Mein Regelwerk zum Frauenaufreißen

_jThLemroxc_


Chrysantheme

nachdem man ihn subtil (anschauen, anlächeln) ermuntert hat

Also, wenn du zu Potte kommen möchtest (vor allem bei einem bestimmten), dann bitte nicht zu subtil. Was Körpersprache und Wahrnehmen angeht, sind Männer euch 10-fach unterlegen. Das hat zum Teil ganz platt physiologische Ursachen. Also nicht zu sehr ärgern, wenn erstmal nichts zurückkommt. Drei mal muss Frau gucken und lächeln (im Durchschnitt), dass er es einmal mitbekommt. Regelwerker natürlich ausgenommmen ;-)

O+u>tgoming


Drei mal muss Frau gucken und lächeln (im Durchschnitt), dass er es einmal mitbekommt.

..und meistens 10 mal bis er sich traut rüber zu kommen! :-D

_}Themrxoc_


..und meistens 10 mal bis er sich traut rüber zu kommen!

Bis dahin hat er sich dann Mut angetrunken und ist völlig verschüchtert von den hübschen Zwillingen ... ]:D

HTerm]iUnxa


;-D ;-D ;-D :)z

ifmper0ixa


Das hier scheint ein Dauerbrenner zu sein :)-

CDhryPsa(nthDemxe


Ja _Themroc_ da hast du sicher recht, manche Männer brauchen recht lange um solche Signale zu verstehen. Aber um einen "bestimmten" geht es mir momentan nicht, ich lebe schon längere Zeit in einer festen Beziehung (wobei ER mich angesprochen hat ;-) ). Trotzdem finde ich dieses Thema bzw. das Thema dieses Fadens sehr spannend. :)z

Ich überlege jetzt, ob Regelwerker wirklich eher auf subtile Signale von Frauen reagieren? Weil sie dafür sensibilisiert worden sind? Kann MANN das lernen? Hmmm...

O8utgoxing


ch überlege jetzt, ob Regelwerker wirklich eher auf subtile Signale von Frauen reagieren? Weil sie dafür sensibilisiert worden sind? Kann MANN das lernen? Hmmm...

Natürlich! Wenn ich eine Frau anschaue, dann gibt es bei dem Blickkontakt schon öfter Dinge die man deuten kann, die ein NIchtregelwerkler gar nicht bemerken würde. Noch schlimmer wird es, beim Date.. Manche Dinge kan man regelrecht herbei-manipulieren.. wenn man ihre Signale richtig gedeutet hat.

_&The,mroxc_


Chrysantheme

Aber ja kann man das lernen. Sinne schärfen, Antennen justieren. Besonders instruktiv, wenn man mal außen vor bleibt und andere dabei beobachtet. Lesen bildet auch.

Mögliche Absichten sind doch auch nicht entscheidend. Auf Leute zu zugehen und einen Kontakt anzubahnen, das sollte man schon draufhaben. Da spielt Körpersprache eine zentrale Rolle und gerade da haben viele Männer ein Handikap.

W2elte<na$rchiytekt


Outgoing, Themroc, schöne Posts, ich musste einige Male grinsen beim Lesen ;-)

Ich habe neulich darüber nachgedacht, wie man einem Gespräch mehr Tiefe verleiht. Während geschicktes Fragenstellen der eine Teil ist, kann es bei der Fragerei auch dazu führen, dass sich Frau ausgefragt und deswegen schnell unwohl fühlt. So war es beispielsweise vor rund drei Wochen, als ich das erste Mal in meiner Stadt beim Tango gewesen bin. Eines der Mädels dort hat interessiert gewirkt. Nach dem Unterricht wurde ich von der Tanzlehrerin gefragt, ob ich noch mit zur Milonga (Gesellschaftstanz) gehen möchte und ich habe zugestimmt. Besagtes Tangomädel hat kurz überlegt und ist dann auch mitgekommen und ich hatte den Eindruck, dass ich ein nicht ganz unwesentlicher Grund für ihre Entscheidung gewesen bin ;-)

