Der Beziehungs-Glücklich-Faden

ACni6aqleal


Vampi, das mit den Freunden versteh ich nur zu gut. Die, die mir wichtig sind, sind weit weg. Spontane Treffen gibts da nicht. Viele, von denen ich dachte, dass ich ihnen wichtig bin, halten kaum mehr Kontakt (auch solche, die ich jahrelang zu meinen besten Freunden gezählt hat). Ich frage mich auch oft, was ich da falsch mache, denn es kann ja nicht nur an den anderen liegen. :-| Könntest du deinen Geburtstag nicht so nachfeiern, dass alle Zeit haben? ALso mit ein bisschen mehr Vorlauf?

Fpe!ntxa


ist aber in meiner Welt unrealistisch.

In meiner auch. Ich bin äußerst inkompatibel, deswegen versuch ich's gar nicht erst.

LUatenQter_Vxamp


Könntest du deinen Geburtstag nicht so nachfeiern, dass alle Zeit haben? Also mit ein bisschen mehr Vorlauf?

Möchte ich einfach nicht. Ich habe jetzt ein Datum festgelegt und ich hoffe, dass sich endlich mal jemand nach mir richtet. Wegen des Beispiels mit der Hochzeit: Meine Mutter hat mir erzählt, dass es bei ihrer Hochzeit ählich war. Unter anderem gabs wohl einmal die Ausrede, dass ein Ehepaar nicht kommen wollte, weil sie die Autopapiere verlegt hatten und ihnen die Fahrt die Hochzeit fand am gleichen Ort statt, wie unsere zu gefährlich war... Irgendwie scheint sich das "zu vererben".

In meiner auch. Ich bin äußerst inkompatibel, deswegen versuch ich's gar nicht erst.

Ich glaube nicht, dass es bei mir daran liegt wobei ich zweifelsohne mit meiner Art weit entfernt vom "Durchschnitt" liege.. Aber ich bin eben nicht so, wie ich auf den ersten Blick wirke und leider interessiert die meisten nicht mehr, als der erste Blick. Außerdem weiß ich ehrlich gesagt nicht, wie ich mir das vorzustellen habe, "rausgehen und Freunde suchen". Wie sucht man denn Freunde? Ich dachte eher, man findet die durch Zufall.

Ahnixalel


Ja, das ist schon ne ziemlich komische Aussage, aber über ein gemeinsames Hobby wäre sowas bestimmt drin. Wenn man sich einem Verein anschließt usw., da lernt man ja auch leute kennen. Ich habe jahrelang Volleyball in verschiedenen Vereine gespielt, und da sind immer gute Freundschaften entstanden. Aber klar, so neue Freundschaften sind auch erstmal Arbeit, und ich bin da meistens zu faul, um mich zu investieren.

Lmat5enteWr-_Vxamp


Naja, ich fang ja demnächst wieder Tanzen an und die Leute dort kenne ich schon, weil ich in dem Verein bereits mit meinem Mann getanzt habe, aber die Leute sind ja alle so um die 50-60 – also das ist ohnehin das schwierigste, Leute in meinem Alter kennen zu lernen, wobei ich "mein Alter" bis locker 40 hoch definiere, weil ich mich ja mit gleichaltrigen seltener verstehe. Das ist ja nicht aus der Luft gegriffen, ich habs oft genug erlebt, dass 23/24/25jährige aus meinem Umfeld eben hauptsächlich ans Feiern und Verlieben denken, ich bin bereits verheiratet, Feiern war noch nie meins und für mich stehen in baldiger Zukunft eher Themen wie Kinder kriegen und Hausgestaltung an, das interessiert die aber noch nicht. Aussage einer 25jährigen Kollegin, als ich Kekse mitbrachte und beim Lob dafür sagte, dass nicht ich, sondern mein Mann sie gebacken habe, ihm also das Lob gebühre: "Wie, du hast schon nen Mann?!" Also ich weiß nicht – in welchem Alter denkt man denn ans Heiraten, so üblicherweise? Dass man dann vielleicht noch niemanden gefunden hat (wobei sie auch in einer Beziehung ist), ist ja verständlich, aber dass man, wenn man dem Heiraten nicht grundsätzlich negativ gegenüber steht, noch nicht mal dran gedacht hat – naja, ich kanns nicht nachvollziehen. Gleiche Aussage einer 26jährigen letztes Jahr: "Wie, du bist schon verheiratet? Ist ja krass!" Krass?! ":/ Hm, sollte ich mit 25 schwanger werden, bin ich dann wohl ne asoziale Teeniemutter (mit dem Unterschied, dass ich nicht asozial bin, verheiratet und wir für das Kind sorgen können).

