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Kompliment "Du bist hübsch" an 2 Frauen pro Tag, 30 Tage lang

B\lack ^Guxn


das mit dem kompliment ohne hintergedanken ist aber, imho, ziemlich schwierig. hat nicht jedes handeln immer auch egoistische motive, und sei es nur, dass man sich selbst besser fühlt? oder wenn man zb einer frau ohne erwartung eines flirts einfach sagt, wie hübsch sie ist – ist das dann noch ein ehrliches kompliment, wenn es nicht aus freude an der schönheit entstand sondern aus notgeilheit und sexueller gier? es wird hier immer gesagt, bei dem komplimenteexperiment ginge es primär darum, soziale ängste abzubauen und anderen menschen durch ein ehrliches und bedingungsloses kompliment eine freude zu bereiten – dennoch gehen fast alle männer hier wie selbstverständlich davon aus, dass man komplimente fast nur frauen machen wird. natürlich kann man jetzt sagen, dass es ja darum geht, hemmungen im umgang mit frauen abzubauen, aber irgendwie zweifle ich an dieser begründung mittlerweile ein wenig. ich persönlich kann mir zb beim besten willen nicht vorstellen, einem mann einfach so ein persönliches kompliment zu machen – heisst das im umkehrschluss nicht zwangsläufig, dass etwaige komplimente von mir an frauen eben nicht hintergedankenfrei sind sondern von sehnsüchten und der hoffnung auf eigennutz motiviert sind? heisst es nicht zwangsläufig, dass ich das kompliment nicht bedingungslos gebe sondern in der hoffnung, dadurch langfristig meine chancen bei frauen zu erhöhen? ":/

oder das beispiel mit der verkäuferin – mich nervt es regelmässig, wenn verkäufer einem immer ein "schönen tag noch" hinterhermurmeln, bei dem genau klar ist, dass sie das nur sagen weil sie denken es gehört sich so. und ich bin dann in der doofen situation, einen dämlichen, nervenden smalltalk zu halten obwohl ich keinerlei lust auf gelaber beim einkaufen gehen habe, oder aber als unfreundlicher arsch dazustehen. da frage ich mich schon, wie in so einer situation jemand mit einer einstellung wie meiner ein ehrlich gemeintes "schönen tag wünsch ich ihnen auch, ist ja bald feierabend" hinbekommen soll.

naja, vielleicht bin ich ja auch einfach nur ein egozentrisches ekelpaket. %-| ":/ :-/ oder anders gesagt: ist dieses ganze experiment möglicherweise von vornherein nur für "menschenfreunde" geeignet, weil seine prämissen (ehrlich gemeintes kompliment, hintergedankenfrei) von allen anderen gar nicht erfüllt werden können? ":/

L*olBaX5


das mit dem kompliment ohne hintergedanken ist aber, imho, ziemlich schwierig. hat nicht jedes handeln immer auch egoistische motive, und sei es nur, dass man sich selbst besser fühlt? oder wenn man zb einer frau ohne erwartung eines flirts einfach sagt, wie hübsch sie ist – ist das dann noch ein ehrliches kompliment, wenn es nicht aus freude an der schönheit entstand sondern aus notgeilheit und sexueller gier?

Mach es nicht komplizierter als nötig. ;-) Jemand, der nicht hirntot ist, hat nunmal Gedanken und macht alles, was er tut, aus irgendeinem Grund. Ohne Hintergedanken wird man nicht einmal einen Kaugummi in den Mund stecken. :=o

Was hier gemeint ist, ist m.E. einfach dass es keine Erwartung an die andere Person gibt. Man ist nicht auf ein Telefonnummer aus, nicht auf ein weiteres Treffen und noch nichteinmal auf ein kurzes Gespräch. Selbst eine positive Reaktion sollte man nicht erwarten. Der andere ist völlig frei, so zu reagieren, wie er (sie) will.

oder das beispiel mit der verkäuferin – mich nervt es regelmässig, wenn verkäufer einem immer ein "schönen tag noch" hinterhermurmeln, bei dem genau klar ist, dass sie das nur sagen weil sie denken es gehört sich so. und ich bin dann in der doofen situation, einen dämlichen, nervenden smalltalk zu halten obwohl ich keinerlei lust auf gelaber beim einkaufen gehen habe, oder aber als unfreundlicher arsch dazustehen.

"Danke" wäre auch eine mögliche Antwort. ;-) Ich finde übrigens, dass "Einen schönen Tag noch" gar nicht tiefempfunden sein muss, um nett zu sein. Es ist ein Wunsch an den anderen, und es reicht im Prinzip die Wörte auszusprechen, um den Wunsch getätigt zu haben. Ich bin zwar bei Floskeln sehr empfindlich, aber verbale Nettigkeit ist manchmal exakt das: Verbale Nettigkeit. So wie man hier im Forum mit null Aufwand einen Tröst-Smlie-setzen kann und es eine gute Chance gibt, dass man den Empfäger damit wirklich ein keines bisschen trösten kann. Obwohl man nur auf eine Taste geklickt hat und die Person real mitnichten umarmen würde... Handlungen zählen nunmal oft mehr, als Gedanken und tatsächlich empfunde Gefühle...

da frage ich mich schon, wie in so einer situation jemand mit einer einstellung wie meiner ein ehrlich gemeintes "schönen tag wünsch ich ihnen auch, ist ja bald feierabend" hinbekommen sol

oder anders gesagt: ist dieses ganze experiment möglicherweise von vornherein nur für "menschenfreunde" geeignet, weil seine prämissen (ehrlich gemeintes kompliment, hintergedankenfrei) von allen anderen gar nicht erfüllt werden können?

Da ist zum Teil sicher etwas dran. :)z Wobei man sicher auch darauf achten, kann die positiven Dinge verstärkt wahrzunehmen. Bei mir ist es verschieden. An manchen Tagen fällen mir massenweise unschöne Dinge auf, an andern dagegen habe ich einen viel positiveren Blick auf die Menschen und sehe an ihnen viele schöne Dinge. Unnötig zu betonten an welchem Tag, mit die Schönheit von Menschen auffällt und an welchen ihre (vermeintliche) Hässlichkeit...

N3arNrxas


Mach es nicht komplizierter als nötig. Jemand, der nicht hirntot ist, hat nunmal Gedanken und macht alles, was er tut, aus irgendeinem Grund. Ohne Hintergedanken wird man nicht einmal einen Kaugummi in den Mund stecken.

Was hier gemeint ist, ist m.E. einfach dass es keine Erwartung an die andere Person gibt. Man ist nicht auf ein Telefonnummer aus, nicht auf ein weiteres Treffen und noch nichteinmal auf ein kurzes Gespräch. Selbst eine positive Reaktion sollte man nicht erwarten. Der andere ist völlig frei, so zu reagieren, wie er (sie) will.

Richtig... Black Gun, probiers doch einfach aus, bevor du dir im stillen Kämmerlein zig hochkomplexe Gedankengänge machst, die mit der Realität des Komplimentemachens und realen Umgangs mit anderen Menschen nur noch wenig zu tun haben...

bdruma


@ Black Gun

oder das beispiel mit der verkäuferin – mich nervt es regelmässig, wenn verkäufer einem immer ein "schönen tag noch" hinterhermurmeln, bei dem genau klar ist, dass sie das nur sagen weil sie denken es gehört sich so.

Ich hoffe, du weißt, dass Verkäuferinnen dazu verpflichtet sind, den Kunden freundlich zu verabschieden und vom Chef Ärger bekommen, wenn er hört, dass sie ihm keinen schönen Tag/Abend/Wochenende wünschen ;-) Nach zig Stunden an der Kasse und zahlreichen miesgelaunten Kunden sprühen die meisten dann verständlicherweise nicht mehr vor Freude. Umso mehr freuen sie sich dann über jemanden, der ehrlich freundlich zu ihnen ist ;-)

E_hemal|ige r Nutzer% (#15x)


RajMerchant

Experimentator: "Der Rock steht Ihnen aber gut. Und wo wir gerade dabei sind, so schöne Beine hab ich auch lange nicht mehr gesehen."

Testperson "Hilfe, Hilfe! Ein Sittenstrolch!"

Unbeteiligtes Publikum im Supermarkt: *bewaffnet sich*

Experimentator: *stirbt vor Scham und Angst*

Nach dem mentalen Szenario noch das Maul aufzukriegen, braucht schon was.

Aber genau um diese Angst und Scham abzubauen, soll man doch das "Experiment" wagen. Um zu erkennen, dass es eben nicht eintrifft. Um zu lernen, dass selbst der worst Case nicht so schlimm ist, wie man es sich in seinem Kopfkino zusammenreimt.

Ich mußte in meiner Therapie gegen meine Angststörung ähnliches machen: Mich in die Situationen begeben in denen ich die größten Panikattacken hatte und diese aushalten – um zu lernen, dass das Kopfkino nicht eintritt. Also ich kenne – wenn auch in anderer Hinsicht – eine solche Problematik. Es ist anfangs sauschwer – funktioniert aber.

gwendolynn

Nein, hat sie nicht

Doch, ich denke schon ;-)

Nicht jede Frau empfindet es als "Geschenk", von Wildfremden angesprochen zu werden, es kann manchmal einfach nur nerven.

Denn genau darum geht es nicht. Es geht gar nicht um die Frau selbst, ob sie genervt sein könnte oder nicht. Und es geht auch nicht ausschließlich um ihre Reaktion. Sondern darum anzusprechen und zu erkennen, dass einem selbst dabei nichts wirklich Negatives passiert. Um aus dem eigenen Kopf herauszubekommen, dass man sich zum "Vollhorst" macht. Zu lernen, dass negative Reaktionen auch mit dem Gegenüber zu tun haben und nicht nur mit einem selbst. Eine Frau die -sagen wir mal- "zickig" reagiert, kann auch einfach einen schlechten Tag haben, in Eile sein, grade traurig sein.....man muß lernen, dass Aktion und Reaktion von allen Beteiligten abhängen – nicht ausschließlich von Einem selbst.

Stuhlbein

Der einzige Unterschied ist, dass ein Kompliment an "Frau Müller" etwas leichter zu vergeben ist als an eine vollkommen Unbekannte.

Naja, laut Black Gun ja eben nicht. Denn er hat ja Angst sich zum "Vollhorst" zu machen, wenn er auf einem Dorf lebt wo Jeder Jeden kennt... :-/

Black Gun

oder das beispiel mit der verkäuferin – mich nervt es regelmässig, wenn verkäufer einem immer ein "schönen tag noch" hinterhermurmeln, bei dem genau klar ist, dass sie das nur sagen weil sie denken es gehört sich so. und ich bin dann in der doofen situation, einen dämlichen, nervenden smalltalk zu halten obwohl ich keinerlei lust auf gelaber beim einkaufen gehen habe, oder aber als unfreundlicher arsch dazustehen. da frage ich mich schon, wie in so einer situation jemand mit einer einstellung wie meiner ein ehrlich gemeintes "schönen tag wünsch ich ihnen auch, ist ja bald feierabend" hinbekommen soll.

Tja...bei dieser Einstellung wundert es mich ehrlich gesagt nicht, dass Du Dir so einen Kopp darüber machst, WIE ein Kompliment rüberkommen könnte....("Was ich selber denk' und tu...etc.).

Ich mache es genauso mit den Verkäuferinnen wie es beschrieben wurde, das kommt einfach aus mir raus, da denke ich nicht drüber nach ob SIE es nun ernst gemeint haben könnte oder nicht...warum auch? Und der Hintergrund? Ich fühle mich wohl dabei – ist ähnlich wie die Geschichte, dass man sich jeden Morgen mit einem Lächeln im Spiegel selbst begegnen soll.....

MzoDnikxa65


Um aus dem eigenen Kopf herauszubekommen, dass man sich zum "Vollhorst" macht. Zu lernen, dass negative Reaktionen auch mit dem Gegenüber zu tun haben und nicht nur mit einem selbst.

Das mag ja sein, aber die Wahrscheinlichkeit, sich eben doch zum Vollhorst zu machen, ist bei 2 Komplimenten am Tag nicht gerade gering. 2 in der Woche, das wäre vielleicht eine bessere Voraussetzung, aber 2 am Tag, ne, finde ich ehrlich gesagt daneben.

E'hemaTliger yNutzMerx (#15)


Monika

Das mag ja sein, aber die Wahrscheinlichkeit, sich eben doch zum Vollhorst zu machen, ist bei 2 Komplimenten am Tag nicht gerade gering.

Also ich verstehe es so, dass es nicht ausschließlich um Komplimente geht – sondern vordergründig um das Ansprechen überhaupt. Und das ist auch der Punkt, wo wir Alle immer ein wenig aneinander vorbeireden.

Also zwei Mal pro Tag einer (fremden) Frau Komplimente zu machen à la: "Sie haben schöne Augen" – das finde ich auch zu extrem, zumal man damit in der Tat mit merkwürdigen Reaktionen zu rechnen hat.

Aber zwei Mal pro Tag oder auch nur ein Mal am Tag eine (fremde) Frau nett anzusprechen, nach der Uhrzeit fragen, der Verkäuferin einen schönen Feierabend zu wünschen (und dann eventuell, wenn man merkt, dass sie positiv reagiert vielleicht doch ein kleines Kompliment zu machen) – daran kann ich kein Riskio sich zum Vollhorst zu machen erkennen.

MZonDika6x5


ber zwei Mal pro Tag oder auch nur ein Mal am Tag eine (fremde) Frau nett anzusprechen, nach der Uhrzeit fragen, der Verkäuferin einen schönen Feierabend zu wünschen (und dann eventuell, wenn man merkt, dass sie positiv reagiert vielleicht doch ein kleines Kompliment zu machen) – daran kann ich kein Riskio sich zum Vollhorst zu machen erkennen.

Na gut, das ist was anderes, wenn allein das ein Problem darstellt, könnte es tatsächlich was bringen.

g[w#endo$l y-nxn


@ Stuhlbein und Isabell

Doch, hat sie.

Es geht um Komplimente ohne Hintergedanken. Ob das nun Frau Müller, die Arbeitskollegin, die Verkäuferin oder eine vollkommen Unbekannte ist, ist dabei nebensächlich

Nee, eben nicht. Nicht für den TE und nicht für Narras, der dieses Experiment dem TE empfohlen hat.

Siehe Seite 7, Beitrag von Narras, 10.11.2011, 00.12 Uhr

[[http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/603239/11/#p17666660]]

gHwendo)lynxn


Aber sicherheitshalber kopier ich gleich den ganzen Absatz hier rein, ehe mir nochmal erklärt wird, dass ihr das ja richtig verstanden habt :=o

Aber warum an fremde Frauen auf der Straße und nicht an welche, die er kennt?

Boah ey, du stellst Fragen. Weil sein Problem ja seine Hemmung ist, Frauen kennenzulernen. Was bringt es ihm da, Frauen aus seinem Umfeld vollzutexten, wenn das Ziel ist, seine Fähigkeit,mit Frauen zu flirten, zu erhöhen. Ich setz mich ja auch nicht an den Küchentisch bei Mutti und übe mit ihr zu flirten, sondern gehe in ne Bar und sprech die Unbekannte Schönheit an, wenn ich vorwärts kommen will.

Narras

Die Frage im Zitat, warum Unbekannte und nicht welche, die er kennt, wurde übrigens von mir selbst gestellt.

gQwendoxlynn


Und es geht noch weiter

Argh, weil es nicht ums Flirten geht! Er ist noch garnicht soweit, dass er Flirtet, sondern es geht darum, die ersten Schritte zu lernen! Ausserdem ÜBT man immer mit Fremden, denn dann hats keine negativen Konsequenzen, wenn man was verballert. Sich vor ner Fremden zu blamieren die man eh nie wieder sieht ist egal, die Kollegin ungelenk anzubaggern dagegen kann einem monatelang nachhängen.

Gleiche Seite, auch Beitrag von Narras.

RaajMe!r&chanxt


(Mein) Tag1

Okay. Gegen 12 zum erstenmal das Haus verlassen. Ungewollt. Die Putzfrau hat das Shampoo weggeschmissen, und ich brauch neues. Blöde Ausgangssituation.

Erste auffallende Frau: Kommt mir auf der Straße entgegen. Trägt ein... äh... Dings. So eine Art selbstgestrickten Overall, oder Strampelanzug, oder so. Um die Mitte herum mehr ein Sack, und ich würde es nicht beschwören, aber ich meine, so Norwegerpullimuster erkannt zu haben. Ansonsten eigtl ganz hübsch. Wacher Blick, sinnliche Lippen, gerade Haltung, Figur, soweit erkennbar, attraktiv. Lächelt, strahlt sogar, es geht ihr gut, trotz des Dings. Weil ich heute eh wenig Zeit habe, ernenne ich sie zur Testperson 1.

Was sagt man der jetzt? "Tolles Dings hast du da an"? Nee. Da fühlt die sich doch verarscht. Andererseits findet sie es vermutlich toll, sonst hätte sie es nicht angezogen. "Toll, dass du dich traust, so rumzulaufen"? Bei näherem Hinsehen nicht wirklich ein Kompliment. Entscheidung: Das Dings ist kein guter Aufhänger. Also Augen. Sterne, blablubb. Bartwickelmaschine. Auch nicht gut. Allgemeiner Auftritt, möglichst ohne das Dings zu thematisieren, was schwierig ist, weil sie mir ja deswegen aufgefallen ist. Das könnte was sein. "Tschuldigung, ich muß mal was loswerden. Du strahlst so ein 'Der Tag ist schön' aus. Das freut mich. Danke." Yeah, Babe, das ist MEIN Satz. Die Frau in dem Dings ist leider schon drei Straßen weiter. Mist. Nächstes Mal schneller schalten.

Meine Ecke von Berlin ist Samstagmittags ganz schön leer. Paar Rentner, paar Prolls beim Frühstücksbier, paar Ü50-Hausfrauen. Handvoll hübsche Frauen, aber immer mit Freund, Kopftuch oder quengelndem Kind. Ausschlußkriterien. Keinen Stress anzetteln.

Plötzlich taucht an der Straßenecke Testperson 2 auf. Beine bis zum Boden, kurzer Rock, Stiefel, schwarze Strumpfhose UND weiße Stay-ups. Naja, Kreuzberg halt. Auffällig jedenfalls, und sie kanns tragen. Und ein Gesprächsaufhänger. Alles oberhalb der Gürtellinie verschwimmt allerdings in einem Mega-XL-Kapuzenpulli, inclusive des Kopfes. Als ich auf Gesprächseröffnungshöhe bin, dreht sich Testperson 2 um und betrachtet ausgiebig einen Baum. Mpf. Von hinten auf die Schulter tippen ist jetzt auch blöd. Dann halt nicht.

Nachmittag, auf dem Weg zu einer größeren Konferenz. Aus den Kopfhörern dröhnt "Money for nothing (and chicks for free)", ich bin ein Rockstar und zu allen Schandtaten bereit. Leider gibt’s in meinem U-Bahn-Waggon keine hübschen Frauen, und alle Waggons absuchen will ich jetzt auch nicht.

