Mein Regelwerk zum Frauenaufreißen

Wfestw"ind


Was haltet ihr eigentlich von einer Anrede in der Form: "Ich habe mir jetzt gerade lange überlegt, wie ich dich ansprechen soll. Könntest du mir einen Tipp geben"?

Dann irgendwie weiterquatschen, ah jetzt habe ich dich ja schon angeprochen.........

Klingt das lächerlich oder sympathisch?

Ich weiss schon, es kommt drauf an, wie man es sagt, und ausprobieren wäre der beste Weg, um meine Frage zu beantworten.........

Was mir bei MK auffällt: Er legt bei seinen "Ansprachen" oft seine Motive (seien die jetz erfunden oder nicht) offen: Ich habe mir gedacht, ich komme mal rüber......, Mir war so langweilig....Wenn dich dich nicht angesprochen hätte, hätte ich es bereut...........usw

Ich kanns auch nicht besser erklären.

Ich nehme an, das ist bewusst, um der Angesprochen irgendwie Einblick in sich selbst zu geben?

A-irighQ nam Bei}st


"Hörmal, die Gertrud Winkelmüller Weichbrot von nebenan hat doch auch eine super nette Tochter, die würde doch auch super gut zu dir passen"

Dialog in einem Dorf in Bayern: (zum besseren Verstaendnis bringen wir den Text auf Hochdeutsch)

"Papa, ich hab mich verliebt!"

"Ja mei, Sohn, in wen denn?"

"Ich mags nichtt sagen ..."

"Ja sag schon! In die Maria?"

"Neeeee!"

"Ja mei! In die Eva vielleicht?"

"Neee, Papa ..."

"Etwa in die Zenzi, die alte Schlampe?"

"Neeee, Papa ... in ... in den Sepp!"

Energisch schlägt der Vater auf den Tisch.

"Also mein Junge, das geht nicht! Der Sepp, der ist doch evangelisch..."

AOirigDh nEamQ Beisxt


Was mir bei MK auffällt: Er legt bei seinen "Ansprachen" oft seine Motive (seien die jetz erfunden oder nicht) offen: Ich habe mir gedacht, ich komme mal rüber......, Mir war so langweilig....Wenn dich dich nicht angesprochen hätte, hätte ich es bereut...........usw

Das ist, auch wenn der MK es nicht gern hoert ;-D das sog. direct game.

Siehe [[http://de.pickupedia.org/index.php/Direct_Game]]

r/oadZr,unnerxII


Eine Möglichkeit Aufmerksamkeit bei Frauen zu erregen habe ich jetzt herausgefunden. Du musst einfach nur einer Frau deine Gefühle gestehen, sie sollte dazu noch in derselben Uni sein. Es wird sich rumsprechen wie ein Lauffeuer. Jedenfalls wird man über dich sprechen und dir Blicke zuwerfen. Da frag ich mich immer, für wie blöd halten die mich :-/. Nein, ich merk das nicht, wenn ein ganzer Tisch voller Frauen während dem essen Blicke auf einen richtet.

"Ich habe mir jetzt gerade lange überlegt, wie ich dich ansprechen soll. Könntest du mir einen Tipp geben"?

Klingt nicht gut, ähnlich wie andere dumme Anmachsprüche. Würde ich jedenfalls sagen ;-).

Mpaschinhenkan8onxe


AnB

Das ist, auch wenn der MK es nicht gern hoert ;-D das sog. direct game.

Genau. Und wenn du denkst, denkst du nicht, sondern betreibst mind using, wenn du ne Frau ansprichst, ist das in Wirklichkeit women speech und wenn du eine Frau liebst erlebst du in Wirklichkeit einen love case.

*uff* %-|

Ein Hoch auf die kleinen Schubladen...

W.ateorf.lxy


das sog. direct game

Nennen wir es doch einfach 'direktes Spiel', das ist doch sogar ein deutscher Ausdruck, oder? Davon abgesehen muss man ja nicht allem einen Namen geben, das man sich mit etwas gesundem Menschenverstand ganz einfach erklären kann.

