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(K)eine Chance für die Liebe: Ein Seitensprung und seine Folgen

EGll{oran


Was Jens Lover geschrieben hat, kann ich so auch unterstreichen.

Meiner Meinung nach kommt es auf die Gefühle an, die man füreinander entwickeln kann. Das hat auch mit dem zu tun, wie ich über den anderen bewusst denke und wie sehr ich seine Persönlichkeit annehmen kann, in guten wie in schlechten Zeiten, sozusagen.

Wenn ich gestresst bin und mein Partner kommt nach Hause, dann kann ich trotzdem mich über ihn freuen und ihn kurz in den Arm nehmen, so nach dem Motto nach uns die Sintflut.

Das kann er auch. Und dann geht der Alltag weiter.

Meine Eltern haben sechs Kinder groß gezogen und lieben sich immer noch. Gerade jetzt, wo die Kinder aus dem Hause sind, fängt wieder ein neuer Lebensabschnitt an.

Das meinte ich mit es sterben in der Beziehung gewisse Aspekte und neue entstehen.

Aber ich habe vollstes Verständnis dafür, wenn der Alltag einen auffrisst. Da ist es wirklich wichtig sich kleine Freiräume zu schaffen, auch wenn es nur Minuten sind, in denen beide nur ein Paar sind und nicht Eltern.

Grüsse von Elloran

spensib>elman


Toller, aufregender Sex (alles andere ist reine Pflichterfüllung, die es bei mir nie geben würde) in dauerhafter Verbindung mit einer harmonischen, beständigen Beziehung ist meiner Meinung nach auf Gegenseitigkeit nicht zu realisieren.

Sich nach dem anderen sehnen, ihn wirklich vermissen, das ist doch auch sooo wichtig. Ich glaube jedenfalls nicht, dass man sich dieses innerhalb einer typischen Beziehung (verheiratet, Kinder) erhalten kann

Dem kann ich aus persönlicher Erfahrung mit gutem Gewissen widersprechen. Es mag sicherlich häufiger so sein- daraus kannst Du aber keine Allgemeingültigkeit ableiten.

Wenn Du die genannten Dinge nicht für selbstverständlich nimmst, keine starre Routine aufkommen lässt und genügend Spontanität und Abwechslung in deinem Leben lässt (dazu bedarf es nicht zwingend eines anderen neuen Partners), dich nicht vom Alltagsstreß überrumpeln lässt, ist es möglich, tollen aufregenden Sex, einander Sehnen und wirklich Vermissen über sehr lange Zeiträume in einer harmonischen Beziehung zu erhalten.

Was ich schon im Ansatz für verkehrt halte, ist der Versuch, sein Leben schon lange im Voraus für viele Jahre fest durchplanen zu wollen und zu meinen, die Partnerin würde nach einer Hochzeit oder irgendwelchen (sinnlosen) Treueschwüren sicher bei mir bleiben (oder umgekehrt)- man "vergisst" dabei, dass man eigentlich beständig begehrt, umworben und anerkannt werden möchte und das dies auch die Partnerin/der Partner erwartet. Wenn ich das "vergesse", werden andere Männer mich als Partner ersetzen können, die eben ganau das meiner Partnerin bieten. (umgekehrt sollte das auch gelten, d.h. wenn eine Frau das vergisst, wird schon die nächste Ersatzpartnerin "bereit stehen"...)

V^agabbundxin


Hallo sensibelman *:)

Nein, ich verbreite hier keine Allgemeingültigkeiten ;-) Deswegen bemühe ich mich ständig, "meiner Meinung nach" und "ich finde" etc. zu schreiben, obwohl das in einem Forum eigentlich nicht nötig sein sollte. Jeder gibt hier nur seine Meinungen und Erfahrungen wieder und von diesen bunten und unterschiedlichen Meinungen lebt ja so ein Forum.

