Der Beziehungs-Glücklich-Faden

FkenLtxa


Ob sich eine Scheidung hinzieht hat ja nichts mit der Beziehung an sich zu tun. Getrennt ist man da ja dann trotzdem. Genauso wie man akut Immobilien aufgeben und nicht mehr drin wohnen kann, aber meistens noch längere Zeit finanziell mit drin hängt.

LiolaXx5


Ob sich eine Scheidung hinzieht hat ja nichts mit der Beziehung an sich zu tun. Getrennt ist man da ja dann trotzdem.

Das empfinde ich eben überhaupt nicht so. Eine Ehe ist für mich erst mit der Scheidung im Status "getrennt" angekommen. Aber es wurde mir schon öfter gesagt, dass es gewissermaßen weltfremd sei, eine Ehe so ernst zu nehmen... Ich bin dann immer erstaunt wie wenig Gewicht die Leute, die mal geheiratet haben, der Ehe zumessen, wenn sie nicht mehr opportun ist... ":/

Genauso wie man akut Immobilien aufgeben und nicht mehr drin wohnen kann, aber meistens noch längere Zeit finanziell mit drin hängt.

Das ist aber nur eine finanzielle Verbindlichkeit. Man ist nicht offiziell der Mann/ die Frau von jemandem, von dem man sich eigentlich trennen will (es allein aber nicht kann).

LAatentKer_Vxamp


Oder wenn irgendwelche Dinge strittig sind. Das ist bei einer Trennung nicht so. Auch nicht bei gemeinsamen Eigentum, denn das könnte man im Notfall ja auch einseitig aufgeben...

Naja, also mein Mann und ich haben einen Ehevertrag, was ja eben mit Eheschließung einher geht (nichts zwangsläufig, aber vernünftig ist es). Darin ist jede Menge geregelt und wenn wir mal mehr Eigentum haben, wollen wir denn auch noch detaillierter ausbauen. Wenn man aber "nur" zusammen ist, gibt es einen solchen Vertrag ja nicht und im Trennungsfall gibt es dann keine Grundlage, auf der du irgendwelche Strittigkeiten durchsetzen könntest. Insofern muss es in einer Beziehung ohne Trauschein nicht gerade leichter sein, sich zu trennen.

Dqi^e USehYerin


Naja, also mein Mann und ich haben einen Ehevertrag...

wir haben ganz bewusst keinen gemacht. jeder von uns hat den anderen in der vorherigen ehe und der trennung erlebt... außerdem werden wir uns ja eh nicht trennen ;-)

Dpi7e Ano7nxyme


Ich sehe es nicht so, dass eine Beziehung ohne Ehe automatisch mit "völliger Freiwilligkeit" einhergeht. Gibt noch viele andere Dinge, die eine schnelle Trennung mal eben verhindern: Gemeinsames Wohneigentum, gemeinsame Anschaffungen, gemeinsames Umfeld, gemeinsame Familie, Gewohnheit, Trennungsangst, etc... Vieles davon lässt sich schwerer auflösen als eine Ehe.

Denke ich auch. Gemeinsame Tiere nicht zu vergessen ;-D

Ich persönlich ziehe außerdem die Garantie niemals geschieden sein zu können, der Ehe tausendmal vor...

"Geschieden" ist für mich jetzt kein Status, der mir mehr Angst machen würde als "unglücklich alleine" oder sonstwas.

Und ich verstehe auch nicht, wie man als "Zugeständnis" geheiratet werden wollen kann. Wenn ich heiraten wollen würde, dann würde ich mit Begeisterung geheiratet werden wollen und nicht weil ich es mir eben Wünsche und man mir diesen Wunsch nicht verwehren will...

