Mein Regelwerk zum Frauenaufreißen

_3Theemr{ocx_


Ich muss nochmal auf "Vertrauen" zurückkommen, weil es endlich eine weibliche Stellungnahme gibt. Das hat doch sehr gefehlt.

Nordstern

Du brauchst also auch Vertrauen (in den Mann). Warum, schreibst du auch:

dass er hinterher nicht über mich tratscht, sich lustig macht, zum Stalker wird

Absolut nachvollziehbar. Und deswegen ja auch ein weit verbreitetes Muster. Lassen wir den Stalker mal weg, könnte aber eine gehörige Portion Selbstvertrauen und "WTF" diese potentiellen Verunsicherungen nicht ebenso aufheben?


Achtung, jetzt kommt eine persönliche These von mir, die gerne diskutiert werden darf:

Muss, wenn du mich fragst.

Ich glaube dass Vertrauen einen nicht unerheblichen Anteil an dem Phänomen hat, dass Frauen auf Männer in Uniform stehen. Die Uniform zeigt mir i.d.R. einen starken Mann mit sicherem Auftreten und einer gewissen Autorität / erotisch wirkender Macht, dem ich gleichzeitig vertrauen kann, weil er für gewöhnlich an einen Verhaltenskodex gebunden ist. Stichwort "kontrollierte Brutalität". Zugegebenermaßen etwas off topic, da als Tipp wohl für die wenigsten zu verwerten, aber ich wollt’s mal gesagt haben.....

Ich kenne die Signale einer Uniform und es gibt ja auch Frauen, die gezielt danach suchen. Aber Vertrauen aufbauen ist doch viel mehr ein reflektierter Prozess, als beispielsweise der Kometen-Einschlag, von dem ich schrieb. Dann tritt doch mal einen Moment zurück und überlege dir, ob eine Uniform nüchtern betrachtet diesen Vertrauensvorschuss tatsächlich rechtfertigt. Wo soll ich anfangen bei der Reihe zum Teil bestialischer Gewalttaten - gerade gegen Frauen - die in Uniform begangen wurden oder werden? Einen kurzen Moment nachgedacht, und die Uniform wird zum Warnsignal für Frauen, nicht zum Köder. [[http://www.youtube.com/watch?v=MQ0x5ZLbeqQ Verhaltenskodex?]]

Dennoch ist es so, wie du es schilderst. Wie kann das sein? Ganz einfach: es geht gar nicht um Vertrauen, der Mechanismus der Anziehung einer Uniform liegt noch darunter. Der Typ Frau, den du beschreibst, will zuallererst Verantwortung übertragen und sich ausliefern. Sie ist der "Opfer"-Typ. Beim Uniformträger kann sie überhaupt nicht darauf vertrauen, dass "nicht schlimmes passiert", sehr wohl aber, dass er die Führung übernimmt.

Also das ist eine Facette des Phänomens, mit dem wir uns hier immer wieder rumschlagen. Dazu passt auch die Angst (!) vor Gerede oder "Peinlichkeit". Aber kein Problem, wenn es die "Schuld" des Mannes ist. Kann man das wirklich als "Vertrauen schaffen" verkaufen?

_:ThLemrocx_


<ot>

WA

da liegt also der Wurm begraben

Hehe ...

Der Wurm ist nicht begraben, sondern drin.

Begraben ist der Hund. ;-)

</ot>

N!ordyst,ern7x5


@ Themroc

Dann tritt doch mal einen Moment zurück und überlege dir, ob eine Uniform nüchtern betrachtet diesen Vertrauensvorschuss tatsächlich rechtfertigt.

*ok, Schritt zurück, nochmal nachdenken*

Mein erster Gedanke dazu: Uniform ist nicht gleich Uniform. Ich käme nicht auf die Idee mich von einem Mann in einer 08/15-Soldaten-Uniform angezogen zu fühlen (egal welcher Nationalität). Du hast mit Sicherheit Recht, das wirkt auf mich tatsächlich eher als Warnsignal.