Dort angekommen hatte ich wahnsinnigen Kohldampf und ich sagte zu ihr, dass ich mir jetzt erstmal was zu Essen hole und fragte, ob sie schon gegessen hätte. Sie verneinte, also machte ich eine Geste mir zu folgen. Wir aßen gemeinsam Pizza und quatschten. Immer, wenn ich das Gespräch ein wenig durch Fragen vertiefen wollte, hat sie subtil dicht gemacht. Ihre Körpersprache hat sich verändert. Wenn ich es nicht probiert sondern einfach in der Luft herumgeguckt habe, kam sie mit Fragen und hat sich wieder geöffnet. So ging dieses Spiel ein paar Mal hin und her und ich wurde nicht schlau draus. Ich muss zugeben, dass ich mir manchmal auch zu bemüht vorgekommen bin und anstatt dem Gespräch mehr Tiefe zu verleihen, versuchte ich dem Gespräch mehr Tiefe zu verleihen. Das wirkt immer etwas verkrampft.

Einen ganz entscheidenden Hinweis bekam ich dann von der Amerikanerin, mit der ich über dieses Thema kurz geredet hatte, nachdem sie wissen wollte, was die Mädels in Deutschland so treiben. Sie sagte, dass ich doch einfach mal versuchen sollte mehr von mir selbst preiszugeben, weil persönliche Dinge oftmals mehr Tiefe haben und wenn ich über persönliche Dinge rede, fühlt sich mein Gegenüber auch wohler dabei persönliche Fragen zu beantworten oder ganz von selbst dem Gespräch beizutragen. Was sich hier jetzt so trivial anhört, hat mir allerdings wirklich zu schaffen gemacht, denn ich hatte die beste Absicht mein Gegenüber nicht zuzulabern, sondern sie erzählen zu lassen. Ich habe die letzten drei Wochen vermehrt darauf geachtet, wie ich Dinge erzähle, was ich erzähle und in welchem Stadium sich das Gespräch befindet. Ich denke ganz entscheidend bei meiner Erfahrungssammlung war der gestrige Nachmittag, den ich euch nicht vorenthalten will, allerdings muss ich kurz ausholen.

Vor rund anderthalb Wochen war ich auf einer kleinen Cocktailparty, zu der mich ein Kumpel mitgenommen hat. Allzu viel habe ich mir im Vorfeld nicht davon versprochen, weil es in sehr kleinem Maße stattfinden sollte. Zu meiner Überraschung waren einige Frauen anwesend, die ich noch nicht kannte. Ich wurde kurz vorgestellt, versuchte mir die Namen der Anwesenden einzuprägen. Eine der Damen wurde mir mit einem merkwürdig klingenden Spitznamen vorgestellt. Nennen wir sie "Nana". "Nana?", fragte ich erstaunt mit hochgezogener Augenbraue, "was soll das denn für ein Name sein?". "Steht für Nadine", sagte sie. Sie war die Attraktivste in der Runde und erst im Nachhinein wurde mir bewusst, wie teuflisch solche Sticheleien wirken können. Es war weder geplant, noch meine Absicht, ich bin nur generell etwas skeptisch, wenn sich Leute Mitte Zwanzig noch mit Spitznamen vorstellen.

Zum etwa gleichen Zeitpunkt hatte ich ein wenig damit experimentiert sparsamer mit meiner Aufmerksamkeit umzugehen, nicht nur was den Blickkontakt angeht sondern auch in Gesprächen, denn am Tango-Abend einige Tage zuvor habe ich wohl ein wenig wie ein verstrahlter Irrer gewirkt, weil ich die Leute am Tisch nach dem Tanzen sehr viel angesehen habe. Das war mir selbst schon fast etwas unangenehm. Auf der Cocktailparty widmete ich meine gesamte Aufmerksamkeit also erstmal der Bowle, meinem Kumpel und dem Veranstalter. Aus den Augenwinkeln sah ich Nanas Blicke in meine Richtung. Einmal, zweimal, dreimal guckte sie verstohlen rüber. Sie war dann diejenige, die meine Aufmerksamkeit erregen wollte und wir kamen ins Gespräch. Im Laufe des Abends hat sich herausgestellt, dass sie bald nach Amerika geht zum Studieren und dass sie einen amerikanischen Freund hat mit dem es nur sehr bescheiden läuft. Ich habe mir trotz anfänglich leicht vorhandener Spannung nicht mehr viel dabei gedacht, bis wir irgendwann in der Küche herumstanden und sie feststellte, dass sie noch Eintrittskarten fürs Schwimmbad hat und diese bis Mitte August loswerden muss. Sie fragte ihre Freundinnen, ob diese mit ihr schwimmen gehen würden und kurz darauf auch mich. Ich war überrascht und sagte, dass ich sowieso alle Nase lang alleine schwimmen gehe und sie gerne begleite. Ich solle ihr doch mal meine Handynummer geben, schlug sie vor.

