wenn dann muss die Idee des Zusammenziehens von ihm ausgehen und ich kann ja abwarten. Wir sind noch nicht soo lange zusammen, ich kann mir meine Wohnung leisten und irgendwann - hoff ich - ist er soweit dass er sieht, dass ich ihn auch mit gemeinsamer Adresse nicht einengen werde (möchte ich ja selber auch nicht werden).

Ich finde, das klingt doch gut! :-D

Was mich halt wundert, sind seine Aussagen im betrunkenen Zustand - könnte da ein unterschwelliger Wunsch mitspielen, den er sich im Normalzustand nicht eingestehen will?

Natürlich könnte das nicht nur ein unterschwelliger, sondern sogar ein konkreter Wunsch von ihm sein. Wenn Du sagst, dass er bisher schlechte Erfahrungen hatte, dann kann das eine sehr gute Erklärung dafür sein, dass er sich zwar genau das wünscht, also heiraten, Haus, usw., er aber durch seine schlechten Erfahrungen sehr misstrauisch ist. Wenn das der Grund seiner Zurückhaltung ist, dann sollte sich das mit der Zeit geben, wenn er merkt, dass er Dir voll und ganz vertrauen kann, sich auf Dich verlassen kann. Ich denke, das wirst Du mit der Zeit merken, ob es ein überholter Wunsch von ihm ist, oder ein konkreter, den er Dir und sich nur im Moment noch nicht zutraut. Manchmal muss man auch etwas Geduld haben. ;-) Wäre es etwas, was Du Dir selbst auch wünschen würdest, also heiraten, Häuschen, Garten?

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