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Mutter-Tochter-Beziehung und emotionale Erpressung

CLall`aloxo


Und es geht weiter... weitere SMS, dass sie gehofft habe das ich auf sie zukomme, weil ich schliessilch die Jüngere sei etc.... Am ende des Tages bin ich ein nervliches Wrack! Ich brauch ne neue Handynummer!!!

luiiSlja


ohne jetzt große worte zu machen, denn all die zeilen und aktionen deiner mutter regen mich mindestens genauso auf wie dich (kenne das ja selbst) - ich denke, du bist auf einem guten weg, dich wirklich dauerhaft abzunabeln, dich immun gegen ihre anschuldigen zu machen etc!

loiiljxa


ändere deine nummern, festnetz und handy! so ahbe ich das damals auch gemacht! klar, festnetz (zumindest bei der telekom) zu wechseln kostet, aber das war es mir wert - eine befreiung. ich denke, sie sollte dann auch nach und nach verstehen, dass du ihr diesmal keine angriffsfläche mehr bieten wirst, dass diesmal für dich der kontaktabbruch doch endgültiger und einschneidender ist. lass dich von deinem weg nicht abbringen! lieber jetzt leiden für die zeit des abnabelns, als dauerhaft. es wird deinem leben sicher nur gut tun - zukünftig! :)z

CYall;alxoo


Ich kann auch echt nicht mehr liilja.. Es geht einfach nicht mehr! Vorhin rief mich die Freundin meiner Mutter an und wollte mit mir über alles sprechen. Eine ganz liebe, verständnisvolle Frau, dass weis ich. Trotdzem blockte ich sofort ab, weinte, zitterte und bat sie, mich damit in Ruhe zu lassen, ich wolle es nicht höre. Ich erklärte ihr, dass ich nervlich echt am Ende meiner Kräfte bin und nicht mehr kann, dass ich heute auf der Arbeit noch nicht einen Handschlag getan habe, weil ich wie blockiert bin und das so nicht weitergehen kann. Ich hoffe ich schaffe es, es diesmal wirklich durchzuziehen und mir eine neue Nummer zuzulegen. Egal was es kostet, ich tu's für einen guten Zweck, nämlich ausnahmsweise mal für mich! Bisher hab ich das nie durchgezogen und mich doch nie getraut. Ich hoffe, ich schaffe es diesmal! Sie tut mir nur so unendlich leid, weil ich das letzte bischen Familie bin, dass sie noch hat. Aber deswegen kann ich mein Leben nicht für sie opfern...

l"iiSljxa


ein leichter weg ist es gewiss nicht, schuldgefühle werden immer wieder in dir aufkommen. aber nach und nach wirst du sicherer und besser mit deiner entscheidung umgehen können. dir wird klar werden, wie es dazu kam, dass nicht allein bei dir die schuld zu suchen ist...

lSiiljxa


mehr noch, die innere wut gegenüber deiner mutter wird sicher noch größer mit der zeit. dir wird vieles noch klarer, du erkennst noch mehr die mechanismen in denen du "gefangen" warst über die jahre etc. - all das hilft dann aber letztlich innerlich den schlussstrich zu ziehen!

C|aNllalxoo


Ich denke auch, es ist endlich soweit und ich kann es schaffen. Es wird nicht leicht, es wird dauern, aber danach wird es mir besser gehen. Eine "Freundin" der ich eben wieder davon erzählte sagt eben zu mir, dass ich es doch selber Schuld sei, denn ich würde mich ja doch immer wieder um sie kümmern. Entweder so oder so. Hm.... ist das echt so leicht?

CCal)lalaoo


Und eben geht mein Telefon auf der Arbeit.. Ich hab heut Mittag in der ersten Wut versucht sie anzurufen weil ich dachte sie kapiert es eher, wenn ich ihr am Telefon sage, dass sie mich in Ruhe lassen soll. Sie ging aber nicht ran. Im Nachhinein war ich froh darüber. Sie rief eben zurück, ich ging nicht ran als ich ihre Nummer sah. 10 Min. später ging das Telefon mit unbekannter Nummer. Ich ging ran, kann ja auch dienstlich sein. Sie war dran! Ich hab ihr nur mehrfach deutlich gesagt, dass sie mich in Ruhe lassen soll, meine Nummer löschen soll und ich sie nicht mehr kenne! Die Antwort war: "Ja ist ja gut, bleib wo du bist du Arschloch!"

Mach ich jetzt auch, ich Arschloch!!! :°( :°( :°( :°(

s8OuLL


*dich in den Arm nehm*

Oh man, was ist das für eine Mutter? ":/ Mir tut das total leid...

Aber ist wohl besser so. Deine Geschwister haben ja auch keinen Kontakt mehr und leben damit sicherlich besser.

Konzentriere dich auf den Leben. Du hast schon viel zu viel Zeit damit vergeudet, dich über sie zu ärgern.

Auch wenns schwer ist. Du hast einen lieben Freund, der immer für dich da ist und dich stütz. :)*

C8al5la*loxo


Danke sOuL! Das Schlimme ist.. all die guten Argumente verstehe ich, ich weis das es so ist und dennoch plagt mich das Mitleid für meine Mutter. Ich hoffe, ich kann das irgendwann ablegen. Eigentlich sollte ich mal mehr Mitleid mit mir selber haben, statt mit ihr...

s\OuxL


Meinst du denn sie hat Mitleid mit dir? Wohl kaum. :-/

gNiWraEsolfi


ich kann dich sooo gut verstehen :)*

meine mutter ist auch eine von der sorte.

ich habe mein ganzes leben zt. bewusst, z.t. unbewusst damit gekämpft, micht von ihr zu lösen und all die verstrickungen zu erkennen, in die ich geraten bin- weil ich durch meine mutter/erziehung "beschädigt" wurde :(v (eigne div. süchte, destruktive beziehungen... :|N )

es ging mir erst besser, seit ich vor 1,5jahren eine therapie begonnen habe.

jahre zuvor hatte ich schonmal eine verhaltensthera gemacht (insg. 4 jahre), aber das hat mir in bezug auf meine mutter nicht soo viel gebracht. da lernte ich, besser mit meinem leben/meinem verhalten klarzukommen - was auch sehr sehr hilfreich war!!

aber: mein verhalten ist ja immer bedingt durch meine erziehung, meine vergangenheit.

und obwohl ich aus der thera soviel mitnahm und mir soviel klar war- rutschte ich nur wenige jahre später wieder in alte muster. wieder eine (andere) sucht, wieder eine destruktive beziehung.

da wusste ich: jetzt muss ich den hintergründen,ursachen meines verhaltens auf den grund gehen.

die jetzige thera ist tiefenpsychologisch und ich hatte das wahnsinns-glück an einen superthera zu geraten :-D

er hat mir relativ schnell gesagt, dass er eine borderline-erkrankung bei meiner mutter vermutet.

da ich mich vom studium her mit psychologie etwas auskenne, wusste ich gleich, dass das eine gravierende psychische erkrankung ist und schaute erstmal so :-o :-o :-o

ich habe mich dann belesen und es war wie wenn jemand einen knoten gelöst hat :)z :)^

natürlich ist deshalb jetzt nicht alles super. die vielen verwirrten fäden des knotens muss ich in langjähriger arbeit entwirren, zuordnen, erkennen, betrauern usw.

aber es ist erstmals in meinem leben soz "licht ins dunkel" gekommen.

und in meinem privaten leben bewegt sich so viel, das ist einfach wahnsinn!

-wenn auch harte arbeit... ABER: ich bin nicht alleine. jede woche hilft mir mein thera mit seiner fachkenntnis und durch seine begleitung, zeigt mir muster auf, erklärt mir zusammenhänge meines lebens mit der krankheit meiner mutter. das erste jahr ging ich sogar 2x/woche.

jetzt habe ich die arbeit gewechselt und schaffe es nur noch 1x/woche - leider!

egal, ob ich krank bin oder hunde-elends-müde von der arbeit oder sonstwas - ich habe NOCH NIE einen termin ausfallen lassen (ok 1x, als ich am gleichen tag eine op hatte ;-) aber dafür bin ich sogar zum termin gegangen, als ich am tag zuvor eine backenzahnextraktion hatte).

es bringt mir einfach soo wahnsinnig viel, dass ich immer hingehen möchte, egal was ist.

so genug geschwärmt ;-) ich hoffe, das hat dir und allen die es sonst noch hier lesen, etwas mut auf thera gemacht @:)

CZal4l?alZoxo


Der Faden ist nunmehr fast 3 Jahre alt, aber das Thema ist leider mal wieder aktuell.... Ich möchte jetzt keinen neuen Faden aufmachen, aber einfach mal berichten, was sich inzwischen getan hat. Vielleicht liest es ja doch der / die Ein oder Andere @:)

Ich hatte damals den Kontakt abgebrochen und fühlte mich auch besser. Durch einen dummen Zufall bin ich doch wieder auf meine Mutter zugegangen und hatte sehr gehofft, die Zeit ohne Kontakt (ca. ein halbes Jahr) hätten sie doch zum Nachdenken gebracht. Schließlich war ich das letzte ihrer 4 leiblichen Kinder, das sich von ihr abgewandt hatte. Da muss man doch eiiiigentlich endlich mal an's Überlegen kommen. Dachte ich, hoffte ich! Ich sprach mit ihr noch einmal intensiv über alles und habe ihr klare Grenzen und Spielregeln für unsere gemeinsame Zukunft gesetzt und ihr gesagt, dass es nur so funktionieren kann, oder eben gar nicht. Sie hat alles akzeptiert und war froh, mich wieder in ihrem Leben zu haben. Es hat dann auch eine Weile gedauert, bis mich das Thema "Mutter" wieder arg belastete. Es gibt einfach zuviele unaufgearbeitete Dinge, Dinge die ich nicht vergessen und verzeihen kann, eben ein riesiger Rucksack voller Themen, die man nicht so einfach aus der Welt schaffen kann. Jedenfalls nicht solange meine Mutter doch immer wieder in das alte Muster zurückfällt und einfach keinen Versuch unternimmt, irgendetwas zu ändern. Ich habe meine eigene Einstellung verändert, nur so konnte ich die letzten Jahre wohl überhaupt mit ihr umgehen. Doch es reicht nicht aus.

Ich bin inzwischen wieder an dem Punkt, wo ich den Kontakt abgebrochen habe. Wieder bin ich das große A....., sie ist das Opfer, welches mit Vorwürfen nicht spart. Ich bin allerdings mitlerweile soweit das ich mir sage, ich habe wirklich alles was ich leisten konnte versucht, um es irgendwie mit ihr zu schaffen. Ich habe Gespräche geführt, nicht nur mit ihr (Geschwister, Partner, Therapeuten etc...) , habe versucht meine eigenen Emotionen in den Griff zu bekommen, an mir selbst zu arbeiten und habe ihr mehr als einmal den kleinen Finger gereicht, sie nahm gleich den ganzen Arm und mehr. Ich bin einfach nicht mehr bereit und auch nicht mehr in der Lage, mich dem weiter auszuliefern und es gibt auch kein Zurück mehr. Psychisch geht es mir wieder einmal schlecht und ich reagiere auf kleinste Dinge von meiner Mutter völlig unangemessen, unkontrolliert mit Zittern, Luftnot, schweißnassen Händen... Vorhin habe ich nach einer SMS im Auto auf dem Parkplatz eines Discounters einen Urschrei gelassen. Ich weis nicht ob es wer gehört hat, aber es war mir auch egal. Es kam einfach so über mich, ich hatte es eigentlich gar nicht unter Kontrolle. Das kann es nicht sein und das darf auch nicht mehr so sein. Ich habe es endlich geschafft, mir eine neue Handynummer zu beantragen, damit ich zumindest vor den abertausenden Vorwurfs-SMSen verschont bleibe. Meine Postanschrift hat sie natürlich und die private Rufnummer auch, da kann (und wird! ich kenne sie) noch was kommen... Ich habe mich bereits für eine Therapie angemeldet und nächste Woche geht es los. Mein Partner stütz mich wo er kann und hört mir zu, redet mit mir darüber und stärkt mir den Rücken. Auch seine Mutter ist mir hier sehr wichtig geworden, denn sie ist immer für mich da, hört mir zu, gibt mir unbezahlbar gute Ratschläge. Sie weis glaube ich gar nicht, wie gut sie mir damit tut. Ich habe so jedenfalls das Gefühl, eine liebevolle Familie im Rücken zu haben, auch wenn es nicht meine leibliche ist. Aber ich bin ein Teil dieser Familie geworden und das ist toll :)*

Natürlich habe ich aber noch meine älteren Geschwister und da bin ich auch verdammt froh drum. Bei ihnen muss ich nicht viel erklären, sie wissen ja selbst zu gut was los ist. Leider :-( Aber ich bin froh, dass ich mich auf sie verlassen kann und darf. Es tut einfach gut mit Menschen darüber zu reden, die es nachvollziehen können. Menschen, die so etwas nie mitgemacht haben tun sich damit schwer, was ich auch absolut nachvollziehen kann. Ich würd's ja selbst nicht verstehen denke ich, wenn ich nicht in dieser Situation stecken würde.

Lange Rede kurzer Unsinn.. Mir geht's dreckig, wieder einmal habe ich mich von ihr runterziehen lassen. Ich gebe da mir selbst die Schuld, ich hätte mich viel eher selbst schützen müssen. Doch es ist für ein Kind nicht leicht, sich aus den Familienbanden zu lösen, schon gar nicht wenn es die eigene Mutter ist. Die nächste Zeit wird nicht leicht. Ich weis noch was beim letzten Kontaktabbruch passiert ist. Ein Teil davon steht ja auch hier im Faden. Aber ich freue mich auch auf die Therapie, denn heute bin ich viel weiter als vor 10 Jahren bei der ersten Therapie und ich hoffe, ich kann das Thema für mich zu einem guten Abschluss bringen. Ok, Abschluss ist wohl der falsche Ausdruck... Ich hoffe einfach ich lerne mit meinen Gefühlen besser umzugehen, denn sie sind die einzigen, die mir wirklich Angst machen. Gefühle von Schuld und Mitleid...

s|ensibYe2lman


das kann ich doch nicht auch noch machen, oder

Doch, Kontaktabbruch ist, so tragisch das erscheinen mag, wohl das einzig Sinnvolle. Du kannst für ihr Leben nicht dauerhaft verantwortlich sein- insbesondere, weil sie offenbar nicht lernbereit ist.

Im Übrigen kann ich zahlreiche Paralleleln zu meiner Mutter ziehen. Bei mir ist der Kontaktabbruch nicht vollständig, aber stark eingeschränkt und eher selten, so geht es (ich wohne weit genug entfernt)- ich glaube, dadurch dass das meine Geschwister auch so gehalten haben, fing meine Mutter langsam an, auch besser allein klarzukommen.

Gespräche am Telefon halte ich kurz, wenn meine Mutter anfängt zu meckern, lege ich einfach auf ....

Besuche sind kurz und nur ein oder zweimal im Jahr.

Und lasse das mit deiner Mutter nicht an dich rankommen- es sollte dich viel weniger tangieren. Nimm ihre Worte nicht so wichtig- die kann nicht anders...

C$allqaloxo


Huch, schon eine Antwort und das mitten in der Nacht? @:)

Ja sensibelmann, du hast völlig Recht, sie kann nicht anders und ich sollte es nicht so sehr an mich heranlassen. Mein Bruder sagte letztens so schön zu mir, dass ich kein Schuld-Konto bei ihr habe, dass ich abarbeiten muss. Daran muss ich dringend arbeiten, denn sie hat noch eine ungeheure Macht über mich und meine Gefühlswelt. Da hoffe ich sehr auf die Therapie denn ich denke, alleine schaffe ich es nicht. Ich weis, dass ich sie nicht ändern kann und werde, ich weis, dass sie es nicht mit Absicht macht, ich weis, sie ist krank und ich weis auch, dass ich rein gar nichts dafür kann und ihr gegenüber keine Schuld habe und mein Leben leben darf und das Recht habe, mich aus diesen Umständen zu lösen. In meinem Unterbewusstsein kommt dieses Wissen aber leider irgendwie nicht an... daran wird jetzt gearbeitet.

Ich wünsch dir ne gute Nacht und danke :)*

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