Naja, dass es nicht in jedermanns Leben ums Heiraten und Kinderkriegen geht, ist mir ja auch klar, das sollten auch nur Beispiele sein, dass sich deren Leben einfach meistens noch auf einer Schiene bewegt, auf der ich schon gefahren bin. Ich habe ja auch eine Freundin, bei der es so ähnlich ist, aber da ist der Unterschied, dass wir uns von klein auf kennen, da machen die unterschiedlichen Einstellungen nicht so viel aus und wir profitieren eher von einander, aber auch nur, weil wir uns gut kennen, uns gegenseitig akzeptieren und die Sichtweise des anderen verstehen, auch wenn sie anders ist.

D7ie SeOhrexrin


vamp

"Wie, du bist schon verheiratet? Ist ja krass!"

sowas würde ich aber nicht gleich als negatives staunen empfinden, sondern als ehrliche überraschung! es scheint mir nämlich, als käme das bei dir als kritik an?

geburtstag feiern

ich darf mich alt fühlen cora... du nicht ;-)

hmmm... mir geht es da von jahr zu jahr unterschiedlich! manchmal habe ich total lust auf ein fest und manchmal will ich einfach nur zweisamkeit. das muss ich dann nur verkünden und dann kümmern sich meine lieben um den wunsch! allerdings haben wir auch einen sehr spontanen freundeskreis (in der großstadt ist das vielleicht aber auch alles einfacher durch die öffentlichen verkehrsmittel?).

freunde finden...

... tut man wohl auch nur, wenn man gerade gar nicht danach sucht?!? ich habe einen großen kreis an menschen um ich herum, die ich mag, die mein leben bereichern, mit denen wir viel machen... aber freunde? als freunde würde ich wohl nur eine handvoll bezeichnen... diejenigen, die meinen lebensweg auch schon eine ganze weile begleiten, die mich so mögen, wie ich bin und die nicht sofort in panik verfallen, wenn wir uns ein paar wochen mal nicht sehen oder hören!

bauchwurmkekse

ist schon irre, wie schnell diese zwergwesen sich im bauch entwickeln, was? mich hat das immer mit einer ehrfurcht erfüllt... :-D

DGie AnSonyme


Achja, das Freundethema. Das beschäftigt mich zurzeit auch mal wieder mehr, vielleicht, weil auch bei mir der Geburtstag ansteht. Noch dazu der erste, den ich dank eigener Wohnung eigentlich mal wieder "anständig" feiern könnte – aber nicht so recht weiß, wen ich denn einladen soll ":/ Woran es bei mir liegt, weiß ich gar nicht so genau. :-|

F|en.txa


Doch, ich weiß es schon. Ich vertraue mich anderen Personen nicht an und deswegen bleiben Bekanntschaften eben nur Bekanntschaften. Aber ich will das eben nicht. Ich brauch das nicht. Ich bin gerne für andere da und wälze mit ihnen ihre Probleme, aber eben nicht meine. Dazu bin ich viel zu verschlossen. Ich habe nur eine Freundin und die kenn ich seit dem Kindergarten. Und wir verstehen und akzeptieren uns eben gegenseitig, so wie wir sind. Aber mit neu kennengelernten Personen bleibt es immer recht oberflächlich, weil ich eben zu wenig von mir preis gebe.

Also ich denke schon, dass es zum größten Teil an mir selbst liegt und nicht an den anderen.

LLaten\ter._V\amp


sowas würde ich aber nicht gleich als negatives staunen empfinden, sondern als ehrliche überraschung! es scheint mir nämlich, als käme das bei dir als kritik an?

Nein nein, als Kritik gar nicht, sondern nur als Bestätigung dafür, dass die meisten Frauen in meinem Alter (oder sogar etwas älter) trotz länger bestehender Beziehung immer noch weit rausschieben und sich gar nicht hätten vorstellen können, im gleichen Alter wie ich "schon" zu heiraten. Ab gesehen davon wird letzteres Beispiel für mich in der Erinnerung vielleicht etwas negativer, weil die Kollegin und ich schon kurze Zeit später aneinander geraten sind und uns gegenseitig nicht leiden konnten... Zum Zeitpunkt der Aussage hatte ich sie gerade erst kennen gelernt.