Es hat dann nach einem spontanen Vorschlag durch mich, den sie wegen eines Familienfestes ablehnen musste und einem spontanen Vorschlag durch sie, den ich aufgrund anderer Pläne ebenfalls absagen musste erst gestern geklappt. Erwähnenswert an dieser Stelle ist allerdings, wie der zweite Versuch vonstatten ging (alles per SMS, sinngemäß):

Sie:"Ich gehe jetzt Schwimmen, willst du auch kommen?"

Ich:"Ich wollte erst heute Nachmittag gegen drei gehen"

Sie:"Da bin ich wahrscheinlich schon weg, ich treffe mich noch mit Freunden zum Grillen. Wenn du willst, kannst du aber mit zum Grillen kommen."

Ich denke mir:"Nanu? Geht es hier wirklich ums Schwimmen oder wie ;-) ?", schreibe aber zurück, dass meine Pläne für den Nachmittag bereits stehen und sie ja gerne nach dem Grillen wieder ins Freibad kommen könne. Daraufhin antwortete sie nicht mehr.

Zur Abwechslung machte ich das gestrige Treffen zwei Tage vorher und nicht 10 Minuten vor Abflug aus, was offensichtlich keine schlechte Idee gewesen ist ;-)

Ich bin an das Treffen ziemlich entspannt rangegangen und obwohl ich mich über diese Aktion mit dem Alternativvorschlag "Grillen" wunderte, habe ich einfach ihre Anwesenheit genossen. Wir kamen auf die verschiedensten Themen zu sprechen und als ich dann meine persönlichen Erfahrungen über Tantra (ich erwähnte mein Interesse an diesem Thema mal vor einiger Zeit kurz hier im Faden) äußerte, bemerkte ich plötzlich welche Tiefe das Gespräch angenommen hatte. Ich versuchte nicht mehr Tiefe zu erzeugen durch Fragen, sondern erzählte erstmal von mir selbst und stellte dann die Fragen, sofern es überhaupt notwendig war. So saßen wir also im Freibad auf unseren Handtüchern inmitten von Leuten und quatschten über Ejakulationshäufigkeit bei Männern und Orgasmusfähigkeit (oder auch -unfähigkeit) bei Frauen. Sie sagte irgendwann, dass sie ganz fasziniert sei, dass ich mich mit Themen auseinandersetze, von denen 99% der Männer keine Ahnung haben.

Sie fragte dann, ob ich schon auf dem Sommerstadtfest gewesen bin und ob ich ein Bier mit ihr trinken wolle. Aus dem Bier wurden zwei, gepaart mit einem unerbitterlichen Kampf gegen herumschwirrende Wespen, die ich versuchte aus ihrem Gesichtsfeld zu verscheuchen. Dabei habe ich einmal ausversehen ihre Lippen mit meinen Fingern berührt und einmal ihr Ohr und in beiden Fällen lachte sie auf ganz eigensinnige Weise, wie jemand lacht, der versucht eine gewisse Nervosität zu überspielen.

Ob sie Hunger habe, fragte ich mit dem Vorschlag entweder etwas kleines Einzukaufen und bei mir im Studentenwohnheim zu Kochen oder was in der Stadt zu futtern. Sie entschied sich dafür eine Pizza zu teilen, bis sie bei Anbruch der Dunkelheit aufgund mangelndem Licht am Fahrrad (sie musste noch durch einen Wald) nach Hause wollte.