Das was ich bei meiner Aussage vor Augen hatte, ist das was meine Oma als "schmucke Uniform" bezeichnet hätte. Also z.B. einen "anständigen" Marinesoldaten, Polizisten, meinetwegen auch Feuerwehrmann; wobei ich natürlich zugeben muss, dass eine Unterscheidung der Soldaten nach Waffengattung einer genaueren Prüfung sicher auch nicht standhält - ist halt subjektiv.

Zum Thema "was finden Frauen an Männern in Uniform" hier mal ein Link zu einem anderen Forum:

[[http://iq.lycos.de/qa/show/1185450/Uniformen.-...-Weshalb-finden-viele-Frauen---Maenner-in-Uniformen-reizvoll-.../]]

Der Typ Frau, den du beschreibst, will zuallererst Verantwortung übertragen und sich ausliefern. Sie ist der "Opfer"-Typ.

Das würde ich so nicht unbedingt sagen, kann vorkommen, kann aber auch genau andersherum sein. Dazu hier noch ein Buch-"Tipp" (ich habe keine Ahnung ob es lesenswert ist, aber der Titel passt gerade): "Die Sehnsucht der starken Frauen nach einem starken Mann".

Amazon

Dazu passt auch die Angst (!) vor Gerede oder "Peinlichkeit". Aber kein Problem, wenn es die "Schuld" des Mannes ist. Kann man das wirklich als "Vertrauen schaffen" verkaufen?

Klar geht es auch um Angst, aber die Schuldfrage verstehe ich jetzt irgendwie nicht. ???

_^Th#emrxoc_


Nordstern

Ich brauche ja nicht jedesmal voran zuschicken, dass jedwede Vorlieben legitim sind, "Jeder nach seiner Façon", etc. Das kannst du bei mir voraussetzen.

Natürlich muss ich schmunzeln, wenn dann noch nach Waffengattung unterschieden wird und bei

Feuerwehrmann

frage ich doch gleichmal: wie sieht's denn mit Schützenverein aus? ]:D

Aber ernsthaft: Vielleicht fördert es das Verständnis, die Uniform einmal aus der Sicht des Mannes zu sehen. Da kann es nämlich sein, dass sie nicht für Souveränität und persönliche Stärke steht, sondern für Aufgehen in der Masse, Abgeben der eigenen Verantwortung an die Organisation, Autoritäts-Bedürftigkeit und die Rolle eines Befehlsempfängers. Sie ist dann ein Außenskelett. Die Sicherheit und Geborgenheit, die eine Frau vom Uniformträger erhofft, mag dieser selbst wiederum aus der Uniform ziehen. Auch in dem Umfeld sind die Colin Powells die Ausnahme.

Übrigens: der (Geschäfts-) Anzug ist die Uniform der Zivilisten.

Worum es eigentlich geht, hast du (und gehtso) ja schon geschildert: die Uniform steht (aus meiner Sicht zweifelhaft) für Dominanz, Autorität, Macht. Wie zum Beispiel auch ein großer, womöglich athletischer Mann. Es sind aber nicht ein paar Fetzen Stoff oder ein paar Kilo, die ein Frau fasziniereren, sondern die Werte, die sie so signalisiert sieht. Um diesen Aspekt zu verstehen, kann man tatsächlich ein wenig [[http://en.wikipedia.org/wiki/Ross_Jeffries Ross Jeffries]] lesen. Die Empfehlung fiel mir schwer ;-)

Und hier wird es wieder allgemein interessant: diese Werte lassen sich auch ohne Tschingderassa oder Muckibude vermitteln. Auch im Job: [[http://www.google.com/corporate/tenthings.html Serious without a suit]], Punkt 9.

"Die Sehnsucht der starken Frauen nach einem starken Mann"

Den will die schwache Frau aber auch. Schon wegen der Marmeladengläser ;-)

Die Stärke eines Partners ist einfach der Idealfall für eine selbst starke Persönlichkeit, Mann oder Frau. Ich war immer sehr fasziniert, wie [[http://de.wikipedia.org/wiki/Der_talentierte_Mr._Ripley Tom Ripley]] mit seiner Frau Eloise zusammenlebt. Roman halt.

aber die Schuldfrage verstehe ich jetzt irgendwie nicht

Ersetze "Schuld" durch "Verantwortung".