Auf der Konferenz fällt mir auf, dass die Zeit knapp wird, der Resttag ist verplant. Zum Glück nähert sich von schräg hinten Testperson 3, ihres Zeichens Sozialwissenschaftsstudentin im Abschlußsemester, von einer grazilen Püppchenhaftigkeit und noch etwas unentschieden zwischen Studi- und Businesslook. Fragt, ob der Platz neben mir frei ist. Ich antworte "für so schöne Frauen immer", versuche dabei ein nicht allzu blödes Gesicht zu machen und hoffe, dass das zählt. Sie guckt mich an, als hätte ich den Verstand verloren, murmelt was, das wie "dannisjagut" klingt und setzt sich. Geht doch.

Auf dem Heimweg renne ich auf der U-Bahnhofs-Rolltreppe in Testperson 4. Piercings, Nieten, sehr anmutiges Gesicht mit einem irritierend brutalen Zug um die Mundwinkel. Wir sortieren uns, lächeln einander an, dann kommt die U-Bahn, die Menge schiebt uns zu unterschiedlichen Türen rein und ich werde in einem Pulk Security-Mitarbeiter eingeklemmt. An der nächsten Station steigt sie aus, ohne dass ich mich in ihre Richtung vorkämpfen konnte. Aber der Augenblick für einen Spruch war eh rum.

Puh. Schwieriger, als ich dachte. Zählen die letzten beiden zusammengenommen als 1?

kpamilDlchxen


Raj, du bist köstlich ;-D

Ein Tipp: Frauen, die auf den ersten Blick nicht weltbewegend hübsch sind, freuen sich vermutlich noch mehr über ein Kompliment. Und auf die Art triffst du an Tag 2 möglicherweise auch mal mehr als eine ;-D

Weshalb machst du das Experiment doch gleich?

mwondr+"sterxne


RajMerchant

Dann würde ich mich nämlich als Kontrollgruppe anbieten, i.e. das Experiment für die nächsten paar Tage mal mitmachen

Black Gun

ich überlege sogar ob ich selbst auch mitmache.

RajMerchant

Geile Idee. Ich würde ja sagen: Je mehr, desto besser.

ok, ich würd auch gerne mitmachen. Ich spiele eher in der Liga des TE, habe es allerdings nicht nötig, mir irgendwelche Ausreden auszudenken.

Hier in dem Faden werden meiner Meinung ein paar Sachen durcheinandergewürfelt. Mir geht es ausschließlich um Komplimente. Worum es bei einem Kompliment nicht geht: Jemanden kennenzulernen, aufzureißen oder anzubaggern. Ein Kompliment erwartet keine Gegenleistung. Wenn es gelingt, ist ein "Danke" der Erfolg. Mir geht es um Komplimente an alle Frauen beliebigen Alters, ohne feste "Zielgruppe". Den Vorsatz "ich möchte Komplimente machen" habe ich übrigens schon im Jahr 2000 gefasst. Ich bin in einer komplimentfreien Zone groß geworden. Deshalb musste ich auf so eine Idee überhaupt erstmal kommen.

Deshalb würde ich vorschlagen, einen neuen Faden "wir möchten Komplimente machen" anzulegen, bei dem es wirklich nur um Komplimente geht.

@ RajMerchant

Toll, Danke für den Erfahrungsbericht. Die Vorletzte zählt bei mir absolut als eins. Ein Kompliment ist bei mir ein ausgesprochener Satz. Mit "ein Lächeln kann auch ein Kompliment sein" kannst Du mich nicht überzeugen.

Vielleicht kannst Du noch etwas zu der Frage sagen: Wie sehr fühlst Du Dich nach der Nummer als Horst?

H'erman_trhe_Germaxn


wenn es nur zur Übung ist, dann kannst Du ja mit den Ü-50 Hausfrauen anfangen und dich altersmäßig in für Dich interessantere Gefilde herunter arbeiten. Schwimmen lernt man ja auch dort, wo das Wasser flach ist.

Irgendwie kann ich es nicht glauben, dass Dir nur so wenige potenzielle Kompliment-Kandidatinnen über den Weg gelaufen sind. Vielleicht solltest Du Dir frauenspezifischere Orte aussuchen, wie z.B. Buchhandlungen oder Shopping Malls.

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