Mein Regelwerk zum Frauenaufreißen

Lnewixan


Man könnte versuchen solche Extremsituationen zu forcieren und sie dann auszunutzen.

Das hier klingt ziemlich bedenklich. Man kann da schnell Sachen reininterpretieren, die aus gutem Grund illegal sind.

Da sage ich mal: "Erfolgreich aufreissen hin oder her; wer ein Herz hat, bringt einen anderen Menschen nicht vorsaetzlich in solche Situationen."

vaingtxsun


Lewian,

ich hatte klar und deutlich geschrieben, dass die Beispiele stark übertrieben sind. Daran ist weder etwas illegal noch bedenklich. Einen gefährlichen Angreifer auszuschalten ist etwas anderes als die Dame zu einem Schwangerschaftsabbruch zu begleiten. Es ging darum, der Angebeteten zu zeigen, in welche Gefahr man sich für sie begeben würde, denn das bewirkt eine viel grössere Gefühlsreaktion als alles andere. Und nebenbei zeigt man, was man für ein Mann ist, ....um jetztmal die Kurve in die Richtung Weichei-ganzer Kerl zu kriegen.

LAewEiaKn


Was meinst du denn mit "solche Situationen forcieren"?

vfingktsuxn


ich meine nicht, dass man die Angebetete in Gefahr bringt, sondern sich selber. Vielleicht ist eine Schlägerei doch nicht so das verkehrte Beispiel. Man sieht z.B., dass ein Farbiger von irgendeinem rassischtischen Arschloch angemacht/drangsalisert wird und geht dazwischen. Es geht um Situationen, in denen man seinen Mut beweisen kann/muss.

L#ewZian


OK. Ich fand es halt urspruenglich sehr missverstaendlich formuliert. Als sollte man solche Situationen vorsaetzlich herbeizufuehren versuchen.

L{ordcOfTheU4Ringxs


Kauf ihnen was zu essen oder gib ihnen gar nichts

Situation: Vorm Lidl saß einer und stank nach Alk.

Ich habe gerade zufällig Brötchen gekauft (frische!!!) und habe dem eins gegeben und meinte "Hier hab keinen Euro aber ein Brötchen!"

..

Er: "Ich brauch dein scheiß Essen nicht.." und schmiß das Brötchen weg!

Das war eine recht schockierende Situation, auch weil es Samstagmorgen war und ich einfach nur mal nett sein wollte!

tVsx_


Von Bettlern und Glaubensbekehrern

Glaubensbekehrer

Zu dieser "glorreichen" Fraktion der Glaubensbekehrer gehören auch die Scientologen. Der Gründer ist der verstorbene L. Ron Hubbard, und sein Buch "Dianetics" (zu deutsch: Dianetik) ist das Fundament der Scientology Religion.

In Berlin gibt´s mittlerweile sogar eine Scientology Kirche, in der man sich in kleinen Vorführsälen Filme zum Thema Dianetik anschauen kann. Außerdem findet man in den letzten Jahren recht viele Scientology-Stände an gut frequentierten Plätzen – z.B. an einer Stelle des Ku´damms.

Es gab mal eine kurze Phase in meinem Leben, da habe ich mir überlegt, bei denen Mitglied zu werden, um einfach mal zu sehen, wie die hinter verschlossenen Türen meinen Willen brechen und mich zu ihrem hörigen Werkzeug machen – so was sollen die angeblich machen. Das war einfach der Reiz, mal zu sehen, wie "hart" diese Jungs wirklich sind, und mit welchen Mitteln sie arbeiten. War dann aber doch zu faul, das Ganze durchzuziehen.

Da ich mir mit 15 in England das Buch "Dianetics" gekauft hatte – nach ca. einem Fünftel hab ich´s in die Ecke bzw. weggeschmissen – wusste ich schon grob, worum es geht.

Die Aussage des Autors ist in etwa: Durch gesellschaftliche und biologische Konditionierung bist du dazu verdammt, ein Leben im Mittelmaß – mit zahlreichen Ängsten und Einschränkungen – zu führen; und das, wobei du doch unerschöpfliches Potential und Energie besitzt; du musst dieses gigantische Potential nur verstehen und nutzen.

...

Ich war bereits am Scientology-Stand vorbeigegangen, mit der Antwort: "Hab keine Zeit.", weil ich was zu erledigen hatte. Auf dem Rückweg hatte ich jedoch Zeit, und dachte mir: "Jetzt schaust du einfach mal, was die dir in persona zu erzählen haben."

Ich stoppte also an dem Stand und schaute mir alles genau an – 2 Werbeplakate, ein großer Tisch mit Türmen des Buches Dianetik, merkwürdig aussehende "Messgeräte" und um den Tisch herum vier "Mitarbeiter". Dauerte auch nicht lang, bis mich eine knapp 40-jährige Frau ansprach. Sagte ihr, dass ich mir das Ganze nur anschauen wolle. ;-)

Kurz darauf - denn ich hatte "widerwillig" Interesse an dem Ganzen bekundet – setzte ich mich auf einen Stuhl, und sie wollte meinen "Stress-Level" messen und ob mich etwas bedrückt. Noch bevor ich an das Messgerät "angeschlossen" wurde, fragte sie mich, was für Probleme ich hätte. Ich antwortete ihr, dass ich keine Probleme habe, sondern eher Herausforderungen, und ich grundsätzlich nicht mit dem Begriff "Problem" hantiere bzw. damit "arbeite". Sie meinte allerdings, ich müsse doch irgendwelche Probleme haben, seien es finanzielle, mit meiner Beziehung, meinem Job, oder vielleicht mit meinem Vater oder meiner Mutter, dass vielleicht der Kontakt/Verhältnis nicht gut sei, usw.. Ich verneinte diese Aussage, und sie begann mit der "Messung". Sie drückte mir jeweils eine "Klopapierrolle" (also das, was übrig bleibt, wenn das Papier weg ist, allerdings aus Metall) in die linke und rechte Hand. Ich sollte die "Klopapierrollen" ganz ruhig halten – mit den Handinnenflächen nach unten. Ich kam mir ziemlich doof vor, und dachte mir gleichzeitig, dass diese unnatürliche Körper- bzw. Handhaltung nicht nur ein leicht unangenehmes Gefühl verursacht, sondern, dass das Eingehen auf diesen "Zirkus", dem anderen auf einer physiologisch-psychologischen Ebene einen gewissen Grad an Kontrolle bzw. Macht verleiht – ich spreche von ganz subtilen Nuancen der Macht bzw. Kontrolle.

Ich hielt also diese Dinger in meinen Händen, welche durch Kabel mit dem Anzeigegerät verbunden waren, welches sie gerade kalibrierte. Sie sagte mir: "Denken sie an etwas, dass für sie sehr unangenehm ist! Zum Beispiel ihren Beruf oder das Verhältnis zu ihrer Mutter (darauf kam sie wohl, weil ich vorher erwähnt hatte, dass ich keinen sehr engen Kontakt mit meiner Mutter habe)." Ich begann dann zu überlegen: "unangenehm" ist erst mal nur ein Wort, aber andererseits ist das auch ein Gefühl – so meint sie das bestimmt - so was wie Schmerz oder Angst. Vielleicht auch körperlicher Schmerz, wenn man anfängt zu schwitzen… aber das wäre ja dann vielleicht eher Sport. Was sind für mich eigentlich "unangenehme Situationen"? Okay, ich weiß es nicht wirklich. Hmm… Ich versuch jetzt einfach mal, mich richtig unangenehm zu fühlen. Hmm… wie mach ich das jetzt bloß …

Noch bevor ich meinen Gedankengang zu Ende führen konnte, welcher sich in Bruchteilen von Sekunden abspielte, meinte sie: "Ich hatte da einen sehr starken Ausschlag. An was haben sie gerade gedacht? Vielleicht an ihre Mutter?" Und ich antwortete: "Ich hab noch gar nicht angefangen, an etwas Unangenehmes zu denken. Vielleicht können wir das noch mal versuchen." So nahm das Ganze seinen Lauf, und sie hat ständig versucht, mir irgendwelche Probleme einzureden, aber das "unangenehm"-Gefühl wollte sich einfach nicht einstellen, eher fand ich´s lustig und interessant. Irgendwann, und da war dann bestimmt auch schon ne viertel Stunde vergangen, meinte sie, sie müsste eine rauchen. Da hab ich dann zugestimmt, und hab eine mitgeraucht. Aber natürlich wollte sie mich nicht "aufgeben" und hat mir erzählt, dass es ihr damals "auch" sehr schlecht ging, und dass es ihr jetzt gut geht und sie ihre "Erfüllung" gefunden habe, durch L. Ron Hubbard und sein Buch "Dianetik". Sie streckt es mir entgegen und meinte, da stehe alles Wichtige drin. Ich beglückwünschte sie dazu, dass sie "ihren Weg" gefunden hat, aber gab ihr zu bedenken, dass ihre "richtigen" Antworten, nicht zwangsläufig die "richtigen" Antworten für alle anderen Menschen sind. Und so verging eine weitere viertel Stunde, dass ich ihr höflich und diplomatisch, meine "Sicht der Dinge" erkärte… dass man sich mit allem und vielem beschäftigen soll… dass man sich nicht auf die Meinungen und Aussagen anderer verlassen soll… dass man selbst erkennen muss, "dass Feuer heiß ist, und das man sich daran verbrennen kann"… dass "Second-Hand-Erfahrungen" einem nicht wirklich viel bringen… usw. und so fort (also auch die Frage, warum irgendein Buch oder irgendein Mensch es "besser wissen" sollte als sie selbst). Ihre Antwort darauf war, die komplette Wahrheit stehe im Buch Dianetik, und ich müsste mich nur darauf einlassen und würde es dann verstehen…

Zum Ende wollte ich ihr noch sagen, dass wenn der Hubbard noch leben würde, ich gerne mit ihm gesprochen hätte, und dass er mir wahrscheinlich in einigen Punkten zugestimmt hätte, auch wenn er sich gleichzeitig hätte Fehler in seiner Denke zugestehen müssen.

Aber ich wollte ihr mit meiner fehlerhaften Denke nicht zu Nahe treten, und dabei gleichzeitig ihren "Gott" vom Thron stürzen, also hab ich´s mir verkniffen, und mich nur kurz verabschiedet.

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Bettler

Ich gebe Bettlern grundsätzlich nichts. Die Bettler haben mich nach spätestens 2 oder 3 Sekunden vergessen, und ich sie auch. Ob ich einem Bettler vielleicht mal 1 oder gar 10 Euro gebe, macht für den Bettler keinen nennenswerten Unterschied, und für mich auch nicht, also spar ich mir die "Mühe".

Ich war noch nie ein Bettler und werde auch nie einer sein. Das hat nichts mit Zufall zu tun. Ich bin kein Bettler und werde nie einer sein, weil ich Fähigkeiten habe, weil ich arbeite, und letztendlich und am wichtigsten, mich jeden Tag dazu entscheide, kein versoffener Bettler zu sein.

Okay, im Umkehrschluss muss die Frage gestellt werden, hat sich ein Bettler dazu entschieden, ein Bettler zu sein?

Darauf gibt es nur zwei Antworten: Ja oder Nein.

"Ja, ich bin ein Bettler, habe in meinem Leben falsche Entscheidungen getroffen, und bin daher, per Entscheidung, jetzt ein Bettler."

Der Bettler hat seine Entscheidung getroffen, außerhalb der Gesellschaft zu stehen, zu betteln und zu bitten, und dafür verachtet und ignoriert zu werden. Also, ignoriere ihn, denn er hat sich selbst dafür entschieden.

"Nein, es war keine Entscheidung, ein Bettler zu sein. Meine Kindheit, mein Elternhaus, das was mir passiert ist, das war die Hölle. Armut und zu Betteln sind für mich keine Fremdwörter. Das ist das was ich kenne, und so lebe ich."

Habe Verständnis oder auch mal 1 Euro für den Bettler, denn wer garantiert dir, dass es nicht nur eine Frage des Zufalls ist, dass du nicht der Bettelnde bist - und du würdest dich über 1 Euro freuen.

M?aschinDenkaxnone


ts

Zu dieser "glorreichen" Fraktion der Glaubensbekehrer gehören auch die Scientologen.

Davon war hier nicht die Rede. Und das ist was völlig anderes als Leute, die aus christlichem Glauben handeln.

Ich war noch nie ein Bettler und werde auch nie einer sein.

Wenn ersteres der Fall ist, solltest du dich mit solchen Dogmen zurückhalten. Wer nie Liebeskummer hatte wird jeden für diesen "Unsinnn" auslachen. Wer nicht selber geraucht hat, wird einen Raucher nie verstehen können. Urteile ohne eigene Erfahrung sind realitätsfremd und von Natur aus relativ wertlos.

Das hat nichts mit Zufall zu tun. Ich bin kein Bettler und werde nie einer sein, weil ich Fähigkeiten habe, weil ich arbeite, und letztendlich und am wichtigsten, mich jeden Tag dazu entscheide, kein versoffener Bettler zu sein.

Wenn dir ein Angehörioger stirbtr, deine Frau wegrennt, oder du durch einen schweren Unfall behindert wirst, du aufgrund solcher Problemkomplexe psychosomatisch krank wirst und deine Arbeit nicht mehr ausüben kannst, bzw. verlierst, kann dein Leben innerhalb eines Jahres zusammenfallen wie das sprichwörtliche Kartenhaus. Sogenannte "Penner" sind nicht als "willensschwachse Individuen" auf die Welt gekommen. Das Leben, also die unbeeinflussbaren Ereignisse, formen den Menschen. Natürlich hat er immer die Macht der eigenen Entscheidung (Schopenhauer lassen wir mal in der Kiste) aber die Kraft des Menschen ist auch begrenzt.

Viele Ossis haben ihr Leben lang bis in ihre fünfziger Jahre gearbeitet, zuverlässig, pünktlich, 30 Jahre lang. "Wertvolle Mitlgieder der sozialistischen Gesellschaft"; wurden nach der Wende arbeitslos, kamen mit der Veränderung und der fremden Situation nicht kla rund fanden aus altersgründen auch keine neue Beschäftigung, womit sie wiederum den Sinn in ihrem Leben verloren und landeten mit der Bierflasche vorm Netto. Mit "Willensschwäche" oder "eigener Entscheidung" hat sowas so wenig zu tun, wie, dass man nass wird, wenn man in einen Platzregen kommt und den Regenschrim vergessen hat. Klar muss man deshalb nicht wie ein Häfchen Elend im Regen stehenbleiben, aber wie gesagt, Kraft, Anpassungsfähigkeit und Kapazitäten eines Menschen sind begrenzt.

Und wenn sich eine bestimmte Entwicklungsrichtung erstmal etabliert hat und noch eine stoffgebundene Sucht dazukommt, wird es schnell und kontinuierlich immer schwerer, den Kurs wieder zu ändern. Also man sollte sehr vorsichtig sein, das Schwert der Verurteilung so hoch über den Kopf zu heben.

Okay, im Umkehrschluss muss die Frage gestellt werden, hat sich ein Bettler dazu entschieden, ein Bettler zu sein?

Darauf gibt es nur zwei Antworten: Ja oder Nein.

Nach dieser Logik würden mindestens 50% aller Kinder nicht geboren werden, weil ungefähr so viele Babies "einfach so" gezeugt werden. Ohne Überlegung, ohne "Entscheidung".

Die Entscheidungssituation, die du aufstellst, existiert nicht. Denn die, für eine bewusste "Entscheidung" notwendige Bewusstheit existiert nicht.
Wann entscheidet sich ein Raucher, dass er zu rauchen anfängt? Niemals! Er rutscht da einfach rein. Er kann sich nur entscheiden, das wieder sein zu lassen.

Der Bettler hat seine Entscheidung getroffen, außerhalb der Gesellschaft zu stehen, zu betteln und zu bitten, und dafür verachtet und ignoriert zu werden. Also, ignoriere ihn, denn er hat sich selbst dafür entschieden.

Ich finde deine Äußerungen verachtenswerter als den Bettler am Bahnhof. Von solchen Leuten habe ich noch nie derartigen Radikalismus gehört.

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Alex

Gebe wirklich sehr sehr selten irgendwas ab an Bettler.
Fühle mich einfach unwohl, wenn Leute mich auf diese Weise "bedrängen".

Also "penetrante Bettler", solche rumänisch aussehenden, die mit schmutzigen wehleidigem Gesicht direkt auf der Kirchentreppe sitzen, dass die Touristen fast drüberstolpern, und die Pappschilder in der Hand haben, auf denen steht:
"Oma krank, Kind kalt, Frau mit Mine tot, Hund weg! Hunger!"
oder sowas in der Art, also solche systematische, aufgesetzte, "professionelle" Bettelei, da gehe ich auch mit voller Überzeugung dran vorbei und frage mich, wo da die Polizei ist, die von jemandem, der in der Stadt eine Ecke pisst, 10,- kassiert, aber solche Gestalten nicht einsammelt und erstmal überprüft.

Aber es gibt auch andere Bettler. Eben Penner. Und die sind mir noch nie zu nahe getreten und wenn ich so einem ne Kippe gegeben habe, dann haben die mich immer mit ehrlicher Dankbarkeit angeguckt. Sowas merkt man einfach.

Aber für irgendwelche religiöse Gruppen, die mich zu ihrem Glauben "bekehren" wollen, habe ich wenig Verständnis.

Auch hier muss ich nochmal unterstreichen, dass der junge Mann wirklich zuvorkommend war und völlig korrekt aufgetreten ist. Er war nicht im Mindesten zudringlich. Es war eben seine Mission.

Es gibt natürlich auch wirklich unangenehme Religionsgruppen. Mit den Zeugen z.B. unterhalte ich mich prinzipiell nicht. Denn für "Königreichgeschichten", wo alle glücklich sind und in denen sogar Schaf und Löwe als Freunde auf derselben Wiese wohnen ... da habe ich keine weiteren Fragen. ;-)

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Lewian

Bin ueberrascht, dass du in dieser Sache solche Gewissensbisse hast. Die Leute haben doch kein Recht auf eine Begruendung.

Da hast du Recht. Aber - das ist ja auch der Grund, warum ich mit so einer großen Bandbreite von Frauen klarkomme ;-) - ich höre grundsätzlich nicht nur, was ein Mensch von mir will, sondern gucke ihn mir aus Prinzip genauer an. Wie spricht er mit mir? Wie geht er rhetorisch vor? Wie wirkt er auf mich? (Ganz wichtige Frage!!) Wie verhält er sich? Wie ist seine Körpersprache? Und so weiter. Das "was" ist dabei sehr oft zweitranig. Im erstkontakt mit Frauen sogar prinzipiell! Da zählen für mich ausschließlich nur die Hintergründe.

Und dieser junge Mann nun war einfach sympathisch. Deshalb hatte ich einfach keine Lust, ihn schroff zurückzuweisen. (Bei Ordnungsamt-Außendienstmitarbeiten sieht das ganz anders aus! ;-) ) du hast Recht, dass ich meine Entscheidung nicht begründen muss. Hab ich ja auch nicht. Und deshalb war ich auch froh, dass mir so eine gute antwort eingefallen ist. Denn weit besser (weit entwickelter und kultivierter) als eine "kalte Abfuhr" ist eine "elegante Selbstbestimmung der Situation" - die das Gegenüber eben nicht zurückweisen oder ausschließen muss. Mich interessiert jeder zwischenmenschliche Kontakt, wenn er aus gutem Willen und Wollen geschieht.

Wer einfach so Leute auf der Strasse anschwatzt, muss damit leben, glatte Ablehnungen einzukassieren, ob Jesusjuenger, Bettler oder Verkaeufer. Das ist das Normalste der Welt fuer die.

Wie gesagt, da hast du Recht. Aber muss ich deshalb denn ebenso "normal" mit blanker Ablehnung reagieren? Für mich persönlich ist es "normal", mich mit Situationen, die mich verunsichern, auseinanderzusetzen.

Es gibt aber auch Momente, wo ich mich von solchen Annäherungsversuchen sehr resolut und rücksichtslos distanziere. Also zur Auseinandersetzung mit "neuen Situationen" bin ich nur bereit, wenn ich in dem Moment die dafür nötigen Kapazitäten frei habe.

Es gab mal eine lustige Situation, da wollte mir eine Frau auf der Straße ein Haushalt-Reinigungsmittel verkaufen. Ich fragte sie, ob sie, wenn sie Haushaltzeug hat, auch Pfannen verkauft. (Es war klar, dass sie keine hatte.) Sie verneinte und ich bedauerte das und erzählte ihr von den Vorteilen unterschiedlicher Schichtböden und Legierungen. ;-D Ich atte nämlich aus purer Faulheit, den Rechner auszumachen und ins Bett zu gehen, am Vorabend lange Wikipedfia-Artikel über Bratpfannentechnologien und das wundersame Geheimnis des neutralen Wärmeausdehnungskoeffizienten der sog. "Glasdkeramit", also des Silikatgemisches für Cerankochfelder, gelesen. Das alles tischte ich ihr jetzt auf und sie kam gar nicht zu Wort. Da war sie plötzlich in der Situation, einen unliebsamen Ansprechpartner loswerden zu müssen. Und sie hatte ziemliche Gewissensprobleme damit! Sie hörte sich fast meine ganze Litanei an!
Also, solche Begegnungen können auch rhetorikmethodisch sehr interessant sein! ;-)

Lewian, darf ich fragen wo du lebst, dass du keine Umlaute zur Verfügung hast?

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vingtsun

Die Simulation solcher "gefährlicher Situationen" zum Zwecke der Beeindruckung von Frauen, ist nich unüblich! Ist sogar einem Spielfilm aus der DDR verbaut worden. Dort haben zwei Freunde das so gemacht, dass der zweite Freund, den das Mädchen nicht kannte, Stunkt mit dem Bewerber anfing und der ihn umknockte. Hat zumindest im Film funktioniert. ;-)

Und - ohne Scheiße - vor Jahren habe ich einen TV-Bericht gesehen, über eine berliner "Firma", die sowas gewerblich veranstaltet. Der Möchtegern-Held kriegt einen Crashkurs in "Filmprügeln" und dann kommen finster aussehende Typen an zur vereinbarten Zeit an den vereinbarten Ort, wo der Held mit seiner Angebeteten weilt und wollen sich mit dem kloppen. Die gehen - bezahlungsgerecht - alle zu Boden und hauen ab und der Möchtegern-Held ist für einen Moment ein Held.

ASloexMx82


Maschinenkanone

alle zu Boden und hauen ab und der Möchtegern-Held ist für einen Moment ein Held.

Genau das ist der Punkt! ;-D

Da wären wir wieder beim Punkt Authentizität bzw. wieder beim Urschleim.

vcinLgtsuxn


Die Simulation solcher "gefährlicher Situationen" zum Zwecke der Beeindruckung von Frauen, ist nich unüblich! Ist sogar einem Spielfilm aus der DDR verbaut worden. Dort haben zwei Freunde das so gemacht, dass der zweite Freund, den das Mädchen nicht kannte, Stunkt mit dem Bewerber anfing und der ihn umknockte. Hat zumindest im Film funktioniert. ;-)

Und - ohne Scheiße - vor Jahren habe ich einen TV-Bericht gesehen, über eine berliner "Firma", die sowas gewerblich veranstaltet. Der Möchtegern-Held kriegt einen Crashkurs in "Filmprügeln" und dann kommen finster aussehende Typen an zur vereinbarten Zeit an den vereinbarten Ort, wo der Held mit seiner Angebeteten weilt und wollen sich mit dem kloppen. Die gehen - bezahlungsgerecht - alle zu Boden und hauen ab und der Möchtegern-Held ist für einen Moment ein Held.

das funktioniert mit Sicherheit nicht, ist viel zu gestellt. Es muss schon eine "richtige" Situation sein. Stell dir vor, beim nächsten mal macht dich ein noch nicht mal volljähriger 1,50 m Furz an und haut dir eins aufs Maul :=o Ob sich die Angebetete dann nicht fragt, wie das sein kann...

Leew+iaxn


Maschinenkanone

1) Klar, wenn man Lust hat, kann man immer mehr tun als bloss "nein" sagen. In deinem Ursprungsposting zu dem Thema klang es eher so, als haettest du das Gefuehl, du seist denen was schuldig.

2) England.

L7ewiaxn


Ich känn auch Umläüte, wenn ich die Tastatur ümschälte, aber das ist änsträngünd. Yümäl eß dann nicht richtög auf den Tasten steht. Und Z und Y )ich meine Y und Z= ...und die richtigen Klammern und einige Zyeichen... sind auch vertäüscht..

tXsx_


Maschinenkanone

Davon war hier nicht die Rede. Und das ist was völlig anderes als Leute, die aus christlichem Glauben handeln.

Beiden "Gruppierungen" ist gemein, dass sie nach Anhängern suchen, und sie versprechen dir durch das Befolgen der Lehren und Annahme der Glaubensgrundsätze den "Himmel auf Erden".

Die einen "verkaufen" dir gesellschaftlichen Erfolg und Erfüllung, die anderen, ein "guter Mensch" zu sein, und ins "Paradies" zu gelangen.

Und beide versuchen, die angeblichen "Löcher in deiner Persönlichkeit" durch "Wissen" aus alten bzw. uralten Büchern zu füllen.

Ich finde es schön, dass heutzutage (aber eigentlich schon immer) Menschen ihre Wege und Mittel finden, zufrieden und erfolgreich zu sein, und dass dies auch durchaus möglich ist, ohne Anhänger einer bestimmten Religion zu sein. Wer seine Religion gefunden hat und praktiziert, auch gut.

Aber wichtiger als die Religion ist der Glaube. Ohne Religion geht noch einiges, aber ohne Glaube geht gar nichts.

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Das Leben, also die unbeeinflussbaren Ereignisse, formen den Menschen. Natürlich hat er immer die Macht der eigenen Entscheidung (Schopenhauer lassen wir mal in der Kiste) aber die Kraft des Menschen ist auch begrenzt.

Klar muss man deshalb nicht wie ein Häfchen Elend im Regen stehenbleiben, aber wie gesagt, Kraft, Anpassungsfähigkeit und Kapazitäten eines Menschen sind begrenzt.

D´accord!

Wir sind Menschen, keine Götter, daher auch nicht allmächtig.

Der Mensch kann sich "Schicksalsschlägen" nicht entziehen, wohl aber entscheiden, wie er damit umgeht, aber nur in dem Maß wie auch Kraft dafür vorhanden ist.

Und manchmal prasseln die Schicksalsschläge in einer solchen Härte und Frequenz auf einen nieder, dass auch die größte Kraft und das größte Aufbäumen, nicht verhindern, dass man in seinem Schicksal "ertrinkt".

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Die Entscheidungssituation, die du aufstellst, existiert nicht. Denn die, für eine bewusste "Entscheidung" notwendige Bewusstheit existiert nicht.

Ich meinte nicht, dass es eine "Situation" gibt, in der du dich entscheidest, am nächsten Tag, ein Bettler, eine Mutter oder ein Frauenaufreißer zu sein - das wäre "an den Haaren herbeigezogen".

Lass uns das Ganze mal aus einer anderen Perspektive betrachten.

Sagen wir mal, du bist 40 und ein Frauenaufreißer (natürlich bist du noch ganz viele andere Dinge, das soll jetzt nur als realitätsnahes Beispiel dienen). Natürlich hast du nicht erst gestern entschieden, dass du heute ein Frauenaufreißer bist. Deine Entscheidung ist, wenn man sie näher betrachtet, eine Kette aus ganz vielen kleinen Entscheidungen, die du in den letzten Jahren und Jahrzehnten getroffen hast. Es ist natürlich ebenso legitim, dass du sagst, du bist "einfach so" zum Frauenaufreißer geworden. Aber deine Antwort der Wahl, analog zu meinem Beispiel mit den Bettlern, wird wohl sein: "Weder noch; ein Teil ist Entscheidung, der andere Teil hat sich einfach so ergeben." Und mit dieser Antwort hast du natürlich vollkommen Recht, denn die beiden Extreme, die du in meinem "Bettler-Beispiel" gesehen hast, existieren nur in der "Prinzipientheorie" - in der Realität haben alle Dualitäten bzw. Extreme zahlreiche und feine Abstufungen.

Wenn du nun zu der seltenen Gattung der Menschen gehörst, die mit 40 sagen "Hier und jetzt stehe ich wo ich bin, auf Grund meiner Entscheidungen", dann musst du dir auch gefallen lassen, dass deine Mitmenschen dich mit deinem dir selbst auserkorenen "Status" behandeln, und ob du es willst oder nicht, "die Gesellschaft" (gar nicht frei von Idiotie) wird dich gebührend "empfangen".

Das soeben genannte gilt für den Bettler, den Frauenaufreißer sowie den Manager. Natürlich wird der "gesellschaftliche Empfang" des Managers netter sein als der Empfang des Bettlers (auch wenn sie eigentlich gleich sind und gleichwertige Behandlung verdient hätten).

Wie dem auch sei, wenn keine Entscheidung vorliegt, keine Entscheidung getroffen werden konnte, weil die Kraft nicht vorhanden war, weil die Schicksalsschläge zu hart waren, dann greift "Fall 2":

"Nein, es war keine Entscheidung, ein Bettler zu sein. Meine Kindheit, mein Elternhaus, das was mir passiert ist, das war die Hölle. Armut und zu Betteln sind für mich keine Fremdwörter. Das ist das was ich kenne, und so lebe ich."

Habe Verständnis oder auch mal 1 Euro für den Bettler, denn wer garantiert dir, dass es nicht nur eine Frage des Zufalls ist, dass du nicht der Bettelnde bist - und du würdest dich über 1 Euro freuen.

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Genau so wie das "kompetente" Frauenaufreißen eines Lernprozesses bedarf, bedarf auch die Entscheidungsfreiheit eines Lernprozesses.

Am Anfang ist nichts, dann beginnt man mit ganz kleinen Schritten, und am Ende ist man Marathon-Läufer.

Aber nicht immer will man "Marathon-Läufer" werden, denn wenn es um Freiheit und Entscheidungen geht, finde ich Folgendes sehr treffend:

"Die meisten Menschen fürchten sich vor der Freiheit, denn sie bringt Verantwortung mit sich."

(ps.: Interessant ist auch Folgendes. Warum sitze ich hier gerade vor meinem PC, schreibe was ich schreibe, nutze die Wörter die ich nutze, formuliere so wie ich es tue? Ich hätte auch saufen gehen können. Ich hätte nicht zur Arbeit gehen müssen, heute mal einen auf "blau". Muss auch nicht den ganzen Leuten, denen ich begegne, zulächeln oder "Hallo" und "Guten Tag" sagen. Vielleicht Entscheidung oder ergibt sich das alles "einfach so"?)

reo+ardr}unnedrIxI


Habe durch meinem Nebenjob eine Frau kennengelernt, wir verstanden uns auf Anhieb sehr gut. Leider ist sie mit fünf Jahren Altersunterschied zu alt für mich und ich zu jung für sie. Doch bietet es eine sehr gute Übungsgrundlage wenn man schonmal zu zweit zusammen die Pausen in einem Raum verbringt. Dabei dachte ich auch oft, was erzähle ich eigentlich für einen Stuss während ich mit ihr spreche (Nervosität, aber wie ich gelernt habe, ist es besser, überhaupt etwas, als garnichts zu sagen). Sie räckelte sich auf der Couch, drehte sich um, sah aus dem Fenster, unterhielt sich mit mir dabei. Der Anblick, dieser hammer Knackpo ;-D (ich finde Knackarsch klingt besser, aber darf ich dieser Wort hier benutzen...), traumhaft. Danach stand sie auf und setze sich direkt neben mich |-o. Wir legten den Kopf zurück, sahen uns an und haben uns fast eine Stunde lang ausgefragt, über Hobby's, Interessen, wo wir wohnen etc.

Fragen gibt es keine, wenn's denn überhaupt jemanden interessiert, es ist einfach nur ein Update aus meinem Leben.

t6s_


Leider ist sie mit fünf Jahren Altersunterschied zu alt für mich und ich zu jung für sie

Wer hat denn diese Regel fesgesetzt? Wahrscheinlich du selbst. Vergiss diesen "zu alt - zu jung"-Quatsch ganz schnell wieder! Es sei denn, du kannst dieses "Hirngespinst" erklären?

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