N:ordOstAern7x5


@ Themroc

wie sieht's denn mit Schützenverein aus? ]:D

:(v :-p

Übrigens: der (Geschäfts-) Anzug ist die Uniform der Zivilisten.

Ich habe tatsächlich eine Schwäche für Männer im Anzug. Finde ich manchmal ziemlich sexy |-o


Dann versuche ich es nochmal (ich glaube ich stehe wirklich auf dem Schlauch):

Dazu passt auch die Angst (!) vor Gerede oder "Peinlichkeit". Aber kein Problem, wenn es die "Schuld" des Mannes ist. Kann man das wirklich als "Vertrauen schaffen" verkaufen?

und

Ersetze "Schuld" durch "Verantwortung".

Interpretationsversuch: Die Frau geht ungern auf den Mann zu, weil sie befürchtet, sich lächerlich zu machen. Deshalb bevorzugt sie es, wenn der Mann sie anspricht oder den jeweils nächsten Schritt macht und sich dabei eventuell (wie auch immer) blamiert? Der Mann übernimmt die Verantwortung und deshalb ist sie aus dem Schneider und soll dadurch mehr Vertrauen in ihn haben ??? ?

NHordzsteVrn>75


Nachtrag dazu:

Um diesen Aspekt zu verstehen, kann man tatsächlich ein wenig Ross Jeffries lesen. Die Empfehlung fiel mir schwer ;-)

Das hoffe ich doch!:-o Ich hab’ mich gerade mal auf seiner Website über speed seduction umgesehen. Sorry, aber nur Versprechungen ohne Ende, wie man jede Frau rumkriegen kann ("convert even a lesbian") und auf jeder Seite mindestens 10x den Button "buy here"?!. Und das ohne jedes Beispiel wie es tatsächlich funktioniert, dafür aber mit einigen sehr anregenden Fotos und Beschreibungen von "Übungsobjekten"?!:-/

Ist mir vielleicht einfach auch zu amerikanisch....sind seine Bücher etwa genauso oder gibt es da tatsächlich brauchbare (realistische!) Tipps? ;-D

_}Them roxc_


ich habe tatsächlich eine Schwäche für Männer im Anzug. Finde ich manchmal ziemlich sexy |-o

Abgemacht. Nicht, dass ich keine Fetische hätte ... ]:D

Die Frau geht ungern auf den Mann zu, weil sie befürchtet, sich lächerlich zu machen. Deshalb bevorzugt sie es, wenn der Mann sie anspricht oder den jeweils nächsten Schritt macht und sich dabei eventuell (wie auch immer) blamiert?

Ja, natürlich ist es so. Aber mache mit dem Wort blamiert bitte nicht 700 Seiten harte Arbeit zunichte :-D :

[[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/151714/1700880/ Regel 1: Oh Gott, wie blamabel!]]

Blamieren tut man sich immer nur vor sich selber.

[ ... ]

Niemand blamiert sich, wenn er Interesse zeigt. Jedenfalls nicht dadurch. Das ist das erste, was viele hier sich abtrainieren müssen: die Angst vor der Blamage, der "peinlichen Situation".

Der Mann übernimmt die Verantwortung und deshalb ist sie aus dem Schneider und soll dadurch mehr Vertrauen in ihn haben ??? ?

Die vielen Fragezeichen stehen da nicht umsonst. Denn die Kausalkette in dem Satz trägt nicht. Und weißt du warum? Es geht gar nicht um Vertrauen, das Wort wird nur so gern benutzt, weil es so positiv besetzt ist.

Das geht nicht an dich persönlich, aber wenn man jemandem anderen die Verantwortung zuschiebt (nicht nur auf Frauen gemünzt), sind Bequemlichkeit und Vermeidungsverhalten oft der Grund. Das klingt aber in der Tat nicht so schön ...

