Mein Regelwerk zum Frauenaufreißen

h&rsI-le


Da wir dasselbe Hobby haben, möchte ich zum Thema noch etwas schreiben.

Ich bin eigentlich recht überzeugt von mir (Aussehen, Intelligenz, Körper) und hab es damals einfach nicht verstanden, warum "das jetzt nicht geklappt hat". Seitdem habe ich eine richtig tiefe Verunsicherung in mir das Mädel wieder verscheuchen zu können.

Wir betreiben eine Form der Wissenschaftlichkeit, um Defizite der Persönlichkeit auszugleichen, die die Umstände der Zeit verursacht haben. Das ist ein sehr vielfältiges Problem: Überfeminisierung der Gesellschaft, sich verändernde Familienmodelle usw. usf. Generell kann man sagen, dass das Erlernen neuer Verhaltensweisen in erster Linie eine Veränderung bewirkt, die nur an der Oberfläche liegt. Man kann - trotz bester Methoden - immer wieder Schiffbruch erleiden, da tiefer liegende Verhaltensweisen doch stärker verinnerlicht sind. Die Verunsicherung ist also normal. Sie verdeutlicht nur den Konflikt: Man weiß etwas (besser), kann sich aber noch nicht in der neuen Rolle vollkommen natürlich verhalten.

Ich habe hier selbst in den letzten Wochen viel schmerzhaftes Lehrgeld bezahlen müssen. Meine eigene Entwicklung hat mich mit einer Frau zusammen gebracht, die für mich noch vor wenigen Jahren "unerreichbar" gewesen wäre. Sie wäre so unerreichbar gewesen, wie der Mond für die Sonne unerreichbar ist (und dieses Gleichnis ist sehr schön, denn die Sonne strahlt den Mond an, so wie auch ich diese Frau früher vergöttert hätte, ohne dass sie auch nur mit der Wimper gezuckt hätte). Ich habe einen weiten Weg zurück gelegt, aber dennoch, es gibt in der Tiefe liegende Muster, die wieder aufbrechen. Sie hat es doch geschafft, mich mit ihren STs zu verunsichern und ich bin gescheitert, mir ist es über die letzten Wochen zunehmend entglitten, trotz gutem Wissen und guten Fähigkeiten, ich musste zusehen und hatte irgendwann das Gefühl, dass ich keine Joker mehr in der Hinterhand habe. Ich musste die Erfahrung machen, dass Kongruenz zwar gut herzustellen ist, wenn es immer wieder Distanz gibt, aber ein gemeinsamer Urlaub stellt bspw. andere Anforderungen. Gewiss gibt es auch einfache und schwierige Persönlichkeiten.....

Ich werde jetzt folgenden Ansatz verfolgen: Lernen durch Vorbilder. Denn vom Wissen her ist mir vieles klar. Nur umsetzen kann ich es wohl nicht immer überzeugend.

Nachdem mit meiner Freundin Schluss war, bin ich in einen Wald gefahren, in dem ein Fluss entspringt. Dieser Ort ist für mich ein sehr schönes Sinnbild. Erstens haben wir dort (damals) mal eine sehr schöne Zeit verbracht, zweitens, ist es ein Ort, der viel Energie ausstrahlt. Ich wollte dort vor allem die schönen Momente der Beziehung nochmal durch mich "hindurch fließen" lassen, um auf eine positive Weise damit abzuschließen.

Es ergab sich aber rein zufällig, dass ich schon auf dem Autoparkplatz eine interessante Bekanntschaft machte. Das war ein Mann, c.a. 15-20 Jahre älter als ich. Ich komme prinzipiell überall schnell mit Leuten ins Gespräch (das habe ich verinnerlicht), also habe ich ihn gegrüßt. Er wollte auch zur Quelle, aber wusste den Weg nicht. Ich habe ihn gefragt, ob er mitkommen will, und wir haben im Wald mehr als drei Stunden auf eine ausgesprochen positive Weise miteinander verbracht, obwohl er intellektuell gar nicht mit mir auf einer Ebene war, aber es war irgendwie angenehm und er hatte eine gute männliche Ausstrahlung (Muskeln, Motorrad, leicht rauhe Umgangsformen, usw...). Haben uns viel unterhalten, er hat von seinen Erfahrungen erzählt, ich von meinen. Dinge die reflektiert werden, brechen sich. Und genau das ist der Punkt. Man braucht im realen Leben eine Brechung der eigenen Wahrnehmung. Das kann man selbst nicht bewerkstelligen. Klar habe ich bei meiner Freundin immer versucht, super kongruent zu sein, aber wenn man anders aufgewachsen ist, so spielt man eben eine Rolle und man muss die Hemdsärmel umkrempeln, weil sie zu lang sind, und die Schuhe drücken.

Ich kann alles erreichen, das steht für mich außer Frage! Aber es ist die Frage, wie?

Man kann Routinen lernen, man kann Opener lernen, man kann lernen, selbstbewusst aufzutreten. Im harten Alltag wird (oder kann) das Konstrukt früher oder später zusammen brechen, wenn es doch noch - und seien es nur wenige - Ungereimtheiten in der Persönlichkeit gibt.

Die Probleme, Frauen zu finden, zu verführen und evtl. zu binden sind mehr oder weniger alle auf die Identitätskrise des Mannes zurückzuführen. Männer werden heute überwiegend von Frauen erzogen und sind kaum noch in Kontakt mit positiven männlichen Vorbildern.

Ich glaube inzwischen, dass viele Antworten auf "sticky points" darin zu finden sind, dass es zwei paar verschiedene Schuhe darstellt, etwas zu wissen, und wirklich danach zu leben.

Sucht den Kontakt zu Männern! Sucht Männer, die Eigenschaften haben, die erstrebenswert sind (= männliche Vorbilder, und hier geht es nicht um intellektuelle Gespräche, sondern Natur, Wettkampf, Spaß und Unabhängigkeit). Mit dem "guten" Wissen im Hinterkopf kann dies helfen, bestimmte Verhaltensweisen zu übernehmen und als selbstverständlich zu leben. Dies ist der Unterschied zwischen dem mehr oder weniger erfolgreichen Spielen einer "Rolle" und dem wirklichen Verinnerlichen.

Ein paar Tage Ruhe tun trotzdem hin und wieder gut. Ich meinte aber vor allem, dass du dir eine Auszeit von den ganzen verdammten Regeln nehmen sollst und mehr auf dein Gefühl hören musst.

Genau so ist es. Keine Regel kann wahre Substanz ersetzen. Das Lernen umfasst immer mehrere Ebenen: Spiele ich nur eine Rolle, oder bin ich etwas. Gefühl ist der Inbegriff von "Verinnerlichung". Das was ich fühle, habe ich wirklich verinnerlicht. Ich fühle entweder den Nice Guy, oder ich fühle einen Mann. Wenn ich den Mann nicht fühle, kann ich ihn spielen, aber das Gefühl ist nicht verinnerlicht, und wie die Erfahrung zeigt, merken dies die Frauen....

Zur SMS-Thematik:

Generell würde ich SMS vermeiden. Für kurze Terminabsprachen, OK. Inhaltlich lässt sich damit kaum was transportieren. Es fehlt einfach die direkte Reaktion des Gegenüber. Am Telefon kann man immer auch "taktisch" reagieren, neu kalibrieren. Bei SMS weiß man nie, in welcher Stimmung der Empfänger ist, wenn die Nachricht ankommt. Daher ist die Wirkung nicht vorhersehbar. Sprache kann eine fantastische Wirkung entfalten, aber man braucht die Rückkopplung. Wenn man SMS nutzen will, dann höchstens selten und vor allem zur Terminabsprache usw. Keinesfalls um wirklich persönliche Dinge zu klären. Wenn man aber jemand gut kennt, und daher weiß, was man schreiben müsste, um diesen Menschen zu erreichen, aber sonst nie SMS schreibt, dann kann mal eine einzige SMS Wunder bewirken.

rUoadr^unn<erxII


Spiele ich nur eine Rolle, oder bin ich etwas.

Mich würde interessieren, wann spiele ich eine Rolle?

Ich weiß wer ich bin, aber ich kann meine Stärken nicht präzise einsetzen.