Ich stelle gerade fest, welche enormen Freiheiten es einem bietet, sagen zu können "Ich sehe dich sowieso nie wieder". Warum sich den Kopf darüber zerbrechen, wie man sich zum Idioten gemacht hat? Das hilft auch nicht weiter und davon abgesehen ist es meist doch zu lustig, wenn man erst mal ein bischen Distanz gewinnt.

Also ich finde mein Leben lustig. Sinnloses Zeug stammeln, mit Erkältung ganz plötzlich eine seltsame Stimme haben, oder in Leute hineinrennen, weil die Augen mal wieder ganz wo anders sind. Macht alles Spaß :)D

AKiriIghT nam QBeisxt


Genau. Und wenn du denkst, denkst du nicht, sondern betreibst mind using, wenn du ne Frau ansprichst, ist das in Wirklichkeit women speech und wenn du eine Frau liebst erlebst du in Wirklichkeit einen love case.

Schon okay, mir gehts nicht um die englischen Begriffe und die sturen Schemata der Pickuper. Mir egal wie du es nennen willst, aber was du da betreibst ist nunmal das "direkte Spiel" - im Unterschied zum indirekten Weg, der ueber langsames Flirten, Komplimente, kennenlernen, das Aufbauen von Anziehung usw. fuehrt.

wenn du ne Frau ansprichst, ist das in Wirklichkeit women speech

Noe, das heisst "opening a set" bzw. "approach" ;-D

M+a[schin}enk:anonxe


Leck mich! :-p

;-D

n`i^nvovLa


Der effektivste Anmachspruch, der mir je untergekommen ist (allerdings nachts in der Disco) ist Folgender: "Kann ich Dich mal kurz sprechen?"

:-o

Klingt jetzt schräg - aber der (übrigens äußerst unattraktive) Mann kam so authentisch ´rüber, dass ich erstmal perplex war, neugierig wurde und ihm an die Bar gefolgt bin.

Hat dann immerhin vier Minuten gedauert, bis ich merkte, dass er mich mit Tequila abfüllen und bequatschen wollte und ich die Flucht ergriff.

Aber immerhin: Vier Minuten ungeteilte Aufmerksamkeit!

Wenn einer dann was zu erzählen hat... :)^

Schlechester Anmachspruch aller Zeiten, nach einer wenig repräsentativen Umfrage unter meinen weiblichen Bekannten:

"Lach doch mal." bzw.

"Guck nicht so böse." bzw.

"Du bist viel hübscher, wenn Du lächelst."

Unterstellt bei Variante

1) Humorlosigkeit.

2) Dass man grad fürchterlich aussieht.

3) Dass man nicht ok ist, wie man grade ist.

Nix davon hilft weiter, Frau fühlt sich in jedem Fall von einem Fremden kritisiert.

Ich persönlich bin tatsächlich ein ernster Typ. Aber wenn auch meine strahlend blonde, lustige Party-Freundin häufig so angesprochen wird, liegt die Vermutung nahe, dass diese Sprüche zum Standard gehören. Also: No female approval for set-opening. ;-)

nTinoxva


@ Waterfly

für Deinen Beitrag: :)^

Bgingof ox


Mal ne Frage bzgl. der "guten-Freund-Schiene" (an eigenem Beispiel):