(in der großstadt ist das vielleicht aber auch alles einfacher durch die öffentlichen verkehrsmittel?)

Das hat zumindest damit bei mir nichts zu tun. Eine Freundin von mir wohnt im gleichen Dorf und hat ein Auto, das sind 5 Minuten von ihr aus maximal, außerdem arbeitet sie auch noch 5 Gehminuten von meiner Arbeitsstelle entfernt, trotzdem sehen wir uns nur etwa alle zwei Monate. Das liegt einfach bei ihr speziell daran, dass sie üblicherweise jeden Tag der Woche (auch am Wochenende) bis mindestens 20 Uhr beschäftigt ist (quasi arbeitet) und grundsätzlich für Freunde kaum Zeit hat. Und sonst habe ich hier in der Stadt nur noch eine Freundin, die auch viel zu tun hat, Studium in einer anderen Stadt & einen großen Freundeskreis... tja, da wirds eben schwierig. Einfach mal anrufen und fragen: "Hey, wollen wir uns treffen?" ist nicht, weil man die gar nicht erst telefonisch erreicht (und SMS erst abends im Bett frühstens gelesen werden). Und alle anderen Leute, die ich noch hier in der Stadt kenne, würde ich nicht als richtige Freunde bezeichnen, eher Bekannte, die sich von sich aus nie bei mir melden würden, die ich aber gerne als meine Freunde bezeichnen würde, wenn sie das gleiche Interesse an mir hätten, wie ich an ihnen.

ich habe einen großen kreis an menschen um ich herum, die ich mag, die mein leben bereichern, mit denen wir viel machen

Das würde ich bereits als Freunde bezeichnen. Denn ich kenne hier bis auf die beiden erwähnten Personen niemanden, mit dem ich etwas unternehme, also wäre jemand, mit dem ich etwas unternehme zwangsläufig ein Freund.

als freunde würde ich wohl nur eine handvoll bezeichnen... diejenigen, die meinen lebensweg auch schon eine ganze weile begleiten, die mich so mögen, wie ich bin und die nicht sofort in panik verfallen, wenn wir uns ein paar wochen mal nicht sehen oder hören!

Klar, dazu zählt auch mein bester Freund und den sehe ich eben maximal einmal pro Jahr, eher alle zwei Jahre, vielleicht auch seltener, trotzdem ist er mein bester Freund. Aber für meinen psychischen Zustand "nützen" mir momentan eben nur Menschen etwas, mit denen ich auch Zeit verbringen kann (und zwar face-to-face), weil ich einfach Gesellschaft brauche.

L|aten6tcer__Vamp


Das beschäftigt mich zurzeit auch mal wieder mehr, vielleicht, weil auch bei mir der Geburtstag ansteht. Noch dazu der erste, den ich dank eigener Wohnung eigentlich mal wieder "anständig" feiern könnte – aber nicht so recht weiß, wen ich denn einladen soll

Das ist bei mir auch so ähnlich, auch wenn wir nun schon anderthalb Jahren hier wohnen. Bis auf die Einweihungsfeier, die ja auch nur mit einem Bruchteil der eingelandenen stattfand, gab es hier noch keine "Feier" oder so was. Also wir hatten hier – abgesehen von der Familie an Feiertagen – noch nie mehr als eine Person gleichzeitig zu Besuch. Den Geburtstag meines Mannes haben wir ja letztes Jahr bei meinen Eltern gefeiert, da kam aber auch nur ein Gast und das war eine Freundin von mir. Also das ist ja auch so, dass es bei meinem Mann ganz ähnlich ist, wie bei mir, er macht es sich vielleicht nur nicht so bewusst und lässt sich dementsprechend auch nicht runterziehen. Andererseits merke ich ab und zu, dass ein Männerabend auch ihm gut tun würde, aber er hat ja hier in der Stadt keinen einzigen männlichen Freund.

Doch, ich weiß es schon. Ich vertraue mich anderen Personen nicht an und deswegen bleiben Bekanntschaften eben nur Bekanntschaften. Aber ich will das eben nicht. Ich brauch das nicht.

Heißt das dann, dass du auch keine weitere tiefe Freundschaft willst oder doch, nur unter anderer Definition als der üblichen?

FIen&ta


Ich glaube einfach nicht, dass überhaupt eine Möglichkeit besteht eine weitere tiefergehende Freundschaft aufzubauen. Menschen erwarten, dass man ihnen in regelmäßigen Abständen das Herz ausschüttet. Ich mach das nicht. Und werde es auch nicht.

Und in unserer Freizeit ergeben sich sowieso nur lose Bekanntschaften, da mein Mann und ich eigentlich alles in unserer Freizeit gemeinsam machen und somit auch nirgends mehr einen Partner benötigen. Und Vereine mag ich sowieso nicht.

D.ie AnGony&mxe


Also das ist ja auch so, dass es bei meinem Mann ganz ähnlich ist, wie bei mir, er macht es sich vielleicht nur nicht so bewusst und lässt sich dementsprechend auch nicht runterziehen. Andererseits merke ich ab und zu, dass ein Männerabend auch ihm gut tun würde, aber er hat ja hier in der Stadt keinen einzigen männlichen Freund.

Bei uns ist es anders. Mein Freund hat mehrere sehr gute Freunde, die er teilweise auch schon seit der Kindheit oder zumindest Jugend kennt. Die wohnen nur alle woanders, sodass er die eher selten (zum Teil sehr selten) sieht. Trotzdem beneide ich ihn darum :=o

Lwatentexr_Vamp


Menschen erwarten, dass man ihnen in regelmäßigen Abständen das Herz ausschüttet.

Also ich sage es mal so: Wenn ich mit jemandem eine richtige Freundschaft habe, dann erwarte ich, dass ich derjenigen Person auch mein Herz ausschütten kann, wenn ich das möchte und das derjenigen dann auch zuhört. Das heißt aber für mich nicht, dass eine Freundschaft ausschließlich daraus besteht. Sondern einfach auch aus solchen Dingen, wie gemeinsam ins Kino gehen und über lustige Szenen lachen. Oder so etwas, wie ich es eben jetzt am Samstag hatte: Gemeinsam in die Stadt, sich gegenseitig beim Kauf von Dingen beraten und über alte Zeiten oder zukünftige Pläne schwatzen. Oder in ner lockeren Runde zusammen sitzen und (von mir aus, ich habe keins) das neuste I-Phone oder wahlweise den neuesten Bundespräsidenten zu diskutieren, je nachdem, wie man gestrickt ist. Oder das, was ich am liebsten mache, alle mal zu uns nach Hause einzuladen und gemeinsam zu kochen und hinterher das Essen genießen. So stelle ich mir eigentlich ne Freundschaft vor, Herz ausschütten kommt da nur bei Bedarf vor und sollte ja kein Dauerzustand sein. Zumindest gibts bei mir nicht so viel auszuschütten aktuell oder sagen wir mal, gäbe es nicht, wenn ich Freunde hätte. ;-)

Und Vereine mag ich sowieso nicht.

Kann ich verstehen. ;-)

Trotzdem beneide ich ihn darum :=o :=o

Verstehe ich auch. Wobei Freunde, die weit weg wohnen und die ich selten sehe, habe ich ja genug. Mir mangelts eben im Wesentlichen an Leuten, die ich regelmäßig sehe. Da ging es mir im Studium viel besser. Ich habe meine Mitbewohnerin täglich gesehen, wir haben etwa alle zwei Tage zusammen gekocht, ungefähr einmal die Woche nen Film zusammen gesehen, waren auch ab und zu mal gemeinsam was essen und so einmal im Monat fand beim Nachbarn ein Spieleabend statt, bei dem es einen festen Kreis gab, aber auch immer neue Leute hinzukamen. Das war sehr lustig und mir hat das gut getan. Aber seitdem das Studium vorbei ist, sind natürlich alle in sämtliche Himmelsrichtungen verstreut. Kontakt ist zwar noch da, aber nur sporadisch. Das ist ja auch normal, die "alten" Freunde. Aber warum gelingt es dann nicht, "aktuelle Freunde" zu haben?

DGie Se_herin


... da mein Mann und ich eigentlich alles in unserer Freizeit gemeinsam machen und somit auch nirgends mehr einen Partner benötigen...

das ist bei uns ganz genau so! wir haben auch das gleiche hobby und sonst soviel um die ohren, dass es schon genug kräfte bindet, dass wir unsere riesige familie pflegen!

L-atentze)r_Va(mp


Wir haben ja nun kein gemeinsames Hobby, aber wir verbringen trotzdem viel Zeit zusammen, am liebsten hätten wir aber einen gemeinsamen Freundeskreis. Wir haben auch gemeinsame Freunde – aber eben nicht hier.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Beziehungen oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Psychologie · Erziehung · Sexualität · Homo, Hetero, Bi


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH