Mein Regelwerk zum Frauenaufreißen

txsu_[naxmi


@ pursche82

- offtopic ON

Das ist der Zustand, von dem ich sprach, in diesem Fall ein "Filter", der nicht das durchläßt, was da wirklich ist, sondern etwas, das durch Befürchtung und Hoffnung "gefärbt" ist - und das entspricht dann nicht immer der Realität.

Das ist eine kristallklare Beschreibung meines Zustandes!

Würde mich interessieren, wie Du diese Problem gelöst hast.

Jeder hat so seine "Filter", jeder ist anders, und sieht die Dinge auch dem entsprechend anders, durch seinen jeweils eigenen Filter - das ist ganz normal.

Wenn dir dein eigener Filter nicht gefällt (weil er dich z.B. beim "Frauenaufreißen" hindert), würde ich das eher als eine Gegebenheit, Möglichkeit und Herausforderung sehen.

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Gehen wir doch mal kurz zurück zum Anfang.

Kinder sind erstaunlich; spontan, kreativ, ehrlich, gutgläubig, mutig, ohne Vorurteile, ohne Scheu, wiß- und lernbegierig, und vieles mehr... so oder so ähnlich, sind Kinder. Du und ich dürften im Kindesalter auch nicht viel anders gewesen sein.

Dann begann der "Lernprozess". Du hast ganz viele Dinge gelernt und angenommen, von deinen Eltern bzw. Verwandten, deinen Lehrern, Freunden, Bekannten, und natürlich auch von der Gesellschaft. Und schwuppsdiwupps, stehst du da, wo du heute stehst, mit deinem kompletten Repertoire an Verhaltensweisen, Denkmustern, und natürlich "Filtern", die du vielleicht noch nie ernsthaft hinterfragt hast.

Wenn es jetzt darum geht, bestimmte Verhaltensweisen, Denkmuster oder Filter, die einem lästig sind, loszuwerden, muß man sich bewußt sein, dass man all diese Dinge irgendwann mal angenommen hat, und deshalb kann man sie auch wieder ablegen bzw. anpassen.

Allerdings gibt es diesbezüglich keine Universallösung oder Anleitung in fünf Sätzen. Denn das was man sozusagen, schon seit Jahren angenommen, akzeptiert und angewendet hat, läßt sich nicht von heute auf morgen ablegen bzw. anpassen.

Manchmal kann man auch ganz schnell was ändern; Voraussetzung dafür sind allerdings Selbsterkenntnis und Wille.

Selbsterkenntnis ist natürlich mehr als nur die "technischen" Aspekte zu erkennen. Aber wenn du dich mit einem gewissen "Abstand" siehst (und das kann recht schwierig sein), dann wirst du sehen oder dir bewußt sein, so nüchtern es auch klingt, dass Verhaltensweisen, Denkmuster und Filter nur "Dinge" sind, die man anpassen und bearbeiten kann.

Ohne Wille funktioniert aber gar nichts, und Wille setzt voraus, dass du weißt was du willst. Wirklich zu wissen was du willst, setzt wiederum voraus, zu wissen wer du bist, und da sind wir beim Thema wahrer Selbsterkenntnis, einer Erkenntnis deiner selbst, die weit über diese "technischen" Aspekte wie Verhaltensweise, Denkmuster und Filter hinausgeht. Ich wage nicht zu behaupten, dass ich irgendeine Erkenntnis habe, über mich oder andere, aber ich glaube, dass Selbsterkenntnis ein recht "komfortabler" Zustand ist, weil es den Willen, die "technischen" Aspekte und vieles andere fast automatisch nach sich zieht.

Allerdings können oder wollen sich die meisten Menschen mit diesem "Hobby" Selbsterkenntnis gar nicht beschäftigen. Ist wie gesagt, auch eher ein Hobby; ob man das braucht oder will, bleibt jedem selbst überlassen. Wenn es dich interessiert, kannst du bestimmte Literatur lesen, dich vielleicht auch mit Mönchen oder Zen-Meditation beschäftigen; bekanntlich führen ja viele Wege nach Rom, aber den Weg musst du natürlich selbst beschreiten...

Ausgehend davon, dass das mit der Selbsterkenntnis etwas zu abgedreht war (obwohl ich´s wichtig finde), bleiben wir doch einfach beim Thema Wille. Wenn du etwas wirklich willst, z.B. eine bestimmte Frau, oder ein bestimmter Mann zu sein (der Frauen gefällt), also du richtig "gierig" auf etwas bist, dann wirst du alle Hebel in Bewegung setzen, alle dir verfügbaren Mittel einsetzen, um es zu erreichen. Du wirst dabei, auch wenn es dich ins Ungewiße bzw. Risiko stürzt, dabei neue Menschen kennenlernen, neue Situationen und neue Orte bzw. Plätze, und deine Verhaltensweise, deine Denkmuster und auch Filter passen sich automatisch an (weil sie einem starken Willen nichts entgegen zu setzen haben). Sofern du eine Frau angestrebt hast, für einen ONS, eine Affäre oder eine Beziehung, kommt am Ende vielleicht ein "Nein" bei raus, aber das ist vollkommen in Ordnung, denn es ist gut, dass du etwas gewollt hast und dich darum bemüht hast, aber der Wille und das Wollen haben, so mächtig und wertvoll sie sind, auch ihre Grenzen, das ist spätetstens da, wo dein Wille auf den Willen eines anderen trifft, der sozusagen "nicht will" (also nicht in deinem Sinne) - aber diesen Umstand muss man ja, auch wenn "schweren Herzens", akzeptieren, und das Ergebnis ist, ganz nüchtern betrachtet, daß du mehr weißt und Erfahrung hast. Das nennt man dann unter anderem auch Lebenserfahrung oder einfach nur Leben, welches bekanntlich nicht nur Sonnentage hat, wäre aber auch langweilig, oder?

Bin mir nicht sicher, ob das eine hilfreiche Antwort für dich ist, aber vielleicht kannst du dir ja was Nützliches rausziehen.

- offtopic OFF

Wsel\tenarxc0hitxekt


@ ninova

Aber die zitierte Einschätzung einfach vom Tisch zu wischen, heißt, eine Chance auf Entwicklung zu vergeben, finde ich.

Auch wenns schon ein paar Seiten alt ist, ich musste gestern daran denken und so richtig los lässt mich das gerade nicht (im positiven Sinne). Naja, vielleicht führe ich das ein andermal aus, mal sehen.

K,atiU52x0B


Nochmal OT, vielleicht unnötig und dennoch eine kurze Erklärung:

@ Weltenarchitekt

Auch wenn ich deine Worte nachvollziehen konnte war an meiner Stelle eine gewisse Selbstreflexion angebracht. Die ausfallenden Worte der Angebeteten mir gegenüber hatte ihre Ursache nicht ausschließlich in einer Betaisierung.... (will jetzt nicht alles wiederholen). In einer anderen Situation hätte ich die Dame vielleicht gleich (vorübergehend) kaltgestellt. In diesem Fall wusste ich aber, dass ihre Reaktion eine Mischung aus Übertriebenheit, Abwehrhaltung und Fürsorge bestand. Sie machte sich tatsächlich Gedanken um mich.

Ich ließ gewissermaßen die Worte an mir abperlen und nahm sie dennoch ernst. Im ersten Moment war ich sauer, im zweiten hörte ich die Worte eines Freundes. Vielleicht eine etwas außergewöhnliche Situation und daher war es mir wichtig, mit ihr darüber zu reden. Das war die richtige Entscheidung. Aber selbst wenn ich mich dazu entschieden hätte sie kaltzustellen, sollten wir uns Ninovas Worte zu Herzen nehmen, auch wenn sie nicht allgemeingültig sind und es auf die Situation und den Gegenüber ankommt.

Bin mal gespannt, ob du deine Gedanken ausführen wirst. ;-D

WgelAten_archcitexkt


@ Kati

Es ist immer leicht von "Betaisierung" zu sprechen, wenn man es nur von außen betrachtet. Es ist gut, dass du reflektiert an die Sache rangehst und auf dein Gefühl hörst. Wenn es dir wichtig war zu reden und es sich wie die richtige Entscheidung angefühlt hat, dann gibt es daran nichts auszusetzen.

Worüber ich in diesem Zusammenhang nachgedacht habe, war die Frage, ob sich "Betaisierung" an einzelnen Verhaltensweisen und auch Aussagen festmachen lässt. Ich selbst habe den Anspruch über viele Dinge zu reden und ich erwarte von Frauen genau die gleiche Offenheit und Ehrlichkeit. Das ist etwas, worauf ich wert lege und wenn eine Frau das nicht bringen kann, dann ist sie nichts für mich.

Ich frage mich, ob man quasi "immun" gegen Betaisierung ist, wenn man gewissermaßen weiß, was man will und wo die eigene Grenzen liegen. Viel mehr steckt eigentlich nicht dahinter und um den Bogen zu ninovas Aussage zu spannen:

Wenn es mein Anspruch ist Chancen wahrzunehmen auf eine charakterliche Weiterentwicklung und ich es innerlich auch als solche betrachte, dann ist das keine Anpassung an die Frau und damit ein Schritt Richtung Verlust sexueller Anziehungskraft, sondern es geht konform mit den eigenen Ansprüchen (dem Anspruch an Weiterentwicklung).

Offenheit und Ehrlichkeit und Kommunikationsbereitschaft führen natürlich dazu, dass sich die Bindung zwischen zwei Menschen stärkt und es wäre traurig, wenn dem nicht so wäre und eine Beziehung kann vermutlich auch nicht funktionieren (bzw. kann schon, wäre für mich jedenfalls nicht sonderlich befriedigend), wenn eine solche Grundlage nicht gegeben ist. Die Stärkung einer Bindung führt aber nicht zwangsläufig zur Minderung sexueller Anziehungskraft. Dazu kommt es erst, wenn die Frau anfängt Respekt vor dem Mann zu verlieren. Dies kann auf verschiedene Weisen geschehen, aber die bloße Intensivierung einer Bindung ist dafür eigentlich kein Indiz. Vielleicht sieht es nur manchmal so aus, als würde sich die Bindung vertiefen, weil sich der Mann immer mehr anpasst. Es wäre aber falsch zu schlussfolgern, dass eine Vertiefung der Bindung zu sexuellem Desinteresse führt.

In diesem Fall wusste ich aber, dass ihre Reaktion eine Mischung aus Übertriebenheit, Abwehrhaltung und Fürsorge bestand. Sie machte sich tatsächlich Gedanken um mich.

Ich ließ gewissermaßen die Worte an mir abperlen und nahm sie dennoch ernst.

Ich erlebe selten Frauen, die sehr impulsiv und stark emotional reagieren und auch so streiten und eigentlich ist das auch etwas, wo bei mir einfach nichts ankommt. Ich lasse sowas normalerweise auch an mir abperlen und lasse Menschen, die scheinbar sehr aggressiv reagieren, einfach auflaufen (was zugegebenermaßen einen ziemlich provozierenden Effekt haben kann, gar nicht nett) und dennoch sehe ich in einer solchen Art der "Konversation" auch wieder eine Chance und zwar die Chance darauf zu verstehen, was dahinter steckt und meine Sinne zu sensibilisieren auf das, worum es eigentlich geht. Du hast das offenbar schon sehr genau wahrgenommen und dich selbst dabei eingeordnet und ich sehe daran auch nichts schlechtes. Für mich selbst ist es eine Möglichkeit mich weiterzuentwickeln, weil ich mich in einer Situation wiederfinde, in der ich selten bin.

Diese Grundbereitschaft aus vielen Dingen etwas Positives zu ziehen KANN sicherlich so erscheinen, als würde ich das aus bloßer Anpassung machen, aber wenn ich es selbst nicht so empfinde, wenn es mir dabei um was ganz anderes geht, stecke ich damit nicht gewisse Grenzen wieder ab? Wenn ich den Vorwurf zu hören bekommen würde à la "du stehst deinen Mann nicht und passt dich an" (oder so ähnlich), könnte ich dann nicht ruhigen Gewissens antworten:"Ich habe den Anspruch an mich selbst mich weiterzuentwickeln und wenn du das nicht siehst, dann ist dir leider nicht zu helfen" ?

Und das bringt mich wieder zu der Anfangsfrage: Sind es wirklich die Verhaltensweisen, die zu einer Betaisierung führen, auf die man dann einfach mit "kalt stellen" reagiert oder ist diese Betrachtung nur auf den ersten Blick sinnvoll und auf den zweiten Blick geht es eigentlich darum die "korrekte" innere Einstellung zu besitzen, denn komplexere Situationen erfordern auch eine komplexere Einschätzung der Lage und ein differenzierteres Verhalten?

Sollte eine Frau, die dich übertrieben angeht und aggressiv wirkt wirklich einfach kaltgestellt (und ggf. in der Situation stehen gelassen) werden? Man kann so handeln und es gibt sicherlich auch Situationen, in denen das angebracht ist, aber das ist es nicht immer. Diese Gestik soll zeigen "geh so mit mir nicht um, wenn du etwas von mir willst, sprich vernünftig mit mir". Aber kommt das auch an? Kann ein Kaltstellen nicht auch ankommen wie ein "du bist mir scheißegal und jetzt verpiss dich", was dazu führt, dass sich die Frau zurückzieht, obwohl sie dir durch ihre starke Emotionalität eigentlich nur zeigen wollte, dass sie sich Gedanken um dich macht und du ihr eben etwas bedeutest? Man kann Grenzen auch anders setzen und zwar mit einer gewissen Bestimmtheit und einem, so blöd es klingen mag, Vorbildcharakter. Kaltstellen ist, denke ich, für mich nur eine Ausnahmeoption, wenn ich den Eindruck habe, dass da ganz und gar nichts mehr ankommt, auf beiden Seiten.

Und jetzt die Königsfrage: Lasse ich mich deswegen nun betaisieren oder nicht ;-) ?

WwelteDnar1ch1itekt


Ich sollte noch anmerken, dass ich nie wirklich mit Drama-Queens oder so zu tun hatte, bei denen Kaltstellen vielleicht das einzige ist, was einigermaßen funktioniert. Ich glaube in gewisser Weise, dass die ganzen Ideen aus Lob des Sexismus zu sehr auf den Umgang mit solchen Frauen zugeschnitten sind. Wenn Frauen einigermaßen reflektiert sind und mit sich selbst klarkommen, dann ist kaltstellen meines Erachtens nach nicht die beste Lösung. Jedenfalls sind meine Überlegungen auf den Umgang mit eben solchen (also selbstbewussten und reflektierten (HSE-)) Frauen zugeschnitten. Anders kenne ich es zum Glück kaum.

t]su_Xnami


kaltstellen

ist ein Thema, auf das man bestimmt ausführlicher eingehen kann (was Weltenarchitekt auch schon gemacht hat), aus meiner Sicht nur soviel:

wenn mich eine Frau (vorübergehend) kaltstellen sollte, hat das insbesondere folgende Effekte:

1) wenn da bereits eine Anziehung war, verstärkt sich diese ggf., abhängig vom Grad der Anziehung, die bereits vorhanden war, endet evtl. sogar in Sehnsucht

und/oder

2) es gibt mir Zeit zum Nachdenken; mich, die Frau, die jeweilige Verhaltensweise, und das Verhältnis zu überdenken

wenn ich aber merke (Mann mit "Tomaten auf den Augen" merkt´s vielleicht gar nicht), dass das Ganze (insbesondere, Punkt 1) vor einem "manipulativen Hintergrund" steht, dann ist das für mich ein Spielchen, auf dass ich lieber verzichte, und vielleicht bin ich auch ein wenig böse darüber.

Könnte bei Frauen durchaus ähnlich sein, oder?

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Was anderes: ich lese gerade Ausüge aus "Lob des Sexismus" - ziemlich spannende Lektüre - und bin gerade hier hängengeblieben (da ging´s um LSE/HSE):

Erstaunlich häufig kannst du übrigens an den Ex-Freunden der Frauen, die du begehrst, erkennen, welcher Typ du selbst bist.

ich glaub, jetzt hab ich´n Problem... ;-)

Wveltenwarchit_ekt


Die Klassifizierung nach LSE/HSE solltest du nicht zu streng sehen. Niemand ist nur HSE oder nur LSE, das gibt es nicht. Es gibt aber in meinen Augen Tendenzen und wenn ich hier im Forum rumlese und meine, dass eine Story nach "LSE" riecht und dementsprechende Tipps gebe und die dann umgesetzt werden und eine positive Veränderung mit sich bringen, dann bin ich doch erstaunt darüber, wie zutreffend so manche Sachen aus LdS sind.

Interessanterweise habe ich aber auch schon das, was dort als "positive Manipulation" bezeichnet wird bei einigen HSE-Frauen ausmachen können und wenn man es bemerkt, dann ist man durchaus irgendwie sehr fasziniert ;-)

Erstaunlich häufig kannst du übrigens an den Ex-Freunden der Frauen, die du begehrst, erkennen, welcher Typ du selbst bist.

Falsche Schlussfolgerung in meinen Augen. Menschen verändern sich, Menschen suchen in unterschiedlichen Lebensabschnitten unterschiedliche Dinge. Wenn eine Frau also einige Ex-Freunde hatte, die eher der LSE-Typ waren und sie diese Typen eine Weile angezogen hat und dann einfach irgendwann genug von ihnen hatte und auch kein Bock mehr auf Beziehungen zu solchen Typen hat, weil sie sich entwickelt hat, dann kann diese Schlussfolgerung nicht greifen.

Außerdem erfordert diese Schlussfolgerung eine zeitliche Komponente. Wenn du nämlich nach einigen Wochen merkst, dass das mit ihr doch nicht so ganz gut gehen kann, dann hast du rechtzeitig eingelenkt, obwohl vielleicht anfangs eine spezielle Anziehungskraft da war. Diese Anziehungskraft kann aber von allem möglichen kommen (beispielsweise den HSE-Elementen, die auch LSE-Frauen haben).

Man sollte in meinen Augen besser folgendes beobachten: Mit was für Leuten umgibt sich die Frau zum gegenwärtigen Zeitpunkt gerne und wie geht sie mit diesen um? Welche Eigenschaften an anderen Menschen findet sie anziehend, zu welchen Eigenschaften grenzt sie sich ab? Welche Art von Männern findet die Frau anziehend?

Und sofern man einigermaßen objektiv bleiben kann: Welchen Typ Frau hat man schlussendlich vor sich? Es ist also besser vom Typ der Frau auf den eigenen Typ zu schließen und nicht vom Typ der Ex-Freunde aus. Es sei denn natürlich man angelt sich eine, die 1 Woche vorher noch von ihrem Freund (jetzt Ex-Freund) verprügelt wurde. Da sollte man vielleicht besonders aufmerksam sein.

Naja, vielleicht betrachte ich das ganze schon wieder viel zu differenziert und das einzige, was dieses Zitat aus LdS eigentlich bringen sollte, war, um das Bewusstsein und die Aufmerksamkeit des Lesers zu schulen und überhaupt mal "aufzuwecken". Wenn man bisher sehr unbewusst mit diesen Dingen umgegangen ist, dann soll es dabei helfen einzuordnen, in welcher Situation man selbst gerade steckt und ob man diese Situation will. Ist man sich dessen bewusst, führt das zu Selbstbewusstsein und damit ist schon der erste Schritt Richtung HSE (Hohes Selbstbewusstsein) getan ;-)

(Gut, ich missbrauche das Wort hier ein wenig, aber es sollte klar sein, dass Selbstbewusstsein immer durch Reflektion kommt und das Erkennen von Stärken und Schwächen.)

WeeltIenarVchibt.ekt


Könnte bei Frauen durchaus ähnlich sein, oder?

Ja, aber es ging hier um Kaltstellen in Reaktion auf einen Manipulationsversuch ;-)

Ich würde, so wie du das beschreibst, nicht von Kaltstellen sprechen, sondern davon, dass man sich einfach mal ne Weile nicht sieht, aus welchen Gründen auch immer. Wenn man sich ein paar Tage nicht sieht, dann steigt natürlich die Sehnsucht, klar ;-)

niinoPva


Da kann man nicht mal ´n Tag freinehmen, ohne dass sich hier die Ereignisse überschlagen… ;-)

@ tsu_nami

Scheinst ja doch noch ein bisschen zu bleiben. Schön. Hab auch nicht ganz kapiert, warum Du Dich abmelden wolltest. Ist der Grund jetzt vom Tisch?

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Beziehung? "Ist, wenn beide es sagen." Mehr gemeinsamen Nenner finde ich kaum, trotz Beleuchtung von allen Seiten. Ja, und die Zukunftsausrichtung, da gebe ich Dir Recht.

@ themroc

Zur Klarstellung: ich bin kein 'Dünnbrett Pitt', oder sonst Traumtyp. Höre ich auf zu agieren, bin ich schwuppdiwupp unsichtbar

Na, da haben wir was gemeinsam. Aber schön, es wenigstens beeinflussen zu können. Bloß hat´s leider viel zu lange gedauert, bis ich gemerkt habe, wie reizvoll das sein kann… ;-D

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Zu "Helly H. in Norddeutschland" fallen mir vor allem in unserem Städtchen Touristen-Paare mittleren und gesetzten Alters ein, die ihre Wind-und-Wetterjacken in Knallfarben im PARTNERLOOK spazieren tragen. Geschmacklicher Grenzwert klar überschritten! {:(

@ pursche

Wollte Dich nicht anmaulen, bezogen auf "archaische Unterstellung". Sorry, nicht gekränkt sein, bitte!

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Zu Deinen Überlegungen und dem "Filter" ein weibliches Feedback.

Muss etwas ausholen: Ein paar Seiten vorher war die Rede von einer "Bestimmtheit", die mMn sehr gut beschreibt, was Männlichkeit ausmachen kann und auf die sich viele einigen konnten. (Bei Frauen würde ich die korrespondierende Eigenschaft eher "Klarheit" nennen.)

Bei Dir dagegen kommt aus Deinen Texten (subjektiv!!!) bei mir eine Unsicherheit an, die diese Bestimmtheit (noch?) nicht zeigt. Finde die Gedanken, die Du Dir machst oft süß und rührend. Aber auch kompliziert und wenig zielführend.

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Dem "Filter", der wohl durch diese Gedanken verursacht wird - und seinen negativen Folgen - könntest Du vielleicht entkommen, indem Du zu mehr "Bestimmtheit" findest – und dadurch auch deutlichere Rückmeldungen aus Deiner Umwelt bekommst.

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Würde mir, zum Beispiel bei einer Abschiedsszene, etwas Konkretes vornehmen, wie zum Beispiel eine kurze, unaufdringliche Umarmung – und das dann mal durchziehen, ohne auf Gedanken, Reaktionen oder Spekulationen zu achten. Höflich und respektvoll natürlich. Aber bestimmt! Wenn ihre Körpersprache nicht ganz in die Richtung weist, kannst Du nachhelfen: "Hey, ich würd Dich gern kurz in den Arm nehmen, dreh Dich mal zu mir."

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Das ist objektiv wohl kaum unpassend oder distanzlos. Dafür aber ein bestimmt und deutlich. Und so bekommst Du auch deutliche Rückmeldungen aus dem "richtigen Leben" (sie wird Dir wohl keine Ohrfeige geben, aber die Umarmung deutlich erwidern – oder nicht.) und bist weniger auf Gedanken, Grübeleien und Spekulationen angewiesen: Der "Filter" wäre durchlässiger.

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Um all das zu können, musst Du für Dich erstmal ein paar Entscheidungen treffen - und bei denen auch eine Zeit lang bleiben, auch wenn Deine Umwelt vielleicht nicht gleich positiv reagiert.

Ist ein bisschen mehr Risiko. Aber Schritt für Schritt zu "machen" wird Dir mehr helfen als noch mehr zu grübeln. Denke auch, dass der Weg und das Ziel jetzt noch nicht klar sein müssen. Aber losgehen kannst Du schon mal, oder? :-)

@ Nordstern

Deinen verschwitzten Fahrrad-Auftritt hätte ich zu gern gesehen! ;-D Mir springt da, stellvertretend für Herrn X, grad die Fantasie an: Schöne Gesichtsfarbe, leicht zerzauselte Frisur: Er entdeckt eine lebendige, neue Facette an Dir und schaut hinter die (wie ich immer noch bei Euch vermute) gelackte Profi-Fassade der Frau N. Toll!

Wichtig bei solchen "ungeschminkten" Auftritten ist bloß, sie mit Würde zu verkaufen, den unfrisierten Kopf hoch zu tragen und völlig unbeeindruckt zu sein (zu tun… ;-)).

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Denke, "perfektes Styling" ist eher ein Ding, auf das Frauen untereinander achten.

Männer scheint es oft schlicht egal zu sein, ob der Lidstrich sitzt oder das Näschen lückenlos gepudert ist.

Oder?

vainngt]sun


Gut, ich missbrauche das Wort hier ein wenig, aber es sollte klar sein, dass Selbstbewusstsein immer durch Reflektion kommt und das Erkennen von Stärken und Schwächen.)

Sehe ich ganz anders. Ich hatte schon ein paar mal geschrieben (nicht nur in diesem Faden), dass Selbstbewusstsein sich auch "eingeredet" werden kann, genau wie das Gegenteil. Wer schon mal eine Depression hatte, wird wissen wovon ich spreche. Stickwort: Autosuggestion. Bin selbst das perfekte Besipiel dafür.

nMinovxa


@ WA

*unterschreib* "Kalt stellen" finde ich eine gute Maßnahme, wenn der/die Andere es, unabhängig vom Inhalt, an Manieren fehlen lässt.

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Bloß die empfundene "Betaisierung" finde ich von Männern evtl zu schnell herbeigeredet, da sie gern mal die Welt als hierarchisch strukturiert begreifen und etsprechend empfindlich reagieren, wenn die Frau ihrer Meinung nach die "Rangordnungen" in Frage stellt - unabhängig von der eigentlichen Intention der Dame (...die sich aber dieser verbreiteten Weltsicht gegenüber natürlich auch sensibel zeigen sollte).

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Ein Mann, der "weiß, was er will", wird sich im Idealfall berechtigte Kritik zu Herzen nehmen und unberechtigtes Genörgel abperlen lassen, wie Du es oben beschrieben hast.

Wer das nicht kann, braucht mMn auch keine "Betaisierung" - der ist noch mitten im Prozess seiner Persönlichkeitsentwicklung und sowieso entsprechend leicht aus dem Sattel zu heben: Da greift die "Drama Queen" doch gern an... ;-)

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...und danke für die Erläuterungen zu den "Ex-Freunden". Hätte da sonst interessiert nachgefragt, da mein aktueller Gefährte und der Ex bis auf die Muttersprache praktisch nix gemeinsam haben...was auch immer das bedeutet ???

Nmordstlern7x5


Erstmal wollte ich mal sagen, dass ich Eure theoretischen Betrachtungen hier im Faden immer wieder gerne lese, auch wenn ich selten dazu beitrage. Hoffe, dass ist o.k.. Von mir heute nur ein wenig destillierter oder reflektierter, reiner Erlebnisbericht (s.u.):

Vielen Dank für Eure Kommentare zu meinem "verschwitzten Fahrrad-Auftritt", mit so vielen Reaktionen hatte ich gar nicht gerechnet *:)

@ ninova

Deinen verschwitzten Fahrrad-Auftritt hätte ich zu gern gesehen! Mir springt da, stellvertretend für Herrn X, grad die Fantasie an: Schöne Gesichtsfarbe, leicht zerzauselte Frisur: Er entdeckt eine lebendige, neue Facette an Dir und schaut hinter die (wie ich immer noch bei Euch vermute) gelackte Profi-Fassade der Frau N. Toll!

Ich hoffe sehr, dass es so war! Du hast wohl recht, die Profifassade ist besonders bei ihm sehr ausgeprägt und eben nicht nur Fassade; allerdings gebe ich mir in meiner Abteilung sonst schon auch Mühe eine solche aufzubauen, muss ja deutlich machen, dass ich noch viel vorhabe!

@ all

Vielleicht hat der Auftritt tatsächlich etwas gebracht, ich bin heute nämlich einen (für mich) großen Schritt weitergekommen:

Kurze Wiederholung:

Ich hatte ja vor fast einem Monat mal Herrn XX per e-mail gefragt, wann wir mal wieder zusammen in die Kantine gehen (nachdem wir uns vorher einmal zufällig dort getroffen hatten) und ihm gesagt, er könne sich ja melden. Seine Antwort: "Mache ich sehr gerne", und dann kam nichts. :-/

Jetzt hatte ich keine Lust mehr jeden Mittag zu warten, ob er vielleicht anruft und habe mir gedacht, dass ich ihn vielleicht doch noch mal ermuntern muss, da er von sich aus nicht darauf zurückkommt. Das wäre ich umgekehrt wahrscheinlich auch nicht, nach dem Motto "Vielleicht war das vor Wochen nur so spontan gesagt und wenn ich jetzt wieder darauf zurückkomme ist das auch irgendwie komisch".

Also habe ich heute meinen Mut zusammen genommen und ihm folgende e-mail als Antwort geschickt:

"Hallo Herr XX,

Schade, dass wir dieses Thema bisher nicht wieder aufgenommen haben....

Falls Sie es sich nicht anders überlegt haben: ich gehe heute schon um halb eins in die Kantine, vielleicht haben Sie dann ja auch Zeit.

Wenn nicht, passt es ja vielleicht nächste Woche irgendwann einmal?

Schöne Grüße,

Nordstern"

Als er die e-mail 20 Minuten später gelesen hat (ich finde Lesebestätigungen immer noch toll ;-D), ist mein Puls erstmal in die Höhe gegangen. Ich dachte, ok, wenn er’s doof findet wird er höflich antworten, dass er das für keine gute Idee hält oder hat die Möglichkeit einfach später essen zu gehen. Aber nichts, kein Anruf, keine e-mail. Ok, ich also pünktlich los....er war tatsächlich da! :)^ Hatte zwar seinen neuen Kollegen dabei, aber immerhin.

Ich fand ja, dass er sogar ein bisschen rot geworden ist, als er mich begrüßt hat. Wir haben uns dann beim Essen sehr nett, aber eher oberflächlich unterhalten (halt wegen des Kollegen), für mein Empfinden mit ein wenig Verlegenheit auf beiden Seiten. Anschließend haben wir noch einen Kaffee zusammen getrunken, was sein Vorschlag war, obwohl er dort noch nie einen getrunken hat. Er hat mich dazu eingeladen (ich hatte kein Geld dabei), natürlich habe ich gesagt, dass der nächstes Mal auf mich geht. Und zum Abschied hat er mir dann noch einmal seeehr tief in die Augen geschaut... x:)

Wcelt@enar-chditekxt


@ ninova

"Kalt stellen" finde ich eine gute Maßnahme, wenn der/die Andere es, unabhängig vom Inhalt, an Manieren fehlen lässt.

Manieren, perfekt, genau das Wort trifft es :-)

Bloß die empfundene "Betaisierung" finde ich von Männern evtl zu schnell herbeigeredet, da sie gern mal die Welt als hierarchisch strukturiert begreifen und etsprechend empfindlich reagieren, wenn die Frau ihrer Meinung nach die "Rangordnungen" in Frage stellt - unabhängig von der eigentlichen Intention der Dame

Weiß nicht genau, ob ich die Welt wirklich hierarchisch strukturiert betrachte. Für mich geht es bei der Betaisierung auch nicht darum, ob eine Hierarchie in Frage gestellt wird, sondern darum, dass der Mann "kontrollierbar" gemacht wird sozusagen. Hast du denn Erfahrungen damit, dass Männer sich wirklich in ihrer Rangordnung angegriffen fühlen?

Wenn dem so ist, dann ist das eigentlich, nunja, schade, weil es zu nichts führt. Es ist wie mit Menschen, die eine Autorität darstellen und Menschen, die sich autoritär verhalten. Erstere werden nicht wirklich angegriffen bzw. wenden Angriffe intuitiv ab, letztere fühlen sich ständig angegriffen und versuchen durch bestimmtes Verhalten eine Autorität darzustellen. Der eine ist es, der andere stellt es dar ohne es wirklich zu sein. Ersteres funktioniert sehr gut, letzteres nur bedingt. Der Unterschied ist gravierend.

(Aber: Um seine Grenzen zu erweitern kann es durchaus sinnvoll sein sich anders zu verhalten, als man "ist" - oder besser: "bisher war" -, um Möglichkeiten zu erkennen und Veränderung herbeizuführen. Letztendlich geht es ja in diesem Regelwerk darum sich mal anders zu verhalten, als sonst, sich in den Arsch zu treten.)

Ein Mann, der "weiß, was er will", wird sich im Idealfall berechtigte Kritik zu Herzen nehmen und unberechtigtes Genörgel abperlen lassen, wie Du es oben beschrieben hast.

Ja. In diesem Zusammenhang sei noch dieses nette 4-Ohren-Modell der Kommunikation erwähnt. Ich selbst merke an mir, wie ich sehr stark auf den sachlichen Inhalt der Worte achte. Dabei kann es auch ganz anders sein. Worte können auch nur belangloses Transportmittel für Gefühle sein, weitestgehend unabhängig von deren Inhalt (Stichwort: Du Arschloch). Ich jedenfalls versuche meine Aufmerksamkeit im Moment auch auf die anderen Ohren zu richten ;-)

@ Nordstern

Schöne Mail, wie aus dem Lehrbuch. Du hast ihm eine Möglichkeit geboten ohne ihn zu fragen (das funktioniert anders herum genauso, also für Frauen), was in ihm etwas ganz bestimmtes ausgelöst hat und zwar, dass er sich entscheiden muss. Er kann die Möglichkeit wahrnehmen, muss es aber nicht und wenn er es nicht tut, könnte er möglicherweise etwas verpassen. Du jedenfalls isst auch ohne ihn ;-)

t[suz_nahmi


@ Weltenarchitekt

Nachdem ich den Passus mit den LSE/HSE Frauen (und Männern) und derer Merkmale, durchgelesen hatte, war genau das mein erster Gedanke:

Niemand ist nur HSE oder nur LSE, das gibt es nicht.

Ich fand die LSE/HSE Klassifizierung, auch wenn durchaus zutreffend, zu vereinfachend/radikal. Deinen treffenden und (nicht zu) differenzierten Aussagen diesbezüglich kann ich in vollem Umfang zustimmen. Ist fast so, als hättest du einen Gedanken, den ich nur begonnen hatte, zu Ende geführt.

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Ja, aber es ging hier um Kaltstellen in Reaktion auf einen Manipulationsversuch

Allgemein gesehen, ist "das Kaltstellen in Reaktion auf einen Manipulationsversuch" sicherlich ein adäquates Mittel, um seine "Ruhe zu haben", in der Hoffnung, das sich die Situation bzw. Frau bis zum "nächsten Mal" geändert hat. Aber ist das nicht gleichzeitig auch eine Flucht, Aufgabe jeglicher Kontroll- bzw. Einflußmöglichkeit und die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sich gar nichts ändert bzw. verbessert?

Ich habe das Verhalten der Frau in den Schilderungen von Kati520B, weder als Manipulations -noch Betaisierunsversuch interpretiert, sondern so

obwohl sie dir durch ihre starke Emotionalität eigentlich nur zeigen wollte, dass sie sich Gedanken um dich macht und du ihr eben etwas bedeutest?

und richtig, sie könnte den "Kaltstellungsversuch" so auffassen:

"geh so mit mir nicht um, wenn du etwas von mir willst, sprich vernünftig mit mir". Aber kommt das auch an? Kann ein Kaltstellen nicht auch ankommen wie ein "du bist mir scheißegal und jetzt verpiss dich", was dazu führt, dass sich die Frau zurückzieht,

Ich hab das jetzt so gesehen, dass Kati520B die Konfrontation gesucht hat bzw. die "Flucht nach vorn" angetreten ist.

Natürlich ist das "brutal" und er hätte die "Stimmung" auf einem harmonischeren Niveau halten können, aber auf Kosten der Ehrlichkeit bzw. Authentizität, und zu welchem Zweck?

Bin mir zwar noch nicht vollends schlüssig, aber grundsätzlich entzieht sich mir die Logik des Kaltstellens.

@ ninova

Scheinst ja doch noch ein bisschen zu bleiben. Schön. Hab auch nicht ganz kapiert, warum Du Dich abmelden wolltest. Ist der Grund jetzt vom Tisch?

So richtig kapiert hab ich´s auch nicht, daher kann ich auch nicht erklären, warum ich noch da bin, aber es liegt ganz bestimmt auch an "euch" :)^ und dem überaus interessanten Thema.

Männer scheint es oft schlicht egal zu sein, ob der Lidstrich sitzt oder das Näschen lückenlos gepudert ist.

Egal ist es mir nicht, aber da wo Frauen schon fast eine Wissenschaft draus machen, da haben die meisten Männer in ihrer beschränkten Wahrnehmung optischer Frauenreize (Kleidung und "Gesichtsverschönerung") doch eher nur die Differenzierung "die hat aber ganz schön viel Makeup drauf" oder (z.B. nur Gesichtscreme) "das ist eine ganz "natürliche" Frau" - wie gesagt die Wahrnehmung der Männer ist diesbezüglich doch stark eingeschränkt (Ausnahmen bestätigen die Regel).

@ vingtsun

Gut, ich missbrauche das Wort hier ein wenig, aber es sollte klar sein, dass Selbstbewusstsein immer durch Reflektion kommt und das Erkennen von Stärken und Schwächen.)

Sehe ich ganz anders. Ich hatte schon ein paar mal geschrieben (nicht nur in diesem Faden), dass Selbstbewusstsein sich auch "eingeredet" werden kann, genau wie das Gegenteil. Wer schon mal eine Depression hatte, wird wissen wovon ich spreche. Stickwort: Autosuggestion. Bin selbst das perfekte Besipiel dafür.

Ein sich selbst eingeredetes Selbstbewußtsein, wie soll das funktionieren? Ein sich selbst eingeredetes Selbstbewußtsein ist kein Selbstbewußtsein.

Beispiel: Wenn ich mir persönlich den ganzen Tag einrede "Ich bin der coolste Hengst der Welt, kriege alle Frauen rum und bin Charmeur "hoch zehn".", dann hat das wenig mit meiner Realität zu tun, und noch weniger mit Selbstbewußtsein.

Sich einer Sache oder dir selbst bewußt zu sein, ist eine Sache; über etwas zu reden oder sich etwas einzureden, ist eine ganz andere.

Depression ist eine Krankheit, und sicherlich eine sehr unangenehme, welche dein Gemüt belastet und deine Handlungsmöglichkeiten einschränkt (und vielleicht redest du dir zur Zeit einer Depression viel ein), aber dass muss in keinster Weise etwas mit deinem Selbstbewußtsein zu tun haben.

Weltenarchitekt hat es schon gesagt, dich dir deiner "selbst bewußt" zu sein, heißt insbesondere, dir deiner Schwächen und Stärken bewußt zu sein, dem was da wirklich ist.

Einreden kann man sich viel, um nicht zu sagen, alles. Das Selbstbewußtsein hingegen, ist nicht so tolerant.

@ Nordstern75

Sehr schön, und sehr spannend... und Teilaspekte kann ich seeeeehr gut nachvollziehen...

W\eltenaIrchiltekt


Bin mir zwar noch nicht vollends schlüssig, aber grundsätzlich entzieht sich mir die Logik des Kaltstellens.

Der Sinn ist, dass "schlechte Manieren" damit sanktioniert werden. Dass hinter sowas oft auch Ausdruck eines Gefühls steckt, ist klar, das heißt aber noch lange nicht, dass man darauf auch immer Rücksicht nehmen sollte. Wenn dich eine Frau in aller Öffentlichkeit beleidigt, dann solltest du sie unverzüglich stehen lassen, bis sie sich wieder beruhigt hat. Natürlich macht es Sinn darüber nachzudenken, woher das kommt und was dahintersteckt, aber nicht im ersten Moment.

Es ist also in erster Linie dann sinnvoll, wenn aus irgendwelchen Gründen (beispielsweise sehr erhitzten Gemütern) keine Kommunikationsgrundlage mehr besteht.

OT: Ich wundere mich gerade über die Bedeutung von [[http://de.wikipedia.org/wiki/Sanktion Sanktion]]. Es bedeutet eigentlich [[http://www.dwds.de/?woerterbuch=1&qu=sanktion&cc=DWDS&tc=%2F.%2F&ps=50&kw=off&von=1900-01-01&bis=2000-12-31&sort=1&res=-1&cp=1 Bestätigung/Anerkennung]], wird aber im Sprachgebrauch im Sinne von Bestrafung verwendet. Merkwürdig.

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