Ist mir letztens so passiert, abends in nem Club mit ner Frau (Mitte 30) ins Gespräch gekommen, die jetzt zwar nicht genau mein Fall war, aber doch hübsch, so dass ich durchaus interessiert war an ihr. So, mich auch wunderbar mit ihr unterhalten, auch länger, zwar mit Unterbrechung, aber wir waren uns sympathisch. Dann ging's irgendwann auch zum Thema Beziehungen, sie hat mich gefragt ob ich 'ne Freundin hab, was ich kurz beantwortet hab', aber auf keinen Fall so ausführlich, dass ich darüber jetzt groß reden musste/wollte. Hab' sie der Form halber gefragt, ob bei ihr denn Mann und Kinder zu Hause warten (eher rhetorisch, sonst würd' sie vermutlich nicht um halb vier in der Früh in nem Club sein), was sie grinsend verneint hat. Aber irgendwie hat sie dann angefangen von ihrer letzten Beziehung zu erzählen, die gerade vor zwei Wochen zerbrochen ist (nach vier Monaten), er hat ohne Grund Schluss gemacht. Ich hab' nicht gerade groß nachgefragt, da ich mir am WE um diese Zeit sicher nicht Beziehungsprobleme von Anderen anhören will, aber ich hatte unvermittelt, so wie sie mit ihrem Ex angefangen hat, den Eindruck, ein wunderbarer "guter Freund" sein zu können, aber nicht mehr. So, jetzt die Frage:

Klar, man kann das Thema Beziehungen oder Liebe bei einem längeren Gespräch nicht grundsätzlich ausschließen, man signalisiert ja damit auch ein gewisses Interesse an der Anderen. Aber wo ist bei euch die Grenze? Was hört ihr euch an bei dem Thema Beziehungen noch an (oder erzählt selber), und was nicht mehr (weil man sonst gleich "Frauenversteher" signalisiert)? Gilt jetzt sowohl für erstes Gespräch wie in dieser Situation als auch für zweites, drittes (unverfängliches) Treffen, an dem man sich noch nicht sicher ist, worauf die Andere hinauswill, man aber selber was von ihr will (hab' da grad so nen Fall mit ner Nachbarin, Thema Beziehungen noch nicht gefallen). In obiger Situation hätt' ich natürlich, wie sie mit dem Thema von ihrem Ex angefangen hat, gleich freundlich aber bestimmt sagen sollen, dass ich da keine Lust hab', mir sowas anzuhören. Denn in diesem Fall hab' ich den Fehler gemacht, es mir (trotz desinteressierter knapper Kommentare meinerseits) anzuhören, und was war? Am Ende vielen die Worte "guter Kumpel, aber nicht mehr" --> FAIL ;-D (Klar, keine Ahnung wie offen sie prinzipiell gewesen wäre, aber auf jeden Fall die Situation schlecht gelöst.)

@ Ninova:

Ach ja, richtig, Widder^^. Und "hart im Austeilen, butterweich im Einstecken"? Och, kommt drauf an, kann konstruktive Kritik (wie z.B. von dir) schon gut ab, da es allgemein einen ja weiterbringt, lass' mich gern belehren, wenn's mir nützt. Würd mich bei beiden Sachen eher so in der Mitte sehen, gewisse Widder-Züge kann ich allerdings nicht leugnen ;-)

n;i<n)ova


@ Bingofox

Habs nicht ganz verstanden: Hat die Dame im Club konkret gesagt, dass Du "nur ein Kumpel" sein könntest? Oder hattest Du den Eindruck? Oder beides?

Was mich stutzig macht, ist, dass sie als Erste nach Deinem Familienstand gefragt hat. Denn wenn sie Dich von vornherein nur als "Kumpel" vom vollquatschen hätte haben wollen, hätte sie das wenig interessiert.

Aber "Frauenversteher" hin oder her: Wer sich, unabhängig vom Geschlecht, quasi stundenlang Gerede anhört, das ihn nicht interessiert, wird wenig authentisch oder gar positiv rüberkommen.

Du bist dann evtl. angenervt, traust Dich nicht, etwas zu sagen - aber Deine Körpersprache wird einer halbwegs sensiblen Frau Romane über Dich erzählen. (Gilt Geschlechter-umgekehrt doch auch...)

Entweder sie merkt dann, dass sie bei Dir falsch ist und schwenkt auf ein besseres Thema um.

Oder sie kapiert´s nicht gleich, fängt aber ebenfalls an, sich vage unwohl zu fühlen (->"desinterssierte, knappe Kommentare meinserseits" :-/ )

In jedem Fall eine Situation, die nicht grad Richtung Bettkante führt...