Kurze Zusammenfassung: Das gestrige Erlebnis war für mich so eine Art Aha-Erlebnis. Ich habe aber auch andere, sehr ähnliche Situationen erlebt in letzter Zeit. Ich habe beispielsweise mit meiner Mitbewohnerin über Tango geredet und sie sagte dann plötzlich, dass sie es toll findet, wenn man solch einer Leidenschaft nachgehen kann. Mir ist dabei bewusst geworden, dass ich generell aufgehört habe Gespräche der Information willens zu führen. Klar, Informationsaustausch gehört nach wie vor dazu, aber viel wichtiger ist es über die Dinge, die einen interessieren mit Leidenschaft zu sprechen und dabei ist es eigentlich egal, WAS das Thema ist. Ein Auszug an Themen, über die ich in letzter Zeit mit Leidenschaft gesprochen habe: Tango, Schwimmen, Brotmesser, Motorräder, Programmieren, Frauen, technische Knockouts und Kampfsport usw. ;-) Wenn man das tut, wird der Gesprächspartner förmlich davon infiziert und teilt gerne auch eigene Ansichten und Erfahrungen mit. Warum ich das schreibe ist ganz einfach, weil ich das Gefühl hatte, dass manche von euch manchmal nicht so recht einzuschätzen wissen, wie die Gespräche verliefen und vielleicht sogar am gleichen Punkt wie ich feststecken: wie erzeugt man mehr Tiefe?

Und bevor ihr fragt: Ich hätte zwar Lust gehabt Nana zu küssen, aber diese Lust war weit weniger präsent, als es vor einer Woche bei Claire der Fall gewesen ist. Nana hat mir ab und an mal ganz flüchtig auf die Lippen geguckt und generell lag eine subtile Spannung zwischen uns. Ich frage mich nur, ob man solch einer Spannung immer nachgeben oder ob man so eine Spannung nicht auch manchmal wegen der Spannung selbst genießen sollte.

Dafür habe ich eine Stunde später Claire getroffen ]:D

OouvtgWoing


WA, ja! Die Tiefe in Gesprächen wird dadurch enorm gesteigert, wenn Du ihr etwas von Dir erzählst, was nicht ganz altäglich ist! Meine Standard-Frage bei Dates ist z.B. Nach dem schönsten Tag ihres Lebens. Zugegeben, eine Frage mit der die meisten erst mal gar nichts anfangen können. Sie fangen dann an zu überlegen und schwupps sage ich: "OK! Dann erzähle ich Dir einen meiner schönsten Tage!" und fange an zu erzählen. Wenn wir dann mit diesem Thema durch sind, dann fällt ihr meist auch ihrer ein und die Tiefe bzw. das Vertrauen ist merklich größer geworden. Außerdem finde ich es sehr interessant was sie als "den schönsten Tag" ansehen und es lässt auch etwas auf den Charakter und den Typ Frau schließen.

Genauso ist es mit Themen, die sozusagen Geheim sind.. angeführt mit den Worten "Das erzähle ich sonst eigentlich niemandem..." Durch mein Vertrauen ihr etwas intimes zu erzählen wächst im Normalfall auch ihr Vertrauen zu mir.

O%utgpoinxg


Outgoing, Themroc, schöne Posts, ich musste einige Male grinsen beim Lesen

Hey !!! >:( Wir besprechen hier Bierernste Themen!!! Wir sind doch keine Comedians!!!

hehe ;-D

an.Kfixsh


Klar, Informationsaustausch gehört nach wie vor dazu, aber viel wichtiger ist es über die Dinge, die einen interessieren mit Leidenschaft zu sprechen und dabei ist es eigentlich egal, WAS das Thema ist.

Weltenarchitekt

Wenn mein Freund über VPNs und ähnliches spricht, verstehe ich nur noch Bahnhof, aber die Tatsache, dass er selber von diesem Thema so faszniniert ist und so begeistert darüber spricht, bringt mich immer wieder dazu, ihm interessiert und positiv gestimmt zuzuhören.

Ich habe immer gesagt, dass ich es mag, Menschen zuzuhören, die über Dinge sprechen, von denen sie Ahnung haben - aber du hast recht, das Zuhören wird erst dann wirklich eine Freude, wenn der Sprecher auch tatsächlich begeistert/leidenschaftlich ist.

reoadru9nnerxII


@ WA

Ich finde es ganz interessant wie du an diesem Abend vorgegangen bist, zumal es funktioniert hat.

Eine der Damen wurde mir mit einem merkwürdig klingenden Spitznamen vorgestellt. Nennen wir sie "Nana". "Nana?", fragte ich erstaunt mit hochgezogener Augenbraue, "was soll das denn für ein Name sein?".

Denn genau hier hast du ihr einen Dämpfer verpasst!

Auf der Cocktailparty widmete ich meine gesamte Aufmerksamkeit also erstmal der Bowle, meinem Kumpel und dem Veranstalter.

Und genau damit hast du sie quasi eiskalt ignoriert. Wie auch in deinem Fall versuchen die Frauen dann auf sich aufmerksam zu machen.

Sie war dann diejenige, die meine Aufmerksamkeit erregen wollte

g(eh.tso


@ WA

Einen ganz entscheidenden Hinweis bekam ich dann von der Amerikanerin, mit der ich über dieses Thema kurz geredet hatte, nachdem sie wissen wollte, was die Mädels in Deutschland so treiben. Sie sagte, dass ich doch einfach mal versuchen sollte mehr von mir selbst preiszugeben, weil persönliche Dinge oftmals mehr Tiefe haben und wenn ich über persönliche Dinge rede, fühlt sich mein Gegenüber auch wohler dabei persönliche Fragen zu beantworten oder ganz von selbst dem Gespräch beizutragen.

Wir kamen auf die verschiedensten Themen zu sprechen und als ich dann meine persönlichen Erfahrungen über Tantra (ich erwähnte mein Interesse an diesem Thema mal vor einiger Zeit kurz hier im Faden) äußerte, bemerkte ich plötzlich welche Tiefe das Gespräch angenommen hatte. Ich versuchte nicht mehr Tiefe zu erzeugen durch Fragen, sondern erzählte erstmal von mir selbst und stellte dann die Fragen, sofern es überhaupt notwendig war. So saßen wir also im Freibad auf unseren Handtüchern inmitten von Leuten und quatschten über Ejakulationshäufigkeit bei Männern und Orgasmusfähigkeit (oder auch -unfähigkeit) bei Frauen.

Ich führe ein schon fast "öffentliches" Leben - bewußt. Allerdings habe ich bei solchen Themen den Eindruck, man wird von den meisten Frauen (und Männern) eher als "interessanter armer Irrer" eingestuft, wenn ich von meinen diesbezüglichen Erlebnissen und Erfahrungen erzähle %-| Positives Feedback ist selten, meist hilflose Kommentarlosigkeit. Ist mir aber eigentlich egal - solange es ein paar Freunde und Freundinnen gibt, die einen verstehen :-D

KNuhFlxio


Lewian

Ich stimme dir inhaltlich zwar nicht unbedingt zu, aber dein Text zeugt von praeziser Selbstbeobachtung und innerlicher Klarheit. Du hast Talent! :)^

Danke für die Blumen ;-) Ich muss noch lernen, von der Fähigkeit der Selbstbeobachtung zu profitieren :)D

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WA

Schöner Bericht und interessante Aspekte zum Thema Gesprächstiefe, sehr gut :)^

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"Ich habe einen Freund und ich bin treu"

Heute hatte ich mein 3. Date mit [[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/151714/12614828/ Lisa]], wir sind ins Schwimmbad gegangen.

Das war bis jetzt deutlich das beste Date mit ihr - und das Wichtigste ist: Ich war mit mir selbst im Großen und Ganzen zufrieden. Dazu jetzt mehr:

Als ich pünktlich an unserem Treffpunkt erscheine, ist sie schon da. Wir umarmen uns flüchtig zur Begrüßung und gehen rein, breiten unsere Handtücher auf der Wiese aus und gehen ins Wasser. Wir albern herum, lachen viel und ich wage leichten Körperkontakt, auf den sie eher neutral reagiert. Bis hierhin ist leicht eine Stunde vergangen, in der auch das Gespräch ganz normal verläuft, genauso wie ich es mir vorstelle.

Dann entschließen wir uns, ins andere Becken zu gehen und den Kiddies beim Springen zuzuschauen. Hier nehme ich das erste Mal ihre Hand, was sie zulässt, aber nicht "erwidert". Als das eigentlich immer nebenherlaufende Gespräch dann doch einmal ins stocken kommt, wandern sofort die Worte "Erzähl mir was!" über ihre Lippen. Ich gehe dann darauf ein und sage, dass ich das Gefühl habe, dass sie Stille nicht zu mögen scheint.

Sie ist verwundert, dass ich diesmal darauf eingehe, doch gibt mir Recht. Das Gespräch läuft dann trotzdem irgendwie weiter, bevor ich sie an der Hand nehme und sage, dass ich jetzt raus aus dem Wasser will und dabei den Weg in Richtung Stufen einschlage.

Draußen unterhalten wir uns kurz weiter, dann verebbt das Gespräch. "Erzähl mir was!" - "Du kannst wirklich nicht einfach mal still sein oder?? ;-D " Das habe ich sehr scherzhaft und witzig gesagt, sodass sie in keinster Weise verärgert war. Nun ziehe ich sie sehr damit auf, dass sie diesen "schrecklichen Rededrang wie meine Oma" hat, dass sie "redet wie ein Wasserfall" usw. Dies geht eine ganze Weile so, bevor das Gespräch wieder normal wird. Hier halte ich dann nochmal ihre Hand, was sie so geschehen lässt.

Nach insgesamt drei Stunden müssen wir gehen. Vor dem Schwimmbad umarmen wir uns zur Verabschiedung. Sie deutet an, dass wir uns nochmal sehen könnten, bevor wir beide weg fahren. Ich zücke mein Handy und sage mit gespielter Schüchternheit (die sie mir aber abkauft):"Ich möchte ja nicht aufdringlich sein,... aber deine Nummer..." Sie weiß ihre Nummer nicht auswendig, liest diese mir dann aber aus ihrem Handy vor. Dann fragt sie mich nach meiner; ich sage sie ihr und schaue dabei auf ihre Finger, während sie die Nummer eingibt. Sie trifft die Tasten kaum, weil sie so zittrige Hände hat. "WTF??!?" denke ich mir nur. Diese Beobachtung interpretierte ich als sehr positives Zeichen und somit war sie der Ausgangspunkt für das Folgende.

Wir umarmen uns noch einmal, aber ich halte sie noch einen Moment länger fest, schaue ihr in die Augen und setze zum Kuss an. Allerdings dreht sie sich eiskalt weg, sagt, dass es scheiße wäre, aber sie hat einen Freund und sie ist treu, auch wenn es im Moment nicht so gut läuft. Ich entgegne nur "Okay, schade". Die Situation war für mich echt ein wenig unangenehm, weil ich konnte in keinster Weise leugnen, was ich vorhatte. Ich mache kein Ding draus, verabschiede mich ganz normal und unsere Wege trennen sich.

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Anmerkungen:

-Sie hat mir kaum in die Augen gesehen

-Ihre Körpersprache war neutral, ihre Einstellung laisser-faire

-Ich war die ganze Zeit über selbstsicher

-Ich wusste was ich wollte

-Ich hatte das Gefühl, die Zügel in der Hand zu haben

-Ich war ich selbst

-Ich habe Körperkontakt hergestellt

-Ich war zu sehr auf sie fokussiert und habe so meine Umwelt kaum wahrgenommen

-Ich habe es kaum geschafft, dem Gespräch Tiefe zu verleihen

-Ich bin sauer, dass ich nicht erkannt habe, dass ein Kuss einfach nicht drin ist und dadurch voll auf die Fresse geflogen bin

-Ich habe keine Ahnung, wieso sie mich überhaupt so oft trifft

-Ich stecke fest und weiß nicht, wie es weitergehen soll mit ihr...

:)D

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