Ich meinte das mit dem "obwohl man weiß, dass der Partner will" anders. Wüsste man das nicht, könnte man vielleicht annehmen, dass sich jemand über's Heiraten einfach noch keine Gedanken gemacht hat, keine Veranlassung gesehen hat, das in Erwägung zu ziehen. Wenn man aber explizit dagegen ist und der Grund NICHT ist, dass man sich nicht an den anderen binden will (weil man das durch ein Kind eh schon hat), dann finde ich das schon irgendwie erklärungsbedürftig. Aber das kann derjenige natürlich andersherum genauso sagen.

Eine Ehe ist für mich erst mit der Scheidung im Status "getrennt" angekommen.

Meine Kollegin redet immer so schön von ihrem "von ihr getrennt lebenden Ehemann" ;-D (die sind schon ziemlich lange getrennt, haben sich aber bisher nicht scheiden lassen).

LbolaAX5


Wenn man aber explizit dagegen ist und der Grund NICHT ist, dass man sich nicht an den anderen binden will (weil man das durch ein Kind eh schon hat), dann finde ich das schon irgendwie erklärungsbedürftig.

Auch und gerade wenn man sich schon durch ein gemeinsames Kind auf eine Art stärker gebunden hat, kann der Grund sein, dass man eben nicht auf diese offizielle, gesetzliche Art an den anderen gebunden sein will. Ich möchte, dass sich das Zusammensein aus dem Zusammenseinwollen ergibt und nicht durch einen offiziellen Status festgeschrieben wird. Zumal es sowieso keine echte Festlegung ist, weil eine Ehe ja auch wieder geschieden werden kann. Wozu also eine öffentliche Pseudofestlegung? Die Bindung, auf die es wirklich ankommt ist ja ohnehin die emotionale...

Meine Kollegin redet immer so schön von ihrem "von ihr getrennt lebenden Ehemann" ;-D (die sind schon ziemlich lange getrennt, haben sich aber bisher nicht scheiden lassen).

Finde ich persönlich schrecklich. Ich mag solche ungeklärten Verhältnisse nicht.

D4ie An~onyxme


Ich möchte, dass sich das Zusammensein aus dem Zusammenseinwollen ergibt

Ich denke nicht, dass sich das ausschließt. Eben WEIL eine Ehe ja wieder geschieden werden kann ist sie m.E. immer noch eine ziemlich freiwillige Sache. Niemand MUSS zusammenbleiben, nur weil er/sie geheiratet hat.

Ich mag solche ungeklärten Verhältnisse nicht.

Ich glaube nicht, dass aus Sicht der beiden irgendwas ungeklärt ist ;-)

LSolaxX5


Ich denke nicht, dass sich das ausschließt. Eben WEIL eine Ehe ja wieder geschieden werden kann ist sie m.E. immer noch eine ziemlich freiwillige Sache. Niemand MUSS zusammenbleiben, nur weil er/sie geheiratet hat.

Warum aber heiraten, wenn es sowieso nichts bedeutet? ???

Ich glaube nicht, dass aus Sicht der beiden irgendwas ungeklärt ist ;-)

Ich finde es extrem ungeklärt verheiratet UND getrennt zu sein. Das fände ich schon einen schrecklichen Zustand, wenn es nur ein paar Monate andauern würde. Ganz zu schweigen von Jahren. :-o :-o :-o (Wenn die Frau noch im gebärfähigen Alter ist und schwanger werden würde, würde das Kind als Kind des Ehemannes gelten! Und auch sonst gelten all die anderen Verpfilichtungen der Ehe ganz normal weiter...) Ich könnte in so einem Spagat nicht leben.

DCie3 Sehxerin


Ich möchte, dass sich das Zusammensein aus dem Zusammenseinwollen ergibt und nicht durch einen offiziellen Status festgeschrieben wird.

und wir haben ganz freiwillig geheiratet, weil wir zusammen sein wollen... und jeden tag feststellen, dass wir das immer noch wollen – und nicht wegen des offiziellen status', sondern wegen des wollens :-D

cQoraRzon8x1


Ich möchte auch nicht heiraten. Heiraten ist für mich sowas endgültiges. Aber ich bin auch jemand, für den "bis dass der Tod uns scheidet" auch keine leere Floskel ist. Somit ist es für mich einfach endgültig. Scheidung ist in meinen Augen keine Option, wenn man sich eben dieses "bis dass der Tod uns scheidet" versprochen hat.

Ich persönlich kann niemandem versprechen, ihn für immer zu lieben, mein Leben lang.

LsolaXx5


und wir haben ganz freiwillig geheiratet, weil wir zusammen sein wollen... und jeden tag feststellen, dass wir das immer noch wollen

Das Problem, das man durch Nicht-Heiraten vermeiden will, fängt ja erst an, wenn/falls man nicht mehr zusammensein will...

Ich könnte die vielen Scheidungen und unglücklichen Ehen nicht ausblenden und mir sicher sein, dass mir sowas nie passieren könnte... Die Beziehung könnte nicht von Dauer sein, und in dem Fall würde ich eben nicht verheiratet (gewesen) sein.

Ich empfinde es so, dass die Ehe entweder unnötig ist (wenn es so gut läuft, dass man für den Rest des Lebens zusammenbleibt) oder eben ein ziemliches Problem werden kann (wenn die Beziehung eben nicht von Dauer ist und man sich trennt).

L8olaXx5


@ corazon81

Ich persönlich kann niemandem versprechen, ihn für immer zu lieben, mein Leben lang.

Genau. :)z

Dxie vSehxerin


und ich bin sogar "wiederholungstäterin" :-D allerdings habe ich das "so lange ich lebe" nur meinem jetzigen mann versprochen!

Ich könnte die vielen Scheidungen und unglücklichen Ehen nicht ausblenden und mir sicher sein, dass mir sowas nie passieren könnte... Die Beziehung könnte nicht von Dauer sein, und in dem Fall würde ich eben nicht verheiratet (gewesen) sein.

das verstehe ich aber nicht ganz ":/ da müsstest du ja acuh schon keine beziehung führen wollen, weil da ja aauch die ganzen trennungen dir ein schlechtes gefühl geben könnten, dass auch deine beziehung kaputt gehen könnte!?

L@ol7aXx5


das verstehe ich aber nicht ganz da müsstest du ja acuh schon keine beziehung führen wollen, weil da ja aauch die ganzen trennungen dir ein schlechtes gefühl geben könnten, dass auch deine beziehung kaputt gehen könnte!?

Ich fände eine Scheidung viel schlimmer als eine Trennung. Zum einen weil man da eben groß verkündet hat sein Leben miteinander zu verbringen und es dann plötzlich doch nicht mehr will. Zum anderen weil ich dann geschieden wäre (schrecklicher Familienstand, und man müsste das ja ständig auf irgendwelchen Formularen angeben und wird so ständig an das Scheitern erinnert). Außerdem kommt noch hinzu, dass durch eine Ehe eine Trennung oft verschleppt wird und dadurch besonders hässlich wird. Viele finden es z.B. völlig normal und in Ordnung schon einen neuen Partner zu haben, bevor die Scheidung durch ist. :-o Das fände ich grauenvoll. %:| Ohne Ehe kann mir das in der Form nicht passieren, weil ja im Prinzip ein Satz zum Vollzug der Trennung ausreicht. :)^ Ohne formelle Bindung ist es viel einfacher saubere Verhältnisse zu haben. :-)

L#atjente%r_Vxamp


wir haben ganz bewusst keinen gemacht. jeder von uns hat den anderen in der vorherigen ehe und der trennung erlebt...

uuuuund? Daraus folgt?

"Geschieden" ist für mich jetzt kein Status, der mir mehr Angst machen würde als "unglücklich alleine" oder sonstwas.

:)z

Wenn man aber explizit dagegen ist und der Grund NICHT ist, dass man sich nicht an den anderen binden will (weil man das durch ein Kind eh schon hat), dann finde ich das schon irgendwie erklärungsbedürftig.

Ich auch.

Niemand MUSS zusammenbleiben, nur weil er/sie geheiratet hat.

Und vor allem: Niemand MUSS heiraten. Das ist doch heutzutage im Wesentlichen "nur noch" eine romantische Geste, die einige praktische Vorteile mit sich bringt. Es gibt mir als Frau ein gutes, sicheres Gefühl, wirtschaftlich absolut nicht von meinem Mann (oder den Eltern) abhängig zu sein. Es war kein Kind unterwegs, ich bin nicht katholisch, es gab also keinen dringenden Grund zu heiraten. Das war eine rein emotionale Entscheidung, deren praktische Vorteile ich aber gern mitnehme. Aus Liebe heiraten zu können, ist, finde ich, durchaus ein Luxus, denn es ist noch nicht so lange her, dass es mal anders war.

Scheidung ist in meinen Augen keine Option, wenn man sich eben dieses "bis dass der Tod uns scheidet" versprochen hat.

Ich persönlich kann niemandem versprechen, ihn für immer zu lieben, mein Leben lang.

Und ich bin ziemlich sicher, dass wir genau diese Geschichte in diesem Faden schon mal hatten. Erneut meine Antwort dazu: Ich habe nie, nie, niemals versprochen, meinen Mann ein Leben lang zu lieben. Der Pastor hat uns (bin nicht sicher, ob er uns da geduzt oder gesiezt hat) gefragt: Vamp, willst du Herrn Vamp lieben, ehren ... usw., solange ihr lebt? Und ich glaube, die Antwort lautete einfach nur ein schlichtes: Ja (oder Ja, mit Gottes Hilfe). Es war also eine Willensbekundung, auf den Moment bezogen. Ja, in diesem Moment will ich nicht mehr, als den Rest meines Lebens mit diesem Mann zu verbringen. Wenn es irgendwann zur Scheidung käme, hätte ich das trotzdem in dem Moment ganz genauso gewollt und es wäre auch nicht falsch gewesen. Aber versprochen habe ich das nie, denn das kann und will ich nicht.

Ich könnte die vielen Scheidungen und unglücklichen Ehen nicht ausblenden

Meinst du denn, dass Scheidung=unglückliche Ehe? In einem mir sehr nahestehenden Fall lässt sich ein Ehepaar nach knapp 30 Jahren Ehe scheiden. Angefangen haben sie mit nichts, als ihrer Verliebtheit. Sie haben zwei Kinder bekommen, großgezogen und zu guten, selbstständigen Menschen gemacht. Sie sind gemeinsam gereist, haben Besitz aufgebaut. Sie haben viele Projekte zusammen bewerkstelligt. Und nun haben sie festgestellt, dass es miteinander nicht mehr geht und geben sich gegenseitig die Chance, noch mal von vorn anzufangen. Trotzdem hassen sie sich nicht, schätzen sich gegenseitig sehr und sind stolz auf das Geschaffte. Der Großteil dieser 30 Jahre war gut und wird durch eine Scheidung nicht zu einer unglücklichen Ehe. Ich denke, beide würden sagen, dass die Entscheidung zu heiraten, trotzdem richtig war.

da müsstest du ja acuh schon keine beziehung führen wollen, weil da ja aauch die ganzen trennungen dir ein schlechtes gefühl geben könnten, dass auch deine beziehung kaputt gehen könnte!?

Genau, in dieser Argumentationsschiene dürfte man niemals irgendetwas anfangen, weil es ja schiefgehen könnte bzw. man vielleicht irgendwann mal etwas anderes will.

Ohne formelle Bindung ist es viel einfacher saubere Verhältnisse zu haben.

Ohne formelle Bindung habe ich keine formelle Grundlage, meine Bedürfnisse im Problemfall sauber durchzusetzen!

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