"Keine Lust, sich das anzuhören" finde ich aber auch einen fiesen Spruch. Was wäre mit: "Nun gut. Aber was mich an Dir viel mehr interessiert ist..." ?

W,elJtwenYarchxitekt


Was mich stutzig macht, ist, dass sie als Erste nach Deinem Familienstand gefragt hat.

Ist doch ne gute Gesprächsüberleitung. "Hast du ne Freundin?" - "Ja/Nein" - "Achso, also bei mir ist es so...". Nicht, dass es konkret der Fall war, aber vielleicht hat sie ein wenig mit der Gegenfrage gerechnet ;-)

Aber sonst hast du natürlich Recht, dass gar nicht klar ist, ob er wirklich nur Kumpel sein könnte.

B`i|ngYofoxx


War schon vor drei Wochen, ich versuch's nochmal zu rekapitulieren. Also ich glaub das lief so ab, dass sie nach einiger Zeit eben gefragt hat, ob ich eigentlich 'ne Freundin hab', was ich verneint hab'. Dann war das Thema schnell gewechselt, sie hat kurz danach mit nem Kumpel von mir getanzt und gequatscht, wie der dann kurz danach gegangen ist, hab' ich mich wieder mit ihr auf 'ne Couch gehockt (ist alles relativ klein und eng dort) und mich wieder (meiner Ansicht nach) sehr gut mit ihr unterhalten. Dann hat sie nochmal gefragt ob ich 'ne Freundin hab, könnt' sein dass sie's vergessen hat, wie ich nochmal meine vorige Antwort wiederholt hab', hat sie "ach ja, stimmt" gemeint. Und dann hab' ich eben bei ihr auch nachgefragt (von wegen Mann und Kinder zu Hause, hatt ich vorher ja schon gesagt). Ich weiß jetzt nicht mehr ob da noch was dazwischen war, aber jedenfalls hat sie kurz danach eben mit ihrem Ex angefangen. Nicht lang, weil ich eben nicht viel ausser "Tut mir leid etc." beigefügt hab. Bis dahin war ich mir echt nicht sicher, was sie jetzt von mir will. Einerseits kam sie nach kurzem Toilettenbesuch ohne ihre Brille, aber mit aufgefrischtem Parfum wieder, andererseits hat sie meine Frage, ob sie noch Bock hätte, woanders hinzugehen, verneint.

Also, keine Ahnung, ich glaube zwar, dass sie es allgemein bei mir nicht auf mehr abgesehen hatte als auf Quatschen, halte es aber für möglich, dass evtl. Interesse bestand, aber ich es meinerseits nicht verstanden hab', das Gespräch in diese Richtung zu lenken (z.B. auch mit leichtem, unverfänglichem Körperkontakt und sehen wie sie reagiert, da hab' ich bis jetzt wenig Ahnung bzw. noch Hemmungen davor), und sie sich dann vielleicht gedacht hat, gut,l wenn ich jetzt keine Initiative zeige, dass man wenigstens prima mit mir Quatschen kann. Das mit dem Kumpel hat sie mir am Ende direkt so gesagt, wie im Raum stand, ob wir (wannanders mal) ne andere Kneipe ausprobieren sollen. Da hab' ich nämlich dann die Frage gestellt, ob man, wenn man jemand süß findet, nach ihrer Nummer fragen oder seine hinterlassen sollte. Gut, das lass' ich für mich als "Bock des Abends" stehen :=o, da es in dieser Situation einfach unpassend war, und beziehungstechnisch sie mir doch einige Jahre zu alt ist. Ich hab' also was signalisiert, was ich gar nicht gemeint hab', das einzig Positive war, dass sie (falls sie's vorher nicht gemerkt haben sollte) verstanden hat, dass ich an nur "Kumpel-sein" nicht interessiert bin, trotz gutem Gespräch vorher. Soviel dazu. Ach ja, jedenfalls war sie nach dieser Klarstellung in nullkommanichts weg, da musst ich schon ziemlich über mich lachen. Muss halt vielleicht jeden Fehler eben selber einmal machen, und deren gibt's halt viele^^

Was mich stutzig macht, ist, dass sie als Erste nach Deinem Familienstand gefragt hat. Denn wenn sie Dich von vornherein nur als "Kumpel" vom vollquatschen hätte haben wollen, hätte sie das wenig interessiert.