Ich kann vielen Frauen nicht mein wahres Ich zeigen. Dabei hat mein wahres Ich soviele positive Eigenschaften.

Gegenüber Freunden bin ich offen, ohne Hemmungen, lache viel und bringe andere zum Lachen.

Ist das eine von mir gespielte Rolle, oder bin Ich das?

Wenn ich Frauen begegne, Frauen anspreche, die ich nicht kenne, bekomme ich Hemmungen. Ich fange nicht an zu stottern, ich kann meist problemlos mit ihnen reden, aber ich bin nicht locker. Warum kann ich sie nicht einfach zum Lachen bringen wie ich Freunde zum Lachen bringe. Wenn das funktionieren würde, wäre ich sicher schon einen großen Schritt weiter. Stattdessen hinterlasse ich einen völlig falschen Eindruck. Mein wahres Ich liegt dann unter den vielen Unsicherheiten begraben. Doch welche Rolle Spiele ich, spiele ich meinen Freunden etwas vor, wobei ich eigentlich ein Mensch bin der Hemmungen hat, oder bin ich beides?

Mein Gefühl und meine Vorstellungen sagen mir das ich viel unverkrampfter gegenüber Frauen seien könnte, aber es klappt (noch) nicht. Mir ist also noch nicht ganz klar, wann etwas nur gespielt ist.

D}eat8h byY Swxord


Outgoing

Du hast es echt voll drauf! Kudos.

In den Jahren seit dem dieser Faden existiert, haben schon einige (durchaus kompetente) Personen erwähnt, dass eine Beziehung nach "ganz anderen Regeln" abläuft als das Frauenaufreißen.

Du kannst dich im Rahmen einer Beziehung nicht (ausschließlich) auf deine Kompetenzen im Frauenaufreißen verlassen. Ein paar der gelernten Regeln musst du erweitern oder komplett negieren. Eine Beziehung funktioniert nach anderen Regeln.

Der Kern von Stärke ist Schwäche, und der Kern von Schwäche ist Stärke. Das ist beim Mann so, und bei der Frau.

roadrunner

Kurz gesagt bin ich hin und hergerissen. Ich bin mir durchaus bewusst das ihr den kursiv gedrucken Satz anders seht, letztendlich kann man so einem Verhätnis oder einer Beziehung zwischen zwei Menschen jederzeit ein Ende setzen. Doch irgendeiner leidet immer darunter.

Das darf dich nicht interessieren, weil du dadurch dir selbst und anderen die Mündigkeit absprichst.

h?rs-`lxe


Mich würde interessieren, wann spiele ich eine Rolle?

Wenn Du Dich in einer Beziehung bzw. Verführung, die durch bewusstes Anwenden von Strategien (im Wissen um eigene Defizite) zustande kommt, durch STs, Drama und Manipulation verunsichern lässt und dann rausfliegst, bzw. auf der Freunde-Schiene landest. Hast Du wahre Stärke verinnerlicht, dann wird Dich so leicht nichts erschüttern können.

Mir hat mal eine Frau nach dem Ende einer Beziehung gesagt, nachdem ich sie gefragt habe, weshalb sie mich respektlos behandelt hat, dass ich diese Verhaltensweisen in ihr hervorrufen würde. Obwohl ich es damals nicht verstehen konnte und mit logischen Argumenten ("Man kann sich dazu entscheiden, respektvoll zu sein....") abgewehrt habe, so zeigt ihre Aussage doch, dass sie genau das in Worte formulierte, was das Unterbewusstsein herausgefunden hatte: ich war nicht stark genug, konnte die Tests nicht abwehren.

Gegenüber Freunden bin ich offen, ohne Hemmungen, lache viel und bringe andere zum Lachen.

Ist das eine von mir gespielte Rolle, oder bin Ich das?

Das bist, vermutlich, Du, bzw. das ist der an der Oberfläche liegende Teil von Dir.

Wenn ich Frauen begegne, Frauen anspreche, die ich nicht kenne, bekomme ich Hemmungen.

Weil Du eine Rolle spielst. Es kostet Dich Überwindung. Du fühlst eine Angst in Dir, die Dir Energie abzapft und eine gewisse Lähmung verursacht.

Mein Gefühl und meine Vorstellungen sagen mir das ich viel unverkrampfter gegenüber Frauen seien könnte, aber es klappt (noch) nicht. Mir ist also noch nicht ganz klar, wann etwas nur gespielt ist.

Und hier verfolge ich nun den Ansatz, generell mich selbst als Mann zu hinterfragen und zu entwickeln, und nicht nur einzelne Aspekte der Verführung zu optimieren.

Im Prozess des Nachdenkens habe ich bemerkt, dass ich viele männliche Tugenden ablehn(t)e, bzw. Ausreden dafür entwickelt habe, dass bestimmte Eigenschaften "heute" nicht mehr notwendig seien, denn "wir leben ja nicht mehr im Dschungel".

Viele eigentlich normal männliche Verhaltensweisen trainiert man den kleinen Kindern ab. Nehmen wir z.B. die Aggression, die nicht gleichzusetzen ist mit Anwendung von Gewalt. Aggression ist schlicht eine Freisetzung von Kraft. Die benötigt man z.B. um Frauen (entspannt) anzusprechen. Aber auch, um STs abzuwehren, um seine Integrität zu schützen. Wenn man leise sagt: "Schatz, lass uns doch ganz in Ruhe darüber reden", dann ist das ohne Kraft und man fällt durch. Im Kindergarten bringt die Aggression mit sich, dass Unruhe und Unordnung herrscht. Also versucht die Erzieherin die Aggression zu zähmen und dieses Verhalten zu sanktionieren. Das Kind passt sich an, lernt, was erwünscht ist und was nicht. Es lernt aber die weibliche Sicht, nicht die männliche.

Und hier liegt nun das Entwicklungspotential, wenn man sticky points hat.

Es nützt eben auf Dauer nichts, nur bestimmte Rollen anzunehmen. Wohl kann man damit erfolgreich verführen. Aber man ist im Alltag dann oft trotzdem zu weich und fällt in alte Muster zurück. Wohlgemerkt halte ich das Annehmen von Rollen für einen notwendigen Zwischenschritt, denn man muss neue Dinge ausprobieren und Erfahrungen sammeln. Erfolge werden dabei nicht ausbleiben.

OGutgroing


Die letzten 2 Seiten enthalten so viele gute Beiträge wie lange nicht!!! Kompliment an euch, Jungs!!!

@ WA:

Du hast nicht nur Scoottuner ein ganzes Stück geholfen! Danke!

@ hrs-le:

Meine eigene Entwicklung hat mich mit einer Frau zusammen gebracht, die für mich noch vor wenigen Jahren "unerreichbar" gewesen wäre. Sie wäre so unerreichbar gewesen, wie der Mond für die Sonne unerreichbar ist (und dieses Gleichnis ist sehr schön, denn die Sonne strahlt den Mond an, so wie auch ich diese Frau früher vergöttert hätte, ohne dass sie auch nur mit der Wimper gezuckt hätte). Ich habe einen weiten Weg zurück gelegt, aber dennoch, es gibt in der Tiefe liegende Muster, die wieder aufbrechen. Sie hat es doch geschafft, mich mit ihren STs zu verunsichern und ich bin gescheitert, mir ist es über die letzten Wochen zunehmend entglitten, trotz gutem Wissen und guten Fähigkeiten, ich musste zusehen und hatte irgendwann das Gefühl, dass ich keine Joker mehr in der Hinterhand habe. Ich musste die Erfahrung machen, dass Kongruenz zwar gut herzustellen ist, wenn es immer wieder Distanz gibt, aber ein gemeinsamer Urlaub stellt bspw. andere Anforderungen. Gewiss gibt es auch einfache und schwierige Persönlichkeiten.....

So ähnlich geht es mir auch gerade! Wenn es ernster wird und man viel Zeit mit ein und der selben Frau verbringt, die Gefühle zu ihr wachsen... dann ist das etwas völlig anderes, als im Club eine aufzureißen, zu daten und zu verführen. Plötzlich steht man da und stellt seine EIGENEN REGELN (Nicht PUs oder MKs!) in frage..nur um zu merken, daß die Regeln einmal völlig richtig, das nächste mal eventuell völlig daneben sind. Kalibrierung kann manchmal sehr schwer sein, vorallem wenn man denkt zu wissen wie die Person reagieren wird.

Bei F erlebe ich (wie ja hier schon viel berichtet wurde) viele STs, wo WA und Themroc schon langsam sagen, daß es sie nerfen würde und sie schon gar nicht mehr darauf eingehen würden. Das gab mir zu denken! Was ich jedoch weiß, ist daß ich entweder auch diese Seite von ihr akzeptiere (genau wie ich von ihr erwarte, daß sie meine Macken akzeptiert!) oder die Sache beende, denn F ohne STs gibt es glaube ich nicht.. Im Gegenzug erhalte ich aber von ihr sehr viele positiven Dinge, die eben nur entstehen wenn es etwas festeres wird.

@ Death by sword:

Der Kern von Stärke ist Schwäche, und der Kern von Schwäche ist Stärke. Das ist beim Mann so, und bei der Frau.

...genau dieses Problem erkenne ich gerade! Bei den Mädels die ich in den letzten Monaten hatte war meine Stärke KEINE Schwäche zu zeigen! Genau dadurch bekam ich sie zu Dates und später ins Bett! Jetzt, mit F ist es nicht etwas völlig anderes, aber sie erwartet auch, daß ich mich ihr öffne, etwas von meinen Gefühlen Preis gebe... Und plötzlich ist MANN nur noch am überlegen: kann ich das sagen? WILL ICH das sagen? Ist es gut wenn ich das sage?...

Ich bin also an einem neuen Punkt angekommen, den ich gut erforschen muss.. nicht zuletzt auch mich noch etwas besser kennen zu lernen!

WeeltenaJrchitxekt


rr

Auf diese Art hatte ich bei vier von vier Frauen Erfolg . Erfolg ist sicher übertrieben, jedenfalls habe ich vier neue Nummern.

Freut mich, dass das bei dir klappt und dir das Spaß macht :-)

a.fish

Schwäche ist erst einmal nichts negatives - wir sind keine Panzermenschen. Zu sagen "Ich kann das nicht" ist dann kein Problem, wenn ein "Aber ich kann es lernen/versuchen" dahinter steht - trotz Angst/Schwäche/momentaner Unfähigkeit mit erhobenem Kopf den nächsten Schritt planen.

Völlig richtig. Ich habe mir damit aber immer schwer getan, weil die konkrete Anwendung von "Schwäche zeigen" bei diesen theoretischen Überlegungen außen vor bleibt. Ich weiß (wusste) schlicht und ergreifend nicht, wie man Schwäche zeigt, denn in meinen Überlegungen gab es "gute Schwächen" und "schlechte Schwächen". Die guten Schwächen sind die, wo jeder denkt "oh er ist ein Mensch, er ist nahbar, verletzbar". Die schlechten Schwächen sind die, wo jeder denkt "was für ein Spack, der sollte mal sein Leben auf die Reihe kriegen". Bei manchen Schwächen ist die Klassifizierung in gut und schlecht offensichtlich, bei vielen allerdings nicht und die meisten, mit denen ich darüber geredet habe, haben letztendlich keinen Plan davon. Ich habe dann überlegt, welche Schwächen Frauen "toll" finden und welche nicht. Letztendlich bin ich damit nie auf einen grünen Zweig gekommen, weil ich die meisten Schwächen als "weniger toll" empfunden habe. Konkrete Beispiele dafür: Abhängigkeit, Erwartungshaltungen, Suche nach Anerkennung und Bestätigung durch die Frau und so weiter. Das sind alles furchtbar ätzende Schwächen.

Neulich habe ich eine Art Lehrgang auf DVD gesehen, der genau dieses Thema für mich in sinnvolle Anwendungsform gebracht hat. Ich halte nach wie vor viele Schwächen für...schwach und eine Frau will keine Schwächen in einem Mann. Was eine Frau allerdings will, ist Verletzbarkeit, weil es menschlich ist und Nähe erzeugt. Der Unterschied zwischen Verletzbarkeit und Schwäche ist eigentlich ziemlich einfach: Verletzbarkeit ist der bewusste Umgang mit einer Schwäche. Schwäche ist das unbewusste Zusammenbrechen.

Dieser Gedanke der Verletzbarkeit gibt mir eine völlig neue Art mit meinen eigenen Emotionen umzugehen. Wenn man immer nur Stärke zeigen will, fängt man an bestimmte Emotionen zu unterdrücken. Man tut unberührt, man spielt den Starken. Das ist nicht sehr sinnvoll, weil es kalt wirkt.

Mal ein konkretes Beispiel. Mann wird von Frau durch ihr Verhalten oder ihre Aussagen verletzt.

(Falsche) Stärke: "Ist mir doch alles scheißegal, so einen Käse mache ich nicht mit. Komm wieder, wenn du dich beruhigt hast.", dazu eine zurücklehnende und verschlossene Körperhaltung.

Schwäche: Anfangen zu heulen, unfähig mit der Situation fertig zu werden. In sich zusammengesackte Körperhaltung.

Verletzbarkeit: Verbalisieren, dass man sich verletzt fühlt, dass sie eine Grenze überschritten hat. Traurigkeit zeigen (es dürfen auch Tränen fließen, das hat an dieser Stelle nichts mit Schwäche zu tun) und trotzdem mit erhobenem Kopf und offener Körperhaltung standhaft bleiben.

Bei falscher Stärke fängt man an sich innerlich zu verschließen und zu posieren. Bei Schwäche fängt man an unter der Last der hereinbrechenden Emotionen zu kollabieren und unfähig zu werden. Bei Verletzbarkeit fühlt man seine Emotionen, bringt sie zum Ausdruck und bleibt trotzdem in einer wirkenden (oder gestalterischen) Position. Man lässt sich nicht übermannen, sondern gibt sich seinen Emotionen ganz bewusst hin.

hrs-le

Sehr schöner Post.

Ich werde jetzt folgenden Ansatz verfolgen: Lernen durch Vorbilder. Denn vom Wissen her ist mir vieles klar. Nur umsetzen kann ich es wohl nicht immer überzeugend.[...]

Sucht den Kontakt zu Männern!

Das ist ein wirklich guter Ratschlag. Ich habe hin und wieder auch mal Vorbilder, meist ältere Männer, die mir irgendwas beibringen. Es gab mal beim Tango einen, der rund 15 Jahre älter war als ich. Der erzählte eines Tages, dass man technisch noch so perfekt sein kann; den wirklich guten Tänzer unterscheidet die innere Einstellung vom technisch perfekten Tänzer. Er erzählte von einer Frau, die mal mit einem Mann tanzte und bevor die beiden überhaupt angefangen hatten, wusste sie, dass er ein wirklich guter Tänzer ist. Sie ist bereits bei der Umarmung (El Abrazo - Tanzhaltung einnehmen) in seinen Armen zerschmolzen. Er hat mir daraufhin gezeigt, wie man mit einer wirklich guten Umarmung den Tanz beginnen kann. Seitdem übe ich mich darin und es ist wirklich ein Unterschied sowohl für mich als auch für die Frau. Obwohl wir auch über viele Dinge auf intellektuelle Weise gesprochen haben, hat er mir einige Tanzkniffe gezeigt und das war wirklich Gold wert.

Leider stellt sich bei deinem Ratschlag das Problem, dass es gar nicht so leicht ist männliche Vorbilder zu finden. Ich finde es schon schwer genug gleichgesinnte Freunde zu finden. Die sind äußert spärlich gesät. Definitiv ein Grund, warum ich gerne in diesem Thread unterwegs bin, der Austausch hier ist für mich sehr fruchtbar. Schade nur, dass man hier nur labern kann, anstatt sich Dinge zu zeigen ;-) Ich versuche das immer durch möglichst lebhaft beschriebene Geschichten etwas auszugleichen. Mir haben die Geschichten von anderen nämlich immer irgendwie geholfen.

Viele eigentlich normal männliche Verhaltensweisen trainiert man den kleinen Kindern ab. Nehmen wir z.B. die Aggression, die nicht gleichzusetzen ist mit Anwendung von Gewalt. Aggression ist schlicht eine Freisetzung von Kraft.[...]

Genau meine Meinung. Ich habe Zivi in einem Kindergarten gemacht und die meisten Betreuerinnen waren (frustrierte) Singles, Mitte 30. Da wundert mich ehrlich gesagt gar nichts mehr ;-) Dennoch, da die meisten Männer im gleichen Alter genauso verkorkst sind, wird es nochmal ungemein schwieriger entsprechend Gleichgesinnte zu finden.

KVuhlxio


Da der Faden gerade relativ theorielastig ist, schreibe ich nun mal wieder etwas aus der Praxis.

"Ich meld' mich morgen"

Gestern habe ich [[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/151714/12663007/ Sarah]] getroffen. Wir waren Eis essen und sind dann zu mir gegangen, 'ne DVD anschauen.

.

Ich beschäftige mich eigentlich nicht mit PU, aber einige Gedanken aus der Szene habe ich nichtsdestotrotz mitbekommen. So wird ja die Auffassung vertreten, dass ein DVD-Abend Sex impliziert/implizieren muss und die Frau das weiß. Was für eine stupide 'Regel'. Hätte ich mich an ihr orientiert, wäre ich ordentlich auf die Fresse geflogen. Und deswegen folgt an dieser Stelle ein Zitat aus der Schlussszene von "Hitch" für die regelabhängigen unter uns:

"Basic principles... There are none"

Denkt drüber nach *:)

.

So lagen wir also auf dem Bett und küssten uns. Ich spürte, dass Sarah für den Moment überhaupt nicht mehr wollte, als ihn zu genießen. Die Chemie zwischen uns stimmte wieder.

Später bekamen wir Hunger und sind essen gegangen und danach ins Kino mit Freunden... Nach dem Film verabschieden wir uns. Ein zärtlicher Kuss. Sie lächelt mich süß an und sagt, sie melde sich morgen bei mir.

.

Am Abend bekomme ich eine Nachricht von [[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/151714/12687924/ Lisa]]. Sie hat keine Zeit, mich in den nächsten 2 Tagen vor ihrem Urlaub nochmal zu sehen. Ich antworte nicht.

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Sarah ist ganz anders als Lisa. Sarah ist offener, fröhlicher, selbstbewusster und sie weiß wer sie ist und akzeptiert das. Interessanterweise fällt es mir aber leichter, mich in Lisa's Gegenwart so zu geben, wie ich bin. Bei Sarah hingegen schwirrten mir gestern wieder einmal Gedanken wie "Was denkt sie von mir?", "Wie kann ich ihr gefallen?", etc. durch den Kopf. Ich wünschte ich wäre diese Gedanken schon los :)D

W`eltPen|archiatexkt


Outgoing

Bei F erlebe ich (wie ja hier schon viel berichtet wurde) viele STs, wo WA und Themroc schon langsam sagen, daß es sie nerfen würde und sie schon gar nicht mehr darauf eingehen würden.

Moment, du lieferst aber gerade eine mögliche Erklärung ab:

Jetzt, mit F ist es nicht etwas völlig anderes, aber sie erwartet auch, daß ich mich ihr öffne, etwas von meinen Gefühlen Preis gebe...

Genau das ist es. Die ganzen Tests von ihr wollen sie deine Gefühlswelt spüren lassen. Wie soll sie sich dir wirklich öffnen (was ihr größter Wunsch ist), wenn du dich nicht zuerst öffnen kannst?

Also, auf die Tests nicht mehr einzugehen ist genauso falsch, wie einfach so weitermachen wie bisher.

Und plötzlich ist MANN nur noch am überlegen: kann ich das sagen? WILL ICH das sagen? Ist es gut wenn ich das sage?...

Vielleicht hilft dir meine kurze Abhandlung über Verletzbarkeit ja ein wenig weiter. Interessant, welche Dynamik dieser Faden gerade annimmt ;-)

Ich bin also an einem neuen Punkt angekommen, den ich gut erforschen muss.. nicht zuletzt auch mich noch etwas besser kennen zu lernen!

Ich glaube, dass du bei dieser Frau noch eine ganze Menge lernen kannst. Du kannst Frauen problemlos verführen wie du uns hier schon oft geschildert hast, das ist das eine. Jetzt heißt es alle Teile zu integrieren und ganzheitlich zum Mann zu werden und sie hilft dir dabei. Sei dankbar dafür ;-)

aB.fisxh


@ Weltenarchitekt

Magst du mir den Titel der DVD verraten? :-) Bin für jeden Input in dieser Richtung dankbar - das ist nämlich auch ein sehr großes (wenn nicht DAS) Thema in meiner persönlichen Entwicklung. (Wenns da bloß mal eine Entwicklung gäbe %-|)

WfeltenaMrchi.tekt


Das war Part 1-3 (Presence, Appreciation, Integrity) des "Authentic Man Program". Musste mal googeln ;-)

a}.fEish


Danke. :-)

Ooumt?goi[ng


@ WA:

Genau das ist es. Die ganzen Tests von ihr wollen sie deine Gefühlswelt spüren lassen. Wie soll sie sich dir wirklich öffnen (was ihr größter Wunsch ist), wenn du dich nicht zuerst öffnen kannst?

Also, auf die Tests nicht mehr einzugehen ist genauso falsch, wie einfach so weitermachen wie bisher.

Hm.. mag sein, daß die STs auch dafür her halten. Ich werde bei STs jedoch meinem Prinzip treu bleiben und hier NICHTS von meinen Gefühlen mit einbringen.. Schließlich ist es ein Spielchen.. also spiele ich BESSER!

Am "öffnen" arbeiten wir beide ansonsten recht gut, dafür daß wir beide seit Monaten jegliches Gefühl in der Art abschmetterten.. ;-D

Vielleicht hilft dir meine kurze Abhandlung über Verletzbarkeit ja ein wenig weiter. Interessant, welche Dynamik dieser Faden gerade annimmt

In der Tat!

XXaxn


Guten Abend,

_Themroc_

Danke für die ausfürhliche Antwort. Ich habe gerade versucht sie anzurufen.Habe mir vorher überlegt was ich in etwa sage, angst bekommen, trotzdem auf anrufen gegangen und dann ist ihr Handy aus :-|. Ich versuche es später oder Morgen um die Uhrzeit nochmal. Ob sie überhaupt ran geht wenn sie meine Nummer sieht ist auch so eine Frage. :-/

Zu hoch für mich?

Ist es für mich nützlich sowas jetzt schon mitzulesen wie diese Seiten hier? Noch halte ich es für zu früh um es gebrauchen zu können und sommit nur noch mehr Theorie im Kopf, oder irre ich mich da?

Xan *:)

s8c5oottulner


Gut riechen

Was macht ihr eigentlich um gut zu riechen? Mag ne banale Frage sein, aber ich finde so einfach ist das gar nicht! Schreibt mal euer "Ritual" vor Dates oder auch am Anfang des Tages auf! Erst welches Deo hierhin, dann welches Aftershave dahin, dann welches Parfüm wohin?

Mir wurde früher immer nachgesagt ich würde so gut riechen. Das Kompliment habe ich aber (Zufall oder nicht?) schön länger nicht mehr gehört!

YKolinxa


Hallo scoottuner.. hab da mal eine Theorie mit einer Freundin aufgestellt.

Je öfter Du duschst desto unangehmer riechst Du wenn Du schwitzt. Bei Anstrengung also die Du mit unterschiedlichen Damen evtl erleben könntest.

Meine Freundin hatte einen Freund der einen Waschzwang hatte, sie meinte er habe bestialisch gerochen, wenn Aftershaveduft, Parfüm, Deo.. Duschgel verflogen sind.. beim Sex. Eine andere meinte, das läge wohl evtl an der Schutzschicht die durch das zuviele Duschen kaputt ginge. Wir alle haben da ähnliche Erfahrungen mit "Zuvielduschern" gemacht. Also alle 2 Tage, je nach Wetter oder Beruf müsste es natürlich öfter sein. *:)

Ansonsten ist es natürlich schön, wenn ein Mann Düfte hat, die selten sind. Und einen nicht an seinen Exfreund erinnern, wie z.B. Hugo B... Das tragen einfach zuviele. Einen Duft also den Deine Partnerin nur mit Dir verbindet. :)^

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