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Mir fällt es schwer, Kontakte aufrecht zu erhalten

A!imee-in-8a-Fagirvytale hat die Diskussion gestartet


Hallo :)*

Wie der Titel schon sagt, habe ich Schwierigkeiten damit, Kontakte aufrecht zu erhalten. Insbesondere dann, wenn die Personen weiter weg wohnen. Das beste Beispiel ist meine frühere beste Freundin. Wir kennen uns seit fünf Jahren und hatten in dieser Zeit immer wieder Phasen, in denen wir sehr intensiven Kontakt hatten, und dann wieder welche, in denen wir gar keinen Kontakt hatten (was meine Schuld war).

Seit Weihnachten hatten wir bis auf einmal SMS schreiben keinen Kontakt, bis sie mir gestern geschrieben hat. Es ist nicht so, dass ich nicht an sie gedacht hätte die ganze Zeit über... das habe ich oft. Als sie mich aber gestern in der SMS fragte, ob sie mich anrufen könne, habe ich wiederum nicht reagiert. Ich kann nicht genau sagen, warum. Vielleicht weil ich Angst vor der Frage habe, warum ich mich nicht gemeldet habe. Wie soll ich das erklären?

Ich habe immer das Gefühl, dass Freundschaften mit Pflichten verbunden sind. Ich muss erreichbar sein und ich muss erreichbar sein WOLLEN. Aber was, wenn das bei mir nicht der Fall ist? Was ist beispielsweise wenn eine Freundin von mir ein Problem hat und unbedingt SOFORT mit mir reden möchte, es mir aber selbst gerade nicht gut geht und ich einfach nur alleine sein möchte? Solche Situationen überfordern mich. Ich habe zwar auch das Bedürfnis, über Probleme zu reden, aber es muss nicht sofort sein... In den seltensten Fällen rufe ich jemanden einfach an weil mich etwas belastet. Wenn ich mal das Bedürfnis habe mit jemandem zu reden, schreibe ich eine SMS und frage, ob wir irgenewann demnächst mal reden könnten.

Wenn es mir mal schlecht geht, dann will ich oft auch gar nicht reden. Ich möchte einfach alleine sein oder mich ablenken und möchte gar nicht erzählen, was mich belastet. Dann machen sich die Leiute aber Sorgen um mich und das macht es auch kompliziert.

Und auch unabhängig davon ob ich oder die andere Person gerade Probleme haben, möchte ich oft auch einfach gar nicht reden, sondern einfach nur alleine sein, lesen, Musik hören... ich bin oft einfach so müde und will einfach nur ein bisschen Ruhe haben.

Es ist aber nicht so, dass ich mich total isolieren würde. Ich treffe ich gerne mit Freunden, laufe mit ihnen durch die Stadt, gehe mit ihnen spazieren oder ihn ein Café. Nur das Telefonieren ist es, das mir Schwierigkeiten bereitet.

Vielleicht auch, weil man, wenn man weit auseinander wohnt und sich selten sieht, immer gleich so viel zu erzählen hat. Schwierig finde ich das dann, wenn man ganz unterschiedlich ist und unterschiedliche Lebensweisen hat. Beispielsweise die Freundin die ich am Anfang erwähnte, sie lebt ganz anders als ich. Bei ihr gibt es immer irgendetwas zu erzählen. Bei mir ist das ganz anders. Ich gehe noch zur Schule, mir ist Sicherheit sehr wichtig (weil meine frühe Jugend sehr chaotisch verlief), ich komme nicht viel herum und erlebe nicht viel. Und die Dinge die ich erlebe, über die möchte ich kaum sprechen. Es sind Kleinigkeiten, die mir zwar persönlich viel bedeuten, die mir aber anderen gegenüber nicht erzählenswert scheinen.

Ich glaube, ich habe mir gerade etwas sehr Chaoisches zusammen geschrieben... :(v

Versteht jemand, was ich meine?

Vielleicht versuche ich, das irgendwann nochmal verstänlicher aufzuschreiben... |-o

Antworten
gNwzendogl@ynn


So wie ich dich verstanden habe, hast du nicht viele Freundschaften, weil es dir zu anstrengend ist, diese zu pflegen, leidest aber eigentlich auch gar nicht darunter, weil du gerne alleine bist? Dann hast du doch eigentlich auch kein Problem - oder hab ich jetzt was überlesen .....

Aximee-i8n-a-^Fairy:talxe


Doch, ich habe einige Freunde, sehr gute sogar... Nur ist es so, dass der Kontakt zu Freunden, die weiter weg wohnen, immer wieder für einige Zeit abbricht, was jedes Mal an mir liegt.

Ich habe beispielsweise Freunde, die mich gleich mit SMS und Anrufen bombadieren wenn ich mich nicht melde, wodurch ich mich dann eingeengt fühle und mich zurückziehe.

Ich habe auch andere Freunde, zu denen ich auch mal ein paar Wochen lang keinen Kontakt habe, was aber für keinen von uns ein Problem ist. Wenn wir das Gefühl haben, zu wenig Kontakt zu haben, fragen wir den jeweils anderen ob er Lust hat, mal wieder etwas gemeinsam zu unternehmen, und dann machen wir das halt... und wenn jemand gerade einfach keine Zeit oder Lust hat, dann trifft man sich eben ein anderes mal.

Ich mag es einfach nicht, eingeengt zu sein. Wenn mich jemand fragt, ob ich Lust habe zu telefonieren und ich nein sage, und die Person das akzeptiert, dann ist es okay. Aber wenn mich jemand andauernd anruft, dann weiß ich nicht, wie ich reagieren soll. Ich brauche keinen Grund, warum ich keine Lust auf ein Telefonat habe - wie soll ich das denn erklären? :-(

Wenn ich jemanden anrufe und die Person nicht dran geht, dann warte ich halt, bis sie sich bei mir meldet - und rufe nicht noch zehnmal an. Aber das macht nicht jeder so, und da habe ich ein Problem mit.

gYwendUolygnxn


Ich habe beispielsweise Freunde, die mich gleich mit SMS und Anrufen bombadieren wenn ich mich nicht melde, wodurch ich mich dann eingeengt fühle und mich zurückziehe.

Kann ich verstehen, das mag ich auch nicht.

Aber wenn mich jemand andauernd anruft, dann weiß ich nicht, wie ich reagieren soll. Ich brauche keinen Grund, warum ich keine Lust auf ein Telefonat habe - wie soll ich das denn erklären? :-(

Entweder nicht dran gehen ;-) oder kurz abheben und sagen, "ich hab gerade gar keine Zeit, ich melde mich demnächst wieder bei dir".

Allerdings ist es nicht von der Hand zu weisen, dass man dadurch auch Freunde vor den Kopf stoßen kann. :-/

A~im'ee-in-ap-Fairy7tale


Allerdings ist es nicht von der Hand zu weisen, dass man dadurch auch Freunde vor den Kopf stoßen kann. :-/

Ja... genau das ist ein Problem...

Vor allen Dingen dann, wenn jemand unbedingt ausgerechnet mit mir reden möchte, ich aber einfach nicht will oder mal meine Ruhe brauche... Ich kann doch nicht sagen: "Es ist mir egal, dass du mir unbedingt was erzählen möchtest, ich brauche mal Zeit für mich. Nein, morgen möchte ich auch nicht telefonieren... in zwei Wochen vielleicht." :(v

Es heißt immer, man müsse immer für seine Freunde da sein... ich würde das nie verlangen. Natürlich, wenn es wirklich darauf ankommt, das ist etwas anderes. Eine Freundin von mir (die bereits erwähnte) war vor drei Jahren mal so fix und fertig weil ihr Freund mit ihr Schluss gemacht hatte, da habe ich auch nicht gezögert sondern sofort im Internet die Zugverbindung rausgesucht, kurz mit meinen Eltern geredet und sie dann eine Woche (es waren Ferien) bei mir einquartiert. Aber das ist auch einfach irgendwie etwas anderes...

kkatifaxnne


Liebe Aimee, ich weiß genau wovon du sprichst. Ich habe auch ein - in meinen Augen - sehr grosses Bedürfnis nach Ruhe und viel Zeit für mich alleine, und mir fällt es sehr schwer Kontakte nicht einschlafen zu lassen. Manchmal dauert es 3 Tage bis ich eine SMS beantworte. Bei mir hat sich daraus leider ergeben, dass ich sehr wenige Freunde habe. Das ist natürlich logisch, in deren Augen habe ich kein Interesse, die Freundschaft aufrecht zu erhalten.

Es ist sehr schwierig da eine Balance zu finden: natürlich treffe ich mich gerne mit Freunden, ich freue mich auch über nette Telefongespräche, aber eben nur dann wenn ich auch Lust dazu habe. Ich habe für mich leider bis jetzt keine Lösung gefunden. Ich habe mir schon oft vorgenommen, mich z.B. bei meiner besten Freundin (die sehr weit weg wohnt) auf jeden Fall einmal in der woche zu melden, aber ich krieg das nicht hin... ???

Egmma_xPeel


Willkommen im Club... %-|

katianne, das was du sagst, kann ich 100%ig so unterschreiben. Ich bin übrigens keine Einzelgängerin im klassischen Sinne, aber schaffe es trotzdem nicht, Kontakte über einen längeren Zeitraum zu pflegen.

So ist mir beispielsweise mal aufgefallen, dass es mir nicht schwer fällt, Freunde zu finden und Freundschaften zu bewahren, wenn ich diesen Personen regelmäßig "zwangsläufig" über den Weg laufe (Studium, Job, Hobby o.ä.). Dann bin ich sehr kommunikativ und es ergeben sich ja automatisch Gelegenheiten für einen engen Kontakt (Kaffeetrinken nach der Arbeit, Shoppen nach der Vorlesung oder was auch immer).

Trennen sich die Wege, dann schläft der Kontakt ein und ich gebe es ja zu: der Grund bin ich. Nicht weil mir nichts daran läge, ganz im Gegenteil: Ich würde mir so sehr wünschen, dass ich die Fähigkeit besäße, Freundschaften zu pflegen. Aber ich ertappe mich dann dabei, dass ich vergesse zurückzurufen, auf eine SMS zu antworten oder eine Verabredung auszumachen. Das ist wie verhext... :-(

CLhris8sPy3


Hallo!

Schließe mich mal an - mir geht's in vielen Punkten genauso wie Euch. Ich fühle mich total unter Druck gesetzt von Leuten, die offensichtlich ständig auf Wahlwiederholung drücken, nachdem sie einen einmal nicht erreicht haben. Dann krieg ich wirklich so ein Beklemmungsgefühl und geh erst recht nicht mehr ran. Und dann ist mir auch schon klar, dass ich mir beim nächsten Telefonat / Treffen Vorwürfe anhören muss, weil ich es gewagt habe, nicht erreichbar zu sein usw.

Klar kann man mit Menschen, die so eine Erwartungshaltung an einen haben (ständig erreichbar sein, sich (häufiger) von selbst melden etc.) keine Freundschaft haben. Zumindest keine enge. Aber ich muss sagen, mir fehlt da auch gar nichts. Mittlerweile sind mir "lockerere" Freundschaften lieber, wo sich alle paar Wochen der eine mal beim anderen meldet, man sich dann trifft und eine nette Zeit verbringt und gut. Das sind dann natürlich keine Freundschaften, die die meisten Leute als "eng" bezeichnen würden, aber wie gesagt, mich stört das gar nicht. Ich brauche generell auch niemanden, um über Probleme zu reden. Sowas hat mir noch nie geholfen, ich komme ganz gut selber klar mit solchen Dingen.

Ach ja, ich habe mittlerweile zumindest eine wirklich gute Freundin, die das ganze genauso sieht wie ich und mit der man dann trotzdem über recht persönliche Dinge redet und sich ziemlich nahe steht. Das ist wirklich sehr angenehm. Aber die meisten Leute sehen das anders, leider.

Ich glaube allerdings, eine Lösung für das Ganze gibt es nicht...

Liebe Grüße

enr&dbae=re


Hallo Aimee-in-a-Fairytale,

ich kenne das auch sehr gut. Selbst wenns einem garnicht schlecht geht, man möchte einfach alleine sein und am Liebsten niemanden hören oder sehen. Habe auch im Moment oder eigentlich seit Monaten das Problem mich erklären zu müssen und das Gefühl, dass meine Freunde mich ständig versuchen zu analysieren usw. Das strengt mich furchtbar an und bringt mich immer weiter weg von ihnen. Wenn wir unterwegs sind, dann möchte ich auf einmal weg, nach Hause, ins Bett. Einfach gehen und wenn es möglich ist, also mehrere Leute unterwegs sind zb. dann mache ich das auch. Völlig unverständlich für die Anderen. Grad dieses Wochenende kam dann "wie du das immer kannst-> einfach gehen". Ich verstehe die große Tat dahinter nicht. Dann noch der Spruch: "wenn du nicht gleich ein freundlicheres Gesicht machst" (mir war übel, darum nicht grad zum Feiern zu Mute)...ich habe darauf geantwortet, dass die ganze Woche und die Zeit mit fremden Menschen genug Schauspielkunst erfordert und jetzt habe ich Wochenende/Freizeit und da bin ich ich. Das mit der Müdikeit kommt mir auch seeehr bekannt vor, nur habe ich leider Schlafprobleme und da vergehen oft Stunden bis ich endlich mal ins Traumland gleite.

Ich verstehe nicht, warum man das nicht einfach hinnehmen kann. Sie wollen immer was mit mir machen, versuchen mich dann aber zu ändern. Das lass ich nicht zu und ich habe gestern beschlossen, klare Ansagen zu machen. Entweder ich darf ich sein oder für mich sind diese wirklich langjährigen Freundschaften beendet. Ich werde mich nicht mehr erklären. Ich werde auch für niemanden den Entertainer spielen. Ich lass sie leben und sie sollen mich leben lassen. Wenn jemand in einer Notlage ist bin ich immer und sofort da aber ich kompensiere nicht die Einsamkeit von anderen, die damit nicht klarkommen.

Ganz akute Geschichte:

Meine beste Freundin hat mich - warum auch immer - als absolute Bezugsperson ausgewählt. Sie hat jetzt einige Pleiten mit Männern erlebt und das wahrscheinlich nicht gut verkraftet. Sie tut aber auch nichts dagegen, dass sich das ändert. Jedenfalls habe ich mir am Telefon vor ein paar Tagen anhören dürfen, sie würde nicht mehr mit meiner Eifersucht klarkommen. Das war wie ein Schlag ins Gesicht. Ich? Eifersüchtig? häää? Alles was ich tue spricht dagegen: ich möchte sehr gerne, dass sie andere Leute kennenlernt, was mit denen unternimmt, (damit ich meine Ruhe habe ...ohne das böse zu meinen), ich melde mich oft 1-2 Wochen nicht usw. usf... In diesem sehr langen Telefonat ist mir klar geworden, dass sie wirrer Weise ihre Ängste auf mich gepolt hat. Sie denkt ich bin sie, ihre Gedanken wären meine. Wie sowas passiert weiß ich nicht aber es ist so. Sie sagte mir auch ich sei der letzte Gedanke vorm ins Bett gehen und der erste wenn sie aufsteht...

???

Oder als ich neulich mit einem Typen ins Gespräch kam und dieser meine Nummer wollte, da hat sie protestiert, mit einem fast panischen Blick...das war sowas von strange...sie hat da einen Aufstand hingelegt, der in dem Moment wirklich peinlich war. Abgesehen davon, dass der Typ mich garnicht interessiert hat bin ich doch nicht ihr Eigentum.

lnuqcid#anxe


das ging mir auch schon so. ich hatte allerdings das glück, dass meine freundin ähnlich tickt wie ich, sie ist z.b. nicht beleidigt, wenn ich mich mal drei wochen nicht melde, weil sie's auch nicht tut :-). wir stehen uns sehr sehr nah und zwischen uns stimmts halt einfach, deshalb kann unsere freundschaft so funktionieren. wir haben gemeinsam unsere ausbildung gemacht, dann ist sie ab in den osten zum studieren und seitdem ist sie wieder da. mal haben wir mehr, mal weniger kontakt. mit meinen anderen freunden ist das z. t. ähnlich, aber nicht alle gehen damit so um...

ich hatte mal ne ziemlich gute freundin, wir haben uns aus den augen verloren und irgendwann mal wieder getroffen und sie war wie ne klette. da lagen so viele jahre dazwischen und das hat mich genervt, weil wir einfach nicht mehr gleich getickt haben. als sie dann weggezogen ist, hab ich den kontakt bewusst wieder einschlafen lassen. auch nicht die feine art, war aber auch nicht wirklich böse gemeint. will auch niemanden enttäuschen aber ich bin halt so wie ich bin...

rZarmixla


ich bin auch so eine von den nicht-melderinnen...

ich bin ein offener, lustiger, kommunikativer mensch. es fällt mir leicht, menschen für mich zu gewinnen und freundschaften zu schließen. vielleicht bin ich in der hinsicht auch einfach zu sehr verwöhnt...?

aber die "pflege" einer freundschaft ist mir - ich sag es mal so hart wie es ist - einfach lästig. ich hasse telefonieren, es ist anstrengend für mich, und ich werde rasch ungelduldig dabei. besuch mag ich für ca. 1 stunde, aber erklär mal jemandem, der vielleicht einen eben so langen anfahrtsweg hatte, dass er nun bitte wieder gehen möge...

ich bin meist zu bequem, um einen weg auf mich zu nehmen, nur um jemanden zu treffen. ich bin gern allein zu hause, habe meine ruhe, kann ungewaschen und nackt rumrennen, im internet surfen, im bett essen, etc.

ich habe einen beruf, in dem ich viel reden und zuhören muss - das will ich in meiner freizeit nicht auch noch tun. es wäre mir extrem lästig, mir die sorgen einer freundin auch noch reinziehen zu müssen.

trotz des festen willens, kontakt zu halten, schlafen freundschaften bei einer räumlichen trennung regelmäßig ein. ich beantworte mails und sms nicht mehr, anrufen tu ich schon gar nicht, und das telefon ist bei mir für gewöhnlich nicht mal in der steckdose drin... allein meine schuld.

so habe ich immer eine reihe guter bekannter, die mir unzählige kontaktangebote und gemeinsame unternehmungen unterbreiten... und ich sag immer nein danke.

ach so, einen partner hab ich trotzdem, wir leben auch zusammen - gsd sieht der das ähnlich wie ich, pflegt selbst auch keine freundschaften und klammert auch nicht. trotzdem sind wir uns sehr nah, und es ist eine angenehme partnerschaft, da ich nicht ständig unter dem gefühl leide, ihn nach feierabend bespaßen zu müssen. er kann es sehr gut ab, wenn wir einfach schweigend oder mit wenigen worten beieinander sitzen und in den himmel gucken.

S3ue4s?i


Jippieh, es gibt noch mehr Menschen wie mich!

Aimee-in-a-Fairytale - DANKE für die Eröffnung dieses Fadens!

Alle anderen - DANKE für Eure Beiträge!

@:)

Bisher habe ich tatsächlich angenommen, dass niemand sonst solche Schwierigkeiten hat, Freundschaften (insbesondere die mit der räumlichen Distanz) aufrecht zu erhalten. Außer mir kenne ich persönlich niemanden, der telefonieren anstrengend findet und sich beim bloßen Gedanken "ich muss mich da mal wieder melden" überfordert oder gar eingeengt fühlt. Zumal ich es selbst null nachvollziehen kann. Alles sehr seltsam... ???

Glücklicherweise hat eine der Freundinnen, die mittlerweile recht weit entfernt wohnt, es inzwischen verstanden, dass ich es nicht böse meine, wenn ich mich nicht melde. Dass ich nach wie vor die Freundschaft möchte, es aber einfach nicht gebacken kriege.

Sie ist da völlig anders als ich: Geht was schief (auch bei Kleinigkeiten), muss das sofort mit allen möglichen Leuten diskutiert und vor allem analysiert werden. Ganz wichtig. Und das ist mir echt zu anstrengend - zumal ich ihr Problem bzw. dessen Größenordnung oft nicht nachvollziehen kann (würde bei vielem nicht so 'nen Film machen). Jedenfalls hat sie dann durchaus auch mehrmals täglich angerufen, um mal wieder heulend über das (ihrer Meinung nach) Fehlverhalten von Männern etc. zu reden. Irgendwann bin ich tatsächlich nicht mehr ans Telefon gegangen.

Inzwischen klappt es aber ganz gut. Ich melde mich hin und wieder sogar von mir aus bei ihr (da liegen dann aber auch schon mal Monate dazwischen), ansonsten ruft sie an. In erster Linie ist es aber rein ihr Verdienst, dass die Freundschaft noch Bestand hat.

Na, und da könnte ich noch diverse Beispiele auflisten. Selbst bei Leuten, bei denen für gewöhnlich keine Problemdiskussionen anstehen, rufe ich nur selten von mir aus an. Ich find's zwar ausgesprochen unschön, krieg aber die Kurve nicht... blöd.

Wie Emma_Peel schreibt, kriege ich es deutlich besser bei Leuten hin, die ich regelmäßig im Alltag treffe (Kollegen, Freunde, denen man beim Einkaufen über den Weg läuft...). Am liebsten verabrede ich mich dann spontan à là "Mensch, Du hier?! Wollen wir uns dann-und-dann mal wieder treffen?". Termin ausmachen, fertig. So einfach könnte das Leben sein... ;-D

Also, Ihr Lieben, durch diesen Faden fühle ich mich direkt erleichtert! Zu wissen, dass es tatsächlich auch anderen Leuten so geht, tut doch ziemlich gut!

Tschüssi

lMucidZane


ach ich glaub das geht echt vielen so. also ganz ehrlich, wenn ich abends endlich vom arbeiten zuhause bin und das telefon klingelt, geh ich auch manchmal nicht mehr ran... find ich jetzt auch nicht sooo tragisch...

brabs


hallo *:)

ich schliesse mich auch an. ich bin schwer erreichbar, geh nicht gern ans telefon, reagiere nur verzögert oder gar nicht auf anrufe oder mails. in sachen kontaktpflege und auch im direkten umgang fühl ich mich von den erwartungen anderer leute oft unter druck gesetzt und eingeengt. ich mag/kann nicht auf knopfdruck oder weil es sich so gehört anteil nehmen, mich beteiligen, begeistert sein, wasauchimmer. ich brauche sehr viel zeit für mich, um ruhe zu finden. meine freizeit und mein freiraum, wovon ich eigentlich auch gar nicht so wenig habe, sind mir deshalb heilig.

seit ich vor fünf jahren von zu hause sehr weit weg gezogen bin, hab ich leider aufgrund meiner eigenart auch keine neuen freundschaften mehr geschlossen. die alten freundschaften haben das natürlich nicht überstanden. aber ich gebe mir schon mühe, bei der arbeit einen guten kontakt zu netten kollegen aufzubauen, bei denen ich die möglichkeit auf eine freundschaft sehe. hin und wieder möchte ich doch in gesellschaft von freunden sein, mich mit jemandem zum kino treffen oder wen zum reden haben. dass ich diese möglichkeit im moment nicht habe, macht mich schon manchmal traurig. aber wie gesagt, ich arbeite daran.

k%atianxne


Ich glaube solange man allein sein will, ist das auch ok. Für mich entsteht dann das Problem wenn ich doch mal Lust habe, mich mit jemandem zu treffen, und einfach keiner da ist, der dann spontan sagt: Klar, du meldest dich nie, aber genau jetzt hab ich natürlich noch nichts vor und für dich Zeit.

Das ist für mich das Dilemma. Und in solchen Momenten ist es schwer nicht in ein Loch zu fallen und mich zu fragen warum ich keine Freunde habe.

Bis zu einem gewissen Punkt ist das sicherlich normal wenn man viel Zeit für sich braucht, aber ab wann stimmt wirklich etwas nicht mit mir?

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