Kann sein, aber einfach so danach fragen kann man denk' ich mal schon (wenn man sich schon ne Zeit lang unterhalten hat). Und wenn ich eine gehabt hätte, dann hätte ich mich evtl. NOCH besser zum "Guten-Freund-Gesprächspartner" geeignet^^.

"Keine Lust, sich das anzuhören" finde ich aber auch einen fiesen Spruch. Was wäre mit: "Nun gut. Aber was mich an Dir viel mehr interessiert ist..."

Da würden mich jetzt echt noch andere Meinungen interessieren. Jeder hat verschiedene Ansichten, klar, ich meine mich z.B. erinnern zu können, dass hier im Thread mal gesagt wurde (keine Ahnung wann und von wem), dass man das, wenn so ein, ich nenn's mal negativ "Beziehungsquark", zum Thema wird, so deutlich ablehnen sollte. So nach dem Motto "wenn du über sowas reden willst, dann solltest du dir nen anderen dazu suchen. ich bin jemand zum erleben, nicht zum reden". Ok, der Wortlaut war sicherlich etwas anders, aber auf jeden Fall ähnlich deutlich. (Wie so oft) kommt's da auch vermutlich auf die Gegenüber an. Manche brauchen vielleicht so nen Schuss vor den Bug, um zu raffen, was der eine eigentlich will, andere finden die schroffe Art erst recht scheiße und wenden sich dann ab, obwohl sie sich nur einen Tick Verständnis erhofft haben, bevor mehr laufen könnte. Wie dem auch sei, ich hau mich jetzt hin,

bis denne,

W{eltenNarchixtekt


Ich war nun für einige Wochen in einer Position, die vielleicht den Anschein hatte, als sei sie beneidenswert, weil zwei Frauen zugleich eine wichtige Rolle in meinem Leben gespielt haben und beide damit umgehen konnten. Ich bin froh diese Erfahrung gemacht zu haben und dennoch gibt es daran im Prinzip nichts beneidenswertes. Wenn man viel hat, kann man zum einen viel verlieren, zum anderen bringt es Verantwortung mit sich. Zumindest von meinen Ansprüchen an mich selbst her. Ich bin für Ehrlichkeit und Offenheit und mir fällt es schwer Menschen zu verletzen. Aufgrund dieser Ansprüche trage ich Verantwortung. Zu allem Überfluss gibt es noch die eigenen Bedürfnisse, Prinzipien und Ideale, denen man gerecht werden will und die Angst davor inkongruent zu sein, obwohl es durchaus Sinn machen könnte sich schonmal mit der Inkongruenz anzufreunden. Die Inkongruenz ist in meinem Leben vielleicht ein seltener Gast, aber dennoch ist sie hin und wieder anzutreffen und man tut gut daran mit seinen Gästen befreundet zu sein.

Das, was in den letzten Monaten durch die Verführungskunst begann und zwar die Konfrontation mit mir selbst, wurde in den letzten Wochen fortgesetzt durch eine Situation, in der die Verhältnisse durchaus nicht ganz klar waren. Nicht, weil ich nicht ehrlich gewesen wäre und Chaos angestrebt hätte, sondern weil sich die Gesamtsituation nicht in einen dämlichen Begriff hätte pressen lassen können. Ich fühlte unterschiedliche Dinge zugleich und sollte und musste Entscheidungen treffen und hatte Angst davor.