NtordsDternx75


Ok, dann verstehe ich was du meinst, bzw. dann konnte ich es ja auch gar nicht verstehen, wenn es eh’ unlogisch ist.... ;-)

Zum Thema blamieren: habe extra geschrieben

sich dabei eventuell (wie auch immer) blamiert

um damit anzudeuten, dass mir unklar ist, wie man sich beim Ansprechen blamieren könnte, da ich die Gefahr dabei ebenso wenig sehe wie du. Der Regel Nr. 1 stimme ich uneingeschränkt zu. :)^

Nicht, dass ich keine Fetische hätte ... ]:D

Da hätte ich gerne noch mehr Infos.... :=o

_eT6hemrjocx_


Nordstern

Wegen Jeffries: Die PU Websites sind zum Geldverdienen da. Kalter Kaffee. Eine Sache erklärt er aber gut: richtig zuhören was eine Frau sagt um herauszufinden, welche Werte für sie wichtig sind. Mit ein, zwei Nachfragen die Oberfläche anzukratzen. Wie es bei ihm von da aus weiter geht (gehen soll) ist Bockmist.

dann konnte ich es ja auch gar nicht verstehen, wenn es eh’ unlogisch ist.... ;-)

;-D

um damit anzudeuten, dass mir unklar ist, wie man sich beim Ansprechen blamieren könnte,

Genau. Die Erfahrung muss man aber erstmal ein paar mal machen, um dann auch mit den Rohrkrepierern besser klar zu kommen. Aber eigentlich macht das total Spaß.

Bzrot&herhoxod


@ WA:

Naja, du hast ja erst einmal gefragt. Da kannst du ja nochmal fragen und es danach gut sein lassen.

nicht ganz, es waren schon 2mal. Das erste mal richtig plump und dann am Ende nochmal. ich werde einfach normal mit ihr reden und erstmal garnicht auf die Sache eingehen.

Ja, aber vorsichtiger. Gehe sparsamer mit deiner Aufmerksamkeit um. Sprich sie darauf an:"Ihr Frauen seid schon ein komisches Völkchen. Zeigt man Interesse, wird man mit Ignoranz bestraft, zeigt man euch die kalte Schulter, kommen die Blicke und du bist da offensichtlich keine Ausnahme. Vielleicht gehen wir einfach mal einen Kaffee trinken, anstatt so um uns gegenseitig herumzuschleichen."

hmm, wäre vielleicht einen Versuch wert, aber ich glaube dafür ist sie zu abgebrüht, um sich davon beeindrucken zu lassen. Ich muss irgendwas anderes finden. Eine möglichkeit wäre ja noch, dass ich normal mit ihr rede und dann irgendwelche Witze darüber einbaue, aber wenn dann muss sowas eh spontan kommen, das kann ich ja nicht planen. Oder ich versuchs eben über ne lerngruppe oder so. Aber das wird dann bestimmt richtig übel für mich, weil ich dann höchstwahrscheinlich alleine mit 4 Frauen in einem Raum wären und die eigentlich genau wüssten, was der eigentliche grund ist, warum ich gekommen bin. natürlich eine super Gelegenheit, um sich zu beweisen, kann aber auch nach hinten los gehen.

Ich werde erstmal normal bissel mit ihr reden und dann durch psychoanalytische Fähigkeiten ]:D ihre Neigung erforschen.

ax.fFish


Nicht schimpfen - nur ein kleiner musikalischer Beitrag zum Thema "Männer in Uniform" zu allgemeinen Unterhaltung.

[[http://www.youtube.com/watch?v=k_vc49rw4ps]]

:=o ;-D

TFomm(ix83


Leute, ich habe mich gerade auf ner Disco mit nem blonden Mädel ganz nett unterhalten. Sie hat mir ihre Telefonnummer gegeben. Ich, Depp, hab ihren Namen vergessen und seh nu, dass sie mir ne Festnetznummer eingetippt hat.

Was mache ich, wenn ich anrufe und

a) sie geht ran

b) ihre Mutter/Mitbewohnerin geht ran (Weiß net, ob sie noch bei ihren Eltern wohnt. Studiert aber im 6. Semester)

Namen und Augenfarbentest: Failed_ :-(

Wkelten@archxitekt


"Hi, hier ist Tommi" *abwartend*

Sie entweder:

"Hi, wie geht's?" blabla.

oder:

Sie: "Wer?"

Du: "Na der Typ aus der Disco gestern?"

Sie: "Kenn ich nicht."

Du *lachend*: "Dann frag doch mal unter den restlichen Bewohnern des Hauses, wer einfach eure Festnetznummer in der Disco verteilt. Kleiner Tipp: Sie hatte ein rotes T-Shirt an (oder: blonde Haare, kleine Nase, ...)"

Mach ein Ratespiel draus. Blöd nur, wenn ein Mann rangeht ;-) Aber da kannst du ja einfach mal pauschal sagen:"Ich hätte gerne deine Mitbewohnerin gesprochen" und wenn er sagt:"Welche?", sagste einfach "die Blonde". Der wird sich dabei schon nix denken ;-)

TYomm8ix83


Gute Idee, werds mal morgen testen.

WReltaenaorchiPtxekt


Geplänkel

Ich gehe Schwimmen, ziehe ein paar Bahnen und quatsche mit meinem Kumpel. Ich erblicke eine Schwimmerin und bin unschlüssig, was ich von ihr denken soll. Sie hat was Interessantes an sich, ist aber auch etwas unscheinbar. Nach einer Weile, während mein Kumpel und ich am Beckenrand sitzen, erwischt sie den Fuß meines Freundes mit ihrer Hand. "Entschuldige", sagt sie. "Kein Problem", antwortet mein Kumpel. Ich gucke sie an und beschließe die Gunst der Stunde zu nutzen:"Hey du, sag mal, hast du Kraulen eigentlich richtig gelernt oder bringst du es dir gerade selbst bei?" und bemerke, dass sie diese Aussage auch als Beleidigung auffassen könnte. Viel Sinn macht die Aussage obendrein nicht, scheint aber beim Erstkontakt sowieso nicht wichtig zu sein. Wir kommen ins Gespräch. Ich biete ihr an mal ihre Technik anzuschauen. Sie schwimmt neben mir her, ein bisschen Neckerei, sie lacht, sie spritzt mich mit Wasser voll und schlägt ein Wettschwimmen vor. Sie krault, ich verwende nur meine Beine plus Schwimmbrett zum Festhalten und während ich sie bis zur Hälfte der Bahn abziehe, holt sie dann auf und gewinnt mit zwei Armzügen Vorsprung. "Ich schwimme mal zurück", sagt sie. Ich schwimme mit. "Ich muss dann auch mal gehen", sagt sie und springt schneller aus dem Wasser, als ich Tschüss sagen kann. Sowas verstehe ich einfach nicht. Es ist so, als hätte sie sich selbst dabei erwischt, dass sie Spaß hat und sich den jetzt verbieten muss.

Ich bin gut in Form. Nachdem ich die Eisverkäuferin nach ihrer Lieblingseissorte gefragt habe ("KitKat" - "das sagst du doch nur, weil es das teuerste Eis ist") und mich dann für das billigste Kindereis "Milk Flip" für 70 Cent im Zäpfchenformat entschieden habe (das Eis war lecker, aber enttäuschend klein), treffe ich eine junge Frau, die mich vor zwei Wochen mit einem strahlenden "Hi" begrüßt hat. "Bist du nicht die, die mich vor zwei Wochen mit diesem strahlenden 'Hi' begrüßt hat?", frage ich sie. "Haha, oh ja, ich habe dich mit jemandem verwechselt, du sahst aus wie Manuel", antwortet sie lachend. "Nein, ich heiße nicht Manuel, ich heiße WA und du?", antworte ich und strecke meine Hand aus. Sie sagt mir ihren Namen. "Ich war mindestens 10 Minuten komplett verwirrt", sage ich. "Ich auch, entschuldige nochmal", sagt sie. Ich beende das Gespräch mit "Bis zum nächsten Mal dann" und lächle ihr später zu, als ich ihr nochmal über den Weg laufe.

Vor zwei Wochen hielt ich eine Art Präsentation vor knapp 100 Leuten, davon etwa 90% Frauen. In der ersten Reihe lächelte mich eine Blonde ständig an. Statt mir nach der Stunde noch Fragen zu stellen, so dass ich ihr wenigstens meine Telefonnummer geben kann, verschwand sie sofort ohne weitere Kommunikation oder gar Blickkontakt. Ich dachte:"Warte ab, die triffst du schon wieder". Ich laufe dieser Frau im Schwimmbad über den Weg: "Hey, bist du nicht die aus der ersten Reihe von dem Vortrag?", frage ich. "Ja, bist du nicht der Vortragende?", antwortet sie. Komisch, dafür, dass sie mir solche Blicke zugeworfen hat, wirkt sie jetzt erstaunlich distanziert und kühl. Ihr gesamter Körper ist abgewandt. Wir tauschen noch zwei Nichtigkeiten aus und dann verziehe ich mich wieder.

Kopfmenschen

Auf dem Rückweg vom Schwimmbad rufe ich meine Mitbewohnerin an. Sie sitzt im Park mit einigen Freunden. Da der Park auf dem Weg liegt, statte ich ihr trotz Zeitdruck einen kurzen Besuch ab. Was meine Pläne für den Abend seien, fragt sie. Ich sage, ich würde The Hangover im Kino angucken und danach Tango tanzen, müsse noch schnell Duschen und was futtern, bevor ich bereits um Viertel nach Acht im Kino sein müsse. Sie versucht mich zu überreden zu bleiben und den herrlichen Sommerabend zu genießen, anstatt im Ranzkino zu sitzen. Zwei anwesende Mädels unterstützen sie in der Überzeugungsarbeit und dabei fällt mir auf, dass beide etwas Interessantes an sich haben. Die eine ist aber ein südländischer Typ, gar nicht mein Fall, obwohl sie hübsch ist. Ich müsse sowieso erstmal heim zum Essen, würde es mir aber überlegen, antworte ich. Ich fahre heim und entscheide mich für Kino und Tango. Kino ist großartig (wirklich lustiger Film), beim Tango ist fast niemand da. Ich rufe meine Mitbewohnerin erneut an und erkundige mich wo sie sei. Ich fahre rüber zu der Bar, in der sie sich eingefunden hat. Dabei hat sie unter anderem auch die beiden Mädels von vorher. Eine der beiden sitzt neben mir. "Hey du, du erinnerst mich an eine Französin, die ich kenne. Du heißt nicht zufällig Claire?", frage ich. "Ich? Nein, ich heiße xy". "Ich finde du siehst aus wie eine Claire", sage ich und beschließe sie auch für den Rest des Abends so zu nennen. Ich mustere sie noch eine Weile, während ich meine Blicke schweifen lasse und stelle irgendwann fest:"Gott ist die süß, ich muss sie küssen!". Dieses Gefühl sie Küssen zu wollen habe ich in dieser Intensität schon länger nicht mehr erlebt. Ich beschließe mir einen zweiten Rotwein zu holen in dem Moment, als sie ihr leeres Glas abstellt. "Willst du auch noch was?", frage ich sie. "Ja, kannst du mir eine Weißweinschorle mitbringen?", sagt sie. "Nein, du kannst einfach mitkommen", antworte ich. Sie kommt mit. Wir bestellen Wein und quatschen an der Theke. Ihre Freundin kommt vorbei, bestellt was und geht wieder. Claire bleibt stehen. Ich sehe sie an und will sie am liebsten direkt hier an der Theke küssen, das wäre wohl etwas ZU krass. "Lass uns mal frische Luft schnappen", sage ich. Sie folgt mir nach draußen, berührt mich am Arm, an der Taille und stellt sich nahe zu mir. Wir quatschen, ich muss unwillkürlich grinsen. "Was grinst du so süffisant?", fragt sie. Ich hab darauf keine Antwort, jedenfalls nicht für sie. "Na, weil ich dich küssen will", denke ich und grinse weiter. Sie nippt an ihrem Wein und erwähnt ihren Exfreund und als sie das Glas wieder abgesetzt hat, lege ich meine Hand in ihren Nacken und beuge mich vor, um sie zu küssen. Sie zieht ihren Kopf zurück:"He, lass mal", sagt sie. Ich bin etwas überrascht, ich war so sicher, sie würde das auch wollen. Sie lächelt ein bisschen und ihre Körpersprache sagt was völlig anderes, als aus ihrem Mund kommt. Ich habe nach wie vor das Gefühl, dass sie mich eigentlich auch Küssen will und deswegen lasse ich mich nicht irritieren. Ich versuche an ihrem Hals zu riechen, was mit "Heee lass das!" kommentiert wird. Ich streichle ihren Rücken. "Jetzt reicht's aber!", sagt sie gefolgt von einem nicht ganz so klar klingenden "Das macht alles nur immer so kompliziert". Gleichzeitig berührt sie mich an Arm und Taille.

Jedes ihrer Neins und Lassmals stachelt mich mehr an, denn ihre Neins und Lassmals klingen zwar entschieden, aber es fehlt die Entgültigkeit. Eine Momentaufnahme. Kein Wunder, ich kenne sie seit rund 30 Minuten und mache einen selbstsicheren Eindruck. "Macht er das öfter und bin ich ersetzbar oder sieht er mich wirklich?" wird sie sich fragen, während ihr wohlgeformter Frauenkörper eine andere Sprache spricht. Sie macht keine Anstalten zu gehen und ich habe zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass ich gerade eine Grenze von ihr überschreite. Ich bin etwas verwirrt, aber auch amüsiert, irgendwie macht das Spaß. Wir setzen uns auf den Marktplatz und trinken weiter. Meine Mitbewohnerin und ihre Freundin kommen vorbei und teilen uns mit, dass sie nach Hause gehen. Claire beschließt zu bleiben. Ich biete ihr an sie später nach Hause zu bringen, falls kein Bus mehr fährt. Wir holen uns noch mehr Wein, laufen ein wenig herum. Ich nehme sie in den Arm, sie löst sich nach einiger Zeit wieder.

- "Du bist wohl ein Kopfmensch", stelle ich fest.

- "Ja, das bin ich wohl. Aber irgendwie, warum kann man nicht einfach mal den Augenblick genießen, anstatt immer irgendwelche Hintergedanken zu haben oder alles gleich sexuell zu sehen und bei jeder halbwegs attraktiven Frau was zu versuchen?" (aha, also ist es vielleicht doch die Angst, dass ich das routinemäßig mache).

- "He Moment mal, ich gehe nur nach meinem Gefühl und ehrlich gesagt denke ich, dass ich wesentlich mehr im Augenblick lebe, wenn ich meinem Gefühl von Anziehungskraft nachgebe, als wenn ich mich dagegen stelle."

Wir beschließen zu gehen. Wir holen mein Fahrrad und plötzlich laufen wir Hand in Hand. Sie scheint angetrunken zu sein. Wir fahren zu zweit auf meinem Rad ein paar Meter und laufen dann wieder ein Stück.

- "Danke, dass du mich nach Hause bringst, aber du musst das nicht tun."

- "Ich habe gesagt ich würde dich nach Hause bringen und das mache ich nun auch."

- "Das ist echt nett, aber du musst doch dann voll weit nach Hause fahren. Du musst das echt nicht machen."

- "WILLST du denn alleine gehen?", frage ich.

Sie zögert eine Sekunde (die entscheidende Sekunde zu lang) und ich sage mit einem Grinsen bevor sie überhaupt antworten kann:"Siehst du, also hör auf darüber zu diskutieren". "Naja, wenn du schon so weit mitkommst, sollte ich dir wenigstens anbieten bei mir zu Schlafen.", sagt sie zu meiner Überraschung (geschicktes Mädchen; 'so weit' sind übrigens 15 Minuten mit dem Rad, also eigentlich keine Strecke). Ich wäge kurz ab, überlege, ob sie das wirklich will, denn sie scheint angetrunken zu sein. Sie erwähnt es dann aber später nochmal und ich sage:"Gerne, mach ich". Geküsst habe ich sie immer noch nicht. Sie hat es nett bei sich. Der Abend bleibt sehr gemäßigt, allerdings streichle ich ihren Kopf ein wenig, bis sie nicht mehr anders kann und mich auf sich zieht und wir uns küssen. "Wir sollten jetzt aufhören", sagt sie. "Ach so, wirklich?!", sage ich und knutsche sie weiter. Ich lege mich neben sie, sie zieht mich wieder ran. Das Spiel wiederholt sich ein weiteres Mal nach ein paar Minuten und nach dem dritten Mal schläft sie dann ein. Ein sehr unerwarteter, aber schöner Abend wie ich finde.

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