Sensibelman,

dieser Wandel, der kommt sowas von schleichend (meiner Meinung nach ;-D) und ruckzuck ist man drin. Es ist ja nicht so, dass man plötzlich merkt, dass die Beziehung einschläft somit in Gefahr kommt und man dringend etwas unternehmen muss und vor allem auch will. Es ist doch eher so, dass man erst dann merkt, dass man nur noch ein "Bruder/Schwester-Verhältnis" hat oder in einer reinen "Mama-Papa-WG" lebt, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist und dann hat man einfach nicht mehr die Lust, irgendetwas zu retten, weil die Empfindungen dem Partner gegenüber einfach anders ist. Er ist ein Kamerad, ein guter Freund aber nicht mehr der begehrenswerte, attraktive und interessante Mensch, mit dem man eine wirklich tolle Zeit hatte. Die meisten bleiben eben nicht für den Partner interessant. Man ist sich des anderen viel zu sicher, was im Umkehrschluss nicht bedeuten soll, dasss man in ständiger Unsicherheit leben sollte; das hat zwar einen gewissen Reiz, aber wenn man gedenkt, sich zu vermehren, dann ist das eher ungünstig ;-) In der Theorie klingt das alles immer so einfach: Man muss sich um den anderen bemühen usw. Fakt ist, dass man sich meistens gar nicht mehr bemühen möchte wenn man aufwacht...

Das Allerwichtigste ist meiner Meinung nach ein eigenständiges Leben. Zu viele Paare definieren sich ausschließlich über das "wir". Wo bleibt das "ich" dabei? Viele glauben ja schon, dass sie ihr "ich" beibehalten, wenn sie sich einmal die Woche mit Freunden treffen und mal etwas allein unternehmen... Hm... das ist für mich kein ausreichendes "ich". Ach, das ist schwer zu beschreiben.

Nein, auch ich plane nicht für Jahre und ich bin fest davon überzeugt, dass Beziehungen nicht für ewig halten und es auch gar nicht müssen. Aus diesem Grund begebe ich mich auch in kein finanzielles Abhängigkeitsverhältnis und versuche auch, mich emotional nicht zu stark zu binden.

So, die Arbeit ruft *:)

V-agaKbundxin


Nachtrag:

Vielen Menschen reicht so eine rein kameradschaftliche Beziehung ohne Leidenschaft und Sehnsucht (in Verbindung mit dem Partner ;-)). Viele richten sich da recht bequem drin ein und glauben eben daran, dass das der normale Lauf einer Beziehung ist. Aber bei vielen ist es eben so, dass sie sich irgendwann fragen, ob das schon alles gewesen sein kann. Man fühlt sich noch viel zu jung um weiterhin in dieser trägen, leblosen Beziehung ohne Leidenschaft dahinzudümpeln. Man sitzt in einem goldenen Käfig. Eigentlich hat man doch einen netten Partner, ein Haus, Kind(er), den obligatorischen Hund etc. Aber wenn diese Gedankenmaschinerie einmal angeworfen wurde, dann ist es doch meistens nur eine Frage der Zeit, dass man sich dazu durchringt, auf die finanzielle und emotionale Sicherheit zu verzichten und ausbricht. Frauen halten das länger durch, weil sie sich mit Kindern ja auch oft in der "Versorgungsfalle" (eine neue Wortschöpfung meinerseits ;-)) befinden und den Kindern zuliebe zurückstecken; eine gewisse Portion Bequemlichkeit spielt sicherlich auch eine Rolle. Ja, und die lieben Männer werden plötzlich gaaanz anfällig für kleine Geschichten nebenbei... Menschlich, verständlich aber es ist doch meistens nur eine Flucht mit rosaroter Brille und Verlust des Realitätssinns in eine schöne, neue Welt. Das Aufwachen mit Katerstimmung folgt gewiss.

So, nun aber, sonst gibts Mecker ;-)

M!ayf9lowexr


habt ihr Kinder? ;-D Es klingt nicht so. Kinder sind meiner Meinung nach Beziehungskiller... mindestens jedoch Beziehungswandler.

Immer die bösen Kinder.... wenn eine Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau in die Binsen geht, dann sind nicht die Kinder schuld, sondern die Alten selbst. Man sollte sich diesen Schuh schon selbst anziehen... Der Umkehrschluss: "wenn wir keine Kinder hätten, wären wir immer noch so glücklich wie früher" würde einer genauen Ueberprüfung wahrscheinlich nicht standhalten.

Es gehört schon sehr viel dazu, den Alltag mit Kindern zu bewältigen, einem Job nachzugehen und dann noch abends, wenn der Partner nach Hause kommt (oder meinetwegen auch nachmittags) fröhlich und zufrieden zu sein.

Wenn ich sowas lese, dann frage ich mich, wie es eigentlich die Frauen früher geschafft haben, in einer Beziehung zu überleben. Es war noch nie so einfach wie heute, einen Haushalt zu führen. Wir haben Küchenmaschinen, Geschirrspüler, Waschmaschinen, Zentralheizungen, 24-Stunden-Warmwasser, Autos, Supermärkte undundund. Wir leben im Schlaraffenland, eigentlich... Früher mussten die Frauen im Haushalt wirklich hart und körperlich anstrengend arbeiten und man hatte nicht nur 1 oder 2 Kinder, sondern meist einen vollen Tisch (häufig noch mit alten und pflegebedürftigen Eltern/Grosseltern).

Oft ist es doch so, dass man die eigene Unzufriedenheit am anderen auslässt.

Ja, ist aber ein persönliches Problem. Und wenn man es erkannt hat, kann/sollte man daran arbeiten.

Man ist mit Kindern sehr, sehr gebunden und es ist nun einmal nicht bei jedem so, dass er damit superglücklich ist und alles sehr gern für die Kinder opfern würde.

Wenn man sich für Kinder "opfern" muss, dann sollte man es besser bleiben lassen. Ein erwachsener Menschen muss nicht "opfern", er kann sich bewusst für oder gegen etwas entscheiden.

Aber es gibt eben auch Mütter, die nicht nur Mutter sondern weiterhin auch Frau sind und für die ist es eben nicht so einfach, dieses innerhalb des Alltagsstresses mit dem eigenen Partner, der ja auch diesen Stress hat, auszuleben.

Ja, ich bin z.B. eine dieser Mütter. Es ist immer eine Frage der Perspektive: ich betrachte es als grosses Privileg, dass ich gleichzeitig Familie, Beruf, Beziehung und persönliche Interessen für mich in Anspruch nehmen darf. Ich gehöre damit der ersten Generation von Frauen an, die so ein reichhaltiges Leben führen dürfen.

Natürlich gibt es auch Paare, die Kinder haben und wo alles supereasy und superschön ist :=o

Es gibt keine sinnvollen Erklärungsansatz, warum im Leben immer alle supereasy oder superschön sein soll. "Super" ist immer eine Extremform und kein lebender Organismus kann 365 Tage im Jahr Extremleistungen bringen oder Extremgefühle empfinden. Das ist komplett unrealistisch.

Manchmal denke ich, dass wir (die heutige Generation) fast zu viele Freiheiten und zu viele Wahlmöglichkeiten hat. Viele können damit nicht umgehen und und sind ewig auf der Suche nach dem ultimativen Glück.

L`aTi\grekelaNev`e


Es gibt keine sinnvollen Erklärungsansatz, warum im Leben immer alle supereasy oder superschön sein soll. "Super" ist immer eine Extremform und kein lebender Organismus kann 365 Tage im Jahr Extremleistungen bringen oder Extremgefühle empfinden. Das ist komplett unrealistisch.

Manchmal denke ich, dass wir (die heutige Generation) fast zu viele Freiheiten und zu viele Wahlmöglichkeiten hat. Viele können damit nicht umgehen und und sind ewig auf der Suche nach dem ultimativen Glück.

:)^

L>aTiZgrjeellaNexve


komplett mein Ansatz *:)

sEensibeLlmaxn


Man ist sich des anderen viel zu sicher, was im Umkehrschluss nicht bedeuten soll, dasss man in ständiger Unsicherheit leben sollte; das hat zwar einen gewissen Reiz, aber wenn man gedenkt, sich zu vermehren, dann ist das eher ungünstig

Das Problem ist in der Tat das "seines Partners zu sicher zu sein". Aber diese Unsicherheit ist keineswegs ungünstig für Kinder (ich habe mehrere). Vielmehr ist diese Unsicherheit genau eines:- Anlaß und Antrieb dazu, sich um seine Beziehung und um deren Erhalt täglich zu bemühen.

Das Allerwichtigste ist meiner Meinung nach ein eigenständiges Leben. Zu viele Paare definieren sich ausschließlich über das "wir". Wo bleibt das "ich" dabei?

"Wir" und "ich" in einer Beziehung schließen sich keineswegs aus- sie können sogar sehr gut zusammenpassen. Meine Ehe ist sogar sehr stark vom "Wir" geprägt- dieses "Wir" schließt aber das "Ich" mit ein- alleine schon deshalb, weil wir sehr viele gemeinsame Interesssen haben (ich kann mich zudem für fast alles interessieren- bin außerordentlich neugierig ;-)).

ich bin fest davon überzeugt, dass Beziehungen nicht für ewig halten und es auch gar nicht müssen.

Damit hast du eine selbsterfüllende Prognose gestellt.

Ich weiß nicht, ob meine Beziehung ewig halten wird (mittlerweile hält sie aber über 25 Jahre und ist mittlerweile noch schöner als zum Anfang). Aber wir tun Vieles dafür, das es so bleibt und nehmen es nicht selbstverständlich.

Aus diesem Grund begebe ich mich auch in kein finanzielles Abhängigkeitsverhältnis und versuche auch, mich emotional nicht zu stark zu binden.

Ich vermute mal, dass deine Haltung aus schlechten persönlichen Erfahrungen resultiert... aber ich glaube, durch solche "Vorurteile" kannst Du dir auch wirklich einiges "Wunderschönes" im Leben verbauen (...emotionale Bindung bremsen...).

OK- über finanzielle Abhängigkeiten haben sich meine Frau und ich nie richtig Gedanken gemacht (wir haben beide unsere guten Jobs und ein gemeinsames Konto). Die finanzielle Abhängigkeit einer Frau/eines Mannes vom Ehepartner war in der DDR ohnehin unüblich, wahrscheinlich war und ist es deswegen selten Thema.

Beziehungen, die wegen finanziellen Abhängigkeiten bestehen, halte ich ohnehin für sehr fragwürdig und "unecht".

s}ensib}elxman


@ Mayflower

:)^

NaoireL:ouxve


@ Vagabundin

Eines verstehe ich nicht:

Auf der einen Seite wünscht du dir die Sehnsucht nach deinem Partner und

Tolle[r]n, aufregende[r]n Sex (alles andere ist reine Pflichterfüllung, die es bei mir nie geben würde)

auf der anderen Seite sagst du:

und versuche auch, mich emotional nicht zu stark zu binden.

Für mich geht das nicht ganz zusammen. Vielleicht magst du dazu ja noch was sagen... :-)

@ Sensibelman:

Wie genau sehen Eure täglichen Bemühungen aus?

L`illy-ALollxa


Ich versteh das schon, was Vagabundin schreibt.. geht mir manchmal genauso.. *:) *:)

Auf der einen Seite ist ein Partner toll und schön.. da man aber weiß, dass das alles nicht für die Ewigkeit ist, und man auch nicht zu sehr verletzt werden will, versucht man einfach seine Gefühle in einem gewissen "Rahmen" zu halten...

NHoirReLUouve


Auf der einen Seite ist ein Partner toll und schön.. da man aber weiß, dass das alles nicht für die Ewigkeit ist, und man auch nicht zu sehr verletzt werden will, versucht man einfach seine Gefühle in einem gewissen "Rahmen" zu halten...

Aber Leidenschaft (und darauf soll es doch hinauslaufen) und im Rahmen gehaltene Gefühle?? So was geht??

m*aka%tha1|81


Auf der einen Seite ist ein Partner toll und schön.. da man aber weiß, dass das alles nicht für die Ewigkeit ist, und man auch nicht zu sehr verletzt werden will, versucht man einfach seine Gefühle in einem gewissen "Rahmen" zu halten...

Also ich nicht. Wenn ich mich verliebe, liebe und geliebt werde dann stecke ich all meine Gefühle rein. Denke man muss das Risiko eingehen, dass man sich sehr verletzen kann, nur dann kann man auch richtig lieben.

o'livisa47


Hallo LaTigreelaNeve!

Ich bin genau derselben Meinung. Es ist einfach zuviel möglich und Frauen wie Männer nehmen das Leben in Partnerschaft nicht mehr so ernst. Es ist ja so einfach sich zu trennen und alles hinter sich zu lassen. Der oder die nächste steht schon in der Warteschleife.

Eigenschaften wie stolz, mutig, zuverlässig, einfühlsam, verantwortungsvoll und bescheiden , spielen heute keine Rolle mehr.

Heute sind viele, nicht alle, oberflächlich, ignorant, arrogant und selbstherrlich. Und so wird auch die nächste Generation herangezogen.

lg Olivia

S/üntxje


Es ist einfach zuviel möglich und Frauen wie Männer nehmen das Leben in Partnerschaft nicht mehr so ernst. Es ist ja so einfach sich zu trennen und alles hinter sich zu lassen. Der oder die nächste steht schon in der Warteschleife.

das ist so eine richtige Stammtischparole.

ich habe in meinem Leben noch nichts getan, was so schwer war. Es war und ist kein Stück einfach und man bezahlt dafür einen Riesenpreis.

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