Die Verführungskunst habe ich aktiv gar nicht weiter verfolgt. Ich habe Gelegenheiten genutzt, die sich mir geboten haben, mehr oder weniger jedenfalls, auch wenn es nicht furchtbar viele waren, aber danach gesucht habe ich nicht. Ich habe ganz andere Dinge gelernt und an mir entdeckt in einer sehr umfassenden Wechselwirkung. Das Niederschreiben meiner Gedanken, Gefühle und Erlebnisse hat dazu geführt, dass ich ebendiese viel präziser wahrnehme und auch ausdrücken kann. Ich glaube, dass ein Buch mit gewissem literarischem Anspruch und tollen Formulierungen genau dann auf Resonanz in einem stößt, wenn es die Gefühle beschreibt, die normalerweise kaum sichtbar sind. Die Gefühle, die für den Bruchteil einer Sekunde durch den Wahrnehmungsbereich flitzen und sonst immer kurz unter der Oberfläche liegen. Man entwickelt mit der Zeit ein Gespür für diese Gefühle. Man erkennt die Ambivalenz von Gefühlen und spürt, dass sie meistens keineswegs eindeutig sind.

Gleichzeitig habe ich angefangen "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" zu lesen. Ich habe viel über meine Gefühle nachgedacht und auch zum Ausdruck gebracht bei beiden Frauen. Das alles war eine große Inspiration für mich und hat eine Sinnlichkeit in mir zum Vorschein gebracht, die zwar schon vorher vorhanden war, dessen Umrisse ich mir aber keineswegs bewusst war.

Nun warte ich auf den Moment, an dem das Pferd, auf dem ich sitze, über den nahenden Abgrund hinaus jagt und der Fall in die Tiefe beginnt, denn es kam, wie es kommen musste: Ich kann nicht alle Erwartungen erfüllen und die Konsequenz davon ist, dass ein Schlussstrich gezogen wurde, weil ich zu nahe gekommen bin. Ich habe das Taschenmädel emotional berührt, sehr sogar, und sie hat mich berührt, doch die Umstände lassen das nicht weiter zu.

Warum poste ich das hier?

Weil dieser Thread bisher ein steter Begleiter war in einer Entwicklung, die ich nicht missen wollte, auch wenn ich meine Erlebnisse nach einiger Zeit nicht mehr weiter gepostet habe.

Weil ich gelernt habe, was es bedeutet man selbst zu sein. Ich habe es mit Sicherheit noch nicht ganz begriffen, aber ich halte es weder für erstrebenswert Menschen etwas vorzumachen, noch glaube ich, dass es überhaupt möglich ist selbstbewussten Frauen etwas vorzumachen. Wenn also aus einer "Verführung" ein Gefühl entsteht, dann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem man nur noch ist und kaum noch spielt. Man kann meines Erachtens nach in gewissem Maße erst man selbst sein, wenn man erkennt, wer man eigentlich ist und Selbsterkenntnis ist ein langer Weg. Insofern halte ich den Tipp "sei einfach du selbst" für unbrauchbar, auch wenn er wahr ist.

Weil ich zur Zeit jede Sekunde meines Lebens genieße und das vor allem deswegen, weil ich mich und meine Umwelt bewusster wahrnehme und einen großen Teil dieses Bewusstseins habe ich durch eben dieses Regelwerk bzw. die Verführungskunst erhalten.

Weil es viel zu entdecken gibt und ich nur jeden dazu ermutigen kann sich nicht mit Dingen zufrieden zu geben, zu arrangieren, sondern möglichst viel rauszuholen.

Weil ich es für mich tue und damit irgendwas verarbeiten will.

Weil ich es eigentlich gar nicht so genau weiß. Aus einer Laune heraus vielleicht? Wer weiß, vielleicht schreibe ich gerade richtigen Bullshit aufgrund der Melancholie, die der bevorstehende Fall erzeugt, vielleicht kann auch jemand etwas damit anfangen. Ich kann es nicht sagen.

Möge sich ein neues Kapitel in meinem Leben auftun. Es gibt viel zu erleben und zu berichten :-)

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beziehungen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Psychologie · Erziehung · Sexualität · Homo, Hetero, Bi


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH